Stockberg (1781 m) – an einem „blauen“ Montag

Blau war heute nicht nur dieser freie (Mon)Tag, auch am Firmament dominierte diese Farbe – schöner kann ein Geburtstag nicht sein! Früh raus aus den Federn, Fahrt über den Ricken ins Toggenburg, genauer nach Lutertannen (Bushaltestelle „Bernhalden“ an der Schwägalppassstrasse, 1030 m.ü.M.). Der Ausgangspunkt lag noch im Schatten, und wir starteten auf noch gefrorenem Schnee. Der moderate Aufstieg verlief ungefähr auf der gut gespurten Alpstrasse in Richtung Risipass – ab und zu packte uns der Übermut für einen Direktaufstieg unter Auslassung der einen oder anderen Kurve. Zur Linken die Ausläufer des Säntismassivs, und der Lütispitz. Zur Rechten der von dieser Seite abweisende, markante Stockberg. Weil schattenhalb gelegen, hat es hier noch ziemlich Schnee, bestimmt über einen halben Meter. Vorbei an den Alpgebäuden Glattdach und Riet, erreichten uns bei Blackentolen die ersten Sonnenstrahlen. Der „Spurt“ hoch zum Risipass (1459 m) war eine Formsache – in Form waren wir! Herrlich, dieser Blick hinüber zu den Churfirsten, zu den Glarnern und zum Speer. Nach einer kurzen Stärkung (Tee und Schoggiriegel) der Aufstieg in Richtung Tagesziel. War die Schneelage bis zur Alp Stockberg ausreichend, mussten wir bis zum steilen Amsler – so heisst die >35° steile Waldschneise – über ein paar ausgeaperte Grasflecken laufen. Den südexponierten Amsler vor uns, stiegen wir mehr oder weniger direkt auf – was unsere Dampfmaschinen gehörig antrieb. Diesmal stiegen wir auf bis es nicht mehr ging, um dann parallel zum Grat zum westlich gelegenen Gipfel zu gelangen. Ausser einem Skitourenläufer niemand hier oben! Der erwartete Föhn mit gemeldeten Böen bis 50 km/Std. hatte wohl Verspätung; gut für uns! Einer ausgiebigen Gipfelrast auf der neuen Bankniederlassung (Sponsor Raiffeisen) stand nichts im Weg. Zum üblichen Menü gab es ein 360°-Panorama der Extraklasse (siehe Bilder).

Der Abstieg dann auf der Südseite direkt hinunter in Richtung Stockneregg, auf ungefähr 1600 m dann der Richtungswechsel (Markierung Wanderweg). Die Querung des ziemlich ausgeaperten Südhangs zur Alp Stockberg war heute unkritisch, und so gelangten wir wieder an den Fuss der Schneise (Amsler). Der kurze Abstieg hinunter zum Risipass dann wieder auf guter Spur. Einige Wanderer hatten hier wohl einen K(r)ampf – jedenfalls war die Spur stark gezeichnet von knietiefen Einsinkspuren. Mit Schneeschuhen kein Problem. Beim Risipass angekommen, nochmals eine ausgiebige Rast. Dann der ziemlich zügige Abstieg nach Lutertannen hinunter – jetzt voll besonnt. Wunderbares Ende einer schönen Geburtstagstour.

Fazit:
Die Entscheidung, von Lutertannen aufzusteigen und wieder dorthin abzusteigen, war goldrichtig. Schattenhalb hatte es noch ausreichend Schnee. Wer den Stockberg von Stein aus besteigen will, muss sich beeilen, oder auf Neuschnee hoffen.

Wetterverhältnisse:
ca. 50 Hartschnee, ab Risipass ziemlich weiche, fast schon sulzige Unterlage, blauer Himmel und Sonnerschein, Temperatur Null Grad bei Beginn, später stark ansteigend, geringer, nicht störender Südwind.

Lawinengefahr:
Laut SLF Stufe 2 mässig

Hilfsmittel:
Schneeschuhe, Stöcke

Parameter:
Tour-Datum: 27. Februar 2017
Schwierigkeit: WT3 (Amsler!)
Strecke: 11.6 km, Bernhalden/Lutertannen (1030 m) – Latten – Glattdach – Blackentolen (1331 m) – Risipass (1459 m) – Alp Stockberg – Stockberg (1782 m) – Stockneregg – Alp Stockberg – Risipass – Abstieg nach Lutertannen wie Aufstieg
Aufstieg: ca. 787 m
Abstieg: ca. -780 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen 3 Std. 45 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 14:30 Uhr

Kamera:
Sony DSC-HV90V

3 Gedanken zu „Stockberg (1781 m) – an einem „blauen“ Montag“

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