Stöcklichrüz, Gueteregg – eine frühsommerliche Runde

Das hügelige Gebiet südlich von Lachen SZ kannten wir schon von unseren Schneeschuhtouren. Heute war eine fast schon sommerliche Runde angesagt – nicht zu lang, aber doch mit einigen Höhenmetern gespickt. Genau richtig, um sich von den zurzeit dominierenden Medienberichten um die Coronakrise etwas zu lösen. Und auch wettermässig versprach es einen prächtigen Tag zu werden. Kurze Anfahrt über Rapperswil Seedamm nach Altendorf SZ und dann auf der schmalen Strasse hoch bis zum öffentlichen Wander-Parkplatz beim Bräggerhof. Bereits nach wenigen hundert Metern konnten wir unsere Kleider lockern, die Sonne heizte mächtig ein. Auf gut markiertem und angenehm ansteigenden Wanderpfad erreichten wir Diebishütten, wo draussen vor der Bergwirtschaft Diebishüttli sogar ein Kafi (Selbstbedienung) zu haben war. Eine halbe Stunde später und 170 m höher war das Stöcklichrüz erreicht. Welch grandiose Rund- und Weitsicht hier oben! Der Gipfel war von einigen Besuchern besetzt, und ausserdem bewog uns die mässige Bise, die Gipfelrast ein paar Meter südlich zu verlegen – mit bester Aussicht in Richtung Einsiedeln und Innerschweizer Voralpen. Jetzt folgte der kurze Zwischenabstieg zum P.1201, vorbei an der gut besuchten «Schweizer Familie»-Feuerstelle. Ab hier links haltend zum Waldrand und diesem entlang der gemächliche Aufstieg über schönstes Weideland. Die Gueteregg, der mit 1270 m heute höchste Punkt war nach einer weiteren halben Stunde erreicht. Beim Kreuz steht das hübsche Kirchlein, und – leider – die geschlossene Alpwirtschaft Gueteregg. Die strategisch günstig gelegene Alpwirtschaft ist gerade eine grosse Baustelle, wo an einer Art Provisorium Getränke usw. zu haben sind. Wir genossen den Kafi und die tolle Rundsicht. Nun folgte der Abstieg in Richtung O, auf den ersten paar hundert Metern mit grandioser Fernsicht (Alpstein, Federispitz, Glärnisch, Tödi, usw.). Bei P.1181 dann die Richtungsänderung nach N; ein im ersten Abschnitt ziemlich steiler, aber trockener Abstieg. Nach Überquerung der Alpstrasse Stollen-Wisital wurde das Gelände wieder ruhiger. Nach einer Überquerung des Bleikenbachs hielten wir die Höhe von knapp über 1000 m.ü.M. um dann nach Windeggli beim Waldeggli wieder unsere Aufstiegsstrecke zu erreichen. Beste Sicht ins Zürioberland, auf den Züri- und Obersee, alles frühlingshaft grün. Auf den 1.5 km Strecke bis zum Ausgangspunkt wieder etwas mehr Gefällle, ca. 230 Hm waren zu bewältigen – aber kaum fordernd, eher erholsam. Den Parkplatz beim Bräggerhof erreichten wir um halb drei.

Fazit:
Eine Halbtagestour, welche grosses Wandervergnügen bereitet.

Wetterverhältnisse:
Wolkenlos, sonnig und gute Fernsicht, schwache Bise (ca. 20 km/h), Temperatur ca. 8 bis 20°, ideale Verhältnisse
Ausrüstung:Wanderschuhe, Stöcke (nicht eingesetzt)

Parameter:
Tourdatum: 7. Mai 2020
Schwierigkeit: T1-2
Strecke: 8.7 km, Parkplatz Bräggerhof 817 m – Waldeggli – Diebishütten 1079 m – Stöcklichrüz 1246 m – Gueteregg 1270 m – Verzweigung P.1181 – P.1038 – Windeggli – Waldeggli – Bräggerhof
Aufstieg: ca. 570 m
Abstieg: ca. -570 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 40 Min.
Tageszeit: 10:20 bis 14:20 Uhr