Kategoriearchiv: Deutschland

Veloferien 2026, 5|5: Ravensburg – Lindau – Bregenz – St. Margrethen

Rückreisetag! Leichter Regen zu Beginn war vorausgesagt – aber damit hatten wir nicht gerechnet. Dass es nämlich bis gegen Mittag herunterleerte; naja, wenigstens nicht zu kalt, und Regenschutz hatten wir ja dabei. Die Schlechtwetteroption (direkt nach Friedrichshafen und über den Bodensee nach Hause zu fahren) verwarfen wir. Vor uns also 63 km Flachetappe mit dem Ziel St. Margrethen. Also starteten wir hoffnungsvoll um halb neun, aufgeteilt in vier Gruppen. Vorerst blieb die Kamera der Nässe wegen im Rucksack verpackt. Zwar wären Regenfotos durchaus (auch) reizvoll, aber heute war der Weg das Ziel. Bis Tettnang wenigstens. Dort stand in der Ortsmitte eine Cafè/Gelateria mitten im Weg, und gegenüber eine Bäckerei – das passte. Mittlerweile hatten unsere vorausfahrenden beiden von Ernst und Joe angeführten Gruppen ein paar Kilometer Vorsprung; Kathrin und Edi motivierten uns erfolgreich zu einer Pause. Nach dieser Stärkung konnte uns der nun noch stärkere Regen nichts mehr anhaben – Köpfe runter und durch! Kurz nach elf Uhr erreichten wir Kressbronn und den Bodensee. Das Wetter meinte es nun besser mit uns, jedenfalls getrauten wir uns der Regenkleider zu entledigen. Erste Sonnenstrahlen erwärmten uns, so dass Fahrfreude aufkam. Die Fahrt nahe dem Seeufer war allerdings nicht das Gelbe vom Ei – viel Verkehr, viele Fussgänger, und vor allem waren jeweils viele Villen zu umfahren. Auch die Vorbeifahrt beim Güterbahnhof Lindau war keine Attraktion. Aber wir wussten um die Nähe des Zwischenziels – Bregenz. Dort (am Hafen) angekommen, suchten wir sofort Sitzplätze im Schatten – denn mittlerweile war es wieder richtig Sommer! So verpflegten wir uns direkt am See – und staunten nicht schlecht. Denn unsere beiden vorfahrenden Gruppen hatten wir irgendwann unbemerkt überholt; warten war angesagt. Nach beinahe einer Stunde trafen sie auch ein – vermutlich haben sie sich verfahren oder sie pausierten ebenfalls in einem Cafè. Nach der Erholung schlängelten wir uns einem Spiessrutenlauf gleich an herumirrendem Touri-Fussvolk vorbei, überholten Sonntags-Velofahrer (komisch, heute war doch Montag!). Froh, den Rhein an der Mündung bei Hard zu erreichen, wurde es ruhiger. Dem sehr wenig Wasser führenden Rinnsal (ein trauriger Anblick!) entlangfahrend, erreichten wir zügig St. Margrethen, wo uns der Bus mit Anhänger (Bührer Veloreisen Hirzel) schon erwartete. Abfahrt punkt 16 Uhr, wie geplant. Wenn das keine perfekte Planung war! Überhaupt: unserem Leiterteam der Velogruppe Wald/Rüti gebührt ein grosses Kompliment für die perfekte Organisation dieser Veloferien 2026 – herzliches Dankeschön!

Fazit:
Herbst! Gestern Kaiserwetter, heute Güselwetter. Gepasst hat es trotzdem, schöne, erlebnisreiche fünf Tage waren es!

Wetterverhältnisse:
Regnerisch, am Nachmittag trocken, bedeckt und teilweise sonnig, Temperatur 16 bis 20°, Wind 4 km/h N

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial Schweiz Mobil/Komoot

Parameter:
Tour-Datum: 7. September 2026
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, mehrheitlich auf befestigten Strassen und Wegen unterwegs.
Strecke: 62.9 km: Weststadt (431 m) – Oberzell (416 m) – Untereschach – Obereschach (446 m) – Meckenbeuren (416 m) – Tettnang (465 m) – Giessen – Kochermühle – Kressbronn (407 m) – Wasserburg, Bodensee (405 m) – Lindau (394 m) – Lochau (401 m) – Bregenz (398 m) – Hard – Rheinbrücke (403 m) – Fussach (399 m) – St. Margrethen (403 m)
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 232 m
Abstieg: ca. -296 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 40 Min.
Tageszeit: 08:35 bis 15:25 Uhr

Veloferien 2026, 4|5: Ravensburg – Wangen im Allgäu

Heute Sonntag war der Tag nach dem Regen – und was für ein Wetterglück! Für die heutige Runde nach Wangen im Allgäu schlossen sich acht VelofahrerInnen an – von Joe und Edi angeführt. Eine kleine, aber feine Gruppe! Ab Startpunkt Hotel Sennerbad die Abfahrt ins Zentrum von Ravensburg, dann folgte der moderate Aufstieg auf eine Höhe von 600 m.ü.M. Bald war ländliches Gebiet erreicht, Fenken, Schlier, Sieberatsreute heissen die Weiler. Auf und Ab in der reizvollen Hügel- und Riedlandschaft wechselten sich ab. Wangen i. A. war erreicht nach etwa 31 km Fahrt. Im wunderschönen Städtchen machten wir Mittagspause – bei ausreichend Zeit auch für einen Rundgang. Nach zwei Stunden Aufenthalt trafen wir uns wieder beim Veloparkplatz. Die Rückfahrt führte etwas nördlich über Amtzell. Kurz vor Sieberatsreute erwartete uns die Herausforderung des Tages: ein gerölliger, holpriger Trail bei Ried, der im Wald Eggen verläuft. Die unübersichtliche Wegführung führte dazu, dass sich unsere Gruppe unfreiwillig aufteilte. Mobile sei Dank fanden wir uns bald wieder. Über Schlier und Fenken, vorbei an einem schön gelegenen Teich waren etwa 150 Hm Abfahrt zu bewältigen. Nahe Spital erreichten wir am nördlichen Stadtrand Ravensburg wieder. Der Rest bis zur Weststadt resp. zum Hotel Sennerbad war bekannt und unkompliziert. Eine lange Fahrt mit annähernd eintausend Höhenmetern endete um 16 Uhr. Sturzfrei und gesund zurück – und alle waren glücklich. Nach kurzer Erholung das Wiedersehen im Restaurant zum gemütlichen Beisammensein und feinen Nachtessen.

Fazit:
Heute kamen einige Höhenmeter zusammen, und der überraschend spannende Trailaufstieg hat uns gut gefallen. Wiederum ein herzliches Dankeschön an das Leiterteam der Velogruppe Wald/Rüti.

Wetterverhältnisse:
Kaiserwetter, ohne Bewölkung, Temperatur 16 bis 25°, Wind 11 km/h NO

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial Schweiz Mobil/Komoot

Parameter:
Tour-Datum: 6. September 2026
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, mehrheitlich auf befestigten Strassen und Wegen unterwegs; ein (für uns) anspruchsvoller Trail auf der zweiten Streckenhälfte war auch dabei (S1-2).
Strecke: 63.4 km: Weststadt (431 m) – Ravensburg (450 m) – Staig (600 m) – Gullen (588 m) – Grünkraut – Arneggen (610 m) – Hargarten – Bodnegg (612 m) – Baltersberg (566 m) – Haslach (540 m) – Schomburg (561 m) – Geiselharz – Humbrechts (583 m) – Wangen i. A. (556 m) – Nieratz – Oberau – Pfärrich – Amtzell (555 m) – Butzer – Maiertal – Ried – Waldburg – Eggen – Sieberatsreute (653 m) – Schlier (596 m) – Fenken (587 m) – Ravensburg – Weststadt
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Aufstieg: ca. 920 m
Abstieg: ca. -922 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 50 Min.
Tageszeit: 09:25 bis 16:05 Uhr

Veloferien 2026, 3|5: Marktgenuss und Runde um Ravensburg

Für heute Samstag war etwas Niederschlag angesagt – ideal für einen Fussmarsch ins nahe Stadtzentrum. Die Stadtführung war mit einem Genussprogramm angereichert, eine tolle Idee! So wurden unterwegs Besuche in Feinkostläden eingeplant, verbunden mit entsprechenden Degustationen – was nicht nur die Schleckmäuler unter uns erfreute.

Selbstverständlich erfuhren wir auf dem Rundgang viel Geschichte, beispielsweise dass Ravensburg eine Mittelstadt sowie Kreisstadt und grösste Stadt des gleichnamigen Landkreises im südlichen Oberschwaben ist. Die ehemalige Reichsstadt liegt im Schussental unweit des Bodensees und wurde aufgrund ihrer zahlreichen, gut erhaltenen mittelalterlichen Türme früher auch als das schwäbische Nürnberg bezeichnet. Seit 1. April 1956 ist Ravensburg Grosse Kreisstadt. Bekanntheit erlangte die Stadt durch die hier beheimatete Unternehmensgruppe Ravensburger (Gesellschaftsspiele und Puzzles). In der Stadt leben ca. 51000 Menschen. Dominiert wird die geografische Lage durch die Veitsburg, welche oberhalb der Altstadt auf einem Höhenrücken steht, der das Schussental-Becken nach Osten begrenzt. Auf dem der Stadt gegenüberliegenden Westhang des Schussentals befand sich im Mittelalter die Galgenhalde genannte Richtstätte, sowie nördlich davon das Sennerbad. Oberhalb davon entstand Mitte des 20. Jahrhunderts das Neubaugebiet Weststadt. Mit dem Untergang der Staufer endete auch das Herzogtum Schwaben als politische Körperschaft. Wie viele andere Städte Schwabens regierte sich Ravensburg fortan selbst, die Burg wurde Reichsbesitz. 1276 bestätigte der Habsburger König Rudolf I. die reichsstädtischen Privilegien Ravensburgs. Auf der Burg sass fürderhin der kaiserliche Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben. Das Marktrecht war dabei eine wesentliche Stütze der Entwicklung. Zur Überwachung der Vorgänge in der Reichsburg errichtete die Reichsstadt an der höchsten Stelle des Stadtgebiets den über 50 Meter hohen Sankt-Michaels-Turm, benannt nach der damals noch dort stehenden Michaelskapelle, der ältesten Kirche der Stadt. Im Volksmund hiess dieser Turm bald Mehlsack, als Verballhornung des offiziellen Namens wie auch unter Bezugnahme auf die mehlweisse Farbe des Turms. Dass der Turm zeitweise auch als Mehlspeicher genutzt wurde, gehört vermutlich ins Reich der Legenden. Heute ist Mehlsack der offizielle Name dieses einzigen Rundturms der Stadtbefestigung. Im Spätmittelalter war Ravensburg Sitz der Grossen Ravensburger Handelsgesellschaft, der damals führenden deutschen Handelsgesellschaft, die in ganz Europa Niederlassungen hatte. Um 1530 ging die Grosse Ravensburger Handelsgesellschaft unter. Die führenden, wohlhabenden Familien hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon Landsitze und Rittergüter zugelegt. Es gab Zwist zwischen verschiedenen Familienzweigen, insbesondere Augsburger Händler drängten in die von den Ravensburgern bedienten Routen. 1803 wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss die Reichsunmittelbarkeit der meisten Reichsstädte aufgehoben. Ravensburg kam 1810 auf Grund des Grenzvertrags mit Bayern – bestätigt durch den Wiener Kongress 1815 – zum Königreich Württemberg, das zuvor auch schon die ausgedehnten Territorien von Weingarten (einschliesslich des heutigen Schlosses in Friedrichshafen) erworben hatte. Die Stadt wurde Sitz des Oberamts Ravensburg. Mit der Zugehörigkeit zum Königreich Württemberg begann eine allmähliche wirtschaftliche Erholung. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war Ravensburg die grösste und industriell am weitesten entwickelte Stadt Oberschwabens und auch politisch ein Zentrum der Region. Im Zweiten Weltkrieg war Ravensburg kaum von Luftangriffen der Alliierten betroffen, die historische Bausubstanz blieb daher vollständig erhalten. Mehr Informationen wird hier vermittelt.

Die Mittagszeit verbrachten wir individuell. Danach fanden wir uns wieder im Hotel ein, noch immer mit Schirmen bewehrt. Schliesslich und gerade rechtzeitig hellte es auf, und wir konnten uns auf die Velos schwingen. Die geplante Umrundung der Stadt Ravensburg führte im Gegenuhrzeigersinn erst durch westlich und östlich gelegene Landwirtschaftsgebiete – sehr reizvoll! In etwa der Hälfte der Strecke erreichten wir die an aussichtsreicher Lage stehende Veitsburg, wo die Stadt überblickt werden kann. Eine Art Kiosk öffnete gerade, so dass wir im Freien etwas trinken konnten. Currywürste wären auch zu haben gewesen… Nun machten wir uns auf die einigermassen steile Abfahrt in Richtung Weststadt; quasi als Schmankerl mutete man uns dann noch einen kurzen Trail zu. Kurz vor 17 Uhr endete unsere Runde direkt beim Hotel; alle waren glücklich und zufrieden darüber, vom Regen verschont worden zu sein. Nach kurzer «Regenerationsphase» trafen wir uns im Restaurant zum feinen und gemütlichen Nachtessen.

Fazit:
Die regnerische Witterung passte irgendwie zum Tagesprogramm (Marktbesuch); die Velorunde am Nachmittag dann bei freundlicherer Witterung. Herzliches Dankeschön an das Leiterteam der Velogruppe Wald/Rüti.

Wetterverhältnisse:
Mehrheitlich trübe, regnerische Witterung, Temperatur 21°, Wind 4 km/h N

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial Schweiz Mobil/Komoot

Parameter:
Tour-Datum: 5. September 2026
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, mehrheitlich auf befestigten Strassen und Wegen unterwegs; ein kurzer Trail war auch dabei (S1).
Strecke (ohne Marktrundgang zu Fuss): 26.2 km: Sennerbad – Bernhofen (497 m) – Hübscher – Weststadt (461 m) – Weissenau – Fidazhofen – Veitsburg (525 m) – Schornreute – Ravensburg Nord – Sennerbad
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Aufstieg: ca. 400 m
Abstieg: ca. -400 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 40 Min.
Tageszeit: 14:00 bis 16:40 Uhr

Veloferien 2026, 2|5: Wil SG – Romanshorn – Friedrichshafen – Ravensburg

Gut ausgeruht fand sich eine Schar fröhlicher (und fitter) VelofahrerInnen vor dem Hotel Schwanen in Wils Stadtmitte. Ziel unserer heutigen Fahrt: Ravensburg in Oberschwaben. Unseren ersten Etappenort Wil verliessen wir mit nochmaliger Vorbeifahrt am Stadtweier. Auf dem Weg nach Wuppenau gelangten wir in den Kanton Thurgau – schön die Landschaft mit viel Landwirtschaft und Obstbäumen – bald beginnt die Ernte. Vorbei am Wasserschloss Hagenwil gelangten wir mit wenig Auf und Ab zur Thur. Über eine unscheinbare, aber dekorative, schmale Brücke überquerten wir den wenig Wasser führenden Fluss, der dem Kanton den Namen gibt. Die gemütliche Überlandfahrt endete mit Erreichen von Romanshorn, dem heutigen Zwischenziel. Eine knappe Stunde Wartezeit verbrachten wir in einem Restaurant am Hafen. Um 12:22 Uhr legte die Fähre ab, um uns auf einer ruhigen Fahrt in 50 Minuten nach Friedrichshafen zu bringen. Die Fahrt über das Schwäbische Meer (poetische Bezeichnung für den Bodensee) nutzten wir, uns zu verpflegen. Die Fahrt durch die Stadt (>60000 Einwohner) war keine Augenweide; das änderte sich mit Erreichen des nördlichen Stadtrands. Erst entlang der Rotach bis Ailingen, weiter ohne grosse Anstiege durch eine schöne Landschaft, vorbei an den teilweise schmucken Dörfern Hirschlatt, Brochenzell, Oberzell. Nach anderthalb Stunden war Ravensburg erreicht, unseren Standort für die nächsten drei Tage. Das kleine familiengeführte Hotel Sennerbad liegt im Westen der Stadt in einem ruhigen Viertel ennet der Autobahn und dem Fluss Schussen. Wie sich zeigte, hat unser Leiterteam eine gute Wahl getroffen. Auf der Terrasse des Hotels genossen wir unsere Getränke und die schöne Sicht zur Stadt mit den vielen Türmen. Nach der anschliessenden Pause (Dusche, Siesta, Pool) trafen wir uns im gut besetzten Restaurant des Hotels – ausgezeichnete Küche und gute Weine sorgten für einen tollen Abschluss dieses Tages. Morgen soll es etwas Niederschlag geben, ideal für die geplante Stadtführung mit dem Thema Marktgenuss.

Fazit:
Auch dieser zweite Reisetag war geprägt von schönen Landschaften und bestem Wetter. Herzliches Dankeschön an das Leiterteam der Velogruppe Wald/Rüti.

Wetterverhältnisse:
Sonnig ohne Bewölkung, Temperatur 20 bis 25°, kaum spürbarer Wind 4 km/h N

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial Schweiz Mobil/Komoot

Parameter:
Tour-Datum: 4. September 2026
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, mehrheitlich auf befestigten Strassen und Wegen unterwegs
Strecke: 62 km (plus 13 km Fähre über den Bodensee): Wil SG (582 m) – Rossrüti – Wuppenau (612 m) – Hagenwil (622 m) – Schön-
holzerswilen (556 m) – Buhwil (455 m) – Thurbrücke bei Faarhus (449 m) – Kradolf (462 m) – Sulgen/Bleiken (472 m) – Göttighofen (508 m) – Schocherswil (527 m) – Räuchlisberg (502 m) – Hagenwil (485 m) – Steinebrunn (448 m) – Salmsach (399 m) – Romanshorn (398 m) – Fähre über den Bodensee – Friedrichshafen (404 m) – Ailingen (436 m) – Hirschlatt (435 m) – Brochenzell (412 m) – Oberzell (416 m) – Ravensburg (431 m)
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Aufstieg: ca. 444 m
Abstieg: ca. -556 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 40 Min. (inkl. Fähre)
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 20 Min.
Tageszeit: 09:10 bis 14:50 Uhr

Veloferien Schwarzwald 2023 4|4: Munzingen – Badischer Weinradweg – Lörrach

Abreisetag – mit einer langen Tour durch das Markgräflerland, Ziel Lörrach. Eigentlich waren sich alle einig: so könnte man auch ein paar Tage länger bleiben… Verlief die Fahrt bis Bad Krozingen flach, begann es leicht anzusteigen, bis Heitersheim, wo wir das etwas ausserhalb und schön gelegene Römermuseum Villa urbana (geöffnet SO) besuchten. Im Zentrum von Heitersheim, nach ca. 16 km, sorgte ein Kafihalt für Stärkung; ein herzliches Dankeschön dem Leiterteam für die Einladung! Auf der Weiterfahrt nach Süden erreichten wird den Bugginger Ortsteil Betberg, einer traditionellen Winzergemeinde, umgeben von Weinbergen, Wiesen, Wald und Obstanlagen. Nach Buggingen, einem weiteren Weinbau-geprägten Dorf war ein kurzer Aufstieg durch eine steile und holprige Hohlgasse zu befahren. Oben angekommen (ca. 320 m.ü.M.), kurz vor dem Dörfle Auggen, fanden wir ein Plätzle, wo man einfach rasten muss – mitten in den Weinbergen, mit Sicht zum Rhein und nach Frankreich (Mulhouse, Fessenheim, wo das älteste AKW Frankreichs steht). Hier oben wachsen mehrheitlich Gutedel (in der Schweiz als Chasselas oder Fendant bekannt), Spätburgunder, Müller-Thurgau, Regent und andere. Egal, welcher Wein wächst, solche Landschaften sind einfach immer paradiesisch. Nach der kurzen Abfahrt nach Auggen erreichten wir wenig später Schliengen, wo wir in südöstliche Richtung hielten. In der Dorfmitte von Liel stärkten wir uns an einer öffentlichen Tankstelle; das war nötig, weil jetzt ein Aufstieg von beinahe 100 Hm nach Riedlingen bevorstand. Dann folgte eine kurze Abfahrt und eine weitere Steigung nach Kandern. Der Anblick dieses sehenswerten Städtchens war stark beeinträchtigt wegen der Vorbereitungen für das unmittelbar bevorstehende Budenfests (50 Jahre Budenfest – die Chanderner Nationalfeiertage beginnen am Samstag-Nachmittag (9. September) mit dem Fassanstich und dauern drei Tage lang. Spannend wäre wohl auch eine Fahrt mit der Kandertaler Museumsbahn. Wir widerstanden der Versuchung, schliesslich hatten wir noch eine Strecke vom ca. 18 Kilometer vor uns. Für eine kurze Einkehr reichte es allemal. Dann folgte die Abfahrt über 9 Kilometer in Richtung S. Bei Rümmingen, also kurz vor Lörrach, hatten wir dann noch einmal hundert Höhenmeter bergauf zu keuchen. An der A98 angekommen, suchten wir den Weg durch ein Baustellenlabyrinth und schliesslich (baustellenbedingte Fahrverbote missachtend) die Holzbrücke über das Flüsschen Wiese. Die Fahrt durch die parkähnliche Brunnmatte war dann wieder erholsam, weil schattig. Das Ziel beim Bahnhof Haagen/Messe am nördlichen Stadtrand von Lörrach erreichten wir eine Viertelstunde früher, als geplant – es geht halt nichts über eine gute Planung(!). Nach kurzer Wartezeit traf Chauffeur Roger mit Car und Veloanhänger ein. Nach dem Verladen der Velos folgte die seeeeeeehr erholsame Fahrt nach Hause…

Fazit:
Was für eine tolle Schlussetappe! Ein wenig heiss, aber… alle haben es geschafft. Unser Leiterteam Kathrin, Ernst, Fritz und Willy hat ein dickes Lob verdient – herzliches Dankeschön für vier wunderbare Tage!

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im Herbst, 17 bis 32° C

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 7. September 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 64.5 km, Munzingen (220 m) – Bad Krozingen (234 m) – Heitersheim (221 m) – Müllheim – Auggen (264 m) – Schliengen (250 m) – Liel (262 m) – Riedlingen (304 m) – Kandern (352 m) – Hammerstein – Wollbach (310 m) – Rümmingen (291 m) – Lörrach, Haagen/Messe (301 m)
Aufstieg: ca. 760 m
Abstieg: ca. -670 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 55 Min.
Tageszeit: 09:00 bis 16:00 Uhr

Veloferien Schwarzwald 2023 3|4: Munzingen – Freiburg i. B. – Tuniberg

Heute geht es in die Stadt – Freiburg im Breisgau! Mittlerweile gut eingeübt, versammelten wir uns pünktlich und vollzählig vor dem Hotel. Die Strecke über Schallstadt – St. Georgen – Haslach kannten wir vom Anreisetag. Am südlichen Stadtrand von Freiburg i. B. erreichten wir den neuen Stadtteil Vauban. Hier ist mehr zu erfahren über die interessante Geschichte dieses Stadtteils, einem ehemaligen Kasernenareal. Heute leben hier etwa 6000 Einwohner, überwiegend Familien, die sich, in Baugruppen organisiert, kostengünstig und oft mit viel Eigenleistung gemeinsam Wohnungen gebaut haben. In der Stadtmitte angekommen, parkierten wir unsere Räder am Augustinerplatz, ein ansehnliches Bild: 24 Bikes. Die Stadtmitte erkundeten wir zu Fuss, was sehr lohnend war – die Stadt hat uns ausserordentlich gut gefallen, viel Historie! In einem der Beizli (Sichelschmiede) genossen wir die Mittagspause, Maultaschen mit Speck-/Zwiebelsosse für Ruedi. Um 14 Uhr Start zur Rückfahrt, im Sinne einer Rundfahrt fuhren wir in nordwestlicher Richtung über Betzenhausen, Umkirch, bis Gottenheim. Von dort folgte der leichte Aufstieg und die Fahrt über den Tuniberg, dessen Hauptkamm mit den vielen Panoramen- und Wanderwegen eine besonders reizvolle Gegend ist. Die malerische Landschaft verzückt und ist natürlich dominiert vom Weinbau; Weinkenner nennen den Tuniberg gern Burgunderoase. Nicht umsonst, denn Burgunderweine wie Weiss-, Grau- und Blauburgunder haben einen Anteil von rund 70% am gesamten Rebgut, das am Tuniberg angebaut wird. Die restlichen 30% teilen sich Müller-Thurgau, Chardonnay, Gewürztraminer, Muskateller, sowie Sauvignon Blanc. Die Rebsorte Solaris wird im Besonderen für die Herstellung des Neuen Süssen zur Herbstsaison angebaut. Insgesamt umfasst der Tuniberg eine Rebfläche von 1070 Hektar. So viel zum Wein. Nach aussichtsreicher Fahrt erreichten wir nach etwas weniger als zehn Kilometern leichten Aufs und Abs den höchstgelegenen Punkt, mit zwischendurch eingelegten Stopps für den Genuss der formidablen Aussicht. Zum Schluss noch die anderthalb Kilometer kurze Abfahrt nach Munzingen hinunter. Nach der Dusche folgten Apéro z’Nachtessen, selbstverständlich in Begleitung eines einheimischen Tropfens.

Fazit:
Wiederum ein herrlich abwechslungsreicher Velotag! Für s’Shopping besuchen wir Freiburg i. B. gerne wieder einmal…

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im Herbst, 16 bis 31° C

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 6. September 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 44.9 km, Munzingen (220 m) – Schallstadt – St. Georgen – Haslach – Freiburg i. B. (261 m) – Betzenhausen – Umkirch – Gottenheim – Tuniberg (312 m), Tuniberg Höhenweg – Munzingen
Aufstieg: ca. 370 m
Abstieg: ca. -370 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 09:00 bis 16:15 Uhr

Veloferien Schwarzwald 2023 2|4: Kaiserstuhl – Rhein – Munzingen (Freiburg i. B.)

Frühstücksbuffet ab 7 Uhr, Besammlung und Abfahrt um 9 Uhr: so der Tagesbefehl für die kommenden Tage. Bei der sich auch heute wieder abzeichnenden Hitze sehr angenehm, früh loszufahren. Nach dem Einkauf des Proviants verliessen wir Munzingen in westlicher Richtung. 13 km flach bis Ihringen, dann der leichte Aufstieg zum höchsten Punkt des Tages, einem Aussichtspunkt zwischen Ihringen und Bickensohl. Nun befanden wir uns mitten in den Weinbergen, und im Kaiserstuhl, diesem kleinen Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs in der Oberrheinischen Tiefebene, notabene eine der wärmsten Gegenden Deutschlands. Etwas östlich des schmucken Dörfchens Bickensohl, an leicht erhöhter Lage, besuchten wir die Eichgasse, einem eindrucksvollen Lösshohlweg (siehe Bildinformation). Eine Traumlandschaft, wie sie in Weingegenden typischer nicht sein könnte. Über Vogtsburg im Kaiserstuhl führte die Fahrt weiter in Richtung W bis Burkheim, einem Weinort mit besonderem Ambiente; mitten im Städtchen genossen wir an schattigen Plätzen die individuelle Mittagspause – die einen auf den vielen Bankniederlassungen, andere liessen sich in einer der Gartenwirtschaften nieder. Nach der Mittagspause fuhren wir im flachen Gelände dem Rheinufer entgegen. Fünfeinhalb Kilometer Rheinuferweg auf ziemlich staubiger Naturstrasse, Frankreich ennet dem Strom. Die schöne Stadt Breisach a. R. erkundeten wir ausgiebig, in einer Runde hoch zum St. Stephansmünster, wo die Aussicht über den Rhein hinweg ins benachbarte Elsass geht. Nach der Umrundung des historischen Zentrums gelangten wir zum tiefer gelegenen Marktplatz, um dort eine der Gelaterien zu stürmen. Die Weiterfahrt führte ca. 10 km flach durch die bewaldeten Rheinauen bis nach Hausen an der Möhlin. Ab dort noch zweieinhalb Kilometer bis zu unserem Domizil in Munzingen, wo wir alle wohlbehalten und ohne Zwischenfälle ankamen.

Fazit:
Ein gemütlicher Velotag war das, im reizvollen Kaiserstuhl und dem Rhein entlang.

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im Herbst, 18 bis 30° C

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 5. September 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 56.5 km, Munzingen (220 m) – Oberrimsingen (199 m) – Niederrimsingen – Gründlingen (197 m) – Ihringen – Bickensohl – Vogtsburg im Kaiserstuhl – Burkheim – Rheinufer (187 m) – Breisach a. R. (225 m) – Rheinauen, Möhlin – Hausen a. d. M. – Munzingen
Aufstieg: ca. 470 m
Abstieg: ca. -470 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 25 Min.
Tageszeit: 09:00 bis 16:10 Uhr

Veloferien Schwarzwald 2023 1|4: Schluchsee – Bärental – Munzingen (Freiburg i. B.)

Heute Montag trafen sich eine muntere Schar von vierundzwanzig SeniorInnen in Wald ZH zur von der Velogruppe Wald/Rüti organisierten Fahrt nach Süd-Deutschland – vier Tage Veloferien im Schwarzwald. Und so viel stand schon fest: hochsommerliche Tage standen bevor! Das Verladen der e-Bikes in den modernen Veloanhänger der Bührer Reisen Hirzel dauerte eine halbe Stunde. Auf der zweistündigen Carfahrt zum Schluchsee im Südschwarzwald gabs in St. Blasien einen Kafihalt und den Besuch des imposanten Dom. Unser Leiterteam Kathrin, Ernst, Fritz und Willy hatte für den Anreisetag eine Fahrt ausgedacht mit Start am Schluchsee und Ziel Munzingen (Freiburg i. B.). Um elf Uhr starteten wir bei der Staumauer des Schluchsees, um an dessen ruhigen Südwestufer entlangzufahren: Naturstrasse, viele Wanderer und Biker unterwegs – verständlich bei diesem wunderschönen Wetter. Nach knapp zehn Kilometern flacher Fahrt erreichten wir das am nördlichen Seeende gelegene Dörfchen Oberaha. Nach der Überquerung von Bahnlinie und Bundesstrasse fuhren wir auf schönen Forstwegen leicht absteigend bis zum Windgfällweier, einem kleinen Stausee, der zwischen dem Titisee und dem Schluchsee liegt. Im Restaurant Köhlerei am See stärkten wir uns, bevor wir nach kurzer Abfahrt auf der B500 Bärental (ein Ortsteil von Feldberg) erreichten und diese nach links verliessen. Jetzt folgte der Anstieg von ca. 300 Hm über ca. 8 km, sehr kurzweilig und durch eine idyllische Landschaft – ab und zu eine etwas fordernde Steigung. Glück für uns, dass der Wald Schatten spendete. Schliesslich erreichten wir bei P.1196 einen wunderschön gelegenen Rastplatz, der noch unbesetzt war. Der richtige Ort für das Mittags-Picnic. Hier in der Nähe, südwestlich, liegt der Feldberg (1493 m), höchster Berg des Schwarzwaldes; ein junger Ranger, der uns begegnete, empfahl uns diesen Gipfel zu befahren, weil von dort das Alpenpanorama zu bewundern sei. Da wir sowas zuhause (auch) erleben, verzichteten wir. Gut verpflegt und erholt machten wir uns auf zur etwa zehn Kilometer langen und rassigen Abfahrt (750 Höhenmeter) durch das reizvolle Tälchen des Zastlerbachs hinunter bis Oberried. Ab hier heizte die Sonne stark ein, und wir näherten uns Kirchzarten und wenig später den Südquartieren Freiburgs. Auffallend, wie dicht in dieser grossen Stadt (230000 Einwohner) der Veloverkehr ist – und die für den Langsamverkehr eingerichteten Verkehrswege sind vorbildlich; in der Stadt gelten praktisch flächendeckend 30er-Zonen. Die Stadt besuchten wir heute allerdings nicht – das ist für übermorgen geplant. Also fuhren wir am Stadtrand durch das Quartier Vauban nach St. Georgen und Ebringen bis Munzingen, wo das Tagesziel erreicht war. In der historischen Hotelanlage Schloss Reinach bezogen wir unseren Stützpunkt für die nächsten drei Nächte. Eine sehr gute Wahl der Organisatoren, auch kulinarisch, wie sich zeigte. Nach dem Check-in die verdiente Dusche und dann der gemütliche Abend beim gemeinsamen Nachtessen (im Freien der parkähnlichen Anlage). Unseren vier Guides Kathrin, Ernst, Fritz und Willy ein herzliches Dankeschön für diesen ersten Tourentag!

Fazit:
Eine Startetappe, welche etwas Ausdauer forderte; ein Auftrakt zu verheissungsvollen Veloferien im Breisgau.

Wetterverhältnisse:
Hochsommer im Herbst, 15 bis 27° C

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tourdatum: 4. September 2023
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen möglich.
Strecke: 68.9 km, Schluchsee, Staumauer (1020 m) – Eisenbreche (911 m) – Unterkrummen (945 m) – Unteraha (935 m) – Altglashütten (965 m) – Bärental (976 m) – Feldberg P.1196 – Oberried (426 m) – Kirchzarten (388 m) – Littenweiler, Freiburg i. B. (334 m) – Haslach – St. Georgen – Ebringen – Munzingen (220 m)
Aufstieg: ca. 750 m
Abstieg: ca. -1470 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:10 bis 17:10 Uhr