Diese Wanderung ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis – eine Panoramawanderung der Superlative. Im voll besetzten Postauto fuhren wir ab Valchava zum Ofenpass. Der Einstieg auf die Senda Val Müstair liegt gleich gegenüber des Hotels Süsom Givè beim aus Holz geschnitzten Bären. Im lichten Wald über Wurzelwege, gelegentlich leicht auf und ab und manchmal leicht ausgesetzt. Bald verhallte der Lärm der Passstrasse (Pfingstsonntag!), nach etwa 1.7 km und nach Überquerung der eindrücklichen Ruina war die Plaun da l’Aua erreicht, einer unserer Lieblingsplätze im Val Müstair. Auf der Höhe der Chamonna Plaun da I’Aua, einer ehemaligen Schäferhütte, war eine erste Pause angesagt. Ein Bänkli steht auch dort, und war noch unbesetzt. Hier ging der Blick hoch zum Munt da la Bescha, wo sich normalerweise Steinböcke und Gämsen tummeln. Wir hatten Glück (siehe Foto). Ab hier blieben wir wie immer links des Alpsträsschens, um leicht erhöht dem Waldrand entlang führenden Pfad zu laufen. Wenig später die Überquerung der beeindruckenden Geröllhalde, welche sich vom Munt da la Bescha herunter bewegt. An der Verzweigung bei P.2188 hielten wir links, um bergseitig die Höhe zu halten und so die Dolinen und die Alp da Munt zu erreichen. Das Alprestaurant geschlossen (geöffnet nur während der Wintersportsaison). Nach der Alp der kurze Aufstieg und die Querung zur Verzweigung bei P.2244, wo der Direktabstieg durch den God da Munt nach Tschierv hinunterführte. Vorbei an der Infotafel mit Hinweisen zum Bärenthemenweg, wanderten wir leicht ansteigend hoch bis zum Ausichtspunkt über dem Lai da Juata. Der Pfad führte nördlich des Seeleins vorbei, schmaler werdend und leicht absteigend durch paradiesischen Lärchen-, Arven- und Föhrenwald. Von der Alp Champatsch ein steiles Wegstück hinunter zum 100 Hm tiefer gelegenen Alprestaurant La Posa, wo Melanie mit ihrem Team ab heute bis ca. Ende Oktober geöffnet hat. Viele Wanderer genossen die Mittagspause unter den Sonnenschirmen. Bei unserem nächsten Besuch gibt’s dann Kaiserschmarrn! Nach Lü wählten wir den Weg über die Alpstrasse, vorbei am Punkt 2093, wo der spektakuläre Weg vom Pass da Costainas herunterkommt. Ein paar Meter weiter das kleine Seelein (Einheimische sprechen vom Lüer See), welches ein schönes Fotomotiv abgibt. Das auf einer Sonnenterrasse gelegene Dörfchen war nach etwa fünfundvierzig Minuten erreicht. Zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass der Hirschen geöffnet ist – also reservierten wir zum z’Nacht für heute Abend (Spaghetti Mamma Lü!). In der Dorfmitte bestiegen wir dann das Postauto, welches uns ins Tal fuhr.
Fazit:
Die Höhenwanderung par excellence… Wellnesswandern!
Wetterverhältnisse:
Sommerlich warm (heiss!), Temperaturen 12° (beim Start auf dem Ofenpass) bis 25°. Wind 9 km/h N
Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial Swisstopo, GPS
Parameter:
Tourdatum: Pfingstsonntag 24. Mai 2026
Schwierigkeit: T2
Hinfahrt: Postauto ab Valchava Cumün bis Pass dal Fuorn
Rückfahrt: Postauto ab Lü bis Fuldera Cumün, Umstieg nach Valchava
Strecke: 9.6 km: Ofenpass/Pass dal Fuorn (2149 m) – Plaun da l’Aua (P.2153) – P.2189 – Alp da Munt (2212 m) – P.2246 – Juata – Alp Champatsch (2088 m) – P.2093 – Plattuns (1949 m) – Lü Daint – Lü (1916 m)
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 220 m
Abstieg: ca. -435 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 30 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 14:50 Uhr































