Der Schnee ist gekommen – in Buffalora ca. 80 bis 120 cm – immerhin. Und mit dem Schnee ging es Schlag auf Schlag; seit Anfang dieser Woche frühlingshafte Temperaturen, bis 10 °. Wir starteten kurz vor elf Uhr ab Buffalora P10 an der Ofenpassstrasse bei der Grenze zum Schweizerischen Nationalpark die Runde zur Hochebene Jufplaun. Von Beginn weg die kräftige Sonne im Gesicht, die leicht im Minus liegende Temperatur nicht zu spüren und Windstille dazu. Schöner geht es nicht. Über die eingeschneite Ova dal Fuorn und wenige Meter später über die Aua da Murtaröl über das offene und bereits besonnte Gelände in Richtung Alp Buffalora. Kurz vor den Alpgebäuden strebten wir das lauschige Val Murtaröl an. Tief verschneit, ausgezeichnete Spur, keine Tourengänger. Am Ausgang des Tälchens folgte die kurze Steilstufe – nach etwa 1.8 km hatten wir 140 Hm gewonnen. Nun folgte eine flache Passage, welche von der unter Schnee liegenden Aua da Murtaröl durchflossen wird. Im Sommer weidet auf dieser feuchten Alpgegend Vieh. Die Spur führte uns auf der orografisch rechtsliegenden Bachseite hoch zur auf ca. 2200 m.ü.M. liegenden Döss da las Plattas. Hier trafen wir auf einige entgegenkommenden Schneeschuhläufer, welche von einem Massenauflauf bei der von uns ebenfalls angestrebten Hütte Jufplaun (2332 m) berichteten. Darauf hatten wir keine Lust, also wanderten wir weiter in Richtung Chasa da Cunfin. Etwa zweihundert Meter davor fanden wir ein herrliches Plätzchen, um zu rasten. Sonne, Wärme, Blick auf die Ebene Jufplaun und hoch zum vierhundert Meter aufragenden Munt Buffalora. Während unserer Mittagsrast begegneten uns dutzende Wintersportler, welche von der alten Zollhütte herkamen. An solchen Tagen ist diese Gegend ein zu recht gut besuchter Ort – verständlich! Gut gestärkt machten wir uns auf den Abstieg, erst auf der Aufstiegsspur, ab Punkt 2220 nahe bei dem Brücklein über die eingeschneite Aua da Murtaröl weiter in Richtung „Marangun“-Hütte bei P.2196. Unterwegs grüssten wir die bekannte, seilgesicherte greise Arve (wie lange die wohl noch stehen kann?). Bis zur Hütte führte die Spur nahe an der rutschgefährdeten Ostseite des Munt Buffalora vorbei – also war Stillstehen nicht angesagt. Bei der Hütte angekommen, nochmals eine (letzte) Trinkpause, bei gleichzeitiger Beobachtung der vielen Abfahrtsspuren, welche vom Munt Buffalora herunter führten. Einige Schneerutsche waren auch zu sehen… Noch immer voll an der Sonne, folgten wir dem Steilabstieg zur Alp Buffalora hinunter. Die Strecke zu den Alpgebäuden runter wie üblich ziemlich zerfurcht. Die letzten 700 m Strecke bis zum Ausgangspunkt P10 an der Ofenpassstrasse dann schönstes Auslaufen. Seit 1. Februar ist das lange Zeit (wegen eines Bergrutsches) geschlossene Gasthaus Buffalora wieder offen – also wird das Warten auf das Postauto endlich wieder zum Vergnügen. Sehr sympathisch die Gastfreundschaft! Und viele Gäste – Jolanda und ihrem Team sei es gegönnt!
Fazit:
Eine streckenweise nicht ganz einsame Schneeschuhwanderung der Superlative!
Wetterverhältnisse:
Kaiser-Winterwetter, Temperaturen im Bereich -5 bis 5° (gefühlt bis ca. 15°). Ausgezeichnete Schneeverhältnisse (Pulver, leicht überfroren, Spuren durchgehend gut tragend), kaum Wind.
Ausrüstung:
Schneeschuhe, Stöcke, LVS, Sonde, Schaufel, GPS
Lawinensituation:
Laut SLF: Stufe 3+ >2000 m in allen Positionen (Neuschnee auf schwacher Altschneedecke)
Parameter:
Tourdatum: 26. Februar 2025
Schwierigkeit: WT2
Hin- und Rückfahrt: Postauto Valchava Cumün – Buffalora P.10
Strecke: 7.5 km: Buffalora (1968 m) – P.1978 – Alp Buffalora – Döss da las Plattas – Jufplaun – kurz vor Chasa da Cunfin (ca. 2270 m) – P.2221 (Brücke Döss da las Plattas) – „Marangun“-Hütte (2196 m) – Alp Buffalora (P.2157) – P.2033 – Buffalora P.10
Aufstieg: ca. 370 m
Abstieg: ca. -370 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 11:00 bis 15:10 Uhr



















