Archiv der Kategorie: Berner Oberland

Gasteretal 1537 m – Lötschepass 2689 m – Hockenhorn 3292 m – Lauchernalp 1969 m in 2 Tagen

Unsere Tour (damals mit Michael) im Juli 2015 wollten wir unbedingt wiederholen – diesmal mit der Besteigung des Hockenhorn. Die äusseren Bedingungen waren ideal, wenn auch etwas später in der Jahreszeit. So wussten wir um den nordseitigen Aufstieg, der nur noch teilweise von der Sonne beschienen war. Lediglich der felsige Aufstieg zum Lötschepass nach der Gletscherquerung und tags darauf der Gipfelaufstieg auf das Hockenhorn (Schnee, Vereisungen!) boten zusätzliche Schwierigkeiten. Aber der Reihe nach.

Erster Tag (Gasteretal 1537 m – Lötschepass 2689 m):
Mit einer Sonderfahrt im Kleinbus fuhren wir, zusammen mit elf weiteren Wanderern um 09:50 Uhr ab Bahnhof Kandersteg ins Gasteretal bis Selden (Gasthaus Steinbock). Nur wenige wählten dasselbe Ziel. Nach Überquerung der hier noch jungen Kander über die metallene Hängebrücke begann der steile Aufstieg vorbei am Fall des Leitigbachs zur 300 m höher liegenden Gfelalp, welche nach ca. 45 Minuten erreicht war. Die Berghütte war bereits geschlossen, weshalb wir nach einer kurzen Trinkpause weiter aufstiegen, um bald einmal die ersehnte Sonne zu erreichen. Welche Wohltat, bei immerhin null Grad! Bald einmal stellten wir die veränderte, ruppiger werdende Wegführung fest, welche offensichtlich die Folge von Rutschungen war. Erst ab der auf etwa 1850 m schön gelegenen Alp wieder auf dem ursprünglichen Pfad, wurde es noch steiler, aber auch deutlich felsiger, bis Bälme (2408 m) erreicht war. Auf der Bälme erreichten wir die Gletschernase, welcher viel Schmelzwasser auslief. Nahe eines grossen Steinmanns genossen wir an schönster Aussichtslage eine längere Verpflegungspause – nördlich vor uns der Blick über das Gasteretal zum markanten Doldenhorn, weiter rechts das Blüemlisalphorn, unter diesem der Kanderfirn. Der Weiterweg führte mit Stangen markiert über den unteren Teil des Lötschegletschers. Spaltenlos, das Eis von Schutt überdeckt – trauriges Bild eines serbelnden Gletschers. Auf der Ostseite bestiegen wir die Moräne, um dann die wie erwartet im Schatten liegende Felswand zu erreichen. Dank w-r-w-Markierungen war der Einstieg gut zu erkennen. Heute schätzten wir die Fixseil-gesicherten Stellen, weil immer wieder blank vereiste hohe Tritte kaum Halt boten. Steigeisen wären nützlich gewesen – aber diese blieben im Rucksack verstaut. Kurz vor dem höchsten Punkt dann die Erlösung, der Pass und die Lötschepasshütte. Und natürlich das phänomenale Panorama zu den hohen Wallisern. Die Fernsicht erstklassig, weil die Luftfeuchtigkeit geringer war als in den letzten Tagen. Nach dem freundlichen Empfang durch Andrea und Martin füllten wir an der Sonne und im Windschatten unsere Wasser- und Salzspeicher auf. Nach dem vorzüglichen z’Nacht folgte eine erholsame und ruhige Nacht – die Hütte war zu etwa einem Viertel belegt.

Parameter 1. Tag:
Tour-Datum: 17. Oktober 2017
Schwierigkeit: T4 (Trittsicherheit Bedingung)
Strecke: 8.9 km
Aufstieg: ca. 1168 m
Abstieg: ca. 139 m
Laufzeit ohne Pausen: ca. 3 Std.
Laufzeit mit Pausen: ca. 4 Std. 40 Min.

Zweiter Tag (Lötschepass 2689 m – Hockenhorn 3292 m –
Lauchernalp 1969 m)
:
Gut erholt genossen wir das typische Hüttenfrühstück. Um 08:45 Uhr starteten wir in Richtung Hockenhorn, das von der Hütte aus nicht zu sehen war. Auf der knapp 3 km langen Aufstiegstrecke waren ca. 440 Hm zurück zu legen. Im Gegensatz zum Juli 2015 lag die Strecke heute lange nicht unter Schnee. Erst kurz vor dem markanten Kleinhockenhorn war die Schneedecke kompakt und hartgefroren. In der Lücke eine kleine Trinkpause, und die Gelegenheit die Steigeisen zu montieren. Denn in der steilen Querung über den harten Schnee bis zum Gipfelaufbau wollten wir Trittsicherheit. Für den eigentlichen Aufstieg (>30°) zum Gipfel (ca. 130 Aufstiegsmeter über eine Strecke von 400 m) erwiesen sich die Eisen als die für uns sicherere Variante – hohe und stark vereiste Tritte im Blockfels – Gelände, wie es uns gefällt. Nach einer halben Stunde war der Gipfel erreicht (ab Lötschehütte ca. 2.5 Std.). Was für ein 360°-Panorama vom Feinsten! Windstill und knapp über Null Grad, also angenehm für eine längere Gipfelpause. Endlich hatten wir die vor zwei Jahren Unvollendete geschafft! Und der Gipfel gehörte uns alleine! Einfach toll!

Für den Abstieg wählten wir in etwa die uns bekannte Strecke, diesmal mit je einem Stock im Einsatz. Wohlbehalten erreichten wir die Einstiegstelle, um dann rasch zum Kleinhockenhorn hinunter zu queren. Nach etwa 300 m entledigten wir uns der Steigeisen, und nun ging es flotter runter zur Hütte. Dort hatten wir je etwa 3 kg Gewicht deponiert, aber der Hauptgrund war natürlich Rösti mit Spiegelei – schliesslich war Mittagszeit. Gestärkt traten wir den Abstieg über den Lötschberg zur Lauchernalp an (Vorgabe 2 Std. – sehr sportlich!). Auf den ca. 6.8 km waren 750 Hm abzusteigen. Vorbei an den hübschen Bergseelein ging es über Platten und vorbei an Blocks über Sattlegi (2566 m), ein Übergang, der zwischen Schwarzi Simmla und Hockuchriz liegt. Die Unterlage wurde weniger ruppig, dafür steiler. Bei P. 2372 war der Golmbach zu überqueren – über einen neu angelegten Bergweg. Über weiterhin steile Alpweiden hinunter erreichten wir (etwas ermattet!) die Bergstation der Luftseilbahn Lauchernalp-Wiler. Auf die Minute genau bestiegen wir die im Halbstundentakt fahrende Bahn, um an der Talstation in Wiler den Direktanschluss auf den Postautokurs nach Ried zu erreichen. Direkt vor dem uns bekannten Hotel Nest- und Bietschhorn befindet sich die Haltestelle, von wo wir mit letzter Kraft zum Apéro auf die noch besonnte Terrasse «torkelten». Das anschliessende (viergängige!) Feinschmeckermenü war wiederum vom Feinsten – inzwischen sagenhafte 15-Punkte-Küche! Und im **-Sterne-Hotel sind alle Zimmer modernisiert – sehr schön! Ein wiederum schöner Abschluss im urigen Lötschental.

Parameter 2. Tag:
Tour-Datum: 18. Oktober 2017
Schwierigkeit: T4+ (Vereisung im Gipfelaufstieg, sonst T4, Trittsicherheit Bedingung)
Strecke: 15.5 km
Aufstieg: ca. 658 m
Abstieg: ca. 1367 m
Laufzeit ohne Pausen: ca. 5 Std.
Laufzeit mit Pausen: ca. 8 Std.

Fazit:
Eine von vielen Höhepunkten geprägte und sehr abwechslungsreiche «Reise» vom Gasteretal ins Lötschental war das!

Wetterverhältnisse:
Traumwetter! Sonne pur, wolkenlos, ca. 0 bis 10° (Gipfel ca. 3°), annähernd windstill.

Hilfsmittel:
Wanderschuhe, Steigeisen, Stöcke, GPS-Maschine

Parameter total:
Tour-Datum: 17./18. Oktober 2017
Strecke: 24.4 km
Aufstieg: ca. 1826 m
Abstieg: ca. 1506 m
Laufzeit ohne Pausen: ca. 8 Std.
Laufzeit mit Pausen: ca. 12 Std. 40 Min. 

Kamera:
Sony DSC-HX90V

4 Tage Schneeschuh-Hochtour Jungfrau – Aletsch mit Äbeni Flue 3962 m als Höhepunkt

Spontan und auf Anregung Felix‘ (bekannter hikr-Power-User) entschieden wir, an einer von der Alpinschule Adelboden durchgeführten 4-Tages-Hochtour im UNESCO Weltnaturerbe teilzunehmen – auf Schneeschuhen – ziemlich exotisch! Nach dem Neuschnee der letzten Tage durften wir vier Hammertage in der hochalpinen Gletscherwelt erleben: bestes Winterwanderwetter, exzellente Schneeverhältnisse, aber auch tiefe Temperaturen – und eine Gruppe von sechs Gleichgesinnten (Doris, Bonnie, Thomas, Felix, Ruedi und Bergführer Mike Zurbrügg). Treffpunkt Kafibar Jungfraujoch (auch Top of Europe genannt). Beim Startkafi Begrüssung und Briefing durch den Bergführer Mike, dann der eindrückliche Rundgang im Eispalast, abschliessend der Gang zum Stollenausgang, wo sich schon viele Touris tummelten – verständlich bei diesem tollen Wetter. Was für eine grossartige Gletscher- und Hochgebirgswelt hier oben! Doch viel zu beschreiben lassen wir diesmal sein – die Bilder vermitteln das Erlebte besser. Dennoch und in Kürze das Programm:

Erster Tag (Donnerstag, 20.04.2017)
Der 8 km lange Abstieg über den Jungfraufirn zum 850 m tiefer liegenden Konkordiaplatz war reines Einlaufen – gut so auf dieser Höhe! Die Sphinx im Rücken, zur linken Mönch und Trugberg, zur rechten die Jungfrau, Rottalhorn, Louwihorn und Kranzberg. Grosses Alpenkino! Den riesigen Konkordiaplatz (900 m dick ist das Eis!) querten wir am östlichen Rand. Nach einem kurzen Aufstieg Materialdepot an einer geschützten Stelle. Dann der Einstieg auf die heute einzige Herausforderung – 467 Stufen hat die senkrecht am Fels angelegte Eisentreppe, über welche die ca. 150 m über uns liegende Konkordiahütte zu erreichen ist. Etwas ausser Atem, aber glücklich erreichten wir das erste Tagesziel. Die grosse Hütte machte einen sehr gut geführten Eindruck, und die Verpflegung war ausgezeichnet. Sarah und Christoph mit Familie und Team gebührt ein herzliches Dankeschön für die Gastfreundschaft – und Sarah wünschen wir von Herzen Heilung von der schweren Krankheit. Einem letzten Blick von der Hüttenterrasse in die sternenklare Nacht und zum morgigen Tagesziel hinüber folgte eine ruhige und störungsfreie Nacht.

Zweiter Tag (Freitag, 21.04.2017)
Nicht zu frühe Tagwach, leckeres Frühstück um 7 Uhr, und voll motiviert die Eisentreppe hinunter. Die ersten paar hundert Meter auf dem Konkordiaplatz verliefen im Schatten. Mit Erreichen der Sonne ein erster Freudenjuz (die fröhliche Bonnie sang…), und rasch war dieser einmalige eisgepanzerte Platz überquert. Fast schon mit Leichtigkeit bewältigten wir die leichte Steigung und dann die erste Stufe auf dem Grossen Aletschfirn. Die Lötschenlücke und die über ihr stehende Hollandiahütte fast permanent im Visier, wanderten wir gemütlich und in ziemlich direkter Linie hoch. Erst kurz unterhalb der Hütte steilte das Gelände stärker auf. Um 13 Uhr wurden wir herzlich begrüsst von der Hüttenwartin Regula (im Sommer auch Wiwannihütte). Uns wurden die zuoberst in der Hütte liegenden Schlafstellen zugewiesen. Nach dem Bezug war Flüssigkeitszufuhr und Verpflegung angesagt. Am Abend dann in gemütlicher Tischrunde Diskussionen, Apéro und anschliessend das leckere Viergangmenü. Was die Hüttencrew hier oben leistet, verdient grosse Anerkennung – man bedenke: die Hütte hat keine Wasserversorgung, das Kochwasser muss aus dem allerdings reichlich vorhandenen Schnee geschmolzen werden. In der wiederum ruhigen (und sehr warmen) Nacht waren die zunehmend starken Windböen gut zu hören. Was erwartete uns am Folgetag, dem Höhepunkt des Trekkings?

Dritter Tag (Samstag, 22.04.2017)
Frühstücksbuffet um sechs, dann nichts wie los an die (sehr) frische Luft. Wir starteten unverzüglich, direkt hinter der noch nicht besonnten Hütte steil hoch. Kurz vor sieben Uhr im Aufstieg der Blick in die ersten Sonnenstrahlen – tolle Stimmung! Ab einer Höhe von ca. 3400 m querten wir auf dem Äbeni Flue-Firn, links über uns der Anuchubel, später das Anujoch und schliesslich das Mittagshorn. Geradeaus das Respekt einflössende Tagesziel, die fast 4000 m hohe und mächtige Äbeni Flue. Ab einer Höhe von ca. 3500 m querten wir den Gletscher oberhalb der Brüche relativ flach und deshalb ohne grossen Aufwand. Nach einer Trinkpause dann der „Angriff“ auf den Gipfel. Der nun steil werdende Aufstieg verlief in einer SO-ausgerichteten Mulde, welche nur teilweise besonnt war. Die starken Böen machten uns zwar keine Sorgen, unangenehm waren sie dennoch. Auf den letzten 300 Hm bis zum Gipfel war die Steilheit um 30°. Den Gipfelgrat erreichten wir nahe P. 3946, um dann fast schon erholsam zum Hauptgipfel aufzusteigen. Was für eine Aussicht: tief unter uns das Lauterbrunnental, dann das nahe und berühmte Dreigestirn Jungfrau, Mönch, Eiger. Das 360-Grad-Panorama war überwältigend. Wässrige Augen (nicht nur vom Wind), Gipfelfreude und auch Stolz machten sich bemerkbar. Und: für den doch ziemlich fordernden Aufstieg benötigten wir deutlich weniger als vier Stunden. BF Mike freute dies offensichtlich (er hatte mit bedeutend mehr gerechnet…). Der starke Wind liess keine lange Gipfelrast zu, also rascher Abstieg, vorerst auf der Aufstiegsspur. Auf dem Firn hielten wir etwas südlicher, Mike wollte uns die Spalten und Seracs „vorführen“, was ihm sehr eindrücklich gelang (siehe Bilder). Für den Abstieg benötigten wir ca. zweieinhalb Stunden. Um 13 Uhr erreichten wir die Hollandiahütte, gerade richtig zum Mittagessen – für Appetit war ja gesorgt! Gemütlicher Nachmittag, kurze Siesta, und schon waren Apéro und Nachtessen angesagt. Müde und mit grosser Freude und Genugtuung erfüllt, genossen wir wiederum eine relativ ruhige Nacht.

Vierter Tag (Sonntag, 23.04.2017)
Heute war gemütliches Auslaufen angesagt (immerhin 1500 Abstiegsmeter); nicht zu früh raus, denn die Lötschenlücke und der oberste Teil des Langgletschers lagen noch im Schatten. Um halb acht verabschiedeten wir uns fast schon etwas wehmütig von Regula, Tochter Felicitas und der sehr netten Hüttencrew. Der windgepresste obere Teil des Gletschers war angenehm zu begehen. Das bereits besonnte Lötschental trieb uns förmlich an. Vorbei am rechts in den Langgletscher fliessenden Anungletscher und seinen markanten Brüchen und dem folgenden Jegichnubel, links Sattelhorn, Distlighorn, Schinhorn. Die markant auf 2358 m stehende Anenhütte hatte die Fahne gehisst. Wir  liessen uns nicht verführen und blieben immer in der Mitte des Gletschers, um dann das bei ca. 2100 m liegende Gletschertor zu erreichen. Mike führte uns um- und vorsichtig hinein in diese Eis-Kathedrale – sehr eindrücklich (Bilder!). Einige Minuten weiter dann eine ausgiebige Pause an einem besonders sonnigen Platz. Mike liess uns los von seiner langen Schnur – interessant zu beobachten, wie alle sofort ausschwärmten… Entlang der Lonza (immer noch auf ausreichender Schneeunterlage) erreichten wir fast schon im Spaziergang P.1977 (wo der Sommerweg zur Anenhütte abzweigt). Etwas weiter unten, dort wo der Reichbach vom Dischliggletscher herunterkommt, hatten wir eine von einer mächtigen Lawine „abgeholzte“ und verwüstete Strecke zu durchqueren. Wie wir später in Blatten hörten, muss dieses gewaltige Naturereignis im März und nach den damals starken Regenfällen stattgefunden haben; Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Wenige Meter oberhalb Gletscherstafel konnten wir uns der Schneeschuhe entledigen – und der Spurt zum bereitstehenden Shuttlebus lohnte sich wirklich. Sowas nennt man ÖV-Anschluss mit CH-Präzision. Für zehn Stutz pro Person liessen wir uns nach Blatten hinunter kutschieren, wo wir im Rahmen einer gemütlichen Einkehr im Hotel/Restaurant Breithorn den Abschluss einer ausserordentlichen Hochtour „feierten“. Anschliessend Postauto nach Goppenstein und von dort mit dem Lötschberger nach Spiez.

Fazit:
Das waren ganz einfach vier geniale Hochtourentage mit euch (Doris, Bonnie, Thomas, Felix, Ruedi und Bergführer Mike Zurbrügg). Ihr alle verdient unseren herzlichen Dank für die prägenden Erlebnisse und die wunderbare Kameradschaft.

Hilfsmittel:
Schneeschuhe, Stöcke, Hochtouren-Ausrüstung (LVS, Schaufel, Sonde, Pickel, Klettergurt mit Schraubkarabiner und Prusikschlinge, Seil)

Kamera:
Sony DSC-HV90V

Parameter 1. Tag:
Tour-Datum: Donnerstag, 20.04.2017
Anforderungen: WT4 Schneeschuhtour, Klettersteig L, Hochtour WS
Strecke: 8.4 km: Jungfraujoch (Sphinxstollen) 3464 m – Jungfraufirn – Konkordiaplatz 2700 m – Treppe/Klettersteig (467 Stufen) – Konkordiahütte 2850 m
Aufstieg: 183 m
Abstieg: 792 m
Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min.
Zeit ohne Pausen: 3 Std. 30 Min.
Tageszeit: 13:15 bis 17:45 Uhr
Verhältnisse: -15° C +/-, Wind NO, Böen bis ca. 40 km, sehr sonnig, wolkenlos, Neuschnee Pulver, leicht überfroren, keine Schneeschuhspuren, Einsinktiefe ca. 20-30 cm, Gletscher vollständig und geschlossen eingeschneit (Spalten nicht sichtbar), Lawinenwarnstufe 3 (Triebschnee)
Bemerkungen: Angenehmer Abstieg, wenig steil, die Treppe zur Hütte war die Schlüsselstelle des Tages(!)

Parameter 2. Tag:
Tour-Datum: Freitag, 21.04.2017
Anforderungen: WT4 Schneeschuhtour, Hochtour WS
Strecke: 9.5 km: Konkordiahütte SAC – Treppe/Klettersteig (467 Stufen) – Konkordiaplatz – Grosser Aletschfirn – Hollandiahütte 3240 m
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 217 m
Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 30 Min.
Zeit ohne Pausen: 4 Std.
Tageszeit: 07:30 bis 13:00 Uhr
Verhältnisse: -10° C +/-, Wind NO, sehr sonnig, wolkenlos, Pulverschnee, leicht überfroren, keine Schneeschuhspuren, Einsinktiefe ca. 20 cm, Gletscher vollständig und geschlossen eingeschneit (Spalten nicht sichtbar), Lawinenwarnstufe 3 (Triebschnee)
Bemerkungen: Ab Materialdepot unterhalb der Treppe flache Querung Konkordiaplatz, Aufstieg Grosser Aletschfirn bis Hollandiahütte sehr angenehm und wenig fordernd

Parameter 3. Tag:
Tour-Datum: Samstag, 22.04.2017
Anforderungen: WT5 Alpine Schneeschuhtour, Hochtour WS
Strecke: 10.8 km: Hollandiahütte SAC – Äbeni Flue-Firn – Äbeni Flue 3962 m – Abstieg ungefähr wie Aufstieg
Aufstieg: 783 m
Abstieg: 763 m
Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 40 Min.
Zeit ohne Pausen: 5 Std.
Tageszeit: 06:25 bis 13:10 Uhr
Verhältnisse: -17° C +/-, Wind NO, Böen bis ca. 70 km/h, sehr sonnig, wolkenlos, Pulverschnee, keine Schneeschuhspuren, Einsinktiefe ca. 20 bis 30 cm, Gletscher vollständig und geschlossen eingeschneit (Spalten nicht sichtbar), Spaltengegend gut zu erkennen und zu umgehen, Lawinenwarnstufe 3 (Triebschnee)
Bemerkungen: Fordernde Gipfeltour, sehr starke Böen während der gesamten Tour, im Gipfelbereich gefühlt bis ca. -30° C (Windchill), Gipfelaufstieg ca. 350 Hm steil (stellenweise >30°)

Parameter 4. Tag:
Tour-Datum: Sonntag, 23.04.2017
Anforderungen: WT4 Alpine Schneeschuhtour, Hochtour WS
Strecke: 10.8 km: Hollandiahütte – Lötschenlücke 3164 m – Grossi Tola – Langgletscher – Gletschertor (ca. 2100 m) – P.1977 – P.1937 – Grund – Grundsee P.1837 – Gletscherstafel P.1771 – Fafleralp (Parkplatz) 1766 m
Aufstieg: 31 m
Abstieg: 1504 m
Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 20 Min.
Zeit ohne Pausen: 3 Std. 25 Min.
Tageszeit: 07:30 bis 11:50 Uhr
Verhältnisse: -12° C +/- (Lötschenlücke), -2° Fafleralp, Wind NO, 10 bis 20 km/h, sehr sonnig, wolkenlos, ab Lötschenlücke (Schatten) tragender Harschschnee, keine Schneeschuhspuren, Einsinktiefe ca. 10 cm, Gletscher vollständig und geschlossen eingeschneit (Spalten nicht sichtbar), Spaltengegend gut zu erkennen und zu umgehen, Lawinenwarnstufe 2, ab Gletschertor leichter Sulz
Bemerkungen: Angenehme Auslauftour, allerdings mit respektabler Länge und vielen Hm

Parameter kumuliert (4 Tage):
Strecke: 39.5 km
Aufstieg: 1647 m
Abstieg: 3276 m
Zeit inkl. Pausen: 21 Std.
Zeit ohne Pausen: 15 Std. 45 Min.

Sidelhorn 2764 m – ein winterlicher Aufstieg

Was für ein Tag heute! Nach der tollen Fahrt ab Beatenberg bis zur Grimselpasshöhe. Während des Startkafis im einzigen auf der Passhöhe noch geöffneten Restaurant (Berghotel Grimselblick) Blick hoch zum Tagesziel, dem bereits eingeschneiten Sidelhorn. Erste Zweifel kamen auf, ob wir das schaffen. Gut, wir können ja jederzeit umkehren – soweit kam es nicht! Um halb Elf starteten wir ab Parkplatz auf der Oberaarstrasse in Richtung „Berg“-Station der Sidelhornbahn (welche vom Hotel Grimsel Hospiz über den Grimselsee zum Fuss des Sidelhorns schwebt). Kurz vor der Bahn verliessen wir die Strasse nach etwa 400 m (Markierung). Im Zickzack geht es gleich richtig zur Sache: der steile, nach Osten ausgerichtete Pfad zur etwa 230 m höher stehenden Husegghütte führte schneefrei über schöne Granitplatten – an einigen Stellen war Vorsicht geboten wegen vereister Stellen. Oberhalb der Husegghütte änderte die Situation schlagartig; die Wegmarkierungen lagen stellenweise unter Schnee; ab einer Höhe von ca. 2500 m dann eine geschlossene Schneedecke. Zum Glück waren Trittspuren zu erkennen. Der weitere Aufstieg (auf der Kantonsgrenze BE/VS) vorerst unproblematisch – immer die sagenhaft schöne Sicht zum Finsteraarhorn und über den Oberaargletscher zum Oberaarjoch (Erinnerungen an unsere Hochtour vom Juli 2011!). Etwa 150 Hm unterhalb des Gipfels, im Aufstieg über die Nordflanke, wurde es dann ziemlich anspruchsvoll: schattig (zum Glück!), durchgehend schneebedeckt (ca. 50 cm), aber einige gute und harte Trittspuren – was der Einsatz unserer Leichtsteigeisen, nicht aber der Stöcke, erübrigte. Doris führte souverän durch die Blocks, mit Händen und Füssen, langsam und sehr vorsichtig sicheren Tritt suchend – nur ja nicht ausrutschen jetzt! Was unter normalen Verhältnissen T3 entspricht, war heute deutlich anspruchsvoller (T4 bis T5). Welche „Erlösung“, Gipfelkreuz und Steinmann vor uns. Wir haben es geschafft und der Gipfel gehörte erst noch uns alleine – ein tolles Glücksgefühl.

Windstille, wolkenlos, 360°-Panorama der Extraklasse – wir Glückspilze genossen die Gipfelrast ausgiebig. Dann gesellten sich noch ein paar weitere Gipfelstürmer dazu, welche über die Südseite aufstiegen. Kurzer Austausch, dass es nach unserer Einschätzung zwar möglich aber nicht empfehlenswert sei, über die steile und verschneite Nordflanke abzusteigen.

Aufbruch zum Abstieg! Der oberste Teil (ca. 80 Hm über eine Strecke von nur 280 m bis zum Wegkreuz bei P.2688) hatte es dann nochmals in sich: über grosse Blocks galt es abzuklettern, ab und zu einigen mit Schnee ausgefüllten Löcher ausweichend. Wir waren erleichtert, jetzt gen Süden zu halten – voll in der Sonne und praktisch schneefrei. Auf einer Höhe von ca. 2550 m hielten wir ostwärts – über Wiesen und einige Schneefelder verlief der weitere Abstieg in Richtung Passhöhe eher gemächlich. Vorbei an den vielen kleinen Seelein auf der Oberwalder Grimsle erreichten wir Chrizegge. Hier blies uns plötzlich eine frische Brise ins Gesicht, was uns einen Gang höher schalten liess. Bald war der Totesee und der Ausgangspunkt erreicht. Nochmals der Blick zurück nach oben zu unserem Tagewerk. Ein toller, und unerwartet winterlicher Tourentag war das. Und das wichtigste zum Schluss: Ruedi’s operiertes Knie hat gehalten.

Bemerkung:
Diesen Bericht widmen wir auch ein wenig unserem havarierten und bedauernswerten Bergfreund Michael, dessen Sidelhorn-Tour vom Oktober 2011 uns die Idee lieferte.

Wetterverhältnisse:
Traumhaftes Herbstwetter, wolkenlos, sehr sonnig, Temperatur ca. 10°

Wegmarkierung:
weiss-rot-weiss

Hilfsmittel:
Stöcke, Grödel (Leichtsteigeisen, nicht eingesetzt)

Parameter:
Tour-Datum: 30. Oktober 2016
Schwierigkeit: T4 bis T5, I. Grad (bei schneelosen Verhältnissen T3)
Streckenlänge: 7.2 km
Strecke: Grimselpasshöhe (2165 m) – Husegghütte (2441 m) – P.2634 – P.2642 – Sidelhorn (2764 m) – P.2688 – Chrizegge (P. 2281) – Totesee (Grimselpass)
Aufstieg: ca. 628 m
Abstieg: ca. -626 m
Abschnittzeiten (ohne Pausen):
01:45 h Aufstieg
01:15 h Abstieg
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std.
Benötigte Zeit inkl Pausen: 5 Std.
Tageszeit: 10:30 bis 15:30 Uhr
GPS-Hardware: Garmin Montana 600, Topo Schweiz V.4

Kameras:
Nikon Coolpix P900 (Bridgekamera)
Sony DSC-HV90V

Gemmenalphorn 2061 m – und Güggisgrat

Solche Gelegenheiten bieten sich selten: am Freitag Kundentermin in Thun, dann weiter nach Beatenberg. Am Abend dann der Panoramablick zu den grossen Bernern. Und am Samstag dann eine der wohl attraktivsten Panorama-Höhenwanderungen! Nach dem ausgiebigen Frühstück die Bergfahrt mit der Niederhorn-Gondelbahn bis zur Mittelstation Vorsass. Von dort schnurstraks in die nahe gelegene Bergbeiz zum Startkafi. Fast hätten wir es verpasst loszuwandern – so eindrücklich war die Panoramasicht. Unterhalb des markanten Niederhorns wanderten wir gemütlich nordöstlich, immer die Sonne im Rücken, und immer etwa 150 m unterhalb und entlang des Güggisgrats. Die Gelegenheit bei Oberburgfeld auf den Grat hochzusteigen, verwarfen wir. Zu schön präsentierte sich die Natur: einfach ein herbstfarbenes Paradies hier oben. Auch die nächste Aufstiegsgelegenheit kurz vor Oberberg lockte uns nicht. Über spannende Karrlandschaft – über uns das Gemmenalphorn – erreichten wir Punkt 1934. Hier galt es die Richtung zu ändern – nicht ohne einen Blick zu den Sieben Hengsten hinüber zu werfen. Vor uns nun der schattenhalb verlaufende steile und felsige Aufstieg zum ersten Gipfel, dem Gemmenalphorn. Natürlich waren wir heute hier oben nicht die einzigen – nachvollziehbar bei diesem tollen Herbstwetter! Panorama-Genuss vom feinsten – und dazu eine ebensolche Gipfelrast. Der Weiterweg in Richtung Niederhorn führte über den Güggisgrat, nirgends wirklich ausgesetzt, aber dennoch nur trittsicheren Berggängern zu empfehlen. Der spannende Gratverlauf führte mal fünfzig Hm runter, dann wieder rauf. Zur linken Schreckhorn, Wetterhorn, Finsteraarhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Blüemlere, usw. – sattsehen unmöglich! Im Abstieg vom Gemmenalphorn, kurz vor der Senke bei P. 1980 war es dann soweit: rechts, im schattig gelegenen zum Justistal abfallenden Hang tummelten sich bestimmt zwei Dutzend Steinböcke – wegen der Lichtverhältnisse schwierig zu fotografieren. Nach einem knackigen Wiederaufstieg erreichten wir den höchsten Punkt unserer heutigen Tour, Burgfeldstand 2063 m. Eindrücklich, wie es rechts (nordseitig) steil abfällt ins 700 m tiefer liegende Justistal. Hier geht der Blick unweigerlich nach Norden zur Sichle, welche den hintersten Punkt des Justistals bildet – wunderschön! Und gegenüber der Sigriswilergrat, an dessen Südflanke ein wohl spektakulärer Weg zu erkennen ist (Gemschiloch, Schafläger, Schafloch, siehe Bilder). Auf dem Weiterweg, immer in Gratnähe, dann noch ein bisschen Kultur – Freilicht-Gipfelkunst „Krieger des Lichts“ des Künstlers Dominic Müller. Ungewöhnlich und doch gefällig! Nun folgte der gut einsehbare Weiterweg, leicht absteigend und wieder aufsteigend zum Niederhorn – wo sich verständlicherweise viele Bergfahrer und -gänger tummelten. Auf der sonnig gelegenen Terrasse genossen wir nochmals und ausgiebig die einmalige Parade der grossen Berner. Es folgte die knieschonende Fahrt hinunter nach Beatenberg.

Wetterverhältnisse:
Traumhaftes Herbstwetter, wolkenlos, sehr sonnig, Temperatur ca. 12°

Wegmarkierung:
weiss-rot-weiss, Wandertafeln

Hilfsmittel:
Stöcke

Parameter:
Tour-Datum: 29. Oktober 2016 (1 Tag)
Schwierigkeit: T3
Streckenlänge: 11.6 km
Strecke: Vorsass (Mittelstation Gondelbahn Beatenberg-Niederhorn) – P. 1736 – Häliloch – Oberburgfeld (P. 1838) – Oberberg (P. 1818), Gemmenalp – P. 1934 (Wendepunkt) – Gemmenalphorn 2061 m – P. 1980 – P. 2050 – P. 2035 – P. 2036 – Burgfeldstand 2063 m – P. 1978 – Niederhorn 1963 m
Aufstieg: ca. 839 m
Abstieg: ca. -443 m
Abschnittzeiten (ohne Pausen):
03:00 h Vorsass bis Gemmenalphorn
01:15 h Gemmenalphorn bis Niederhorn
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 15 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 16:00 Uhr
GPS-Hardware: Garmin Montana 600, Topo Schweiz V.4

Kameras:
Nikon Coolpix P900 (Bridgekamera)
Sony DSC-HV90V

Wildstrubel – Überschreitung

Was für ein Glückstag! Bereits Mitte März abgemacht mit Bergführer Christian Wäfler (Lämmerenhütte), konnten die Bedingungen nicht besser sein. Nach dem Aufstieg auf die Engstligenalp vom Vortag und der Übernachtung im Berghaus Bärtschi standen wir um 04.30 Uhr auf – mühelos, weil wir vor Anspannung ohnehin schon länger wach waren.Nach dem Frühstück dann Start um halb fünf. Im Licht unserer Stirnlampen querten wir die Ebene der Alp („Läger“), um kurz vor Gruebi über eine Brücke links zu halten in Richtung Flyschweng. Auf einer guten Spur begann es richtig steil zu werden – Christian’s Ankündigung, dass sich daran in den nächsten anderthalb Stunden nichts ändere, beruhigte uns, weil so schnell Höhenmeter „gemacht“ werden. Um 06.20 dann die ersten Sonnenstrahlen – die unter uns liegende Alp noch im Schatten liegend. Auf einer Höhe von ca. 2400 m dann der erste Schneekontakt, guter und leicht gefrorener Trittschnee, kaum sichtbare Spuren. Eine halbe Stunde später montierten wir die Steigeisen, und Christian nahm uns ans Seil. Der folgende sehr steile Aufstieg im Firn (ca. 35°) war ein richtiger Genuss – Christian hackte uns jeden Tritt 2-3mal vor. Bei gemächlichen „Arbeitstempo“ erreichten wir bei etwa 2600 m eine Felsrippe, überstiegen diese, um dann auf den Strubelgletscher (unterhalb P. 2751) zu gelangen. Dieser war noch gut eingeschneit – hier soll der Gletscher spaltenreich sein – wir bemerkten davon nichts. In diesem steilen Abschnitt näherten wir uns in einem leicht nach links gezogenen Bogen (in der Nähe bereits vorhandener Spuren) der Schlüsselstelle. Den Früestücksplatz im Blickfeld, war zuerst eine geröllige (und rutschige) Runse zu queren. Dann folgte die sehr steile (und abrutschgefährdete) Steilstufe unterhalb des eigentlichen Früestücksplatzes, welchen wir um 08.00 erreichten. Zu dieser Zeit waren Rösly und Margrit im Bärtschi beim frühstücken – sie haben uns per SMS geschrieben, uns beobachtet zu haben!! Übrigens: Früestücksplatz heisse die Stelle deshalb, weil dann zuhause gefrühstückt werde – vorausgesetzt, man ist früh dran… Wir befanden uns nun auf eine Höhe von ca. 2800 m; über schiefrigen Geröll/Fels erreichten wir den oberen Teil des Ammertegletschers. Auf noch immer gutem Firn hatten wir den letzten steilen Teil vor uns; unterhalb eines mächtigen Ausläufers des Grosstrubels überwanden wir das wohl bald schneefreie Band, um dann etwas flacher ansteigend um 09.00 Uhr das Strubeljoch (3098 m) zu erreichen. Kurze Bemerkung zum Wetter: die leichte Bewölkung kam uns entgegen, weil die Temperatur erträglich war und sich der Firn nicht zu stark aufweichte. Auf dem Strubeljoch dann ein erster Panoramablick zu den Wallisern im Süden – unbeschreiblich! Wir richteten ein Rücksackdepot ein, um dann in Richtung Ost den ersten Gipfel anzustreben. Eine halbe Stunde später, nach einer Gesamtaufstiegszeit von 4 Stunden, standen wir auf dem Grossstrubel (3243 m) – keine schlechte Leistung für uns Senioren! Und was für ein überwaltigendes Erlebnis! Nach etwa 20 Minuten Gipfelgenuss der Abstieg über den Firn zurück zum Rücksackdepot, wo wir uns etwas stärkten.

Vor uns die etwa 1800 m lange Strecke zum Mittelgipfel (3243.5 m). Die etwa 140 Aufstiegsmeter waren eine einzige Panoramawanderung, links im Süden die Walliser Hochalpen, rechts im Norden die der Ausblick nach Adelboden und Lenk. Allerdings galt es aufzupassen, weil die Firngrate teilweise verwächtet waren; Christian führte uns souverän hinüber. Den Mittelgipfel kannten wir ja schon von unserer Schneeschuhtour vom 6. Februar 2015. Kurz nach elf Uhr standen wir oben – Genuss pur, ausgezeichnete Fernsicht, wenig Wind, schönstes Wetter! Nach ausgiebiger Gipfelrast dann Beratung über das weitere „Programm“. Wir entschieden, den dritten Gipfel (den Lenkergipfel, 3243.5 m) auszulassen. Die so gewonnene halbe Stunde wollten wir „investieren“ in einen (späteren) gemütlichen Hüttennachmittag (Siesta, und so!).

Für den Abstieg auf dem auch hier gut eingeschneiten Wildstrubelgletscher entledigten wir uns der Eisen; der aufgeweichte Firn war auch ohne sehr gut zu begehen (selbstverständlich noch immer angeseilt!). Zügig erreichten wir die Steilstufe beim bekannten Gletscherauge bei ca. 2850 m. Auch in diesem Bereich waren die unter uns liegenden Spalten nicht zu sehen. Wir bewegten uns in Richtung Mittelmoräne und überquerten diese. Kurz vor dem Brücklein (eine Art Leiter) unterhalb des Lämmerenhorns war abseilen angesagt. Die verbleibende Strecke bis zur Hütte dann über schwarzgrauen Schutt und Stein – ziemlich staubig! Die Lämmerenhütte erreichten wir nach (gemütlichem Abstieg) um 13.45 – gerade richtig zu Kaffee und Kuchen!

Ein Wort zur Lämmerenhütte:
Seit 23 Jahren wird diese vom Hüttenwartehepaar Barbara und Christian Wäfler geführt. Die Hütte liegt aussichtsreich auf einem Felsplateau unterhalb des Lämmerenhorns auf 2507 m. Der phänomenale Ausblick auf den Lämmerenboden, den Gemmipass und zu den bekannten Gipfeln in der Nachbarschaft (Daubenhorn, Rinderhorn, Altels). Für heute Montagabend waren 13 Gäste angemeldet; dank dieser Belegung durften wir einen Schlafraum ganz für uns alleine nutzen. Die Lämmerenhütte ist ein richtiges Bijou, und sie wird erstklassig geführt – unser grosses Kompliment der Familie Wäfler! Wir kommen wieder!

Fazit:
Nach unserer Winterbegehung im Februar dieses Jahres ging für uns ein vorerst etwas abenteuerlicher, aber grosser Wunsch in Erfüllung – die Überschreitung von der Adelbodner Seite her. BF Christian meinte im Nachhinein, „dass es diese Tour schon noch in sich habe“ – ein schönes Kompliment für unsere Leistung. Wir waren sehr erstaunt darüber, wie wir die doch sehr lange und fordernde Tour bewältigten, ohne Erschöpfung, ohne Krampf… Das war unsere bislang schönste Hochtour.

Parameter:
Tour-Datum: 29. Juni 2015
Strecke: 13.009 km
Engstligenalp (Berghaus Bärtschi) – Läger – Flyschweng (P. 2216) –
P. 2591 – Strubelgletscher – Früestücksplatz – Ammertegletscher – Strubeljoch – Grossstrubel – Strubeljoch – Mittelgipfel – Wildstrubelgletscher – Lämmerenhütte SAC
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Aufstieg: 1594 m
Abstieg: -1028 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 9 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: ca. 7 Std. 23 Min.
GPS-Maschine: Garmin Montana 600, Topo Schweiz V.4

Kameras: Nikon Coolpix P900 und Nikon D7000

Gsürweg – faszinierende Schiefer-Runsen hoch über Adelboden

Gestern Donnerstag in Adelboden angekommen, haben wir uns gemütlich eingerichtet in der Ferienwohnung von Freunden. Heute stand eine Einlauftour auf dem Programm: der Gsürweg durch die mächtige Runsenwelt, welcher unterhalb des Gsür (2708 m) verläuft. Die ersten 600 Hm vernichteten wir mit Hilfe der Luftseilbahn auf die Tschentenalp (erste Bergfahrt 9 Uhr). Dort angekommen, genossen wir erst einmal das Super-Panorama auf der Terrasse des Bergrestaurants. Erstaunlich wenig Betrieb hier oben – noch! Nach dem z’Morgekafi der Aufstieg zum ersten und heute einzigen Gipfel (Schwandfälspitz 2025 m). Ab hier über den erst breiten, dann zunehmend enger werdenden Grat bis P.2123, wo die deutlich sichtbare Spur nordwestlich haltend zum Gsürweg führte. Schlagartig veränderte sich die Unterlage (Schiefergeröll und -platten statt Weiden). Der eigentliche Gsürweg (weiss-blau-weiss) verläuft hier auf einer Höhe von 2160 bis 2180 m. In leichtem Auf und Ab galt es immer wieder wasserführende Geröllrunsen zu überqueren. Zumindest Trittsicherheit war schon gefordert! An einigen Überquerungen mussten wir die Hände aus den Hosentaschen nehmen. Zu Beginn staunten wir etwas über dieweissblaue Markierung, im weiteren Verlauf kapierten wir. An einigen Stellen waren mit Altschnee gefüllte Rinnen zu über- oder unterqueren, was wegen der Steilheit und der brüchigen Unterlage tükisch war. Die Schwierigkeit für die ca. 2.5 km lange Strecke sahen wir bei der heute trockenen Witterung bei T3+. Zusätzlich erschwerend: das phänomenale Panorama sorgte laufend für Ablenkung.

Auf der Furggialp angekommen, entschieden wir uns für den steilen Abstieg zur Schärmtanne hinunter. Bei P.1972 war noch eine letzte mit Altschnee gefüllte Runse zu überqueren – wir umgingen den stark unterspülten und nicht sehr vertrauenserweckenden Schneedeckel so gut es ging. Ab P.1811 wurde es dann nicht nur sehr steil, sondern auch ruppig. In Serpentinen führte der steile Pfad durch die alten Lawinenverbauungen, hinunter zur Schärmtanne. In der sonnig gelegenen Gartenwirtschaft genossen wir eine Stärkung, vor uns der Blick hinauf zum bekannten Skigebiet (Sillerenbüel, Hahnenmoos). Die ca. 3 km lange Strecke bis nach Adelboden führte uns über die heute nicht stark befahrene Strasse – vorbei an wunderschönen Chalets.

Fazit:
Unser Wunsch, diese Einlauftour bei schönstem Sommerwetter zu erleben, hat sich voll erfüllt! Die Bilder beweisen es… Und das Wetter für die nächsten Tage soll (noch) besser werden – also freuen wir uns auf den eisblauen Montag zur geplanten Hochtour (Wildstrubel-Überschreitung)!

Parameter:

Tourdatum: 26. Juni 2015
Schwierigkeit: T3+
Strecke: 10.6 km: Luftseilbahn Adelboden-Tschentenalp – Schwandfälspitz – Gsürweg (P.2013 – P.2160 – P.2182 – P.2146 – P.2153) – P.2142 – Furggialp – P.1972 – P 1811 – Lawinenverbauungen – Schärmtanne – Stigelschwand – Adelboden
Aufstieg: ca. 310 m
Abstieg: ca. -882 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 45 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 40 Min.

Hohtürli 2778 m – Blümlisalphütte SAC 2834 m

Vortag, Anreise
Das ursprüngliche Vorhaben (Oberengadin) haben wir aufgegeben wegen der unsicheren Wettervorhersagen. Die Griesalp (in bester Erinnerung von unserem Winter-Aufenthalt im Februar 2013) mal im «Sommer» für ein paar Tage zu erleben, war die Alternative. Anreise bei passablem Wetter am Donnerstag – die «steilste Bergpoststrecke Europas» kurz vor dem Ziel – winters wie sommers spektakulär! Morgen dann unser Hochzeitstag! Zum Anlass wollten Renaiolofrau und -mann sich heute eine schöne Bergtour gönnen. Zur Auswahl standen Hohtürli (über Bundstock – Schwarzhore) und Sefinenfurgge (über Gspaltenhornhütte). Wie oft in diesem Sommer 2014 machte uns das so nicht vorausgesagte (regnerische) Wetter einen dicken Strich durch unsere Pläne. Jaja, ich weiss: es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung. Also etwas länger schlafen, etwas ausgiebiger frühstücken, und los ging’s in Richtung Gamchi – in der Hoffnung, dass es wenigstens bis zur Gspaltenhornhütte reichen würde. Im Gamchi angekommen, änderten wir unseren Plan; Abzweigung über den Gamchibach, dann hochzusteigen bis P. 1967 (Oberloch), von dort dann zurück über die Bundalp zur Griesalp. Im Aufstieg wurde der Regen immer stärker, so dass wir endlich unsere Regenbekleidung amortisieren konnten. Der sehr rutschige Untergrund bewegte und bald zur Umkehr. Auf dem Rückweg auf gleicher Strecke, auf der uns lediglich zwei Wanderer begegneten. Nach 9.3 km und ca. 730 Auf- und Abstiegsmetern erreichten wir das Golderli, wo es zum Abschluss einen dieser sagenhaften handgezogenen Apfelstrudel mit Vanilleglace. Mittlerweile «belästigte» uns sogar die Sonne – wir dürfen also zuversichtlich sein für die morgige Hochzeits-Tour!

Tourenbericht
Frühmorgendlicher einäugiger Blick unter der warmen Bettdecke – endlich! Was für ein tolles Wetter! Nichts wie raus, schnelles Frühstück, und los ging’s, direkt hinter dem Hotel stiegen wir auf (gelb ausgeschildert Richtung Hohtürli). Erst über eine Fahrstrasse bis Dündenessli, dann links haltend in Richtung Bundstäg, oberhalb der Alphütte den Bergbach querend. Ab hier durch den Wald aufsteigend, steil und holprig – und weil schattig, noch nass und rutschig. Nach ein paar Minuten erreichten wir die sonnigen Weiden der Underi Bundalp und später die Oberi Bundalp. Hier gönnten wir uns einen zweiten Zmorgekafi. Eigentlich wollten wir über Bundstock (2756 m) und Schwarzhore (2786 m) aufsteigen. Nach kurzer Beurteilung entschieden wir uns doch für den klassischen Aufstieg zum Hohtürli. Grund waren vor allem Bedenken betreffend der Kondition von Renaiolomann (heute letzter Tag einer zehntätigen Antibiotika-Therapie); denn diese Variante hätte ca. 1.5 Std./ca. +300 Hm länger gedauert. Die Entscheidung sollte sich auch wegen der Wetterentwicklung als richtig herausstellen. Also schritten wir erst auf der Alpstrasse Richtung Alp Bundläger, um diese dann bei P. 1881 rechts hochsteigend zu verlassen. Zügig und ohne (konditionelle) Probleme näherten wir uns dem unterhalb des Schwarzhore liegenden Hohtürlihang. Zunehmend steiler werdend führte der geröllige, aber abgetrocknete Pfad über moränenartiges Gelände. Auf einer Höhe von ca. 2400 m war dann eine ca. 50 m breite steinschlag-gefährdete Stelle zu queren – versehen mit entsprechenden Warnschildern. Ab ca. 2500 m verlief die gut angelegte und nicht ausgesetzte Spur unterhalb einer gewaltigen Felswand steil hoch in Richtung der teilweise im Nebel sichtbaren Treppe. Entgegen unserer Befürchtung waren relativ wenige Berggänger unterwegs – jedenfalls bildete sich kein Stau. Die etwa 280 teilweise hohen Treppenstufen hatten es in sich! Etwas ausser Atem erreichten wir den Übergang Hohtürli auf 2778 m. Vor uns der spektakuläre Blick auf die vom Öschinensee herauf führende Aufstiegsstrecke, zur linke die «Blüemlere», und zur rechten die Gratspur zum Schwarzhore und zum Bundstock. Im Aufstieg unterhielten wir uns darüber, diese Strecke für den Rückweg zu machen – aber wie die Bilder zeigen, verwarfen wir diese Idee wegen der Wettersituation. Nach einer kurzen Verpflegungspause an sonniger Aussichtslage stiegen wir hoch zur 56 Hm höher stehenden Blümlisalphütte SAC; auf deren schönen Sonnenterasse genossen wir das Panorama und den Tee. Die Hütte liegt wunderbar, gefällt uns ausgezeichnet, nur einen Makel hat sie: die Blüemlere ist von hier leider nicht vollständig zu sehen… Aufbruch zum Abstieg, unterhalb Hohtürli nun wieder die «Rolltreppe» hinunter – Konzentration war geboten, weil Misstritte und Stolperer fatale Folgen hätten. Während unseres Abstiegs begegneten uns zunehmend Scharen aufsteigender Berggänger (Grüessech, grüessech…!). Im Bergrestaurant Oberi Bundalp gab’s eine durstlöschende Pause. Gestärkt und bei mittlerweile etwas eingetrübter Wetterlage machten wir uns auf den weiteren Abstieg, vorbei an schönen Simmentalerinnen. Die Griesalp erreichten wir (ohne Regentropfen!) um ca. 17 Uhr – gerade rechtzeitig zum Apéro! Ach noch etwas: im Restaurant des Griesalp Hotelzentrum wird vorzüglich gekocht – und die Auswahl an guten CH-Weinen ist ausgezeichnet (und erst noch zu moderaten Preisen).

Fazit:
Ein Bilderbuchtag! Lange und anstrengende Tour zwar, aber deshalb äusserst befriedigend.

Hilfsmittel:
Bergschuhe, Stöcke, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 6. September 2014
Schwierigkeit: T3+
Strecke: 14.25 km, Griesalp 1408 m – Dündenessli 1473 m – Underi Bundalp 1686 m – Oberi Bundalp 1867 m – P. 1881 – Hohtürli 2778 m – Blümlisalphütte SAC 2834 m – Rückweg auf gleicher Strecke
Aufstieg: 1484 m
Abstieg: ca. -1484 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 8 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 6 Std. 15 Min.

Griesalp 4ǀ4: Chistihubel 2216 m

An unserem letzten Tourentag von der Griesalp aus war Chistihubel das Ziel – ein Klassiker für Wintertouren. Anfänglich angenehm steigend, wählten wir (wohl im Übermut) kurz vor Obere Dünde die direkte Aufstiegsspur. Der südost ausgerichtete Hang hatte es (für uns jedenfalls) in sich; jedenfalls betrug die Neigung bis >30°. Die Spur war sehr gut tragend, trotz fortgeschrittener Zeit (halb zwölf). Die Strecke für die 300 Hm ab Obere Dünde bis zum Gipfel betrug ca. 1.1 km und wir gingen mit dem nötigen Respekt und entsprechender Vorsicht an die Sache ran. Schliesslich bestand zu keinem Zeitpunkt wirkliche Gefahr. Pünktlich und kurz vor zwölf auf dem Gipfel dann das reine Vergnügen. Wiederum gehörte der Berg uns allein, und das Panorama war einfach phänomenal. Nach ausgiebiger Gipfelrast wählten wir für den Abstieg eine westlich gegen den Dündegrat verlaufende Spur, welche wir zum Vergnügen oft in einer direkten «Abfahrt» abkürzten – reines Pulververgnügen! Wie immer bei solchen Verhältnissen, waren wir im Abstieg viel schneller; nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir die Griesalp wieder – wo wir uns an der Sonnenseite des «Kurhauses» erholten. Dann das bereits bekannte Programm: Siesta, Apéro, leckerer Znacht, und dann gute Nacht😔. Morgen Samstag ist Abreisetag – leider! Aber wir kommen wieder – dann mal im Sommer! Dem Griesalp-Team ein herzliches Dankeschön für die tolle Gastfreundschaft!

Fazit:
E
in klassisch schöner und einsamer Wintertag bei angenehmen Bedingungen.

Wetterverhältnisse:
V
iel Schnee (weit über 1 m), Pulver, ungetrübter Sonnenschein, angenehme Temperaturen im Minusbereich, kaum Wind.

Lawinengefahr:
Laut SLF Stufe 2 mässig; in den letzten Tagen ohne Neuschneezuwachs, im Lauf des Tages und je nach Exposition Gefahr von Trockenschneelawinen oder im Tagesverlauf von Nassschneelawinen.

Hilfsmittel:
Schneeschuhe, Stöcke, Sonde, Schaufel, GPS

Parameter:
Tour-Datum:
1. März 2013
Schwierigkeit: WT3
Strecke: 8.7 km, Griesalp 1408 m – Dünde Mittelberg 1725 m – P.1873 – Chistihubel 2216 m – P.2096 – Obere Dünden 1975 m – P.1873 – Dünde Mittelberg 1725 m – Griesalp 1408 m
Aufstieg: 828 m
Abstieg: -844 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std.
Tageszeit: 09:30 bis 14:30 Uhr

Griesalp 3ǀ4: Schneeschuhtrail (zur Erholung)

Wie schon im Bericht vom Vortag fasse ich mich weiter kurz. Den gestrigen Festtag (allem  voran der Abend…) war uns trotz erholsamer Nacht etwas in die Knochen gefahren (um es gepflegt auszudrücken). Also war heute eine Wellness-Rundtour angesagt. Dazu bot sich der Griesalp-Schneeschuhtrail Nr. 4 geradezu an. Auch wenn wir uns absichtlich «leicht vertan» haben und die Tour wegen Unterforderung durch eine Zusatzschlaufe verlängerten, erfüllte dieser Tag unsere Erwartungen voll. Der gemütliche Abschluss im Naturfreundehaus Gorneren auf der voll der Sonne ausgesetzten Terrasse war ein Vergnügen. Natürlich nicht ohne den Genuss eines «einfachen» Zvieriplättlis (einheimischer Käse und ebensolche Wurst, dazu hausgemachtes Brot) – so lässt sich der erste Tag als Rentner bestens abschliessen. Abschliessen? Jetzt schnell «nach Hause» – im Hotel Griesalp wartet ja bereits der auf 38° eingeheizte Hot Pot! Was für ein erholsames Vergnügen, mit Blick zu Niesen, Aermighorn und Aabeberg – mit einem Glas Schaumwein in der Hand (geschlagene 60 Minuten haben wir das ausgehalten!). Zensur schlägt zu: keine Bilder von diesen Szenen! Nach kurzer «Zimmerstunde» erwartete man uns schon wieder zum feinen Abendessen. Einfach Klasse, wie die das hier machen! Nach dem Znacht ab in die Federn, denn morgen geht’s auf den Chistihubel.

Fazit:
E
in wiederum klassisch schöner, sonniger Wintertag bei angenehmen Bedingungen.

Wetterverhältnisse:
V
iel Schnee (weit über 1 m), Pulver, wolkenlos und sonnig, angenehme Temperaturen im Minusbereich, kaum Wind.

Hilfsmittel:
S
chneeschuhe, Stöcke, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 28. Februar 2013
Schwierigkeit: WT1
Strecke: 5.8 km, Griesalp 1408 m – Dündenessli 1473 m – Bundstäg 1488 m – Blaehmad – Bürgli 1617 m (Wendepunkt) – Steinenberg 1467 m – Naturfreundehaus Gorneren 1475 m – Golderli 1440 m – Griesalp 1408 m
Aufstieg: 300 m
Abstieg: -300 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min.

Tageszeit: 10:30 bis 14:30 Uhr