Bike-Tour Val Müstair – Laatscher Alm 2041 m

Einmal im Jahr muss das sein: der Besuch der zuhinterst im Arundatal auf 2041 m.ü.M. gelegenen Laatscher Alm. Wir (Jörg, Doris, Ruedi) starteten direkt ab Haustüre. In Müstair gesellte sich Victor dazu, und beim Sportplatz in Laatsch erwartete uns Mario. Für die Fahrt durch das untere Val Müstair wählten wir die Schattenseite. Über Sta. Maria Val Müstair die zügige Fahrt nach Müstair. Das Klosterdorf umfuhren wir östlich, um beim Schulhaus Victor zu treffen. Nun dem Rom entlang zur Landesgrenze bei Puntweil, südlich von Taufers. Der Radweg nach Rifair ist mittlerweile erneuert – beinahe eine Autobahn, mit Mittelstreifen(!). Ab Rifair drei Kilometer auf Naturbelag entlang dem Rambach (so heisst der Rom ab Landesgrenze) durch die reizvolle Enge der Calva zur Calvenbrücke hinunter (-140 Hm). Die stark befahrene Hauptstrasse mussten wir zum Glück nicht befahren. Kurz vor Laatsch, beim Sportplatz, erwartete uns Mario. In der Ortsmitte von Laatsch folgten wir der Etsch entlang auf dem Radweg leicht ansteigend über Schleis nach Burgeis – vier Kilometer und etwas mehr als zweihundert Höhenmeter. Kafipause in der Ortsmitte von Burgeis. Danach verliessen wir die Radroute (nach Reschen), um ins Schlinigtal einzubiegen. Am imposanten Benediktiner-Kloster Marienberg vorbei verpassten einige von uns den unscheinbaren Abzweiger bei der Kapelle St. Stephan; nach kurzer Rückfahrt waren wir wieder vereinigt. Für die nächsten drei Kilometer folgten wir dem wunderschön verlaufenden Stundenweg – ein Trail der Sonderklasse. Hundert Meter Aufstieg, Sonne und Schatten lösten sich ab, zwischendurch der Durchblick in den Vinschgau und zum gegenüberliegenden Polsterhof. Bei der Säge führte eine Brücke über den Metzbach. Nach einer kurzen Steilstufe erreichten wir die Forststrasse, auf welcher wir das Schlinigtal verliessen und den steiler werdenden Aufstieg ins wunderschöne und wilde Arundatal vor uns hatten. Auf den folgenden 5.4 km bis zur Alm waren etwa 560 Hm zu bewältigen. Langgezogenen Forststrassen folgten einige Serpentinen, das Tälchen wurde enger. Ganz schön holprig, also nahmen wir es gemütlich. Ein kleines Missgeschick Doris’ kam dazu: ein herunterfallendes Stofftüchlein verwickelte sich in der Kurbel und blockierte diese und damit den Antrieb. Nach ein paar Minuten (Victorinox-Taschenmesser sei Dank!) die Weiterfahrt. Auf etwa 1800 m Höhe flachte das Gelände merklich ab, die Fahrt entlang dem Arundabach einmalig malerisch! Bald erblickten wir links die ca. 150 m höher gelegen Almhütte – heute beflaggt! Nach dem Brücklein über den Bach folgte der Spurt hoch. Um halb eins erreichten wir die sehr schön gelegene und gut besuchte Laatscher Alm. Auf der kleinen Speisekarte fand jeder etwas Leckeres, Forst-Bier oder ein Gläschen Vernatsch dazu. Bei dieser Gelegenheit beschwerten wir unsere Rücksäcke mit Alpkäse – in der Hoffnung, dass daraus kein Raclette würde. Nach dieser Mittagspause folgte die Abfahrt auf der sehr holprigen Alpstrasse durch das Arundatal und später durch das Schlingtal nach Schleis hinunter – eintausend Meter Höhendifferenz! Ab dort dann zwei km rassige Abfahrt auf dem Radweg nach Laatsch. In der Ortsmitte die Einkehr in der Bar MeVio – halb drei Uhr, Zeit für Gelati. Nach dieser Pause waren wir bereit für den Schlussteil, etwa 450 Höhenmeter Anstieg über 15 km zurück ins Val Müstair. Nach der Durchfahrt Laatsch flach zur Calvenbrücke – kurz zuvor Abschied von Mario, der sein Bike aufladen durfte. Nun folgte der Aufstieg dem Rambach entlang bis Rifair und weiter hoch bis zur Landesgrenze bei Puntweil. Ein kurzer Trail, der uns nicht zum Schwitzen brachte. Beim Schulhaus Müstair Abschied von Victor, dann vorbei am Camping Muglin und dem Rom entlang nach Sta. Maria Val Müstair; bei gefühlten 30° kein vollkommener Genuss. Jedenfalls schmolzen unsere „Eisreserven“ aufgrund der erhöhten Betriebstemperatur weg, ähnlich dem sich weiter oben auflösenden Permafrost. Und zum Schluss noch die Erkenntnis, dass der Käse die Hitze gut überstanden hat. Valchava erreichten wir um 16 Uhr. Unseren sportlichen Begleitern Jörg, Mario und Victor ein herzliches grazia fich für den tollen Tag!

Fazit:
Eine hochsommerliche Bikeausfahrt vom Feinsten!

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig, wenige Wolken, 18 bis 24°, Wind 5 bis 10 km/h O

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 8. August 2026
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 22%, kurze Abschnitte Singletrails S0 bis S1
Strecke: 59.8 km: Valchava (1426 m) – Sta. Maria (1376 m) – Sielva – Rombrücke (1284 m) – Müstair (1238 m) – Puntweil, Landesgrenze (1220 m) – Rifair (1106 m) – dem Rom entlang bis zur Calvenbrücke (967 m) – Sportplatz Laatsch (956 m) – Laatsch (967 m) – Etschbrücke – Etschradweg – Schleis (1058 m) – Burgeis (1203 m) – Benediktiner-Kloster Marienberg (1333 m) – Kapelle St. Stephan (1335 m) – Stundenweg bis Säge (1476 m) – Metzbach – Arundatal, P.1786 – P.1880 – Brücke über den Arundabach bei P.1982 – Laatscher Alm (2041 m) – Rückfahrt Arundatal bis Schleis – ab hier bis Müstair analog Hinfahrt bis Laatsch – Calvenbrücke – Rambach-Weg – Rifair – Landesgrenze Puntweil (1220 m) – Müstair, Camping Muglin (1248 m) –  Via Surom bis Schiessanlage (1290 m) – Sielva (1356 m) – Sta. Maria Val Müstair – Valchava

Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 1640 m
Abstieg: ca. -1640 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 05 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 16:00 Uhr

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