Leglerhütte SAC (2273 m) – zum x-ten Mal schön!

Kaiserwetter war angesagt – unmöglich, sich zuhause zu bemitleiden ob des Kriegs der Bakterien. Nichts wie raus, das letzte Antibiotikum in der Tasche, wieder mal die Leglerhütte besuchen! Start um halb neun bei der Bergstation der Luftseilbahn Kies-Mettmen. Vorbei an der Baustelle des Berggasthauses Mettmenalp der kurze Aufstieg zur Mauer des zugefrorenen Stausee Garichti, wo uns die Sonne empfängt Schneemangel ist hier oben auch in diesem Winter kein Thema. Ein prächtiger Schneesporttag bei angenehmer Temperatur (wenig unter null Grad) vor uns. Der Damm war wie erwartet randvoll eingeschneit, dennoch keine besondere Mutprobe, diesen zu überschreiten. Am anderen Ende der Mauer verlief die Spur ohne stark anzusteigen bis P.1648 m. Ab hier wählten wir nicht die die Winterwanderstrecke über die Ebene Matt, sondern die bis zum Punkt 1768 m leicht steigende, unterhalb der Mattchöpf verlaufende Querung im noch schattigen Westhang, wo erhöhte Aufmerksamkeit geboten war (Ausrutschgefahr). Bis Alp Ober Stafel (ca. 1780 m) standen wie gewohnt mehrere gute Spuren zur Auswahl. Direkt hinter der Alp ein kurzer aber heftiger Aufstieg an der geologisch spannenden Chärpfbrugg vorbei, um dann durch hochwinterliches Gelände entlang dem (eingeschneiten) Niderenbach ruhig und entspannt aufzusteigen.

Rechts Matzlengrat und Sunnenberg mit ihren exponierten Hängen. Ab P.1925 etwas stärker ansteigend über Hübschboden; links und vor uns wurden unsere Blicke angezogen von Gipfeln Schwarz Tschingel, Unter Chärpf und Chli Chärpf. DieSonnenberg-Furggele (2212 m) war auf einer schön angelegten, etwas nach links ausholenden Spur gut zu ersteigen (heute nicht wie auch schon verwächtet). Auf der Furggele bot sich uns der gewohnt beeindruckende Blick hinüber zum Glärnisch. Nach einer Viertelstunde erreichten wir die schöne Leglerhütte. Auch heute wieder – wie immer bei solchen Verhältnissen – gut besucht. Vom tollen Hüttenteam wurden wir verwöhnt! Hörnli, Ghackets mit Öpfelmues, dann noch einen Hüttenkafi – solchermassen gestärkt machten wir den Platz an der Sonne gerne frei für andere Besucher, um den Rückweg unter die Schuhe zu nehmen. Vorerst auf der Aufstiegsstrecke, wählten nach Ober Stafel bei P. 1768 den Abstieg durch die enge schluchtartige Steilstufe, welche heute unproblematisch war, weil die Spur sehr griffig und eisfrei war. Über die besonnte Ebene Matt (rechts über uns der etwas exponierte Steilhang mit der rutschgefährdeten Querung) verlief die Spur zurück zu P. 1648, um dann den Damm des Stausees Garichti zu überschreiten.

Fazit:
Das war einer dieser wunderbaren Schneesporttage – beste Medizin für Seele und Gesundheit! Und ja, die Leglerhütte ist immer ein Besuch wert!

Neubau Berggasthaus Mettmenalp
Am 27. Dezember 2016 ist es soweit: für das Hüttenwartehepaar von der Leglerhütte, Sara und Romano Frei-Elmer, beginnt mit der Eröffnung des neuen Berggasthaus ein neuer Lebensabschnitt. Wir freuen uns auf den Eröffnungstag und wünschen gutes Gelingen!

Lawinengefahr:
Laut SLF Stufe 2 „mässig“

Parameter:
Tour-Datum: 20. März 2016
Schneeschuhtouren-Schwierigkeit: WT2
Strecke: 11.4 km
Mettmenalp-Sunnenberg Furggele-Leglerhütte-zurück
Aufstieg: 736 m
Abstieg: 805 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 33 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 44 Min.
GPS-Maschine: Garmin Montana 600, Topo Schweiz V.4

Kamera: Nikon Coolpix P900

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