


























Heute Sonntag wollten wir mal unsere Akkukapazität testen – und unsere Ausdauer. Mit der S-Bahn fuhren wir ins Tösstal, nach Saland. Trailen in den Hügeln des Chelle- und Tannzapfenland. Letzteres umfasst die Gemeinden Fischingen, Bichelsee-Balterswil, Sirnach und Eschlikon, liegt also im Grenzland des an das Tösstal angrenzenden südlichen Hinterthurgaus.
Start also bei der Bahnstation Saland. Nach der flachen Fahrt nach Tablat die Einfahrt ins Tälchen des Steinenbach. Bei Furrershaus, kurz vor Steinen verliessen wir die geteerte Strasse nach links, um im Wandergebiet nach Schmidrüti, Hinterschmidrüti – also mitten durch den Zürcher Bibelgürtel – und Sitzberg hochzufahren. In der Gartenwirtschaft des Sternen Sitzberg dann eine erste Einkehr. Gestärkt machten wir uns auf zu den erwarteten Trails. Den Singletrail am Chabishaupt getrauten wir uns nicht, weshalb wir zum Hof Brenngrütti hinunterfuhren. Einige Meter zu früh nach O, also gabs eine Zusatzrunde von ca. 2.5 km im Waldholz zum Bürgleholz und zurück zum Hof Brenngrütti. Jetzt folgte die ziemlich ruppige Abfahrtsstrecke über Horn, Mettlen hinunter nach Seelmatten, nahe dem Bichelsee gelegen. Der Anstieg zum Rüetschberg und weiter nach Huggenberg war trotz 120 Hm Erholung pur, der geteerten Unterlage wegen. Nun folgte das wilde Labyrinth in der Gegend an der Höchegg und über Ramsberg nach Schnurrberg. Unterwegs, etwas unterhalb der Höchegg hiess es umkehren -der Weg hörte einfach auf, ohne Möglichkeit eines Durchgangs. Also ca. 1 km zurück, um die Höchegg schliesslich westlich zu umfahren. Kurz vor Ramsberg dann die Spitzkehre in Richtung N – gegenüber bereits das vertraute Zwischenziel in Sichtweite, die sympathische Alpwirtschaft Schnurrberg. Glück, dass wir (ohne Reservation) einen Platz fanden; hier liessen wir es uns gutgehen. Nach dieser Mittagspause folgte der Aufstieg an den Schauenberg, unter dessen Burgruine wir die heute klare Fernsicht bewunderten. Runter ging es dann durch den Wald und über teilweise fordernde Trails über Schwändi zum Höchholz. Die waldige Gegend oberhalb Zell (Höchholz, Bärenboden, Garten) meisterten wir. Die Trails durch das Haldenholz mieden wir, so erreichten wir den Weiler Lettenberg auf befestigter Unterlage. Der ruppige Trail durch den Hinterbuech hinunter, teilweise zu Fuss, nach Rämismühle und an die Töss erreichten wir wohlbehalten. Jetzt der gemütliche Weg dem orografisch linken Ufer der Töss entlang, bei Turbenthal dann doch etwas eng (und absturzgefährdet). Wir blieben auf dieser Uferseite, was Eingangs Wila «bestraft» wurde – Durchgang gesperrt wegen einer Baustelle. Davon liessen wir uns nicht beirren, also mitten durch (Doris’ Widerrede verhallte…). Wila umfuhren wir noch immer der Töss entlang, es folgte Tablat, wo sich der Kreis für heute schloss. Eigentlich waren wir schon etwas ermattet, der Versuchung, die Bahn zu nehmen, widerstanden wir aber – unsere Akkus waren noch ausreichend gefüllt. «Nur» noch ca. 25 km bis nach Hause (etwa zweihundert rauf und dreihundertdreissig runter) – das sollten wir (und unsere Akkus…) problemlos schaffen. Nach Steg i. T. war Fischenthal rasch erreicht, jetzt folgte die Fahrt durch die schöne Rietlandschaft, mit der Sicht zu den Glarner Voralpen. Nach Gibswil wählten wir die uns vertraute Strecke über Hueb – wo zur Belohnung die tolle Aussicht zum Glärnisch und zum Mürtschenstock winkte. Über Blattenbach vorsichtig hinunter zum Töbeli, dann der kurze Aufstieg zur Breitenmatt. Der Rest über Tann nach Hause reine Formsache.
Fazit:
Ein ausgezeichneter Abschluss eines durchmischten August-Sommers. Zufrieden über unsere heutige Leistung fielen wir beinahe von unseren Bikes – nach über 80 km Strecke und über 1700 Höhenmeter. Und unsere Akkus waren nicht vollständig leer…
Wetterverhältnisse:
Ein toller Sommertag, ~15 bis 24°, Wind 6 bis 19 km/h S.
Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS
Parameter:
Tour-Datum: 31. August 2025
Schwierigkeit: Schwierigkeit: ZS=Fahrtechnisch anspruchsvoll, mit zahlreichen technischen Herausforderungen (Stufen und Absätze, Serpentinen), kurze Schiebepassagen.
Strecke: 80.5 km, Saland, Bahnstation (600 m) – Tablat (580 m) – Furrershaus, Steinenbach (633 m) – Kalchegg (822 m) – Krinnensberg – Schmidrüti (811 m) – Hinterschmidrüti – Sitzberg (793 m) – Bärlischwand (832 m) – P.810 – Zusatzrunde im Waldholz, Bürgleholz (745 m) – Brenngrütti (751 m) – Horn (743 m) – Mettlen – Seelmatten (598 m), nahe Bichelsee – Rüetschberg (643 m) P.667 – Huggenberg (714 m) – P.806 – Sackgasse an der Höchegg – zurück zu P.806 – Ramsberg (755 m) – P.739, Werchgrueb – Schnurrberg (724 m) – Neugrüt (729 m) – Hüttstall (822 m) – P.792, Wander-Parkplatz Schauenberg – Schauenberg P.831 und P.872 – Schauenbergholz – Schwändi (772 m) – P.734, Oberschlatt – Bärenboden (724 m) – Garten (698 m) – Schooren (713 m) – Lettenberg (684 m) – Hinterbuech – Rämismühle (530 m) – Töss – Tösswis (546 m) – Turbenthal (543 m) – Fahrverbotsstrecke (Bauarbeiten) – Wila (571 m) – Tablat (580 m) – Au (593 m) – Auwis, Saland (610 m) – Bauma (643 m) – Vorder Tüfenbach (650 m) – Seewadel (654 m) – Lipperschwendi (684 m) – Steg im Tösstal (698 m) – Fischenthal (741 m) – Fistel (754 m) – Fischenthaleriet – Gibswil – Ried (762 m) – Hueb 791 m) – Dieterswil (763 m) – Tänler (751 m) – Blattenbach (682 m) – Töbelibach – Töbeli (607 m) – Breitenmatt, Oberdürnten (621 m) – Unterdorf – Rütelen – Tann (494 m) – Rüti (470 m)
Aufstieg: ca. 1710 m
Abstieg: ca. -1830 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 50 Min.
Tageszeit: 09:50 bis 17:30




































































































































































































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