Benken ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen mit etwa 3000 Einwohnern. Sie liegt etwa 5 km südöstlich des oberen Endes des Zürichsees. Der Benkner Büchel ist eine Erhebung mit einer
maximalen Höhe von 605 m.ü.M. Er steht auf dem Gebiet der
Gemeinde Benken in der Linth-Ebene, orografisch rechts des Linth-Kanals. Auf dem «Berg» liegt eine Streusiedlung, die durch eine Strasse mit dem Dorfkern verbunden ist. Eine Sehenswürdigkeit ist der Maria-Bildstein («Gfrörer-Chappeli»), ein Wallfahrtsort der auf einen 1519 errichteten Bildstock zurück geht. Aber erst im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts kamen in nennenswerterer Anzahl Pilger zu diesem Wallfahrtsort. Eine Kapelle wurde 1848 errichtet. Zwischen 1881 und 1883 wurde ein Neubau und 1966 die heutige Kirche errichtet. Der Benkner Büchel ist ein Molassehügel, der von Gletschern der Eiszeit abgerundet wurde, ein sogenannter Rundhöcker. Er besteht aus einem hochwertigen Sandstein, der zu den typischen Molassegesteinen gehört. Dieses Gestein entstand, als sich vor etwa 30 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Benkner Büchels unter der Last der heranrückenden Alpen ein sogenanntes Molassebecken bildete (Quelle: Wikipedia).
So viel zur Geschichte; fahren wir los! Dass heute, an diesem Ostermontag, viele unterwegs sein würden, war zu erwarten. Trotzdem – mit Stau musste nicht gerechnet werden. Unseren Wohnort verliessen wir am südlichen Ortsrand bei der ARA, dort wo sich die Jona nahe der A13 durch den Wald schlängelt. Nach anfänglich schönen Waldwegen wurde die Fahrt über einen kurzen Abschnitt zu einem Singletrail – eingeklemmt zwischen Jona und A15 und Bahnlinie galt es das Gleichgewicht zu halten, an zwei Stellen musste das Bike geschoben werden. An einer Lichtung im Langriet vorbei durch den Aspwald in Richtung Ermenswil. Den folgenden Chälenstich fuhren wir nicht auf dem Singletrail, sondern auf der Strasse in Richtung Eschenbach. Am Weiler Chälen vorbei dann wieder auf einem schmalen, aber mässig anspruchsvollen Trail bis Massholderen, dann auf der Strasse zur Ortsmitte von Eschenbach und weiter bis Neuhaus. Hier über den Kapellweg und entlang der Uznacherstrasse, südlich des Aatalweiers zügig über die Autobahnzufahrt zum Industriegebiet Hinterwis und weiter über den Uznaberg die folgende Abfahrt hinunter an die St. Gallerstrasse. Ein kurzes Stück dieser entlang die A15 unterquerend, hielten wir nach links, um auf der Naturstrasse Schmerikon südöstlich zu umfahren. Über die Aabachbrücke (ein tolles Fotosujet) durch die Gross Allmeind zur Linth und über die enge und steile (mit Lochgitter belegten) Eisenbrücke über den Linthkanal. Diesem entlang in Richtung O, gegenüber der Buechberg – ein Bike-Eldorado mit unzähligen Trails. Beim Schloss Grynau überquerten wir die vielbefahrene Strasse, um auf dem flach verlaufenden Kanalweg nach vier Kilometern den Ortsteil Giessen zu erreichen. Trinkpause am Kanal, nein heute keine Einkehr im Landgasthof Sternen, zu intensiv stieg uns der Geruch von Frittiertem in die Nase. Am Schützenhaus vorbei begann der moderat steile Aufstieg auf geteerter Strasse hoch zum Büchel (140 Hm, 1.8 km). Unerwartet weiträumig das Gebiet hier oben; vorbei an einigen Höfen und nahe der Meinradskapelle erreichten wir das aussichtsreich gelegene Wohngebiet Schmittenäcker, das eindrückliche Panorama auf die Ebene mit Schänis und zu den bekannten Nagelfluhbergen (Speer, Chüemettler, Federispitz) und natürlich dem Mürtschenstock. Vom heute höchstgelegenen Punkt folgte die Abfahrt über unbefestigte Wege nach Maria-Bildstein hinunter. Auch für nicht Wallfahrer, wie wir es sind, sehenswert. Etwas weiter unterhalb im Ortsteil Gsäss dann eine Wirtschaft wie im Bilderbuch: das Gasthaus Kapelle. Im schönen Garten fanden wir Platz für eine ausgiebige Mittagsrast. Danach folgte die Abfahrt zum hundert Meter tiefer gelegenen Benken. Dem Steinenbach entlang flach weiter durch das Kaltbrunner Riet zum drei Kilometer entfernten Uznach. Weiter dem Steinenbach folgend nach SW bis Grynau, wo sich der Kreis schloss. Jetzt die bekannte Strecke durch die Gross Allmeind zurück bis zur Aabachbrücke. Danach folgte die Durchfahrt von Schmerikon, wo an der Seepromenade viele den Frühling genossen. Die Fahrt entlang dem Obersee über Bollingen bis Jona mit vielen schönen Ausblicken auf den See und die gegenüber liegenden, noch immer verschneiten Chöpfenberg und Konsorten. Die Uferstrecke war – wie an solchen Tagen zu erwarten – stark befahren und begangen, also war Vorsicht und Rücksichtnahme geboten. Am Kloster Wurmsbach und dem Züriseekänzeli vorbei erreichten wir bei der Blumenau Jona, dessen Ortsmitte wir zügig in Richtung N durchfuhren. Über Schönau dem Rütiwald entlang zum Quartier Rüti-Rosenberg, wo unsere schöne Frühlingsrunde endete.
Fazit:
Eine schöne Fahrt durch die uns bekannte Linthebene zu einem lohnenden, uns unbekannten Ziel.
Wetterverhältnisse:
Ostermontag bei sonnigem Frühlingwetter, Temperatur bei ca. 18°. Wind 6 km/h NW
Ausrüstung:
e-Bike, Kartenmaterial SchweizMobil/Outdooractive, GPS
Parameter:
Tourdatum: 6. April 2026
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, kurze Abschnitte Singletrail bis S1
Strecke: 45.1 km: Rüti ZH (480 m) – ARA Rüti (458 m) – Wydenschlösterli – Unterführung A15 (458 m) – Oberes Asp – Ermenswil (480 m) – Chälenstich (523 m) – Chälen – Massholderen (505 m) – Eschenbach SG (479 m) – Neuhaus SG (500 m) – Hinterwis (489 m) – Uznaberg (481 m) – Uznach/Schmerikon (418 m) – Chli Allmeind – Härti – Aabachbrücke (411 m) – Linth/Linthkanal (409 m) – Grynau (411 m) – Linthkanal – Giessen (413 m) – Benkner Büchel – Schmittenäcker (558 m) – Maria Bildstein (528 m) – Gsäss (491 m) – Frohe Aussicht – Benken, Steinenbach (406 m) – Uznach (409 m) – Grynau – Gross Allmeind – Aabachbrücke – Schmerikon (405 m) – Bollingen (409 m) – Wurmsbach (408 m) – Züriseekänzeli – Jona (420 m) – Schönau (459 m) – Rütiwald – Rüti-Rosenberg
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 471 m
Abstieg: ca. -468 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 10:30 bis 15:30 Uhr



















