Neckertaler Höhenweg 3|3: Schwägalp – Hinterfallenchopf – Ennetbüel

Naja, eigentlich luden uns die Wettervorhersagen ein, die Originalstrecke bis Hemberg (>21 km) zu laufen. Leichter Niederschlag war für heute erst angesagt für den späten Nachmittag. Es kam ganz anders. Schon beim Verlassen des Hotels verdunkelte sich die Szene – der Berg war umhüllt von grau-schwarzen Wolken. Also nichts wie los! Über den Laternliweg hinunter zum Pass. Dort über die Passstrasse zum gestern schon abgelaufenen Weg durch die auch bei suboptimalem Wetter wunderbare Moorlandschaft. Im Chräzerenwald nahmen wir wie geplant die Strecke in Richtung Hinterfallenchopf und Gössigenhöchi. Statt wie auch schon (im Winter) über Pfingstboden, liefen wir ab P.1296 bei Horn in Richtung Ellbogen. Wir wollten die Umgebung des nahen Ofenlochs erkunden. An einen Abstieg dorthin war nicht zu denken – mittlerweile nieselte es ziemlich stark. Ab Ellbogen dann der steile Aufstieg im Nebel und bei einer Sicht von unter 20 m. Der Aufstieg zum höchsten Punkt, dem Hinterfallenchopf (1532 m), war etwas demotivierend; jedenfalls verliessen wir das Gipfelgelände fast schon fluchtartig. An eine Gipfelrast war nicht zu denken; aufkommender Wind, Nebel, Regen. Nach dem zügigen Abstieg zur Alp Ober Scherlet (1416 m) bot sich uns die Möglichkeit unter das Vordach zu stehen und etwas zu essen (leckere Brote mit 5 Doppellagen Fleischkäse und zusätzlich mit Appenzellerkäse). Mittlerweile war es richtig kalt – Doris benötigte Handschuhe, ich markierte Härte trotz Kuhnagel. Uns wurde klar, dass unter diesen Umständen der Weiterweg bis Hemberg keinen Sinn machte. Bei P.1351 entschieden wir, auf der Fahrstrasse via Hinder Chlosteralp (1315 m) – Unter Chlosteralp (1244 m) nach Ennetbüel zu laufen. Der Regen wurde stärker, zwischendurch böenartiger Wind; also wehrten wir uns im Laufschritt. Für die verbleibende Strecke bis Ennetbüel (5.4 km) benötigten wir 50 Minuten – schliesslich wollten wir das Postauto Ennetbüel mit Abfahrt 13:47 nicht verpassen; sonst hätten 2 Stunden Wartezeit gedroht. Locker geschafft, und das erst noch bei guter Laune…

Fazit:
Das ganz tolle Wandererlebnis sieht anders aus… Kurz und gut: der Bonus der zwei wunderschönen Vortage überwog deutlich.

Wetterverhältnisse:
Heute kein T-Shirt-Wetter, grau und nass, der Jahreszeit entsprechende (aber nicht erwartete) Witterung bei ca. 8°

Hilfsmittel:
Bergwanderschuhe, Stöcke; Kartenmaterial, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 13. November 2018
Schwierigkeit: T2
Strecke: 14.2 km, Schwägalp (1352 m) – Schägalp Passhöhe (1278 m) – Beieregg – P.1318 – P.1322 – Chräzerenpass (1266 m) – P.1321 – Horn P.1296 – P.1275 – Engi, P.1258 (Abzweigung Ofenloch) – Ellbogen (1268 m) – Hinterfallen (1330 m) – P.1492 – Hinterfallenchopf (1532 m) – Ober Scherlet (1416 m) – P.1351 – Hinder Chlosteralp (1315 m) – Unter Chlosteralp (1244 m) – Brugg (1107 m) – Risi (943 m) – Ennetbüel (885 m)
Aufstieg: ca. 427 m
Abstieg: ca. 879 m
Laufzeit ohne Pausen: total ca. 3 Std. 15 Min.
Laufzeit mit Pausen: total ca. 4 Std.
Tageszeit: 09:30 bis 13:30 Uhr

2 Gedanken zu „Neckertaler Höhenweg 3|3: Schwägalp – Hinterfallenchopf – Ennetbüel“

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