Heute Freitag war Doris am Klassentreffen – also galt es diesen Tag solo zu nutzen. Eine Biketour ab Haustür ins Wengital lohnt sich immer – letztmals 2021. Das kleine Tälchen kann erreicht werden ab Rieden SG oder etwas steil ansteigender ab Steinenbrücke im Gaster. Es hat eine Länge von ca. 6 km und erstreckt sich vom Steinenbachtobel bis an den Nordfuss des Nagelfluhbergs Speer. Der Wängibach sammelt sein Wasser an den schroffen Flanken des Chüemettlers, Grappehorns und des Speers. Die zuhinderst im Tälchen bestossenen Alpen liegen zwischen 1570 und 1400 m.ü.M. Der hinterste, mit Fahrzeugen legal erreichbare Punkt, ist der Parkplatz in Mittelwengi (1155 m); von dort beginnen die Aufstiege auf die erwähnten Gipfel (Alpines Bergwandern T4-T5). Mein Ziel heute liegt ca. 60 Hm tiefer, ca. 700 m vor Mittelwengi – die Bergwirtschaft Vorderwängi. Je nach Massstab der Landeskarte ist die Schreibweise Wängi oder Wengi – alles klar?
Start in Rüti. An der ARA vorbei über Wydenchlösterli nahe an der A15 vorbei zur Chüeweid – der „Weg“ dorthin ist schmal und es hat eine Treppe mit vierzehn Tritten, die nicht fahrbar ist. Wenige Meter später wird die A15 unterquert und es folgte nochmals eine steile Treppe. Dann über die hier noch schmale Jona, die Wende nach O und durch den Wald Oberes Asp bis Ermenswil. Auf dem Velofahrstreifen den Chälenstich hinauf, nach der Abfahrt rollte ich in Eschenbach SG ein. Das Dorf durchquerend, erreichte ich nach etwa 2 km Neuhaus SG. Über den Kapellweg, vorbei an der schön renovierten Kapelle, erreichte ich den parallel zur Uznacherstrasse verlaufenden Veloweg. Genau bei Beginn der Ein-/Ausfahrt A15 überquerte ich die Strasse, um durch das Industriegebiet Hinterwis und bald auf die Alte Uznabergstrasse abzubiegen. Vorbei am altehrwürdigen (stillgelegten) Gasthof zur Felsenburg zum Ortsteil Uznaberg, 70 Hm unter mir die aus dem Uznabergtunnel führende A15. Eingangs Uznach am Kunsthof vorbei, auf dessen Dach viele Storchennester liegen. Uznach durchquerend, fahre ich in Richtung Kaltbrunn, dem Steinenbach entlang. Kurz vor Kaltbrunn führte die Fahrt über einen sehr schmalen Pfad. War die Fahrt bis jetzt relativ flach, änderte sich das beim Weiler Steinenbrücke (Strasse in Richtung Schänis). Unmittelbar nach der Brücke bei Punkt 450 über den Steinenbach nach links abgebogen und den Ortsteil bergwärts fahrend verlassen. Jetzt folgte der Anstieg, über ein paar Serpentinen war rasch Höhe und Aussicht gewonnen. Nach Kühneberg (713 m) – oberhalb des Steinenbachtobels – macht die Strasse einen grossen Rechtsbogen. Rechts der Blick zum Speer und zur schön gelegenen Bruder Klaus Kapelle Altwies. Kurz nach Punkt 884 wechselte die Unterlage von Asphalt auf Natur. Links das Bachmannsbergtobel, welches ich auf der Rückfahrt befahren werde, fuhr ich auf der Wengistrasse weiter. An Punkt 915, der Verzweigung nach Rieden, geradeaus durch den Steineggwald, dann über die Wengibrücke, ein Holzbau (969 m). Jetzt noch zwei Kehren, und Vorderwängi war erreicht. Zum Glück ist der Alpabtrieb erst in einer Woche… Pünktlich zur Mittagszeit die Einkehr in die gemütliche Stube – draussen war es trotz Sonnenschein etwas kühl. Ausser zwei Älplern keine Gäste. WKS und Linzertorte schmeckten ausgezeichnet, die kommunikative Wirtin war sehr freundlich. Nach dieser Stärkung folgte die Abfahrt, warm anziehen war das Gebot. Beim Punkt 915 bog ich ab um über den Wängibach – also ennet des Bachmannsbergtobels – über die Schännerwitistrasse nach Bachmannsberg zu fahren; ab hier wäre auch die Tanzbodenalp zu erreichen (heute nicht). Im Dorf Rieden SG mit seiner übergrossen Kathedrale scharf rechts, um auf der wenig befahrenen Strasse nach Gommiswald hinunterzufahren – ein Stopp für den Genuss der tollen Aussicht (Gaster, Obersee). Wenig oberhalb der auch hier markanten Dorfkirche verliess ich die Rickenstrasse nach links in Richtung Ernetschwil, dort in der Dorfmitte links haltend den Klosterwald nördlich umfahrend, vorbei am Altbad. Im Wald (Brand) beim Lindenplatz (P.565) geradeaus – rechts das Ranzachtobel – durch den Burgerwald, vorbei am Fabrikweiher (489 m). Nach ein paar steil abfallenden Kurven war die stark befahrene Zürcherstrasse erreicht. Nach wenigen Metern (durch die Baustelle!) fand ich den gut versteckten Durchgang ins Aabachtobel – über eine sehr schmale, Fussgängern vorbehaltene, Brücke. Das etwa anderthalb Kilometer lange Tobel ist schmal, aber gut zu befahren (S0-S1); ein abgebrochener Ast, ein Steinbrocken, eine XL-Brücke, dann einige bewurzelte Anstiege – alles gut gegangen. Unterhalb Neuhaus dann noch ein Viehtrieb – der Bauer hatte alle Mühe, die Herde zu lenken. Ein Tier leckte sogar am gelben Wanderwegweiser… Im Zentrum von Neuhaus angekommen, fuhr ich nach N hoch zur Siessenhöchi und weiter nach Bürg. Jetzt die Panoramafahrt nach W bis Fätzikon – schön der Blick zurück zu Speer, Chüemettler, Federispitz. Statt nach Eschenbach hinunterzufahren, nahm ich den steilen Aufstiegzum Eggwald, durch diesen dann ins Tälchen des Lattenbachs hinunter nach Lütschbach. Beinahe schnurgerade die Rollerstrecke nach Ermenswil, dann in Richtung Rüti, das ich über Täusi und Steinacher erreichte. Zum Schluss Staunen über die anständig vielen zurückgelegten Höhenmeter…
Fazit:
Eine mittellange Bikefahrt, bei relativ sportlicher Fahrweise mit befriedigendem Fitnessfaktor.
Wetterverhältnisse:
Leicht bedeckt, sonnig, Wind NW 7-10 km/h, ca. 7 bis 14°
Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial Schweiz Mobil/Komoot
Parameter:
Tour-Datum: 11. September 2026
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, mehrheitlich auf befestigten Strassen und Wegen unterwegs; einige kurze Trails S0-S1
Strecke: 63.3 km: Rüti ZH (478 m) – Wydenschlösterli – Chüeweid – A15 – Jonabrücke – Oberes Asp – Ermenswil (480 m) – Chälenstich – Eschenbach (479 m) – Neuhaus (502 m) – Industrie Hinterwis (489 m) – Uznaberg (499 m) – Uznach (410 m) – Steinenbach – Kaltbrunn (440 m) – Steinenbrücke (450 m) – Vorder Sommerig (616 m) – Kühneberg (714 m) – Berggarten (775 m) – P.915 – Wengibrugg (968 m) – Vorderwengi (1086 m) – Wengibrugg – Verzweigung bei P.915 – Bachmannsberg (P.885) – Steinenbach (847 m) – Mülibächli – Rieden (717 m) – Gommiswald (583 m) – Ernetschwil (576 m) – Altbad (574 m) – Lindenplatz (P.565) – Burgerwald – Fabrikweiher (489 m) – P.420 (Kreisel Uznach) – Aabachtobel (424 m) – Neuhaus – Siessenhöchi – Bürg – Fätzikon – Gibelsriet (573 m) – Eggwald – Lütschbach – Ermenswil – Täusi (491 m) – Rüti
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 1360 m
Abstieg: ca. -1360 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 20 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 55 Min.
Tageszeit: 10:10 bis 14:30 Uhr


























