Bike-Ausfahrt über Oberricken zur Alp Egg

Dass heute der Tag des Ironman 70.3 Switzerland war, bekamen wir erst ab Ermenswil zu spüren. Ab dort war die geplante Strecke durch das malerische Tälchen des Lattenbachs über Lütschbach-Diemberg gesperrt; folglich konnten wir auch nicht über Goldingen-Hintermüli nach Rüeterswil gelangen. Nach dem Baustellenchaos in Rüti konnten wir also unsere Improvisationstalente ausleben. Bis Eschenbach nutzten wir den Veloweg, um die an uns vorbei rauschenden TriathletInnen nicht zu stören. Viele Zurufe von Zuschauern – nicht nur für die SportlerInnen (wie wir annahmen…). Ab Dorfmitte von Eschenbach suchten wir eine Durchfahrtmöglichkeit durch EFH-Quartiere, um über Neuhaus St. Gallenkappel zu erreichen. Erst dort fanden wir uns wieder zurecht und fuhren nach Rüeterswil hoch. Jetzt wieder auf der geplanten Strecke über Walde hoch zum Übergang Oberricken, wo sich die Sicht ins Toggenburg öffnete. Ab hier die kurze, aber schattenbedingt ziemlich kühle Abfahrt nach Ricken hinunter. Den Sonntagsverkehr durchschlängelten wir, um in Richtung Uznach zu fahren. Am schönen Riet Durschlagen vorbei, bogen wir beim Parkplatz Hinder Bildhus ab, um die Bergstrecke (400 Hm) zur Alp Egg hochzufahren. Unterwegs durften wir manuelle Fertigkeit beweisen im Einfädeln der Kette an Doris’ Bike – dank Latexhandschuhe gabs nicht mal schwarze Hände. Bei der Alp Egg angekommen, erkannten wir, dass die Strecke hoch (und zurück) zum Regelstein mit einem Weidezaum neu mit Drehkreuz «ausgestattet» war. Auf die «Übung», unsere e-Bikes auf den Hinterrädern durchzuschleusen, verzichteten wir – nicht zuletzt auch deshalb, weil wir allenfalls weidenden Tieren nicht in die Quere kommen wollten. Die holprige Unterlage über Kuhfladen hoch zum Stein kennen wir schon – Kampfbiker nennen sowas Single Trail.

Lange Rede kurzer Sinn: direkt ab in die Gartenwirtschaft der Alp Egg. Bei mittlerweile mehr Sonne als Wolken genossen wir Spätzlipfanne mit Röstzwiebeln, dazu alkoholfreies Schüga. Auf der Abfahrt auf der Bergstrasse waren wir trotz des Schutzes des Bannwaldes froh um unsere Windstopper. An der verkehrsreichen Uznacherstrasse angekommen, rollten wir ein kurzes Stück bis Uetliburg SG, um dann rechts weg nach W zu fahren – vorbei an Kapelle und Kloster Berg Sion. Auffällig, an welch prominenten Lagen kirchliche Gebäude zu stehen pflegen. Wenig später die Fahrt durch das kleine Dorf Ernetschwil (mit der überdimensionalen Kirche) in Richtung N, um nach knapp zwei Kilometern Steigung die Rickenstrasse zu erreichen. Rassig nun die Abfahrt vorbei an der aussichtsreichen Waldegg über Betzikon nach St. Gallenkappel, wo sich für heute der Kreis schloss. Mittlerweile war der Sportanlass Geschichte und die Weiterfahrt über Eschenbach-Ermenswil nach Rüti ohne Behinderung. Den Baustellenbereich in Rüti umfuhren wir über Täusi-ARA-Rosenberg. Nach drei Stunden im Sattel zurück in Rüti – Apérozeit!

Fazit: Eine landschaftlich sehr lohnende Biketour, immer gut für eine Wiederholung.

Wetterverhältnisse:
Sonnig mit Wolken, relativ gute Fernsicht, trocken, schwacher Wind wechselnd W bis S, Temperatur 18 bis 20°

Ausrüstung:
e-Bike, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil

Parameter:
Tour-Datum: 7. Juni 2026
Schwierigkeit: Leicht, gut fahrbar
Strecke: 52.8 km: Rüti ZH (478 m) – Ermenswil (484 m) – Eschenbach (479 m) – St. Gallenkappel (562 m) – Rüeterswil (744 m) – Walde (836 m) – Oberricken (906 m) – Ricken (786 m) – P.805 – Bannwald – Alp Egg (1204 m) – gleiche Strecke zurück bis Uznacherstrasse P.805 – P.698 (Uetliburg) – Kloster Berg Sion (705 m) – Oberernetschwil (607 m) – Ernetschwil (576 m) – Rickenstrasse bei Gebertingen – Waldegg (648 m) – St. Gallenkappel (562 m) – Neuhaus (502 m) – Eschenbach (479 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 1270 m
Abstieg: ca. -1270 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:40 bis 16:30 Uhr

Schreibe einen Kommentar