Eine paradiesische Runde: Plaun da l’Aua – Alp da Munt

Vorab: die für heute geplante Tour Alp da Munt – Funtana da S-charl – Alp Astras – Pass da Costainas – Serra – Alp Champatsch – Lü (ca. 11.5 km) verwarfen wir wegen der aktuell heiklen Lawinensituation.

Die Alternative war aber rasch da: wieder mal über die nicht allzu lange Runde über die Plaun da l’Aua – einer unserer Lieblingsplätze im Val Müstair. Der Neuschnee vom Vortag sorgte für eingeschneite (und verwehte) Altspuren, also war Schneestapfen angesagt – gut so, weil die Strecke ja kurz war. Bei der Postautohaltestelle spv. Minschuns überquerten wir die Passstrasse, um im wunderbaren Pulverschnee in Richtung Ofenpass zu laufen. Die Fora da la Jallina erreicht, wo wir an zwei Stellen von einem Tannenhäher angesungen werden. Es folgte ein kurzer Abstieg, dann drehten wir über die Ebene Plaun dals Bovs. Nach der Überquerung der schwarz geräumten Passstrasse nutzten wir die schön angelegte Spur durch den  hochwinterlichen Wald, um bald den direkten Aufstieg zur Chamonna Plaun da I’Aua anzugehen. An der ehemaligen Schäferhütte eine Trinkpause, nicht ohne (erfolgreich) nach Steinböcken an den Flühen des Munt da la Bescha zu suchen – herrlich, von blossem Auge zu sehen! Nach der Pause zogen wir vorbei weiter in Richtung O, überquerten wir die Loipe, um entlang der Wildruhezone die paradiesische Plaun da ‘lAua zu überqueren und die Alp da Munt über die Dolinen-Route anzusteuern. Im Steilaufstieg aus dem kleinen Tälchen flog plötzlich ein Bartgeier über unserer Köpfe – für ein Bild fehlte leider die Zeit. Also schauten wir dem Riesenvogel nach und dann auf das Bildli auf Doris’ neuer Trinkflasche… Oben an der Steilstufe angekommen, hielten wir nach rechts, um das Bergrestaurant Alp da Munt durch die Dolinen-Landschaft zu erreichen. So kamen wir doch noch etwas ausser Atem und verdienten uns die Mittagsrast im gut besetzten Bergrestaurant. Nach der Mittagspause folgte der Abstieg über zweihundert Hm durch das Valplaun hinunter zum Ausgangspunkt bei der Postautohaltestelle spv. Minschuns. Weil wir den Abstieg überschätzten, mussten wir halt zwanzig Minuten warten – zum Glück bei mittlerweile auszuhaltender Temperatur und Windstille.

Fazit:
Unsere Lieblings-Runde in unberührter Gegend. Erst auf Plaun da l’Aua erste Begegnungen mit anderen Wintersportlern.

Wetterverhältnisse:
Bis ca. 14 Uhr sonnig mit leichter Bewölkung, am Nachmittag zunehmend bedeckt, Temperatur beim Start -10°. Etwas Neuschnee vom Vortag (15 bis 20 cm), beste Tourenverhältnisse auf der gesamten Strecke, bis Plaun dals Bovs bissiger Wind ca. 10 bis 15 km/h S

Ausrüstung:
Schneeschuhe, Stöcke, Kartenmaterial/GPS

Lawinensituation:
Laut SLF Stufe 3-, erheblich (Neu- und Triebschnee überlagern vor allem an steilen West-, Nord- und Osthängen eine schwache Altschneedecke)

Parameter:
Tourdatum: 27. Januar 2026
Schwierigkeit: WT2
Hinfahrt: Postauto bis spv. Minschuns
Rückfahrt: Postauto ab spv. Minschuns
Strecke: 6.6 km: Haltestelle spv. Minschuns (1973 m) – Fora da la Jallina – Plaun dals Bovs (2078 m) – P.2136 – Chamonna Plaun da I’Aua (2150 m) – P.2153 – P.2189 – Alp da Munt P.2234 – P.2212 – Bergrestaurant Alp da Munt – Prada Sot – Valplaun P.2077 – spv. Minschuns
Aufstieg: ca. 340 m
Abstieg: ca. -330 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 33 Min.
Tageszeit: 10:45 bis 14:45 Uhr

Senda Val Müstair: Panoarama pur vom Ofenpass über die Alp da Munt nach Lü

Heute genossen wir die Postautofahrt zum Ofenpass besonders, neu mit Botschafterkarte. Nicht nur deswegen entstiegen wir bestens gelaunt dem Postauto – auch das wunderschöne Wetter machte mit. Und erstaunlich: ausser uns nur noch zwei Personen, die ausstiegen. Gegenüber dem Hotel Süsom Givè beim hölzernen Bären stiegen wir ein auf den uns vertrauten Wanderweg. Doris mit Grödel, ich mit Schneeschuhen ausgerüstet. Beides von Nutzen, wie sich zeigte – allerdings wäre die gesamte Strecke auch mit Schuhen (allerdings mit gutem Profil) zu bewältigen gewesen. Also starteten wir im leichten Auf und Ab. Nach der unproblematischen Überquerung der bekannten Runse nach 1.2 km verliessen wir den lichten Wald – ab jetzt und bis zum Ende der Tour die Sonne voll im Gesicht. Bei der Sitzbank auf der Höhe der Jagdhütte eine erste Trinkpause, der Blick hoch zu den Flanken des Munt da la Bescha brachte diesmal nichts – kein Wild, kein Bartgeier. Ohne Severin, der Kenner für solche Beobachtungen, waren wir hilflos… Trotzdem bot uns die betörende Landschaft der Plaun da l’Aua fantastische Ausblicke – einer unserer Lieblingsplätze. Bei P.2189 hielten wir links, verliessen also den präparierten Winterwanderweg, um die Alp da Munt über die spektakuläre Landschaft der Dolinen zu erreichen. Mitten im kleinen und noch sehr ruhigen Skigebiet von Minschuns angelangt, die Einkehr im geöffneten Bergrestaurant Alp da Munt – Hirtenmakkaronen😋. Nach dieser Mittagspause zogen wir weiter ostwärts über den gespurten Winterwanderweg. Bei P.2246 hielten wir die Höhe, um die Gegend Juata (mit dem eingeschneiten Lai da Juata) anzustreben. Jetzt verliessen wir den Sommerwanderweg, um höher aufzusteigen. Die planierte Spur verliessen wir bald, um über eine gute Spur durch schönen und lichten Föhren- und Arvenwald zur Alp Champatsch abzusteigen – trotz Schneeknappheit ein tolles Pulverschnee-Erlebnis. Nach etwa 700 m erreichten wir wieder den Sommerwanderweg, der im Winter auch von Skitourenfahrern genutzt wird (bei solchen Verhältnissen nicht zu erwarten). Nach dem kurzen, aber steilen Abstieg von ca. 150 m erreichten wir das gut besuchte Alprestaurant La Posa Alp Champatsch. Nicht wie auch schon, durften wir heute draussen an der Sonne und bei Windstille einen Tee geniessen. Für den Weiterweg nach auf dem Normalweg über die Alpstrasse packten wir Schneeschuhe und Grödel auf die Rücksäcke. Beim freistehenden Haus in Lü Daint genossen wir auf der Bank bei Sonne und Windstille eine Trinkpause und die zugehörige Aussicht auf die gegenüberliegende Talseite. Mittlerweile war es kurz vor 16 Uhr, und die Sonne liess die umliegenden Dreitausender vom Ortler bis zum Piz Daint in wunderschönem Licht erleuchten. Erfüllt von schönen Eindrücken traten wir die Postautofahrt ins Tal hinunter an. Ein eindrücklicher Wandertag bei Kaiserwetter!

Fazit:
DIE Höhenwanderung par excellence und bei bestem Winterwetter.

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig, Temperatur beim Start -8°. Wechselnde Schneeverhältnisse auf der gesamten Strecke (ca. 0 bis 20 cm Hartschnee), kaum spurbarer Wind.

Ausrüstung:
Schneeschuhe/Grödel, Lawinenausrüstung nicht nötig, Kartenmaterial/GPS

Lawinensituation:
Laut SLF Stufe 2+, mässig, ab 2200 m relevant

Parameter:
Tourdatum: 21. Januar 2026
Schwierigkeit: WT2/T2
Hinfahrt: Postauto ab Valchava Cumün bis Pass dal Fuorn
Rückfahrt: Postauto ab Lü bis Fuldera Cumün, Umstieg nach Valchava
Strecke: 9.6 km: Ofenpass/Pass dal Fuorn (2149 m) – Plaun dals Bovs (P.2077) – P.2136 – Plaun da l’Aua (P.2153) – P.2188 – Alp da Munt (2212 m) – P.2244 – Juata – Alp Champatsch (2087 m) – Lü Daint – Lü (1916 m)
Aufstieg: ca. 295 m
Abstieg: ca. -489 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std.
Tageszeit: 10:50 bis 15:50 Uhr

Schneeschuh-Tourenwoche 2026 Val Müstair 5|5: Wildbeobachtung auf Murtera da Chantun

Heute schlossen wir uns der grösseren Gruppe (Severin und Suse) an, während «unsere» Gruppe  Roland den Munt Buffalora bestieg, den wir schon oft besucht haben. Am und auf dem kleinen Murtera da Chantun, dessen höchster mit Punkt 2302 m einige Meter ausserhalb des Nationalpark liegt, tummeln sich in der Regel viele Tiere. Und das ist eine der Domänen Severin’s – darauf freuten wir uns (zu Recht). Die Tour begannen wir in Buffalora, beim noch geschlossenen Gasthaus (Neueröffnung Februar 2026). Nach der Überquerung der beiden unter Eis liegenden Bäche Ova dal Fuorn und Ova da Murtaröl folgte der kurze Aufstieg zu den Alpgebäuden der Alp Buffalora. Nordwestlich der Gebäude begangen wir die von uns vor drei Tagen angelegte Spur ins Tälchen Fop da Buffalora. Auf der rechten Seite die steilen Flühe des Murtera da Chantun. Die Strecke führte vorerst entlang dem eingeschneiten Bach aufwärts. Nach etwa zwei Kilometern, nach Austritt aus dem Wald, erste Bewegungen in den Föhren – wir verhielten uns still, um zu beobachten, wie drei, vier Gämsen in Richtung Felsen aufwärts flüchteten. Das Kletterkönnen dieser Tiere fasziniert uns immer wieder. Wir suchten uns einen sonnigen Platz für eine Trinkpause; oben an den Flühen in ca. hundert Meter Distanz waren bestimmt ein Dutzend Tiere zu sehen, welche unter Führung der Gamsgeiss aufstiegen. Zuhinterst mit Abstand folgte ein etwas langsameres Tier, vielleicht ein älteres oder krankes? Eindrückliches Kino! Statt zum höchsten Punkt aufzusteigen und die Tiere unnötig zu stören, liefen wir erst einige Meter nach N um dann in Richtung W die Parkgrenze zu erreichen. Von dort ging der Tiefblick zur Ofenpassstrasse hinunter. Bei einer der Grenzmarkierungen hielten wir nach S in Richtung Sommerwanderweg (der zum Munt la Schera führt). Die Unterlage nun winterlich, etwa 40 cm Pulver – ideal um eine Spur zu ziehen. Etwas unterhalb von 2300 m.ü.M. strebten wir eine (uns bekannte) Baumgruppe an – ideal um sich für die Mittagsrast niederzulassen, die Sonne zu geniessen, und den spannenden Geschichten Severin’s zuzuhören. Nach dem Aufbruch liefen wir nahe des WW zu den Minieras da Fier. Etwas weiter, am heute höchstgelegenen Punkt bei ca. 2350 m konnten wir das begangene Gebiet an der Murtera da Chantun nochmals überblicken. Jetzt erkannten wir auch, dass eine Tierspur in ungewöhnlichen Kreisbewegungen verlief – Severin meinte, dass es sich wohl um ein von der Gamsblindheit betroffenes Tier handle; vermutlich handelte es sich um das vorgängig am Schluss des Rudels aufsteigende Tier. Severin machte eine Meldung an den zuständigen Wildhüter. Etwas nachdenklich wanderten wir weiter in Richtung O um bald den kurzen Abstieg zu Punkt 2196 – dort wo die «Marangun»-Hütte steht, zu erreichen. Hier trafen wir auch auf die Munt Buffalora-Besteiger. Der weitere Abstieg über die Alp Buffalora führte über die uns mittlerweile vertraute Strecke über die Alp Buffalora – bei prächtigem Sonnenschein – danach durch das wilde und noch immer vereiste Val Murtaröl. Etwas östlich der Gebäude der Alp Buffalora erreichten wir wieder die beiden eingefrorenen Bäche Ova dal Fuorn und Ova da Murtaröl, welche wir gefahrlos überstiegen. Beim Gasthaus Buffalora warteten wir auf das Postauto, welches uns ins Val Müstair zurückbrachte. Ein herzliches Dankeschön unseren Leitern Severin und Suse.

Fazit:
Eine erlebnisreiche Tour bei unschwierigen Verhältnissen, streckenweise bei überraschend guten Schneeverhältnissen.

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig, wenige Wolken, Temperatur beim Start -8°. Trotz wenig Schnee gute Tourenverhältnisse, ab ca. 1900 m (ca. 40 cm Pulver), Wind (ca. 8 km/h OSO)

Ausrüstung:
Schneeschuhe, Stöcke, LVS/Sonde/Schaufel, Kartenmaterial/GPS

Lawinensituation:
Laut SLF Stufe 2+, mässig

Parameter:
Tourdatum: 16. Januar 2026
Schwierigkeit: WT2
Strecke: 9.4 km: Buffalora Postautohaltestelle P10 (1968 m) – Alp Buffalora (2033 m) – Fop da Buffalora – Nationalparkgrenze (2293 m) – Minieras da Fier – P.2196 (Hütte) – Alp Buffalora – Val Murtaröl (2085 m) – Buffalora (P.1978) – Buffalora Postautohaltestelle P10
Aufstieg: ca. 385 m
Abstieg: ca. -385 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 45 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen:
 3 Std. 15 Min.
Tageszeit:
10:00 bis 14:45 Uhr

Schneeschuh-Tourenwoche 2026 Val Müstair 4|5: Mot Radond 2491 m

Heute werden wir (Amandus, Paul, Doris und Ruedi) von unserem Guide Roland auf ein für uns neues Gipfelziel geführt – Mot Radond (2491 m, Hangneigung bis 34°). Start wie bereits gestern auch bei der Talstation MInschuns (Era Sura). Für die Strecke von 800 m (ca. 80 Höhenmeter) hoch zur Alp da Munt benötigten wir knapp zwanzig Minuten. Am noch geschlossenen Restaurant vorbei wenige Meter hoch zum Panoramaweg, der zur Alp Champatsch führt. Der Höhenweg war auch bei dieser Schneelage gut zu begehen – Schneeschuhe werden eigentlich erst ab Juata benötigt. Das Panorama ins Tal und zu den Ortleralpen entzückte. Auf etwa 2250 m.ü.M. war der vorerst höchste Punkt erreicht – nun begann der Abstieg durch schönsten Arven- und Föhrenwald, hinunter zum oberen Bereich der Alp Champatsch. Jetzt hielten wir nach Norden, vor uns dreihundert Höhenmeter Aufstieg über zwei Kilometer. Vorerst rückte der Gipfel noch nicht ins Blickfeld; lediglich der von uns schon einmal bestiegene Pizzo Rolando (2245 m) zeigte sich. Erst oberhalb Murters da Champatsch auf etwa 2370 m.ü.M. zeigte sich der Mot Radond. Nach Überquerung einer kleinen Ebene begann der Gipfelzustieg – der hatte es in sich. Kleine Wächten, bis zu 34° steiles Gelände, keine Spuren, felsdurchsetzte mit Triebschnee belegte Stufen. Roland war erfahren genug, den für uns guten Weg zu spuren. Dabei hatten wir die nahe Wildruhezone «Murters da Champatsch» (Schutzstatus empfohlen, bitte nicht betreten) zu beachten. Um halb eins war der Gipfel erreicht. Bergheil – Bütsch al Piz! Die etwas windige Lage bewegte uns, die Gipfelrast im Abstieg etwas weiter unten abzuhalten. Kurz vor Erreichen der Murters da Champatsch trafen wir auf die Gruppe Severin/Suse, welche den Minschuns umrundeten. Nach der Mittagsrast «spazierten» wir gemütlich weiter zur oberen Alp Champatsch und über den steilen Forstweg (trotz wenig Schnee nicht vereist) zum Alprestaurant La Posa hinunter. Hier war eine Einkehr Pflicht – in der kleinen gemütlich warmen Stube. Der Weiterweg nach Lü hinunter war dann nur noch reine Formsache. Nach vierzig Minuten Laufzeit in angekommen, verbrachten wir die Wartezeit auf das Postauto gerne im Hirschen, wo wir von Rosa Emilie und José wie immer sehr freundschaftlich bewirtet wurden – grazia ed a revair! Wiederum ein herzliches Dankeschön unserem Leiter Roland.

Fazit:
Eine spannende, doch etwas fordernde Tour bei streckenweise anspruchsvollen Verhältnissen (Triebschnee, Lawinengefahr).

Wetterverhältnisse:
Teilweise sonnig, teils bedeckt, trocken, Temperatur beim Start -4°. Trotz wenig Schnee gute Tourenverhältnisse, ab ca. 2000 m ca. 20 cm Pulver, meist überfrorener Triebschnee), Wind ca. 10 km/h WNW

Ausrüstung:
Schneeschuhe, Stöcke, LVS/Sonde/Schaufel, Kartenmaterial/GPS

Lawinensituation:
Laut SLF Stufe 2+, mässig, Triebschnee, Altschnee (Triebschneeansammlungen der letzten Tage überlagern eine schwache Altschneedecke).

Parameter:
Tourdatum: 15. Januar 2026
Schwierigkeit: WT3, höchste Neigung 34° im Gipfelbereich
Strecke: 12.3 km: Era Sura, Talstation Minschuns (2163 m) – Prada Sot – Alp da Munt (2212 m) – Senda Alp da Munt – P.2246 – Juata – Alp Champatsch – Maranguns (2275 m) – Mot Radond (2491 m) –  Maranguns – Alp Champatsch – Alprestaurant La Posa (2088 m) – Alpstrasse – Lü Daint (1949 m) – Lü (1916 m)
Aufstieg: ca. 491 m
Abstieg: ca. -687 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen:
 3 Std. 40 Min.
Tageszeit:
09:50 bis 15:15 Uhr

Schneeschuh-Tourenwoche 2026 Val Müstair 3|5: Fuorcla Funtana da S-charl

Das von unserem Guide Roland formulierte Ziel, den Südwestgrat beim Piz Vallatscha (ca. 2730 bis 2760 m, Hangneigung >30°) mussten wir bald einmal verwerfen – zu heikel. Von dort wäre der Ausblick ins Valbella und ins Val S-charl zu geniessen. Die Variante war aber nicht zu verachten: die namenlosen Gipfelchen am Ostende des Munt da la Bescha und nahe der zugehörigen Wildruhezone. So erreichten wir (heute zu fünft, Roland, Amandus, Paul, Doris und Ruedi) doch eine Höhe vo immerhin >2540 m.ü.M.

Doch der Reihe nach: Start bei der Talstation MInschuns (Era Sura). Das Skigebiet war immer noch geschlossen wegen Schneemangels, weshalb wir unsere Aufstiegsroute ohne Rücksicht auf präparierte Pisten wählen konnten. Etwas unterhalb der Zwischenstation Alp da Munt ging es dann zur Sache; Aufstieg dort, wo normalerweise eine schwarze Piste verläuft. Steil hinauf bis zum Sommerwanderweg bei Punkt 2234 am südöstlichen Ende der Wilddruhezone. Eine einzige Gams wich dorthin aus. Die folgende Rampe war felsdurchsetzt und eisig (Schneemangel halt!). Erst auf der folgenden Fläche hoch zum Punkt 2365 wieder einigermassen gute Schneeverhältnisse – dafür wurde der Wind stärker und bissiger. Nun aber voll an der Sonne war es erträglich. Beinahe in Sichtweite der Talstation des Vallatscha-Skilifts, der eine Höhe von 2700 m.ü.M. erreicht, hielten wir nach links, um zu den etwa zweihundert Metern höherliegenden Hügeln zu spuren. Bei einer Hangneigung von bis zu 31° war grosse Aufmerksamkeit geboten, denn das Gelände war mit Triebschnee belegt. An den steilsten Stellen hörten und erkannten wir Anrisse, welche wir gut umgehen konnten. Bei ca. 2540 war der heute höchstgelegene Punkt erreicht. Bergheil und Bütsch al Piz! Grandios die Aussicht nach allen Seiten (siehe Bilder), nur der Blick ins Valbella war uns verwehrt. An eine Gipfelrast war nicht zu denken, zu stark der Wind. Für den Abstieg wählten wir eine sichere Route in Richtung Vallatscha-Skilift, darüber der eingangs erwähnte Grat (auf den Bilder gut zu sehen). Unterwegs legten wir einen Spurenteppich – als exklusiven Gruss an Suse, die mit der Gruppe Severin unterwegs war. An der Talstation des Skilifts auf der Fuorcla Funtana da S-charl fanden wir dann im Windschatten der Hütte einen idealen Platz für die Mittagsrast. Danach folgte der Abstieg entlang des Sommerwanderwegs, der Triebschnee war ziemlich gefroren und trug uns problemlos; für Schneeschuhläufer formidabel, für Skitüreler schreckliche Verhältnisse. Im relativ flachen Gelände westlich des hundertfünfzig Meter aufragenden Skigipfels Minschuns (2520 m) erreichten wir den Punkt 2365. Wenig später wieder auf der Rampe, über welche der Sommerwanderweg zur Alp da Munt hinunter verläuft, war wieder etwas Vorsicht und Trittsicherheit gefragt. Dank unserer Krallen wenig problematisch. Bald wieder auf dem schwarzen Pistengelände, bogen wir nach Punkt 2234 ab nach W. Jetzt folgte eine uns vertraute Steilstufe, in welcher wir in einen Hinterhalt gerieten: die grosse Gruppe Severin/Suse hockte fröhlich in den Föhren und überraschte uns. Am von Severin aufgestellten Fernrohr beobachteten Sie Steinböcke und den Bartgeier. Nach diesem herrlichen Intermezzo liefen wir weiter zur wunderschönen Plaun da l’Aua. Bei Punkt 2189 wendeten wir in Richtung O. Östlich des Döss dals Jals  (Döss=Bergrücken) verliessen wir den Winterwanderweg zur Alp da Munt, um auf eigener Spur durch ausnahmsweise tiefen Pulverschnee zu waten. Vorbei an den hier typischen Dolinen*. Unterwegs kamen wir bei der Ruine eines Chalchera (Kalkofen) vorbei – eindrücklich! Nach wenigen Schritten erreichten wir wieder den Ausgangspunkt unserer Tour. Da wir früh dran waren, machten wir auf der Heimfahrt eine Kurve hoch zum Ofenpass mit gemütlicher Einkehr im Restaurant Süsom Givè. Wiederum ein herzliches Dankeschön unserem Leiter Roland.

*Dolinen sind trichter- oder schüsselförmige Vertiefungen in der Erdoberfläche, typisch für Karstgebiete (Gestein aus Kalk, Gips), die durch das Auflösen von Gestein (Lösungsdolinen) oder den Einsturz von Hohlräumen (Einsturzdolinen) entstehen und eine Folge unterirdischer Wasserbewegung sind. Sie können von wenigen Metern bis zu über 100 Metern Durchmesser und Tiefe reichen und stellen oft eine Gefahr dar, da sie mit Schnee verdeckt sein können. 

Fazit:
Eine spannende, fordernde Tour bei streckenweise anspruchsvollen Verhältnissen (Triebschnee, Lawinengefahr).

Wetterverhältnisse:
Sonnig, wenige Wolken, Temperatur beim Start -11°. Trotz wenig Schnee gute Tourenverhältnisse, ab ca. 2000 m (ca. 20 cm Pulver, meist überfrorener Triebschnee), Wind (ca. 10 bis 20 km/h O)

Ausrüstung:
Schneeschuhe, Stöcke, LVS/Sonde/Schaufel, Kartenmaterial/GPS

Lawinensituation:
Laut SLF Stufe 2+, mässig, Triebschnee, Altschnee (Triebschnee-ansammlungen der letzten Tage überlagern eine schwache Altschneedecke).

Parameter:
Tourdatum: 14. Januar 2026
Schwierigkeit: WT2-3, höchste Neigung 31°
Strecke: 8 km: Era Sura, Talstation Minschuns (2163 m) – Prada Sot – Alp da Munt (2234 m) – P.2365 – P.2518 (Motta Lischa) – Höchstgelegener Punkt bei 2534 m – Fuorcla Funtana da S-charl (2392 m) – P.2365 – Alp da Munt (2234 m) – Plaun da l’Aua (2189 m) – Chalchera (2158 m) – Era Sura
Aufstieg: ca. 440 m
Abstieg: ca. -450 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen:
 3 Std.
Tageszeit:
09:25 bis 13:35 Uhr

Schneeschuh-Tourenwoche 2026 Val Müstair 2|5: Stimmungsvolle Tour zu den Mots Buffalora

Mot ist der Begriff für einen Hügel, mit «s» ist Plural gemeint. Heute besuchten wir (Guide Roland, Paul, Sepp, Amandus, Doris und Ruedi) mindestens zwei solcher namenloser Mots (2437 m, 2439 m). Die Tour begannen wir in Buffalora, beim noch geschlossenen Gasthaus (Neueröffnung Februar 2026). Nach der Überquerung der beiden unter Eis liegenden Bäche Ova dal Fuorn und Ova da Murtaröl nahmen wir den mühelosen Aufstieg zu den Alpgebäuden der Alp Buffalora unter die Schneeschuhe. Nach etwa 0.8 km und 70 Hm hielten wir kurz vor der Alp rechts um eine neue Spur anzulegen; diese führte uns bei wenig Schnee (ca. 30 cm Pulver) ins Tälchen Fop da Buffalora (Fop = Senke, Tälchen, Mulde). Auf der rechten Seite die Erhebung Murtera da Chantun, welche genau auf der Nationalparkgrenze liegt und wo sich regelmässig viele Gämsen aufhalten. Die Strecke führte genau in Richtung Munt Chavagl (2543 m). Dieser liegt im Nationalpark und darf nicht begangen werden. Kurz vor dem Übergang in den Nationalpark überschritten wir den Sommerwanderweg, um den ersten der Mots anzusteuern. Dazu drehten wir nach links, also von W nach S. Recht steil (gelegentlich bis 30°) und über windgepressten Schnee mühten wir uns etwas ab. Einmal waren Wumm-Geräusche und ein deutlicher Knall zu hören; wäre das Gelände steiler gewesen, hätten wir wohl ein Schneebrett erlebt – der Riss war jedenfalls zu erkennen. Also suchten wir auf dem Weg zum höchstgelegenen Punkt sichere Tritte. Oben angekommen, hofften wir darauf, dass sich die Sonne durch den Dunst durchsetzt. Nichts von dem, ausser jeweils ein paar kurze Versuche. Dennoch genossen wir die Aussicht bei guter Fernsicht. Nur 1 km südlich der markante Gipfel des Munt Buffalora (2630 m). Nicht allzu stark der Wind, aber dennoch unwirtlich – also stiegen wir einige Meter ab um zum Nachbar-Mot aufzusteigen. Immer nahe der mit gelben Pfosten markierten Nationalparkgrenze, immer darauf achtend, diese nicht zu überschreiten; man weiss ja nie, ob uns plötzlich eine Drohne beobachtete. Ausserdem war der streckenweise verwächtete Grat gefahrvoll. Für kurze Zeit erblickten wir in etwa 30 km Luftlinie den Piz Bernina und den Piz Morteratsch. Der Tanz über die beiden folgenden Hügel bis zum Punkt 2439 brachten wir eilig hinter uns. Auf der Suche nach einem windgeschützten Platz (für die Mittagsrast) stiegen wir ab durch unverspurtes Gelände bis zur Baumgrenze und in die Nähe des bei den Minieras da Fier vorbeiführenden Sommerwanderwegs. Zeit für die Rast, im Windschatten einer schönen Föhre. Noch immer geizte die Sonne, drang nur spärlich durch den Dunst – eine geheimnisvolle Stimmung! Bei Punkt 2196 trafen wir auf Nachbar Andreas – das Wiedersehen musste gefeiert werden: danke für die Betschla-Runde, lieber Andreas! Jetzt der weitere Abstieg über die Alp Buffalora – mittlerweile bei prächtigem Sonnenschein. Danach folgte der Gang durch das liebliche und ziemlich vereiste Val Murtaröl. Etwas östlich der Gebäude der Alp Buffalora erreichten wir wieder die beiden eingefrorenen Bäche Ova dal Fuorn und Ova da Murtaröl, welche wir vorsichtig überstiegen. Beim Gasthaus Buffalora warteten wir auf das Postauto, welches uns ins Val Müstair zurückbrachte. Ein herzliches Dankeschön unserem Leiter Roland.

Fazit:
Eine sehr abwechselnde Tour bei streckenweise anspruchsvollen Verhältnissen (Triebschnee, Lawinengefahr).

Wetterverhältnisse:
Bedeckt, zunehmend sonnig, Temperatur beim Start -10°. Trotz wenig Schnee gute Tourenverhältnisse, ab ca. 2000 m (ca. 40 cm Pulver, streckenweise überfrorener Triebschnee), Wind (ca. 10 bis 20 km/h OSO)

Ausrüstung:
Schneeschuhe, Stöcke, LVS/Sonde/Schaufel, Kartenmaterial/GPS

Lawinensituation:
Laut SLF Stufe 2+, mässig, Triebschnee, Altschnee (Triebschneeansammlungen der letzten Tage überlagern eine schwache Altschneedecke).

Parameter:
Tourdatum: 13. Januar 2026
Schwierigkeit: WT2
Strecke: 10.4 km: Buffalora Postautohaltestelle P10 (1968 m) – Alp Buffalora (2033 m) – Fop da Buffalora – Nationalparkgrenze (2378 m) – Mots (2437 m, 2439 m) – Minieras da Fier – P.2196 (Hütte) – Alp Buffalora – Val Murtaröl (2085 m) – Buffalora (P.1978) – Buffalora Postautohaltestelle P10
Aufstieg: ca. 519 m
Abstieg: ca. -517 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 45 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen:
 3 Std. 45 Min.
Tageszeit:
10:00 bis 14:45 Uhr

Schneeschuh-Tourenwoche 2026 Val Müstair 1|5: Alp Sadra – Funtauna Grossa

Seit dem relativ ergiebigen Schneefall im November gabs im Tal in den letzten Wochen lediglich ein paar Zentimeter dazu. Nicht wie nördlich und in den Alpen wird der Schnee hier jeweils aus Süden «produziert»; dafür verantwortlich ist in der Regel das sog. Genua-Tief. Wir Schneeschuhläufer dürfen nicht jammern, die Tourenskifahrer schon… Für den ersten Tourentag suchten wir also ein nach Norden/Osten ausgerichtetes Gebiet aus. Nach dem Fussmarsch ab Fuldera montierten wir die Schneeschuhe in Fuldera Daint. Entlang der Multa Daint trampten wir über die dünne Schneeunterlage über Wurzel und Steine zum Punkt 1703 (Plaun Multa Dora). Ab dort etwas stärker ansteigend zum Wasserreservoir bei Punkt 1733, dann über Fastais – noch im Wald (über Stock, Eis und Stein) – hoch zur Lichtung Plaun Grond. Bei Punkt 1849 die Richtungsänderung nach S, mittlerweile auf etwas Schnee und auf der Forststrasse. Bei den Schutzbauten im Val Ruina (Punkt 1928) angekommen, drehten wir in Richtung N. Nach etwas mehr als einem halben Kilometer und 90 Höhenmetern waren die Gebäude der waldfrei und schön gelegenen Alp Sadra erreicht. Blinzelte die Sonne bisher nur spärlich durch das Grau, bereitete sie uns endlich etwas Wärme und schöne Weitblicke zur gegenüberliegenden Talseite (Lü, Muntet, Piz Terza). Zeit für eine Trinkpause. Hier bei 2046 m.ü.M. hatten wir den heute höchstgelegenen Punkt erreicht. Beinahe richtig Winter hier oben, ca. 40 cm Schnee. Auf der Alpstrasse liefen wir nun stetig absteigend – immer wieder über Eisflächen(!) – nach N, immer nahe der Wildruhezone (Schutzstatus «empfohlen», Schutzzeit 20.12. – 30.04). Im Waldgebiet Las Multas verliessen wir bei ca. Km 5 die Alpstrasse nach links, um nach kurzem Aufstieg über dreihundert Meter die wunderbar gelegene Lichtung Funtauna Grossa (1919 m) zu erreichen. Hier hielten wir Mittagsrast, stehend und an der Sonne; die Jagdhütte lag leider im Schatten. Nach der Stärkung folgte der Freeride-Abstieg über einen Tiefschneeabschnitt zum Waldrand hinunter. Im Wald dann über Stolperfallen (Steine, Wurzeln, Eis, kaum Schnee) zur Alp Sadra-Alpstrasse hinunter. Auf dieser zum Punkt 1863 und gemütlich weiter durch das Gebiet Palü Lunga (Punkt 1783). Nach dem Punkt 1715 (Ils Pizs) erreichten wir die Fläche Maschelnot und wenig später Fuldera Daint. Hier fertig lustig mit Schneeschuhen; nach fünfhundert Metern Fussmarsch endete unsere Tour beim Hotel Staila in Fuldera, wo wir uns mit einer Einkehr belohnten. Ein herzliches Dankeschön unserem Leiter Roland!

Fazit:
Eine gemütliche Einlauftour bei wenig anspruchsvollen Verhältnissen (Neuschnee dringend erbeten!).

Wetterverhältnisse:
Bedeckt, zunehmend sonnig, Temperatur beim Start -8°. Trotz wenig Schnee gute Tourenverhältnisse, vor allem ab 1900 m (bis 40 cm Pulver), wenig Wind (ca. 5 bis 10 km/h OSO)

Ausrüstung:
Schneeschuhe, Stöcke, LVS/Sonde/Schaufel, Kartenmaterial/GPS

Lawinensituation:
Laut SLF Stufe 2+, mässig, >2200 m.ü.M. Triebschnee, Altschnee

Parameter:
Tourdatum: 12. Januar 2026

Schwierigkeit: WT1-2
Strecke: 9 km: Fuldera (1636 m) – Fuldera Daint – Multa Daint – Punkt 1703 (Plaun Multa Dora) – Val Ruina (Punkt 1928) – Alp Sadra (2046 m) – Las Multas – Funtauna Grossa (1919 m) – P.1863 – P.1715 (Ils Pizs) – Maschelnot – Fuldera Daint – Fuldera
Aufstieg: ca. 463 m
Abstieg: ca. -453 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen:
 2 Std. 45 Min.
Tageszeit:
10:00 bis 14:00 Uhr

Eiswanderung Tschierv – Alp Champatsch – Lü

Kaum Neuschnee im Tal, resp. Altschnee vom letzten Schneefall im November(!), die Südseiten vollständig aper. Die Wanderung zur Alp Champatsch gehört mittlerweile zu unserem Standardrepertoire. Alleine schon lohnend, weil auf der Alp das Restaurant La Posa im Winter durchgehend geöffnet ist. Diesmal wählten wir, einer Premiere gleich, den Aufstieg durch das Tälchen der Aua da Laider, wo uns abschnittweise starke Vereisungen am Fortkommen behinderten. Von Melanie, der Gastwirtin vom La Posa, bekamen wir den Hinweis, dass Eisen an den Füssen Schneeschuhen vorzuziehen seien – der Tipp war goldrichtig, danke herzlich! Auch wenn sich die Verausgabung für die 4.3 Kilometer (gegen 500 Hm) hoch zur Alp Champatsch in Grenzen hielt, war die Mittagsrast verdient – lecker wie immer die Knödelsuppe. Der Weiterweg auf dem mit wenig Hartschnee und streckenweise ziemlich vereisten Forstweg forderte nicht unsere Kondition, wohl aber unser Gleichgewichtsgefühl. In Lü angekommen, verbrachten wir die Wartezeit mit der Einkehr im Hirschen. Wenn in dieser Woche kein Neuschnee fällt (viel ist nicht zu erwarten), wird die am kommenden Wochenende beginnende Schneeschuh-Tourenwoche zur Herausforderung. Dennoch freuen wir uns auf das Wiedersehen mit unserer Gruppe. Für heute also wieder einmal ein Kurzbericht – lassen wir die Bilder sprechen…

Fazit:
Nicht gerade eine winterliche Runde, lediglich die arktische Kälte bei starkem Wind erinnerte an den Winter. Aber an diesem letzten schönen Tag in dieser Woche mussten wir die Gelegenheit packen…

Wetterverhältnisse:
Herrliches Winterwetter, eisige Kälte (-19° beim Start in Tschierv, -13° am Ende in Lü), starker und kalter Wind aus SW bis NW bis 20 km/h

Ausrüstung:
Wanderschuhe, Grödel (dringend!), Stöcke (auf Eis keine grosse Hilfe)

Lawinensituation:
Laut SLF Gefahrenstufe „mässig“ (2=) über 2200 m, also oberhalb der von uns begangenen Zone

Parameter:
Tourdatum: 7. Januar 2026
Schwierigkeit: T2+, starke Vereisungen im Aufstieg entlang der Aua da Laider (erstaunlicherweise war der WW nicht gesperrt)
Strecke: 7.8 km: Postauto ab Valchava bis Tschierv Curtin da Plaz (1661 m) – Tablà Nov – Planatsch – Via Plaun da Müs-chel – Sot Vianova – Brücke über die Aua da Laider – Alp Champatsch, Restaurant La Posa (2088 m) – L’Era P.2093 – Plattuns (1949 m) – Lü Daint – Lü (1916 m) – Rückfahrt mit dem Postauto über Fuldera nach Valchava
Aufstieg: ca. 506 m
Abstieg: ca. -188 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 
2 Std. 29 Min.
Tageszeit:
10:40 bis 14:20 Uhr