Archiv der Kategorie: Radfahren

Tanzbodenalp-Bike

Auf der Tanzbodenalp waren wir gefühlte zehn mal, mit Schneeeschuhen, zu Fuss und heute mal mit dem e-MTB. Wollten mal testen, ob wir den anspruchsvollen und ziemlich steilen, zwei Kilometer langen Trail ab Stockhütte schafften. So viel schon mal im voraus: es kam gut – im Aufstieg jedenfalls, die Abfahrt, naja, das ist eine andere Geschichte. Der Reihe nach: die Strecke bis Gommiswald und von dort nach Rieden hoch bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Herbstlich stimmungsvoll die schöne Landschaft, der Blick zur Linthebene und zu den bereits leicht überzuckerten Glarner Voralpen. Im kleinen Dorf Rieden die kolossale Kirche, dahinter der Nagelfluhkoloss Speer. Diesem näherten wir uns in der Auffahrt nach Bachmannsberg bis auf eine Distanz von fünf Kilometern. Vorbei an ein paar Ferienhäuschen und auch am Parkplatz Müselen kratzten wir beim Cholwald die 1000er-Höhenlinie. Nach etwas mehr als einem Kilometer war das Fahrverbot bei der Schwandegg (für den motorisierten Verkehr) erreicht. Ab jetzt wurde es ernster, was wir selbstverständlich wussten. Die paar hundert Meter auf dem Weg bis zur Skihütte Stock dienten dazu, sich an die zunehmend holprige Unterlage zu gewöhnen. Bei der Stockhütte nahmen wir uns den Wanderweg vor, sehr steil und sehr steinig, zum Glück aber trocken. Auf den ungefähr anderthalb Kilometern bis zur Chüebodenegg waren mehr als zweihundert Höhenmeter zu bewältigen, idealerweise ohne unkontrolliert abzusteigen. Das gelang, mit Ausnahme einer kurzen Schiebepassage an der steilsten Stelle – viel Schotter und die Gefahr abgeworfen zu werden. Alles gut gegangen, an der Verzweigung unterhalb der Chüebodenegg flachte das Gelände etwas ab, so dass wir vor den zwei folgenden kurzen Aufschwüngen bis zur Wirtschaft Tanzboden verschnaufen konnten. Grossandrang! Draussen hätte es noch wenige Plätze gehabt – für uns zu windig. Drinnen in der gemütlichen Gaststuben drängten wir uns in eine Lücke; dem Genuss von Suppe und Wurst stand nichts mehr im Weg – ausser, dass Senf und Kartoffelsalat ausgegangen waren… Dass der Laden brummte, gönnten wir den Wirtsleuten. Nach der ausgedehnten Mittagspause und den obligaten Fotos von Säntis und Churfirsten folgte die Herausforderung der Abfahrt. Der Start gelang trotz starkem Gegenwind, aber wir merkten schon, dass wir keine Downhiller sind. Die Stockhütte bereits in Sichtweite, meisterte Doris den Trail sehr gut – ich weniger… Muss ein grosses und meterhohes Loch übersehen haben, dachte intuitiv, das mit einem kleinen Sprung zu meistern – mein Bike machte nicht mit und warf mich ab, Sturz mit Salto vorwärts, Stilnote 0. Junge Wanderer halfen wir auf die Beine – danke schön! Ich dachte schon, mein Skelett müsste neu zusammengesetzt werden. Staunend (und glücklich) stellte ich fest, dass da nix schmerzte. Auch das Bike nahm keinen Schaden, muss aber morgen zur Wäsche. Schwein gehabt! Etwas eingeschüchtert die Weiterfahrt, vorbei an der Stockhütte und weiter unten auf etwas ruhigerer Strasse am Cholwald vorbei. Unterhalb Bachmannsberg, bei der Verzweigung P.885 angekommen, legten wir einen Fotohalt ein: zwei Grautiere posieren, hübsch! Rieden und wenig später Gommiswald waren rasch erreicht. In Ernetschwil bogen wir ab, um die uns bekannte Strecke über Altbad durch das idyllische Ranzachtobel und am Fabrikweier vorbei zur A15 hinunterzufahren. Da die Autobahn für uns nicht zu befahren war, nahmen wir die Strecke über Uznaberg unter die Räder, unspektakulär dann die weitere Rückfahrt über Neuhaus, Eschenbach, Ermenswil nach Hause.

Fazit:
Sportliche Biketour zur Tanzbodenalp, immerhin mit 1400 Hm, heute zum ersten mal auf zwei Rädern…

Wetterverhältnisse:
Weniger sonnig, als von den Wetterfröschen vorausgesagt, teilweise bewölkt, trocken, ziemlich böiger Föhn bis 50 km/h, ca. 10 bis 14°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 29. Oktober 2023
Schwierigkeit: WS=Gut fahrbar, mit technischen Abschnitten (z. B. Wurzeln, Steine, enge Kurven, steile Up- und Downhills).
Strecke: 58 km: Rüti ZH (478 m) – Ermenswil (484 m) – Eschenbach (479 m) – Neuhaus (490 m) – St. Gallenkappel (592 m) – Waldegg (648 m) – Steg – Ernetschwil (576 m) – Gommiswald (583 m) – Rieden (717 m) – P.885 – Bachmannsberg – Müselen (959 m) – Cholwald (1013 m) – P.1126 – Stock (1188 m) – Chüebodenegg (1402 m) – Tanzboden (1443 m) – Rückweg bis Ernetschwil wie Hinweg – Ernetschwil – Altbad (574 m) – Ranzachtobel – Fabrikweier (490 m) – Usserhirschland, Kreisel (420 m) – Uznaberg – Alte Uznabergstrasse – Hinterwis (489 m) – Neuhaus (502 m) – Eschenbach (479 m) – Ermenswil – Rüti
Aufstieg: ca. 1400 m
Abstieg: ca. -1400 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 20 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 16:05 Uhr

Panoramatour Lützelsee – Zürisee

Wie immer freitags, heute der Dreizehnte(!) – dreizehn BikerInnen trafen sich zu einer Runde im schönen Zürioberland – Harry’s Bike Treff. Heute mit drei Neulingen: herzlich willkommen Susanne, Daniela, Albert (nicht Einstein…). Hardy’s Schongang führte uns in den flacheren Teil des Zürioberland – nicht zuletzt aus Rücksicht auf das heutige Abendprogramm in Harry’s Bike Lounge: Ghackets mit Hörnli und Öpfelmues. Die Strecke muss nicht speziell beschrieben werden, also halten wir uns diesmal kurz und lassen die Bilder sprechen. Erwähnenswert noch dies: der Zwischenhalt im Birchhof Beizli hatte es in sich, die hausgemachten und sagenhaft guten Hefeschnecken gingen weg wie… Die gesamte Strecke unserer «Bummelfahrt» führte durch eine paradiesische Landschaft wie im Bilderbuch und das bei bestem Wetter. Zum Abschluss der gemütlichen Runde trafen wir uns bei Harry’s Bike Lounge zur Verpflegung.

Fazit:

Eine kameradschaftlich und landschaftlich wunderschöne Bikerunde. Danke herzlich allen Beteiligten!

Wetterverhältnisse:
Augenwasserwetter, Sommer mitten im Herbst, sonnig bei schöner Fernsicht, wolkenlos, kaum Wind, Temperatur 11 bis 22°

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil

Parameter:
Tour-Datum: 13. Oktober 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 36 km: Rüti (Pfauen, 469 m) – Talgarten – Rütiwald – A15 (502 m) – Barenberg (505 m) – Rüteli (513 m) – Schwöschterrain (517 m) – Laufenbach – Hombrechtikon (495 m) – Lützelsee (518 m) – Hasel (506 m) – Adletshusen (517 m) – Reitbach (533 m) – Reitbacher Riet – Fuchsrüti (520 m) – Hanfgarten, Birchhof Beizli (499 m) – Zelgli – Langmatt – Grüningen (497 m) – Tränkibach – Platten – Dändlikon (526 m) – Uetzikon (551 m) – Untere Auen – Mülihölzli (600 m) – Lochrain – Buechstutz (573 m) – Stuckiweg – Hinter Ghei (540 m) – Aberenstrasse – Hüttenacher – Turpenweid (512 m) – Widmen (502 m) – Grütrain (492 m) – Hinderholz, Hombrechtikon (461 m) – Usser Langenriet (452 m) – Feldbach, Höhenweg – Feldbachstrasse – Sandacker – Schlatt – Sageli – Lenggis (463 m) – Bubikerstrasse – Fischenriet – Engelhölzli – Eichrain – Rüti (Pfauen)
Aufstieg: ca. 460 m
Abstieg: ca. -460 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 10 Min.
Tageszeit: 10:00 bis 13:00 Uhr

Bauma – Bichelsee – Bärlischwand – Schmidrüti – Allenwinden – Sternenberg – Wald

Unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – Startort war heute Bauma. Den Treffpunkt erreichten wir bequem mit einer halbstündigen Bahnfahrt. Und eines stand bereits zu Beginn fest: das wird eine besonders schöne Tour; in einer uns wenig bekannten Gegend im östlichen Grenzland des Kantons Zürich und im südlichen Hinterthurgau (auch als Tannzapfenland bezeichnet), und das bei schönstem Wetter. Bauma verliessen wir unter Führung von Fritz und Willy auf flacher Fahrt dem ausgetrockneten Flussbett der Töss entlang – ein trauriges Bild. Vorbei an Juckeren und Wila erreichten wir nach zehn Kilometern Turbenthal. Hier bogen wir ab nach Osten, um den Bichelsee zu erreichen. Im geschlossenen, aber frei zugänglichen Bad machten wir Rast – niemand von uns wagte ein Bad im kühlen Nass des idyllisch gelegenen Badeseeleins. Die Badi liegt noch auf Zürcher Boden, doch wenige Meter später überfuhren wir ein erstes Mal die Kantonsgrenze ZH/TG. Zweieinhalb Kilometer weiter, in der Dorfmitte von Bichelsee-Balterswil, drehten wir nach Süden, um ins Gupfetal hinein zu fahren. Jetzt musste schon kräftig pedaliert werden, und wer wollte, konnte die elektrische Unterstützung erhöhen. Unglaublich, die Schönheit dieser Landschaft! Vorbei an den Höfen Steig und Grund fuhren wir der Kantonsgrenze entlang zum Weiler Rengerswil und wenig später den am Ende einer halbrunden Geländekammer liegenden Hof Bärlischwand. Die Runde schlossen wir bei Ober-Speck, um wieder nach W zu fahren, den Ort Sitzberg mit seiner markanten Kirche vor uns. In der Gartenwirtschaft des Sternen vergnügten wir uns bei Kafi und Eis (schliesslich war ja noch immer Sommer…). Die Weiterfahrt auf der geteerten Strasse endete bald nach Sitzberg, bei P.803 – dort verführte uns Fritz ins Niemandsland der Ausserirdischen* – ohne Vorwarnung(!). Nach einer etwas ruppigen Strecke durch den Wald erreichten wir Hinterschmidrüti, eine mitten im Wald gelegene Gebäudegruppe. Die Durchfahrt war als Privatgrund markiert, also wichen wir aus, um diesen mysthisch anmutenden Ort oberhalb zu umfahren – die Umfahrung war der Steilheit und Unterlage wegen herausfordernd. Zweihundert Meter weiter erreichten wir Schmidrüti, wo Fritz eine Zählung seiner Schäfchen vollzog, begründet mit der neckischen Frage, ob wir keinem Ufo begegnet seien (siehe Abschnitt *Zusatzinformationen). Unwissend, wie wir waren (trifft jedenfalls auf den Autor voll zu!), rätselten wir nicht weiter, sondern beschäftigen uns gleich mit einer Spitzkehre, um weiter nach Osten hochzufahren. Oberhalb, am Schmidrütichapf, liegt eine von sechs Stellungen der Schweizer Luftwaffe, die mit dem Fliegerabwehr-Lenkwaffensystem BL-64 ausgerüstet waren (sog. Bloodhound Lenkwaffenstellungen). Wenig weiter, nach Krinnensberg bei P.842, überfuhren wir ein weiteres Mal die Kantonsgrenze, um die Höhe haltend über Zinggen und Rotbühl Allenwinden zu erreichen. Nach Kaltenbrunnen überquerten wir ein letztes Mal die Kantonsgrenze, um nördlich des Hörnli die Häusergruppe von Gfell zu erreichen. Statt, wie ursprünglich geplant, ins Tälchen des Steinenbachs abzufahren, stimmten wir dem Vorschlag Fritz’ gerne zu, noch etwas oben zu bleiben und die aussichtsreiche Fahrt über Sternenberg, Höhstock, Musterplatz, Schindlet zu geniessen. Herrliche Weitsicht, Glärnisch und Tödi im Wettstreit um unsere Gunst. Die rassige Abfahrt nach Bauma hinunter sorgte dann für glühende Scheibenbremsen. In Bauma schloss sich der Kreis, nun folgten ca. 11 Kilometer rollende Fahrt der Töss entlang bis nach Gibswil – vorbei an der schönen Rietlandschaft. In Ried verabschiedeten wir uns, weil sich die Gruppe auflöste. Wir fuhren über Jonatal nach Wald hinunter, weiter durch das Grundtal zum Pilgersteg-Kreisel, die Abfahrt nach Rüti reine Formsache. Zum Abschluss gönnten wir uns die Einkehr in unserem Stammlokal bei Harry’s Bike Lounge.

*Zusatzinformationen (recherchiert im Web):
In Schmidrüti befanden wir uns im Bibelgürtel des Tösstals im Osten des Kantons Zürich, wo Ufo-Gläubige und Jesus-Fans ihr Glück suchen. Wo das Radio zu rauschen beginnt und sich der Mobileempfang verabschiedet, dort liegt Schmidrüti. Ein Weiler im Tösstal, inmitten von Bäumen und Wiesen, nur durch eine kurvige Strasse zu erreichen, die sich langsam in die Höhe schraubt. Ausgerechnet hier oben logieren internationale Gäste im Gasthaus des Dörfchens. Die Besucher sind nicht wegen der landschaftlichen Schönheit da – sie lockt vielmehr Aussergewöhnliches: das Semjase-Silver-Star-Center. Die Figu (Freien Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien), wie sich die Gruppierung nennt, hat ihr Zentrum vor 40 Jahren auf einem verfallenen Hof in Hinterschmidrüti errichtet. Und dort soll es auch «für alle Zukunft» bleiben, findet deren Anführer Christian Frehner. Die haben Kontakt zu den Ausserirdischen – jawoll! Die Figu ist mit Sicherheit die exotischste Glaubensgemeinschaft im Tösstal, aber längst nicht die einzige. Das abgelegene Tal wird gerne als Bibelgürtel Zürichs bezeichnet, eine Region also, wo sich viele Freikirchen tummeln.

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen besonders reizvoller Tourentag! Bis bald wieder einmal!

Wetterverhältnisse:
Ein herbstlicher Schönwettertag vom feinsten, Sonnenschein und wenig Wolken, kaum Wind, ca. 14 bis 24°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 12. Oktober 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 65.6 km: Bauma (643 m) – Altlandenberg – Juckeren – Au, Töss (593 m) – Wila (571 m) – Turbenthal (554 m) – Oberhofen (592 m) – Neubrunn – Seelmatten – Bichelsee (591 m) – Bichelsee-Balterswil (601 m) – Gupfetal – Steig (692 m) – Grund (724 m) – Rengerswil – Bärlischwand (777 m) – Sitzberg (793 m) – P.803 – Chileweg durch das Kommandantenholz – Hinterschmidrüti – Schmidrüti (811 m) – Krinnensberg – Kantonsgrenze ZH/TG (842 m) – Tännliswis (829 m) – Zinggen (823 m) – Rotbühl (852 m) – Allenwinden (913 m) – Kaltenbrunnen – Kantonsgrenze TG/ZH (931 m) – Gfell (904 m) – Sternenberg (886 m) – Höhstock (885 m) – Musterplatz (857 m) – Schindlet (875 m) – Hörnen – Bauma, Töss (643 m) – Blacketen (650 m) – Tössbrücke – Seewadel (654 m) – Lipperschwendi (684 m) – Lenzen (686 m) – Aesch, Bahnhof Steg – Steg im Tösstal (698 m) – Schmittenbach – Bodmen (722 m) – Fischenthal, P.748 – Fistel (754 m) – Fischenthalerriet – Gibswilerriet – Gibswil (757 m) – Ried (762 m) – Jonatal (676 m) – Wald ZH (614 m) – Bleicheareal – Tüfentobel (573 m) – Grundtal (566 m) – Pilgersteg, Kreisel (549 m) – Rüti ZH (478 m)
Aufstieg: ca. 1000 m
Abstieg: ca. -1170 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 30 Min.
Tageszeit: 11:25 bis 16:25 Uhr

Harry’s Bike Treff: Rüti – Greifensee – Forch – Guldenen – Pfannenstiel – Hochwacht

Wie immer freitags – trafen wir uns zu einer Runde im schönen Zürioberland – Harry’s Bike Treff. Elf Biker – rekordverdächtig! Heute führte uns Hardy auf die Forch und von dort von der «verkehrten» Seite her über den Pfannenstiel zur Hochwacht. Die Fahrt bis zum Südende des Greifensee wie erwartet im leichten Nebel – naja, die Nebelleuchten hatten wir ja eingeschaltet. Kurz vor Maur dann die sonnige Erhellung, unsere Route führte am Ortsanfang von der Hauptstrasse weg in die Höhe – der Aufstieg hoch nach Äsch und Forch führte vorbei an schmucken Bauernhäusern und Villen. Nach einem kurzen Stück entlang der Forchstrasse A52 erreichten wir das Dorf Forch und durchquerten dieses durch das alte Zentrum. Nun war das Ziel, das Forchdenkmal, offiziell kantonal-zürcherisches Wehrmännerdenkmal, nicht mehr zu verfehlen. Dort oben angekommen, staunten wir nicht schlecht darüber, von der hinter uns herfahrenden Polizei besucht zu werden. Naja, wahrscheinlich wollte man einfach sicherstellen, dass wir keine unbewilligte Wahlveranstaltung abhielten. Das Gespräch mit dem Uniformierten war dann sehr freundschaftlich – man wollte wohl lediglich feststellen, ob wir über die entsprechenden Lämpli verfügten – Ausweise waren nicht gefragt. Das Denkmal wird durch eine riesige, eherne Opferflamme auf einer steinernen Stufenpyramide gebildet. Die mächtige Flamme schiesst steil und spitz himmelwärts. Sie ist 18 Meter hoch. Die Stufenpyramide zählt 11 Stufen, sie hat eine Höhe von 4.18 Meter. Am Sockel ist der Spruch eingemeisselt ist: Dies Denkmal baute das Zürcher Volk als Sinnbild seiner Opfer, die der Weltkrieg 1914 – 1918 zu des Vaterlandes Schutz forderte. Die Aussicht, heute sogar bei guter Fernsicht, war ein Genuss, so dass wir es länger als geplant aushielten. Die Weiterfahrt führte uns über steilere und schmale Wiesenwege über die Luegeten und schliesslich zur Alten Forchstrasse und der Forchbahn hinunter. Nach der Unterquerung der A52 gelangten wir auf der Höhe von 650 m.ü.M. zu den am Küsnachter Berg liegenden Weilern Wangen und Limberg. Oberhalb der ersten Villen von Erlenbach die Richtungsänderung, um nach Osten Rinderweid zu erreichen und aussichtsreich südlich des Hofertobels Fröschgülen zu erreichen. Eine «Fröschgülle» ist eine Sumpfstelle oder ein Tümpel, wo sich Frösche aufhalten – vom Teich sahen wir nichts, dafür die grosse Trafostation. Hardy führte uns zielsicher auf die Guldenenstrasse, auf welcher wir Vorder-Guldenen und wenig später die Guldener Höchi erreichten. Im Wäldchen Chüelenmorgen konnten wir die vom Aufstieg angestaute Hitze etwas abbauen. Viel Volk unterwegs heute, alle wollten diesen schönen Herbsttag über dem Nebel geniessen. An der Guldener Höchi wollte man uns an einer Grillstelle sogar Kürbissuppe anbieten – wir lehnten dankend ab, hatten besseres vor… Den nahen, im Wald versteckten Pfannenstielgipfel (853 m.ü.M.) verpassten wir, weil in der Slalomabfahrt an den vielen Fussgängern vorbei zur Hochwacht hinunter Vor- und Umsicht gefragt waren. Im Restaurant Hochwacht dann eine verdiente Pause im Garten unter den Bäumen – schööööön. Vom heute höchstgelegenen Punkt dann die kontrolliert-rassige Abfahrt über 200 Hm bis nach Gibisnüd hinunter. Nach Überquerung der stark befahrenen Meilenerstrasse folgte die lauschige Waldstrecke über den Chrüzlenboden zum Stäfnertürli. Nach der Überquerung der Bergstrasse oberhalb Männedorf Widenbad auf der Stuckistrasse zum Mülihölzli, schon wieder eine Bergstrasse überquerend, landschaftlich reizvoll über den Wannenmösliweg und über eine Korporationsstrasse die Gegend Obsirain und Risiboden streifend Eggacher erreichend. Oberredlikon, Hinter Ghei, Vorder Ghei heissen die nächsten Weiler. Ich erwähne die vielen lustig klingenden Namen, weil sie mir gefallen. Durch die Aussenquartiere Wisental und Niderfeld erreichten wir das Zentrum von Hombrechtikon. Bei der Ortsdurchfahrt verloren wenige von uns die Orientierung wegen der Baustellen – Hardy kannte aber die vielen Schleichwege bestens. Am östlichen Dorfrand Hombrechtikons zog es uns weg von der Haupstrasse; über Oberwolfhausen, Botzflue, Widenswil genossen wir die Bummelfahrt durch die wunderschöne Landschaft südlich des Hüsliriets. Beim Egelsee und Weierriet vorbei, ab durch die Kämmoos-Kreisel. Nach zwei Kilometern schwenkten wir ab in den Hinterhof unseres Basecamps bei Harry Bike Shop, resp. dessen Harry’s Bike Treff. Die Bratwürste glühten schon – naja, wir hatten etwas Verspätung. Nach dem Lunch der Abschied von einer tollen Runde und von Harry’s Bikern und seinem Team.

Fazit:
Wieder eine kameradschaftlich und landschaftlich schöne Bikerunde. Auf die nächste Ausfahrt am Freitag dem Dreizehnten(!) freuen sich alle – und am Abend dann Ghackets mit Hörnli und Öpfelmues!

Wetterverhältnisse:
Herbstliche Stimmung, anfänglich etwas Nebel, im Tourenverlauf sonnig bei schöner Fernsicht, wolkenlos, kaum Wind, Temperatur 10 bis 19°

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil

Parameter:
Tour-Datum: 6. Oktober 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 52.9 km: Rüti (Pfauen, 469 m) – Kämmoos, Golfplatz (491 m) – Ritterhaus (508 m) – Bubikon (510 m) – Brach – Herschmettlen – Brücke über die A15 – Ottikon, Kreisel bei P.503 – Unterottikon (491 m) – Chindismüli (465 m) – Tägernau (456 m) – Jungholz (454 m) – Brand (452 m) – Mönchaltorf (441 m) – Silberweid (438 m) – Rällikon (442 m) – Üssikon – Maur (461 m) – Hell (564 m) – Äsch – Forch (680 m) – Wehrmännerdenkmal (730 m) – Neue Forch (677 m) – Wangen (638 m) – Limberg (652 m) – Küsnachter Berg – Rinderweid – Hof (597 m) – Fröschgülen (683 m) – Guldenenstrasse bis Vorder-Guldenen (794 m) – Guldener Höchi (842 m) – Stuckiweg zum Pfannenstiel (842 m) – Hochwacht – Vorderer Pfannenstiel (728 m) – Stuckistrasse bis Gibisnüd, Chrüzlenstrasse (641 m) – Gibisnüdweg – Chrüzlenboden (640 m) – Stäfnertürli (613 m) – Stuckistrasse bis Mülihölzli (600 m) – Wannenmösliweg – Eggacher – Oberredlikon (546 m) – Hinter Ghei (540 m) – Wisental – Niderfeld (505 m) – Hombrechtikon (500 m) – Oberwolfhausen (524 m) – Widenswil (521 m) – Rütistrasse beim Egelsee (494 m) – Kreisel Kämmoos (495 m) – Rüti (Pfauen)
Aufstieg: ca. 894 m
Abstieg: ca. -892 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 10:00 bis 14:00 Uhr

ZO-Runde Volketswil-Greifensee

Wieder einmal unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – wie immer ein schönes Erlebnis. Willy und Kathrin führten uns in unserem schönen Zürioberland rum, mit wenigen Höhenmetern, aber dennoch spannend. Die Vorhersagen versprachen trockene Witterung, mit hoher Bewölkung, immerhin mit der Aussicht auf ca. drei Stunden Sonnenschein. Das waren sehr akzeptable Voraussetzungen, und in der Folge versammelten sich vierundzwanzig(!) BikerInnen zur Tour, die meisten starteten in Wald, zu fünft stiessen wir auf der Strecke in Oberdürnten zur Gruppe. Die gemütliche Fahrt führte uns erst nach Hinwil, von dort über Erlosen nach Wetzikon, wo es in Robenhausen einen Kafihalt gab. Die Weiterfahrt westlich des Pfäffikersees über Seegräben, Ottenhausen über „mein“ Jagdrevier am Römerbrünneli vorbei – durch den Bürglenwald nach Wermatswil. Vorbei an schön dekorierten Riegelhäusern erreichten wir Freudwil und wenig später Gutenswil – tolle Landschaft! Ab Gutenswil folgte die Abfahrt nach Volketswil, eingangs Dorf in Richtung Friedhof zum Griespark. Dieser grosse Freizeit- und Naturpark lädt ein zum Verweilen – da liessen wir uns nicht zweimal bitten: Mittagsrast bei mittlerweile vollem Sonnenschein und an schön angelegten Teichen. Nach diesem Genuss dann die Fahrt durch das Labyrinth von Wohnblocks, Gewerbebauten, Einkaufszentren – ziemlich städtisch und für uns Landeier etwas aufregend. Jedenfalls waren wir erleichtert, Schwerzenbach zu erreichen und dort die Glatt zu überqueren. Ab Fällanden wurde es bedeutend ruhiger, auch wenn es galt, auf der Fahrt dem Greifensee entlang Frontalkollisionen mit entgegenfahrenden Bikern zu vermeiden. Ab Mönchaltorf der Mönchaltorfer Aa entlang über Land und vorbei an den Dörfern Gossau und Grüningen (Tschuldigung: Stetli Grüningen heisst es richtig) – schön die Sicht zur Schlosskirche. Dann folgte die enge Durchfahrt an Chindismüli vorbei nach Unterottikon, wo an der Kreisel wegen des Berufsverkehrs leichte Hektik aufkam. Weiter oben, in Oberottikon, beruhigten wir uns wieder in der Gartenwirtschaft des Restaurant StrickWilly’s Runde (herzliches Dankeschön!). Der Schlussspurt über die uns allen bestens vertraute Landschaft war dann reine Formsache. In Tann angekommen, verabschiedeten wir uns von der Gruppe, die nach Wald weiterfuhr.

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen wie immer tollen Tourentag! Bis bald wieder!

Wetterverhältnisse:
Ein herbstlicher Tag, mit sporadischem Sonnenschein, wenig Wind, ca. 14 bis 20°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 5. Oktober 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 55.58 km: Rüti ZH (478 m) – Tann (514 m) – Nauen – Oberdürnten (Treffpunkt) – Hadlikon (580 m) – Hinwil – P.561 – Erlosen (551 m) – Wetzikon (544 m) – Robenhausen (539 m) – Seegräben (569 m) – Ottenhausen (579 m) – Bürglen (563 m) – Wermatswil (560 m) – Freudwil (545 m) – Gutenswil (527 m) – Volketswil, Gries (464 m) – Schwerzenbach (449 m) – Glatt (439 m) – Fällanden (441 m) – Greifenseee, Maur (455 m) – Rällikon (442 m) – Mönchaltorf (445 m) – Brand (453 m) – Jungholz (455 m) – Tägernau (456 m) – Chindismüli (465 m) – Ottikon (Gossau) – Strick (521 m) – Oberottikon (522 m) – Hellberg (546 m) – Betzholz (546 m) – Rotenstein (544 m) – Dürnten (507 m) – Tann – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 620 m
Abstieg: ca. -620 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 10 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 15:55 Uhr

Kronberg-Umrundung Schwägalp – Appenzell – Urnäsch

Der Hitze entfliehen war heute das Motto. Also ab in die Höhe, nicht zu lange die Anfahrt – Schwägalp passte. Nach dem Startkafi auf der Schwägalp fuhren wir vom Pass hinunter in Richtung Urnäsch, um bei der Steinflue zu parkieren. Von hier starteten wir auf der wenig begangenen alten Schwägalppassstrasse. Gleich zu Beginn eine kurze Schiebestrecke durch eine Baustelle, danach folgte die flotte Fahrt über 3.9 km, entlang dem Tosbach und vorbei an den Alpgebäuden Bächli, Riglen, Tanne Chli Schwägalp heisst es hier. Bei der Tosegg angelangt die letzte Kurve, wenige Meter weiter, kurz vor Siebenhütten, bei Punkt 1308 die Verzweigung, wo wir links (nach O) hielten. Hoch über uns das Säntismassiv, rechts der Blick zur einen Kilometer westlich gelegenen Schwägalp. Im Aufstieg bis zur Chammhaldenhütte wurde es steiler und holpriger, aber gut zu fahren. Im Auslauf der imposanten Chammhalde, kurz vor der Hütte blieben wir oben, um auf dem noch immer holprigen Alpweg leicht abzufahren bis zu den Hütten der Alp Luser. Die Alpen waren übrigens bereits verlassen (Alpabfahrt am 9. September), und Wanderer waren kaum unterwegs – also läutete mein Glöcklein vergebens, aber mit hübschem Ton. Kurz vor Dreihütten mussten wir links halten (Bikefahrverbot), um ab Sauböhl dann auf unangenehmen Betonfahrspuren die Potersalp abzufahren. Die Sicht zum imposanten Schäfler wurde uns im Böhlwald verdeckt – dafür rollten wir auf immer besser werdender Alpstrasse bei der Böhlhütte vorbei, querten den (nicht einzusehenden) Leuenfall oberhalb und erreichten schliesslich Lehmen – das schöne Waldgasthaus Lehmen war heute geschlossen. Für einen Stopp wäre es ohnehin zu früh gewesen, also fuhren wir (auf mittlerweile geteerter Unterlage Weissbad entgegen, vorbei an schön hergerichteten Häusern (siehe Bilder). Im Zentrum von Weissbad nahmen wir die Brücke über den Weissbach, um auf verkehrsarmer Strecke Appenzell zu erreichen. «Verkehrsarm» heisst nicht etwa ungefährlich – ein junger Bauer kam uns entgegen und demonstrierte seine Macht auf einer beinahe strassenbreiten Mähmaschine, gefühlt mit Vollgas unterwegs, wusste wohl nicht, wo das Bremspedal steht, wurden wir beinahe abgeschossen, uns blieben wenige Zentimeter… Nochmal glimpflich davongekommen, konnten wir uns auf der gemütlichen Fahrt bis Appenzell darüber unterhalten, wo die verbrannten Kalorien wieder zugeführt werden sollen. Das hübsche, aber doch touristische Hauptörtchen kam nicht in Frage, also durchfuhren wir das belebte Zentrum in einer Art Schlangenlinie (viele Fussgänger…). Dabei entdeckten wir das Schloss Appenzell – etwas dazugelernt! Auf der Weiterfahrt in Richtung Gonten haben die Innerrödler welleweg gespart mit Velowegen. Also mussten wir entlang der Hauptstrasse fahren – allerdings an sehenswerten Häusern vorbei und über eine Brücke, wo der Blick in das Töbeli des Kaubachs geht. In Gontenbad angekommen, mussten wir den Versuch abbrechen, entlang des Golfsplatzes zu fahren – von einem Ranger wurden wir freundlich darauf hingewiesen, dass hier mit Flugobjekten mit bis zu 180 km/h zu rechnen sei. Also Umkehr und zurück auf die Hauptstrasse. Das Dorf Gonten machte einen etwas verlassenen Eindruck, der Bären offensichtlich geschlossen, umgeben von einer rustikalen Baustelle. Das Tempo haltend, rollten wir nach Jakobsbad hinunter und von dort (fast schon fluchtartig) über die Kantonsgrenze nach Urnäsch. Im Unterdorf wurden wir fündig, draussen vor dem Löwen, direkt an der Unterdorfstrasse gelegen, genossen wir einen leckeren WKS, Quöllfrisch-Panaché dazu. Nach dieser Mittagspause war es nicht mehr weit bis zum Ziel – sechs Kilometer (150 Hm) bis zum Rossfall resp. zum Parkplatz Steinflue. Vor dem Bikeverlad zuerst das Auto in den Schatten stellen, denn geschwitzt hatten wir heute ausreichend…

Fazit:
Diese (nicht allzu fordernde) Biketour war eigentlich geplant mit unseren Toggenburger Freunden, die aber gerade für längere Zeit auf Sardinien weilen… Zu zweit war‘s auch sehr schön!

Wetterverhältnisse:
Ein weiterer Hitzetag im Frühherbst, wenig Wind, Temperatur 19 bis 28°

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil

Parameter:
Tour-Datum: 11. September 2023
Schwierigkeit: WS=Gut fahrbar, mit technischen Abschnitten (Wurzeln, Steine, enge Kurven, steile Up- und Downhills).
Strecke: 35.6 km: Steinflue (985 m) – Tosbach – Niemertzhölzli (1070 m) – Bächli – Riglen – P.1170 m  – Tanne (1241 m) – Tosegg (1289 m) – P.1308 – Chüesitz – Chammhaldenhütte (1396 m) – Luser (1378 m) – Rain (1363 m) – Flumm – P.1341 (kurz vor Dreihütten) – Sauböhl – P.1239 (Böhlwald) – Böhlhütte – P.984 (oberhalb  Leuenfall) – Lehmen (967 m) – Eugst (952 m) – Wart (940 m) – Weissbad, Brücke über den Weissbach (P.819) – Brunnhalde (836 m) – Brandersloch (837 m) – Sonnenhalbstrasse – Appenzell, Hauptgasse (778 m) – Quartier Rinkenbach (781 m) – Gontenstrasse – Gontenbad (884 m) – Gonten (903 m) – Jakobsbad (863 m) – Felsenhöckli (846 m, Grenze AI/AR) – P.822 – Urnäsch (832 m) – Unterdorfstrasse – Schwägalpstrasse P.834 – Grünau (838 m) – Mittler Rossfall (899 m) – Brücke über die Urnäsch (945 m) – Steinflue
Aufstieg: ca. 770 m
Abstieg: ca. -730 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 45 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 5 Min.
Tageszeit: 10:30 bis 14:15 Uhr

Veloferien Schwarzwald 2023 4|4: Munzingen – Badischer Weinradweg – Lörrach

Abreisetag – mit einer langen Tour durch das Markgräflerland, Ziel Lörrach. Eigentlich waren sich alle einig: so könnte man auch ein paar Tage länger bleiben… Verlief die Fahrt bis Bad Krozingen flach, begann es leicht anzusteigen, bis Heitersheim, wo wir das etwas ausserhalb und schön gelegene Römermuseum Villa urbana (geöffnet SO) besuchten. Im Zentrum von Heitersheim, nach ca. 16 km, sorgte ein Kafihalt für Stärkung; ein herzliches Dankeschön dem Leiterteam für die Einladung! Auf der Weiterfahrt nach Süden erreichten wird den Bugginger Ortsteil Betberg, einer traditionellen Winzergemeinde, umgeben von Weinbergen, Wiesen, Wald und Obstanlagen. Nach Buggingen, einem weiteren Weinbau-geprägten Dorf war ein kurzer Aufstieg durch eine steile und holprige Hohlgasse zu befahren. Oben angekommen (ca. 320 m.ü.M.), kurz vor dem Dörfle Auggen, fanden wir ein Plätzle, wo man einfach rasten muss – mitten in den Weinbergen, mit Sicht zum Rhein und nach Frankreich (Mulhouse, Fessenheim, wo das älteste AKW Frankreichs steht). Hier oben wachsen mehrheitlich Gutedel (in der Schweiz als Chasselas oder Fendant bekannt), Spätburgunder, Müller-Thurgau, Regent und andere. Egal, welcher Wein wächst, solche Landschaften sind einfach immer paradiesisch. Nach der kurzen Abfahrt nach Auggen erreichten wir wenig später Schliengen, wo wir in südöstliche Richtung hielten. In der Dorfmitte von Liel stärkten wir uns an einer öffentlichen Tankstelle; das war nötig, weil jetzt ein Aufstieg von beinahe 100 Hm nach Riedlingen bevorstand. Dann folgte eine kurze Abfahrt und eine weitere Steigung nach Kandern. Der Anblick dieses sehenswerten Städtchens war stark beeinträchtigt wegen der Vorbereitungen für das unmittelbar bevorstehende Budenfests (50 Jahre Budenfest – die Chanderner Nationalfeiertage beginnen am Samstag-Nachmittag (9. September) mit dem Fassanstich und dauern drei Tage lang. Spannend wäre wohl auch eine Fahrt mit der Kandertaler Museumsbahn. Wir widerstanden der Versuchung, schliesslich hatten wir noch eine Strecke vom ca. 18 Kilometer vor uns. Für eine kurze Einkehr reichte es allemal. Dann folgte die Abfahrt über 9 Kilometer in Richtung S. Bei Rümmingen, also kurz vor Lörrach, hatten wir dann noch einmal hundert Höhenmeter bergauf zu keuchen. An der A98 angekommen, suchten wir den Weg durch ein Baustellenlabyrinth und schliesslich (baustellenbedingte Fahrverbote missachtend) die Holzbrücke über das Flüsschen Wiese. Die Fahrt durch die parkähnliche Brunnmatte war dann wieder erholsam, weil schattig. Das Ziel beim Bahnhof Haagen/Messe am nördlichen Stadtrand von Lörrach erreichten wir eine Viertelstunde früher, als geplant – es geht halt nichts über eine gute Planung(!). Nach kurzer Wartezeit traf Chauffeur Roger mit Car und Veloanhänger ein. Nach dem Verladen der Velos folgte die seeeeeeehr erholsame Fahrt nach Hause…

Fazit:
Was für eine tolle Schlussetappe! Ein wenig heiss, aber… alle haben es geschafft. Unser Leiterteam Kathrin, Ernst, Fritz und Willy hat ein dickes Lob verdient – herzliches Dankeschön für vier wunderbare Tage!

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im Herbst, 17 bis 32° C

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 7. September 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 64.5 km, Munzingen (220 m) – Bad Krozingen (234 m) – Heitersheim (221 m) – Müllheim – Auggen (264 m) – Schliengen (250 m) – Liel (262 m) – Riedlingen (304 m) – Kandern (352 m) – Hammerstein – Wollbach (310 m) – Rümmingen (291 m) – Lörrach, Haagen/Messe (301 m)
Aufstieg: ca. 760 m
Abstieg: ca. -670 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 55 Min.
Tageszeit: 09:00 bis 16:00 Uhr

Veloferien Schwarzwald 2023 3|4: Munzingen – Freiburg i. B. – Tuniberg

Heute geht es in die Stadt – Freiburg im Breisgau! Mittlerweile gut eingeübt, versammelten wir uns pünktlich und vollzählig vor dem Hotel. Die Strecke über Schallstadt – St. Georgen – Haslach kannten wir vom Anreisetag. Am südlichen Stadtrand von Freiburg i. B. erreichten wir den neuen Stadtteil Vauban. Hier ist mehr zu erfahren über die interessante Geschichte dieses Stadtteils, einem ehemaligen Kasernenareal. Heute leben hier etwa 6000 Einwohner, überwiegend Familien, die sich, in Baugruppen organisiert, kostengünstig und oft mit viel Eigenleistung gemeinsam Wohnungen gebaut haben. In der Stadtmitte angekommen, parkierten wir unsere Räder am Augustinerplatz, ein ansehnliches Bild: 24 Bikes. Die Stadtmitte erkundeten wir zu Fuss, was sehr lohnend war – die Stadt hat uns ausserordentlich gut gefallen, viel Historie! In einem der Beizli (Sichelschmiede) genossen wir die Mittagspause, Maultaschen mit Speck-/Zwiebelsosse für Ruedi. Um 14 Uhr Start zur Rückfahrt, im Sinne einer Rundfahrt fuhren wir in nordwestlicher Richtung über Betzenhausen, Umkirch, bis Gottenheim. Von dort folgte der leichte Aufstieg und die Fahrt über den Tuniberg, dessen Hauptkamm mit den vielen Panoramen- und Wanderwegen eine besonders reizvolle Gegend ist. Die malerische Landschaft verzückt und ist natürlich dominiert vom Weinbau; Weinkenner nennen den Tuniberg gern Burgunderoase. Nicht umsonst, denn Burgunderweine wie Weiss-, Grau- und Blauburgunder haben einen Anteil von rund 70% am gesamten Rebgut, das am Tuniberg angebaut wird. Die restlichen 30% teilen sich Müller-Thurgau, Chardonnay, Gewürztraminer, Muskateller, sowie Sauvignon Blanc. Die Rebsorte Solaris wird im Besonderen für die Herstellung des Neuen Süssen zur Herbstsaison angebaut. Insgesamt umfasst der Tuniberg eine Rebfläche von 1070 Hektar. So viel zum Wein. Nach aussichtsreicher Fahrt erreichten wir nach etwas weniger als zehn Kilometern leichten Aufs und Abs den höchstgelegenen Punkt, mit zwischendurch eingelegten Stopps für den Genuss der formidablen Aussicht. Zum Schluss noch die anderthalb Kilometer kurze Abfahrt nach Munzingen hinunter. Nach der Dusche folgten Apéro z’Nachtessen, selbstverständlich in Begleitung eines einheimischen Tropfens.

Fazit:
Wiederum ein herrlich abwechslungsreicher Velotag! Für s’Shopping besuchen wir Freiburg i. B. gerne wieder einmal…

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im Herbst, 16 bis 31° C

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 6. September 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 44.9 km, Munzingen (220 m) – Schallstadt – St. Georgen – Haslach – Freiburg i. B. (261 m) – Betzenhausen – Umkirch – Gottenheim – Tuniberg (312 m), Tuniberg Höhenweg – Munzingen
Aufstieg: ca. 370 m
Abstieg: ca. -370 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 09:00 bis 16:15 Uhr

Veloferien Schwarzwald 2023 2|4: Kaiserstuhl – Rhein – Munzingen (Freiburg i. B.)

Frühstücksbuffet ab 7 Uhr, Besammlung und Abfahrt um 9 Uhr: so der Tagesbefehl für die kommenden Tage. Bei der sich auch heute wieder abzeichnenden Hitze sehr angenehm, früh loszufahren. Nach dem Einkauf des Proviants verliessen wir Munzingen in westlicher Richtung. 13 km flach bis Ihringen, dann der leichte Aufstieg zum höchsten Punkt des Tages, einem Aussichtspunkt zwischen Ihringen und Bickensohl. Nun befanden wir uns mitten in den Weinbergen, und im Kaiserstuhl, diesem kleinen Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs in der Oberrheinischen Tiefebene, notabene eine der wärmsten Gegenden Deutschlands. Etwas östlich des schmucken Dörfchens Bickensohl, an leicht erhöhter Lage, besuchten wir die Eichgasse, einem eindrucksvollen Lösshohlweg (siehe Bildinformation). Eine Traumlandschaft, wie sie in Weingegenden typischer nicht sein könnte. Über Vogtsburg im Kaiserstuhl führte die Fahrt weiter in Richtung W bis Burkheim, einem Weinort mit besonderem Ambiente; mitten im Städtchen genossen wir an schattigen Plätzen die individuelle Mittagspause – die einen auf den vielen Bankniederlassungen, andere liessen sich in einer der Gartenwirtschaften nieder. Nach der Mittagspause fuhren wir im flachen Gelände dem Rheinufer entgegen. Fünfeinhalb Kilometer Rheinuferweg auf ziemlich staubiger Naturstrasse, Frankreich ennet dem Strom. Die schöne Stadt Breisach a. R. erkundeten wir ausgiebig, in einer Runde hoch zum St. Stephansmünster, wo die Aussicht über den Rhein hinweg ins benachbarte Elsass geht. Nach der Umrundung des historischen Zentrums gelangten wir zum tiefer gelegenen Marktplatz, um dort eine der Gelaterien zu stürmen. Die Weiterfahrt führte ca. 10 km flach durch die bewaldeten Rheinauen bis nach Hausen an der Möhlin. Ab dort noch zweieinhalb Kilometer bis zu unserem Domizil in Munzingen, wo wir alle wohlbehalten und ohne Zwischenfälle ankamen.

Fazit:
Ein gemütlicher Velotag war das, im reizvollen Kaiserstuhl und dem Rhein entlang.

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im Herbst, 18 bis 30° C

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 5. September 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 56.5 km, Munzingen (220 m) – Oberrimsingen (199 m) – Niederrimsingen – Gründlingen (197 m) – Ihringen – Bickensohl – Vogtsburg im Kaiserstuhl – Burkheim – Rheinufer (187 m) – Breisach a. R. (225 m) – Rheinauen, Möhlin – Hausen a. d. M. – Munzingen
Aufstieg: ca. 470 m
Abstieg: ca. -470 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 25 Min.
Tageszeit: 09:00 bis 16:10 Uhr

Veloferien Schwarzwald 2023 1|4: Schluchsee – Bärental – Munzingen (Freiburg i. B.)

Heute Montag trafen sich eine muntere Schar von vierundzwanzig SeniorInnen in Wald ZH zur von der Velogruppe Wald/Rüti organisierten Fahrt nach Süd-Deutschland – vier Tage Veloferien im Schwarzwald. Und so viel stand schon fest: hochsommerliche Tage standen bevor! Das Verladen der e-Bikes in den modernen Veloanhänger der Bührer Reisen Hirzel dauerte eine halbe Stunde. Auf der zweistündigen Carfahrt zum Schluchsee im Südschwarzwald gabs in St. Blasien einen Kafihalt und den Besuch des imposanten Dom. Unser Leiterteam Kathrin, Ernst, Fritz und Willy hatte für den Anreisetag eine Fahrt ausgedacht mit Start am Schluchsee und Ziel Munzingen (Freiburg i. B.). Um elf Uhr starteten wir bei der Staumauer des Schluchsees, um an dessen ruhigen Südwestufer entlangzufahren: Naturstrasse, viele Wanderer und Biker unterwegs – verständlich bei diesem wunderschönen Wetter. Nach knapp zehn Kilometern flacher Fahrt erreichten wir das am nördlichen Seeende gelegene Dörfchen Oberaha. Nach der Überquerung von Bahnlinie und Bundesstrasse fuhren wir auf schönen Forstwegen leicht absteigend bis zum Windgfällweier, einem kleinen Stausee, der zwischen dem Titisee und dem Schluchsee liegt. Im Restaurant Köhlerei am See stärkten wir uns, bevor wir nach kurzer Abfahrt auf der B500 Bärental (ein Ortsteil von Feldberg) erreichten und diese nach links verliessen. Jetzt folgte der Anstieg von ca. 300 Hm über ca. 8 km, sehr kurzweilig und durch eine idyllische Landschaft – ab und zu eine etwas fordernde Steigung. Glück für uns, dass der Wald Schatten spendete. Schliesslich erreichten wir bei P.1196 einen wunderschön gelegenen Rastplatz, der noch unbesetzt war. Der richtige Ort für das Mittags-Picnic. Hier in der Nähe, südwestlich, liegt der Feldberg (1493 m), höchster Berg des Schwarzwaldes; ein junger Ranger, der uns begegnete, empfahl uns diesen Gipfel zu befahren, weil von dort das Alpenpanorama zu bewundern sei. Da wir sowas zuhause (auch) erleben, verzichteten wir. Gut verpflegt und erholt machten wir uns auf zur etwa zehn Kilometer langen und rassigen Abfahrt (750 Höhenmeter) durch das reizvolle Tälchen des Zastlerbachs hinunter bis Oberried. Ab hier heizte die Sonne stark ein, und wir näherten uns Kirchzarten und wenig später den Südquartieren Freiburgs. Auffallend, wie dicht in dieser grossen Stadt (230000 Einwohner) der Veloverkehr ist – und die für den Langsamverkehr eingerichteten Verkehrswege sind vorbildlich; in der Stadt gelten praktisch flächendeckend 30er-Zonen. Die Stadt besuchten wir heute allerdings nicht – das ist für übermorgen geplant. Also fuhren wir am Stadtrand durch das Quartier Vauban nach St. Georgen und Ebringen bis Munzingen, wo das Tagesziel erreicht war. In der historischen Hotelanlage Schloss Reinach bezogen wir unseren Stützpunkt für die nächsten drei Nächte. Eine sehr gute Wahl der Organisatoren, auch kulinarisch, wie sich zeigte. Nach dem Check-in die verdiente Dusche und dann der gemütliche Abend beim gemeinsamen Nachtessen (im Freien der parkähnlichen Anlage). Unseren vier Guides Kathrin, Ernst, Fritz und Willy ein herzliches Dankeschön für diesen ersten Tourentag!

Fazit:
Eine Startetappe, welche etwas Ausdauer forderte; ein Auftrakt zu verheissungsvollen Veloferien im Breisgau.

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im Herbst, 15 bis 27° C

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 4. September 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 68.9 km, Schluchsee, Staumauer (1020 m) – Eisenbreche (911 m) – Unterkrummen (945 m) – Unteraha (935 m) – Altglashütten (965 m) – Bärental (976 m) – Feldberg P.1196 – Oberried (426 m) – Kirchzarten (388 m) – Littenweiler, Freiburg i. B. (334 m) – Haslach – St. Georgen – Ebringen – Munzingen (220 m)
Aufstieg: ca. 750 m
Abstieg: ca. -1470 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:10 bis 17:10 Uhr