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Monte Bisbino (I) 1325 m

Zweiter Tag im Valle di Muggio – heute wanderten wir (temporär) nach Italien aus… Ab morgen Mittwoch ist ein Wetterwechsel angesagt, also galt es diesen Tag zu nutzen. Der Monte Bisbino spielte im Ersten Weltkrieg eine strategische Rolle, weshalb von der italienischen Seite eine Strasse auf den Berg führt und eine beeindruckende Befestigung auf dem Gipfel gebaut wurde. Sie war Teil der Cadorna-Linie und zeugt noch heute von der geschichtsträchtigen Vergangenheit der Landschaft. Wir wählen die klassische Route im Gegenuhrzeigersinn: Aufstieg ab Dorfmitte von Sagno auf dem Sentiero forestale auf einem alten Weg durch Kastanienwald bis zum Punkt 1130. Hier treffen sich Sentiero forestale und Sentiero panoramico. Von hier zeigt sich die ganze Gipfelpracht: nicht gerade anmächelig. Der Aufstieg führte über den P.1162 (La Séla), weiter über die Alpe Cavazza, vorbei an einem grossen ramponierten Gebäude (ex Militär oder Zollverwaltung?). Danach folgte der abrupte Anstieg zur Landesgrenz CH/I, wo ein verfallenes Grenzwächterhäuschen in den Bäumen steht. Der letzte Abschnitt zum Gipfel führte über eine felsige Rippe hoch bis unter die Gipfelbaustelle. Der Weg an den Absperrungen vorbei ein kleines Labyrinth. Einmal oben angekommen ein nicht gerade schönes Bild: die Gipfelbauten werden gerade erneuert – eine unansehnliche Baustelle, Antennen, die heilige Stätte Beata Vergine, ein (geschlossenes) Restaurant, eine Wetterstation, und eine Gipfelwiese. Für eine Gipfelrast reicht es allemal, voll an der Sonne – wunderbar! An klaren Tagen ist die Aussicht spektakulär – sogar der Duomo von Milano soll zu sehen sein! Nun denn, über der Lombardei lag grauweisser Dunst (Smog), darüber hinweg reichte die Weitsicht bis zum Appenin (140 km). Darunter ist die Sicht klar zum Comersee und der gleichnamigen Stadt Como. Grosses Kino dann im Westen: 80 bis 90 km Weitsicht, die Walliser Viertausender und die Berner dazu – Klarsicht, ohne Smog! Für den Rückweg geht es zunächst zurück nach La Sèla hinunter. Von dort auf dem Sentiero panoramico (das Panorama ist wirklich prächtig!) bis zur Alpe Merlo hinunter. Jetzt folgte ein grober Verhauer (siehe Parameter). Wahrscheinlich liessen wir uns vom Sturz eines Gravelbikefahrers ablenken; der Fahrer schüttelte sich kurz und setzte die Abfahrt fort. Und wir wanderten über die belaubte Fortstrasse über Carrareccia, a Mariöö, a Veràqua ins Ortszentrum von Sagno.

Fazit:
Einmal auf diesen Grenzgipfel mit der famosen 360°-Aussicht musste sein…

Wetterverhältnisse:
Wiederum viel Sonne, blauer Himmel, nochmals besseres Wetter als gestern, trocken, ab morgen ist nasses Wetter angesagt. Temperaturen im Bereich 12° C, wenig Wind (ca. 4 km/h ONO)

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tourdatum: 28. Oktober 2025
Schwierigkeit: T2
Strecke: 10.9 km, Sagno TI (691 m) – Miròlt – P.741 – Sentiero forestale – In Culmanéta – P.1130 – Prà Piano (1132 m) – La Sèla P.1162 – Alpe Cavazza (1180 m) – Monte Bisbino (1325 m) – Alpe Cavazza – Prà Piano – P.1130 Sentiero panoramico – Alpe Merlo (1100 m) – 350 m nach Alpe Merlo der Verhauer, rechts gehalten statt links, also verlassen des Sentiero panoramico – La Culmanéta (930 m) – Abstieg auf Forststrasse – Carrareccia – a Mariöö – a Veràqua – Sagno
Aufstieg: ca. 640 m
Abstieg: ca. -637 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 57 Min.
Tageszeit: 10:30 bis 15:55 Uhr

Bikefahrt auf der Vinschger Sonnenseite

Für die Anfahrt nach Schluderns benötigten wir weniger als eine halbe Stunde; genügend Parkplätze beim Bahnhof. Jörg hatte sich eine unschwierige Bikefahrt auf der Sonnenseite des Vinschgaus ausgedacht. Das Ortszentrum von Schluderns durchfuhren wir in südöstlicher Richtung. Eine Etage unterhalb der Churburg gewannen wir auf einer mässig steilen Nebenstrasse in südlicher Richtung rasch an Höhe, grossartig der Talblick und der Weitblick zum Ortler und seinen Nachbarn. Obstplantagen noch und noch, mittlerweile auf einer Höhe von 1050 m.ü.M. Nach zweieinhalb Kilometern eine nach N drehende Haarnadelkurve, nach einem weiteren Kilometer drehte es wieder nach S. Vorbei am Birkenhof erreichten wir nach 5.2 km die Siedlung Tschutt auf 1300 m.ü.M. Weiter angenehm ansteigend führte die Strecke manchmal durch kurze bewaldete Abschnitte, immer aber mit der Aussicht auf die geometrische Obstplantagen-Landschaft im Tal der Etsch. Kurz vor dem Weiler Tanas war der heute höchstgelegene Punkt erreicht (ca. 1580 m.ü.M.); schön der Ausblick hinunter zur bei 1430 m.ü.M. allein stehenden Herz Jesu Kirche. Hier, kurz vor Abfahrtsbeginn, hiess es sich warm anzuziehen. Zwar voll an der Sonne, aber bei ca. 6 Grad und spürbarem Wind aus NW, war eine Wärmepackung kombiniert mit Windstopper die richtige Mischung. Vorbei am Gasthof Palfur führte die Tempofahrt vorbei an Plantagen-Gelände und landwirtschaftlichen Betrieben. Bei einer auf 1260 m.ü.M. liegenden Siedlung verliessen wir die Strasse trotz Fahrverbot nach links, um nach N in ein Tälchen einzufahren. Spätestens jetzt merkten wir, was unser ortskundige Guide Jörg im Schild führte: auf dem Weg hinunter nach Laas liegt der Weiler Allitz, und dort liegt das Gasthaus Sonneck. Klar, dass wir jetzt einkehrten, weil 13 Uhr, und knurrende Mägen… Draussen in der Gartenwirtschaft war es uns zu kühl, drinnen passte es auch. 3x Hirsch mit Knödel, 1x Tagliolini mit Ragù vom Brillenschaf – leckere Kost auf typische Südtiroler Art. Nach dieser Stärkung hatten wir ausreichend Energie, um ins Marmor-Dorf Laas abzufahren. Am heute mit ca. 860 m.ü.M. tiefstgelegenen Punkt die Fahrt durch die malerische Ortsmitte, dann zwischen Marmorwerk und Etsch in Richtung W. «Etsch-Radweg» heisst diese Route, die über den Reschenpass von den Alpen bis nach Verona führt. Auf der Höhe von Eyrs verliessen wir kurzzeitig den Radweg, um in Richtung Tschengls nach S zu fahren. Kurz vor dem Dorf wieder nach W, auf gutem Weg durch die vorgängig von oben bestaunten Obstplantagen. Ohne wesentlichen Höhengewinn gelangten wir zur Stilfserjochstrasse. Auf dieser ein kurzes Stück nach Spondinig, dort wo das ziemlich kolossale Hotel Post seit Jahrzehnten eingerüstet ist – ein Schandfleck. Etwa dreihundert Meter weiter eine kleine Herausforderung: irgendwie sollten wir beim Bahnhof auf die andere Seite der Bahnlinie gelangen, so wollte es die Wegmarkierung «Radweg». Eine Unterführung gibt es nicht, dafür eine Kuriosität: eine Liftfahrt in den Untergrund, dann in einem weiteren Lift wieder rauf ins Erdgeschoss. Eigentlich nichts Besonderes, nur mussten wir unsere Bikes etwas «aufbäumen», um die seitlich angebrachte Schiebetür zu meistern. Ennet der Geleise schliesslich über die Etschbrücke, dann eine weitere Überraschung: der Besuch der Prader Fischteiche – eine landschaftlich reizvolle Anlage, ein Eldorado für Klein und Gross, und ein Restaurant direkt am Wasser – Kaffeepause! Nach diesem schönen Intermezzo zurück an die Etsch, um auf dem Radweg an der Industriezone von Prad vorbei wieder durch die Obstplantagen-Ebene zu fahren. Zweieinhalb Kilometer vor Glurns hatten wir rechts (in Richtung NO) zu halten, um nach ca. zwei Kilometern Schluderns, den Ausgangspunkt unserer Biketour, zu erreichen.

Fazit:
So wie’s ausschaut, ist das heute der letzte wolkenfreie, sonnige Herbsttag – das musste genutzt werden. Jörg und Roman unser bester Dank für die kameradschaftliche Begleitung!

Wetterverhältnisse:
Wolkenlos, sehr sonnig und recht kühl 4 bis 12°, Wind 9 bis 12 km/h NNW

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 18. Oktober 2025
Schwierigkeit: ausser gelegentlichen Steilheit keine besonderen Schwierigkeiten, keine Singletrails
Strecke: 36.5 km: Schluderns Bahnhof (918 m) – Ortsmitte (924 m) – Grossfeldweg – Birkenhof (1217 m) – Tschutt (1342 m) – Gasthof Paflur (1549 m) – Tanas – Allitz (1093 m) – Laas (868 m) – Etschbrücke (865 m) – Etsch-Radweg – Tschengls (879 m) – Spondinig (886 m) – Prader Fischteiche (883 m) – Etsch-Radweg, SP 106 (893 m) – Schluderns Bahnhof
Strecke: 36.5 km:
Aufstieg: ca. 840 m
Abstieg: ca. -830 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 54 Min.
Tageszeit: 11:05 bis 15:15 Uhr

Bikefahrt aus dem Val Müstair zur Laatscher Alm (2041 m)

Seit Tagen erleben wir einen Herbst der Superlative – Sonne, wolkenlos, im Schatten Kühle, an der Sonne bis 20°. Trotzdem war warm einpacken angesagt. Da wir mittlerweile passionierte Alm-Biker sind, war das heutige Ziel die auf 2041 m.ü.M. gelegene Laatscher Alm zuhinterst im Arundatal – insgesamt also beinahe 1800 Höhenmeter. Soviel zum Voraus: auch wenn das Almrestaurant geschlossen war, lohnte sich die Fahrt sehr, alleine schon der herbstlichen Kulisse wegen…

Für die Fahrt durch das untere Val Müstair wählten wir die Sonnenseite. In der Ortsmitte von Sta. Maria Val Müstair bogen wir links ab, um unterhalb der Mulin den Rombach zu überqueren. Danach folgte die Panoramafahrt nach Müstair. Das Klosterdorf durchfuhren wir bis zum Kloster Sankt Johann. Auf der Via Döss über offenes Land der Landesgrenze entgegen. Die Fahrt führte über den Valgarolabach (der aus dem Val d’Avinga abfliesst) zum obersten bei P.1298 gelegenen Punkt, dort wo die Alte Dreschmaschine steht. Auf der sonnigen Aussichtsterrasse genossen wir einen Startkafi. Anschliessend die Fahrt dem bergseitigen Dorfrand von Taufers entlang zur Kirche St. Blasius. Vorerst hielten wir die Höhe nahe des ausgetrockneten Waalsweges, oberhalb der SS41, um am Punkt 1234 vorbei schönstes Gelände zu durchfahren. Bei Punkt 1236 fuhren wir nach einer Richtungsänderung auf einem leichten Trail über eine frisch verkackte Kuhweide zur SS41 hinunter (das setzt am Abend dann eine Handwäsche ab…). Ab Punkt 1100 folgten wir der Staatsstrasse, welche in zwei Kehren zur Calvenbrücke hinunterführte. Kurz danach die Verzweigung nach Laatsch. In der Ortsmitte folgten wir der Etsch entlang auf dem Radweg nach Schleis – zwei Kilometer und hundert Höhenmeter weiter. In der Ortsmitte von Schleis verliessen wir die Radroute (nach Reschen), um ins nach NW verlaufende Schlinigtal einzubiegen. Im Anstieg im Tal waren etwa 500 Hm Aufstieg zu bewältigen, was auch ohne Sonne für erhöhte Betriebstemperatur sorgte. Auf etwa 1500 m Höhe verliessen wir das Schlinigtal, um ins wilde Arundatal einzubiegen. Langgezogenen Forststrassen folgten einige Serpentinen, das Tälchen wurde enger, die Sonne aber blieb. Auf etwa 1800 m Höhe flachte das Gelände merklich ab, die Fahrt entlang dem Arundabach – zu dieser Jahreszeit unglaublich malerisch! Bei Kilometer 26 erblickten wir links die ca. 150 m höher gelegene Almhütte – leider ohne Flagge. Das Brücklein über den Bach, dann der Spurt hoch, und – niemand da. Ausser einer Gruppe von Wanderern, die vom einer Wegstunde (ca. 250 m) höher liegenden Tellajoch herkamen. Pause, halt ohne die erwarteten Vinschger Speisen, dafür aber mit dem Austausch mit netten Einheimischen. Immerhin: Doris hatte einen Proteinriegel dabei – also hungern war nicht angesagt. Nach dieser Stärkung die Abfahrt durch das Arundatal und später durch das Schlingtal nach Schleis hinunter – tausend Meter Höhendifferenz. Ab dort dann zwei Kilometer rassige Abfahrt auf dem Radweg nach Laatsch. In der Ortsmitte die Einkehr in der Bar MeVio – kurz vor 15 Uhr, leicht verspäteter zMittag. Nach dieser Pause gestärkt, waren über etwa fünfzehn Kilometer 450 Höhenmeter ins Val Müstair zurückzulegen. Nach der Durchfahrt Laatsch fast flach zur Calvenbrücke – angesichts des folgenden leichten Aufstiegs dem Rambach entlang entledigten wir uns einer Schicht. Nach Rifair wieder ziemlich in der Sonne, war die Fahrt über die Landesgrenze östlich vorbei an Müstair und durch die enge Ortsmitte von Sta. Maria ein vollkommener Genuss. Valchava erreichten wir kurz vor 17 Uhr – glücklich über die wunderschönen Herbst-Eindrücke.

Fazit:
Ein weiterer Herbsttag mit farblichen Eindrücken vom Feinsten

Wetterverhältnisse:
Wolkenlos, sehr sonnig und sehr kalt 6 bis 16°, Wind 9 bis 15 km/h SSW

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 12. Oktober 2025
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 22%, kurzer Abschnitt Singletrail S0 bis S1 (Landesgrenze bei Punkt 1327 und bei Punteil, und Taufers P.1234 bis  P.1100)
Strecke: 56.5 km: Valchava (1426 m) – Sta. Maria (1373 m) – Rombrücke – Via Faschas – Müstair (1246 m) – Landesgrenze bei Punkt 1327 – Taufers P.1298 – Kirche St. Blasius – P.1234 – P.1236 – P.1100 – SS41 bis zur Calvenbrücke (980 m) – Laatsch (974 m) – Etschbrücke – Etschradweg – Schleis (1058 m) – Bergstrasse bis nach P.1484 – Alpstrasse Arundatal – P.1786 – Brücke über den Arundabach bei P.1982 – Laatscher Alm (2041 m) – Rückfahrt Arundatal bis Schleis – ab hier bis Müstair analog Hinfahrt bis Laatsch – Calvenbrücke – Rambach-Weg Rifair – Landesgrenze Puntweil (1220 m) – Müstair, Pradalai – Via Surom bis Schiessanlage (1290 m) – Via Sielva – Sta. Maria – Valchava
Aufstieg: ca. 1764 m
Abstieg: ca. -1773 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 05 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 35 Min.
Tageszeit: 10:45 bis 16:50 Uhr

Bikefahrt aus dem Val Müstair zur Schliniger Alm (1868 m)

Für heute war Kaiserwetter angesagt, voll Sonne, wolkenlos, nach klarer Nacht «e bitzeli» kalt – knapp bei Null Grad beim Start und Bise dazu. Also warm einpacken! Die Fahrt nach Müstair hinunter drosselten wir etwas der Kälte wegen – aber die Sonne war ja auch noch da… Nach Müstair dann dem Rom entlang auf dem frostig-schattigen Trail zur Landesgrenze. Bei Puntweil dann ein kurzer Anstieg und auf dem neu geteerten Radweg nach Rifair hinunter – Taufers links liegen gelassen. Erst nach dem kleinen Ort wieder an der Sonne, wieder auf unbefestigtem Weg gemächlich hinunter dem Rambach (wie der Rom in Italien genannt wird) entlang bis zur Calvenbrücke. Mittlerweile wieder an der Sonne und unter tausend Meter Höhe, rollten wir gemütlich beim Sportplatz vorbei. Nach der herzerwärmenden «Schweinerei» erreichten wir Laatsch («Lotsch» sagen die Vinschger) – Zeit für einen Capuccino in der Bar bei der Mühle, draussen an der wärmenden Sonne (gut auszuhalten, diese Hitze!). Nach dieser wohltuenden Pause folgte die Weiterfahrt der Etsch entlang auf dem Radfahrern vorbehaltenen Weg nach Schleis (und weiter nach Reschen) – zwei Kilometer und hundert Höhenmeter weiter. Auf diesem Abschnitt kamen uns etliche TouristenbikerInnen entgegen, die meisten mit kältegezeichneten und stummen Mienen. Vor der Ortsmitte von Schleis verliessen wir die Radroute, um ins nach NW verlaufende Schlinigtal einzubiegen. Ab jetzt konnte uns weder Kälte noch Wind etwas anhaben – im Anstieg über die ca. 6.5 km bis Schlinig waren 700 Hm Aufstieg zu bewältigen. Die Betriebstemperatur erreichte rasch Normalwerte. Etwa auf halber Strecke dann die schöne Begegnung mit zwei zu Recht stolzen Jägern, welche einen erlegten Hirsch abtransportierten – Gruässt enk, und Weidmannsheil! Bald erreichten wir den Hof Oberlutaschg und wenige später die Zugonhöfe. Nach einem weiteren Kilometer war Schlinig erreicht. Hier ist vor allem im Winter richtig was los, dank dem Nordischen Langlauf- und Wettkampfzentrum, gleichzeitig Startpunkt einer landschaftlich reizvollen 2.5 Kilometer langen Strecke von Schlinig zur Schliniger Alm. Ein paar schmucke Hotels stehen auch hier. Die gegenwärtige Grossbaustelle (Wasserleitungen) bewältigten wir zu Fuss, danach auf dem eigentlich mit einem Fahrverbot belegten Schliniger Almweg vorbei an viel Wandervolk über wunderschönes Almgelände sanft ansteigend zum Tagesziel, der Schliniger Alm. Das Schlinigtal zieht sich dann noch weiter hoch, vorbei an der Schwarzwand mit dem grossen Wasserfall, zur Sesvennahütte und zum Schlinigpass, einem alten Schmugglerweg. Vom Pass geht es in die Schweiz durch die spektakuläre Uinaschlucht ins Unterengadin. Im sehr schön gelegenen Alm-Restaurant genossen wir eine ausgiebige Brotzeit (siehe Bilder). Nicht zum ersten Mal stellten wir fest, dass die Almhütten im Südtirol einfach einzigartig sind. Nach dieser Stärkung die Abfahrt, im obersten Abschnitt auf dem Metzbach entlangführenden Weg – vorbei an vielen Kinderspielplätzen. Am Nordirschen Langlauf- und Wettkampfzentrum vorbei fuhren wir ab Schlinig auf der uns vom Aufstieg bekannten Strecke nach Schleis hinunter; auf der holprigen Unterlage war Vorsicht geboten. Zwischenhalt beim Kirchlein St. Martin, Genuss der schönen Aussicht über die Malser Haide nach Mals und Schluderns. Am darüber liegenden Gebiet am Spitzige Lun fuhren wir vor ein paar Tagen hoch und ins Matscher Tal. Nach ein paar steilen Serpentinen war Schleis rasch erreicht; nun folgte die Abfahrt auf der Radfahrerautobahn – jetzt allerdings ohne Gegen- und Überholverkehr. Naja, die TouristenbikerInnen waren mittlerweile bestimmt schön in den warmen Stuben. In Latsch angekommen war es mittlerweile 15 Uhr, noch waren über etwa fünfzehn Kilometer 450 Höhenmeter hinein ins Val Müstair zurückzulegen. Nach der Durchfahrt Laatsch fast flach zur Calvenbrücke – angesichts des folgenden sanften Aufstiegs dem Rambach entlang entledigten wir uns der äussersten Schicht. Nach Rifair wieder voll in der Sonne, war die Fahrt über die Landesgrenze östlich vorbei an Müstair und durch die enge Ortsmitte von Sta. Maria ein einziger Genuss. Valchava erreichten wir kurz nach 16 Uhr, zufrieden über eine wunderschöne und erlebnisreiche Ausfahrt.

Fazit:
Kaiserwetter – wieder ein Traumtag, aber seeeehr frostig.

Wetterverhältnisse:
Wolkenlos, sehr sonnig und sehr kalt 0 bis 11°, Wind 9 bis 17 km/h NO (Windchill -4°)

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 2. Oktober 2025
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 20%, kurzer Abschnitt Singletrail S0 bis S1 (Landesgrenze bei Puntweil)
Strecke: 54.9 km, Valchava (1426 m) – Sta. Maria (1373 m) – Rombrücke – Via Faschas – Müstair (1246 m) – Landesgrenze bei Puntweil (1224 m) – Rifair (1100 m) – Abazassweg entlang dem Rambach bis zur Calvenbrücke (980 m) – Laatsch (974 m) – Etschbrücke – Etschradweg – Schleis (1058 m) – Bergstrasse Zugonhöfe (1603 m) – Schlinig (1720 m) – Schliniger Alm (1868 m) – Rückfahrt über das Nordische Langlaufzentrum – Schlinig – ab hier bis Müstair analog Hinfahrt – Müstair, Via Surom bis Schiessanlage (1290 m) – Via Sielva – Sta. Maria – Valchava
Aufstieg: ca. 1500 m
Abstieg: ca. -1500 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 35 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 25 Min.
Tageszeit: 10:40 bis 16:15 Uhr

Matschertal – eine Bikerunde im schönen Obervinschgau

Der grosse Parkplatz beim Sportplatz in Mals ist ein strategisch günstig gelegener Startpunkt für unsere heutige Biketour – in zwanzig Minuten ab Valchava zu erreichen. Heutiges Ziel war eigentlich die von uns vor neun Tagen erwanderte Matscher Alm; erst unterwegs bemerkten wir, dass die Almwirtschaft heute geschlossen war. Also sparten wir uns die 2.2 km Fahrt über 230 Hm ab Glieshof. Im hintersten Talabschluss steht das Almhotel Glieshof, auch ein guter Platz für die Mittagsverpflegung – jedenfalls schmeckten die Almspeisen wie Pressknödel, Maltagliati mit Wildragout und Almnudeln vorzüglich.

Aber der Reihe nach: ab Parkplatz die Unterführung der SS 36, dann durch die von vielen Türmen dominierte Ortsmitte von Mals, einer schmucken Marktgemeinde mit 5300 Einwohnern. Bald waren wir hundert Höhenmeter oberhalb des Orts und fuhren auf (noch) guter Strasse in Richtung O, die Sonne (und den relativ starken Wind) also voll in unseren Gesichtern. Toll die Ausblicke ins Tal und zu den Ortleralpen. Bald wurde die mittlerweile unbefestigte Unterlage holpriger und steiler, aber immer gut zu fahren. Bei Muntatschinig auf ca. 1400 m Höhe ein Richtungswechsel. Wieder auf geteerter Strasse vorsichtig vorbei an einigen die Strasse belagernden Rindern erreichten wir nach sechs Kilometern Fahrt den auf ca. 1600 m.ü.M. gelegenen Gemassen Hof, ein Ferienhof an phänomenaler Aussichtslage. Achthundert Meter weiter, etwa 90 Hm oberhalb des Hofs änderte die Unterlage auf den Typ Feldweg. Es folgte eine bewaldete Abfahrtsstrecke, auf der wir vor dem Wind geschützt waren. Auf knapp 1600 m.ü.M. fuhren wir in einem grossen Linksbogen von SO in Richtung NO, etwa 200 m oberhalb der ins Matschertal führenden SP 105. Kurz vor Kilometer 9 dann eine Lagebesprechung; von unseren einheimischen Bikern wurden wir auf die bevorstehende, heute einzige Herausforderung vorbereitet: ein zugewachsener Pfad über etwa fünfhundert Meter mit abschliessendem Singletrail, flowig meint Jörg der Downhiller, wir weniger mutigen Auswärtigen (Doris und Ruedi) stiegen kontrolliert von den Bikes, um das steile und schwierig fahrbare Wegstück zu Fuss zu bewältigen. Alles gut gegangen. Die Weiterfahrt zum Bergsteigerdorf Matsch war dann ein Panorama-Vergnügen der Sonderklasse. Mitten im Dorf die Einkehr auf der sonnigen Aussichtsterrrasse des Cafe Pleres; trotz der gutgemeinten Empfehlung der Bedienung, dass man ofenfrischen Apfelstrudel anzubieten habe, begnügten wir uns (schweren Herzens…) mit Capuccinos. Denn bis zur Mittagspause waren es nur noch 6.5 km Fahrt über 230 Höhenmeter – das sollte zu schaffen sein… Etwas entkräftet (aber ausgezeichnet gelaunt) parkierten wir unsere schmucken Bikes, um im ebensolchen Almhotel Glieshof Platz zu nehmen. Wie eingangs schon beschrieben, liessen wir es uns sehr gut gehen – entsprechend verfloss die Zeit, von welcher wir Rentner bekanntlich reichlich zur Verfügung haben. Nach dem Genuss der Aufbruch: die Fahrt zum Saldurbach hinunter, dann auf der von der Hinfahrt bekannten Strasse rassig hinunter, um nach vier Kilometern scharf nach links abzubiegen. Ein kurzes Stück zurück und hinunter zum Saldurbach, dann die 180°-Kurve nach SW, am schmucken Hof Tumpaschin vorbei. Bei ca. 1380 m.ü.M. erreichten wir nahe des Saldurbachs den vorerst tiefstgelegenen Punkt, zweihundert Hm über uns Matsch. Hier trafen wir den demokratischen Entscheid, auf den frischen Apfelstrudel im Cafe Pleres zu verzichten (hihihi…). Mehr als einen Kilometer südwestlich von Matsch erreichten wir die SP 105. Jetzt folgte bei allerdings schwachem Verkehr die Schussfahrt nach Tartsch hinunter (450 Hm, 5 km). Wäre da nicht die Wahnsinnsaussicht gewesen, hätten einige von uns bestimmt Spitzengeschwindkeiten erreicht. Ab Ortsmitte von Tartsch (Tartscher Bichl!) folgte der Endspurt nach Mals, wo sich uns wenige Meter vor dem Tourende tatsächlich eine Tankstelle mit dem schönen Namen Bistro Trattoria Vinterra in den Weg stellte. Viva auf einen wunderschönen Biketag!

Fazit:
Kaiserwetter – ein Traumtag! Danke herzlich Jörg, Victor und Janet für eure kameradschaftliche Begleitung!

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig und warm 14 bis 19°, Wind 12 bis 30 km/h N

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 29. September 2025
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 21%, kurzer Abschnitt Singletrail S0 bis S2
Hin- und Rückfahrt: PW ab Valchava bis Mals, P beim Sportplatz (20 Min. Fahrt)
Strecke: 37.8 km: Mals, Parkplatz beim Sportplatz (1034 m) – Mals Ortsmitte (1050 m) – Matscher Weg, oberhalb Mals – Muntatschinig (1400 m) – Gemassen Hof (1606 m) – Feld- und Waldwege, Singletrail – Matsch (1580 m) – SP 105 – Glieshof (1820 m) – Rückfahrt auf SP46.1 bis ca. 2 km vor Matsch – Saldurbach (1635 m) – Hof Tumpaschin (1618 m) – Hof Rumlatsch (1460 m) – Saldurbach (1369 m) – SP 105 – Tartsch (1028 m) – Mals, Parkplatz
Aufstieg: ca. 1190 m
Abstieg: ca. -1170 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 10 Min.
Tageszeit: 10:10 bis 16:10 Uhr

Matschertal

Vorausinformation:
Das Matschertal (italienisch Val di Mazia), ist ein Seitental des Vinschgaus bzw. oberen Etschtals in Südtirol, das in nordöstliche Richtung zwischen die Planeiler Berge und den Saldurkamm führt, zwei Untergruppen der südlichen Ötztaler Alpen. Das Tal wird vom Saldurbach entwässert. Der den Alpenhauptkamm erreichende Talschluss ist vergletschert. Die einzige Ortschaft des Tals, Matsch, ist eine Fraktion von Mals. Matsch ist das erste Bergsteigerdorf Südtirols. Der relativ geringe Tourismus konzentriert sich auf den hintersten Teil des Tals. So verwundert es nicht, dass das in seiner Ausdehnung etwa 12 Kilometer lange Tal seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Das Tal ist von Tartsch auf einer Bergstrasse zu erreichen, von Schluderns aus hingegen, wo das Tal seinen Ausgang in einer Schlucht nimmt, nur zu Fuss. Im Talschluss steht auf 2670 m die Oberetteshütte des Alpenvereins Südtirol. Von der namensgebenden Ortschaft Matsch aus hat man gute Sicht auf die südwestlich gegenüberliegenden Ortler-Alpen mit ihren ausgedehnten Gletschern.

Unsere Wanderung:
Mit dem Auto erreichten wir den hintersten Punkt im Matschertal nach einer Fahrt ab Valchava in vierzig Minuten. Im hintersten Talabschluss steht das ****-Hotel Glieshof, in unmittelbarer Umgebung hat es zwei gebührenfreie(!) Parkplätze. Nach dem Startkafi im Glieshof wanderten wir über die Brücke über den Saldurbach um unterhalb des zweiten Parkplatzes WW Nr. 9 in Richtung West zu nehmen. Nach sechshundert Meter erreichten wir oberhalb Thanai den Weg Nr. 8. Dieser führte nicht etwa in Serpentinen, sondern in direkter Linie bis 36% steil hoch über eine Lichtung zum nördlich gelegenen Punkt 1988. Einen kleinen Wildbach überquerend, führte der Weg weniger stark ansteigend nach Westen, wo bald das offene Weidegelände Eisawiesen erreicht war. Ab hier nahmen wir den Weg Nr. 7, der uns sehr steil zum Gelände Plazur hoch führte. An einer Verzweigung hielten wir nach links (Weg Nr. 7A), also weg von Nr. 7, welcher über den Vinschger Höhenweg zur Martscher Alm führte. Bald erreichten wir eine einsame Jägerhütte(?), welche durch ein schief im Gelände stehendes WC zusätzlich auffiel. Immer schön den weissroten Markierung nach erreichten wir bald einen hohen Zaun, welcher uns davor bewahrte, in die mit Lawinenschutzbauten versehene Klamm einzusteigen. Stattdessen über einige sehr hohe Tritte entlang dem Zaun hoch, dann schliesslich über ein paar Serpentinen hoch zur Waldgrenze. Über der erwähnten Klamm erreichten wir Punkt 2372, den heute höchstgelegenen Punkt. Muttwiegen heisst das wunderbare Gelände, welches wir nun durchwanderten – grandios das Panorama! Und einsam unterwegs waren wir auch. Nach etwa anderthalb Kilometer auf gleicher Höhe über Mesettes, erreichten wir die markierte Verzweigung auf etwa 2370 m, wo wir zur Matscher Alm hinunter gewiesen wurden (30 Minuten, 1.2 km, 300 Hm). Der Abstieg war im obersten Abschnitt sehr steil (<30%). Bald vernahmen wir das helle Geläut der im Gelände weidenden Ziegen – herrlich! Auf der Matscher Alm angekommen, wurden wir landestypisch mit Grüesst enk willkommen geheissen. Mittlerweile viertelvorzwei – Zeit also für eine Brotzeit: Speckknödel mit Salat für Doris, Almnudeln für Ruedi, Bier und Almwasser dazu… Nach dieser Erholung wollten wir nicht den direkten Weg auf der Alpstrasse zum Glieshof hinunter laufen. Nach einem kurzen Abstieg folgte der ebenso kurze Aufstieg über das Wildwasser des Saldurbachs. Dreihundert Meter weiter hielten wir uns an den Wegweiser – über den Herrensteig waren es etwa vierzig Minuten bis zum Glieshof: ca. 2.5 km und 180 Abstiegsmeter durch lichten Mischwald, ca. achtzig Meter unter uns rauschte der Saldurbach. Die «Landung» vollzogen wir mitten im Hotelkomplex, leicht oberhalb des Parkplatzes. So beschlossen wir einen wunderbaren Wandertag bei spätsommerlichem Wetter.

Fazit:
Spätsommerwetter – ein Traumtag!

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig und sehr warm bis 26°, kaum Wind

Hilfsmittel:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 20. September 2025
Schwierigkeit: T2
Hin- und Rückfahrt: PW ab Valchava ins Matschertal bis Parkplatz Glieshof (40 Min. Fahrt)
Strecke: 9.5 km: Parkplatz Glieshof (1810 m) – Brücke über den Saldurbach (1809 m) – unterhalb des 2. P WW Nr. 9 in Richtung W – oberhalb Thanaihof ab ca. 1857 m Weg Nr. 8 – steil hoch in Richtung N bis 36% zum P.1988 – Querung in Richtung W bis Eisawiesen (2068 m) – Weg Nr. 7, aufsteilendes Gelände «Plazur» (>27%) – Jägerhütte bei ca. 2200 m – ab hier Weg Nr. 7A in Richtung NO bis zu einem Hohen Zaun (dahinter Lawinenverbauungen), ca. 2240 m – Serpentinen steil hoch (>25%) bis ca. 2300 m – ab ca. 2330 m in Richtung NO durch das Gebiet Muttwiegen, höchstgelegener Punkt 2372 – ca. 1.5 km auf gleicher Höhe über Mesettes, Verzweigung «Matscher Alm (ca. 2370 m) – teilweise steiler Abstieg bis Matscher Alm (2045 m) – zum hintersten Punkt Brücke über den Saldurbach (2022 m) – «Herrensteig» in Richtung Glieshof – Parkplatz
Aufstieg: ca. 631 m
Abstieg: ca. -603 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 55 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 40 Min.

Tageszeit: 10:20 bis 16:15 Uhr

Schöneben – Zehnerkopf 2675 m – Zehnergrat – Zwischenköpf 2630 m

Nach einem doch eher monotonen Zustieg über das Skigebiet Schöneben, bietet der «früheste» Gipfel der sogenannten Rojener Sonnenuhr (Zehner, Elfer, Zwölfer) eine grossartige Rundsicht bei heute bestem Wetter. Oben angekommen, folgte dann eine Überraschung… Aber der Reihe nach…

Ab Bergstation Schöneben wandert man gemütlich auf dem Wanderweg Nr. 9a/9b nach S hoch zu den etwa 350 Höhenmeter liegenden Bergstationen der drei Skilifte. Ab hier wurde das Gelände steiler, der Pfad schmaler und felsiger. Unschwierig in Kehren hinauf zu einer Scharte, welche den Eingang eines kleinen, alpinen Tals markiert. Der Wanderweg Nr. 9b führt zum höchsten Gipfel der Sonnenuhr, der Elferspitze (2926 m). Wir hielten uns wie vorgesehen an den WW Nr. 9a, wo die Tritte höher und das Gelände steiler wurde (bis 30%). Einige wandernde Italienerinnen waren zwar lärmig, aber offensichtlich überfordert, gaben aber nicht auf. Schliesslich wollten sie uns das viele nackte Fleisch nicht vorenthalten; bei sich bietender Gelegenheit überholten wir dann die Möchtegern-Infaulenzerinnen. Nach eineinhalb Stunden waren wir oben, erst auf einem Grat, wenige Meter weiter das gut besuchte Gipfelkreuz. Was für ein Panorama! Bei diesen knappen Platzverhältnissen wollten wir nicht lange im Weg stehen. Doris erkundete den nach S ziehenden, teilweise sehr luftigen Zehnergrat bis zum Zwischenköpf – sollte machbar sein. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit waren unabdingbar, leichte Kletterstellen bis II waren zu bewältigen. Nach einem Kilometer und anderthalb Stunden später, den Zwischenköpf erreicht, hatten wir den schwierigsten Teil der Tour hinter uns – nicht ohne die zwei, drei Schlüsselstellen zu erwähnen, die uns forderten. Rätselhaft, wie die weiss-rote Markierung durchgehend Wegspuren signalisierte; bei uns wäre das bestimmt weiss-blau und an einigen Stellen mit Fixseilen gesichert. Uns störte das nicht. An einer weniger ausgesetzten Stelle am Zwischenköpf genossen wir die verdiente Mittagsrast, und die Genugtuung, wieder einmal die Hände am Fels gehalten zu haben. Danach folgte zur Entspannung der kurze Abstieg zu einem Sattel hinunter und zum Normalweg 9b. Hier entschieden wir, aus zeitlichen Gründen die geplante Besteigung der Elfers und den anschliessenden Abstieg zur Haideralm, auszulassen. Stattdessen wanderten wir auf dem Weg Nr. 9b in Richtung N (zurück). Das lohnte sich, weil vom Weg aus die Sicht links hoch zum soeben begangenen Zehnergrat eindrückliche Bilder lieferte (siehe Fotos). Am unteren Ende des hochalpinen Tälchens trafen wir wieder zur Verzweigung Weg Nr. 9a/9b, am über uns stehenden Zehner war mittlerweile Ruhe eingekehrt. Auf dem weiteren Abstieg zu den 170 Hm tiefer liegenden Bergstationen war noch etwas Vorsicht geboten (Ermüdung, Stolpertritte). Ab den Skilift-Bergstationen nahmen wir die weglose Direttissima über die bereits verwaisten Almen, bis wir schliesslich die Bergstation Schöneben wieder erreichten. Ein paar Minuten Gondelfahrt, und schon landeten wir mitten in der Zivilisation an der Talstation am Reschensee. Klar: ein Forst zum Abschied musste sein – Viva!

Fazit:
Zum Glück setzten wir unseren ursprünglichen Tourenplan nicht um – die tolle Gratwanderung war zwar anforderungsreich, aber sehr befriedigend – auch wenn anderthalb Stunden Kraxelei auf allen Vieren Kraft kostete.

Wetterverhältnisse:
Hoch-Sommerwetter, wolkenlos, Temperatur beim Start 19° bis 26°,  beste Verhältnisse auf der gesamten Strecke, leichter Wind 13 bis 20 km/h W bis NW

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 8. August 2025
Schwierigkeit: T4, UIAA Grad II
Hin- und Rückfahrt: PW Valchava bis Reschen Talstation Schöneben-Gondelbahn, Bergfahrt nach Schöneben
Strecke: 8.7 km: Schöneben (2105 m), Weg Nr. 9a/9b – P.2343 – P.2381 – Zehnerkopf (2675 m) – Zehnergrat (ca. 1 km, meist ausgesetzt, Kletterstelle II, P.2675 und P.2661) – Zwischenköpf (2630 m) – Normalweg 9b am Grubenkopf vorbei – Verzweigung Weg 9a (zum Zehnerkopf) – Abstieg zu den drei Bergstationen der Wintersportanlagen – Direttissima über die Almen nach Schöneben hinunter – Talfahrt Gondelbahn
Aufstieg: ca. 623 m
Abstieg: ca. -615 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 45 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 15 Min.
Tageszeit: 10:40 bis 15:25 Uhr

Alp-Fahrt zur Brugger Alm (1914 m)

Heute gabs eine Alp-Fahrt, ohne Viecher zwar, dafür aber mit den Einheimischen Jörg, Roman und Viktor – zur Brugger Alm im Zerzer Tal – das liegt im Obervinschgau, westlich und hoch über dem Haidersee. Mal sehen, ob das geht mit einer Akku-Ladung… Jaja, der Jörg hatte gut lachen mit seinem Zusatzakku. Also starteten wir zum Härtetest (über 1700 Höhenmeter), Jörgs Idee! Die Fahrt nach Müstair hinunter problemlos, mit Ausnahme des kleinen Staus im engen Sta. Maria Val Müstair. In Müstair gesellte sich Viktor dazu – ab jetzt ging es etwas rassiger zur Sache – die Strecke über die Landesgrenze (kurzer Singletrail bei Puntweil) dem Rambach entlang über Rifair bis zur Calvenbrücke ist landschaftlich sehr reizvoll. Nach der Unterführung bei der Calvenbrücke erreichten wir Laatsch (Lootsch, sagen die Vinschger). In der Dorfmitte gleich nach Überquerung der Etsch galt es nach links abzubiegen. Auf dem wunderbar angelegten Radweg folgte der leichte Anstieg der Etsch entlang über Schleis nach Burgeis. Die Strecke war stark befahren, in beiden Richtungen – Achtung also, Frontalkollisions-Gefahr! Eingangs Burgeis ein Trinkhalt bei der eindrücklichen Fürstenburg. Das historische Zentrum ist eng, von vielen Touris bevölkert. Der Weiterweg führte noch immer auf dem fein angelegten Radweg mässig ansteigend hoch zum Südende des Haidersee. In einer Lichtung nahe bei Punkt 1454 steht ein architektonisch auffälliges Gebäude, das Restaurant Zeress, an vorzüglicher Lage direkt am See, und exklusiv für Wanderer und Biker. Wieder einmal erlebten wir, dass die Wander- und Radwege im Südtirol meist (beinahe) durch die Jausen hindurch führen – die Südtiroler können das perfekt. Cappuccino und was dazu, auf der Terrasse, ein Genuss in diesem Paradies! Nach dieser Pause war St. Valentin auf der Haide bald erreicht. Dieser touristische Ort liegt zwischen dem Haider- und dem Reschensee. Direkt an den Talstationen der Bergbahnen (Haideralm, Schöneben) vorbei, im Ortsteil Valatsch begann der Aufstieg. Bis zu den letzten Hotels in Plagött noch auf geteerter Unterlage, wurde es danach steiler (bis 20%), endlich auf Naturstrasse. Ab und zu galt es acht zu geben auf die vielen rassigen MTB-Downhiller, welche in voller Montur mit Vollvisierhelmen aus den seitlichen Singletrails über unseren Weg schossen. Den Skipisten-Schneisen entlang erreichten wir Oberwies; kurz danach bogen wir nach links in südlicher Richtung ab, dem heute höchstgelegen Punkt von ca. 1935 m.ü.M. entgegen. Unterwegs warf mich mein Bike beinahe ab, weil am Bord viele schöne Enziane darauf warteten, abgelichtet zu werden. Ein Glück, dass die Vorfahrer weiter oben auf mich warteten – bei dieser Aussicht ja eine Wohltat. Die Weiterfahrt führte ein paar Hm hinab ins Zerzertal, wo kurz vor der Brücke über den Zerzerbach die gut besuchte Brugger Alm liegt. Hier mussten wir einfach einkehren – das Forst-Bier schmeckte ausgezeichnet, dazu leckere Zerzer Nudeln. So durften wir es uns gut gehen lassen, zur Weiterfahrt aufzuraffen war schon anstrengend! Die anschliessende Steilabfahrt über den Zerzerbach hinunter an den Haidersee führte vorbei am phänomenal aussichtsreich gelegenen Kirchlein St. Martin. Ein Fotohalt musste sein. Auf bestpräparierter Naturstrasse die weitere Abfahrt, hinter uns aufstiebender Staub. Bei Fischerwiesen am Südende des Haidersees schloss sich die Alm-Runde, und es folgte die 9 km lange Traumabfahrt über Burgeis und Schleis nach Laatsch hinunter. Dieser vorbildlich angelegte Radweg muss stark befahren sein – unterwegs immer wieder Hinweise auf elektronisch gemessene Geschwindigkeit (roter Smilie = über 30 km/Std….). In Laatsch angekommen, folgte die Pflicht zur Einkehr in der Bar bei der Mühle – Affogato oder Amarena-Gelato, alles ohne Rahm, versteht sich! Schliesslich hatten wir noch ca. 430 Hm über eine Strecke von ca. 16 km zu bewältigen – und das bei mittlerweile spürbarer Hitze(!). Ab Calvenbrücke die wunderschöne Fahrt dem Rambach entlang aufwärts über Rifair, Puntweil nach Müstair. Hier verabschiedeten wir uns von Viktor. Die restliche Fahrt über Sta. Maria Val Müstair nach Valchava, obwohl bergwärts, beinahe schon angenehmes Ausrollen. Zuhause angekommen die Feststellung, dass mein (Bike-)Akku beinahe leer war. Zufrieden über eine tolle Tour und eine ebensolche Leistung verabschiedeten wir uns – danke herzlich Jörg für die Touridee!

Fazit:
Eine lange Rundfahrt mit vielen Höhenmetern im Val Müstair und im nahen Obervinschgau – einfach nur herrlich, etwas für die Erinnerung!

Wetterverhältnisse:
Bilderbuch-Wetter, ohne Wolken, Wind ca. 10 km/h S bis O

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 30. Mai 2025

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, meist auf befestigten Fahrwegen, ab und zu sehr steil
Strecke: 60.7 km, Valchava (1415 m) – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Schiessanlage Müstair Chalavaina (1284 m) – Camping Muglin (1248 m) – Müstair (1247 m) – Puntweil, Landesgrenze CH-I (1220 m) – Rifair – dem rechtsliegenden Ufer des Rambachs entlang bis zur Calvenbrücke (967 m) – Laatsch (987 m) – Radweg der Etsch entlang – Schleis (1064 m) – Burgeis (1203 m) – Haidersee P.1454 – St. Valentin auf der Haide (1459 m) – Plagött (1627 m) – Oberwies – P.1840 – P.1915 – Brugger Alm (1914 m) – Kirche St. Martin (1785 m) – P.1675 – Faulsee P.1570 – Fischerwiesen, Südende Haidersee – restlicher Weg bis Müstair analog Hinweg – Müstair (1247 m) – Camping Muglin (1248 m) – rechtes Ufer Rom bis Schiessanlage Müstair Chalavaina (1284 m) – Via Sielva – Center da sandà (1356 m) – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Valchava
Aufstieg: ca. 1710 m
Abstieg: ca. -1710 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 30 Min. (viele Pausen halt…)
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 25 Min.
Tageszeit: 10:00 bis 16:30

Bikefahrt zum Egghof ob Taufers – Käse-Einkauf

Heute, an Auffahrt, wollten wir zum Egghof hochfahren. Ein Stück Arbeit, die sich lohnte. Denn auf dem Erbhof Egghof wird seit über vierhundert Jahren Erbgeschichte geschrieben. Heute lebt dort die Familie Gottfried und Esther Höchenberger, und in der hofeigenen Ziegenkäserei wird beste Rohmilch von eigenen Ziegen verarbeitet. Also nichts wie hin, mit möglichst leeren Rucksäcken… Für die Fahrt für die ca. 14 km benötigten wir eine Stunde. Selbstverständlich hätten wir auch mit dem Auto hochfahren können; mit dem eBike hingegen ist es schöner. Die Fahrt über Sta. Maria Val Müstair nach Müstair und wenig später über die Landesgrenze nach Taufers im Münstertal haben wir in anderen Berichten schon ausreichend beschrieben. Nach der engen Durchfahrt durch die Ortsmitte von Taufers folgte der Abzweiger in Richtung Kirche St. Blasius. Jetzt wurde es sportlich: vor uns knapp 500 Hm Anstieg über eine Strecke von 4 km. Die sehr enge (geteerte) Bergstrasse verfügt nur über wenige Ausweichstellen – mit Ausnahme eines talwärts fahrenden LKWs erlebten wir aber keine kritischen Begegnungen. Der Egghof ist nicht zu verfehlen, endet dort doch die Fahrstrasse. Von hier aus wanderten wir auch schon zum Tellakopf (05.11.2024). Draussen vor dem Haus genossen wir nicht nur die phänomenale Aussicht, sondern auch die hauseigenen Produkte (frischer und gereifter Ziegenkäse, Speck natürlich, und leckere Kaminwurz, und natürlich frisches Schüttelbrot dazu). Zum Schluss der Einkauf für zuhause: junger und gut gereifter Ziegenkäse. Mit prall gefüllten Rücksäcken verabschiedeten wir uns von Ester und Gottfried, um die Talabfahrt anzutreten. In Müstair genossen wir im schön designten La Cuort von Selina Ruinatscha einen Espresso, dazu ein Stück Apfeltorte (fein…). Für den Rest der Rückfahrt nahmen wir die Strecke vorbei am Camping Muglin, dann entlang dem rechten Ufer des Rombachs bis zur Schiessanlage Müstair Chalavaina, von dort abseits der heute stark befahrenen Ofenpassstrasse (Auffahrtsverkehr!) oberhalb Sielva nach Sta. Maria Val Müstair. Zum Schluss die enge Ortsdurchfahrt und drei Kilometer ausrollen bis Valchava.

Fazit:
Eine tolle Einkaufstour!!

Wetterverhältnisse:
Schön mit hoher Bewölkung, ~17°, leichter Wind 5 bis 15 km/h N und W

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 29. Mai 2025

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, durchgehend auf befestigten Fahrwegen
Strecke: 28.1 km, Valchava (1415 m) – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Rom-Brücke -(1343 m) – Faschas – Pradöni Somvi (1327 m) – Müstair, Kloster St. Johann (1247 m) – Vallatscha  Sura – Landesgrenze CH-I Grenzstein Nr. 15 – Cunfin (1247 m) – Taufers im Münstertal (1240 m) – Kirche St. Blasius – Baustadlhof – Egghof (1723 m) – Talfahrt bis Taufers wie Bergfahrt – Sportplatz Taufers (1295 m) – P.1298 – Vargarolabach, Landesgrenze i-CH – P.1327 – Punt Sura (1327 m) – Müstair (1247 m) – Camping Muglin (1248 m) – rechtes  Ufer Rom bis Schiessanlage Müstair Chalavaina (1284 m) – Via Sielva – Faschabella – P.1403 – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Valchava
Aufstieg: ca. 920 m
Abstieg: ca. -920 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 55 Min.
Tageszeit: 11:20 bis 15:35

Obervinschgau: Schludernser Waale

Die 18 km Fahrt von Valchava über die Landesgrenze CH/I nach Schluderns dauerte knapp zwanzig Minuten. Das heutige Wandergebiet lag also beinahe vor unserer Haustür. Schon länger wollten wir die Waale im Obervinschgau besuchen. Waale haben die gleiche Bedeutung wie im Wallis die Suonen (oder franz. Bisses genannt). Wir starteten beim Bahnhof Schluderns, wo ausreichend (kostenlose) Parkplätze zur Verfügung stehen. An der dort stehenden Bar genossen wir den Startkafi (Capuccino natürlich!). Dann liefen wir durch das Zentrum des schönen Städtchens in Richtung des prominent stehenden Schlosses Churburg, einer der schönsten Schlossanlagen Südtirols. Vorbei an der Churburg bogen wir bei P.999 ab, um richtig steil weiter aufzusteigen zum Vernalhof. Der Weg bis dorthin ziemlich holprig und steinig – im Hochsommer wäre dieser Aufstieg ziemlich schweisstreibend. Die Aussicht zu den Ortleralpen und in die Talebene von Prad am Stilfserjoch prächtig. Nach dem Vernalhof erreichten wir mit Eintritt in den Wald den Bergwaal, resp. die Stelle, wo dieser endet und sich die Einspeisestelle befindet, welche die Bewässerung des Landwirtschaftslandes sicherstellt. Der Weg entlang des Bergwaals führte uns in das bewaldete Matschertal, sehr attraktiv und auf guten Pfaden entlang des viel Wasser führenden Waals, welcher überwiegend im natürlichen Bachbett dahin plätschert. Ab und zu führt die Wasserleitung über wenige Meter durch unterirdische Kanäle oder Rohre. Nach etwa vier Kilometern überquerten wir den Aviunserbach  und wenig später erreichten wir den hintersten Teil der Schlucht des Saldurbaches, von wo das Wasser in die Waale abgeleitet wird. Wir überquerten die Talmitte, um auf der orografisch rechtsliegenden Talseite dem Leitenwaal entlang in Richtung Schluderns zurückzuwandern. Dabei kamen wir an der Ganglegg vorbei, einer unscheinbaren Schieferkuppe, Fundstätte von Überresten einer befestigten Höhensiedlung der Bronze- und Eisenzeit ist. Einige nachgebaute Behausungen aus verschiedenen Epochen könnten hier besichtig werden. Irgendwie verpassten wir diese Stelle, wahrscheinlich wegen der ganz in der Nähe abgehaltenen Mittagsrast… Wenige Meter nach dem privaten, idyllisch gelegenen Weier Leiten Tschett hielten wir links, um auf dem Sonnensteig zum Kalvarienberg abzusteigen. Beim Aussichtspunkt Griggwaal – einem tiefer im Matschertal gelegenen Wasserweg – waren die letzten Abstiegsmeter ins Städtchen Schluderns hinunter felsig und erstaunlich steil. Der Gang vorbei an der Kirche und am Rathaus war von leichter Eile geprägt. Schliesslich erwartete uns auf der Rückfahrt über Mals in Laatsch eine Gelateria, wo es beste Gelati zu geniessen gab…

Fazit:
Eine Frühlingswanderung im nahen Vinschgau – sehr attraktiv zu dieser Jahreszeit, wenn im Val Müstair Wanderungen in höhere Lagen noch unter Schnee liegen. Trittsicherheit an engen Stellen von Vorteil.

Wetterverhältnisse:
Sonnig, Schönwetterbewölkung, schwacher Wind 7 km/h NO, 11 bis 19°

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial Komoot/GPS

Parameter:
Tour-Datum: 22. April 2025
Schwierigkeit: T2
Strecke: 7.9 km: Schluderns, Bahnhof (919 m) – Churburg (970 m) – Verzweigung bei P. 999 – Vernalhof (1151 m) – Bergwaal – Aviunserbach (1207 m) – Leitenwaal – Brücke über den Saldurbach (1203 m) – Leiten Tschett (1123 m) – Sonnensteig (ab ca. 1112 m) – Kalvarienberg – Aussichtspunkt Griggwaal (979 m) – Schluderns
Aufstieg: ca. 354 m
Abstieg: ca. -357 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 35 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 14:40 Uhr