Neiiiin, leider hat es heute nicht geklappt, die berühmten Drei Zinnen in den Sextner Dolomiten zu sehen. Was soll’s – eine schöne Biketour war das allemal. Mit dem Auto hoch zur Auronzohütte – nein danke! Zufahrts-Beschränkungen, Maut, überfüllte Parkplätze – ein Jahrmarkt! Die Wahl mit dem Bike hochzufahren, war goldrichtig – die Zufahrt gebührenfrei notabene. Start in Toblach im Pustertal. Auf den ersten fünfzehn Kilometern landschaftlich sehr reizvoll und auf unbefestigtem Radweg ins Höhlensteintal, vorbei am stimmungsvollen Toblachersee. Entlang des ausgetrockneten Bachbett der Rienz erreichten wir bald den Eingang zum Rienztal. Hier steht eine grosse touristische Anlage, gegenüber ein grosser Parkplatz; hier geht der Blick unweigerlich ins Rienztal und im Talabschluss zu den Drei Zinnen. Wie hatten Glück, das Monument der Sextner Dolomiten zeigte sich von der Sonne beschienen, wenn auch nicht ganz wolkenfrei. Die Hoffnung blieb. Vorbei am Dürrensee (der Name trifft in diesem trockenen Sommer voll zu…) erreichten wir bald die Verzweigung bei Schluderbach, wo wir auf 1440 m.ü.M. nach SO abbogen auf die SP49, welche zur Auronzohütte hochführt – heute bei eher schwachem Verkehrsaufkommen. Nach etwa vier Kilometern Anstieg war Misurina erreicht, wo wir etwas achtlos die Haarnadelkurve fuhren (ohne den dahinter liegenden Lago di Misurina zu sehen. Bei km 22.5 war der wunderschön gelegene Lago d’Antorno erreicht. Hier ging der Blick hoch zur bereits sichtbaren Auronzohütte, welche unter den noch immer umwölkten Drei Zinnen trohnte. Der Anstieg zur fast fünfthundert Meter höher liegenden Hütte brachte uns dann noch ins Schwitzen. Oben angekommen staunten wir über das, was wir bereits wussten: eine total zugeparkte Steinwüste; der Blick zu den Türmen noch immer verhüllt. Also ersparten wir uns den halbstündigen Spaziergang (2.2 km) über die Forcella Col die Mezzo zur Langalm, welche nördlich der Zinnen liegt. Ab in die grosse und gut besetzte Hütte! Beinahe die Hälfte aller Besucher waren Asiaten – Erinnerungen an Destinationen wie Zermatt! Die taten uns wirklich leid, für ihre lange Reise nicht mit einem tollen Blick zu den fünfhundert Meter steil aufragenden Felstürmen entschädigt zu werden. Aber so ist die Natur und das Wetter. Während der Mittagsverpflegung hofften wir auf Wetterbesserung – ohne Erfolg. Also machten wir uns – windfest eingepackt – auf die Abfahrt. Für die dreissig Kilometer Abfahrt nach Toblach hinunter benötigten wir eine knappe Stunde Fahrzeit, zuzüglich Kafihalt beim Lago d’Antorno. Ab Schluderbach wieder auf der Naturstrasse, vorbei am Dürrensee und dem Eingang ins Rienztal – ein heute letzter Blick zu den noch immer stark umwölkten Drei Zinnen. Toblach erreichten wir gesund wieder, getröstet mit der Erfahrung, dass es heute leider nicht geklappt hat. Aber die Dolomiten stehen ja bestimmt noch einige Zeit…
Fazit:
Auch ohne Zinnen-Blick war das eine tolle Bikefahrt durch eine einmalige Landschaft zu den Dolomiten… Und der zweitägige Aufenthalt im schönen Hotel Patris war zusätzlich lohnend.
Wetterverhältnisse:
Ein herbstlicher Tag, anfänglich Hochnebel, im Tagesverlauf sonnig, Temperatur bei ca. 8 bis 13°, leichter Wind aus O
Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS
Parameter:
Tour-Datum: 29. September 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten.
Strecke: 60.3 km: Toblach (1219 m) – Toblacher See (1256 m) – Höhlensteintalstrasse – Kriegerfriedhof (1313 m) – Ruine Fort Landro (1403 m) – Drei Zinnenblick (1406 m) – Dürrensee (1404 m) – Schluderbach (1445 m) – SP49 – Misurina (1757 m) – Lago Autorno (1873 m) – Malga Rin Bianco (1847 n) – Auronzohütte (2333 m) – Rückweg auf gleicher Strecke
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen.
Aufstieg: ca. 1340 m
Abstieg: ca. -1340 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 30 Min.
Tageszeit: 10:05 bis 16:15 Uhr
























