Windgällenhütte AACZ 2034 m

Napf oder Maderanertal war heute die Frage. Wir entschieden uns für die Panoramawanderung zur Windgällenhütte – bei prächtigem Wetter. Dass heute im Tal ein Festtag war, bemerkten wir erst am ziemlich gefüllten Parkplatz bei der Talstation der Luftseilbahn Golzern. In der kleinen Festhütte wurde gerade die Einweihung der neuen Seilbahn gefeiert. Und die Überraschung: heute Gratisfahrten den ganzen Tag! Danke herzlich den engagierten Genossenschaftern der Seilbahn (Normalpreis Berg- und Talfahrt für Erwachsene Fr. 17.00). Um halb zehn Uhr bestiegen wir die eine der beiden neuen 8er-Kabinen (ohne Wartezeit); die Höhendifferenz von 561 m dauerte wenige Fahrminuten. Nachdem wir die gute Fernsicht ein erstes Mal geniessen durften, ging es direkt zur Sache. Nach zweihundert flachen Metern in Richtung Golzerensee begann der ordentlich steile Aufstieg hoch nach Oberchäseren (520 m Aufstieg über 1.5 km). Erst über wunderbar blühende Blumenwiesen hoch bis Rösti, ab dort (noch) im Schatten des Bockistocks noch steiler hoch, der Pfad vom Regen der vergangenen Tage abgetrocknet. Nach einer Stunde und zwanzig Minuten war das Alpgebiet Oberchäseren erreicht. Vierhundert Höhenmeter im Stundenmittel – nicht schlecht für uns zwei Senioren. Selbstverständlich waren einige schneller unterwegs. Überhaupt überraschte uns heute, dass viele junge Leute unterwegs waren – cool! Auf der Alp angekommen, bot sich auf einem der Bankniederlassungen die Gelegenheit für eine Trinkpause und einen Ovo Break. Bald wird die Alp wohl bestossen, die Tiere dürfen sich freuen. Den etwas längeren, und anspruchsvollen Alpinweg (weiss-blau-weiss, T4-T5) über das Untere Furggeli wagten wir nicht. Später bestätigten zwei junge Frauen unsere Einschätzung, die wegen Schnee abgebrochen haben. Auf dem folgenden Kilometer querte der Pfad in leichtem Auf und Ab zur Ärgellegg. Sowohl das Panorama wie auch die vielen Bergblumen sorgten für Berggenuss erster Güte. Kurz vor den Alpgebäuden der Bernetsmatt nochmals ein Anstieg von zweihundert Höhenmetern, bis wir am Punkt 2036 angelangten. Nun wurde der Blick frei zur prominent stehenden Windgällenhütte. Während Doris den Normalweg zur Hütte wählte, lief ich über die wasserfreie Schwemmebene. Hier war sogar ein Basketball-Sportplatz eingerichtet. Nach drei Stunden Wanderzeit inkl. Pausen erreichten wir die gut besuchte Sonnenterrasse der Hütte. Inmitten des gutgelaunten Wandervolks genossen wir das formidable Hüttenpanorama, die ausgiebige Mittagspause und die sehr herzliche Bedienung des Hüttenteams. Nach etwas mehr als einer Stunde Abschied und Aufbruch. Vorerst nicht auf dem Hüttenweg zur Schissenegg hinunter, wählten wir den Umweg über die Alp Stäfel. So konnten wir die Sicht zum Hüfifirn länger geniessen. Bei Punkt 1899 hielten wir scharf rechts, um weiter nach W abzusteigen. Bei Punkt 1879 erreichten wir den Hüttenweg – anderthalb Kilometer Umweg, die sich lohnten. Der steile Abstieg bis zum Golzerensee hinunter – 450 Hm über teilweise hohe und felsige Tritte – verlangte dann nochmals volle Konzentration; jedenfalls zehrte er an unseren Kräften. Die Strecke ab Seewen über Hüseren bis zur Bergstation der Luftseilbahn schafften wir in einer Viertelstunde. Nach kurzer Wartezeit wurden wir (noch immer gratis…) ins Tal hinunter gegondelt – richtig erholsam!

Fazit:
Eine absolut lohnende Panoramarunde im beschaulichen Maderanertal mit einigen Höhenmetern.

Wetterverhältnisse:
Nach der Regenperiode der erste Sommertag, Temperatur bei ca. 19°. Wind ca. 15 km/h O.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 13. Juni 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 10.1 km: Egg, Bergstation der Luftseilbahn Golzern (1935 m) – P.1438 (Abbiegung in Richtung Oberchäseren) – Oberchäseren (1935 m) – Bläck – P.1926 – Bernetsmatt P.2007 – P.2036 – Windgällenhütte (2034 m) – Stäfel – P.1899 – P.1879 (Hüttenweg) – Schissenegg – P.1617 – P.1585 – Seewen (1423 m) – Hüseren – Golzern Bergstation (1935 m)
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 726 m
Abstieg: ca. -703 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 35 Min.
Tageszeit: 09:40 bis 16:30 Uhr