Zum Frühstück nach Juppa (Avers) und danach ein Abstecher ins Bergalga

Nach einer sehr erholsamen Nacht in unserem Stützpunkt in Cresta (Appartmenthotel Capetta, dem Partnerhotel des Hotel Avers) die kurze Fahrt ins etwas höhergelegene Juppa, wo das vorzügliche Frühstück auf uns wartete. Heute legten wie die kurze Strecke nicht mit dem Auto, sondern mit den e-Bikes zurück. Da für den frühen Nachmittag heftige Gewitter angesagt waren, und die Heimfahrt ins (noch) hitzegeplagte Unterland bevorstand, war die Fahrt ins idyllische Tälchen Bergalga eine ideale Kurztour. Nach dem kurzen Abstieg nach Vorderbergalga hinunter führte eine Brücke über den jungen Jufer Rhein in Richtung S. Vorbei an den hübschen Walser Häuser (Bergalgaböda) führte die Strecke leicht höher auf dem rechtsufrig verlaufenden, holprigen Alpsträsschen (Murmeltier-Lehrpfad) bis zur Alp Bergalga (Olta Stofel). Im Alpbeizli Hinterbergalga gibt es an gewissen Tagen (DI – FR, heute also nicht) etwas zu trinken – abhängig davon, ob es die Arbeit der Hirten zulässt. Wir genossen die Trinkpause trotzdem und den Blick hinauf zu Wissberg (2980 m) und Gletscherhorn (3106 m) – rechts von letzterem irgendwo der Übergang namens Bergalgapass (2793 m) ins Bergell (Wanderzeit bis Soglio ca. 6 Std.). Für Biker ist hier bei Olta Stofel Schluss, der Pass (zum Glück) nicht fahrbar dank Kraxelstellen. Nachdem wir uns satt gesehen haben, folgte die gemütliche Rückfahrt nach Cresta. Das Wetter hatte gehalten, von Gewitterwolken keine Spur. Die Heimfahrt durch das wilde und enge Tal des Averser Rheins ins Val Ferrera und anschliessend durch das Val Schons und die Viamala nach Thusis; auf der A13 dann etwas rassiger nach Hause.

Fazit:
Ein schöner Abschluss eines zweitägigen Kurztrips in den Avers, diesmal nicht zu Fuss, mit den Bikes aber nicht minder lohnend. Und das bei mindestens 15° C tieferer Temperatur…

Wetterverhältnisse:
Sonnig, leichte Bewölkung, wenig Wind 10 km/h SW, Temperatur 16 bis 20°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 28. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten
Strecke: 16.3 km: Cresta (1960 m) – Pürt (1921 m) – Am Bach (1959 m) – Juppa (2003 m) – Rufana, Hotel Avers (2024 m) – Loretzhaus (1987 m) – Bergalgaböda (1992 m) – Olta Stofel, Alp Bergala (2074 m) – Rückfahrt wie Hinfahrt
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Aufstieg: ca. 256 m
Abstieg: ca. -240 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 55 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 11:30 Uhr

Eine unvollendete Bike-Runde hoch zum Lago di Lei…

Nach der gestrigen Anreise in den Avers und dem wie immer feinen Nachtessen im Hotel Avers in Juppa und einer ruhigen Nacht im Appartmenthotel Capetta in Cresta, dem Partnerhotel des Hotel Avers, starteten wir heute zum Lago di Lei. Der acht Kilometer lange Stausee liegt auf 1927 m.ü.M. im etwa fünfzehn Kilometer langen Valle di Lei, einem Seitental des Avers. Interessanterweise gehört es zum italienischen Staatsgebiet.

Etwas Geschichte: erstellt wurde das Wasserkraftwerk in den Jahren 1957 bis 1962 von italienischen Arbeitern. Der Stausee liegt grösstenteils auf italienischem Boden, die Staumauer steht auf Schweizer Boden (Gemeinde Ferrera). Der Strom wird ebenfalls in der Schweiz produziert (Kraftwerke Hinterrhein AG). Die Schweiz durfte dafür ihr Hoheitsgebiet um eine winzige Ecke erweitern, in diese passt die Staumauer. Es waren zähe Verhandlungen zwischen der Schweiz und Italien, bis der Stausee gebaut werden konnte. Ein ganzes Tal fluten – da gab es selbstverständlich Widerstand. Doch die Schweiz hatte gute Argumente: viel Kapital. Und der Energiehunger war von übergeordnetem Interesse. Die Alpbesitzer bekamen für Ihre Grundstücke teils Realersatz, teils Geld. Erreicht werden kann die Staumauer durch einen Tunnel von 960 m Länge und einer Neigung von 31 m. Am westlichen Tunnelportal gibt es Parkplätze, die Mauerkrone darf nicht befahren werden. Die Staumauer hat eine Länge von 690 m und eine Höhe von 138 m, die Krone hat eine Stärke von 15 m.

Zurück zu Realität: wir starteten bei besten Bedingungen in Cresta. Die Abfahrt zur Lezibrücke und weiter zum heute tiefstgelegenen Punkt (1973 m) auf der verkehrsarmen Averserstrasse war spektakulär und dauerte zehn Minuten. An der gut ausgeschilderten Verzweigung begann die Steigung (2.5 km, 340 m Höhendifferenz). Rascher als erwartet, nach einer Fahrzeit von weniger als zwanzig Minuten, war das östliche Tunnelportal erreicht. Eine Ampel regelt den Verkehr, kurze Wartezeit; zuerst die Autos, dann die Biker (in der Überzahl!). Hinein in den Kühlschrank, erwartungsgemäss etwas feucht. Am westlichen Tunneleingang direkt auf und über die imposante Staumauer. Das Ziel beinahe aller Besucher: die Baita del Capriolo, das Alprestaurant (und ein Geheimtipp!), das sich auf der italienischen Seite der Staumauer befindet. Die ca. 2.4 km dorthin müssen zu Fuss oder mit dem Bike zurückgelegt werden. Wir ergatterten uns Plätze auf der Terrasse, am Tisch eine Gruppe fröhlicher Biker aus Savognin. Selbstbedienung, ziemlich chaotisch, aber dennoch effizient – jeder nimmt einer (oder zwei) der bereitgestellten Antipastiteller, wer später noch Pizzoccheri mochte, musste nicht lange warten, die kamen ungefragt und unkompliziert. Nach einem offerierten Iva sagen wir ciao und nahmen die Rückfahrt unter die Räder. Über den benachbarten Gipfeln bildeten sich bereits einige wenige Quellwolken, Eile war aber noch nicht angesagt. Nach Staumauer- und Tunnelfahrt folgte die rassige Abfahrt zum Averser Rhein hinunter. Gemütlich über Campsut bis Cröt, dann die Kurven hoch bis zur Lezibrücke. Dort begann unsere unvollendete Runde; auf der alten Averserstrasse (eine gut fahrbare Alpstrasse) durch den Leziwald. Mittlerweile nahte Donner und Blitz aus dem oberen Avers und einige Tropfen waren auch dabei – im Wald waren wir einigermassen geschützt. Gegenüber, auf der orografisch rechtsliegenden Talseite der Blick zum 500 m Luftlinie liegenden Cresta, welches ab P.1928 zu Fuss zu erreichen wäre – für Bike nicht fahrbar. Also weiter durch den Capettawold, um wie erhofft die Brücke über den Averser Rhein bei Pürt zu erreichen. Die Hoffnung stirbt zuletzt – nach Überquerung des Cherlibachs wurde die Alpstrasse zu einem Singletrail. Vierhundert Meter vor der Brücke über den Averser Rhein war fertig lustig. Treppen über ein paar Serpentinen steil hoch – mit e-Bikes eine für uns nicht machbare Tragestrecke. Also Umkehr und zurück zur Lezibrücke. Zum Glück hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne zeigte sich wieder. Auf der Fahrt hoch bis Cresta trockneten unsere Kleider vollständig ab. Ein glückliches Ende!

Fazit:
Die Fahrt hoch ins Valle di Lei bot landschaftlich und kulinarisch feine Kost. Nach der Siesta ging es zum Apéro und zum Feinschmecker-zNacht ins Hotel Avers…

Wetterverhältnisse:
Sonnig, leichte Bewölkung, ab 13 Uhr gewitterhaft mit leichtem Regen, wenig Wind 15 km/h S bis W, Temperatur 20 bis 24°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 27. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten
Strecke: 25.8 km: Cresta (1960 m) – Lezibrücke (1843 m) – Cröt (1716 m) – Campsut (1678 m) – Abzweigung Valle di Lei (P.1673) – Bleikawold – Tunnelportal O (1901 m) – Tunnelportal W (1932 m) – Staumauer – Alpe del Crot, Restaurant Baita del Capriolo (1961 m) – Rückfahrt auf gleicher Strecke bis zur Lezibrücke – alte Averserstrasse durch den Leziwold – Alpbach – P.1928 – Cherlibach (P.1890) – Umkehrpunkt, zurück bis Lezibrücke (ca. 2.5 km) – ab Lezibrücke auf der Averserstrasse hoch bis Cresta
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Aufstieg: ca. 741 m
Abstieg: ca. -759 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 35 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 14:00 Uhr

Benkner Büchel

Immer am Donnerstag, wenn wir es einrichten können – unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – 15 hitzeresistente BikerInnen. Beni führte uns ab Wald ZH, wo wir von Rüti herkommend um 07:30 Uhr zur Gruppe stiessen. Ein weiterer Hitzetag war angekündigt – was uns dank Frühstart nicht kümmerte. Mit einer Ausnahme für Freiwillige (Aabachtobel/Ranzachtobel) eine wenig anspruchsvolle Biketour mit moderaten Höhenmetern, aber dennoch fordernd. Die Strecke in unserem landschaftlich reizvollen Zürioberland und in die benachbarte Linthebene ist den meisten vertraut, deshalb berichten wir vorerst im Turbomodus. Beeindruckte uns bis Neuhaus SG die Sicht zu den Voralpen, tauchten einige mutige dort nach der Fahrt über die (alte) Holzbrücke ins schattige Tobel des Aabachs und der Ranzach – wunderbar kühl! Grobstollige Reifen waren hier von Vorteil. Nach 3.4 km Fahrt zwischen Uznach und Schmerikon angekommen, vereinigte sich die Gruppe wieder. Nicht ganz einfach, die verkehrsreiche Zürcherstrasse zu überqueren – Baustellenchaos, kein Fussgängerstreifen. Einmal geschafft, rollten wir gemütlich und flach durch das Bleichiriet nach Grynau und weiter dem Linthkanal entlang und durch das schöne Kaltbrunner Riet nach Benken. Dank Fahrtwind bemerkten wir die Sonneneinstrahlung kaum; blieb die Hoffnung, dass alle Schutzfaktor 30 bis 50 aufgetragen hatten… Ab Ortsmitte von Benken fuhren wir auf der Büchelstrasse hoch. Leider war es nicht möglich das geplante Ziel, die Pilgerstätte Maria-Bildstein anzufahren, weil dort gerade gebaut wird. Aber die Runde am und um den Benkner Büchel ist auch so immer lohnenswert. Den Hügel haben wir bereits am Ostermontag besucht; wer sich interessiert, kann hier gerne nachlesen. Oben im Weiler Gsäss gab es dann eine willkommene Kafipause bei der sympathischen Wirtefamilie Landolt im Garten des schön gelegenen Gasthauses Kapelle. Unter Auslassung der Pilgerstätte gelangten wir auf der Weiterfahrt über den Büchel nach Giessen hinunter. Jetzt flach dem Linthkanal entlang zum südlichen Ende des Büchels. An der Ostseite schnurgerade und weiterhin flach dem Aubach entlang durch das Widenriet und Hornen, der Bahnlinie folgend nach N. Wieder in Benken angekommen, schloss sich die Runde. Beim Bahnhof vorbei auf der Ewigkeitsstrasse schnurgerade entlang dem Steinenbach bis Uznach und durch das Industriegebiet Bleiche und Neuguet. Dort wiederholte sich das Abenteuer Zürcherstrasse. Als Zugabe folgte für Beni und Ruedi die Rückfahrt über den Trail durch das (noch immer kühle) Tobel hoch – herrlich! In Neuhaus SG wurden wir von der bereits wartenden Gruppe empfangen. Hier verabschiedeten sich die Rütemer von den Waldnern. Eine wie immer gemütliche und kameradschaftliche Ausfahrt wars!

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen wie immer attraktiven Tourentag! Bis bald wieder!

Wetterverhältnisse:
Ein weiterer hochsommerlicher Hitzetag, wolkenlos, wenig Wind 4 km/h SO, Temperatur 21° (07:00 Uhr) bis 28° (11:00 Uhr)

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 25. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, meist auf Asphalt- und Naturstrassen
Strecke: 53.2 km: Rüti ZH (478 m) – Pilgersteg (549 m) – Grundtal (566 m) – Wald ZH Bahnhof (616 m) – Chefi – Laupen (604 m) – Diemberg (595 m) – Bürg (546 m) – Neuhaus SG (502 m) – Holzbrücke/Aatal (501 m) – Aabachtobel/Ranzachtobel – Uznach (424 m) – Zürcherstrasse – Neuguet (416 m) – Bleichiriet – Grynau (411 m) – Kaltbrunner Riet (408 m) – Benken (415 m) – Haslen (498 m) – Gsäss (491 m) – Schmitteläcker (559 m) – Giessen (413 m) – Mösli (413 m) – Aubach, Widenriet (414 m) – Hornen (415 m) – Benken (417 m) – auf der Ewigkeitsstrasse nach Uznach (409 m) – Neuguet – Zürcherstrasse – Aabachtobel/Ranzachtobel – Holzbrücke/Aatal – Neuhaus SG – Eschenbach SG (479 m) – Chälenstich (517 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
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Aufstieg: ca. 563 m
Abstieg: ca. -568 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 07:00 bis 11:10 Uhr

Clariden-Höhenweg, vom Fisetenpass zum Klausenpass

Für heute Sonntag der Hitze entfliehen war das Motto – also los in die Berge! Bis Linthal mit dem PW, ab dort bequem mit dem Postauto in einer halben Stunde hoch zum Hochtal Urnerboden – der grössten Alp der Schweiz (hier leben im Sommer etwa eintausend Rinder und Kühe). Die Talstation der Seilbahn zum Fisetenpass wird zu Fuss in etwa fünf Minuten erreicht. Kurz vor dem ersten Ansturm bestiegen wir nach kurzer Wartezeit die Kabine der Seilbahn (6 Personen), welche uns für zwölf Franken pro Person in acht Minuten zur Bergstation am Fisetenpass brachte. Ein kurzer Aufstieg zum Pass, wo der Blick zum Limmerental, zu Vorder und Mittler Selbsanft, und rechts zum Gämsfairenstock ging. Wir starteten auf dem ausgeprägten Pfad nach W (vorbei an der Verzweigung zum Gämsfairenstock via Rund Loch), Ober Orthalten heisst das Gebiet. Zur Rechten der Tiefblick zum Urnerboden, darüber die Bergkette der Jegerstöck. Nach anderthalb Kilometern in leichtem Auf und Ab erreichten wir das Hasentrittli, eine seilgesicherte Steilstufe, welche bei dieser Trockenheit gut zu gehen war. Nach ca. hundertfünfzig Höhenmetern Abstieg war der Gemsfairenboden erreicht – viele Alpenblumen, u.a. Enziane und Alpenleinkraut. Das Gemsfairenhüttli (ca. 800 voraus) war bereits zu sehen. Zur linken die von den Felswänden (Speichstock, Tüfelsstock) herunterfliessenden Moränen, zur rechten die feuchte Ebene Gemsfairenboden. In der Alpbeiz herrschte schon reger Betrieb – der Kafi crème und der hauseigene Nussgipfel vom Feinsten! Nach dieser Stärkung wählten wir den Aufstieg zum Griessbödemli – den Fahrweg über das Chlustrittli zur Klausenpassstrasse hinunter sparten wir auf für eine späterer Bikefahrt. Die Chlus (eine eindrückliche runde und ca. 400 m hohe Felsarena) umwanderten wir also oberhalb, Im Griess heisst das Gebiet. Der Weg zum Gletschersee zog sich hin und wurde zunehmend geröllig – recht alpin; Gelände, wie es uns gut gefällt. Im Griess ist in den letzten vierzig Jahren durch den Rückzug des Gletschers eine Geländemulde entstanden. Jeweils ab Spätsommer versiegt der oberflächliche Abfluss, da ein Teil des Seewassers unterirdisch abfliesst. Im Winter fällt dann der trockene Schnee. Im Frühjahr kann der Seewasserspiegel durch Schmelzwasser schnell ansteigen und sich hinter den winterlichen Schneeablagerungen aufstauen. Sobald der Wasserspiegel die höchste Kote der Schneeablagerungen erreicht hat, frisst sich das Wasser durch den Schnee, und es kann zu einem flutwellenartigen Ausbruch mit entsprechenden Hochwasserereignissen entlang des Fätschbaches im Gebiet Urnerboden bis zur Einmündung in die Linth bei Linthal führen. Am Seelein angekommen, tummelten sich viele Wanderer, von denen einige sogar im eisigen Wasser schwammen. Über ein mobiles Brücklein überquerten wir den Fätschbach um auf gerölliger Spur das etwa 80 m hohe Firnband zu übersteigen. Am höchsten Punkt angelangt, begann der Abstieg zum Klausenpass. (zweihundert Höhenmeter über anderthalb Kilometer). Im obersten Bereich waren noch einige Altschneefelder zu queren. Hier taten sich einige vom Pass hochkommenden Flipflop-Wanderer etwas schwer… Auf dem Pass angekommen, übten wir die Rückkehr in die Zuvilisation – zuviel Blech, zuviel Volk oft mit zuvielen Kilos. Die kurze Wartezeit nutzten wir für eine Jause (Alpkäse, Salsiz, Erdinger zero). Die Postautofahrt zum Urnerboden und nach Linthal hinunter zum Abschluss war dann ein grosses Vergnügen.

Fazit:
Eine eindrückliche Panoramawanderung vorbei an der Nordwand des Clariden.

Wetterverhältnisse:
Erste Hitzeperiode in diesem Sommer, Temperatur bei ca. 22° (Fisetenpass). Wind kaum spürbar bei ca. 5 km/h N.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:

Tourdatum: 21. Juni 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 9.63 km: Fiseten, Bergstation der Seilbahn Urnerboden-Fisetenpass (2008 m) – Fisetenpass (2034 m) – Hasentrittli – Schit – Gemsfairenboden – Gemsfairenhüttli (1947 m) – Griessbödemli – P.2080 – Gletschersee Im Griess (2098 m) – Firnband – Chlaridenbödemli – Klausenpass (1948 m)
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Aufstieg: ca. 432 m
Abstieg: ca. -487 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 05 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 15 Min.
Tageszeit: 09:35 bis 13:40 Uhr

ZO-Runde zum Kafi nach Egg

Heute waren wir wieder einmal unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – immer ein schönes Erlebnis. Edi und Ernst führten die stattliche Bikerschar ab Wald ZH, wo wir von Rüti herkommend um 08:30 Uhr zur Gruppe stiessen. Für heute war ein Hitzetag angekündigt – was uns nicht kümmerte, weil eine Halbtagestour geplant war und wir nach dem Mittag zurück sein würden. Insgesamt eine wenig anspruchsvolle Biketour von mittlerer Länge und mit moderaten Höhenmetern. Edi hatte den Tourenverlauf gut auf die erwartete Hitze eingestellt, mit vielen Waldstrecken und wenig Asphalt. Die Strecke in unserem landschaftlich reizvollen Zürioberland war uns natürlich vertraut, und weil sich keine besonderen Schwierigkeiten boten, blieb ausreichend Kraft für abwechslungsreiche Gespräche (ohne Politik und Weltgeschehen, versteht sich…). Etwas Spannung kam lediglich auf, als wir (zwanzig an der Zahl) in Egg das Kafi „Stadt Land Brot“ stürmten; das sympathische Team hatte aber alles im Griff. Gestärkt verliessen wir den heute westlichsten Punkt unserer Ausfahrt – um über Esslingen, Grüningen, Bubikon bis zum Ritterhaus zu fahren. Dort verabschiedeten sich die Rütemer von den Waldnern. Eine gemütliche und kameradschaftliche Ausfahrt wars!

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen wie immer tollen Tourentag! Bis bald wieder!

Wetterverhältnisse:
Ein hochsommerlicher Hitzetag, wolkenlos, wenig Wind, bis 33°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 18. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, meist auf Naturstrassen
Strecke: 46.4 km: Rüti ZH (478 m) – Pilgersteg (549 m) – Grundtal (566 m) – Wald ZH Bahnhof (616 m) – Grundtal – Pilgersteg – Rüti, Würzhalden – Rüti, Oberhaltberg (522 m) – Rüti Bahnhof – Rüti, Guldistudstrasse P.494 – P.500 – Bannholz (491 m) – Schwarz – Golfplatz Bubikon (491 m) – Ritterhaus (509 m) – Bubikon Bahnhof (510 m) – Ufgänt (511 m) – Platten (527 m) – Sennwald (540 m) – Oberottikon (522 m) – Unterottikon (492 m) – Roggesbüel (463 m) – Tägernauerwald – Jungholz (455 m) – Brand (453 m) – Mönchaltorf (445 m) – Weid (492 m) – Eggbüel (524 m) – Egg (545 m) – Egg, Langwies (527 m) – Aspholz (501 m) – Esslingen (477 m) – Rohrbüel – Summerau (496 m) – Oberrohr (495 m) – Schoren (509 m) – Schlüssberg – Grüningen, Binzikon (510 m) – Spilhalden (521 m) – Adletshusen (517 m) – Adletshuserriet – Altrüti (511 m) – Alau (509 m) – Sennschür (527 m) – Wannen (517 m) – Bubikon (510 m) – Ritterhaus – Golfplatz Bubikon – Schwarz – Rüti ZH
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Aufstieg: ca. 740 m
Abstieg: ca. -730 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 08:00 bis 12:00 Uhr

Windgällenhütte AACZ 2034 m

Napf oder Maderanertal war heute die Frage. Wir entschieden uns für die Panoramawanderung zur Windgällenhütte – bei prächtigem Wetter. Dass heute im Tal ein Festtag war, bemerkten wir erst am ziemlich gefüllten Parkplatz bei der Talstation der Luftseilbahn Golzern. In der kleinen Festhütte wurde gerade die Einweihung der neuen Seilbahn gefeiert. Und die Überraschung: heute Gratisfahrten den ganzen Tag! Danke herzlich den engagierten Genossenschaftern der Seilbahn (Normalpreis Berg- und Talfahrt für Erwachsene Fr. 17.00). Um halb zehn Uhr bestiegen wir die eine der beiden neuen 8er-Kabinen (ohne Wartezeit); die Höhendifferenz von 561 m dauerte wenige Fahrminuten. Nachdem wir die gute Fernsicht ein erstes Mal geniessen durften, ging es direkt zur Sache. Nach zweihundert flachen Metern in Richtung Golzerensee begann der ordentlich steile Aufstieg hoch nach Oberchäseren (520 m Aufstieg über 1.5 km). Erst über wunderbar blühende Blumenwiesen hoch bis Rösti, ab dort (noch) im Schatten des Bockistocks noch steiler hoch, der Pfad vom Regen der vergangenen Tage abgetrocknet. Nach einer Stunde und zwanzig Minuten war das Alpgebiet Oberchäseren erreicht. Vierhundert Höhenmeter im Stundenmittel – nicht schlecht für uns zwei Senioren. Selbstverständlich waren einige schneller unterwegs. Überhaupt überraschte uns heute, dass viele junge Leute unterwegs waren – cool! Auf der Alp angekommen, bot sich auf einem der Bankniederlassungen die Gelegenheit für eine Trinkpause und einen Ovo Break. Bald wird die Alp wohl bestossen, die Tiere dürfen sich freuen. Den etwas längeren, und anspruchsvollen Alpinweg (weiss-blau-weiss, T4-T5) über das Untere Furggeli wagten wir nicht. Später bestätigten zwei junge Frauen unsere Einschätzung, die wegen Schnee abgebrochen haben. Auf dem folgenden Kilometer querte der Pfad in leichtem Auf und Ab zur Ärgellegg. Sowohl das Panorama wie auch die vielen Bergblumen sorgten für Berggenuss erster Güte. Kurz vor den Alpgebäuden der Bernetsmatt nochmals ein Anstieg von zweihundert Höhenmetern, bis wir am Punkt 2036 angelangten. Nun wurde der Blick frei zur prominent stehenden Windgällenhütte. Während Doris den Normalweg zur Hütte wählte, lief ich über die wasserfreie Schwemmebene. Hier war sogar ein Basketball-Sportplatz eingerichtet. Nach drei Stunden Wanderzeit inkl. Pausen erreichten wir die gut besuchte Sonnenterrasse der Hütte. Inmitten des gutgelaunten Wandervolks genossen wir das formidable Hüttenpanorama, die ausgiebige Mittagspause und die sehr herzliche Bedienung des Hüttenteams. Nach etwas mehr als einer Stunde Abschied und Aufbruch. Vorerst nicht auf dem Hüttenweg zur Schissenegg hinunter, wählten wir den Umweg über die Alp Stäfel. So konnten wir die Sicht zum Hüfifirn länger geniessen. Bei Punkt 1899 hielten wir scharf rechts, um weiter nach W abzusteigen. Bei Punkt 1879 erreichten wir den Hüttenweg – anderthalb Kilometer Umweg, die sich lohnten. Der steile Abstieg bis zum Golzerensee hinunter – 450 Hm über teilweise hohe und felsige Tritte – verlangte dann nochmals volle Konzentration; jedenfalls zehrte er an unseren Kräften. Die Strecke ab Seewen über Hüseren bis zur Bergstation der Luftseilbahn schafften wir in einer Viertelstunde. Nach kurzer Wartezeit wurden wir (noch immer gratis…) ins Tal hinunter gegondelt – richtig erholsam!

Fazit:
Eine absolut lohnende Panoramarunde im beschaulichen Maderanertal mit einigen Höhenmetern.

Wetterverhältnisse:
Nach der Regenperiode der erste Sommertag, Temperatur bei ca. 19°. Wind ca. 15 km/h O.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 13. Juni 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 10.1 km: Egg, Bergstation der Luftseilbahn Golzern (1935 m) – P.1438 (Abbiegung in Richtung Oberchäseren) – Oberchäseren (1935 m) – Bläck – P.1926 – Bernetsmatt P.2007 – P.2036 – Windgällenhütte (2034 m) – Stäfel – P.1899 – P.1879 (Hüttenweg) – Schissenegg – P.1617 – P.1585 – Seewen (1423 m) – Hüseren – Golzern Bergstation (1935 m)
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Aufstieg: ca. 726 m
Abstieg: ca. -703 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 35 Min.
Tageszeit: 09:40 bis 16:30 Uhr

Bike-Ausfahrt über Oberricken zur Alp Egg

Dass heute der Tag des Ironman 70.3 Switzerland war, bekamen wir erst ab Ermenswil zu spüren. Ab dort war die geplante Strecke durch das malerische Tälchen des Lattenbachs über Lütschbach-Diemberg gesperrt; folglich konnten wir auch nicht über Goldingen-Hintermüli nach Rüeterswil gelangen. Nach dem Baustellenchaos in Rüti konnten wir also unsere Improvisationstalente ausleben. Bis Eschenbach nutzten wir den Veloweg, um die an uns vorbei rauschenden TriathletInnen nicht zu stören. Viele Zurufe von Zuschauern – nicht nur für die SportlerInnen (wie wir annahmen…). Ab Dorfmitte von Eschenbach suchten wir eine Durchfahrtmöglichkeit durch EFH-Quartiere, um über Neuhaus St. Gallenkappel zu erreichen. Erst dort fanden wir uns wieder zurecht und fuhren nach Rüeterswil hoch. Jetzt wieder auf der geplanten Strecke über Walde hoch zum Übergang Oberricken, wo sich die Sicht ins Toggenburg öffnete. Ab hier die kurze, aber schattenbedingt ziemlich kühle Abfahrt nach Ricken hinunter. Den Sonntagsverkehr durchschlängelten wir, um in Richtung Uznach zu fahren. Am schönen Riet Durschlagen vorbei, bogen wir beim Parkplatz Hinder Bildhus ab, um die Bergstrecke (400 Hm) zur Alp Egg hochzufahren. Unterwegs durften wir manuelle Fertigkeit beweisen im Einfädeln der Kette an Doris’ Bike – dank Latexhandschuhe gabs nicht mal schwarze Hände. Bei der Alp Egg angekommen, erkannten wir, dass die Strecke hoch (und zurück) zum Regelstein mit einem Weidezaum neu mit Drehkreuz «ausgestattet» war. Auf die «Übung», unsere e-Bikes auf den Hinterrädern durchzuschleusen, verzichteten wir – nicht zuletzt auch deshalb, weil wir allenfalls weidenden Tieren nicht in die Quere kommen wollten. Die holprige Unterlage über Kuhfladen hoch zum Stein kennen wir schon – Kampfbiker nennen sowas Single Trail.

Lange Rede kurzer Sinn: direkt ab in die Gartenwirtschaft der Alp Egg. Bei mittlerweile mehr Sonne als Wolken genossen wir Spätzlipfanne mit Röstzwiebeln, dazu alkoholfreies Schüga. Auf der Abfahrt auf der Bergstrasse waren wir trotz des Schutzes des Bannwaldes froh um unsere Windstopper. An der verkehrsreichen Uznacherstrasse angekommen, rollten wir ein kurzes Stück bis Uetliburg SG, um dann rechts weg nach W zu fahren – vorbei an Kapelle und Kloster Berg Sion. Auffällig, an welch prominenten Lagen kirchliche Gebäude zu stehen pflegen. Wenig später die Fahrt durch das kleine Dorf Ernetschwil (mit der überdimensionalen Kirche) in Richtung N, um nach knapp zwei Kilometern Steigung die Rickenstrasse zu erreichen. Rassig nun die Abfahrt vorbei an der aussichtsreichen Waldegg über Betzikon nach St. Gallenkappel, wo sich für heute der Kreis schloss. Mittlerweile war der Sportanlass Geschichte und die Weiterfahrt über Eschenbach-Ermenswil nach Rüti ohne Behinderung. Den Baustellenbereich in Rüti umfuhren wir über Täusi-ARA-Rosenberg. Nach drei Stunden im Sattel zurück in Rüti – Apérozeit!

Fazit: Eine landschaftlich sehr lohnende Biketour, immer gut für eine Wiederholung.

Wetterverhältnisse:
Sonnig mit Wolken, relativ gute Fernsicht, trocken, schwacher Wind wechselnd W bis S, Temperatur 18 bis 20°

Ausrüstung:
e-Bike, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil

Parameter:
Tour-Datum: 7. Juni 2026
Schwierigkeit: Leicht, gut fahrbar
Strecke: 52.8 km: Rüti ZH (478 m) – Ermenswil (484 m) – Eschenbach (479 m) – St. Gallenkappel (562 m) – Rüeterswil (744 m) – Walde (836 m) – Oberricken (906 m) – Ricken (786 m) – P.805 – Bannwald – Alp Egg (1204 m) – gleiche Strecke zurück bis Uznacherstrasse P.805 – P.698 (Uetliburg) – Kloster Berg Sion (705 m) – Oberernetschwil (607 m) – Ernetschwil (576 m) – Rickenstrasse bei Gebertingen – Waldegg (648 m) – St. Gallenkappel (562 m) – Neuhaus (502 m) – Eschenbach (479 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 1270 m
Abstieg: ca. -1270 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:40 bis 16:30 Uhr