Kategoriearchiv: Italien

Bike-Tour Val Müstair – Laatscher Alm 2041 m

Einmal im Jahr muss das sein: der Besuch der zuhinterst im Arundatal auf 2041 m.ü.M. gelegenen Laatscher Alm. Wir (Jörg, Doris, Ruedi) starteten direkt ab Haustüre. In Müstair gesellte sich Victor dazu, und beim Sportplatz in Laatsch erwartete uns Mario. Für die Fahrt durch das untere Val Müstair wählten wir die Schattenseite. Über Sta. Maria Val Müstair die zügige Fahrt nach Müstair. Das Klosterdorf umfuhren wir östlich, um beim Schulhaus Victor zu treffen. Nun dem Rom entlang zur Landesgrenze bei Puntweil, südlich von Taufers. Der Radweg nach Rifair ist mittlerweile erneuert – beinahe eine Autobahn, mit Mittelstreifen(!). Ab Rifair drei Kilometer auf Naturbelag entlang dem Rambach (so heisst der Rom ab Landesgrenze) durch die reizvolle Enge der Calva zur Calvenbrücke hinunter (-140 Hm). Die stark befahrene Hauptstrasse mussten wir zum Glück nicht befahren. Kurz vor Laatsch, beim Sportplatz, erwartete uns Mario. In der Ortsmitte von Laatsch folgten wir der Etsch entlang auf dem Radweg leicht ansteigend über Schleis nach Burgeis – vier Kilometer und etwas mehr als zweihundert Höhenmeter. Kafipause in der Ortsmitte von Burgeis. Danach verliessen wir die Radroute (nach Reschen), um ins Schlinigtal einzubiegen. Am imposanten Benediktiner-Kloster Marienberg vorbei verpassten einige von uns den unscheinbaren Abzweiger bei der Kapelle St. Stephan; nach kurzer Rückfahrt waren wir wieder vereinigt. Für die nächsten drei Kilometer folgten wir dem wunderschön verlaufenden Stundenweg – ein Trail der Sonderklasse. Hundert Meter Aufstieg, Sonne und Schatten lösten sich ab, zwischendurch der Durchblick in den Vinschgau und zum gegenüberliegenden Polsterhof. Bei der Säge führte eine Brücke über den Metzbach. Nach einer kurzen Steilstufe erreichten wir die Forststrasse, auf welcher wir das Schlinigtal verliessen und den steiler werdenden Aufstieg ins wunderschöne und wilde Arundatal vor uns hatten. Auf den folgenden 5.4 km bis zur Alm waren etwa 560 Hm zu bewältigen. Langgezogenen Forststrassen folgten einige Serpentinen, das Tälchen wurde enger. Ganz schön holprig, also nahmen wir es gemütlich. Ein kleines Missgeschick Doris’ kam dazu: ein herunterfallendes Stofftüchlein verwickelte sich in der Kurbel und blockierte diese und damit den Antrieb. Nach ein paar Minuten (Victorinox-Taschenmesser sei Dank!) die Weiterfahrt. Auf etwa 1800 m Höhe flachte das Gelände merklich ab, die Fahrt entlang dem Arundabach einmalig malerisch! Bald erblickten wir links die ca. 150 m höher gelegen Almhütte – heute beflaggt! Nach dem Brücklein über den Bach folgte der Spurt hoch. Um halb eins erreichten wir die sehr schön gelegene und gut besuchte Laatscher Alm. Auf der kleinen Speisekarte fand jeder etwas Leckeres, Forst-Bier oder ein Gläschen Vernatsch dazu. Bei dieser Gelegenheit beschwerten wir unsere Rücksäcke mit Alpkäse – in der Hoffnung, dass daraus kein Raclette würde. Nach dieser Mittagspause folgte die Abfahrt auf der sehr holprigen Alpstrasse durch das Arundatal und später durch das Schlingtal nach Schleis hinunter – eintausend Meter Höhendifferenz! Ab dort dann zwei km rassige Abfahrt auf dem Radweg nach Laatsch. In der Ortsmitte die Einkehr in der Bar MeVio – halb drei Uhr, Zeit für Gelati. Nach dieser Pause waren wir bereit für den Schlussteil, etwa 450 Höhenmeter Anstieg über 15 km zurück ins Val Müstair. Nach der Durchfahrt Laatsch flach zur Calvenbrücke – kurz zuvor Abschied von Mario, der sein Bike aufladen durfte. Nun folgte der Aufstieg dem Rambach entlang bis Rifair und weiter hoch bis zur Landesgrenze bei Puntweil. Ein kurzer Trail, der uns nicht zum Schwitzen brachte. Beim Schulhaus Müstair Abschied von Victor, dann vorbei am Camping Muglin und dem Rom entlang nach Sta. Maria Val Müstair; bei gefühlten 30° kein vollkommener Genuss. Jedenfalls schmolzen unsere „Eisreserven“ aufgrund der erhöhten Betriebstemperatur weg, ähnlich dem sich weiter oben auflösenden Permafrost. Und zum Schluss noch die Erkenntnis, dass der Käse die Hitze gut überstanden hat. Valchava erreichten wir um 16 Uhr. Unseren sportlichen Begleitern Jörg, Mario und Victor ein herzliches grazia fich für den tollen Tag!

Fazit:
Eine hochsommerliche Bikeausfahrt vom Feinsten!

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig, wenige Wolken, 18 bis 24°, Wind 5 bis 10 km/h O

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 8. August 2026
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 22%, kurze Abschnitte Singletrails S0 bis S1
Strecke: 59.8 km: Valchava (1426 m) – Sta. Maria (1376 m) – Sielva – Rombrücke (1284 m) – Müstair (1238 m) – Puntweil, Landesgrenze (1220 m) – Rifair (1106 m) – dem Rom entlang bis zur Calvenbrücke (967 m) – Sportplatz Laatsch (956 m) – Laatsch (967 m) – Etschbrücke – Etschradweg – Schleis (1058 m) – Burgeis (1203 m) – Benediktiner-Kloster Marienberg (1333 m) – Kapelle St. Stephan (1335 m) – Stundenweg bis Säge (1476 m) – Metzbach – Arundatal, P.1786 – P.1880 – Brücke über den Arundabach bei P.1982 – Laatscher Alm (2041 m) – Rückfahrt Arundatal bis Schleis – ab hier bis Müstair analog Hinfahrt bis Laatsch – Calvenbrücke – Rambach-Weg – Rifair – Landesgrenze Puntweil (1220 m) – Müstair, Camping Muglin (1248 m) –  Via Surom bis Schiessanlage (1290 m) – Sielva (1356 m) – Sta. Maria Val Müstair – Valchava

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Aufstieg: ca. 1640 m
Abstieg: ca. -1640 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 05 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 16:00 Uhr

Haider Alm 2155 m – Seeköpfl 2635 m – Seebodenspitze 2859 m

Es ist nicht etwa so, dass uns die Wanderziele im Val Müstair ausgegangen sind; im nahen Vinschgau allerdings gibt es gleichwertige Wanderungen. Heute ging es mal auf einen der höheren Gipfel im oberen Vinschgau. Nach einer halbstündigen Fahrt nach St. Valentin auf der Haide liessen wir uns in einer Gondel der Haideralmbahn auf 2155 m.ü.M. hoch fahren – so vernichteten wir elegant 680 Höhenmeter, Berg- und Talfahrt kosteten € 27.50. Und noch wichtiger: das Thermometer zeigte zu Beginn mit 20° C deutlich angenehmere Verhältnisse. Daran änderte sich heute wenig, zumal wir bis 2859 m.ü.M. aufsteigen wollten. Von der Bergstation auf der Haider Alm aus starteten wir auf dem WW Nr. 16 gut markiert in südwestlicher Richtung Grüner See. Nach ca. anderthalb Stunden erreichten wir bei 2475 den etwa 30 m höher liegenden Aussichtspunkt. Eindrücklich die Rundsicht! Sitzbänke und Tisch motivierten uns zu einer Trink- und Verpflegungspause. Bald wurden wir von gwundrigem Vieh besucht und verdrängt (siehe Bilder). Ab hier begann der steiler und felsiger werdende Aufstieg zum ersten Gipfel, dem 150 m höherstehenden Seeköpfl. Unterwegs verweilten wir, um den Vorbeiflug eines Bartgeiers zu geniessen. Eine halbe Stunde später standen wir beim bescheidenen, gebastelt wirkenden Gipfelkreuz. Toll die Übersicht, Haider Alm, Obervinschgau und seine Seen. Auf einem nach Westen führenden Pfad stiegen wir vorerst wenig steil auf – vorbei an der Verzweigung zum Direktabstieg zur Haider Alm hinunter (WW Nr. 16). Vor uns der nicht ausgesetzte, aber ausgeprägte Grat, der geradewegs in Richtung Seebodenspitze hochführte. Noch ca. 250 Höhenmeter waren zu bewältigen. Nach felsigen Tritten folgte der weitere Aufstieg über grobe Blocks – Misstritte verboten. Nach der Querung eines letztes Blockfeldes folgte der etwas mühsame Steilaufstieg auf rutschigem Geröll. Kurz vor dem Gipfel eine angenehm zu begehende Querung, dann der Steilaufstieg – nach zweieinhalb Stunden berührten wir das überdimensionale Gipfelkreuz der Seebodenspitze. Ziemlich viele Berggänger hier oben. Die 360°-Sicht war vom Feinsten: im Süden die Ortler-Alpen, im Westen die nahen und fernen Bündner Alpen, im Norden die Grenzgipfel in Richtung Tirol, im Osten Tal und Berge im Obervinschgau. Wer auf einem solchen Gipfel stehen darf, wird definitiv belohnt für die Mühen des Aufstiegs. Zwei nicht mehr ganz junge Wanderfrauen löcherten uns betreffend der Bestimmung der Gipfel; dabei stellte sich heraus, dass sie beinahe alles schon kannten. Der schonende Wind erlaubte uns eine ausgiebige Gipfelrast. Nachdem sich der Gipfel langsam entvölkert hatte, kamen wir in den Genuss einer Gipfelfoti – dank Kräuterfrau Gudrun aus Saas. Im Abstieg hatten wir erst die bereits im Aufstieg unangenehm rutschige und steile Halde zu begehen. Am unteren Ende bei P. 2768 bogen wir ab, um über Blocks zu queren und auf dem WW Nr. 10 das geologisch interessante Gebiet Schwarzer Kofel zu durchwandern. Am Verzweigungspunkt 2574 (kürzere Abstiegsvariante Kälberstall-Haider Alm) vorbei, erreichten wir bald einmal die sehr fotogenen Drei Seen. Ab hier bis zur Haider Alm noch 50 Minuten. Bei Roter Eck (P.2301) vereinte sich unser Weg mit dem Abstiegspfad von der Elferspitz und wenige Meter danach mit WW Nr. 14, auf welcher die Höhenwanderung von Schöneben zur Haider Alm verläuft. Jetzt wurde die Unterlage deutlich ruhiger und bequemer begehbar. Klar, hier trampeln die Massen durch, welche die Höhenwanderung machen. Nach zehn Minuten landeten wir auf der Haider Alm – die Runde schloss sich. Der Rest ist rasch erzählt: Talfahrt nach St. Valentin auf der Haide hinunter, wo wir uns an der Talstation einen kühlenden Abschluss-Drink gönnten – bei 30°… Bei dieser Gelegenheit grüssen wir die armen Hitzegeplagten im Unterland.

Fazit:
Eine im oberen Teil recht alpine Bergtour im Obervinschgau auf einen offensichtlich beliebten Gipfel.

Wetterverhältnisse:
Blau blau blau, wolkenlos, ca. bis 20° (im Tal 32°), Wind stellenweise bis 10 bis 30 km/h NW-SW

Hilfsmittel:
Stöcke, feste Bergschuhe, Kartenmaterial, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 30. Juli 2026
Anforderung: T3
Strecke: 9 km, Haider Alm (2155 m), WW Nr. 16 – P.2320 – Grüner See, P.2475 – Seeköpfl (2635 m) – P.2625 (Verzweigung) – Grat Aufstieg zur Seebodenspitze (2859 m) – Verzweigung P.2768, WW Nr. 10 – Verzweigung P.2574, WW Nr. 10A – Drei Seen (2491 m) – Roter Eck, P.2301, WW Nr. 9-14 – Haider Alm
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Aufstieg: ca. 710 m
Abstieg: ca. -700 m
Laufzeit mit Pausen: ca. 5 Std. 30 Min.
Laufzeit ohne Pausen: ca. 3 Std. 40 Min.
Tageszeit: 10:30 bis 16:00 Uhr

Biketour zur Stilfser Alm 2077 m

Heute, an diesem ersten Hitzetag (vierte Hitzewelle in diesem Sommer…) gabs eine Fahrt zu einer für uns unbekannten Alp – zur Stilfser Alm. Startpunkt am östlichen Dorfende von Lichtenberg, bei der Kreisel an der SP50, stehen viele Parkplätze zur Verfügung. Begleitet von unseren Münstertaler Bikekameraden Victor und Roman (heute ohne Jörg, der leider verhindert war) führte die Fahrt durch die Ortsmitte hoch und nahe vorbei an der Burgruine Lichtenberg – eine riesige Anlage, die erstmals 1259 als Burg des landesfürstlichen Besitzes der Grafen von Tirol erwähnt wird, scheint aber bereits um 1200 von den Vögten von Matsch als adeliger Stützpunkt gegründet worden zu sein. Die Fahrt führte moderat ansteigend hoch an der NO-Seite des Montoni, dessen SO-Flanke im April 2025 von einem verheerenden Waldbrand zerstört wurde. Die Wanderwege sind grösstenteils wieder offen, der Anblick allerdings schrecklich. Die Fahrt verläuft meist im Nationalpark Stilserjoch, mit 130734 Hektaren einer der grössten Naturpärke im Alpenraum. Auf der Lichtenberger Scharte (1833 m) erreichten wir den vorläufigen Höhepunkt, bevor die Abfahrt um den Montoni herum auf dessen Südseite führte. Der verbrannte Wald hat sich noch nicht wieder erholt, was auch der Grund war, nicht auf den Gipfel zu fahren (ca. 1 km Strecke und 140 Hm). Der Gipfel ist ohnehin «verunziehrt» mit einem Antennenturm. Westlich des Dorfes Stilfs erreichten wir den tiefstgelegenen Punkt bei ca. 1460 m.ü.M. Jetzt folgte der Aufstieg zur etwas mehr als 500 m höher gelegenen Stilfser Alm. Auf der gut fahrbaren Naturstrasse erreichten wir bald einmal das Almgelände, welches sich wie eine grosse Rundarena vor uns ausbreitete. An der Unteren Stilfser Alm vorbei die letzte Steigung zur wunderbar gelegenen Oberen Stilsfer Alm. Von hier aus wäre der Aufstieg zum östlichsten Grenzgipfel der Schweiz, dem Piz Chavalatsch (2763 m) in ca. 1.5 Std. Fussmarsch zu machen (knapp 700 Höhenmeter, T2-3). Das wäre mal eine Idee für eine kombinierte Bike&Hike-Tagestour. Zurück zum Alm-Restaurant: die jungen Wirtsleute bieten Speisen bester Qualität und zelebrieren die typische Südtiroler Gastfreundlichkeit. So liessen wir es uns gut gehen, was die Mittagspause entsprechend lang dauern liess. Gestärkt nahmen wir die Abfahrt unter die Räder, hinunter bis Thialwiesen und weiter nach Gomagoi hinunter, wo wir die Stilfser-Joch-Passstrasse erreichten. Auf dieser rasten wir beinahe im Tempo des Strassenverkehrs bis Prad am Stilfserjoch. In der Dorfmitte nochmals Einkehr in der Eurobar. Dann auf der SP50 in Richtung N, auf einer Nebenstrasse durch das schöne Dörfchen Agums, bis nach zwei Kilometer flacher Fahrt durch Apfelplantagen der Startpunkt wieder erreicht war. Das war eine sportliche Tour in einer tollen Landschaft und mit vielen Höhenmetern. Zufrieden verabschiedeten wir uns zur Rückfahrt – danke herzlich Victor und Roman für den tollen Tag!

Fazit:
Eine wiederum tolle Rundfahrt im nahen Vinschgau mit vielen Höhenmetern – herrlich!

Wetterverhältnisse:
Hochsommerlich, wolkenlos, teilweise spürbarer Wind 9 bis 25 km/h NO, ca. 24° bis 31°

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 28. Juli 2026

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, durchgehend auf guten Fahrwegen
Strecke: 38.2 km, P Kreisel SP50 bei Lichtenberg (910 m) – Lichtenberg (927 m) – Kirchweg – Kirchlein St. Cristina (1054 m) – Lichtenberger Alm (1353 m) – Lichtenberger Scharte (1833 m) – Ochsenberg P. 1740 – Thialwiesen (1464 m) – Faslarhöfe, oberhalb Stilfs (1537 m) – Alter Almweg – Platz (1558 m) – Strasse nach Valatsches (P.1643) – Stilfser Almweg – Untere Stilfser Alm (2058 m) – Obere Stilfser Alm (2077 m) – Rückfahrt hinunter bis Thialwiesen – Gomagoi (1265 m) – Stilfserbrücke (1115 m) – Stilfser-Joch-Passstrasse bis Prad, Ortsmitte (909 m) – SP50, Brücke über den Suldenbach – Agums (904 m) – Werkgebäude Strassendienst (901 m) – Lichtenberg, P Kreisel SP50
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Aufstieg: ca. 1552 m
Abstieg: ca. -1510 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 20 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 20 Min.
Tageszeit: 10:05 bis 15:25 Uhr

Vinschger Panoramarunde Laatsch-Glurns-Prad-Tschengls

Heute soll es hitzig werden – bis 30° wurden vorausgesagt. Also sparen wir uns die 17 km Fahrt mit den Bikes in den Vinschgau – sonst würden es gegen 60 km. Die Fahrt der Etsch entlang stellt keine besonderen Anforderungen, ist erstklassig ausgebaut – entsprechend viel Verkehr in dieser Jahreszeit. Interessanter ist es, wenn von der Normalroute abgewichen wird und im näheren Umland Aufstiege befahren werden, auf welchen das wunderbare Panorama genossen werden kann. Jörg, der den Vinschgau kennt wie seine Westentasche, zeigte uns heute auf einer der Hitze angepasste Strecke, die viel Abwechslung und schönste Ausblicke bot. Beim Sportplatz vor Laatsch entluden wir unsere Bikes und starteten, bei bereits 22°. In der engen Ortsmitte von Laatsch fuhren wir auf den Radweg Vinschgau, der von Reschen bis Meran führt (ca. 80 km). Nach Glurns und weiter bis zu den Prader Fischteichen, meist gut beschattet und entsprechend kühl. Auf der Höhe von Spondinig dann in Richtung Prad am Stilfserjoch. Im Restaurant Sandheim genossen wir den leicht verspäteten Startkafi. In der Ortsmitte an der Kirche St. Johann vorbei, wo der Anstieg begann. Auf geteerter Unterlage hoch und an schön gelegenen Höfen vorbei erreichten wir über eine Forststrasse im Hinterbergwald den heute höchstgelegenen Punkt bei 1445 m.ü.M. Herrliche Tiefblicke ins sechshundert Meter tiefer liegende Tal und auf die streng geometrisch ausgerichteten Obstplantagen. Kurz vor Tschengls an der Burgruine Tschenglsberg (auch Hinterburg genannt) vorbei – eine strategisch erstklassige Lage; die Burg wurde zu rein militärischen Zwecken erbaut um 1193), heute dienen die Gebäude im Innern als Bauernhof. Im schön gelegenen Dorf Tschengls stehen viele schöne alte und neue Häuser; auch das Schloss ist als Bau sehenswert. Früher war dort ein Restaurant untergebracht, heute stehen im Hof nur noch leere Tische und Bänke. Also fuhren wir weiter ins flache Tal hinunter in Richtung Eyrs, über die Etsch-Brücke; umittelbar danach liegt ein Sportzentrum und integriert das Sportbistro Pizzeria – in dessen schattigen Garten genossen wir ausgezeichnete Spaghetti Bolo mit Forstbier dazu. So gestärkt konnten wir getrost die Hitzefahrt über Prad-Lichtenberg-Mals in Angriff nehmen. Von wegen: unterwegs in den Apfelplantagen riss an Jörgs Bike die Kette (ich glaub, er hat einfach zu viel Kraft…). Auf unser dürftiges Reparaturtalent vertrauten wir nicht; also missbrauchte Jörg sein antriebsloses Velo als Trottinett und wartete im nahen Spondinig auf uns. Auf der Weiterfahrt über Prad, Glurns und Laatsch verzichteten wir auf den Abstecher nach Lichtenberg. Schliesslich gab es doch noch ein glückliches Ende…

Zufriedenheit über eine sportliche Panorama-Tour – danke herzlich lieber Jörg für die Führung in eine uns unbekannte Gegend!

Fazit:
Eine Panoramarunde vom Feinsten im nahen Vinschgau, hitzebedingt mit eher wenigen Höhenmetern – die Umgebung von Prad und Tschengls war uns bis heute unbekannt!

Wetterverhältnisse:
Hochsommerlich, leichte Bewölkung, trocken, keine Gewittergefahr, teilweise böiger Wind bis ca. 20 km/h N bis NW, 22° bis 31°

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 16. Juli 2026

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, durchgehend auf guten Fahrwegen
Strecke: 45.1 km, Sportplatz Laatsch (956 m) – Laatsch (967 m) – Etsch-Brücke – Radweg der Etsch entlang nach Glurns (908 m) – Etsch-Damm – Ausgleichsbecken Glurns – Prader Fischteiche (886 m) – Prad, Restaurant Sandheim (Kafipause) – Prad (911 m) – Kirche St. Johann (930 m) – Thialhof (1076 m) – Pastelwies (1208 m) – P.1312 – Zimbach P.1372 – Rio Nico – Hinterburgerwald P.1445 – Maso Passo (1332 m) – Maso Dietro Castello (1287 m) – Burgruine Tschenglsberg (1250 m) – P.1209 – Türkhof – Tschengls, Schloss (950 m) – Etsch-Brücke (876 m) – Eyrs, Sportbistro Pizzeria (Mittagspause) – über die Etsch zurück bis P.880 – Tschenglser Bach (893 m) – P.885 – P.878 – P.887 – Prad (911 m) – P.916 – SP50 bis Glurns Kirche St. Pankratius (914 m) – Etsch-Brücke – Etsch-Radweg bis Laatsch – Sportplatz Laatsch
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Aufstieg: ca. 725 m
Abstieg: ca. -725 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 30 Min.
Tageszeit: 10:05 bis 14:55 Uhr

Langtauferer Tal – Maseben (2267 m)

Einmal im Jahr eine Alp-Fahrt zur Maseben im Obervinschgau mit Einheimischen, heute Sonntag mit Jörg, Mario und Rico. Ziel: die Berghütte Maseben, fast zuhinterst im 12 km langen Langtauferer Tal. Das abgeschiedene Tal, welches vom Karlinbach entwässert wird, mit seinen Lärchenhängen reicht bis zu den Almen unterhalb der mächtigen Weisskugel (3738 m). Start wie gewohnt beim Abstellplatz unterhalb der Fischerwiesen am südlichen Ende des Haidersees – am oberen Ende der Malser Haide. Einfahren auf dem schön angelegten Radweg entlang dem westlichen Ufer des Haidersees. St. Valentin auf der Haide war bald erreicht. Dieser belebte, touristische Ort liegt zwischen dem Haider- und dem Reschensee. Nahe des Campingplatzes ein Kafihalt, mit schönem Ausblick zu den Ortler-Alpen. Anschliessend weiter, direkt an der Talstation der Bergbahn (Haideralm, Schöneben) vorbei, hoch zur Staumauer des Reschensees, überquerten wir die noch junge Etsch. Den Reschensee erreicht, fuhren wir auf der staubigen Baupiste (Aufschüttung längs des Sees für die aus Sicherheitsgründen notwendige Verlegung der Staatsstrasse) nach Graun und dort vorbei am aus dem See aufragenden Glockenturm, der an die alte, im See versunkene Ortschaft Graun erinnert. Hier wie immer viel los hier.

Rasant dann die Fahrt ins Tal hinein, erst über ca. 4 km auf der wenig befahrenen Talstrasse, dem viel dreckiges Wasser führenden Bach entlang bis zum 200 m höher gelegenen Ort Kapron. Hier verliessen wir die Strasse nach rechts über den Karlinbach, um über den Weiler Perwarg und dann durch den Putzenwald mehr oder weniger ansteigend auf der Höhe von Kappl den Masebner Wald zu erreichen. An der stillgelegten Bergbahn nach Maseben vorbei über das ehemalige Pistengelände, bei Punkt 1897 abbiegend, um nun in entgegen gesetzter Richtung weiter hochzufahren. Bei Punkt 2015 dann wieder nach O drehend, noch immer moderat ansteigend an der Schweinealp Masebener Alm (Nase zu!) vorbei. Danach wurde es richtig steil – das Tagesziel Maseben nahte. Was für ein grandioser Rundblick hier auf 2267 m.ü.M. Vor allem die Weisskugel beeindruckte, aber auch der links auf ca. 2900 m.ü.M.  liegende Gepatschferner, der zweitgrösste Gletscher Österreichs (in diesem heissen Sommer ein trauriges Bild).

Draussen vor der schönen und gut besuchten Hütte fanden wir zum Glück einen schattigen Platz – Forst-Bier und Sennenmaccheroni schmeckten vorzüglich. Nach diesem Genuss folgte der wilde Abfahrts-Ritt auf der Aufstiegsstrecke, vorbei an der Schweinealp bis hinunter nach Perwarg, dort über den Karlinbach und dann den kurzen Aufstieg hoch nach Kapron. Gesund erreichten wir Graun und den Reschensee wieder. Die Staubpiste dem See entlang liessen wir aus, stattdessen fuhren wir über Reschen ans rechte Seeufer, um über die schöne Strecke nach St. Valentin auf der Haide und dem Haidersee entlang bis zum Restaurant Zeress zu rollen. Die attraktive Lage sorgte für viel Publikum – wir vermuteten eine Goldgrube. Eine letzte Einkehr, dann das kurze Stück bis zum Startpunkt. Am Startpunkt bei der Fischerwiesen angekommen die Feststellung, dass wir heute ein hohes Durchschnittstempo (>20 km/h) gefahren sind. Zufrieden über eine sportliche Tour verabschiedeten wir uns – danke herzlich Jörg, Mario und Rico für den tollen Tag!

Fazit:
Eine wiederum phänomenale Rundfahrt im nahen Obervinschgau mit einigen Höhenmetern – herrlich, nicht zum erstenmal – aber gerne wieder!

Wetterverhältnisse:
Hochsommerlich, wolkenlos, teilweise spürbarer Wind bis ca. 30 km/h N bis NO, ca. 20° bis 25°

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 12. Juli 2026

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, durchgehend auf guten Fahrwegen
Strecke: 54.5 km, Fischerwiesen, Südende Haidersee – St. Valentin auf der Haide (1460 m) – Reschensee – Graun (1500 m) – Langtauferer Tal – Kapron (1700 m) – Perwarg – Putzenwald – Kappl – Masebner Wald – Punkt 1897 – Punkt 2015 – Masebener Alm (2100 m) – Berghütte Maseben (2267 m) – Rückweg bis Graun auf gleicher Strecke – Reschen- und Haidersee auf der rechtsufrigen Seite – Fischerwiesen (1460 m)
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Aufstieg: ca. 1070 m
Abstieg: ca. -1070 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 50 Min. (immer diese schönen Jausestationen!)
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 35 Min.
Tageszeit: 10:15 bis 16:05 Uhr

Alpauffahrt Schöneben – Reschner Alm

Unsere heutige Biketour führte uns wieder einmal in den benachbarten Obervinschgau.  Start beim kleinen (inoffiziellen) Parkplatz bei der Ruine an der Etsch – Fischerwiesen am Südende des Haidersees. Entlang dem westlichen Ufer des Haidersees fuhren wir bis St. Valentin auf der Haide und weiter bis zur Staumauer des Reschensees. Im Weiler Kaschon hielten wir bergseitig, um auf der asphaltierten Kaschonstrasse in Richtung Schöneben zu fahren. Nach der Kapelle St. Martin (ca. 1620 m) bogen wir nach links ab, um über eine gute Naturstrasse weiter hoch zu strampeln. Unterwegs liessen wir uns nicht dazu verleiten, die alpinen Trails zu nehmen – die sind ohnehin den Downhillers vorbehalten. Also immer schön (und bequem) ausholen, um dann beim Schild Schneider nach N zu drehen. Unsere Vorahnung bestätigte sich: steil, steiler, absteigen und eine kurze Strecke schiebend, konnten wir auf einer Höhe von 1820 m.ü.M. wieder aufsteigen – im Winter traversiert hier eine Skipiste zur Haideralm. Die ca. drei km lange Strecke bis Schöneben verlief mit ca. 240 Hm angenehm «flach». An der Bergstation Schöneben angekommen, passierten wir die zurzeit unansehnliche Grossbaustelle ohne Kafihalt in der Schihütte. Danach folgte die rassige Abfahrt auf der geteerten Fahrstrasse hinunter ins Rojental, vorbei an der Talstation der Rojensesselbahn. Vorbei am etwa fünfzig Meter höher liegenden Bergdörfchen Rojen rollten wir auf der Altdorfstrasse in Richtung Reschen. Beim P.1792 nahmen wir die gut beschilderte Abzweigung in Richtung Reschner Alm. Der gut besetzte Wanderparkplatz signalisierte, dass auf der etwa drei km langen Strecke (ca. 200 Höhenmeter) viel Verkehr zu erwarten war. Gegen 13 Uhr – also gerade zur richtigen Zeit – erreichten wir das wunderbar gelegene Alm-Restaurant auf der Reschner Alm (geöffnet 15. Juni bis 18. Oktober täglich 10 bis 17 Uhr). Wir erbten einen besonders aussichtsreich gelegenen Platz mit Panoramablick. Die Nudeln Piz Lad (benannt nach dem Hausberg) schmeckten ausgezeichnet. Und einmal mehr erlebten wir Vinschger Gastfreundschaft vom feinsten – herzlich, freundlich, ohne lange Wartezeit. So gestärkt verliessen wir dieses Paradies, um auf der Alpstrasse erst nach N zu fahren. Nahe des Dreiländereckes (I/A/CH) besuchten wir bei Gravalada die Ruine der Festungsanlage aus dem 1. Weltkrieg – wenig attraktiv und von der Natur bereits stark eingenommen. Jetzt folgten sechs Kilometer Abfahrt auf der unbefestigten Alpstrasse nach Reschen hinunter. Kurz vor dem touristischen Ort erreichten wir das Nordende des Sees. Auf dem Uferweg fuhren wir an der Talstation (Piz) der Schönebenbahnen vorbei, am rechtsliegenden Ufer entlang des intensiv türkisfarbenen Reschensees. In leichtem Auf und Ab war die sechs Kilometer südlich gelegene Staumauer erreicht. St. Valentin auf der Haide durchfuhren wir nahe der Talstation der Haideralmbahn. Zügig auf der staubigtrockenen Uferstrasse dem schönen Haidersee entlang, wohl wissend um das nahende Restaurant Zeress, wo uns das erfrischende Eis erwartete. Danach waren die anderthalb Kilometer Waldstrecke bis zum Startpunkt bei Fischerwiesen am Südende des Haidersees reine Formsache. Wir waren uns einig: Biken im Obervinschgau macht uns immer viel Spass (natürlich nicht zuletzt der vielen attraktiven Jausen wegen).

Fazit:
Eine teilweise fordernde «Alpauffahrt» mit einigen Höhenmetern über schöne Rad- und Forstwege, im Aufstieg nach Schöneben streckenweise Singletrail mit kurzer Schiebestrecke.

Wetterverhältnisse:
Kaiserwetter, sonnig, wolkenlos, ca. 22 bis 25°, Wind bis 30 km/h N/NO

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 9. Juli 2026

Schwierigkeit:  Leicht fahrbar, streckenweise Singletrail S0/S1.
Strecke: 38.5 km, Fischerwiesen, Südende Haidersee (1460 m) – St. Valentin auf der Haide (1460 m) – Reschensee (1498 m) – Kaschon (1520 m) – P.1867 Spiner Wald – P.2024 – Schöneben (2105 m) – Rojental P.1925 – Hof Hohenegger (1833 m) – P.1792 (Verzweigung Reschner Alm) – Kalkwald (1815 m) – Falmiurbach (1915 m) – Brennwald (1953 m) – Reschner Alm (2023 m) – Ochsenwald – Gravalada (alte Festungsanlage, 1977 m) – P.1854 – Tendershof (1676 m) – P.1530 – Altreschen (1500 m) – Piz, Talstation Schönebenbahnen (1503 m) – Giern (1530 m) – P.1515 – Spin (1522 m) – Greinhof – Staumauer Reschensee (1502 m) – Ausserkaschon (1520 m) – St. Valentin auf der Haide (1461 m) – Haidersee, Restaurant Zeress (1451 m) – Fischerwiesen (1445 m)
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Aufstieg:
ca. 1040 m
Abstieg: ca. -1040 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 25 Min.
Tageszeit: 11:15 bis 15:45 Uhr

Bikefahrt zur Planeiler Alm 2203 m

Im Frühsommer ist eine Biketour im nahen Obervinschgau erste Wahl, heute wieder mit unseren Nachbarn Jörg und Roman. Start beim Sportplatz Laatsch, wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Die fast 2 km Strecke bis zur Ortsmitte in Laatsch flach, ab dort dann auf dem ausgezeichnet ausgebauten Radweg leicht ansteigend hoch über Schleis nach Burgeis – heute mit etwas mehr Verkehr (Pfingsten lässt grüssen). Die Weiterfahrt dann im obersten Dorfteil zur Kreisel an der Vinschgauer Strasse (viel Verkehr zum und vom Reschenpass). Dann auf dem Asphaltsträsschen leicht ansteigend zum Weiler Ulten. Zwei Kilometer auf der Fahrstrasse hoch bis zum charmanten Bergdörfchen Planeil. Kafipause im kleinen Gasthof Gemse. Übrigens: das Planeiltal ist ein orographisch linkes Seitental des Vinschgaus bzw. des oberen Etschtals in Südtirol. Es zweigt an der Malser Haide in nordöstliche Richtung ab und führt in die Planeiler Berge, eine Untergruppe der Ötztaler Alpen. Dort ragen zahlreiche Dreitausender auf, darunter etwa der Rabenkopf (3393 m), die Falbanairspitze (3199 m) und der Danzebell (3148 m). Zuhinterst im kleinen Tal liegt die Planeischarte auf einer Höhe von 3070 m.ü.M., einem T4-Übergang ins Langtauferer Tal resp. ins Gebiet der Weisskugel. Entwässert wird das Planeiltal von der Puni (Punibach), welcher nahe der Planeischarte entspringt und später, nach ca. 26 km, in die Etsch mündet. Die einzige Ortschaft des Tals ist Planeil auf 1599 m Höhe nahe dem Talausgang. Ab Ortsmitte wurde es etwas ernsthafter: in den sehr engen und bis 25% steilen Gassen fuhren wir in Richtung O dem Punibach entlang hoch ins Planeiltal – immer auf guter Alpstrasse. Kurz vor dem kleinen Feuchtgebiet hielten wir links, um bergseitig rasch an Höhe zu gewinnen. In einer Spitzkehre erreichten wir den heute hintersten Punkt im Tal, um dann nach W zu drehen und 200 Hm weiter die wunderbar gelegene Planeiler Alm zu erreichen. Bei der Mittagsrast genossen wir das prächtige Panorama mit dem Blick ins nahe Val Müstair. Die Abfahrt auf dem holprigen, aber gut fahrbaren Almweg. Auf knapp 2 km waren fast 650 Höhenmeter abzufahren – unterwegs waren einige Zäune mit massiven Gattern zu öffnen (und wieder zu schliessen). Unterwegs bot sich der schöne Ausblick nach Plawenn hinunter (unsere Wanderung vom 17. Mai). Nach kontrollierter Abfahrt erreichten wir beim Weiler Alsack die Malser Haide. Statt den kürzesten Weg nach Mals zu nehmen, folgten wir Jörg’s Vorschlag, nach Norden zum Dorf St. Valentin auf der Haide zu fahren. Unterwegs wehte uns ein starker Wind um die Ohren. Aus der geplanten Einkehr beim Campingplatz wurde nichts (Restaurant geschlossen). Also nahmen wir die bekannte Strecke rechts des Haidersees unter die Räder. Ziemlich viel Volk unterwegs, Wanderer und Biker. Vom südlichen Seeende ab Fischerwiesen folgte die rassige Abfahrt auf der gut ausgebauten Radstrecke über Burgeis und Schleis – dort, am oberen Dorfende, dann noch eine (temporäre) Baustelle mit einer originellen Umleitung: die Bikes schiebend, mitten durch den privaten Garten, dessen Sitzplatz, beinahe noch mitten durch die Stube eines Wohnhauses und über eine Treppe absteigend – Improvisation total! In Laatsch folgte die Pflicht zur Einkehr in der Bar bei der Mühle – Affogato, Amarena-Gelato, alles wie immer ohne Rahm, versteht sich! Der Sprint durch die enge Dorfmitte zurück zum Startpunkt beim Sportplatz war dann reine Formsache.

Fazit:
Eine sportliche, anforderungsreiche Bike-Runde mit anständig vielen Höhenmetern war das! Jörg und Roman ein herzliches Dankeschön für diesen wunderbaren Tag!

Wetterverhältnisse:
Sommer! Wolkenlos! Blau, blau, blau! Bis 25°, unterschiedlich starker Wind 5 bis 30 km/h SO

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 22. Mai 2026

Schwierigkeit: Gut fahrbar, mit technischen Abschnitten (Wurzeln, Steine, enge Kurven, steile Up- und Downhills).
Strecke: 44.8 km, Laatsch, Sportplatz (967 m) – Laatsch, Ortsmitte (967 m) – Radweg entlang der Etsch – Schleis (1057 m) – Burgeis (1203 m) – Kreisel Vischgauerstrasse – Ulten (1435 m) – Planeil (1597 m) – Planeier Alm (2203 m) – Alsack (1524 m) – St. Valentin auf der Haide (1461 m) – Haidersee – Fischerwiesen (1445 m) – Burgeis – Schleis – Laatsch – Sportplatz
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg:
ca. 1432 m
Abstieg: ca. -1430 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 20 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 10:10 bis 15:30 Uhr

Alpenweg zum Dorf Plawenn

Der Titel dieses Berichts ist nicht etwa irreführend: über eine wunderbare Alpenlandschaft führt der nicht alpine Weg und teilweise steile Pfad ab Fischerhäuser (am Haidersee gelegen) zum Weiler Plawenn, einer Fraktions der Gemeinde Mals im Vinschgau. 41 Menschen wohnen dort. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichten wir Fischerhäuser, den an der Reschenpassstrasse am Haidersee gelegenen Weiler. Das ziemlich neue Gasthaus Alpenrose liessen wir vorerst links liegen, um über offenes Weideland der Wanderweg Nr. 3 zu erreichen. Der Aufstieg im Lärchenwald war paradiesisch, der Waldboden ein einziger grüner Teppich. Bei der kleinen Schäferhütte änderte die Landschaft; der Anstieg wurde etwas steiler, der Forstweg ruppiger. Nach sieben Serpentinen endete die Unterlage und wir stiegen auf einem schmalen Pfad etwas steiler auf. Etwa fünfhundert Meter vor dem Zwischenziel Plawenn war der höchstgelegene Punkt (ca. 1570 m.ü.M.) erreicht. Nach dem Verlassen des Waldes stand wie angekündigt eine windgeschützte Bank – die mussten wir selbstverständlich nutzen. Super Aussicht über die Malser Haide und zum Ortler. Nach dem kurzen Abstieg zum Dorf Plawenn hofften wir dort einzukehren — nix da! Das hübsche Dörfchen lohnt einen kurzen Rundgang. Schmuck das Kirchlein St. Maria und der dominante Ansitz Plawenn. Uns wehte eine steife B(r)ise um die Ohren, also suchten wir Windschutz in der Nähe eines beinahe verfallenen Stadels. Kurze Trink- und Verpflegungspause (Ovo Break – weisch wie guet!). Auf der Fahrstrasse erreichten wir nach etwa vierzig Minuten den Ausgangspunkt am Haidersee wieder. Im Gasthaus Alpenrose genossen wir dann einen kleinen zMittag. Danach folgte die Fahrt über die Malser Haide hinunter nach Mals und über LatschTaufers zurück ins Val Müstair.

Fazit:
Eine kurze, sehr lohnende Spazier-Wanderung im Vinschgau, die uns sehr gefiel…

Wetterverhältnisse:
Ein Schönwettertag nach einer Schlechtwetterperiode (Eisheilige!), Temperatur bei ca. 9 bis 13°. Teilweise steife Bise bis ca. 20 km/h.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 17. Mai 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 6.2 km: Fischerhäuser (1453 m) – Schäferhütte (1577 m) – Plawenn (1725 m) – Fischerhäuser
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 320 m
Abstieg: ca. -310 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:05 bis 13:30 Uhr

Obervinschgau – um den Reschen- und Haidersee

Heute unternahmen wir eine erste Biketour im benachbarten Obervinschgau, unsere Nachbarn Jörg und Roman mit dabei. Start beim Sportplatz Laatsch, wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Strecke bis zur Ortsmitte in Laatsch wenig spektakulär, ab dort dann auf dem ausgezeichnet ausgebauten Radweg leicht ansteigend hoch über Schleis nach Burgeis. Dort war der Treffpunkt abgemacht mit Roman, der über Mals fuhr und uns aber bereits erwartete (hatte wohl einen schnellen Guafför?!). Dennoch gönnten wir uns eine Kafipause. Die Weiterfahrt dann unerlaubterweise auf dem wegen Holzer- und Bauarbeiten gesperrten Radweg hoch bis Fischerwiesen am Südende des Haidersees. Unsere Rechnung ging auf, dass die Bauarbeiter Mittagspause machten. Der wenig befahrene Weg entlang dem westlichen Ufer des Haidersees gefällt immer wieder und zu jeder Jahreszeit. St. Valentin auf der Haide war bald erreicht. Die Weiterfahrt dann am orografisch rechtsliegenden Ufer des Reschensees. Kurz vor dem touristischen Ort Reschen erreichten wir das Nordende des Sees. Auf dem Uferweg fuhren wir bis zum bekannten Ort Graun resp. zu dessen «Wahrzeichen», dem im Stausee stehenden Kirchturm. Die Geschichte dieses Stausees stimmt nachdenklich und schweizerisches Energieunternehmen spielte eine Hauptrolle. Die Grauner haben das beste aus den Umständen gemacht: am mittlerweile touristischen Hotspot tummelt sich permanent viel Volk, sogar in Bussen fahren sie an. Der Kiosk ist (hoffentlich) eine Goldgrube; Pommes, Curry- und andere Würste, Getränke – für die kleine Mittagspause war gesorgt. Die Fahrt auf dem staubigen Uferweg war weniger erholsam; nur ja nicht den Mund (zu weit) öffnen, die Nachspeise in Form eines Mückenschwarms nicht gerade appetitlich. Am Ende des Stausees in St. Valentin auf der Haide angekommen, wechselten wir zur rechtsliegenden Seite des Haidersees. Nach kurzer Fahrt auf dem schön angelegten Uferweg die Gelegenheit im idyllisch gelegenen Restaurant Zeress einzukehren – schliesslich mussten wir die Mücken hinunterspülen… Danach folgte die Fahrt durch die wegen Holzerarbeiten verbotene Zone, welche wir über kurze Trails umfuhren. Ab Fischerwiesen dann die ziemlich rasante Abfahrt – jedenfalls zeigten die am Wegrand installierten Radaranlagen(!) massive Geschwindkeitsüberschreitungen. Die rot aufleuchtenden Smilies beeindruckten uns wenig, schliesslich war (noch) kein Gegenverkehr. Nach Durchfahrt der Orte Burgeis und Schleis erreichten wir der ruhig dahin plätschernden Etsch entlang Laatsch – fertig lustig. Zwei Kilometer weiter landeten wir beim Startpunkt. Wir waren uns einig: eine sportliche, aber nicht sehr anforderungsreiche Ausfahrt mit Jörg und Roman – ein herzliches Dankeschön für diesen schönen Tag!

Fazit:
Eine gemütliche Ausfahrt mit einigen Höhenmetern über schöne Radwege im nahen Obervinschgau.

Wetterverhältnisse:
Sonnig und zeitweise bedeckt, ca. 10 bis 15°, spürbarer Wind bis 30 km/h aus S.

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 8. Mai 2026

Schwierigkeit:  Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten.
Strecke: 45.5 km, Laatsch, Sportplatz (967 m) – Laatsch, Ortsmitte (967 m) – Radweg entlang der Etsch – Schleis (1057 m) – Burgeis (1203 m) – Fischerwiesen, Südende Haidersee (1460 m) – St. Valentin auf der Haide (1460 m) – Reschensee (1498 m) – Kaschon (1520 m) – Spin (1522 m) – Giern (1530 m) – Pitz (1503 m) – Reschen, P.1505 – Graun (1501 m) – Staumauer (1502 m) – St. Valentin auf der Haide (1461 m) – Haidersee, Restaurant Zeress (1451 m) – Fischerwiesen (1445 m) – restliche Strecke wie Hinfahrt über Burgeis – Schleis – Laatsch – Sportplatz
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg:
ca. 1040 m
Abstieg: ca. -1040 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 25 Min.
Tageszeit: 10:45 bis 15:35 Uhr

Rundwanderung im Vinschgau: Eyrs – Tanas – St. Peter

Heute wanderten wir wieder mal aus – nach Italien, genauer in den Vinschgau. Auf der nach Süden ausgerichteten Bergseite ist der Schnee bis 2400 m.ü.M. weggeschmolzen und es herrschte Frühling. Beim Start im Ort Eyrs war es kurz vor elf Uhr 6°, im Verlauf unserer Panoramawanderung kletterte die Temperatur je nach Ausrichtung bis gegen 16° (am Schatten!). In der Ortsmitte liefen wir vorbei an den letzten Häuser hoch in Richtung Vernatschhof – Wegweiser Tanas. Über 2.3 km auf asphaltierter Fahrstrasse änderte die Unterlage beim Hof. Der Zugang war abgesperrt, und ohne gut vorbereitete Tour (Outdooractive) hätten wir wohl eher umgekehrt. Trotz fehlender Markierung stiegen wir vor dem Vernatschhof links hoch, vorbei an allerlei Gerümpel, auf gut sichtbarem Weg. Erst nach etwa 600 m Strecke erreichten wir einen anderen unbefestigten Feldweg, auf welchem wir nach rechts (in Richtung O) hielten. Unvermindert steil und mittlerweile schweisstreibend gelangten wir auf einer Höhen von 1320 m.ü.M. zu einer aussichtsreichen Bankniederlassung – Trinkpause, Aussicht geniessen, und Griasst enk, kurzer Schwatz mit zwei talfahrenden e-Bikern (sympathische Senioren). Nach 500 m bergwärts war ein Wegkreuz mit Tisch und Bänken erreicht – ein wunderschöner Platz für unsere spätere Mittagsrast. Doch vorher machten wir noch den zehnminütigen Gang hoch zum Dörfchen Tanas, welches an den Hängen des Laaser Sonnenbergs liegt, heute der höchstgelegene Punkt. Hier keine Jausenstation, aber es stehen hier einige neue und alte Häuser und Höfe. In der Ortsmitte Umkehr und zurück zum Rastplatz. Hier hielten wir unsere private Jause ab – schöner ging es nicht! Nach einem netten Schwatz mit einer Einheimischen, welche die Runde in umgekehrter Richtung machte, folgte der kurze Abstieg auf der Fahrstrasse zum Mühlhöfl. Dieser muss auf einem Pfad ostseitig umgangen werden. Jetzt rassig runter zum Tanasbach, der über eine schmale Brücke überwunden wird. Auf der gegenüberliegenden Seite die Ruine einer alten Mühle. Danach folgte der Aufstieg in Richtung St. Peter. Die Kirche steht spektakulär auf einem Felsen, die fünf Minuten für den kurzen Aufstieg lohnten sich. Hier oben ging der Blick hinunter auf die Eyrser Lahn, durch welche unser Abstieg führte. Nach dem Rundgang folgte der Weg zurück auf dem Besinnungsweg bis zur Verzweigung auf ca. 1430 m.ü.M. – dort wo der Alpine Trail namens Brunnasteig beginnt. Stöcke auspacken, und los gings. So alpin wie angekündigt war es nicht, aber trittsicher sollte man schon sein auf dem stellenweise sehr steilen, rutschigen und schmalen Pfad. Vorbei an der Ruine Untere Mühle, immer wieder der Blick hoch zu Kirche St. Peter, ging es runter durch Unterholz, Gebüsch, und schliesslich in eine enge Klamm – hier war der Weiterweg erst spät einzusehen. Mittlerweile im Wald (Eyrser Lahn), erreichten wir nach etwa 240 Abstiegsmetern die ausgeschilderte Verzweigung zum Kanzelsteig. Zwischendurch war der Blick frei nach Eyrs hinunter – noch zwanzig Minuten für die letzten 200 Abstiegsmeter. Den Startpunkt unserer Rundwanderung erreichten wir etwas nach 15 Uhr – bei 16.5°(!). Gut klimatisiert nahmen wir die kurze Fahrt zurück ins Val Müstair unter die Räder.

Fazit:
Schöne Panoramarunde bei sehr frühlingshaftem Wetter – der Ausflug in den Vinschgau lohnte sich.

Wetterverhältnisse:
Während der Frühling im Val Müstair Einzug hielt, war er im Vinschgau schon da, Temperatur bei ca. 6° (beim Start), im Tagesverlauf bis 16°. Wind kaum spürbar 11 km/h NNO

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial Outdooractive, GPS

Parameter:
Tourdatum: 19. März 2026
Schwierigkeit: T2+
Strecke: 8.4 km: Eyrs (905 m), P bei der Kirche St. Remigius – Vernatschsteig – Vernatschhof (1158 m) – Fraunwald (P.1262 m) – Grossacker, Sitzbank (1317 m) – Wegkreuz, Rastplatz (1385 m) – Tanas (1430 m) – zurück zum Wegkreuz, Rastplatz – Mühlhöfl (1360 m) – Tanasbach, ex-Mühle (1329 m) – Ziederbach (1340 m) – Kirche St. Peter (1362 m) – zurück zum Ziederbach, Abzw. Brunnasteig (1340 m) – Ruine Untere Mühle – Abzweigung Kanzelsteig (1108 m) – Tanaser Weg – Eyrs
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen, und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat
Aufstieg: ca. 650 m
Abstieg: ca. -610 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std.
Tageszeit: 10:50 bis 15:20 Uhr