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Rund um das Ranzachtobel

Immer am Donnerstag treffen sich SeniorInnen zu einer von der Velo- und Bikegruppe Wald/Rüti organisierten Ausfahrt. Heute lernten wir die Gegend rund um das Ranzachtobel kennen. Zu Beginn etwas Wissenswertes: die Ranzach ist ein etwa sieben Kilometer langer Bach im Kanton SG. Sie entspringt am Südhang der Schwammegg auf einer Höhe von rund 1220 m.ü.M. Zunächst fliesst sie hinunter ins Tüftobel, dreht dann gegen Südwesten und nimmt dann auf der Höhe von Walde den vom Atzmännig kommenden, namenlosen Bach mit. Sie fliesst nun durch einen Graben vorbei an Widen und Rüeterswil und wird später bei der Waldegg von einer Brücke der Rickenstrasse überquert. Danach geht es für die Ranzach weiter durch das Ranzachtobel. An dessen Ende südlich von St. Gallenkappel schliesst sie sich mit dem Goldingerbach zusammen und bildet so auf rund 438 m die Schmerikoner Aa (Quelle: schweizerfluss.ch).

Wir fuhren wie immer ab Wohnort Rüti ZH zum Treffpunkt nach Wald ZH, wo sich eine stattliche Schar sportlicher SeniorInnen eingefunden hat. Ernst, unser Guide, informiert kurz zu den Themen Sicherheit, Verhalten und Strecke. Nach der Aufteilung in zwei Gruppen durchfuhren wir die Ortsmitte in Richtung O um leicht steigend nach Diezikon zu fahren. Prächtig präsentiert sich die Aussicht in Richtung Speer, Federispitz, Mürtschenstock. Bei P.691 erreichten wir die Laupenstrasse und fuhren auf dieser (am Restaurant Freihof vorbei!) hoch bis nach Egligen. Jetzt folgte die kurze Abfahrt nach Goldingen, wo wir in der Ortsmitte kurz vor der Kathedrale in die Hintermülistrasse abbogen und in rassiger Abfahrt Hintermüli erreichten. Nach der Brücke über den Goldingerbach, bei der Hintermüli, folgte die angekündigte Steigung auf der relativ engen, aber geteerten Strasse – glücklich, wer rechtzeitig heruntergeschaltet hat. Bald erreichten wir das hundert Meter höher liegende schöne Dörfchen Rüeterswil, wo neben einer schönen Kirche auch ein Wirtshaus mit wunderbar geschindelter Fassade steht. Nach einer kurzen Trinkpause (neeeiiiiin, nicht in der Beiz!) fuhren wir aussichtsreich und regelmässig leicht steigend hoch bis Walde SG. Unsere Guides gewährten uns freien Auslauf, also zog sich das Feld etwas in die Länge, bis wir uns am höchsten Punkt auf Oberricken wieder vereinten. Jetzt folgte die zwei km lange Abfahrt nach Ricken hinunter (-126 Hm). Nach dieser sausenden Abfahrt war im Zentrum Ricken wegen der stark befahrenen Hauptstrasse wieder Disziplin gefordert. Alles gut gegangen, nach einem kurzen Stück durch das Quartier St. Antoniusbüel erreichten wir die Uznacherstrasse, welche wir in 3er-Gruppen und mit Abständen befuhren. Nach zwei km erreichten wir das prominent stehende Restaurant Bildhus – Pflichtstopp wie von unseren Guides «verordnet»😀. Vom einfachen Kafi bis zur riesigen Meringue wurde konsumiert, was das Zeug hält – klar, die bisher verbrauchte Energie musste wieder zugeführt werden. Nach dieser gemütlichen Pause folgte die Weiterfahrt auf der Uznacherstrasse, welche wir nach dreihundert Metern gerne verliessen. Nahe dem Eichermülibach fuhren wir über den Weiler Schwarzholz und unterhalb des markant auf einem Hügel stehenden Kloster Berg Sion vorbei. Anderthalb Kilometer weiter erreichten wir Ernetschwil – immer wieder erstaunlich, wie monumental die Kirchengebäude in dieser Gegend sind! Nach der Dorfmitte fuhren wir die Höhe von ca. 600 m haltend dem Klosterwald entlang, vorbei am Altbad (das muss mal ein Restaurant gewesen sein…). Die Weiterfahrt führte auf unbefestigter Strasse durch den Wald, unterhalb dem Hügel Lindenplatz und etwa 80 m oberhalb des Ranzachtobels vorbei. Kurz vor Ende des Burgerwalds eine Linkskurve zum Fabrikweier hinunter. Das hier gestaute Wasser wurde früher in Druckleitungen zur Spinnerei Uznaberg geleitet – die grossen Rohre sind noch da. Es folgten ein paar weitere Kurven hinunter zum zwischen Uznach und Schmerikon gelegenen Kreisel. Hier steht (noch) das markante Industriegebäude der ehemaligen Spinnerei Uznaberg. Ernst erklärte uns Wissenswertes über die stillgelegte Spinnerei und über die Zukunft dieses Fabrikgebäudes – vielen Dank! Jetzt folgte eine Strecke über ca. 4.5 km mit fast 200 Hm Anstieg, welche an der A15-Ausfahrt Eschenbach vorbei nach Neuhaus und hoch nach Bürg führte – heftig und reizvoll. Bei Letzi, kurz vor Diemberg/Laupen verabschiedeten wir uns von der Gruppe, um direkt nach Rüti zu fahren. Weil wir etwas zu früh abbogen, gerieten wir im Eggwald auf den Grat und tatsächlich auf einen, allerdings einfachen Trail, dessen Ruppigkeit noch etwas forderte. Auf der Höhe von Oberlütschbach waren wir genug durchgerüttelt und wir fuhren über das Stigbächli bis Unterlütschbach und weiter Ermenswil und von dort nach Hause.

Fazit: Eine wiederum kameradschaftlich und landschaftlich schöne Biketour war das! Und dem Team der Velo- und Bikegruppe Wald/Rüti gebührt einmal mehr unser herzliches Dankeschön für die super Organisation.

Wetterverhältnisse:
Prächtiges Sommerwetter, Schönwetterwolken, sonnig, gute Fernsicht, Wind 13 km/Std. O, Temperatur ca. 24 bis 28°

Ausrüstung:
e-Bike, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil

Parameter:
Tour-Datum: 12. Mai 2022
Schwierigkeit: Leicht, gut fahrbar (Trail Eggwald wenig schwierig)
Strecke: 44.3 km: Rüti ZH (478 m) – Pilgersteg – Grundtal – Wald ZH Bahnhof (616 m) – Steigrain – Diezikon (675 m) – Wolfertingen – Egligen (737 m) – Goldingen (701 m) – Goldingerbach, Hintermüli (648 m) – Rüeterswil (745 m) – Walde (839 m) – Oberricken (906 m) – Ricken (780 m) – Restaurant Bildhus (785 m) – Schwarzholz (716 m) – Oberernetschwil (607 m) – Ernetschwil (576 m) – Altbad (574 m) – Burgerwald/Ranzachtobel – Fabrikweier (490 m) – Fabrikgelände ex-Spinnerei Uznaberg (424 m) – Uznaberg – Hinterwis (nahe A15 Ausfahrt Eschenbach) – Neuhaus (502 m) – Bürg (546 m) – Letzi (603 m), Abschied von der Velogruppe – Trail Eggwald, Kirchwehhöchi (638 m) – Oberlütschbach (574 m) – Underlütschbach – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 952 m
Abstieg: ca. -933 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 20 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 13:05 bis 17:20 Uhr

Bachtel 1115 m – über schönste MTB-Trails

Mit dem Mountainbike, gemeinsam in der Natur auf unbefestigten Wegen, Pfaden und Trails unterwegs zu sein, ist doch etwas Schönes und tut unserem Körper und Geist gut! So lautet das Motto der Mountainbikegruppe Wald/Rüti, der wir uns heute anschlossen. Die angesagte „leichte e-MTB-Tour im Bachtelgebiet“ führte um und auf unseren Hausberg, den wir vom Wandern bestens kennen. Den Anforderungen betreffend Kondition (ca. 1000 Hm) sollten wir genügen, in Sachen Fahrtechnik würden wir ja sehen…

Nach der Fahrt durch das Grundtal schlossen wir uns beim Bahnhof in Wald unserer Gruppe an. Unter Anführung von Fritz durchquerten wir das Zentrum in östlicher Richtung über die Jona, um leicht erhöht ins Jonatal zu fahren. Nach den letzten Häusern Wald’s leicht steigende Fahrt über Hueb bis Büel, wo eine erste, harmlose Singletrailabfahrt nach Gibswil hinunter folgte – quasi zur Einstimmung. Ab Gibswil folgte der Aufstieg über eine Quartierstrasse durch ein EFH-Quartier, danach steiler werdend vorbei an den Höfen Untermoos, Obermoos und Schufelberg. Bald war der Übergang Schufelberger Egg erreicht, wo eine kurze Verschnauf- und Trinkpause angesagt war. Hier oben zeigt sich das Zürioberland von einer der schönsten Seiten: Blick hinüber zu Scheidegg und Brandegg. Nach der Überquerung der «Passstrasse» folgte die Unterquerung des Hogers Allmen, in leichter Abfahrt bis zum gleichnamigen Hof. Bald folgte der P.935 (wo wir oberhalb auch schon wanderten und rasteten); schön der Blick hinunter nach Hinwil. Nach einem kurzen Stück Wiesenpfad erreichten wir die Forststrasse und den Stelzen-Wald. Nach fünfhundert Metern bogen wir links ab, um über einen unscheinbaren, aber bereits etwas fordernden Trail in Richtung Schofrain abzufahren. Der Regen der vergangenen Tage hatte kaum Spuren hinterlassen, jedenfalls keine tiefen Spurrillen. Über Feldwege und schmale Spuren erreichten wir kurz vor Tisenwaldsberg die Höhenstrasse, auf welcher wir in Richtung Girenbad fuhren, ab Schofrain die Spur über Wiesland nutzend. Eingangs Girenbad folgte die Überquerung der Höhenstrasse und die kurze Steigung zum Weiler Girriet. Auf aussichtsreicher Strecke fuhren wir auf etwa 920 m.ü.M. bis zur Eggstrasse und auf dieser ein paar hundert Meter hoch zur bereits bekannten Schufelberger Egg; hier hielten wir wieder nach S um den Auenberg (1051 m) östlich über eine Forststrasse durch den Altenwald zu umrunden. Bei P.973 vereinigen sich mind. sechs Wege – Wanderer wählen hier üblicherweise den Direktaufstieg zum 150 m höher liegenden Bachtel. Nichts für uns Biker; wir wichen dem Hoger über den Fallentörliweg aus, um ihn über P.1005 und wenige Meter später auf der Bachtelstrasse zu erreichen. Auf dem sehr steilen Weg hoch zum Bachtel gilt es dem Gegenverkehr auszuweichen ohne vom Rad zu steigen – andernfalls droht beim Wiederanfahren eine Rolle seitwärts (gell Ruedi🙄). Auf der Sonnenterrasse des Gipfelrestaurants Bachtel-Kulm genossen wir Kameradschaft, Kafi, Mandelgipfel – und den Panoramablick. Anschliessend folgte die Abfahrt – einige Mutige liessen es sich nicht nehmen, den Trail über den Schibenrain zu fahren. Etwas weiter unten verliessen alle die Bachtelstrasse, um auf einem der Wurzelpfade zu balancieren. Der Bachtelspalt-Trail blieb den technisch versierten vorbehalten, einige wählten den Umweg am Bachtelweier vorbei über Vordersennenberg. Unterhalb des Bachtelhörnli, bei P.909 erwarteten wir die Bachtelspalt-Biker. Über einen mittel-
steilen, aber steinigen Trail fuhren wir nach Forhalden – unterwegs war ein Weidegatter zu öffnen und wieder zu schliessen, und Kuhfladen galt es auch noch mehr oder weniger geschickt auszuweichen… Im Weiler Forhalden hielten wir nach links um über die Forhaldenstrasse die Tänlerstrasse zu erreichen. Im Tänler führte uns Fritz (unplanmässig) über eine unscheinbare Wiese und durch ein Weidekreuz direkt in eine tobelähnliche Rinne, gespickt mit Steilheit, Steinen und betonierten Wasserrinnen – ein spektakuläres Schlussbukett! Nach dieser letzten Herausforderung war Blattenbach rasch erreicht. Nach einem kurzen Stück auf der Bachtelstrasse fuhren wir noch den Blattenbachweg hinunter, das im Gebüsch verborgene Brücklein über die Jona verpassten wir beinahe. An der ARA vorbei war der Startpunkt beim Bahnhof Wald bald wieder erreicht. Nach dem Abschied von der Gruppe wählten wir – nur noch zu zweit – die Strecke über das Grundtal nach Rüti hinunter. Ende einer wiederum genussvollen Biketour mit entsprechendem Fitness- und Spassfaktor.

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Mountainbikegruppe Wald/Rüti für den tollen Einsatz! Und gerne mal wieder!

Wetterverhältnisse:
Sonnig mit Wolken, der erste schöne Tag dieser Schönwetter- und Hochsommer-Woche, windstill, ca. 20°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 9. Mai 2022
Schwierigkeit: WS Wenig schwierig, mit technischen Abschnitten (Wurzeln, Steine, enge Kurven, steile Up- und Downhills).
Strecke: 41.4 km: Rüti ZH (478 m) – Grundtal – Wald ZH, Bahnhof (616 m) – Wald Zentrum – Feld – Feisterbach – Sack – Tösstalstrasse P.660 – Haldentobel – Dieterswil – Hueb – Büel (821 m) – Ried-Gibswil (762 m) – Untermoos (851 m) – Obermoos (887 m) – Schufelberger Egg (990 m) – Hof Allmen (936 m) – Stelzen – Gibelholz – Höhenstrasse Eretstock – Schofrain (828 m) – Girenbad – Girriet (839 m) – Hörnliweid P.911 – Schufelberger Egg – Auenbergweg P.973 – Fallentörli P.1005 – Bachtel (1115 m) – Trail bis P.1005 – Vordersennenberg (880 m) – Bachtelhörnliweg bis bis P.909 – Forhalden (851 m) – P.806 – Tänler (751 m) – Blattenbach (682 m) – Blattenbachweg – Brücklein über die Jona – Wald ZH, Bahnhof – Grundtal – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 1120 m
Abstieg: ca. -1110 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 05 Min.
Tageszeit: 12:30 bis 17:00 Uhr

Bikerunde Zürioberland-Tösstal

Osterstau am Gotthard? Nein danke! Zopfe-Zmorge zuhause – ja gerne! Bei dieser Bise und nach der Frostnacht nicht zu früh los – ideal der Start um die Mittagszeit! Eine Blueschtfahrt durch die Zürioberländer Hügellandschaft, über unbekannte Strässchen und Wege (Hauptstrassen meidend), unterwegs wenige Wanderer und Velofahrer angetroffen – so darf Ostern 2022 sein! Der Anstieg über Wernetshausen auf der Höhenstrasse kam uns gerade recht, weil so die Betriebstemperatur erreicht und gehalten werden konnte. Im Bereich Wappenswilerriet-Bettswil blies uns die starke Bise fast von den Rädern. So waren wir nicht unglücklich, nach Bettswil ab Ober Rüeggenthal die paar Serpentinen auf der Laupetswilerstrasse hoch zu fahren (+130 Hm). Auf dem Pässchen dann der Ausblick über das nahe Tösstal hinweg in die Ostschweiz. Jetzt die rassige (und windige) Abfahrt nach Bauma hinunter. Die Hoffnung, beim Bahnhof einen wärmenden Kafi zu geniessen, zerschlug sich (nur ein Kiosk). Also fuhren wir ennet und entlang der Töss weiter über Blacketen bis Vorder Tüfenbach; dann folgte eine kurze Schiebestrecke über das schmale Brücklein über den Tobelbach. Bei den schönen Häusern im Weiler Wellenau dann ein kleiner Irrtum: über einem Singletrail von etwa fünfhundert Metern bis Boden, dort dann Fahrverbot über das Privatgrundstück, was wir selbstverständlich respektierten. Das kurze Stück zurück bis Wellenau machte uns nichts aus, dann folgte die Weiterfahrt nahe der Tösstalstrasse über Lipperschwendi, Ennerlenzen, Aesch bis Steg im Tösstal. Hier direkt an der Strasse gibt’s das Kafi Voland: Latte Macchiato, herrlich! Nach dieser Pause die Weiterfahrt bis Fischenthal, wo wir bei der Kirche den letzten Aufstieg zum heute höchsten Punkt in Angriff nahmen: +350 Hm, 7 km bis zur Schufelberger Egg. Mit elektrischer Unterstützung das reine Vergnügen – ehrlich! Und die Sonne immer schön im Gesicht, die Bise nicht mehr so heftig. Auf dem Übergang angekommen, verliessen wir die geteerte Strasse, um den durch den Wald führenden Chällerholzweg zu fahren. Nördlich und folglich im Schatten des Bachtel, dort wo der steile Nordabstieg einmündet, hielten wir ostwärts in Richtung Hindersännenberg – den nahe gelegenen Bachtelweier besuchten wir nicht, weil der gerade entleert ist und saniert wird. Etwa hundert Meter hoch über dem Jonatal fuhren wir sehr aussichtsreich – mit Blick in die Glarner Alpen – weiter über Hueb, Dieterswil bis Blattenbach (Wald ZH). Statt ins schattige Grundtal (zwischen Wald und Rüti) abzufahren, überquerten wir die Bachtelstrasse und hielten die Höhe in Richtung Breitenmatt; doch da war noch das Töbeli zu durchfahren, ein steiles und schotteriges Strässchen – die Schlüsselstelle, den Töbelibach über die schmale Brücke zu überqueren (siehe Bild), liessen wir sein. In der Breitenmatt dann der Ausblick zum Zürisee, dann folgte die gemütliche Schlussabfahrt über Tann nach Rüti hinunter. Mittlerweile halb sechs Uhr, Sommerzeit sei Dank die Abendsonne noch immer im Gesicht, «landeten» wir zuhause. Jetzt nur noch den Grill anwerfen und bald folgte der abschliessende Genuss🍽🍗🍷.

Fazit:
Sehr aussichts- und abwechslungsreiche, klassische Biketour vom Zürioberland ins Tösstal.

Wetterverhältnisse:
Prachtwetter, wolkenlos, sonnig, gute Fernsicht, Bise bis 30 km/Std. Temperatur 6 bis 12° (Windchill -3°)

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: Ostersonntag 17. April 2022
Schwierigkeit: Wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 49.4 km: Rüti ZH (478 m) – Tann (514 m) – Oberdürnten (574 m) – Hadlikon/Bodenholz (634 m) – Neubrunnen (725 m) – Wernetshausen (P.803) – Moos (851 m) – Langmatt (809 m) – Chalchtaaren (777 m) – Girenbad (780 m) – Schofrain (828 m) – Höhenstrasse bis P.800 – Umrundung Wappenswilerriet – Maiwinkel (806 m) – Bettswil (805 m) – Matt (803 m) – Ober Rüeggenthal (796 m) – Laupetswilerstrasse bis P.924 – Läseten – Unter Wolfsberg (805 m) – Badacher P.785 – Bauma (Töss 643 m) – Blacketen (650 m) – Vorder Tüfenbach P.663 – Schiebestrecke Tobelbach – Zelgli – Wellenau (673 m) – Boden, zurück bis Wellenau – Schwandelbach – Töss P.671 – Lipperschwendi – Ennerlenzen (686 m) – Aesch – Steg im Tösstal (698 m) – Schmittenbach (716 m) – Fischenthal Oberhof (Kirche) – Widenreitistrasse P.850 – Hinter Sädel (901 m) – Vorder Sädel – Ghöchstrasse – Chlibäretswil (903 m) – Abbieger Leestrasse – Lee (890 m) – Auen (894 m) – P.887 – Schufelberg (926 m) – Schufelberger Egg (990 m) – Chällerholzweg bis P.973 – Auenbergweg bis Hindersännenberg (905 m) – P.859 (Sennenbergstrasse) – kurz vor Vordersennenberg Abbieger Spitzkehre nach Hueb hinunter – Wissgass (776 m) – Dieterswil (763 m) – Tänlerstrasse/Tänler (751 m) – Blattenbach (682 m) – Stockenmattstrasse – Töbelibach – Töbeli (607 m) – Breitenmatt (623 m) – Oberdürnten – Bodmen (570 m) – Rütelen (561 m) – Loch – Brunnenbüel (527 m) – Tann – Sonnenberg (494 m) – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 1250 m
Abstieg: ca. -1249 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 45 Min.
Tageszeit: 13:10 bis 17:35 Uhr

Biketour Gueteregg – Etzelpass

Auf Werni’s Ausschreibung am Sonntag via WhatsApp-Status antwortete ich umgehend, gerne war ich dabei! Zu uns gesellte sich noch Kari. Um halb zwölf fuhren wir los, recht zügig über Jona nach Rapperswil, ab dort über den Damm nach Pfäffikon und weiter dem Obersee entlang nach Altendorf. Dort verliessen wir die Hauptstrasse, um in Richtung Vorderberg zu fahren. Beim Hof Vorderberg eine erste Pause, Aussicht geniessen, scheue Jungtiere (Zicklein und Schäflein) bestaunen. Im weiteren Aufstieg begann es nach dem Landlütenhof steiler und enger zu werden, allerdings ohne Gegenverkehr. Vier Serpentinen weiter oben hatten wir bereits vierhundert Hm hinter uns. Der Bräggerhof ist wohl endgültig geschlossen, also fuhren wir vorbei am Wandererparkplatz (von hier sind wir schon oft, auch mit Schneeschuhen, auf das Stöcklichrüz gelaufen). Bei P.925 queren wir in der im Wald liegenden Haarnadelkurve den Bleikenbach, um bei Stollen wieder an der Sonne zu fahren. Schön regelmässig steigen wir an bis Hinter-Trittmaren (1069 m); hier ein kleiner Verhauer, den unser Guide Werni sofort bemerkte und korrigierte. Im folgenden Abschnitt (Zauggenwald) lagen noch kleine Schneeflecken, also war (mit Sommerbereifung😎) etwas Vorsicht geboten. Die Fahrstrasse noch immer geteert, beidseitig mit Restschnee gesäumt (klar, es ist noch März!). Kurz vor dem Rindereggli, beim Zauggengädeli, verliessen wir den Wald und die befestigte Strasse, um nach links abzubiegen. Auf der unbefestigten Forststrasse unterquerten wir Rindereggli und Gueteregg, um letztere kurz vor der Gruebhöchi von W über Werni’s Lieblingshaarnadelkure anzusteuern. Den Besuch der Kapelle liessen wir aus, zu stark verlockte die sonnige Terrasse der Alpwirtschaft Gueteregg, schliesslich war es bereits halb zwei. Hier oben – in der neu gebauten Wirtschaft – kann man es sich gut gehen lassen, dank der Gastfreundschaft der Familie Schönbächler. Ein Genuss auf dem Teller, und im Glas, und die tolle Sicht in die nahen Voralpen und Alpen. Nach dieser Stärkung machten wir uns auf den zweiten Teil unserer Runde: die Grüebhöchi umrundend, erreichten wir bei Vogelherd P.1206 einen zurzeit ziemlich übel verunstalteter Holzerplatz (eigentlich ein Grillplatz). Auf ziemlich holpriger Unterlage fuhren wir am Stöcklichrüz westlich vorbei, um vorerst die Höhe haltend in Richtung Etzelpass zu fahren. Im Bereich Müligassegg lagen noch einige Restschneefelder, und der «Weg» glich eher einem Singletrail. Erst bei der Chörnlisegg (1091 m) konnten wir wieder auf festerem Grund (Rasenziegel) fahren. Die Abfahrt bis zu Etzelpass bot dann wieder Bikespass vom Feinsten – die Landschaft erwacht gerade vom Winterschlaf. Die Abfahrt auf der Passstrasse verlangte dann etwas Vorsicht – überholende Autofahrer nahmen wenig Rücksicht, trotz unserer Beleuchtung. Bei der leider geschlossenen Luegeten bogen wir ab, um die hundert Hm nach Schwändi aufzusteigen. Danach erwartete uns die rassige Abfahrt hinunter nach Altendorf (Spitze 63 km/h). Für die weitere Rückfahrt wählten wir den sehr schmalen Weg (kreuzen teilweise nicht möglich) in nächster Nähe des Seeufers. Ab Pfäffikon SZ folgte dann die wenig spektakuläre Fahrt über den Damm, wo sich um diese Tageszeit die Pendler in Geduld üben (müssen). In Rapperswil angekommen, leitete uns Werni auf Schleichwegen durch die Quartiere von Jona, dann der kurze Aufstieg zur Schönau und über Hülstein zurück nach Rüti, resp. dort in den Bauhof zum verdienten Abschiedstrunk. Das war eine wunderbare Runde, Werni und Kari ein herzliches Dankeschön für diese kameradschaftliche und gemütliche Ausfahrt!

Fazit: Eine aussichts- und abwechslungsreiche, klassische Biketour ins nahe Ausland (🤣).

Wetterverhältnisse:
Wolkenlos, sonnig, Fernsicht etwas diesig, Wind 4 km/Std. ONO, ca. 11.1°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 28. März 2022
Schwierigkeit: Wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 54.4 km: Rüti ZH (478 m) – Hülstein, Übergang A13 (471 m) – Schönau – Jona – Rapperswil (409 m) – Seedamm – Hurden (415 m) – Pfäffikon SZ (418 m) – Altendorf (421 m) – Unterführung A3 (437 m) – Acheren/Schlipf – P.540 – Vorderberg (601 m) – Landlütenhof – P.700 – P.758 – Bräggerhof (817 m) – P.925 (Bleikenbach) – Stollen – P.1004 – Hinter-Trittmaren (1069 m) – Zauggenwald (P.1123) – Hintereggwald (P.1179) – P.1179 – P.1234 – Gueteregg (1271 m) – P.1243 – Grueb (1240 m) – Vogelherd unterhalb Stöcklichrüz, P.1206 – Wissegg – Müligassegg (P.1154 und 1162) – Beeristofel (1194 m) – Eggli (1092 m) – Grund (P.988) – P.984 – P.975 – St. Meinrad, Etzelpass (949 m) – Bannwald, Meinradsbrunnen, P.822 – Luegeten (609 m) – P.673 – P.684 – Schwändi (694 m) – Lüsibach – Fliegenberg P.587 – Altendorf, Übergang A3 (437 m) – Bad – Winkel – Lidwil – Pfäffikon SZ (418 m) – Seedamm – Hurden – Rapperswil – Jona (Blumenau) – Jona Zentrum – Lattenhof – Schönau – Hülstein – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 1300 m
Abstieg: ca. -1290 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 34 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 12 Min.
Tageszeit: 11:30 bis 16:00 Uhr

Obersee-Umrundung

Das Ausnahme-Schönwetter in diesem Wunder-März 2022 wollten wir nutzen. Schneeschuhtouren bedingen aktuell längere Anfahrtswege in höher gelegene Gebiete, und Bergwanderungen in höheren Lagen (ab 1200 m.ü.M.) ohne Schneekontakt sind (noch) nicht wirklich erstrebenswert. Eine weitere Bike-Tour also – keine Verlegenheitslösung. Und bei diesem Wetter direkt ab Haustüre zu starten, bereitet grosse Freude. Die Idee, den Obersee zu umrunden, war rasch gefasst. Für diejenigen, die es nicht wissen: der Obersee ist der durch den Seedamm abgetrennte obere Teil des Zürichsees. Mit Ausnahme des Seeuferwegs von Bollingen nach Schmerikon wollten wir die Runde, vor allem auf der Südseite in etwas Distanz zum See fahren. Den See bekamen wir erst nach 8 km Fahrt zu Gesicht, auf dem Übergang Moos zwischen Wagen und Bollingen. In der Abfahrt nach Bollingen intensive frühlingshafte Signale: blühende Forsythien und austreibende Obstbäume, und die wunderbare Sicht in die nahen (noch) weissen Berge. Die Fahrt auf dem Natursträsschen dem Seeufer entlang bis nach Schmerikon ein wahrer Genuss; der Kafi im Tschirky in Schmerikon ebenso! Weiterfahrt vorbei am östlichsten Rand des Obersees bis zur schönen Aabachbrücke, einem schmucken Holzbauwerk aus vergangener Zeit. Auf flacher Strecke durch die Gross Allmeind und unter der A15 durch. Bei Grynau über die Brücke über die Linth und den Linthkanal; hier steht das Schloss Grynau, eine mittelalterliche Niederungsburg am Fluss Linth, bereits auf dem Gebiet der Gemeinde Tuggen stehend. Die Geschichte der Burganlage geht zurück ins 13. Jahrhundert; aber auch Zeugen der Neuzeit sind noch zu sehen. Im Zweiten Weltkrieg übernahm die Festung Grynau die Sicherung des Linthüberganges bei Grynau. Sie wurde vom März 1940 bis im November 1942 im Buechberg hinter dem Schlossturm gebaut. Sie gehörte im Rahmen der Planungen des „Falles Nord“ (deutsche Umgehung der Maginotlinie im Süden durch Schweizergebiet) zur Limmatstellung und wurde ab Juni 1940 zur Vorstellung der Reduit-Nordgrenze. Die Grynau war eine der wichtigsten Staustellen zur vorgesehenen militärischen Überflutung der Linthebene (Quelle: Wikipedia). Wer, wie wir, unmittelbar nach der Brücke rechts abbiegt und erst ein Stück weit dem Linthkanal entlang fährt, erkennt noch einige Bunkeranlagen aus dieser Zeit. Nach etwa anderthalb Kilometern, kurz vor der Mündung der Linth in den Obersee, führt die Forststrasse leicht ansteigend und in einer Linkskurve hoch zum Hundsruggen. Die Entscheidung, weiter nach O zu fahren, den Hundsruggen also östlich zu umrunden, passte. Jetzt aufgepasst, die Abzweigung nach S war ohne Karte kaum auszumachen. Nach dem Verlassen der Forststrasse führte ein Singletrail (zur Freude von Doris😯) leicht abwärts zum Schrötermoos – einem kleinen Weiher. Ab hier wieder auf einer Forststrasse, leicht ansteigend durch sehr schönen Wald über den Mittler Buechberg. Wir staunten: an diesem unscheinbaren, etwa 5.5 km langen Hügel zwischen Tuggen und Obersee, hat es eine Unzahl von Trails, alle mit neuzeitlich englischen Namen (Beispiel: Plaisir-Trail, Highline Trail, Cello-Trail) – sehr flowig… An Wochenenden muss hier etwas los sein, heute Dienstag waren wir einsam unterwegs – richtig cool! Nahe dem höchsten Punkt des Buechbergs (630 m) fuhren wir in einer Kurve ostwärts, um nahe Rotegg einen kleinen Parkplatz zu erreichen. Von hier aus der Ausblick auf die March und ins nahe Wägital. Jetzt folgte die kurze Abfahrt hinunter zum Weiler Weingarten, dann weiter nach W zu einem Aussichtspunkt, der den Überblick zum kolossal grossen, aber schön angelegten Golfplatz (GC Nuolen) erlaubt. Von den vielen GolferInnen unbeachtet, durchfuhren wir das Gelände (nicht auf dem Green selbstverständlich), vorbei am Golfrestaurant (Rütihof), dort nach einer abrupten Richtungsänderung nach N, hinunter zum See und über Widen (Kieswerk) zum Dorf Nuolen. In der Ortsmitte hielten wir nach W, um die flache und auf Seehöhe liegende Allmeind zu durchfahren, bis zum Flugplatz Wangen-Lachen (oder vielleicht doch «Airport» – weil Betonpiste?). Dann in einem Bogen den Bootshafen umfahrend, die Brücke über die Wägitaler Aa, die Ebene Zwüschetaa, dann noch die Brücke über die Chli Aa – nach kurzer Fahrt vorbei an Schul- und Sportanlagen parkierten wir direkt am schönen Quai von Lachen. Mittlerweile halb zwei Uhr – Zeit für einen kleinen zMittag, direkt an der Sonne – herrlich! Gestärkt machten wir uns auf die letzten zwanzig Streckenkilometer, auf welchen wir uns etwas weiter weg vom See bewegten und folglich auch bis zu 350 Hm höher aufstiegen. Ausserhalb (südlich) von Lachen und nach Unterquerung der A3 steuerten wir direkt auf den Burghügel oberhalb von Lachen zu – wirklich steiiiiil! Fast zuoberst steht sehr markant die Kapelle St. Johann und das Sigristenhaus. Wenige Meter weiter und elf Meter höher steht das bekannte Restaurant Johannisburg (heute geschlossen). Der Weg führt quasi mitten durch, links das Restaurant, rechts dessen Gartenwirtschaft. Wir fuhren weiter westwärts, genau auf der Krete dieses moränenartigen Burghügels bis kurz vor dem Hof Schlipf. Vermutlich wäre es möglich gewesen, den WW zu befahren, aber dort wäre dann noch der Chessibach zu überwinden gewesen (tönte irgendwie «gefährlich» nach Singletrail). Also folgte der Umweg über die kurze Abfahrt auf der Vorderbergstrasse bis zum südlichen Dorfrand von Altendorf. Jetzt auf der Bilstenstrasse steil hoch zum Mittlisberg, vorbei an Höhgaden, über das Tobel des Summerholzbachs bis zum P.697 (Bilsten), wo ein schönes Holzhaus steht. Hier fuhren wir irrtümlich hoch und korrigierten bald; zurück beim Holzhaus ging es westlich zum Restaurant Bilstenhof (heute geschlossen) und an diesem vorbei. Jetzt änderte die Unterlage, aus Feldweg wurde Wanderweg. Auf der ca. 900 m langen Strecke bis Schwändi war sogar ein Bach, der Lüsibach, zu queren – ohne vom Bike abzusteigen (Gratulation, Doris hats geschafft!). In Schwändi angekommen, durften wir wieder auf geteerter Unterlage fahren. Jetzt ging alles sehr schnell: Abfahrt über die schmale Schwändistrasse, beim leider dauerhaft geschlossenen Restaurant Luegeten weiter auf der Etzelstrasse, über Buechberg und über die A3 weiter abfahrend bis ins Zentrum Pfäffikon SZ, wo die Schussfahrt endete. Hier reihten wir uns ein in den feierabendlichen Stossverkehr, resp. wir überholten die Kolonne auf dem Velofahrstreifen (mit leichter Schadenfreude…). Im Kreisel Churerstrasse/Seedamm hielten wir in Richtung Rapperswil. Die Rosenstadt erreichten wir über die Seedammstrasse, schneller als die geplagten Staufahrer. Mitten durch die Altstadt, die Hauptverkehrsachse meidend, folgte bald der leichte Aufstieg zum Hintermeienberg und weiter über Engelhölzli zurück nach Hause.

Fazit:
Eine sehr aussichts- und abwechslungsreiche und genussvolle Rundfahrt – und wiederum direkt ab Haustür…

Wetterverhältnisse:
Unverändert frühlingshaft, sehr sonnig, wolkenlos, Wind 4 km/Std. W (Böen bis 19 km/Std.), ca. 5 bis 16°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 22. März 2022
Schwierigkeit: Wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 50.9 km: Rüti ZH (478 m) – Ermenswil (480 m)  – Obertägernau (459 m) – Curtiberg (468 m) – Wagen (428 m) – Buechmatt – Moos (481 m) – Bollingen (420 m) – Schmerikon (407 m) – Aabachbrücke (411 m) – Gross Allmeind (408 m) – Grynau (411 m) – Mittler Buechberg – Hundsruggen (474 m) – Schrötermoos (488 m) – Buechberg (602 m) – Rotegg – Weingarten (556 m) – Bach-Telen – Golfplatz P.480 – Buebental (459 m) – Widen (409 m) – Nuolen (409 m) – Flugplatz Wangen-Lachen (407 m) – Brücke über die Wägitaler Aa (413 m) – Lachen SZ (407 m) – Burgweg St. Johannesburg (510 m) – Vorderbergstrasse – Altendorf-Acheren (468 m) – Mittlisberg – Bilsten P.697 – Singletrail über den Lüsibach – Schwändi (693 m) – Etzelstrasse bei Luegeten (609 m) – über die A3 (488 m) – Pfäffikon SZ (414 m) – Kreisel Churerstrasse/Seedamm (418 m) – Seedammstrasse – Hurden (415 m) – Rapperswil SG (409 m) – Rapperswil-Jona – Hans Rathgeb-Weg/Unterführung S-Bahn – Hintermeienberg – Rütistrasse (P.459) – P.475 – Engelhölzlistrasse – Rosenbergstrasse – Talgarten Rüti ZH
Aufstieg: ca. 970 m
Abstieg: ca. -960 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 40 Min.
Tageszeit: 10:15 bis 16:25 Uhr

Farneralp 1155 m, heute mit den Bikes

Sonntag, viele Leute zog es heute hinaus ins Freie – der zu erwartende Starkverkehr hielt uns nicht davon ab, die Farneralp zu besuchen. Nach dem Studium der Sonntagslektüre (nichts ausser Krieg und Grauen, davon aber reichlich), schwangen wir uns auf die Fahrräder. Oberhalb von Rüti (Niggital) fuhren wir gemütlich und leicht ansteigend erst durch den Wald und später am Grossweierriet vorbei. Nach etwa 6 km die Gartenwirtschaft des Gasthofs Hiltisberg, mitten auf der Strecke, absteigen und Einkehr zum Startkafi obligatorisch. Wir staunten doppelt: herrliche Aussicht zu den Glarner und Schwyzer Voralpen und kaum Gäste (vermutlich zu starker Wind…). Nach dieser Stärkung folgte die Abfahrt nach Laupen und von dort der Aufstieg nach Eglingen (oberhalb Goldingen). Hier der Abzweiger in Richtung Bannholz, wunderbar dieser Südhang. Vorbei am schönen Ortsteil Gibel und dem Bannholz (dieser bekannten CB-Beiz…) weiter bis Tann. Hier wechselte die Unterlage von Asphalt- auf Naturbelag. Nach ca. 700 m war Chrinnen erreicht, wo beim bekannten Parkplatz der stotzige Anstieg zur Farneralp beginnt: 220 Hm über 1.3 km. Auf dieser Strecke heisst es immer schön lächeln und freundlich grüssen; nur ja nicht den Neid des Fussvolkes provozieren! Über vier steile Kurven war die Farneralp zügig erreicht. Hier steht natürlich das bekannte Bergrestaurant, und da es gerade Mittagszeit war, liessen wir uns an einem windstillen und sonnen-exponierten Tisch nieder. Wir waren nicht die einzigen Gäste (wen erstaunt es), und selbstverständlich hatten wir gerne Geduld, bis wir vom Pager nach einer Wartezeit von einer knappen Stunde zur Abholung der Käseschnitten aufgefordert wurden. Lecker waren sie😎, verdient aber auch. So gestärkt machten wir uns auf zur Abfahrt; die führte uns hinunter bis Chrinnen, ab dort dann vorbei am Zürcher RehaZentrum Faltigberg, dann kontrolliert, aber doch mit Tempo hinunter über Hittenberg bis ins Zentrum von Wald. Ab hier die vertraute und landschaftlich reizvolle Strecke über Fägswil nach Hause. Die Runde, die wir auch vom Wandern kennen, hat uns gut gefallen – nächstes Mal wieder wochentags🤔…

Fazit:
Wieder einer dieser «Klassiker» in unserem schönen Zürioberland – aussichts- und abwechslungsreich, direkt ab Haustür…

Wetterverhältnisse:
Frühlingshaft, sehr sonnig, wolkenlos, Wind 13 km/Std. SO (Böen bis 30 km/Std.), ca. 11°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 20. März 2022
Schwierigkeit: Wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 27.6 km: Hinfahrt Rüti ZH (478 m) – Niggital (520 m) – Chüeweid (546 m) – Gründ (620 m) – Leisenrüti (630 m) – Hiltisberg (659 m) – Chapf (680 m) – Laupen (624 m) – Wolfenrtingen (718 m) – Egligen (737 m) – Gibel (832 m) – Bannholz (884 m) – Tann 923 m) – Chrinnen (934 m) – Chrinnenboden (1042 m) – Cholwald – Farneralp (1155 m) – Rückfahrt bis Chrinnen wie Hinfahrt, Faltigberg (898 m) – Hittenberg (841 m) – Wald ZH (614 m) – Abzweiger bei der ARA – Tonacher – Oberwis – Riederen (631 m) – Oberfägswil (573 m) – Unterfägswil (560 m) – Würzhalden (536 m) – Rüti (Gubel, 501 m) – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 960 m
Abstieg: ca. -960 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 05 Min.
Tageszeit: 10:25 bis 14:15 Uhr

Bike-Runde zum Hörnli 1133 m

Tonnen von Saharastaub in der Luft, weshalb die Sonne nur sporadisch durchblinzeln konnte. Dennoch frühlingshafte Bedingungen, um das Hörnli anzufahren. Ab Rüti wählten wir nicht den direkten Weg ins Tösstal, sondern die höher liegende und deshalb aussichtsreiche Traverse unterhalb des Bachtelhörnli und oberhalb Wald. Trotz diesiger Sicht präsentierten sich uns Speer, Federispitz und Mürtschenstock und auch der Zürisee. Erst in Gibswil erreichten wir die Hauptstrasse, die wir überquerten um das Dorf östlich zu umfahren. Entlang der Bahnlinie rollten wir zum Weiler Fistel, vorbei am zwischen Bahn und Hauptstrasse gelegenen Moor. Ab Ortsmitte Fischenthal das kurze Stück auf der Tösstalstrasse bis Steg im Tösstal – wo wir im Kafi Voland den leicht verspäteten Startkafi genossen. Fast unmerklich überquerten wir die Töss, um vor dem Bahnhof Steg rechts zu halten – Äsch heisst dieser Ortsteil. Ab hier gut signalisiert in Richtung Hörnli – hoch durch das Äschachertobel. Die Warnung, dass uns hier Trottinettler und/oder Schlittler entgegenkämen, nahmen wir zur Kenntnis – von letzteren war nichts zu sehen, klar bei der schneefreien Unterlage. Bis zum Hörnli waren auf einer Strecke von 5 km 430 Hm zu bewältigen. Bestimmt keine besondere Herausforderung – Motorunterstützung seid Dank! Nun gut, auf der trockenen Naturstrasse galt es die ideale (möglichst vom Kies freigefahrene) Fahrspur zu nutzen. Die paar steilen Rampen hoch bis Breitenweg heizten ein, weil wir (sportlich wie wir sind😁…) mit minimaler elektrischer Unterstützung unterwegs waren. Auf ca. 950 m Höhe fuhren wir beim Hof Tanzplatz vorbei – welch ein Blick ins Tösstal hinunter! Nach einer Linkskurve und vorbei am Wasserreservoir (wo der WW zum Hörnli abzweigt), blieben wir auf der Fahrstrasse, ab hier auf geteerter Unterlage. Zum Schluss, kurz vor dem höchsten Punkt folgte eine Haarnadel, und zum Schluss eine richtig steile Rampe. Oben angekommen die Flucht in die warme Stube des Berggasthauses Hörnli – Gerstensuppe für Doris, Älplermagronen für Ruedi, dazu Appenzeller (Bier, nicht etwa Schnaps…). Nach dem zMittag die Abfahrt auf der bekannten Strecke – die Variante über die Hulftegg zu fahren, mussten wir verwerfen (Schnee und Eis auf der schattigen Nordseite des Hörnli und Richtung Silberbüel). Den Naturstrassenteil nach Steg hinunter bewältigten wir vorsichtig und ohne Probleme. Ab Steg gemütliches Rollen bis Gibswil, dann die Streckenvariante über Raad – Hüebli nach Wald hinunter und weiter über Fägswil nach Hause. Eine gemütliche Fitnessrunde war das!

Fazit:
Eine klassische „Gipfeltour“ im schönen Tösstal/Zürioberland – aussichts- und abwechslungsreich.

Wetterverhältnisse:
Sonne vom Saharastaub verdeckt, Wind 4 km/Std. SO (Böen bis 17 km/Std.), ca. 10°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 16. März 2022
Schwierigkeit: Wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 44.5 km: Hinfahrt Rüti ZH (478 m) – Tann (514 m) – Oberdürnten (574 m) – Breitenmatt (673 m) – Töbeli (607 m) – Blattenbach (682 m) – Tännler (751 m) – Dieterswil (763 m) – Hueb (791 m) – Ried (762 m) – Gibswil (762 m) – Fröschau (755 m) – Fistel (754 m) – Fischenthal (745 m) – Steg im Tösstal (698 m) – Aesch – P.746 Hörnlistrasse (Äschachertobel) – Leiacker – Breitenweg (902 m) – P.950 – Tanzplatz (969 m) – Hörnli (1133 m) – Rückfahrt über Steg bis Gibswil wie Hinfahrt, ab Gibswil über Raad (764 m) – Hüebli (781 m) – Wald ZH (614 m) – Abzweig bei der ARA – Tonacher – Oberwis – Riederen (631 m) – Oberfägswil (573 m) – Unterfägswil (560 m) – Würzhalden (536 m) – Rüti (Gubel, 501 m) – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 1015 m
Abstieg: ca. -1005 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 47 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 15:30 Uhr

Bike-Runde um den Bachtel

Nach einigen Wochen mit vielen Bergwandertouren wieder einmal eine gemütliche Bikerunde in der nahen Umgebung im schönen Zürioberland. Spass und Sport war das Ziel. Gerne schloss ich mich der Velogruppe Wald/Rüti an, deren Leiter die Tour „Im grossen Bogen um den Bachtel“ ausschrieben – und 24 Teilnehmer (alles Senioren) kamen. Bis zum Treffpunkt beim Bahnhof Wald fuhr ich (ausnahmsweise) durch das vom Autoverkehr stark tangierte Grundtal – ein zweifelhaftes Vergnügen, aber der kürzeste und schnellste Weg, 6.5 km in 15 Minuten. Zu früh, dafür aber Zeit genug, sich zu begrüssen, einige bekannte Gesichter waren dabei. Um halb zwei starteten wir bei bester Laune und mit der Empfehlung, in kleinen „Päckli“ zu fahren, um überholungswillige Autofahrer nicht unnötig zu provozieren. Unterwegs hörten wir dennoch (gutgemeinte) Zurufe einiger ungeduldiger, der Beste von allen sei hier zitiert: „nehmt doch besser den ÖV, ehrlich“. Nach der Durchfahrt durch das Zentrum von Wald zügig hoch zum Hasenstrick, wo es den ersten Halt gab – die grandiose Fernsicht (Glärnisch, Tödi) war ein Genuss. Die Weiterfahrt dann nach Wernetshausen, von dort über Nebenstrassen nach Hinwil hinunter. Weiter über Ettenhausen nach Kempten. Dank der Ortskenntnisse der Leiter befuhren wir Quartierstrassen. In Wetzikon mieden wir die Ochsenkreuzung, auf der Weiterfahrt über Adetswil und Bäretswil galt unsere Konzentration dann wieder dem Schnellverkehr. Dank dem Päcklisystem «schikanierten» wir diesen im Aufstieg von Bäretswil nach Bettswil nur mässig. Ab Matt war dann Ruhe, vor uns der Genuss des Aufstiegs zum Ghöch – für die einen gemütlich, für andere etwas forscher und fordernder. Auf dem Übergang angekommen das kurze Warten – bei dieser Aussicht das reinste Vergnügen. Einige hundert Meter weiter steht das bekannte Restaurant Berg Ghöch, wo wir einkehrten. Klar, dass der Service trotz Anmeldung kurz und heftig gefordert war, individuelle Wünsche zu erfüllen – aber die können das bestens, Kompliment! Nach dieser ausgiebigen Pause die für die einen gemütliche, für die anderen rassige Abfahrt (über Nebenstrassen) hinunter nach Gibswil. Weiterfahrt an der Panoramaschanze vorbei bis zum Weiler Hüebli. Dort wurden alle herzlich verabschiedet mit dem Hinweis, vorsichtig nach Wald abzufahren (Gegenverkehr!). Ab Wald Zentrum wählten wir – nur noch zu zweit – die Strecke über Tonacher – Riederen – Oberfägswil – Würzhalden nach Rüti. Ende einer genussvollen Rundtour mit befriedigendem Fitness- und Spassfaktor.

Fazit:

Das war die letzte Biketour, welche 2021 von der Velogruppe Wald/Rüti durchgeführt wurde. Danke herzlich allen Engagierten für ihren tollen Einsatz! Und gerne bis zu einem nächsten Mal!

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig, bestes Herbstwetter, windstill, ca. 12°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 28. Oktober 2021
Schwierigkeit: Wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 45.7 km: Rüti ZH (478 m) – Grundtal – Wald ZH, Bahnhof (616 m) – Blattenbach (682 m) – Hasenstrick (757 m) – Wernetshausen (725 m) – Vorderbernegg (730 m) – Unterbernegg – Hinwil (572 m) – Ettenhausen (571 m) – Wetzikon/Kempten (577 m) – Burgweid (681 m) – Adetswil (725 m) – Bäretswil (706 m) – Bettswil (804 m) – Matt (802 m) – Ghöch (961 m) – Hintersädel (900 m) – Vordersädel (906 m) – Kleinbäretswil (902 m) – Gibswil (762 m) – Raad (764 m) – Hüebli (781 m) – Wald – Tonacher – Riederen – Oberfägswil – Würzhalden – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 1075 m
Abstieg: ca. -1075 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 35 Min.
Tageszeit: 13:00 bis 17:10 Uhr

Biketour ins Trepsental, Rossweid-Grossfeldrederten

Ein weiterer schöner Spätsommertag, der genutzt werden soll: für eine Biketour ins Trepsental. Nie gehört? Also: das Trepsental ist das markanteste Seitental des Wägitals im Kanton Schwyz. Von der Alp Trepsen (1352 m), fliesst der Trepsenbach grösstenteils in Richtung Nordwest, bevor er beim Flüebödeli in die Wägitaler Aa mündet. Das Quellgebiet liegt also südlich des Chöpfenberg und nördlich des Bockmattlistock; von der Alp Trepsen führt ein Saumpfad über die Scheidegg (1431 m) ins schöne Schwändital, welches wir auch schon besuchten (Chöpfenberg-Tour). Das ca. sieben Kilometer lange Trepsental ist grösstenteils bewaldet, enthält nur einzelne Häuser und ist zugunsten der Land- und Forstwirtschaft mit einer 3.-Klasse-Strasse erschlossen. Unser Ziel heute war die nördlich des Chöpfenberg gelegene Alp Feldrederten; auch von dort gibt es einen Übergang ins Glarnerland, die Rossweidhöchi (1423 m), über welche das Niederurner Tal erreicht wird. Dieser Übergang war nicht das Zeil, weil die Rossweid sumpfig ist und das Bike über ca. 120 Hm mehrheitlich geschoben, stellenweise sogar getragen werden muss. So viel zur Ausgangslage.

Start ab Haustür bei ca. angenehmen 15° und Sonnenschein. Die Rosenstadt Rapperswil war rasch erreicht; dort genossen wir einen Startkafi, bevor die nicht gerade attraktive Fahrt über den Seedamm nach Pfäffikon folgte. Auch die folgende Strecke über Altendorf – Lachen – Galgenen wird dominiert von der nahen A3 und der Bahnlinie. Nach 18 km Fahrt, im Ortszentrum von Siebnen, bogen wir ab in Richtung Wägital. Nach wenigen Metern die Brücke über die Wägitaler Aa,vorbei am markanten Gebäude des KW auf die verkehrsarme Eisenburgstrasse. Jetzt begann es anzusteigen, bei P.492 erreichten wir die von Schübelbach herführende Strasse. In einer Rechtskurve weiter ansteigend, vorbei am Rütihof. Jetzt lag der Zürisee schon 100 Hm tiefer; entsprechend die Aussicht, welche lediglich durch die Starkstromleitungen beeinträchtig ist. Bei Eisenburg dann einige Serpentinen, links über uns der Stockberg, rechts unten die Wägitaler Aa, geradeaus Chli und Gross Aubrig. Bei Isenbach dann der Richtungswechsel (nach O) ins Gebiet Schwändelen. Noch immer auf geteerter Strasse fuhren wir stetig ansteigend hoch. Von Gelbberg bis oberhalb Kleinfeldredertli waren dann einige Weidegatter im Weg. Links oben das Lauiloch, welches wir von unserer Juni-Wanderung her kannten. Nach Kleinfeldredertli dann – mittlerweile auf Naturstrasse – über die Rossweid, zur bereits von weit sichtbar beflaggten Alp Feldrederten, gerade richtig zur Mittagszeit. In bester Gesellschaft wurden wir mit Leckereien verwöhnt von Monika und Hans. Frei herumlaufende Hühner mit Güggel versuchten ein paar Brotkrümel zu erbetteln. In unmittelbarer Nähe zierliche Muttertiere der Rasse Dexter – eine Alpidylle sondergleichen. Der Blick hoch zur Rossweidhöchi bestätigte, dass sich einige vom Niederurnertäli herkommende Biker abmühten – nichts für uns! Nach längerer Mittagspause Aufbruch zur Abfahrt, nicht ohne unterwegs noch Alpkäse einzukaufen. Nach sechs Kilometern, bei der Verzweigung P.820 machten wir den Abstecher zur nahegelegenen Kapelle und zum Restaurant gleichen Namens. An dieser schönen (und gut besuchten) Lage lohnt sich der Genuss kühlender Glacen. Nach dem kurzen Wegstück zurück zur Verzweigung dann die Abfahrt auf geteerter Unterlage, den frischen Kuhfladen geschickt ausweichend. Der Rest ist schnell erzählt: beim KW in Siebnen angekommen, folgte die unspektakuläre, flache Fahrt nach Pfäffikon, von dort über den Seedamm nach Rapperswil. Der kurze Aufstieg nach Hause war reine Formsache.

Fazit:
Eine Velofahrt in eine unbekannte Gegend – das Trepsental – absolut lohnend!

Wetterverhältnisse:
Spätsommerwetter, sonnig mit freundlicher Bewölkung, ca. 15 bis 22°, wenig störender Föhn

Ausrüstung:
e-Bike, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 8. September 2021
Schwierigkeit: wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 60.1 km: Rüti ZH (469 m) – Rapperswil-Jona (409 m) – Seedamm – Pfäffikon SZ (418 m) – Altendorf (414 m) – Lachen SZ (409 m) – Galgenen SZ (425 m) – Siebnen SZ (446 m) – beim KW über die Wägitaler Aa (454 m) – Eisenburgstrasse bis P.492 – Stöckweidli – Chapfeten – Ruebari (P.653) – Eisenburg – P.703 – P.728 (unterhalb Langweid) – P.770 – P.812 – P.820 (Verzweigung Kapelle Schwendenen) – Vorder Loch (874 m) – Schwendeli (927 m) – Billmeschwändi (986 m) – P.1059 – Gelbberg – Bergegg (P.1265, Verzweigung WW Lauihöchi) – Kleinfeldredertli – Rossweid – P.1297 (Verzweigung WW Rossweidhöchi) – Alp Feldrederten (1303 m) – Rückfahrt bis P.820 (Verzweigung Kapelle Schwendenen) – Abstecher zur Kapelle und zum Restaurant – zurück bis P.820 – Weiterfahrt wie Hinfahrt
Aufstieg: ca. 1380 m
Abstieg: ca. -1380 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 45 Min.
Tageszeit: 09:45 bis 16:15 Uhr

Sommer 2021 Val Müstair 4|5: Panorama-Runde mit dem e-Bike

Im Herbst des letzten Jahres begann mit dieser Tour unsere e-Bike-Karriere – heute ist eine Wiederholung angesagt. Von Fuldera über Fuldera Daint auf einer Naturstrasse bis Orasom Tschierv und ab dort ein kurzes Stück entlang der Passstrasse bis Curtin da Plaz, dann hoch bis zum schmucken Ortsteil Chasuras. Nach den letzten Häusern links haltend, auf der Naturstrasse (Bärenpfad) steiler hoch und über die Brücke Aua da Laider und ein kurzes Stück durch den Wald. Vor einer S-Kurve eine kurze Trinkpause, dann weiter zum P.1847 über das weite und sonnige Land bis . Die Weiterfahrt durch die Ortsmitte, nach der Kirche links haltend auf der Alpstrasse hoch durch den lichten Wald bis zum Weiler Urschai. Zwischendurch legten wir einen kurzen Stopp ein, um die Aussicht zu geniessen. Zweieinhalb Kilometer weiter die Abbiegung zu den Häusern von Craistas; aber Achtung, oberhalb der Häuser galt es links hochzufahren in Richtung Alp Terza Sura. In einem weiten Bogen erreichten wir unterhalb Terza Sura eine weitere aussichtsreiche Stelle. Den Hof Terza, unser Zwischenziel, war weiter unten schon zu sehen. Doch erst war noch eine steile und holprige Stelle zu meistern, schieben statt fahren. Jetzt die (gefühlvolle) Abfahrt auf der Naturstrasse hinunter zum Bergrestaurant Hof Terza – hier gibt es von Monica Tschenett zubereitete Speisen – bei famoser Aussicht. Der Terza-Teller war ein Genuss. Und schliesslich der Einkauf: die wirklich beste Münstertaler Nusstorte und würzige Salsize aus eigener Produktion. Nur schwer konnten wir uns von diesem wunderbaren Flecken in der Mitte Europas lösen. Nach dieser kulinarischen Mittagspause folgte die Abfahrt über 460 Hm hinunter nach Sta. Maria Val Müstair. Auf der Naturstrasse im oberen Abschnitt war wiederum gutes Bremsgefühl angesagt – die wertvolle Ladung wollten wir heil nach Hause bringen. Auf der fünf Kilometer langen Abfahrt kamen die Scheibenbremsen zum Glühen. Glücklich (und gesund) erreichten wir die Ortsmitte von Sta. Maria Val Müstair mit der sehr engen Ortsdurchfahrt. Ab Ortsende die Weiterfahrt auf der Bikespur bis Valchava. Dort konnten wir links abbiegen und vorerst auf geteerter Unterlage schnurgerade über die Clüs leicht ansteigend fahren. Nach Pravalchava dann eine S-Kurve (wieder auf Naturstrasse), weiter aufsteigend bis Plazzaraun und später im Val da l’Archa Gronda über eine Brücke (diesmal ohne Viehhütergatter!). Nach der nächsten Linkskurve wurde der Blick frei nach Fuldera – noch anderthalb Kilometer abfahren. Das hat wiederum grossen Spass gemacht!

Fazit:
Eine phantastisch angelegte Panorama-Route über dem Val Müstair!

Wetterverhältnisse:
Herrliches Sommerwetter, ~16 bis 23°

Ausrüstung:
Kartenmaterial Swisstopo, GPS, OHNE Regenschutz

Parameter:
Tour-Datum: 20. August 2021

Schwierigkeit: L, leicht fahrbar
Strecke: 25.3 km, Fuldera Dora (1636 m) – Fuldera Daint (1635) – Orasom Tschierv (1647 m) – Chasuras – Lü (1922 m) – Urschai (2011 m) – Alp Sot (P.2024) – Craistas (oberhalb) – Hof Terza (1843 m) – Pizzet – Il Rom (Brücke, 1342 m) – Sta. Maria Val Müstair (1375 m) – Valchava (1412 m) – Pravalchava – Val da l’Archa Gronda (P.1656) – Fuldera
Bergfahrt: ca. 860 m
Talfahrt: ca. -860 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 5 Min.
Tageszeit: 11:00 bis 14:50 Uhr