Archiv der Kategorie: Radfahren

Vinschger Panoramarunde Laatsch-Glurns-Prad-Tschengls

Heute soll es hitzig werden – bis 30° wurden vorausgesagt. Also sparen wir uns die 17 km Fahrt mit den Bikes in den Vinschgau – sonst würden es gegen 60 km. Die Fahrt der Etsch entlang stellt keine besonderen Anforderungen, ist erstklassig ausgebaut – entsprechend viel Verkehr in dieser Jahreszeit. Interessanter ist es, wenn von der Normalroute abgewichen wird und im näheren Umland Aufstiege befahren werden, auf welchen das wunderbare Panorama genossen werden kann. Jörg, der den Vinschgau kennt wie seine Westentasche, zeigte uns heute auf einer der Hitze angepasste Strecke, die viel Abwechslung und schönste Ausblicke bot. Beim Sportplatz vor Laatsch entluden wir unsere Bikes und starteten, bei bereits 22°. In der engen Ortsmitte von Laatsch fuhren wir auf den Radweg Vinschgau, der von Reschen bis Meran führt (ca. 80 km). Nach Glurns und weiter bis zu den Prader Fischteichen, meist gut beschattet und entsprechend kühl. Auf der Höhe von Spondinig dann in Richtung Prad am Stilfserjoch. Im Restaurant Sandheim genossen wir den leicht verspäteten Startkafi. In der Ortsmitte an der Kirche St. Johann vorbei, wo der Anstieg begann. Auf geteerter Unterlage hoch und an schön gelegenen Höfen vorbei erreichten wir über eine Forststrasse im Hinterbergwald den heute höchstgelegenen Punkt bei 1445 m.ü.M. Herrliche Tiefblicke ins sechshundert Meter tiefer liegende Tal und auf die streng geometrisch ausgerichteten Obstplantagen. Kurz vor Tschengls an der Burgruine Tschenglsberg (auch Hinterburg genannt) vorbei – eine strategisch erstklassige Lage; die Burg wurde zu rein militärischen Zwecken erbaut um 1193), heute dienen die Gebäude im Innern als Bauernhof. Im schön gelegenen Dorf Tschengls stehen viele schöne alte und neue Häuser; auch das Schloss ist als Bau sehenswert. Früher war dort ein Restaurant untergebracht, heute stehen im Hof nur noch leere Tische und Bänke. Also fuhren wir weiter ins flache Tal hinunter in Richtung Eyrs, über die Etsch-Brücke; umittelbar danach liegt ein Sportzentrum und integriert das Sportbistro Pizzeria – in dessen schattigen Garten genossen wir ausgezeichnete Spaghetti Bolo mit Forstbier dazu. So gestärkt konnten wir getrost die Hitzefahrt über Prad-Lichtenberg-Mals in Angriff nehmen. Von wegen: unterwegs in den Apfelplantagen riss an Jörgs Bike die Kette (ich glaub, er hat einfach zu viel Kraft…). Auf unser dürftiges Reparaturtalent vertrauten wir nicht; also missbrauchte Jörg sein antriebsloses Velo als Trottinett und wartete im nahen Spondinig auf uns. Auf der Weiterfahrt über Prad, Glurns und Laatsch verzichteten wir auf den Abstecher nach Lichtenberg. Schliesslich gab es doch noch ein glückliches Ende…

Zufriedenheit über eine sportliche Panorama-Tour – danke herzlich lieber Jörg für die Führung in eine uns unbekannte Gegend!

Fazit:
Eine Panoramarunde vom Feinsten im nahen Vinschgau, hitzebedingt mit eher wenigen Höhenmetern – die Umgebung von Prad und Tschengls war uns bis heute unbekannt!

Wetterverhältnisse:
Hochsommerlich, leichte Bewölkung, trocken, keine Gewittergefahr, teilweise böiger Wind bis ca. 20 km/h N bis NW, 22° bis 31°

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 16. Juli 2026

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, durchgehend auf guten Fahrwegen
Strecke: 45.1 km, Sportplatz Laatsch (956 m) – Laatsch (967 m) – Etsch-Brücke – Radweg der Etsch entlang nach Glurns (908 m) – Etsch-Damm – Ausgleichsbecken Glurns – Prader Fischteiche (886 m) – Prad, Restaurant Sandheim (Kafipause) – Prad (911 m) – Kirche St. Johann (930 m) – Thialhof (1076 m) – Pastelwies (1208 m) – P.1312 – Zimbach P.1372 – Rio Nico – Hinterburgerwald P.1445 – Maso Passo (1332 m) – Maso Dietro Castello (1287 m) – Burgruine Tschenglsberg (1250 m) – P.1209 – Türkhof – Tschengls, Schloss (950 m) – Etsch-Brücke (876 m) – Eyrs, Sportbistro Pizzeria (Mittagspause) – über die Etsch zurück bis P.880 – Tschenglser Bach (893 m) – P.885 – P.878 – P.887 – Prad (911 m) – P.916 – SP50 bis Glurns Kirche St. Pankratius (914 m) – Etsch-Brücke – Etsch-Radweg bis Laatsch – Sportplatz Laatsch
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Aufstieg: ca. 725 m
Abstieg: ca. -725 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 30 Min.
Tageszeit: 10:05 bis 14:55 Uhr

Langtauferer Tal – Maseben (2267 m)

Einmal im Jahr eine Alp-Fahrt zur Maseben im Obervinschgau mit Einheimischen, heute Sonntag mit Jörg, Mario und Rico. Ziel: die Berghütte Maseben, fast zuhinterst im 12 km langen Langtauferer Tal. Das abgeschiedene Tal, welches vom Karlinbach entwässert wird, mit seinen Lärchenhängen reicht bis zu den Almen unterhalb der mächtigen Weisskugel (3738 m). Start wie gewohnt beim Abstellplatz unterhalb der Fischerwiesen am südlichen Ende des Haidersees – am oberen Ende der Malser Haide. Einfahren auf dem schön angelegten Radweg entlang dem westlichen Ufer des Haidersees. St. Valentin auf der Haide war bald erreicht. Dieser belebte, touristische Ort liegt zwischen dem Haider- und dem Reschensee. Nahe des Campingplatzes ein Kafihalt, mit schönem Ausblick zu den Ortler-Alpen. Anschliessend weiter, direkt an der Talstation der Bergbahn (Haideralm, Schöneben) vorbei, hoch zur Staumauer des Reschensees, überquerten wir die noch junge Etsch. Den Reschensee erreicht, fuhren wir auf der staubigen Baupiste (Aufschüttung längs des Sees für die aus Sicherheitsgründen notwendige Verlegung der Staatsstrasse) nach Graun und dort vorbei am aus dem See aufragenden Glockenturm, der an die alte, im See versunkene Ortschaft Graun erinnert. Hier wie immer viel los hier.

Rasant dann die Fahrt ins Tal hinein, erst über ca. 4 km auf der wenig befahrenen Talstrasse, dem viel dreckiges Wasser führenden Bach entlang bis zum 200 m höher gelegenen Ort Kapron. Hier verliessen wir die Strasse nach rechts über den Karlinbach, um über den Weiler Perwarg und dann durch den Putzenwald mehr oder weniger ansteigend auf der Höhe von Kappl den Masebner Wald zu erreichen. An der stillgelegten Bergbahn nach Maseben vorbei über das ehemalige Pistengelände, bei Punkt 1897 abbiegend, um nun in entgegen gesetzter Richtung weiter hochzufahren. Bei Punkt 2015 dann wieder nach O drehend, noch immer moderat ansteigend an der Schweinealp Masebener Alm (Nase zu!) vorbei. Danach wurde es richtig steil – das Tagesziel Maseben nahte. Was für ein grandioser Rundblick hier auf 2267 m.ü.M. Vor allem die Weisskugel beeindruckte, aber auch der links auf ca. 2900 m.ü.M.  liegende Gepatschferner, der zweitgrösste Gletscher Österreichs (in diesem heissen Sommer ein trauriges Bild).

Draussen vor der schönen und gut besuchten Hütte fanden wir zum Glück einen schattigen Platz – Forst-Bier und Sennenmaccheroni schmeckten vorzüglich. Nach diesem Genuss folgte der wilde Abfahrts-Ritt auf der Aufstiegsstrecke, vorbei an der Schweinealp bis hinunter nach Perwarg, dort über den Karlinbach und dann den kurzen Aufstieg hoch nach Kapron. Gesund erreichten wir Graun und den Reschensee wieder. Die Staubpiste dem See entlang liessen wir aus, stattdessen fuhren wir über Reschen ans rechte Seeufer, um über die schöne Strecke nach St. Valentin auf der Haide und dem Haidersee entlang bis zum Restaurant Zeress zu rollen. Die attraktive Lage sorgte für viel Publikum – wir vermuteten eine Goldgrube. Eine letzte Einkehr, dann das kurze Stück bis zum Startpunkt. Am Startpunkt bei der Fischerwiesen angekommen die Feststellung, dass wir heute ein hohes Durchschnittstempo (>20 km/h) gefahren sind. Zufrieden über eine sportliche Tour verabschiedeten wir uns – danke herzlich Jörg, Mario und Rico für den tollen Tag!

Fazit:
Eine wiederum phänomenale Rundfahrt im nahen Obervinschgau mit einigen Höhenmetern – herrlich, nicht zum erstenmal – aber gerne wieder!

Wetterverhältnisse:
Hochsommerlich, wolkenlos, teilweise spürbarer Wind bis ca. 30 km/h N bis NO, ca. 20° bis 25°

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 12. Juli 2026

Schwierigkeit:  L=Leicht fahrbar, durchgehend auf guten Fahrwegen
Strecke: 54.5 km, Fischerwiesen, Südende Haidersee – St. Valentin auf der Haide (1460 m) – Reschensee – Graun (1500 m) – Langtauferer Tal – Kapron (1700 m) – Perwarg – Putzenwald – Kappl – Masebner Wald – Punkt 1897 – Punkt 2015 – Masebener Alm (2100 m) – Berghütte Maseben (2267 m) – Rückweg bis Graun auf gleicher Strecke – Reschen- und Haidersee auf der rechtsufrigen Seite – Fischerwiesen (1460 m)
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Aufstieg: ca. 1070 m
Abstieg: ca. -1070 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 50 Min. (immer diese schönen Jausestationen!)
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 35 Min.
Tageszeit: 10:15 bis 16:05 Uhr

Alpauffahrt Schöneben – Reschner Alm

Unsere heutige Biketour führte uns wieder einmal in den benachbarten Obervinschgau.  Start beim kleinen (inoffiziellen) Parkplatz bei der Ruine an der Etsch – Fischerwiesen am Südende des Haidersees. Entlang dem westlichen Ufer des Haidersees fuhren wir bis St. Valentin auf der Haide und weiter bis zur Staumauer des Reschensees. Im Weiler Kaschon hielten wir bergseitig, um auf der asphaltierten Kaschonstrasse in Richtung Schöneben zu fahren. Nach der Kapelle St. Martin (ca. 1620 m) bogen wir nach links ab, um über eine gute Naturstrasse weiter hoch zu strampeln. Unterwegs liessen wir uns nicht dazu verleiten, die alpinen Trails zu nehmen – die sind ohnehin den Downhillers vorbehalten. Also immer schön (und bequem) ausholen, um dann beim Schild Schneider nach N zu drehen. Unsere Vorahnung bestätigte sich: steil, steiler, absteigen und eine kurze Strecke schiebend, konnten wir auf einer Höhe von 1820 m.ü.M. wieder aufsteigen – im Winter traversiert hier eine Skipiste zur Haideralm. Die ca. drei km lange Strecke bis Schöneben verlief mit ca. 240 Hm angenehm «flach». An der Bergstation Schöneben angekommen, passierten wir die zurzeit unansehnliche Grossbaustelle ohne Kafihalt in der Schihütte. Danach folgte die rassige Abfahrt auf der geteerten Fahrstrasse hinunter ins Rojental, vorbei an der Talstation der Rojensesselbahn. Vorbei am etwa fünfzig Meter höher liegenden Bergdörfchen Rojen rollten wir auf der Altdorfstrasse in Richtung Reschen. Beim P.1792 nahmen wir die gut beschilderte Abzweigung in Richtung Reschner Alm. Der gut besetzte Wanderparkplatz signalisierte, dass auf der etwa drei km langen Strecke (ca. 200 Höhenmeter) viel Verkehr zu erwarten war. Gegen 13 Uhr – also gerade zur richtigen Zeit – erreichten wir das wunderbar gelegene Alm-Restaurant auf der Reschner Alm (geöffnet 15. Juni bis 18. Oktober täglich 10 bis 17 Uhr). Wir erbten einen besonders aussichtsreich gelegenen Platz mit Panoramablick. Die Nudeln Piz Lad (benannt nach dem Hausberg) schmeckten ausgezeichnet. Und einmal mehr erlebten wir Vinschger Gastfreundschaft vom feinsten – herzlich, freundlich, ohne lange Wartezeit. So gestärkt verliessen wir dieses Paradies, um auf der Alpstrasse erst nach N zu fahren. Nahe des Dreiländereckes (I/A/CH) besuchten wir bei Gravalada die Ruine der Festungsanlage aus dem 1. Weltkrieg – wenig attraktiv und von der Natur bereits stark eingenommen. Jetzt folgten sechs Kilometer Abfahrt auf der unbefestigten Alpstrasse nach Reschen hinunter. Kurz vor dem touristischen Ort erreichten wir das Nordende des Sees. Auf dem Uferweg fuhren wir an der Talstation (Piz) der Schönebenbahnen vorbei, am rechtsliegenden Ufer entlang des intensiv türkisfarbenen Reschensees. In leichtem Auf und Ab war die sechs Kilometer südlich gelegene Staumauer erreicht. St. Valentin auf der Haide durchfuhren wir nahe der Talstation der Haideralmbahn. Zügig auf der staubigtrockenen Uferstrasse dem schönen Haidersee entlang, wohl wissend um das nahende Restaurant Zeress, wo uns das erfrischende Eis erwartete. Danach waren die anderthalb Kilometer Waldstrecke bis zum Startpunkt bei Fischerwiesen am Südende des Haidersees reine Formsache. Wir waren uns einig: Biken im Obervinschgau macht uns immer viel Spass (natürlich nicht zuletzt der vielen attraktiven Jausen wegen).

Fazit:
Eine teilweise fordernde «Alpauffahrt» mit einigen Höhenmetern über schöne Rad- und Forstwege, im Aufstieg nach Schöneben streckenweise Singletrail mit kurzer Schiebestrecke.

Wetterverhältnisse:
Kaiserwetter, sonnig, wolkenlos, ca. 22 bis 25°, Wind bis 30 km/h N/NO

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 9. Juli 2026

Schwierigkeit:  Leicht fahrbar, streckenweise Singletrail S0/S1.
Strecke: 38.5 km, Fischerwiesen, Südende Haidersee (1460 m) – St. Valentin auf der Haide (1460 m) – Reschensee (1498 m) – Kaschon (1520 m) – P.1867 Spiner Wald – P.2024 – Schöneben (2105 m) – Rojental P.1925 – Hof Hohenegger (1833 m) – P.1792 (Verzweigung Reschner Alm) – Kalkwald (1815 m) – Falmiurbach (1915 m) – Brennwald (1953 m) – Reschner Alm (2023 m) – Ochsenwald – Gravalada (alte Festungsanlage, 1977 m) – P.1854 – Tendershof (1676 m) – P.1530 – Altreschen (1500 m) – Piz, Talstation Schönebenbahnen (1503 m) – Giern (1530 m) – P.1515 – Spin (1522 m) – Greinhof – Staumauer Reschensee (1502 m) – Ausserkaschon (1520 m) – St. Valentin auf der Haide (1461 m) – Haidersee, Restaurant Zeress (1451 m) – Fischerwiesen (1445 m)
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Aufstieg:
ca. 1040 m
Abstieg: ca. -1040 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 25 Min.
Tageszeit: 11:15 bis 15:45 Uhr

Glarnerland

Traditionell am Donnerstag, heute auf einer Tagestour ins Glarnerland – unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – 19 unentwegte BikerInnen. Ernst führte uns ab Wald ZH, resp. ab Neuhaus, wo wir von Rüti herkommend um 09:20 Uhr zur Gruppe stiessen. Nach Ende der Hitzeperiode und den paar Tagen der Abkühlung erwartete uns heute ein Tag bei idealer Witterung. In Neuhaus SG warteten wir ein paar Minuten auf die grössere Gruppe, welche von Wald ZH anrauschte. Die Fahrt über den Uznaberg nach Uznach wenig spannend, wegen der grossen Baustelle an der Zürcherstrasse leicht herausfordernd; freundliche Auto- und vor allem LKW-Fahrer liessen uns geschlossen durchfahren (dankeschön!). Bald war der Bahnhof Uznach erreicht, wo wir die S6 nach Schwanden GL bestiegen – komfortabel die Einstiegsmöglichkeit und vier Wagen mit Bike-Abstellmöglichkeiten (SOB grossartig!). Nach 38 Minuten Fahrzeit war Schwanden (Glarus Süd) erreicht. Sofort fuhren wir los in Richtung Mitlödi – ich hatte vorerst mit einer Batterie-Blockade zu kämpfen, hatte also ohne Unterstützung zu fahren (zum Glück ohne Aufstieg). In Ennenda im Café Cornetto wartete man auf mich, und das elektronische(!) Problem konnte gelöst werden. Für einen Cappuccino reichte es trotzdem noch. Die Weiterfahrt dann über Glarus nach Netstal und immer nahe der Linth bis Näfels. Dort selbstverständlich der kurze Gedenk-Stopp beim Schlachtdenkmal; Ernst vermittelte uns die Geschichte, und die geht (in Kurzform) so: 600 Eidgenossen (Glarner, Urner, Schwyzer, Unterwaldner) besiegten am 9. April 1388 das habsburgische Heer (600 Mann zu Pferd und gegen 6000 Mann Fussvolk). Seither ist im Kanton Glarus jeder erste Donnerstag im April ein kantonaler Feiertag. Dann findet die Näfelser Fahrt statt, und die 54 eidgenössischen Opfer der Schlacht werden geehrt. Dieser Geschichtslektion folgte eine weitere aus neuerer Zeit: entlang dem Linth Escherkanal erzählte uns Ernst diese kurze Geschichte: der Escherkanal leitet seit 1811 die Linth von Näfels im Glarnerland in den Walensee um, statt wie früher direkt in die Linthebene. Hier kann das mitgeführte Geröll, der Kies und das Schwemmholz im Mündungsbereich der Linth in den See abgelagert und später ausgebaggert werden. Er ist nach Hans Conrad Escher von der Linth (1767–1823) benannt, der im Auftrag der Tagsatzung die Linthkorrektion leitete. Gesättigt von so viel Geschichte rollten wir dem Mittagessen entgegen. In Weesen – nach Besuch der schönen Hafen- und Quai-Anlage und der Hochwasser-Gedenkstätte – genossen die einen Picknick am See, andere die Verpflegung in einem nahen Restaurant. Mit leichter Verspätung auf den Tagesplan (Senioren können damit leben!) die Weiterfahrt dem Linthkanal entlang, jetzt bei etwas (erfrischendem) Gegenwind. Über Ziegelbrücke nach Benken – dort gabs Kafi (und Süsses dazu) bei Romer’s Hausbäckerei, eine veritable Fabrik mit Direktverkauf. Was danach kam, war reine Formsache: die flache Fahrt durch die Rietlandschaft nach Grynau und durch die Gross Allmeind über die antike Aabachbrücke nach Schmerikon. Oberhalb der Ortsmitte verabschiedeten sich die Rütemer von den Waldnern. Eine wie gewohnt vergnügliche und kameradschaftliche Ausfahrt war das – mit wenigen Höhenmetern, dafür aber mit mehr als sechzig Kilometern.

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen spannenden und abwechslungsreichen Tourentag!

Wetterverhältnisse:
Nach ein paar Tagen der Abkühlung ein sonniger hochsommerlicher Tag, leichte Bewölkung, trocken, Wind bis 25 km/h aus allen Richtungen, Temperatur 16 bis 26°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 2. Juli 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, meist auf Asphalt- und Naturstrassen
Strecke: 62.6 km: Rüti ZH (478 m) – Ermenswil (484 m) – Eschenbach (479 m) – Neuhaus SG (502 m) – Uznach Bahnhof (410 m) – Bahnfahrt nach Schwanden GL (518 m) – Mitlödi, Ennetlinth (508 m) – Ennenda (478 m) – Glarus (475 m) – Netstal (458 m) – Büelen, Näfels (443 m) – Schlachtdenkmal (437 m) – Linth Escherkanal – Biäsche, A3 (431 m) – Weesen (423 m) – Landig (426 m) – Ziegelbrücke (425 m) – Linthkanal – Giessen (413 m) – Benken (411 m) – Ellbogen (408 m) – Grynau (411 m) – Gross Allmeind – Aabachbrücke (412 m) – Schmerikon (426 m) – Bannwald (498 m) – ARA Eschenbach (468 m) – Riet, Eschenbach (497 m) – Chälenstich (517 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
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Aufstieg: ca. 362 m
Abstieg: ca. -459 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 24 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 16:15 Uhr (ohne Bahnfahrt)

Zum Frühstück nach Juppa (Avers) und danach ein Abstecher ins Bergalga

Nach einer sehr erholsamen Nacht in unserem Stützpunkt in Cresta (Appartmenthotel Capetta, dem Partnerhotel des Hotel Avers) die kurze Fahrt ins etwas höhergelegene Juppa, wo das vorzügliche Frühstück auf uns wartete. Heute legten wie die kurze Strecke nicht mit dem Auto, sondern mit den e-Bikes zurück. Da für den frühen Nachmittag heftige Gewitter angesagt waren, und die Heimfahrt ins (noch) hitzegeplagte Unterland bevorstand, war die Fahrt ins idyllische Tälchen Bergalga eine ideale Kurztour. Nach dem kurzen Abstieg nach Vorderbergalga hinunter führte eine Brücke über den jungen Jufer Rhein in Richtung S. Vorbei an den hübschen Walser Häuser (Bergalgaböda) führte die Strecke leicht höher auf dem rechtsufrig verlaufenden, holprigen Alpsträsschen (Murmeltier-Lehrpfad) bis zur Alp Bergalga (Olta Stofel). Im Alpbeizli Hinterbergalga gibt es an gewissen Tagen (DI – FR, heute also nicht) etwas zu trinken – abhängig davon, ob es die Arbeit der Hirten zulässt. Wir genossen die Trinkpause trotzdem und den Blick hinauf zu Wissberg (2980 m) und Gletscherhorn (3106 m) – rechts von letzterem irgendwo der Übergang namens Bergalgapass (2793 m) ins Bergell (Wanderzeit bis Soglio ca. 6 Std.). Für Biker ist hier bei Olta Stofel Schluss, der Pass (zum Glück) nicht fahrbar dank Kraxelstellen. Nachdem wir uns satt gesehen haben, folgte die gemütliche Rückfahrt nach Cresta. Das Wetter hatte gehalten, von Gewitterwolken keine Spur. Die Heimfahrt durch das wilde und enge Tal des Averser Rheins ins Val Ferrera und anschliessend durch das Val Schons und die Viamala nach Thusis; auf der A13 dann etwas rassiger nach Hause.

Fazit:
Ein schöner Abschluss eines zweitägigen Kurztrips in den Avers, diesmal nicht zu Fuss, mit den Bikes aber nicht minder lohnend. Und das bei mindestens 15° C tieferer Temperatur…

Wetterverhältnisse:
Sonnig, leichte Bewölkung, wenig Wind 10 km/h SW, Temperatur 16 bis 20°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 28. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten
Strecke: 16.3 km: Cresta (1960 m) – Pürt (1921 m) – Am Bach (1959 m) – Juppa (2003 m) – Rufana, Hotel Avers (2024 m) – Loretzhaus (1987 m) – Bergalgaböda (1992 m) – Olta Stofel, Alp Bergala (2074 m) – Rückfahrt wie Hinfahrt
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Aufstieg: ca. 256 m
Abstieg: ca. -240 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 55 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 11:30 Uhr

Eine unvollendete Bike-Runde hoch zum Lago di Lei…

Nach der gestrigen Anreise in den Avers und dem wie immer feinen Nachtessen im Hotel Avers in Juppa und einer ruhigen Nacht im Appartmenthotel Capetta in Cresta, dem Partnerhotel des Hotel Avers, starteten wir heute zum Lago di Lei. Der acht Kilometer lange Stausee liegt auf 1927 m.ü.M. im etwa fünfzehn Kilometer langen Valle di Lei, einem Seitental des Avers. Interessanterweise gehört es zum italienischen Staatsgebiet.

Etwas Geschichte: erstellt wurde das Wasserkraftwerk in den Jahren 1957 bis 1962 von italienischen Arbeitern. Der Stausee liegt grösstenteils auf italienischem Boden, die Staumauer steht auf Schweizer Boden (Gemeinde Ferrera). Der Strom wird ebenfalls in der Schweiz produziert (Kraftwerke Hinterrhein AG). Die Schweiz durfte dafür ihr Hoheitsgebiet um eine winzige Ecke erweitern, in diese passt die Staumauer. Es waren zähe Verhandlungen zwischen der Schweiz und Italien, bis der Stausee gebaut werden konnte. Ein ganzes Tal fluten – da gab es selbstverständlich Widerstand. Doch die Schweiz hatte gute Argumente: viel Kapital. Und der Energiehunger war von übergeordnetem Interesse. Die Alpbesitzer bekamen für Ihre Grundstücke teils Realersatz, teils Geld. Erreicht werden kann die Staumauer durch einen Tunnel von 960 m Länge und einer Neigung von 31 m. Am westlichen Tunnelportal gibt es Parkplätze, die Mauerkrone darf nicht befahren werden. Die Staumauer hat eine Länge von 690 m und eine Höhe von 138 m, die Krone hat eine Stärke von 15 m.

Zurück zu Realität: wir starteten bei besten Bedingungen in Cresta. Die Abfahrt zur Lezibrücke und weiter zum heute tiefstgelegenen Punkt (1973 m) auf der verkehrsarmen Averserstrasse war spektakulär und dauerte zehn Minuten. An der gut ausgeschilderten Verzweigung begann die Steigung (2.5 km, 340 m Höhendifferenz). Rascher als erwartet, nach einer Fahrzeit von weniger als zwanzig Minuten, war das östliche Tunnelportal erreicht. Eine Ampel regelt den Verkehr, kurze Wartezeit; zuerst die Autos, dann die Biker (in der Überzahl!). Hinein in den Kühlschrank, erwartungsgemäss etwas feucht. Am westlichen Tunneleingang direkt auf und über die imposante Staumauer. Das Ziel beinahe aller Besucher: die Baita del Capriolo, das Alprestaurant (und ein Geheimtipp!), das sich auf der italienischen Seite der Staumauer befindet. Die ca. 2.4 km dorthin müssen zu Fuss oder mit dem Bike zurückgelegt werden. Wir ergatterten uns Plätze auf der Terrasse, am Tisch eine Gruppe fröhlicher Biker aus Savognin. Selbstbedienung, ziemlich chaotisch, aber dennoch effizient – jeder nimmt einer (oder zwei) der bereitgestellten Antipastiteller, wer später noch Pizzoccheri mochte, musste nicht lange warten, die kamen ungefragt und unkompliziert. Nach einem offerierten Iva sagen wir ciao und nahmen die Rückfahrt unter die Räder. Über den benachbarten Gipfeln bildeten sich bereits einige wenige Quellwolken, Eile war aber noch nicht angesagt. Nach Staumauer- und Tunnelfahrt folgte die rassige Abfahrt zum Averser Rhein hinunter. Gemütlich über Campsut bis Cröt, dann die Kurven hoch bis zur Lezibrücke. Dort begann unsere unvollendete Runde; auf der alten Averserstrasse (eine gut fahrbare Alpstrasse) durch den Leziwald. Mittlerweile nahte Donner und Blitz aus dem oberen Avers und einige Tropfen waren auch dabei – im Wald waren wir einigermassen geschützt. Gegenüber, auf der orografisch rechtsliegenden Talseite der Blick zum 500 m Luftlinie liegenden Cresta, welches ab P.1928 zu Fuss zu erreichen wäre – für Bike nicht fahrbar. Also weiter durch den Capettawold, um wie erhofft die Brücke über den Averser Rhein bei Pürt zu erreichen. Die Hoffnung stirbt zuletzt – nach Überquerung des Cherlibachs wurde die Alpstrasse zu einem Singletrail. Vierhundert Meter vor der Brücke über den Averser Rhein war fertig lustig. Treppen über ein paar Serpentinen steil hoch – mit e-Bikes eine für uns nicht machbare Tragestrecke. Also Umkehr und zurück zur Lezibrücke. Zum Glück hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne zeigte sich wieder. Auf der Fahrt hoch bis Cresta trockneten unsere Kleider vollständig ab. Ein glückliches Ende!

Fazit:
Die Fahrt hoch ins Valle di Lei bot landschaftlich und kulinarisch feine Kost. Nach der Siesta ging es zum Apéro und zum Feinschmecker-zNacht ins Hotel Avers…

Wetterverhältnisse:
Sonnig, leichte Bewölkung, ab 13 Uhr gewitterhaft mit leichtem Regen, wenig Wind 15 km/h S bis W, Temperatur 20 bis 24°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 27. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten
Strecke: 25.8 km: Cresta (1960 m) – Lezibrücke (1843 m) – Cröt (1716 m) – Campsut (1678 m) – Abzweigung Valle di Lei (P.1673) – Bleikawold – Tunnelportal O (1901 m) – Tunnelportal W (1932 m) – Staumauer – Alpe del Crot, Restaurant Baita del Capriolo (1961 m) – Rückfahrt auf gleicher Strecke bis zur Lezibrücke – alte Averserstrasse durch den Leziwold – Alpbach – P.1928 – Cherlibach (P.1890) – Umkehrpunkt, zurück bis Lezibrücke (ca. 2.5 km) – ab Lezibrücke auf der Averserstrasse hoch bis Cresta
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Aufstieg: ca. 741 m
Abstieg: ca. -759 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 35 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 14:00 Uhr

Benkner Büchel

Immer am Donnerstag, wenn wir es einrichten können – unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – 15 hitzeresistente BikerInnen. Beni führte uns ab Wald ZH, wo wir von Rüti herkommend um 07:30 Uhr zur Gruppe stiessen. Ein weiterer Hitzetag war angekündigt – was uns dank Frühstart nicht kümmerte. Mit einer Ausnahme für Freiwillige (Aabachtobel/Ranzachtobel) eine wenig anspruchsvolle Biketour mit moderaten Höhenmetern, aber dennoch fordernd. Die Strecke in unserem landschaftlich reizvollen Zürioberland und in die benachbarte Linthebene ist den meisten vertraut, deshalb berichten wir vorerst im Turbomodus. Beeindruckte uns bis Neuhaus SG die Sicht zu den Voralpen, tauchten einige mutige dort nach der Fahrt über die (alte) Holzbrücke ins schattige Tobel des Aabachs und der Ranzach – wunderbar kühl! Grobstollige Reifen waren hier von Vorteil. Nach 3.4 km Fahrt zwischen Uznach und Schmerikon angekommen, vereinigte sich die Gruppe wieder. Nicht ganz einfach, die verkehrsreiche Zürcherstrasse zu überqueren – Baustellenchaos, kein Fussgängerstreifen. Einmal geschafft, rollten wir gemütlich und flach durch das Bleichiriet nach Grynau und weiter dem Linthkanal entlang und durch das schöne Kaltbrunner Riet nach Benken. Dank Fahrtwind bemerkten wir die Sonneneinstrahlung kaum; blieb die Hoffnung, dass alle Schutzfaktor 30 bis 50 aufgetragen hatten… Ab Ortsmitte von Benken fuhren wir auf der Büchelstrasse hoch. Leider war es nicht möglich das geplante Ziel, die Pilgerstätte Maria-Bildstein anzufahren, weil dort gerade gebaut wird. Aber die Runde am und um den Benkner Büchel ist auch so immer lohnenswert. Den Hügel haben wir bereits am Ostermontag besucht; wer sich interessiert, kann hier gerne nachlesen. Oben im Weiler Gsäss gab es dann eine willkommene Kafipause bei der sympathischen Wirtefamilie Landolt im Garten des schön gelegenen Gasthauses Kapelle. Unter Auslassung der Pilgerstätte gelangten wir auf der Weiterfahrt über den Büchel nach Giessen hinunter. Jetzt flach dem Linthkanal entlang zum südlichen Ende des Büchels. An der Ostseite schnurgerade und weiterhin flach dem Aubach entlang durch das Widenriet und Hornen, der Bahnlinie folgend nach N. Wieder in Benken angekommen, schloss sich die Runde. Beim Bahnhof vorbei auf der Ewigkeitsstrasse schnurgerade entlang dem Steinenbach bis Uznach und durch das Industriegebiet Bleiche und Neuguet. Dort wiederholte sich das Abenteuer Zürcherstrasse. Als Zugabe folgte für Beni und Ruedi die Rückfahrt über den Trail durch das (noch immer kühle) Tobel hoch – herrlich! In Neuhaus SG wurden wir von der bereits wartenden Gruppe empfangen. Hier verabschiedeten sich die Rütemer von den Waldnern. Eine wie immer gemütliche und kameradschaftliche Ausfahrt wars!

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen wie immer attraktiven Tourentag! Bis bald wieder!

Wetterverhältnisse:
Ein weiterer hochsommerlicher Hitzetag, wolkenlos, wenig Wind 4 km/h SO, Temperatur 21° (07:00 Uhr) bis 28° (11:00 Uhr)

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 25. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, meist auf Asphalt- und Naturstrassen
Strecke: 53.2 km: Rüti ZH (478 m) – Pilgersteg (549 m) – Grundtal (566 m) – Wald ZH Bahnhof (616 m) – Chefi – Laupen (604 m) – Diemberg (595 m) – Bürg (546 m) – Neuhaus SG (502 m) – Holzbrücke/Aatal (501 m) – Aabachtobel/Ranzachtobel – Uznach (424 m) – Zürcherstrasse – Neuguet (416 m) – Bleichiriet – Grynau (411 m) – Kaltbrunner Riet (408 m) – Benken (415 m) – Haslen (498 m) – Gsäss (491 m) – Schmitteläcker (559 m) – Giessen (413 m) – Mösli (413 m) – Aubach, Widenriet (414 m) – Hornen (415 m) – Benken (417 m) – auf der Ewigkeitsstrasse nach Uznach (409 m) – Neuguet – Zürcherstrasse – Aabachtobel/Ranzachtobel – Holzbrücke/Aatal – Neuhaus SG – Eschenbach SG (479 m) – Chälenstich (517 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 563 m
Abstieg: ca. -568 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 07:00 bis 11:10 Uhr

ZO-Runde zum Kafi nach Egg

Heute waren wir wieder einmal unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – immer ein schönes Erlebnis. Edi und Ernst führten die stattliche Bikerschar ab Wald ZH, wo wir von Rüti herkommend um 08:30 Uhr zur Gruppe stiessen. Für heute war ein Hitzetag angekündigt – was uns nicht kümmerte, weil eine Halbtagestour geplant war und wir nach dem Mittag zurück sein würden. Insgesamt eine wenig anspruchsvolle Biketour von mittlerer Länge und mit moderaten Höhenmetern. Edi hatte den Tourenverlauf gut auf die erwartete Hitze eingestellt, mit vielen Waldstrecken und wenig Asphalt. Die Strecke in unserem landschaftlich reizvollen Zürioberland war uns natürlich vertraut, und weil sich keine besonderen Schwierigkeiten boten, blieb ausreichend Kraft für abwechslungsreiche Gespräche (ohne Politik und Weltgeschehen, versteht sich…). Etwas Spannung kam lediglich auf, als wir (zwanzig an der Zahl) in Egg das Kafi „Stadt Land Brot“ stürmten; das sympathische Team hatte aber alles im Griff. Gestärkt verliessen wir den heute westlichsten Punkt unserer Ausfahrt – um über Esslingen, Grüningen, Bubikon bis zum Ritterhaus zu fahren. Dort verabschiedeten sich die Rütemer von den Waldnern. Eine gemütliche und kameradschaftliche Ausfahrt wars!

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen wie immer tollen Tourentag! Bis bald wieder!

Wetterverhältnisse:
Ein hochsommerlicher Hitzetag, wolkenlos, wenig Wind, bis 33°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 18. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, meist auf Naturstrassen
Strecke: 46.4 km: Rüti ZH (478 m) – Pilgersteg (549 m) – Grundtal (566 m) – Wald ZH Bahnhof (616 m) – Grundtal – Pilgersteg – Rüti, Würzhalden – Rüti, Oberhaltberg (522 m) – Rüti Bahnhof – Rüti, Guldistudstrasse P.494 – P.500 – Bannholz (491 m) – Schwarz – Golfplatz Bubikon (491 m) – Ritterhaus (509 m) – Bubikon Bahnhof (510 m) – Ufgänt (511 m) – Platten (527 m) – Sennwald (540 m) – Oberottikon (522 m) – Unterottikon (492 m) – Roggesbüel (463 m) – Tägernauerwald – Jungholz (455 m) – Brand (453 m) – Mönchaltorf (445 m) – Weid (492 m) – Eggbüel (524 m) – Egg (545 m) – Egg, Langwies (527 m) – Aspholz (501 m) – Esslingen (477 m) – Rohrbüel – Summerau (496 m) – Oberrohr (495 m) – Schoren (509 m) – Schlüssberg – Grüningen, Binzikon (510 m) – Spilhalden (521 m) – Adletshusen (517 m) – Adletshuserriet – Altrüti (511 m) – Alau (509 m) – Sennschür (527 m) – Wannen (517 m) – Bubikon (510 m) – Ritterhaus – Golfplatz Bubikon – Schwarz – Rüti ZH
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Aufstieg: ca. 740 m
Abstieg: ca. -730 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 08:00 bis 12:00 Uhr

Bike-Ausfahrt über Oberricken zur Alp Egg

Dass heute der Tag des Ironman 70.3 Switzerland war, bekamen wir erst ab Ermenswil zu spüren. Ab dort war die geplante Strecke durch das malerische Tälchen des Lattenbachs über Lütschbach-Diemberg gesperrt; folglich konnten wir auch nicht über Goldingen-Hintermüli nach Rüeterswil gelangen. Nach dem Baustellenchaos in Rüti konnten wir also unsere Improvisationstalente ausleben. Bis Eschenbach nutzten wir den Veloweg, um die an uns vorbei rauschenden TriathletInnen nicht zu stören. Viele Zurufe von Zuschauern – nicht nur für die SportlerInnen (wie wir annahmen…). Ab Dorfmitte von Eschenbach suchten wir eine Durchfahrtmöglichkeit durch EFH-Quartiere, um über Neuhaus St. Gallenkappel zu erreichen. Erst dort fanden wir uns wieder zurecht und fuhren nach Rüeterswil hoch. Jetzt wieder auf der geplanten Strecke über Walde hoch zum Übergang Oberricken, wo sich die Sicht ins Toggenburg öffnete. Ab hier die kurze, aber schattenbedingt ziemlich kühle Abfahrt nach Ricken hinunter. Den Sonntagsverkehr durchschlängelten wir, um in Richtung Uznach zu fahren. Am schönen Riet Durschlagen vorbei, bogen wir beim Parkplatz Hinder Bildhus ab, um die Bergstrecke (400 Hm) zur Alp Egg hochzufahren. Unterwegs durften wir manuelle Fertigkeit beweisen im Einfädeln der Kette an Doris’ Bike – dank Latexhandschuhe gabs nicht mal schwarze Hände. Bei der Alp Egg angekommen, erkannten wir, dass die Strecke hoch (und zurück) zum Regelstein mit einem Weidezaum neu mit Drehkreuz «ausgestattet» war. Auf die «Übung», unsere e-Bikes auf den Hinterrädern durchzuschleusen, verzichteten wir – nicht zuletzt auch deshalb, weil wir allenfalls weidenden Tieren nicht in die Quere kommen wollten. Die holprige Unterlage über Kuhfladen hoch zum Stein kennen wir schon – Kampfbiker nennen sowas Single Trail.

Lange Rede kurzer Sinn: direkt ab in die Gartenwirtschaft der Alp Egg. Bei mittlerweile mehr Sonne als Wolken genossen wir Spätzlipfanne mit Röstzwiebeln, dazu alkoholfreies Schüga. Auf der Abfahrt auf der Bergstrasse waren wir trotz des Schutzes des Bannwaldes froh um unsere Windstopper. An der verkehrsreichen Uznacherstrasse angekommen, rollten wir ein kurzes Stück bis Uetliburg SG, um dann rechts weg nach W zu fahren – vorbei an Kapelle und Kloster Berg Sion. Auffällig, an welch prominenten Lagen kirchliche Gebäude zu stehen pflegen. Wenig später die Fahrt durch das kleine Dorf Ernetschwil (mit der überdimensionalen Kirche) in Richtung N, um nach knapp zwei Kilometern Steigung die Rickenstrasse zu erreichen. Rassig nun die Abfahrt vorbei an der aussichtsreichen Waldegg über Betzikon nach St. Gallenkappel, wo sich für heute der Kreis schloss. Mittlerweile war der Sportanlass Geschichte und die Weiterfahrt über Eschenbach-Ermenswil nach Rüti ohne Behinderung. Den Baustellenbereich in Rüti umfuhren wir über Täusi-ARA-Rosenberg. Nach drei Stunden im Sattel zurück in Rüti – Apérozeit!

Fazit: Eine landschaftlich sehr lohnende Biketour, immer gut für eine Wiederholung.

Wetterverhältnisse:
Sonnig mit Wolken, relativ gute Fernsicht, trocken, schwacher Wind wechselnd W bis S, Temperatur 18 bis 20°

Ausrüstung:
e-Bike, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil

Parameter:
Tour-Datum: 7. Juni 2026
Schwierigkeit: Leicht, gut fahrbar
Strecke: 52.8 km: Rüti ZH (478 m) – Ermenswil (484 m) – Eschenbach (479 m) – St. Gallenkappel (562 m) – Rüeterswil (744 m) – Walde (836 m) – Oberricken (906 m) – Ricken (786 m) – P.805 – Bannwald – Alp Egg (1204 m) – gleiche Strecke zurück bis Uznacherstrasse P.805 – P.698 (Uetliburg) – Kloster Berg Sion (705 m) – Oberernetschwil (607 m) – Ernetschwil (576 m) – Rickenstrasse bei Gebertingen – Waldegg (648 m) – St. Gallenkappel (562 m) – Neuhaus (502 m) – Eschenbach (479 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 1270 m
Abstieg: ca. -1270 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:40 bis 16:30 Uhr

Reko-Biketour Val Mora

Der Sommer hat noch nicht begonnen, ein Hitzetag war es heute aber trotzdem. Heute wollten wir es wissen: ob im Val Mora noch Schnee liegt. Jörg sagte spontan zu, mich zu begleiten. Start um halb zwei Uhr. Ab Valchava die Fahrt über die schiefe Ebene Pravalchava der Aufstieg über Fastais/Mottas ins Val Vau. Die etwa 2.8 km Bergfahrt bis P.1716 (Palüetta) verlief nicht steil und überwiegend im Wald. Bei Palüetta änderte die Richtung, und wir fuhren oberhalb der gut hörbaren Aua da Vau bis Pra da Vau. Ab hier wurde die Unterlage holpriger und deutlich steiler. Nach Tschuccai folgten einige Serpentinen, wo wir bis zur Alp Clastras über eine Strecke von ca. 1.6 km 200 Hm Anstieg zu fahren hatten. Bis zur Alp Praveder erst etwas flacher, dann holpriger und steiler werdend. Links der Piz Praveder, geradeaus der Monte Forcola. Bei P.2132 verblieben wir auf der Strasse, welche steil hochführt bis Döss Radond. Noch immer schneefrei, erreichten wir nach zwei Kurven den heute höchstgelegenen Punkt und bald danach die Wasserscheide bei La Stretta. Jetzt folgte der gemütliche Teil unserer Fahrt in leichtem Auf und Ab, über sich weitende Alpen. Unterwegs der kurze Fussmarsch zum verborgenen Seelein Tea Fondada – quasi eine verlorene Alp. Nach etwas mehr als 16 km war die Alp Mora erreicht – die Jausestation noch geschlossen. Kurze Trinkpause vor dem Alpgebäude; in der Euphorie wollte Jörgs Rucksack dort bleiben – ein Grund, übermorgen wieder hochzufahren. Nach diesem Boxenstopp machten wir uns auf die Rückfahrt in Richtung Osten, nun bei leichtem Gegenwind. Bis zur Wasserscheide faszinierte wie immer die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft. Ab Döss Radond war auf der steilen Abfahrt gefühlvolles Fahren angesagt. Jörg wählte den Singletrail, beim Wasserfall trafen wir uns wieder. Vorbei an den Alpgebäuden Praveder und Las Clastras erreichten wir bald wieder Pra da Vau. Hier hielten wir rechts, um rechts der Aua da Vau auf guter Alpstrasse abzufahren, ab und zu eine Abkürzung über einen Trail zu fahren. Die Landung vollzogen wir zwischen Sta. Maria Val Müstair und Valchava, direkt an der Ofenbergstrasse. Anderthalb Kilometer weiter erreichten wir unser Domizil wieder. Kurze Bikewäsche, dann ab unter den Sonnenschirm, wo wir Maria und Doris beim Apero «überraschten».

Fazit:
Wiederholungstäter, begeisternd! Dir lieber Jörg ein herzliches Dankeschön für die Begleitung – hat grossen Spass gemacht…

Wetterverhältnisse:
Sommerwetter, praktisch wolkenlos, ~15 bis 25°, leichter Wind 10 bis 20 km/h NO

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 25. Mai 2026

Schwierigkeit: WS=gut fahrbar, mit technischen Abschnitten (Wurzeln, Steine, enge Kurven, steile Up- und Downhills)
Strecke: 31.3 km, Valchava Muglin (1430 m) – Pravalchava – P.1629 (Fastais/Mottas) – P.1716 (Palüetta) – Val Vau – P.1779 (Pra da Vau) – P.1840 (Tschuccai) – P.1947 – P.1974 (Las Clastras) – Praveder – P.2132 – P.2236 (Döss Radond) – P.2216 (Wasserscheide bei La Stretta) – P.2160 – P.2151 (Plazza Gronda) – Pedra Grossa (2119 m) – P.2062 (Verzweigung Passo di Val Mora) – Alp Mora (2080 m) – Rückweg bis Pra da Vau P.1779 analog Hinweg – Vau – Val da la Fracha, Aua da Vau, P.1674 – Bos-chetta – Valchava
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg:
ca. 1021 m
Abstieg: ca. -1038 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 05 Min.
Tageszeit: 13:30 bis 16:30