Meraner Höhenweg Nr. 24 – von Katharinaberg bis Giggelberg

Unser erster Wandertag im Südtirol war geprägt von wenig Höhenmeterdifferenzen, auf dem Weg in „unsere“ Toscana. Unerwartet pünktlich werden wir vom Bus abholt; die ca. halbstündige Fahrt ins Schnalstal (einem engen Seitental im Vinschgau) führte am Taleingang vorbei an Reinhold Messmers Schloss Juval. Weiter hinten dann auf enger Strasse hinauf nach dem sonnig gelegenen Dörfchen Katharinaberg (1240 m), Endstation. Und folglich Beginn unserer Höhenwanderung auf dem Meraner Höhenweg Nr. 24. Trotz guter Markierung brachten wir es fertig, auf einem Pfad verbotenerweise mitten über eine schöne Wiese zu laufen – ohne allerdings die vielen Blümchen zu zertrampeln… Oberhalb des Dorfes ging der Blick nochmals zurück auf das Dorf und die schmucke Kirche. Erst führte der Weg durch Wald, dann erreichten wir bald den Bauernhof Unterpferl (ein sehr altes Holzhaus mit Kirchlein). Wunderschönes, aber sehr steil abfallendes Gelände auf einer Höhe von ca. 1400 m. Nun folgte ein leichter Abstieg in eine kleine Schlucht, in welcher der Weg einen Bogen beschreibt. Bald erreichten wir einen weiteren Hof, den Wandhof auf 1460 m Höhe. Abwechselnd führte der Pfad durch Wald, dann wieder über schönste Wiesen – kaum Schwierigkeiten, aber T2. Kurz vor der Jausestation Kopfron dann ein kurzes Wegstück auf der asphaltierten Bergstrasse – die Jause war geschlossen (Ruhetag). Machte nichts, bald kam die nächste Jausestation, der Waldhof (mit WC!). Bei dieser Gelegenheit eine Bemerkung zu den vielen am Wanderweg stehenden Jausestationen: die Südtiroler sind ganz schön clever – die Wanderwege führen nämlich ohne Ausnahme (ausgeschildert und folglich zwingend!) mitten durch die Jausen. Diese wunderbare Erfahrung machten wir während unserer beiden Wandertage fortgesetzt. Hier, beim Hofschank Wald kehrten wir natürlich ein erstes Mal ein – die junge und nette Bäuerin machte uns ihren noch ofenfrischen Buchweizenkuchen gefällig – nein zu sagen wäre seeeeehr unfreundlich gewesen – und gelohnt hat es sich alleweil. Auf dem nach Süden verlaufenden Weiterweg – immer auf etwa einer Höhe von 1450 m verbleibend – änderte sich nun die Richtung nach Ost. Unter uns jetzt das Val Venosta (Vinschgau) mit Naturns. Schon wieder eine Jausestation, der Linthof, aber wir ohne Durst. Schliesslich wollten wir durchhalten bis zum Pirchhof. Also querten wir oberhalb der Bergstation der Luftseilbahn Naturns-Unterstell. Den wirklich einmalig aussichtsreich gelegenen Pirchhof erreichten wir gerade zur Mittagszeit – Zeit also für ein Pirchhofbrettl (für Kaiserschmarren blieb leider kein Platz). So gestärkt und nach ausgiebiger Ruhepause machten wir uns auf den Weiterweg. Unmittelbar nach dem Pirchhof nahte die Schlüsselstelle des Tages, angeblich 1000 Stufen durch die Schlucht(en). Rauf, runter, und so weiter – wirklich spektakuläres T3-Gelände, das uns sehr gefiel. Fast schon endlos erschien uns die verbleibende Strecke bis zum Tagesziel, dem Giggelberg (Bergstation der Texelbahn). So abwechslungsreich die Strecke war, leicht ermattet waren wir schon nach diesen 19 km. Also rasch auf die Terrasse Giggelberg – und Proste und rein mit den beiden Radlern – lecker! Um halbfünf dann die Talfahrt mit der modernen Luftseilbahn hinunter nach Partschins, wo gerade ein Bus wartete, der uns nach Naturns zurückbrachte. Ende eines ersten und erfüllenden Wandertages in einer uns bisher nur von der Durchfahrt bekannten Gegend.

Fazit:
Das war unser 1. Wandertag im Südtirol auf dem Weg in die Toscana – der Zwischenhalt in Naturns (Hotel Lamm) war absolut lohnend.

Wetterverhältnisse:
wolkenlos, hochsommerlich sonnig, Tageshöchsttemperatur um 27 bis 30°

Hilfsmittel:
Stöcke; Kartenmaterial

Parameter:
Tour-Datum: 27. Mai 2017
Schwierigkeit: T2 (1000 Stufen-Schlucht T3)
Strecke: 19.1 km, ab Katharinaberg markierter Weg Nr. 24, vorbei an unzähligen (und verführerischen) Jausestationen – Pirchhof – 1000 Stufen-Schlucht – Hochforch – Giggelberg (Talfahrt mit der Texelbahn)
Aufstieg: ca. 966 m
Abstieg: ca. -650 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 39 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen 4 Std. 47 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 16:00 Uhr

Kamera:
Sony DSC-HX90V

6 Gedanken zu „Meraner Höhenweg Nr. 24 – von Katharinaberg bis Giggelberg“

  1. Grüß Gott und Servus in Südtirol
    Der Abschnitt mit den Treppen, meine ich schon einmal in einen TV-Bericht gesehen zu haben.
    Meraner Höhenweg – Ein bekannter viel begangener Weg
    LG Michael

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