80 km-Fahrt Tösstal – Schnurrberg – Schauenberg

Heute Sonntag wollten wir mal unsere Akkukapazität testen – und unsere Ausdauer. Mit der S-Bahn fuhren wir ins Tösstal, nach Saland. Trailen in den Hügeln des Chelle- und Tannzapfenland. Letzteres umfasst die Gemeinden Fischingen, Bichelsee-Balterswil, Sirnach und Eschlikon, liegt also im Grenzland des an das Tösstal angrenzenden südlichen Hinterthurgaus.

Start also bei der Bahnstation Saland. Nach der flachen Fahrt nach Tablat die Einfahrt ins Tälchen des Steinenbach. Bei Furrershaus, kurz vor Steinen verliessen wir die geteerte Strasse nach links, um im Wandergebiet nach Schmidrüti, Hinterschmidrüti – also mitten durch den Zürcher Bibelgürtel – und Sitzberg hochzufahren. In der Gartenwirtschaft des Sternen Sitzberg dann eine erste Einkehr. Gestärkt machten wir uns auf zu den erwarteten Trails. Den Singletrail am Chabishaupt getrauten wir uns nicht, weshalb wir zum Hof Brenngrütti hinunterfuhren. Einige Meter zu früh nach O, also gabs eine Zusatzrunde von ca. 2.5 km im Waldholz zum Bürgleholz und zurück zum Hof Brenngrütti. Jetzt folgte die ziemlich ruppige Abfahrtsstrecke über Horn, Mettlen hinunter nach Seelmatten, nahe dem Bichelsee gelegen. Der Anstieg zum Rüetschberg und weiter nach Huggenberg war trotz 120 Hm Erholung pur, der geteerten Unterlage wegen. Nun folgte das wilde Labyrinth in der Gegend an der Höchegg und über Ramsberg nach Schnurrberg. Unterwegs, etwas unterhalb der Höchegg hiess es umkehren -der Weg hörte einfach auf, ohne Möglichkeit eines Durchgangs. Also ca. 1 km zurück, um die Höchegg schliesslich westlich zu umfahren. Kurz vor Ramsberg dann die Spitzkehre in Richtung N – gegenüber bereits das vertraute Zwischenziel in Sichtweite, die sympathische Alpwirtschaft Schnurrberg. Glück, dass wir (ohne Reservation) einen Platz fanden; hier liessen wir es uns gutgehen. Nach dieser Mittagspause folgte der Aufstieg an den Schauenberg, unter dessen Burgruine wir die heute klare Fernsicht bewunderten. Runter ging es dann durch den Wald und über teilweise fordernde Trails über Schwändi zum Höchholz. Die waldige Gegend oberhalb Zell (Höchholz, Bärenboden, Garten) meisterten wir. Die Trails durch das Haldenholz mieden wir, so erreichten wir den Weiler Lettenberg auf befestigter Unterlage. Der ruppige Trail durch den Hinterbuech hinunter, teilweise zu Fuss, nach Rämismühle und an die Töss erreichten wir wohlbehalten. Jetzt der gemütliche Weg dem orografisch linken Ufer der Töss entlang, bei Turbenthal dann doch etwas eng (und absturzgefährdet). Wir blieben auf dieser Uferseite, was Eingangs Wila «bestraft» wurde – Durchgang gesperrt wegen einer Baustelle. Davon liessen wir uns nicht beirren, also mitten durch (Doris’ Widerrede verhallte…). Wila umfuhren wir noch immer der Töss entlang, es folgte Tablat, wo sich der Kreis für heute schloss. Eigentlich waren wir schon etwas ermattet, der Versuchung, die Bahn zu nehmen, widerstanden wir aber – unsere Akkus waren noch ausreichend gefüllt. «Nur» noch ca. 25 km bis nach Hause (etwa zweihundert rauf und dreihundertdreissig runter) – das sollten wir (und unsere Akkus…) problemlos schaffen. Nach Steg i. T. war Fischenthal rasch erreicht, jetzt folgte die Fahrt durch die schöne Rietlandschaft, mit der Sicht zu den Glarner Voralpen. Nach Gibswil wählten wir die uns vertraute Strecke über Hueb – wo zur Belohnung die tolle Aussicht zum Glärnisch und zum Mürtschenstock winkte. Über Blattenbach vorsichtig hinunter zum Töbeli, dann der kurze Aufstieg zur Breitenmatt. Der Rest über Tann nach Hause reine Formsache.

Fazit:
Ein ausgezeichneter Abschluss eines durchmischten August-Sommers. Zufrieden über unsere heutige Leistung fielen wir beinahe von unseren Bikes – nach über 80 km Strecke und über 1700 Höhenmeter. Und unsere Akkus waren nicht vollständig leer…

Wetterverhältnisse:
Ein toller Sommertag, ~15 bis 24°, Wind 6 bis 19 km/h S.

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 31. August 2025

Schwierigkeit:  Schwierigkeit: ZS=Fahrtechnisch anspruchsvoll, mit zahlreichen technischen Herausforderungen (Stufen und Absätze, Serpentinen), kurze Schiebepassagen.
Strecke: 80.5 km, Saland, Bahnstation (600 m) – Tablat (580 m) – Furrershaus, Steinenbach (633 m) – Kalchegg (822 m) – Krinnensberg – Schmidrüti (811 m) – Hinterschmidrüti – Sitzberg (793 m) – Bärlischwand (832 m) – P.810 – Zusatzrunde im Waldholz, Bürgleholz (745 m) – Brenngrütti (751 m) – Horn (743 m) – Mettlen – Seelmatten (598 m), nahe Bichelsee – Rüetschberg (643 m) P.667 – Huggenberg (714 m) – P.806 – Sackgasse an der Höchegg – zurück zu P.806 – Ramsberg (755 m) – P.739, Werchgrueb – Schnurrberg (724 m) – Neugrüt (729 m) – Hüttstall (822 m) – P.792, Wander-Parkplatz Schauenberg – Schauenberg P.831 und P.872 – Schauenbergholz – Schwändi (772 m) – P.734, Oberschlatt – Bärenboden (724 m) – Garten (698 m) – Schooren (713 m) – Lettenberg (684 m) – Hinterbuech – Rämismühle (530 m) – Töss – Tösswis (546 m) – Turbenthal (543 m) – Fahrverbotsstrecke (Bauarbeiten) – Wila (571 m) – Tablat (580 m) – Au (593 m) – Auwis, Saland (610 m) – Bauma (643 m) – Vorder Tüfenbach (650 m) – Seewadel (654 m) – Lipperschwendi (684 m) – Steg im Tösstal (698 m) – Fischenthal (741 m) – Fistel (754 m) – Fischenthaleriet – Gibswil – Ried (762 m) – Hueb 791 m) – Dieterswil (763 m) – Tänler (751 m) – Blattenbach (682 m) – Töbelibach – Töbeli (607 m) – Breitenmatt, Oberdürnten (621 m) – Unterdorf – Rütelen – Tann (494 m) – Rüti (470 m)
Aufstieg: ca. 1710 m
Abstieg: ca. -1830 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 40 Min.

Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 50 Min.
Tageszeit: 09:50 bis 17:30

Alpine Wanderung Chalchtrittli – Muttseehütte SAC – Muttenchopf – Limmerensee

Schon länger hatten wir vor, das Gebiet Limmeren und die Muttseehütte SAC zu besuchen; heute war es soweit für diese recht alpine Bergtour. Die ersten eintausend Höhenmeter legten wir mit der Personenseilbahn Tierfed-Chalchtrittli zurück; beeindruckend die technischen Daten: schräge Länge 1938 m, Höhendifferenz 1053 m, Fahrdauer 7.5 Min.

In der Bergstation angekommen, werden Wanderer noch im Gebäude informiert und zu einem beinahe unauffälligen Ausgang geführt. Ungeübte werden beim Verlassen sofort mit der Realität konfrontiert: der Aufstieg beginnt mit den ersten (hohen) Tritten. Wie erwartet noch im Schatten, überwanden wir die ersten Aufstiegsmeter durch ziemlich verwachsenes Gelände, um das mächtige Bergstationsgebäude entlang der Steinschlaggalerie zu umlaufen. Bald war der Tiefblick frei ins tausend Meter tiefer liegende Tierfed, gegenüber der Fisetengrat mit Chamerstock, und südwestlich am Vorder Selbsanft vorbei grüsste bereits der schönste aller Glarner, der Tödi. Hoch über dem Limmerentobel begann der kettengesichrte Aufstieg über einige steile Serpentinen hoch im Chalchtrittli – der Tiefblick definitiv nichts für Vertigo-Geplagte. Auf einer Höhe von ca. 2000 m.ü.M. dreht der schmale Pfad in Richtung O, noch immer sehr steil, aber immerhin war nun Sonnenschein unser Begleiter. Viele Wanderer waren heute nicht unterwegs – verständlich bei dieser doch selektiven Strecke. Der nun folgende Bergweg führte über ca. anderthalb Kilometer ins Nüschentäli. Zur Linken der 2892 m hohe Nüschenstock, zur Rechten das mächtige Muttenwändli. Der weitere Wegverlauf vorerst nicht einsehbar. Zuhinterst im Tälchen, auf knapp 2400 m Höhe, war der Nüschenbach zu überqueren, der Pfad mittlerweile ziemlich blockig. Etwas oberhalb dann der Einstieg zum Muttenwändli. An einem geeigneten Standplatz war eine erste Pause angesagt; trinken, ein kleiner Proteinriegel, und – in etwa hundert Metern Distanz einige Steinböcke. Diese tolle Show mussten wir geniessen! Der folgende Weg hoch zum Muttenwändli verlief unschwierig und nicht sehr steil, entlang einer Kante. Spektakulär die Übersicht auf unsere bisherige Aufstiegsstrecke. Bei Punkt 2508 dann eine Richtungsänderung nach S, auf einigen Serpentinen hoch zum heute höchstgelegenen Punkt 2532. Gewaltig der Ausblick zum Claridenfirn und zum gleichnamigen Gipfel, weiter südlich der mächtige Bifertenstock, unter uns das grüne Wasser des Limmerensees, das originell geformte Kistenstöckli (2747 m, T3+/T4), weiter östlich und wenige Meter tiefer die Muttseehütte, dahinter der Muttsee (mit der längsten Staumauer der Schweiz, 1054 m), überragt vom mächtigen Ruchi (3184 m) und in der Fortsetzung dem Muttenstock (3088 m). Auf der sonnigen Hüttenterrasse war schon einiges los; wir fanden aber problemlos einen aussichtsreichen Platz für die Mittagsrast. Hirschwurst für Doris, Zigerhöreli für mich! Gestärkt und ausgeruht brachen wir auf, um den angeblichen Instagram-Hotspot, den Muttenchopf zu besteigen. Dieser kurze Umweg (Hin- und Rückweg ca. eine halbe Stunde, Höhendifferenz ca. 80 m) lohnte sich, weil vom Gipfel der Tiefblick zum Limmeren-Stausee lockte. Irgendwie verständlich, dass alle Welt begeistert ist! Auf halben Weg zurück der Abbieger in den Mörtel, ein geologisch eindrücklicher Kessel, durch den der Muttenbach plätschert. Es folgten nun 530 Hm teilweise gerölliger Abstieg über eine Strecke von anderthalb Kilometer. Auf halber Strecke dann eine Steilstufe, wo Kettensicherung vor fatalen Ausrutschern schützt. Immer näher kam das noch immer grün-blau gefärbte Wasser des Limmerensees. Auf den letzten Abstiegsmetern führt der WW etwas weniger anspruchsvoll über begrastes Gelände. Hier boten sich auch ausreichend Posier-Möglichkeiten für mehr oder weniger attraktive Blondies (in wanderuntauglichen Sneakers) und ihre Spotter. Am Seeufer angelangt, die kurze Rast auf einem Bänkli. Vor uns der Eingang zum Zugangsstollen 0 – nicht ganz drei Kilometer Wandern ohne Tageslicht. Speziell am Tunnel: Tramschienen, auf welchen während des Baus des Pumpspeicherwerks Limmeren ausgediente Züritrams eingesetzt wurden. Gut, wer in diesem feuchten «Kühlschrank» etwas warmes anziehen kann. Nach einer halben Stunde war dieser unattraktive Abschnitt bewältigt – gelandet wird direkt in der Bergstation, wo dank des Nonstop-Betriebs der Anschluss ohne Wartezeit gewährleistet ist (bis 18 Uhr).

Fazit:
Das tolle Wandererlebnis im Limmeren-Gebiet erfährt eine zusätzlich Dimension durch die eindrückliche, industrielle Geschichte des Pumpspeicherwerks Limmeren.

Wetterverhältnisse:
ideales Spät-Sommerwetter, wenig Bewölkung, Temperatur beim Start ~10°, im Tagesverlauf bis ~18° (gefühlt ~25°), beste Verhältnisse auf der gesamten Strecke (schneefrei, trocken), kaum Wind 5 km/h WSW

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 25. August 2025
Schwierigkeit: T3+ (Chalchtrittli und Steilstufe zum Ochsenstäfeli/Limmernsee, ansonsten T2)
Hin- und Rückfahrt: PW bis Tierfed, Berg- und Talfahrt Personenseilbahn Tierfed- Chalchtrittli
Strecke: 11.3 km: Bergstation Chalchtrittli (1860 m) – Chalchtrittli (1945 m), Nüschentäli – Nüschenbach (2400 m) – Muttenwändli (2508 m) – P.2532 – Muttseehütte SAC (2500 m) – Muttenchopf (2483 m) – Mörtel – P.1941 – Ochsenstäfeli (1800 m) – Zugangsstollen 0 (Länge 2.75 km) – Talfahrt
Aufstieg: ca. 867 m
Abstieg: ca. -865 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 43 Min.
Tageszeit: 09:50 bis 17:15 Uhr

Bikefahrt über Ruinatscha, hoch über Müstair

Heute Sonntag – letzter Tag im Val Müstair; nochmals ist eine kurze Bikeausfahrt angesagt. Diesmal fahren wir nach Müstair, von dort oberhalb (östlich) des Klosterdorfs aussichtsreich hoch zur Maiensäss Ruinatscha, dann mittelmässig steil und wenig ruppig weiter bis zum Grenzpunkt 1493, über fünf ausholende Kehren regelmässig ansteigend, mal über eine Lichtung mit schöner Aussicht ins Tal, mal durch lichten Wald. Die Verzweigung bei 2078 m.ü.M. markiert den heute höchstgelegenen Punkt. Leicht abwärts rollend erreichten wir bei Plaun da las Ass (P.2051) die von der Alp Terza herunterführende Alpstrasse. Jetzt über fünf Kehren die Abfahrt auf unruhiger Unterlage 1.4 km bis zum zweihundert Höhenmeter tiefer gelegenen Hof (Bain) Terza. Monica freute sich über unseren zweiten Besuch innert kurzer Zeit, das Mittagessen schmeckte wie immer vorzüglich. Und weil wir im Rucksack (wieder) Platz hatten, liessen wir «etwas» Alpkäse mitfahren… Mit wertvoller Last im «Rücken-Kofferraum» nahmen wir die rasante Abfahrt nach Sta. Maria hinunter (500 Höhenmeter) unter die Räder. Zum Schluss dann noch die leichte Auffahrt nach Valchava. Und wie schon gestern auch, kamen wir trocken nach Hause.

Fazit:
Ein guter Abschluss nach fünf abwechslungsreichen Wochen im Val Müstair.
Wetterverhältnisse:
„Hübsch“ mit aufkommender Bewölkung, ~23°, leichter Wind 9 bis 20 km/h S

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 17. August 2025

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, meist auf guten Fahrwegen
Strecke: 25.1 km, Valchava (1415 m) – Sta. Maria Val Müstair (1376 m) – Faschabella (1403 m) – Müstair Chalavaina – Fussballplatz (1258 m) – Brücke über den Rom (1252 m) – Müstair, Somvih (1275 m)  – Rövel (1303 m) – Forststrasse Via Ruinatscha (P.1493 m) – P.1695 – P.1805 – P.1896 – Tea Nova (P.1986) – P.2078 – Plaun da las Ass (2051 m) – Terza, Bergrestaurant (1845 m) – Via Craistas (P.1624) – P.1348 – Brücke Il Rom – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Valchava
Aufstieg: ca. 1000 m
Abstieg: ca. -1000 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:30 bis 14:45

Bikefahrt zum Hof Terza 1845 m – kurzes Einkaufstürli

Heute, am Feiertag Maria Himmelfahrt, war Shopping (siehe Quizfrage unten) angesagt. Eine kurze, aussichtsreiche Biketour zum oberhalb von Sta. Maria wunderschön gelegenen Hof (Bain) Terza. Terza ist auch ein Bergrestaurant, Monicas Reich. Aussichtsreich, Berge und Sta. Maria. Es gibt viele Wege, die dort hochführen. Notfalls geht das auch mit dem Auto – was wir meiden. Das Wichtigste ist, dass man etwas trinkt und isst – und einkauft. Heute führt uns die Fahrt über Fuldera Furom, Valpaschun, Craistas. Oberhalb von Craistas folgte die Panorama-Querung, die Höhe haltend, durch das bewaldete Gebiet Vallatscha bis zur Tablà Nair, einem auf zweitausend Meter gelegenen Alpgebäude. Ab dort folgte die Abfahrt auf der holprigen Bergstrasse, zwei Kehren bis zum Glück: das Bergrestaurant Terza. Heute, am Feiertag (nur im katholischen Müstair), wurden Wanderer und Biker aus dem Tal erwartet – und die kamen doch zahlreich. Einige kannten wir, also wars wie immer ein gemütliches Wiedersehen bei Sonnenschein (kurz vor dem angesagten Gewitter). Die Einkehr dauerte wie bei Einkäufen dieser Art üblich, etwas länger. Mit voller Last traten wir die Abfahrt nach Sta. Maria hinunter an (500 Höhenmeter). Zum Schluss dann noch die leichte Auffahrt nach Valchava. Wir kamen trocken nach Hause, das Gewitter kam eine Stunde später…

Fazit:
Ruhe wäre heute auch nicht schlecht gewesen, nach dem gestrigen Wandertag zum Lai da Rims. Aber das Türchen war doch ziemlich pachific…

Quizfrage:
Was kaufen wir im Bergrestaurant immer ein? Wer es verrät, schreibt uns – für die erste richtige Antwort gibt es einen kleinen Trostpreis zu gewinnen…
Gewinner ist Heinz – herzliche Gratulation; die Nusstorte folgt demnächst…

Wetterverhältnisse:
Schön mit aufkommender Bewölkung, ~22°, leichter Wind 10 bis 25 km/h O

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 15. August 2025

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, meist auf guten Fahrwegen
Strecke: 16.7 km, Valchava (1415 m) – Runca Sura (P.1515) – Furom (1604) – Valpaschun (1770 m) – Craistas (1875 m) – P.1995 (Vallatscha) – Tablà Nair – P.2006 – Terza, Bergrestaurant (1845 m) – Via Craistas (P.1624) – P.1348 – Brücke Il Rom – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Valchava
Aufstieg: ca. 724 m
Abstieg: ca. -723 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 15 Min.
Tageszeit: 11:00 bis 13:50 Uhr

Lai da Rims 2395 m

Der Lai da Rims ist ein Juwel und gilt zu Recht als einer der schönsten Bergseen. Von uns zuletzt besucht im August 2021 in Verbindung mit der Besteigung des Piz Praveder. Heute steht der See im Mittelpunkt. Eine lange Tourenbeschreibung braucht es nicht – wir lassen die Bilder sprechen. Vielleicht noch ein paar Hinweise: im Gebiet der Alp Rims ist in der Regel von Anfang Juni bis Ende September mit der Anwesenheit von Schutzhunden zu rechnen. Heute haben wir weder Herden noch Schutzhunde gesehen – vermutlich sind diese zurzeit in höheren Lagen an der Südflanke des Piz Lad beschäftigt. Den Senn haben wir von weitem gesehen. Viel Vergnügen dabei, uns auf dieser wunderschönen Bergwanderung zu begleiten.

Fazit:
Eine ausserordentlich schöne, und manchmal nicht gerade einsame Bergwanderung – heute haben wir allerdings nur zwei Biker angetroffen, welche das Fair Trail absolut beherrschten. Am See haben wir ungefähr 30 Leute gesehen.

Wetterverhältnisse:
Hoch-Sommerwetter, wolkenlos, Temperatur beim Start 20° bis 22°, beste Verhältnisse auf der gesamten Strecke, leichter Wind 2 km/h OSO, gegen Abend waren Gewitter angesagt.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 14. August 2025
Schwierigkeit: T2
Hin- und Rückfahrt: Postauto-Sonderfahrt 12.6. bis 16.10. und nur an ausgewählten Wochentagen, Abfahrt Fuldera Cumün 09:03 Uhr, Rückfahrt Pra da Vau 16:03 Uhr, Fahrzeit 20 Min., Platzreservation empfehlenswert
Strecke: 9.5 km: Haltestelle Pra da Vau (1779 m) – Tschucais (1840 m) – Las Clastras (1948 m) – Brücke über die Aua da Vau – P.2018 – Plaun da la Vacha (2118 m) – Aua da Rims – Alp Rims (2407 m) – Lai da Rims (2395 m) – Abstieg auf gleicher Strecke
Aufstieg: ca. 698 m
Abstieg: ca. -698 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 38 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 28 Min.

Tageszeit: 09:22 bis 15:00 Uhr

Obervinschgau – Nauders Bergkastel 2176 m – Plamort-Panzersperren 2020 m

Heute unternahmen wir eine Biketour im Grenzland Obervinschgau/Österreich, unsere vertrauten Einheimischen Jörg und  Roman mit dabei, Victor war leider verhindert. Start wie auch schon bei einem Abstellplatz unterhalb der Fischerwiesen und dem Haidersee am oberen Ende der Malser Haide. Einfahren auf dem schön angelegten Radweg entlang dem westlichen Ufer des Haidersees. St. Valentin auf der Haide war bald erreicht. Die Weiterfahrt dann am orografisch rechtsliegenden Ufer des Reschensees. Kurz vor dem touristischen Ort Reschen erreichten wir den Ortsteil Altreschen und unmittelbar danach den Pass. Hier verläuft die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten der Donau (vermittelt über den Valmiurbach und den Inn) und der am Reschen entspringenden Etsch*, also zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer. Nach der (flachen) Passhöhe wenige Meter abwärts, nahe der Passstrasse, bis zum Fuhrmannsloch. Vor uns nun der schweisstreibende Aufstieg über 6.5 km (700 Hm) bis zum heute höchstgelegenen Punkt Bergkastel. Viel los hier oben, im Winter ist hier wohl noch mehr Rambazamba, das eindrückliche Skigebiet erstreckt sich bis auf 2670 m.ü.M. Im gut besuchten Bergrestaurant verpflegten wir uns ausgiebig. Den «verlängerten» Kaffee genossen wir hundert Höhenmeter weiter unter auf der schönen Stieralm auf Bergkastelalpe – mit bester Aussicht nach Nauders hinunter und zu den Samnauner Gipfeln. Von hier fuhren wir südwärts zur bereits sichtbaren Panzersperren von Plamort. Der wurzelige und steinige Singletrail verlangte etwas Kozentration, aber schliesslich schafften wir die ca. 800 m lange Strecke sturzfrei. Beeindruckend dieses schöne Moorgebiet mit den Panzersperren. Die Staatsgrenze überquerten wir auf einem Holzsteg, um danach den gesamten Hügel Plamort zu befahren – Wanderer und Biker hübsch pachific. Nach dem Austausch mit einem lustigen Luxemburger Pärchen folgte die Fotosession auf einem besonders ausgesetzten Felskopf – richtig Instagram-wirksam… Dann folgte die Abfahrt hinunter nach Reschen, immerhin 500 Höhenmeter über 6 Kilometer auf guter Forststrasse. Etwas oberhalb von Reschen besuchten wir die abseits des Weges gelegene Etsch-Quelle*, welche zu Fuss in drei Minuten zu erreichen war. In Reschen selbst hielt uns nichts, bei über dreissig Grad zog es uns in die Nähe des Sees. Auf dem staubigen Uferweg war wie bereits vor einer Woche viel Verkehr. Die zwölf Kilometer Fahrt den beiden Seen entlang war erholsam, und der Ortler immer im Blickfeld. Noch erholsamer der Bier-Stopp im nagelneuen und schön gelegenen Camping-Restaurant in St. Valentin auf der Haide. Danach folgte die kurze Schlussfahrt entlang dem schattigen rechten Ufer des Haidersees bis an dessen Südende, wo wir den Startpunkt bei der Fischerwiesen erreichten. Gross unsere Zufriedenheit über eine sehr abwechslungsreiche und sportliche Tour; wir verabschiedeten uns zur getrennten Rückfahrt – danke herzlich Jörg und Roman für diesen wiederum wunderbaren Tag!

Fazit:
Eine ansprechende Rundfahrt mit einigen Höhenmetern und über Singletrails im nahen Obervinschgau und im Grenzland I/A – in einer für uns neuen Gegend!

Interessant*:
Ein Besuch der etwas abseits gelegenen Etschquelle und der kurze Fussmarsch dorthin lohnt sich sehr. Die Etsch entspringt auf rund 1550 Metern über dem Meer. Auf 415 Kilometer Länge fliesst diese hinunter zur Adria. Schliesslich ist die Etsch der zweitlängste Fluss in Italien. Am Reschenpass befindet sich die Wasserscheide. Wäre die Quelle nur wenige Meter weiter nördlich, würde das Wasser nicht in die Adria, sondern zur Donau und ins Schwarze Meer fliessen. Auf dem Weg zur Quelle liegt noch ein weiterer sehenswerter Ort versteckt, der Bunker 20. Dabei handelt es sich um einen Bunker, der Teil des Alpenwalls war. Er ist der einzige renovierte Bunker am Reschen und im Rahmen einer Führung zugänglich. Der Bunker 20 hängt mit der nahen Etschquelle zusammen: damit die Soldaten im Falle der Belagerung Wasser zum Überleben gehabt hätten, wurde von der Etschquelle Wasser in den Bunker geleitet.

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im August, hübsche Bewölkung, viel Blau, kaum Wind, ca. 29°(auf 2200 m.ü.M.)

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 12. August 2025

Schwierigkeit:  WS=Gut fahrbar, mit technischen Abschnitten (Wurzeln, Steine, enge Kurven, steile Up- und Downhills).
Strecke: 44.7 km (), Fischerwiesen, Südende Haidersee (1460 m) – St. Valentin auf der Haide (1460 m) – Reschensee – Kaschon (1520 m) – Spin (1522 m) – Giern (1530 m) – Pitz (1503 m) – Altreschen (1513 m) – Reschenpass (1504 m) – Landesgrenze I/A (1458 m) – Fuhrmannsloch (1424 m) – Kastelwald (P.1619, P.1666, P.1868) – Bergkastelalpe, Bergrestaurant Stieralm (2055 m) – Bergkastell (2176 m) – Stieralm – 800 m Singletrail bis Plamortböden (Biotop, Panzersperren, 2020 m) – Singletrail über Plamort (2017 m) – Grüneben – Landesgrenze I/A, Wegkreuz – Fussweg zur Etschquelle (1550 m) – Reschen (1513 m) – Arlund (1502 m) – Graun (1501 m) – Staumauer (1502 m) – St. Valentin auf der Haide (1461 m) – Haidersee – Fischerwiesen
Aufstieg:
ca. 990 m
Abstieg: ca. -990 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 45 Min. (viele Einkehrstopps…)
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 00 Min.
Tageszeit: 10:15 bis 17:00 Uhr

Schöneben – Zehnerkopf 2675 m – Zehnergrat – Zwischenköpf 2630 m

Nach einem doch eher monotonen Zustieg über das Skigebiet Schöneben, bietet der «früheste» Gipfel der sogenannten Rojener Sonnenuhr (Zehner, Elfer, Zwölfer) eine grossartige Rundsicht bei heute bestem Wetter. Oben angekommen, folgte dann eine Überraschung… Aber der Reihe nach…

Ab Bergstation Schöneben wandert man gemütlich auf dem Wanderweg Nr. 9a/9b nach S hoch zu den etwa 350 Höhenmeter liegenden Bergstationen der drei Skilifte. Ab hier wurde das Gelände steiler, der Pfad schmaler und felsiger. Unschwierig in Kehren hinauf zu einer Scharte, welche den Eingang eines kleinen, alpinen Tals markiert. Der Wanderweg Nr. 9b führt zum höchsten Gipfel der Sonnenuhr, der Elferspitze (2926 m). Wir hielten uns wie vorgesehen an den WW Nr. 9a, wo die Tritte höher und das Gelände steiler wurde (bis 30%). Einige wandernde Italienerinnen waren zwar lärmig, aber offensichtlich überfordert, gaben aber nicht auf. Schliesslich wollten sie uns das viele nackte Fleisch nicht vorenthalten; bei sich bietender Gelegenheit überholten wir dann die Möchtegern-Infaulenzerinnen. Nach eineinhalb Stunden waren wir oben, erst auf einem Grat, wenige Meter weiter das gut besuchte Gipfelkreuz. Was für ein Panorama! Bei diesen knappen Platzverhältnissen wollten wir nicht lange im Weg stehen. Doris erkundete den nach S ziehenden, teilweise sehr luftigen Zehnergrat bis zum Zwischenköpf – sollte machbar sein. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit waren unabdingbar, leichte Kletterstellen bis II waren zu bewältigen. Nach einem Kilometer und anderthalb Stunden später, den Zwischenköpf erreicht, hatten wir den schwierigsten Teil der Tour hinter uns – nicht ohne die zwei, drei Schlüsselstellen zu erwähnen, die uns forderten. Rätselhaft, wie die weiss-rote Markierung durchgehend Wegspuren signalisierte; bei uns wäre das bestimmt weiss-blau und an einigen Stellen mit Fixseilen gesichert. Uns störte das nicht. An einer weniger ausgesetzten Stelle am Zwischenköpf genossen wir die verdiente Mittagsrast, und die Genugtuung, wieder einmal die Hände am Fels gehalten zu haben. Danach folgte zur Entspannung der kurze Abstieg zu einem Sattel hinunter und zum Normalweg 9b. Hier entschieden wir, aus zeitlichen Gründen die geplante Besteigung der Elfers und den anschliessenden Abstieg zur Haideralm, auszulassen. Stattdessen wanderten wir auf dem Weg Nr. 9b in Richtung N (zurück). Das lohnte sich, weil vom Weg aus die Sicht links hoch zum soeben begangenen Zehnergrat eindrückliche Bilder lieferte (siehe Fotos). Am unteren Ende des hochalpinen Tälchens trafen wir wieder zur Verzweigung Weg Nr. 9a/9b, am über uns stehenden Zehner war mittlerweile Ruhe eingekehrt. Auf dem weiteren Abstieg zu den 170 Hm tiefer liegenden Bergstationen war noch etwas Vorsicht geboten (Ermüdung, Stolpertritte). Ab den Skilift-Bergstationen nahmen wir die weglose Direttissima über die bereits verwaisten Almen, bis wir schliesslich die Bergstation Schöneben wieder erreichten. Ein paar Minuten Gondelfahrt, und schon landeten wir mitten in der Zivilisation an der Talstation am Reschensee. Klar: ein Forst zum Abschied musste sein – Viva!

Fazit:
Zum Glück setzten wir unseren ursprünglichen Tourenplan nicht um – die tolle Gratwanderung war zwar anforderungsreich, aber sehr befriedigend – auch wenn anderthalb Stunden Kraxelei auf allen Vieren Kraft kostete.

Wetterverhältnisse:
Hoch-Sommerwetter, wolkenlos, Temperatur beim Start 19° bis 26°,  beste Verhältnisse auf der gesamten Strecke, leichter Wind 13 bis 20 km/h W bis NW

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 8. August 2025
Schwierigkeit: T4, UIAA Grad II
Hin- und Rückfahrt: PW Valchava bis Reschen Talstation Schöneben-Gondelbahn, Bergfahrt nach Schöneben
Strecke: 8.7 km: Schöneben (2105 m), Weg Nr. 9a/9b – P.2343 – P.2381 – Zehnerkopf (2675 m) – Zehnergrat (ca. 1 km, meist ausgesetzt, Kletterstelle II, P.2675 und P.2661) – Zwischenköpf (2630 m) – Normalweg 9b am Grubenkopf vorbei – Verzweigung Weg 9a (zum Zehnerkopf) – Abstieg zu den drei Bergstationen der Wintersportanlagen – Direttissima über die Almen nach Schöneben hinunter – Talfahrt Gondelbahn
Aufstieg: ca. 623 m
Abstieg: ca. -615 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 45 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 15 Min.
Tageszeit: 10:40 bis 15:25 Uhr

Langtauferer Tal – Maseben (2267 m) – Melager Alm (1973 m)

Heute unternahmen wir wieder einmal eine Alp-Fahrt im Obervinschgau mit den Einheimischen Jörg, Roman und Viktor. Ziel: die Berghütte Maseben, fast zuhinterst im 12 km langen Langtauferer Tal. Das abgeschiedene Tal, durch welches der Karlinbach fliesst, mit seinen Lärchenhängen reicht bis zu den Almen unterhalb der mächtigen Weisskugel (3738 m). Start bei einem Abstellplatz unterhalb der Fischerwiesen und dem Haidersee am oberen Ende der Malser Haide. Einfahren auf dem schön angelegten Radweg entlang dem westlichen Ufer des Haidersees. St. Valentin auf der Haide war bald erreicht. Dieser belebte, touristische Ort liegt zwischen dem Haider- und dem Reschensee. Direkt an den Talstationen der Bergbahnen (Haideralm, Schöneben) vorbei, auf dem Weg hoch zur Staumauer des Reschensees überquerten wir an zwei Stellen die noch junge Etsch. Den Reschensee erreicht, fuhren wir auf der staubigen Baupiste (Aufschüttung längs des Sees für die aus Sicherheitsgründen notwendige Verlegung der Staatsstrasse) nach Graun – wo wir vom aus dem See aufragenden Glockenturm, der an die alte, im See versunkene Ortschaft Graun erinnert, begrüsst wurden. Viel los hier – Wanderer, Spaziergänger, Biker – alle nutzten den nach längerer Schlechtwetterperiode schönen Tag. Nach einer kurzen, baubedingten, Umleitung durch das Mündungsgelände des Karlinbachs der Kafihalt am Eingang zum Langtauferer Tal. Die Fahrt ins Tal hinein erst über ca. 4 km auf der wenig befahrenen Talstrasse bis zum 200 m höher gelegenen Ort Kapron. Hier verliessen wir die Strasse nach O über den Karlinbach, um über den Weiler Perwarg und dann durch den Putzenwald mehr oder weniger ansteigend auf der Höhe von Kappl den Masebner Wald zu erreichen. Die stillgelegte Bergbahn nach Maseben und das ehemalige Pistengelände durchfahrend, bogen wir bei Punkt 1897 ab, um nun in Richtung W hochzufahren. Bei Punkt 2015 dann wieder in Richtung O, moderat ansteigend an der Masebener Alm (untrüglich eine Schweinealp – inkl. Inhalation eindeutiger Gerüche) vorbei. Danach wurde es schweinisch steil – doch das Tagesziel Maseben nahte. Was für ein grandioser Rundblick hier auf 2267 m.ü.M. Vor allem die Weisskugel beeindruckte, aber auch der links auf ca. 2900 m.ü.M.  liegende Gepatschferner, der zweitgrösste Gletscher Österreichs. Bei mittlerweile etwas Bewölkung liessen wir es uns draussen vor der schönen und gut besuchten Hütte gut gehen – Renatas Team seid Dank, Forst-Bier und Hirtenmaccheroni schmeckten vorzüglich. Nach diesem Genuss folgte der wilde Ritt auf der Aufstiegsstrecke, vorbei an der Schweinealp, wo Doris sich nicht abhalten liess, von zwei Sennenbuben angebotene bemalte Steine zu kaufen. Angelangt bei Punkt 1897, fuhren wir erst weiter bis zum Talabschluss, dort wo eine weitere Einkehr anstand: Melager Alm. Viel Volk hier, italienisch sprechende Wanderer dominierten. Die zweieinhalb Kilometer Fahrt glich beinahe einem Spiessrutenlaufen; jedenfalls wurden wir eher als Exoten wahrgenommen. Ein Drink an der Sonne entschädigte die Strapazen, und der wunderbare Talblick ohnehin! Aus Gründen des Datenschutzes schreibe ich hier nicht, was wir zu uns genommen hatten; nur so viel – auf der rassigen Abfahrt auf der bekannten Strecke (Naturstrasse bis Perwarg) überschritten wir wohl die Geschwindigkeitsgebote, so es denn solche gab… Gesund erreichten wir Graun und den Reschensee wieder. Hier war wie schon am Vormittag richtig viel los. Die neun Kilometer Fahrt den beiden Seen entlang richtig erholsam, und den Ortler immer im Blickfeld. Am Startpunkt bei der Fischerwiesen angekommen die Feststellung, dass unsere (Bike-)Akkus ganz schön strapaziert waren. Zufrieden über eine tolle Tour und eine ebensolche Leistung verabschiedeten wir uns zur Rückfahrt – danke herzlich Jörg, Roman und Viktor für den tollen Tag!

Fazit:
Eine wiederum lange Rundfahrt mit einigen Höhenmetern im nahen Obervinschgau – herrlich, und etwas für die Erinnerung!

Wetterverhältnisse:
Endlich (wieder) Sommer!, freundlich bewölkt, Wind ca. 15 km/h SW bis NW, ca. 20°

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 5. August 2025

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, durchgehend auf befestigten Fahrwegen
Strecke: 54.8 km, Fischerwiesen, Südende Haidersee – St. Valentin auf der Haide (1460 m) – Reschensee – Graun (1500 m) – Langtauferer Tal – Kapron (1700 m) – Perwarg – Putzenwald – Kappl – Masebner Wald – Punkt 1897 – Punkt 2015 – Masebener Alm (2100 m) – Berghütte Maseben (2267 m) – Rückweg bis Punkt 1897 – Alpweg entlang dem Wildwasser des Karlinbachs zur Melager Alm (1973 m) – Rückfahrt talwärts über Graun – Reschen- und Haidersee – Fischerwiesen (1460 m)
Aufstieg:
ca. 1340 m
Abstieg: ca. -1340 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 55 Min. (wunderbare Almwirtschaften…)
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 48 Min.
Tageszeit: 10:10 bis 16:05 Uhr