Archiv der Kategorie: Radfahren

Bikefahrt auf der Vinschger Sonnenseite

Für die Anfahrt nach Schluderns benötigten wir weniger als eine halbe Stunde; genügend Parkplätze beim Bahnhof. Jörg hatte sich eine unschwierige Bikefahrt auf der Sonnenseite des Vinschgaus ausgedacht. Das Ortszentrum von Schluderns durchfuhren wir in südöstlicher Richtung. Eine Etage unterhalb der Churburg gewannen wir auf einer mässig steilen Nebenstrasse in südlicher Richtung rasch an Höhe, grossartig der Talblick und der Weitblick zum Ortler und seinen Nachbarn. Obstplantagen noch und noch, mittlerweile auf einer Höhe von 1050 m.ü.M. Nach zweieinhalb Kilometern eine nach N drehende Haarnadelkurve, nach einem weiteren Kilometer drehte es wieder nach S. Vorbei am Birkenhof erreichten wir nach 5.2 km die Siedlung Tschutt auf 1300 m.ü.M. Weiter angenehm ansteigend führte die Strecke manchmal durch kurze bewaldete Abschnitte, immer aber mit der Aussicht auf die geometrische Obstplantagen-Landschaft im Tal der Etsch. Kurz vor dem Weiler Tanas war der heute höchstgelegene Punkt erreicht (ca. 1580 m.ü.M.); schön der Ausblick hinunter zur bei 1430 m.ü.M. allein stehenden Herz Jesu Kirche. Hier, kurz vor Abfahrtsbeginn, hiess es sich warm anzuziehen. Zwar voll an der Sonne, aber bei ca. 6 Grad und spürbarem Wind aus NW, war eine Wärmepackung kombiniert mit Windstopper die richtige Mischung. Vorbei am Gasthof Palfur führte die Tempofahrt vorbei an Plantagen-Gelände und landwirtschaftlichen Betrieben. Bei einer auf 1260 m.ü.M. liegenden Siedlung verliessen wir die Strasse trotz Fahrverbot nach links, um nach N in ein Tälchen einzufahren. Spätestens jetzt merkten wir, was unser ortskundige Guide Jörg im Schild führte: auf dem Weg hinunter nach Laas liegt der Weiler Allitz, und dort liegt das Gasthaus Sonneck. Klar, dass wir jetzt einkehrten, weil 13 Uhr, und knurrende Mägen… Draussen in der Gartenwirtschaft war es uns zu kühl, drinnen passte es auch. 3x Hirsch mit Knödel, 1x Tagliolini mit Ragù vom Brillenschaf – leckere Kost auf typische Südtiroler Art. Nach dieser Stärkung hatten wir ausreichend Energie, um ins Marmor-Dorf Laas abzufahren. Am heute mit ca. 860 m.ü.M. tiefstgelegenen Punkt die Fahrt durch die malerische Ortsmitte, dann zwischen Marmorwerk und Etsch in Richtung W. «Etsch-Radweg» heisst diese Route, die über den Reschenpass von den Alpen bis nach Verona führt. Auf der Höhe von Eyrs verliessen wir kurzzeitig den Radweg, um in Richtung Tschengls nach S zu fahren. Kurz vor dem Dorf wieder nach W, auf gutem Weg durch die vorgängig von oben bestaunten Obstplantagen. Ohne wesentlichen Höhengewinn gelangten wir zur Stilfserjochstrasse. Auf dieser ein kurzes Stück nach Spondinig, dort wo das ziemlich kolossale Hotel Post seit Jahrzehnten eingerüstet ist – ein Schandfleck. Etwa dreihundert Meter weiter eine kleine Herausforderung: irgendwie sollten wir beim Bahnhof auf die andere Seite der Bahnlinie gelangen, so wollte es die Wegmarkierung «Radweg». Eine Unterführung gibt es nicht, dafür eine Kuriosität: eine Liftfahrt in den Untergrund, dann in einem weiteren Lift wieder rauf ins Erdgeschoss. Eigentlich nichts Besonderes, nur mussten wir unsere Bikes etwas «aufbäumen», um die seitlich angebrachte Schiebetür zu meistern. Ennet der Geleise schliesslich über die Etschbrücke, dann eine weitere Überraschung: der Besuch der Prader Fischteiche – eine landschaftlich reizvolle Anlage, ein Eldorado für Klein und Gross, und ein Restaurant direkt am Wasser – Kaffeepause! Nach diesem schönen Intermezzo zurück an die Etsch, um auf dem Radweg an der Industriezone von Prad vorbei wieder durch die Obstplantagen-Ebene zu fahren. Zweieinhalb Kilometer vor Glurns hatten wir rechts (in Richtung NO) zu halten, um nach ca. zwei Kilometern Schluderns, den Ausgangspunkt unserer Biketour, zu erreichen.

Fazit:
So wie’s ausschaut, ist das heute der letzte wolkenfreie, sonnige Herbsttag – das musste genutzt werden. Jörg und Roman unser bester Dank für die kameradschaftliche Begleitung!

Wetterverhältnisse:
Wolkenlos, sehr sonnig und recht kühl 4 bis 12°, Wind 9 bis 12 km/h NNW

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 18. Oktober 2025
Schwierigkeit: ausser gelegentlichen Steilheit keine besonderen Schwierigkeiten, keine Singletrails
Strecke: 36.5 km: Schluderns Bahnhof (918 m) – Ortsmitte (924 m) – Grossfeldweg – Birkenhof (1217 m) – Tschutt (1342 m) – Gasthof Paflur (1549 m) – Tanas – Allitz (1093 m) – Laas (868 m) – Etschbrücke (865 m) – Etsch-Radweg – Tschengls (879 m) – Spondinig (886 m) – Prader Fischteiche (883 m) – Etsch-Radweg, SP 106 (893 m) – Schluderns Bahnhof
Strecke: 36.5 km:
Aufstieg: ca. 840 m
Abstieg: ca. -830 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 54 Min.
Tageszeit: 11:05 bis 15:15 Uhr

Bikefahrt aus dem Val Müstair zur Laatscher Alm (2041 m)

Seit Tagen erleben wir einen Herbst der Superlative – Sonne, wolkenlos, im Schatten Kühle, an der Sonne bis 20°. Trotzdem war warm einpacken angesagt. Da wir mittlerweile passionierte Alm-Biker sind, war das heutige Ziel die auf 2041 m.ü.M. gelegene Laatscher Alm zuhinterst im Arundatal – insgesamt also beinahe 1800 Höhenmeter. Soviel zum Voraus: auch wenn das Almrestaurant geschlossen war, lohnte sich die Fahrt sehr, alleine schon der herbstlichen Kulisse wegen…

Für die Fahrt durch das untere Val Müstair wählten wir die Sonnenseite. In der Ortsmitte von Sta. Maria Val Müstair bogen wir links ab, um unterhalb der Mulin den Rombach zu überqueren. Danach folgte die Panoramafahrt nach Müstair. Das Klosterdorf durchfuhren wir bis zum Kloster Sankt Johann. Auf der Via Döss über offenes Land der Landesgrenze entgegen. Die Fahrt führte über den Valgarolabach (der aus dem Val d’Avinga abfliesst) zum obersten bei P.1298 gelegenen Punkt, dort wo die Alte Dreschmaschine steht. Auf der sonnigen Aussichtsterrasse genossen wir einen Startkafi. Anschliessend die Fahrt dem bergseitigen Dorfrand von Taufers entlang zur Kirche St. Blasius. Vorerst hielten wir die Höhe nahe des ausgetrockneten Waalsweges, oberhalb der SS41, um am Punkt 1234 vorbei schönstes Gelände zu durchfahren. Bei Punkt 1236 fuhren wir nach einer Richtungsänderung auf einem leichten Trail über eine frisch verkackte Kuhweide zur SS41 hinunter (das setzt am Abend dann eine Handwäsche ab…). Ab Punkt 1100 folgten wir der Staatsstrasse, welche in zwei Kehren zur Calvenbrücke hinunterführte. Kurz danach die Verzweigung nach Laatsch. In der Ortsmitte folgten wir der Etsch entlang auf dem Radweg nach Schleis – zwei Kilometer und hundert Höhenmeter weiter. In der Ortsmitte von Schleis verliessen wir die Radroute (nach Reschen), um ins nach NW verlaufende Schlinigtal einzubiegen. Im Anstieg im Tal waren etwa 500 Hm Aufstieg zu bewältigen, was auch ohne Sonne für erhöhte Betriebstemperatur sorgte. Auf etwa 1500 m Höhe verliessen wir das Schlinigtal, um ins wilde Arundatal einzubiegen. Langgezogenen Forststrassen folgten einige Serpentinen, das Tälchen wurde enger, die Sonne aber blieb. Auf etwa 1800 m Höhe flachte das Gelände merklich ab, die Fahrt entlang dem Arundabach – zu dieser Jahreszeit unglaublich malerisch! Bei Kilometer 26 erblickten wir links die ca. 150 m höher gelegene Almhütte – leider ohne Flagge. Das Brücklein über den Bach, dann der Spurt hoch, und – niemand da. Ausser einer Gruppe von Wanderern, die vom einer Wegstunde (ca. 250 m) höher liegenden Tellajoch herkamen. Pause, halt ohne die erwarteten Vinschger Speisen, dafür aber mit dem Austausch mit netten Einheimischen. Immerhin: Doris hatte einen Proteinriegel dabei – also hungern war nicht angesagt. Nach dieser Stärkung die Abfahrt durch das Arundatal und später durch das Schlingtal nach Schleis hinunter – tausend Meter Höhendifferenz. Ab dort dann zwei Kilometer rassige Abfahrt auf dem Radweg nach Laatsch. In der Ortsmitte die Einkehr in der Bar MeVio – kurz vor 15 Uhr, leicht verspäteter zMittag. Nach dieser Pause gestärkt, waren über etwa fünfzehn Kilometer 450 Höhenmeter ins Val Müstair zurückzulegen. Nach der Durchfahrt Laatsch fast flach zur Calvenbrücke – angesichts des folgenden leichten Aufstiegs dem Rambach entlang entledigten wir uns einer Schicht. Nach Rifair wieder ziemlich in der Sonne, war die Fahrt über die Landesgrenze östlich vorbei an Müstair und durch die enge Ortsmitte von Sta. Maria ein vollkommener Genuss. Valchava erreichten wir kurz vor 17 Uhr – glücklich über die wunderschönen Herbst-Eindrücke.

Fazit:
Ein weiterer Herbsttag mit farblichen Eindrücken vom Feinsten

Wetterverhältnisse:
Wolkenlos, sehr sonnig und sehr kalt 6 bis 16°, Wind 9 bis 15 km/h SSW

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 12. Oktober 2025
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 22%, kurzer Abschnitt Singletrail S0 bis S1 (Landesgrenze bei Punkt 1327 und bei Punteil, und Taufers P.1234 bis  P.1100)
Strecke: 56.5 km: Valchava (1426 m) – Sta. Maria (1373 m) – Rombrücke – Via Faschas – Müstair (1246 m) – Landesgrenze bei Punkt 1327 – Taufers P.1298 – Kirche St. Blasius – P.1234 – P.1236 – P.1100 – SS41 bis zur Calvenbrücke (980 m) – Laatsch (974 m) – Etschbrücke – Etschradweg – Schleis (1058 m) – Bergstrasse bis nach P.1484 – Alpstrasse Arundatal – P.1786 – Brücke über den Arundabach bei P.1982 – Laatscher Alm (2041 m) – Rückfahrt Arundatal bis Schleis – ab hier bis Müstair analog Hinfahrt bis Laatsch – Calvenbrücke – Rambach-Weg Rifair – Landesgrenze Puntweil (1220 m) – Müstair, Pradalai – Via Surom bis Schiessanlage (1290 m) – Via Sielva – Sta. Maria – Valchava
Aufstieg: ca. 1764 m
Abstieg: ca. -1773 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 05 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 35 Min.
Tageszeit: 10:45 bis 16:50 Uhr

Bikerunde Munt da Lü – Alp Valmorain – Terza

Seit Tagen erleben wir hier Herbstwetter vom Feinsten; Einheimische pflegen zu sagen, dass es die schönste Jahreszeit sei. Volle Zustimmung! Intensive Farben, Wolkenspiele, klare Weitsicht in den Bergen, keine Gewittergefahr – wunderbar! Doris tut mir fast ein wenig leid, dass sie (heute allerdings der letzte Tag!) die Schulbank drückte – bald spricht sie wohl nur noch Vallader und/oder Jauer mit mir. Heute also die letzte Gelegenheit für eine Solofahrt mit dem e-MTB. Wunderbar, gibt es diese Dinger!

Also: nicht zu früh, angenehme Temperatur abwartend, fuhr ich um zehn vor elf los in Richtung Ofenpass, ich starte direkt ab Haustür in Valchava, durch das vom Durchgangsverkehr schon lange verschonte, schöne Quartier Muglin hoch zur Ofenpassstrasse, dann über die schiefe Ebene Pravalchava schnurgerade hoch zur Bergstrasse ins Val Mora und weiter ins Val da l’Archa Gronda. Statt das Holzbrücklein zu befahren, nahm ich die «Velowaschanlage» durch den Bergbach – leider ohne grossen Reinigungseffekt. Von dort auf dem Senda da l’Uors oberhalb Furom nach Fuldera – dort ein netter Schwatz mit Chasper, der gerade im Garten werkte. Über Palüds Cotschnas leicht oberhalb des Il Rom entlang bis Curtin da Plaz. Dort überquerte ich die Passstrasse, um nach Chasuras zu fahren. Oberhalb des pyramidenförmigen Hügels Mottas (1749 m) dem Waldrand des God da Munt entlang über die Naturstrasse zur Brücke über die Aua da Laider (im Winter Schlittelweg). Nach der Lichtung Plaun da Müs-chel gewann ich über zwei Serpentinen etwas Höhe, um nach Verlassen des God Nair das auf einer Sonnenterrasse gelegene Dörfchen zu erreichen. Etwas unterhalb der Dorfmitte bog ich nach O ab, um über die Via Urschai steil hochzufahren. Hier wie gewohnt der Blick zum ca. dreizehn Kilometer entfernten Ortler – der musste selbstverständlich geknipst werden. Kurz vor Urschai, bei P.2011 die Haarnadelkurve in Richtung Tabladatsch und Valmorain. Weiter oben, bei P.2081, bogen ich nicht ab, um Valmorain direkt zu erreichen, sondern fuhr weiter in Richtung NW der Costa dals Pals entlang bis zur anderthalb Kilometer weiter oben gelegenen Kurve bei Multa Naira. In der Haarnadelkurve der Ausblick zum Ofenpass mit dem überragenden Piz Daint und zum schön gelegenen Haus auf Pra Sech. Jetzt wurde die Alpstrasse zum holprigeren Alpweg, noch immer gut befahrbar. Bei P.2235 nochmals eine Kurve, in der ich den Alpweg nach O verliess. Nach paar hundert Meter Querung der Blick zur hundert Hm tiefer gelegenen Alp Valmorain – dort niemand zuhause. Nun folgte die Abfahrt zur bei Punkt 2011 gelegenen Kurve, wo sich die Runde am Munt da Lü schloss. Den Weiterweg über Urschai an der Alp Sot vorbei nach Craistas war mir mittlerweile sehr vertraut. Ab Craistas den wunderschönen Alpweg über Vallatscha, Tablà Nair und von dort zwei Kurven hinunter zum Bergrestaurant TerzaMonicas Reich, wo wie immer eine Einkehr auf der Sonnenterasse lockte. – und natürlich die schöööööööööööne Aussicht. Im Rucksack hatte es noch ausreichend Platz für ein Mitbringsel (eine Nusstorte für Doris – und für mich…). Nach dieser Marenda folgte die rassige Abfahrt über die fast 500 Hm nach Santa Maria Val Müstair hinunter und zum anderthalb Kilometer weiter gelegenen Ausgangspunkt in Valchava.

Fazit:
Eine phänomenale Runde, in dieser Jahreszeit einfach das Nonplusultra!

Wetterverhältnisse:
Traumhaftes Herbstwetter, Sonne pur, wenig Wind 6 bis 12 km/h S, ca. 9 bis 16° C.

Ausrüstung:
e-Bike, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 10. Oktober 2025
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit <20%, kurze Abschnitte Singletrail S0 bis S1
Strecke: 30.8 km: Valchava (1420 m) – Pravalchava – Chatschinas – Val da l’Archa Gronda (1657 m) – Aua da las Fruos-chas (1647 m) – Sur Fuldera – Dschurnaidas – Fuldera Daint (1635 m) – Resia (1635 m) – P.1638 – Orasom Tschierv (1648 m) – Curtin da Plaz (1661 m) – Chasuras (1689 m) – Aua da Laider (1761 m) – Lü (1916 m) – Urschai (2011 m) – Costa dals Pals, P.2081) – Mutta Naira – P.2235 – Valmorain (2193 m) – Urschai (2011 m) – Craistas (1875 m) – P.1995 (Vallatscha) – Tablà Nair – P.2006 – Terza, Bergrestaurant (1845 m) Via Craistas (P.1624) – P.1348 – Brücke Il Rom – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Valchava
Aufstieg: ca. 1150 m
Abstieg: ca. 1150 m
benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 8 Min.
benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 14:00 Uhr

Nachmittagsrunde Plaun dals Bovs-Plaun da l’Aua-Alp da Munt

Doris wird in dieser Woche stark gefordert, im Rumantschkurs. Gut, dass um 13 Uhr Schluss war, da blieb noch Zeit, den Kopf zu lüften. Nach dem kleinen Mittagessen eine knackige Bikerunde ab Haustüre. Trotz Sonnenschein und angenehmer Wärme sahen wir uns vor, denn am späteren Nachmittag weicht die Sonne dem Schatten – entsprechend rasch wird es kühl. So war es auch heute, also warm anziehen. Die vertraute Strecke musste hier nicht (mehr) ausführlich beschrieben werden (siehe Streckenbeschreibung unten und Bilder). Die Schwierigkeiten hielten sich in Grenzen, lediglich auf der Strecke über die Talabfahrt nach Tschierv hinunter hatte etwas Singletrail-Charakter. In Aintasom Tschierv beobachteten wir (wie schon im Aufstieg) die Idylle weidender Kühe, welche ihre vielleicht eine Woche alten Babies ins Leben einführten – wunderschön! Danach die rassige Fahrt nach Fuldera hinunter, im Landgasthof Staila war Aufwärmen angesagt. Für den abschliessenden Schlussteil nach Hause spürten wir nochmals die rasch gesunkene Tagestemperatur. Ab unter die Dusche…

Fazit:
Eine herrliche Nachmittagsrunde, um den Herbst zu geniessen – ein Vollerfolg!

Wetterverhältnisse:
Sonnig, herbstliches Kaiserwetter, ca. 15°, schwacher Wind 7 km/h NO

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 8. Oktober 2025
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 20%, kurze Abschnitte Singletrail S0 bis S1
Strecke: 28.3 km, Valchava (1420 m) – Pravalchava – Chatschinas – Val da l’Archa Gronda (1657 m) – Aua da las Fruos-chas (1647 m) – Sur Fuldera – Dschurnaidas – Fuldera Daint (1635 m) – Resia (1635 m) – P.1638 – Orasom Tschierv (1648 m) – Curtin da Plaz (1661 m) – Chasuras (1689 m) – Tschierv (1693 m) – Aintasom Tschierv (1727 m) – P.1757 – Via Pass dal Fuorn, P.1841 – P.1973 – P.2021 – Chamona da Ladner – Plaun dals Bovs (2078 m) – Via Plaun da l’Aua, P.2136 – P.2153 – P.2189 – Alp da Munt – Via Alp da Munt, P.2116 – P.2077 – Valplaun – Spv. Minschuns (1973 m) – Via Pass dal Fuorn – Prazos – Pra Chalchera – Aintasom Tschierv – Tschierv – Curtin da Plaz – Orasom Tschierv – Resia – Fuldera Daint – Fuldera Dora (1636 m) – Via Val Müstair, Furom (1604 m) – Runca Sot (1515 m) – Muglin, Valchava
Aufstieg: ca. 900 m
Abstieg: ca. -900 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 42 Min.
Tageszeit: 14:40 bis 17:40 Uhr

Bikefahrt aus dem Val Müstair zur Schliniger Alm (1868 m)

Für heute war Kaiserwetter angesagt, voll Sonne, wolkenlos, nach klarer Nacht «e bitzeli» kalt – knapp bei Null Grad beim Start und Bise dazu. Also warm einpacken! Die Fahrt nach Müstair hinunter drosselten wir etwas der Kälte wegen – aber die Sonne war ja auch noch da… Nach Müstair dann dem Rom entlang auf dem frostig-schattigen Trail zur Landesgrenze. Bei Puntweil dann ein kurzer Anstieg und auf dem neu geteerten Radweg nach Rifair hinunter – Taufers links liegen gelassen. Erst nach dem kleinen Ort wieder an der Sonne, wieder auf unbefestigtem Weg gemächlich hinunter dem Rambach (wie der Rom in Italien genannt wird) entlang bis zur Calvenbrücke. Mittlerweile wieder an der Sonne und unter tausend Meter Höhe, rollten wir gemütlich beim Sportplatz vorbei. Nach der herzerwärmenden «Schweinerei» erreichten wir Laatsch («Lotsch» sagen die Vinschger) – Zeit für einen Capuccino in der Bar bei der Mühle, draussen an der wärmenden Sonne (gut auszuhalten, diese Hitze!). Nach dieser wohltuenden Pause folgte die Weiterfahrt der Etsch entlang auf dem Radfahrern vorbehaltenen Weg nach Schleis (und weiter nach Reschen) – zwei Kilometer und hundert Höhenmeter weiter. Auf diesem Abschnitt kamen uns etliche TouristenbikerInnen entgegen, die meisten mit kältegezeichneten und stummen Mienen. Vor der Ortsmitte von Schleis verliessen wir die Radroute, um ins nach NW verlaufende Schlinigtal einzubiegen. Ab jetzt konnte uns weder Kälte noch Wind etwas anhaben – im Anstieg über die ca. 6.5 km bis Schlinig waren 700 Hm Aufstieg zu bewältigen. Die Betriebstemperatur erreichte rasch Normalwerte. Etwa auf halber Strecke dann die schöne Begegnung mit zwei zu Recht stolzen Jägern, welche einen erlegten Hirsch abtransportierten – Gruässt enk, und Weidmannsheil! Bald erreichten wir den Hof Oberlutaschg und wenige später die Zugonhöfe. Nach einem weiteren Kilometer war Schlinig erreicht. Hier ist vor allem im Winter richtig was los, dank dem Nordischen Langlauf- und Wettkampfzentrum, gleichzeitig Startpunkt einer landschaftlich reizvollen 2.5 Kilometer langen Strecke von Schlinig zur Schliniger Alm. Ein paar schmucke Hotels stehen auch hier. Die gegenwärtige Grossbaustelle (Wasserleitungen) bewältigten wir zu Fuss, danach auf dem eigentlich mit einem Fahrverbot belegten Schliniger Almweg vorbei an viel Wandervolk über wunderschönes Almgelände sanft ansteigend zum Tagesziel, der Schliniger Alm. Das Schlinigtal zieht sich dann noch weiter hoch, vorbei an der Schwarzwand mit dem grossen Wasserfall, zur Sesvennahütte und zum Schlinigpass, einem alten Schmugglerweg. Vom Pass geht es in die Schweiz durch die spektakuläre Uinaschlucht ins Unterengadin. Im sehr schön gelegenen Alm-Restaurant genossen wir eine ausgiebige Brotzeit (siehe Bilder). Nicht zum ersten Mal stellten wir fest, dass die Almhütten im Südtirol einfach einzigartig sind. Nach dieser Stärkung die Abfahrt, im obersten Abschnitt auf dem Metzbach entlangführenden Weg – vorbei an vielen Kinderspielplätzen. Am Nordirschen Langlauf- und Wettkampfzentrum vorbei fuhren wir ab Schlinig auf der uns vom Aufstieg bekannten Strecke nach Schleis hinunter; auf der holprigen Unterlage war Vorsicht geboten. Zwischenhalt beim Kirchlein St. Martin, Genuss der schönen Aussicht über die Malser Haide nach Mals und Schluderns. Am darüber liegenden Gebiet am Spitzige Lun fuhren wir vor ein paar Tagen hoch und ins Matscher Tal. Nach ein paar steilen Serpentinen war Schleis rasch erreicht; nun folgte die Abfahrt auf der Radfahrerautobahn – jetzt allerdings ohne Gegen- und Überholverkehr. Naja, die TouristenbikerInnen waren mittlerweile bestimmt schön in den warmen Stuben. In Latsch angekommen war es mittlerweile 15 Uhr, noch waren über etwa fünfzehn Kilometer 450 Höhenmeter hinein ins Val Müstair zurückzulegen. Nach der Durchfahrt Laatsch fast flach zur Calvenbrücke – angesichts des folgenden sanften Aufstiegs dem Rambach entlang entledigten wir uns der äussersten Schicht. Nach Rifair wieder voll in der Sonne, war die Fahrt über die Landesgrenze östlich vorbei an Müstair und durch die enge Ortsmitte von Sta. Maria ein einziger Genuss. Valchava erreichten wir kurz nach 16 Uhr, zufrieden über eine wunderschöne und erlebnisreiche Ausfahrt.

Fazit:
Kaiserwetter – wieder ein Traumtag, aber seeeehr frostig.

Wetterverhältnisse:
Wolkenlos, sehr sonnig und sehr kalt 0 bis 11°, Wind 9 bis 17 km/h NO (Windchill -4°)

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 2. Oktober 2025
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 20%, kurzer Abschnitt Singletrail S0 bis S1 (Landesgrenze bei Puntweil)
Strecke: 54.9 km, Valchava (1426 m) – Sta. Maria (1373 m) – Rombrücke – Via Faschas – Müstair (1246 m) – Landesgrenze bei Puntweil (1224 m) – Rifair (1100 m) – Abazassweg entlang dem Rambach bis zur Calvenbrücke (980 m) – Laatsch (974 m) – Etschbrücke – Etschradweg – Schleis (1058 m) – Bergstrasse Zugonhöfe (1603 m) – Schlinig (1720 m) – Schliniger Alm (1868 m) – Rückfahrt über das Nordische Langlaufzentrum – Schlinig – ab hier bis Müstair analog Hinfahrt – Müstair, Via Surom bis Schiessanlage (1290 m) – Via Sielva – Sta. Maria – Valchava
Aufstieg: ca. 1500 m
Abstieg: ca. -1500 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 35 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 25 Min.
Tageszeit: 10:40 bis 16:15 Uhr

Matschertal – eine Bikerunde im schönen Obervinschgau

Der grosse Parkplatz beim Sportplatz in Mals ist ein strategisch günstig gelegener Startpunkt für unsere heutige Biketour – in zwanzig Minuten ab Valchava zu erreichen. Heutiges Ziel war eigentlich die von uns vor neun Tagen erwanderte Matscher Alm; erst unterwegs bemerkten wir, dass die Almwirtschaft heute geschlossen war. Also sparten wir uns die 2.2 km Fahrt über 230 Hm ab Glieshof. Im hintersten Talabschluss steht das Almhotel Glieshof, auch ein guter Platz für die Mittagsverpflegung – jedenfalls schmeckten die Almspeisen wie Pressknödel, Maltagliati mit Wildragout und Almnudeln vorzüglich.

Aber der Reihe nach: ab Parkplatz die Unterführung der SS 36, dann durch die von vielen Türmen dominierte Ortsmitte von Mals, einer schmucken Marktgemeinde mit 5300 Einwohnern. Bald waren wir hundert Höhenmeter oberhalb des Orts und fuhren auf (noch) guter Strasse in Richtung O, die Sonne (und den relativ starken Wind) also voll in unseren Gesichtern. Toll die Ausblicke ins Tal und zu den Ortleralpen. Bald wurde die mittlerweile unbefestigte Unterlage holpriger und steiler, aber immer gut zu fahren. Bei Muntatschinig auf ca. 1400 m Höhe ein Richtungswechsel. Wieder auf geteerter Strasse vorsichtig vorbei an einigen die Strasse belagernden Rindern erreichten wir nach sechs Kilometern Fahrt den auf ca. 1600 m.ü.M. gelegenen Gemassen Hof, ein Ferienhof an phänomenaler Aussichtslage. Achthundert Meter weiter, etwa 90 Hm oberhalb des Hofs änderte die Unterlage auf den Typ Feldweg. Es folgte eine bewaldete Abfahrtsstrecke, auf der wir vor dem Wind geschützt waren. Auf knapp 1600 m.ü.M. fuhren wir in einem grossen Linksbogen von SO in Richtung NO, etwa 200 m oberhalb der ins Matschertal führenden SP 105. Kurz vor Kilometer 9 dann eine Lagebesprechung; von unseren einheimischen Bikern wurden wir auf die bevorstehende, heute einzige Herausforderung vorbereitet: ein zugewachsener Pfad über etwa fünfhundert Meter mit abschliessendem Singletrail, flowig meint Jörg der Downhiller, wir weniger mutigen Auswärtigen (Doris und Ruedi) stiegen kontrolliert von den Bikes, um das steile und schwierig fahrbare Wegstück zu Fuss zu bewältigen. Alles gut gegangen. Die Weiterfahrt zum Bergsteigerdorf Matsch war dann ein Panorama-Vergnügen der Sonderklasse. Mitten im Dorf die Einkehr auf der sonnigen Aussichtsterrrasse des Cafe Pleres; trotz der gutgemeinten Empfehlung der Bedienung, dass man ofenfrischen Apfelstrudel anzubieten habe, begnügten wir uns (schweren Herzens…) mit Capuccinos. Denn bis zur Mittagspause waren es nur noch 6.5 km Fahrt über 230 Höhenmeter – das sollte zu schaffen sein… Etwas entkräftet (aber ausgezeichnet gelaunt) parkierten wir unsere schmucken Bikes, um im ebensolchen Almhotel Glieshof Platz zu nehmen. Wie eingangs schon beschrieben, liessen wir es uns sehr gut gehen – entsprechend verfloss die Zeit, von welcher wir Rentner bekanntlich reichlich zur Verfügung haben. Nach dem Genuss der Aufbruch: die Fahrt zum Saldurbach hinunter, dann auf der von der Hinfahrt bekannten Strasse rassig hinunter, um nach vier Kilometern scharf nach links abzubiegen. Ein kurzes Stück zurück und hinunter zum Saldurbach, dann die 180°-Kurve nach SW, am schmucken Hof Tumpaschin vorbei. Bei ca. 1380 m.ü.M. erreichten wir nahe des Saldurbachs den vorerst tiefstgelegenen Punkt, zweihundert Hm über uns Matsch. Hier trafen wir den demokratischen Entscheid, auf den frischen Apfelstrudel im Cafe Pleres zu verzichten (hihihi…). Mehr als einen Kilometer südwestlich von Matsch erreichten wir die SP 105. Jetzt folgte bei allerdings schwachem Verkehr die Schussfahrt nach Tartsch hinunter (450 Hm, 5 km). Wäre da nicht die Wahnsinnsaussicht gewesen, hätten einige von uns bestimmt Spitzengeschwindkeiten erreicht. Ab Ortsmitte von Tartsch (Tartscher Bichl!) folgte der Endspurt nach Mals, wo sich uns wenige Meter vor dem Tourende tatsächlich eine Tankstelle mit dem schönen Namen Bistro Trattoria Vinterra in den Weg stellte. Viva auf einen wunderschönen Biketag!

Fazit:
Kaiserwetter – ein Traumtag! Danke herzlich Jörg, Victor und Janet für eure kameradschaftliche Begleitung!

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig und warm 14 bis 19°, Wind 12 bis 30 km/h N

Hilfsmittel:
e-MTB, Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 29. September 2025
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, Steilheit bis 21%, kurzer Abschnitt Singletrail S0 bis S2
Hin- und Rückfahrt: PW ab Valchava bis Mals, P beim Sportplatz (20 Min. Fahrt)
Strecke: 37.8 km: Mals, Parkplatz beim Sportplatz (1034 m) – Mals Ortsmitte (1050 m) – Matscher Weg, oberhalb Mals – Muntatschinig (1400 m) – Gemassen Hof (1606 m) – Feld- und Waldwege, Singletrail – Matsch (1580 m) – SP 105 – Glieshof (1820 m) – Rückfahrt auf SP46.1 bis ca. 2 km vor Matsch – Saldurbach (1635 m) – Hof Tumpaschin (1618 m) – Hof Rumlatsch (1460 m) – Saldurbach (1369 m) – SP 105 – Tartsch (1028 m) – Mals, Parkplatz
Aufstieg: ca. 1190 m
Abstieg: ca. -1170 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 10 Min.
Tageszeit: 10:10 bis 16:10 Uhr

Bikerunde Val Müstair: Valchava – Tschierv – Alp Champatsch – Lü – Craistas – Sta. Maria

Heute Donnerstag war eine kurze Bikerunde angesagt. Die Strecke in vertrauter Umgebung: am westlichen Dorfausgang über die schräge Ebene Pravalchava hoch bis zur Brücke im Val da l’Archa Gronda. Dort begegneten wir Konsti – nettes Gespräch. Eintauchen in den Wald auf den Bärenpfad, über die Aua da las Fruos-chas an die Sonne (sommerlich warm!). Vorbeifahrt Sur Fuldera, bald war Fuldera Daint erreicht. Etwa 30 Hm über dem Rom und der Ofenpassstrasse bis Curtin da Plaz. Nach der Überquerung der Passstrasse am Biotop Stretta vorbei hoch nach Chasuras, dem westlichsten Punkt der heutigen Runde. Aussichtsreich und voll an der Sonne der Aufstieg vorbei am Hügel Mottas, wenige Meter Abfahrt zur Brücke über die Aua da Laider, dann erst durch lichten Wald, bis am Waldende die Sonnenterrasse von erreicht war und der Eisriese Ortler auftaucht – das Bild fasziniert uns immer wieder; heute bei klarer Fernsicht. streiften wir am oberen Dorfrand, um über Lü Daint zur Alp Champatsch hochzufahren – zu Fuss oder mit dem Bike einfach nur schön. Kurz vor P.2093 verfing sich Doris’ Bike in einer dieser tückischen Viehzäune resp. mit einer «Peitsche». Ausser einer Schürfung am linken Ellbogen zum Glück nichts weiter passiert. Wenig später dann im Alp-Restaurant  La Posa bei Melanie die obligate Einkehr. Einfach prächtig, diese Lage westlich des Muntet und am Fuss des Pass da Costainas. Nach dieser Stärkung folgte die Abfahrt auf der Alpstrasse hinunter nach . Am Dorfeingang trafen wir Nadja mit Söhnchen Dario. Nach einem Schwatz folgte die Ortsdurchfahrt, nach der Kirche links haltend steil hoch auf der neuen Strasse in Richtung Valmorain. Bei P.2011 querten wir über Urschai, vorbei an der Alp Sot nach Craistas hinunter. Dort der Abbieger nach links (O), um auf der sehr engen Fahrstrasse über Chapazeller zwei Serpentinen hinunterzufahren. Eindrücklich der Blick zum dreihundert Meter tiefer liegenden Sta. Maria Val Müstair und zur Umbrailpassstrasse. In der Nähe des Hofs Pütschai Josom begegneten wir noch Rico und Reto beim Heuen. Nach rasanter Abfahrt überquerten wir den Rom, um am engsten Punkt die Dorfmitte von Sta. Maria zu erreichen. Jetzt noch etwas mehr als zwei Kilometer entlang der Via Val Müstair, und schon landeten wir wieder am Ausgangspunkt unserer Runde. Schön war’s!

Fazit:
Nach der gestrigen Anreise heute eine kurze Aufwärmrunde über dem Val Müstair – gerade richtig, um die Immunantwort auf die Herpes Zoster-Impfung zu testen – Vollerfolg!

Wetterverhältnisse:
Viel Sonne, keine Wolken, ~14° bis 22°, leichter Wind ca. 10 km/h S

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 18. September 2025

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, meist auf guten Fahrwegen
Strecke: 29.4 km, Valchava (1415 m) – Pravalchava – Plazzaraun – Val da l’Archa Gronda (1657 m) – Sur Fuldera (1636 m) – Fuldera Daint (1635 m) – Resia (1635 m) – Orasom Tschierv (1635 m) – Curtin da Plaz (1661 m) – Chasuras (1689 m) – Aua da Laider (1762 m) – P.1847 – P.1898 – Lü (1916) – Lü Daint – P.2093 – Alp Champatsch (2088 m) – Lü – Urschai (2011 m) – P.2025 – Craistas (1875 m) – Chapazeller – P.1766 – P.1624 – P.1503 (Pütschai Josom) – Brücke Rom (1343 m) – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Valchava
Aufstieg: ca. 1010 m
Abstieg: ca. -1010 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 05 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 55 Min.
Tageszeit: 14:10 bis 17:15

ZO-Runde Pfäffikersee

Im Grundsatz immer am Donnerstag, letztmals aber (witterungsbedingt) vor vier Wochen, heute wieder einmal unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – ein wie immer schönes, kameradschaftliches Erlebnis. Ernst führte uns im unteren Zürioberland herum, mit wenigen Metern Höhendifferenz. Die Wettervorhersagen versprachen einen letzten Schönwettertag vor dem Regen. Das waren sehr angenehme Bedingungen, und immerhin besammelten sich zweiundzwanzig BikerInnen zur Tour ab Wald ZH, zusammen mit ein paar anderen RüntnerInnen stiessen wir in Dürnten zur Gruppe. Überwiegend auf Naturstrassen oder geteerten Nebenstrassen fuhren wir über Grüt zum Quartier Sack und von dort hinunter ins Aathal. Die stark befahrene Verkehrsader überquerend, folgte der Anstieg hinauf nach Seegräben. Beim Juckerhof war der Kafihalt vorgesehen – hier war schon einiges los; die Vorbereitungen auf die Kürbisausstellung, welche zwischen dem 20. September und 26. Oktober stattfindet, liefen auf Hochtouren. Alles dreht sich um Kürbisse, ein mittlerweile etablierter Event, beinahe schon Mega, jedenfalls ziemlich touristisch. Den Kafi genossen wir unter den Bäumen an idyllischer Lage oberhalb des Pfäffikersees. Die Weiterfahrt führte mitten durch das Revier der mir vertrauten Jagdgesellschaft Oberuster (ich freue mich schon auf die kommende Jagdzeit!). Wermatswil streiften wir am Ostrand in Richtung Fehraltorf, wo wir den kleinen Flugplatz Speck-Fehraltorf erreichten; vorbei an der Brandruine des Restaurants fuhren wir nach Pfäffikon ZH, in dessen Ortsmitte über den Bahnübergang und nahe vorbei am Gefängnis – ohne Zwangsaufenthalt (hihihi…). Den Weiler Ober Balm erreicht, folgte die Abfahrt nach Kempten (Wetzikon) hinunter. Die Ortsmitte umfahrend, vorbei an der am Eingang ins Tobel gelegenen Mühle, erreichten wir auf aussichtsreicher Fahrt Ettenhausen und wenig später Hinwil. Hier verabschiedeten wir uns von den WaldnerInnen. Auf der Fahrt nach Hause folgte die Mittags-Einkehr im Restaurant Rotenstein, welches aussichtsreich im Grünen liegt. Anschliessend, noch immer bei trockener Witterung, folgte die Irr-Fahrt durch das Baustellen-Gebiet Wandhüslen, Tafleten, ARA Bubikon bis zum Ritterhaus. Jetzt noch die originelle Überquerung des Golfplatzes – wir waren wie immer behelmt… Beim alten Spital in Rüti angekommen, nahe an unserem Wohnort, war Schluss für heute.

Fazit:
Ernst und allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti ein herzliches Dankeschön für diese Runde im unteren Teil unseres schönen Zürioberlands!

Wetterverhältnisse:
Letzte Schönwetter-Stunden vor dem für heute Nachmittag angekündigten Regen, leichter Wind aus SW, ca. 18 bis 22°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 4. September 2025
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten.
Strecke: 47.6 km: Rüti ZH (470 m) – Tann (514 m) – Dürnten (511 m) – Tammel (532 m) – Oberhof (543 m) – Betzholz (546 m) – Hellberg (546 m) – Hundsruggen (549 m) – Grüt – Förliweid (553 m) – Robänkli, Sack – Aathal (508 m) – Seegräben (562 m) – Ottenhausen (579 m) – Wermatswil, P.569 – Brandrüti – Talbach, P.535 – Flugplatz Speck-Fehraltorf (540 m) – Pfäffikon ZH, Gefängnis (573 m) – Oberwil (582 m) – Halden – Unter Balm (601 m) – Ober Balm (627 m) – Summerau – Kempten (561 m) – Mühle (578 m) – Ettenhausen (571 m) – Hinwil (572 m) – P.557 (Rütibach) – P.554 (Schweipel) – Tammel – Oberhof – Rotenstein (532 m) – Wandhüslen – Tafleten (512 m) – ARA Bubikon – Ritterhaus (509 m) – Golfplatz (491 m) – Rüti, Talgarten
Aufstieg: ca. 590 m
Abstieg: ca. -590 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 38 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 13:30 Uhr

80 km-Fahrt Tösstal – Schnurrberg – Schauenberg

Heute Sonntag wollten wir mal unsere Akkukapazität testen – und unsere Ausdauer. Mit der S-Bahn fuhren wir ins Tösstal, nach Saland. Trailen in den Hügeln des Chelle- und Tannzapfenland. Letzteres umfasst die Gemeinden Fischingen, Bichelsee-Balterswil, Sirnach und Eschlikon, liegt also im Grenzland des an das Tösstal angrenzenden südlichen Hinterthurgaus.

Start also bei der Bahnstation Saland. Nach der flachen Fahrt nach Tablat die Einfahrt ins Tälchen des Steinenbach. Bei Furrershaus, kurz vor Steinen verliessen wir die geteerte Strasse nach links, um im Wandergebiet nach Schmidrüti, Hinterschmidrüti – also mitten durch den Zürcher Bibelgürtel – und Sitzberg hochzufahren. In der Gartenwirtschaft des Sternen Sitzberg dann eine erste Einkehr. Gestärkt machten wir uns auf zu den erwarteten Trails. Den Singletrail am Chabishaupt getrauten wir uns nicht, weshalb wir zum Hof Brenngrütti hinunterfuhren. Einige Meter zu früh nach O, also gabs eine Zusatzrunde von ca. 2.5 km im Waldholz zum Bürgleholz und zurück zum Hof Brenngrütti. Jetzt folgte die ziemlich ruppige Abfahrtsstrecke über Horn, Mettlen hinunter nach Seelmatten, nahe dem Bichelsee gelegen. Der Anstieg zum Rüetschberg und weiter nach Huggenberg war trotz 120 Hm Erholung pur, der geteerten Unterlage wegen. Nun folgte das wilde Labyrinth in der Gegend an der Höchegg und über Ramsberg nach Schnurrberg. Unterwegs, etwas unterhalb der Höchegg hiess es umkehren -der Weg hörte einfach auf, ohne Möglichkeit eines Durchgangs. Also ca. 1 km zurück, um die Höchegg schliesslich westlich zu umfahren. Kurz vor Ramsberg dann die Spitzkehre in Richtung N – gegenüber bereits das vertraute Zwischenziel in Sichtweite, die sympathische Alpwirtschaft Schnurrberg. Glück, dass wir (ohne Reservation) einen Platz fanden; hier liessen wir es uns gutgehen. Nach dieser Mittagspause folgte der Aufstieg an den Schauenberg, unter dessen Burgruine wir die heute klare Fernsicht bewunderten. Runter ging es dann durch den Wald und über teilweise fordernde Trails über Schwändi zum Höchholz. Die waldige Gegend oberhalb Zell (Höchholz, Bärenboden, Garten) meisterten wir. Die Trails durch das Haldenholz mieden wir, so erreichten wir den Weiler Lettenberg auf befestigter Unterlage. Der ruppige Trail durch den Hinterbuech hinunter, teilweise zu Fuss, nach Rämismühle und an die Töss erreichten wir wohlbehalten. Jetzt der gemütliche Weg dem orografisch linken Ufer der Töss entlang, bei Turbenthal dann doch etwas eng (und absturzgefährdet). Wir blieben auf dieser Uferseite, was Eingangs Wila «bestraft» wurde – Durchgang gesperrt wegen einer Baustelle. Davon liessen wir uns nicht beirren, also mitten durch (Doris’ Widerrede verhallte…). Wila umfuhren wir noch immer der Töss entlang, es folgte Tablat, wo sich der Kreis für heute schloss. Eigentlich waren wir schon etwas ermattet, der Versuchung, die Bahn zu nehmen, widerstanden wir aber – unsere Akkus waren noch ausreichend gefüllt. «Nur» noch ca. 25 km bis nach Hause (etwa zweihundert rauf und dreihundertdreissig runter) – das sollten wir (und unsere Akkus…) problemlos schaffen. Nach Steg i. T. war Fischenthal rasch erreicht, jetzt folgte die Fahrt durch die schöne Rietlandschaft, mit der Sicht zu den Glarner Voralpen. Nach Gibswil wählten wir die uns vertraute Strecke über Hueb – wo zur Belohnung die tolle Aussicht zum Glärnisch und zum Mürtschenstock winkte. Über Blattenbach vorsichtig hinunter zum Töbeli, dann der kurze Aufstieg zur Breitenmatt. Der Rest über Tann nach Hause reine Formsache.

Fazit:
Ein ausgezeichneter Abschluss eines durchmischten August-Sommers. Zufrieden über unsere heutige Leistung fielen wir beinahe von unseren Bikes – nach über 80 km Strecke und über 1700 Höhenmeter. Und unsere Akkus waren nicht vollständig leer…

Wetterverhältnisse:
Ein toller Sommertag, ~15 bis 24°, Wind 6 bis 19 km/h S.

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 31. August 2025

Schwierigkeit:  Schwierigkeit: ZS=Fahrtechnisch anspruchsvoll, mit zahlreichen technischen Herausforderungen (Stufen und Absätze, Serpentinen), kurze Schiebepassagen.
Strecke: 80.5 km, Saland, Bahnstation (600 m) – Tablat (580 m) – Furrershaus, Steinenbach (633 m) – Kalchegg (822 m) – Krinnensberg – Schmidrüti (811 m) – Hinterschmidrüti – Sitzberg (793 m) – Bärlischwand (832 m) – P.810 – Zusatzrunde im Waldholz, Bürgleholz (745 m) – Brenngrütti (751 m) – Horn (743 m) – Mettlen – Seelmatten (598 m), nahe Bichelsee – Rüetschberg (643 m) P.667 – Huggenberg (714 m) – P.806 – Sackgasse an der Höchegg – zurück zu P.806 – Ramsberg (755 m) – P.739, Werchgrueb – Schnurrberg (724 m) – Neugrüt (729 m) – Hüttstall (822 m) – P.792, Wander-Parkplatz Schauenberg – Schauenberg P.831 und P.872 – Schauenbergholz – Schwändi (772 m) – P.734, Oberschlatt – Bärenboden (724 m) – Garten (698 m) – Schooren (713 m) – Lettenberg (684 m) – Hinterbuech – Rämismühle (530 m) – Töss – Tösswis (546 m) – Turbenthal (543 m) – Fahrverbotsstrecke (Bauarbeiten) – Wila (571 m) – Tablat (580 m) – Au (593 m) – Auwis, Saland (610 m) – Bauma (643 m) – Vorder Tüfenbach (650 m) – Seewadel (654 m) – Lipperschwendi (684 m) – Steg im Tösstal (698 m) – Fischenthal (741 m) – Fistel (754 m) – Fischenthaleriet – Gibswil – Ried (762 m) – Hueb 791 m) – Dieterswil (763 m) – Tänler (751 m) – Blattenbach (682 m) – Töbelibach – Töbeli (607 m) – Breitenmatt, Oberdürnten (621 m) – Unterdorf – Rütelen – Tann (494 m) – Rüti (470 m)
Aufstieg: ca. 1710 m
Abstieg: ca. -1830 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 40 Min.

Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 50 Min.
Tageszeit: 09:50 bis 17:30

Bikefahrt über Ruinatscha, hoch über Müstair

Heute Sonntag – letzter Tag im Val Müstair; nochmals ist eine kurze Bikeausfahrt angesagt. Diesmal fahren wir nach Müstair, von dort oberhalb (östlich) des Klosterdorfs aussichtsreich hoch zur Maiensäss Ruinatscha, dann mittelmässig steil und wenig ruppig weiter bis zum Grenzpunkt 1493, über fünf ausholende Kehren regelmässig ansteigend, mal über eine Lichtung mit schöner Aussicht ins Tal, mal durch lichten Wald. Die Verzweigung bei 2078 m.ü.M. markiert den heute höchstgelegenen Punkt. Leicht abwärts rollend erreichten wir bei Plaun da las Ass (P.2051) die von der Alp Terza herunterführende Alpstrasse. Jetzt über fünf Kehren die Abfahrt auf unruhiger Unterlage 1.4 km bis zum zweihundert Höhenmeter tiefer gelegenen Hof (Bain) Terza. Monica freute sich über unseren zweiten Besuch innert kurzer Zeit, das Mittagessen schmeckte wie immer vorzüglich. Und weil wir im Rucksack (wieder) Platz hatten, liessen wir «etwas» Alpkäse mitfahren… Mit wertvoller Last im «Rücken-Kofferraum» nahmen wir die rasante Abfahrt nach Sta. Maria hinunter (500 Höhenmeter) unter die Räder. Zum Schluss dann noch die leichte Auffahrt nach Valchava. Und wie schon gestern auch, kamen wir trocken nach Hause.

Fazit:
Ein guter Abschluss nach fünf abwechslungsreichen Wochen im Val Müstair.
Wetterverhältnisse:
„Hübsch“ mit aufkommender Bewölkung, ~23°, leichter Wind 9 bis 20 km/h S

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 17. August 2025

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, meist auf guten Fahrwegen
Strecke: 25.1 km, Valchava (1415 m) – Sta. Maria Val Müstair (1376 m) – Faschabella (1403 m) – Müstair Chalavaina – Fussballplatz (1258 m) – Brücke über den Rom (1252 m) – Müstair, Somvih (1275 m)  – Rövel (1303 m) – Forststrasse Via Ruinatscha (P.1493 m) – P.1695 – P.1805 – P.1896 – Tea Nova (P.1986) – P.2078 – Plaun da las Ass (2051 m) – Terza, Bergrestaurant (1845 m) – Via Craistas (P.1624) – P.1348 – Brücke Il Rom – Sta. Maria Val Müstair (1386 m) – Valchava
Aufstieg: ca. 1000 m
Abstieg: ca. -1000 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:30 bis 14:45