Avers Genusswanderung 2025

Nach 2024 bereits zum zweiten Mal wurde die originelle Avner Genusswanderung durchgeführt. Vom Gastgeber-Ehepaar Barbara und Hansueli vom Hotel Avers initiiert, fanden sich mehr als dreissig auswärtige Avers-Fans beim Start im Weiler Cröt am Eingang zum Madris ein. Begrüsst wurden wir von der Einheimischen Maria Knaus-Loi, welche uns auf der gesamten Wanderung begleitete und mit viel Wissenswertem versorgte. Bereits am Start vor dem Wohnsitz der Familie Paula und Bruno Loi kamen wir in den Genuss von köstlichen Spezialitäten. Und besonders herzig: die 94jährige Mutter Loi liess es sich nicht nehmen, uns persönlich zu begrüssen. Bis zum nächsten Stop waren es nur ein paar Schritte, zum ausserhalb an der Avnerstrasse gelegenen Gasthaus Walserstuba. Simon und Steffi verwöhnten uns mit weiteren Leckereien. Nach diesem verheissungsvollen Start setze sich die grosse Geniesser-Schar in Bewegung, erst zurück nach Cröt, dann nach dem Schulhaus über die Brücke über den Averser Rhein, auf der alten Averser Strasse hoch zum Cheirli. Auf dem steilem Wanderweg kamen wir erstmals ins Keuchen; aber bereits im Letziwold, oberhalb Lezibrücke folgte die nächste Verpflegungspause. Von einheimischen Bäuerinnen von den Höfen Madris bis Juf dargebotene Produkte wie Kräutertee, Arven-Sirup, Kräutersalze, Alpkäse, Salsize, dazu frisch zubereitete warme Spezialitäten aus Barbara’s Küche. Endgültig gestärkt, brachen wir auf zum heute längsten Abschnitt: dreieineinhalb Kilometer und einige dutzend Meter Auf- und Abstieg durch den Letziwold und später den Capettawold, auf der linken Talseite des Averser Rheins. Plötzlich wurde der Blick frei zum gegenüber liegenden Weiler Cresta. Dort war die nächste Verpflegungspause angesagt. Aber bis es so weit war, hatten wir den steilen Abstieg zum Wildwasser und den Gang über die wacklige Hängebrücke zu bewältigen. Jetzt noch der knackige Gegenaufstieg zur knapp hundert Meter höherstehenden Edelweisskirche. Bis die letzten oben ankamen, war die aufgestellte Bar schon beinahe trocken gelegt – die warme Heusuppe schmeckte ebenso vorzüglich, wie der dazu gereichte Weisse. Die etwas ausserhalb von Cresta gelegene reformierten Kirche (auch gebräuchlich Edelweisskirche genannt) lohnt einen Besuch sehr. Nach ausführlichen Informationen aus erster Hand (Maria Knaus-Loi, Viamala Tourismus) krönte Hansueli unseren Besuch mit einem stimmungsvollen Dudelsack-Konzert. Anschliessend der Gang über den Chilawäg ins Ortszentrum. Im Hotel Capetta kamen wir in den Genuss einer weiteren Köstlichkeit, einem Fischgang vom Feinsten, natürlich aus Barbara’s Küche, dazu ein feiner Weisser aus der Herrschaft. Der Marsch zum wenige Meter tiefer gelegenen Weiler Pürd dauerte je nach Gangart ungefähr eine Viertelstunde. Am Dorfeingang wurden wir schon erwartet: auf dem Hof der sympathischen Familie Sandra und Simon Höllrigl mit ihren vier Mädchen durften wir die hofeigenen Produkte kosten (Brot, Alpkäse, Salsize, Trockenfleisch). Übrigens: Schlafen im Stroh ist hier auch möglich. Morgen, auf der Heimfahrt werden wir den 7/24 geöffneten Hofladen noch besuchen… Der nächste Etappenort lag nur gerade eine weitere Viertelstunde weiter, direkt an und auf der (wenig befahrenen) Strasse im Weiler Am Bach. Dort erwarteten uns Nina und Kasimir Schuler. Die junge Familie mit ihren vier Kindern zählen zu den Tausendsassas unter den Avner Landwirten. Als Bergführer liebt Kasimir nicht nur die Berge, sondern fühlt sich als Züchter von Rindern, Gotland Schafen und Yaks so ziemlich wohl im Avers. Zum Essen wurde ein Kartoffel-Gemüse-Gratin mit heisser Wurst gereicht – unglaublich lecker! Zum Glück waren auf der letzten Etappe von ca. anderthalb Kilometern «nur» gerade hundert Höhenmeter zu bewältigen. Mittlerweile war das Wanderfeld wieder ziemlich geschlossen unterwegs. Kurz vor 18 Uhr erreichten wir das Ziel östlich von Juppa, und das damit verbundene Finale: feinste Desserts auf der sonnigen Terrasse des Hotels Avers. Wir waren uns alle einig: das war ein grossartiger und erlebnisreicher Genuss- und Wandertag! Dem ganzen Team mit Barbara, Hansueli, René, Svea, Ana, Maria ein dickes Kompliment und ein herzliches Dankeschön für diese unvergessliche Stunden.

Fazit:
Tatsächlich eine grossartige Genusswanderung: Avner Gastgeber aus Bauern- und Gastrobetriebe stellten sich während eines ganzen Tages vor und boten kalte oder warme Spezialitäten. Start in Cröt und Finale in Juppa. Acht Stationen mit regionalem Essen, Gemüse, Käse, Fleisch und Fisch, dazu Getränke-Begleitung wie Quellwasser, Bier, Wein, Schorlen und regionalen Schnäpsen.

Wetterverhältnisse:
Sonniges Herbstwetter mit leichter Bewölkung, 10 bis 20°, praktisch windstill

Parameter:
Tour-Datum: 7. September 2025
Schwierigkeit: T2
Hinfahrt: Postauto-Fahrt ab Avers Rufana bis Avers Cröt
Strecke: 9.8 km: Cröt (1717 m) – Gasthaus Walserstuba – Cheirli (1779 m) – Letziwold, oberhalb Lezibrücke – P,1986 und P.1953 – Capettawold P.1928 – Hängebrücke über den Averser Rhein – Edelweisskirche Cresta – Chilawäg – Hotel Capetta, Cresta (1960 m) – Maleggabach (1939 m) – Hof Familie Höllrigl, Pürd (1921 m) – Hof Famile Schuler, Am Bach (1921 m) – Juppa (2003 m) – Rufana, Hotel Avers (2028 m)
Aufstieg: ca. 504 m
Abstieg: ca. -199 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 15 Min.
Tageszeit: 11:00 bis 18:00 Uhr

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