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Alpenweg zum Dorf Plawenn

Der Titel dieses Berichts ist nicht etwa irreführend: über eine wunderbare Alpenlandschaft führt der nicht alpine Weg und teilweise steile Pfad ab Fischerhäuser (am Haidersee gelegen) zum Weiler Plawenn, einer Fraktions der Gemeinde Mals im Vinschgau. 41 Menschen wohnen dort. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichten wir Fischerhäuser, den an der Reschenpassstrasse am Haidersee gelegenen Weiler. Das ziemlich neue Gasthaus Alpenrose liessen wir vorerst links liegen, um über offenes Weideland der Wanderweg Nr. 3 zu erreichen. Der Aufstieg im Lärchenwald war paradiesisch, der Waldboden ein einziger grüner Teppich. Bei der kleinen Schäferhütte änderte die Landschaft; der Anstieg wurde etwas steiler, der Forstweg ruppiger. Nach sieben Serpentinen endete die Unterlage und wir stiegen auf einem schmalen Pfad etwas steiler auf. Etwa fünfhundert Meter vor dem Zwischenziel Plawenn war der höchstgelegene Punkt (ca. 1570 m.ü.M.) erreicht. Nach dem Verlassen des Waldes stand wie angekündigt eine windgeschützte Bank – die mussten wir selbstverständlich nutzen. Super Aussicht über die Malser Haide und zum Ortler. Nach dem kurzen Abstieg zum Dorf Plawenn hofften wir dort einzukehren — nix da! Das hübsche Dörfchen lohnt einen kurzen Rundgang. Schmuck das Kirchlein St. Maria und der dominante Ansitz Plawenn. Uns wehte eine steife B(r)ise um die Ohren, also suchten wir Windschutz in der Nähe eines beinahe verfallenen Stadels. Kurze Trink- und Verpflegungspause (Ovo Break – weisch wie guet!). Auf der Fahrstrasse erreichten wir nach etwa vierzig Minuten den Ausgangspunkt am Haidersee wieder. Im Gasthaus Alpenrose genossen wir dann einen kleinen zMittag. Danach folgte die Fahrt über die Malser Haide hinunter nach Mals und über LatschTaufers zurück ins Val Müstair.

Fazit:
Eine kurze, sehr lohnende Spazier-Wanderung im Vinschgau, die uns sehr gefiel…

Wetterverhältnisse:
Ein Schönwettertag nach einer Schlechtwetterperiode (Eisheilige!), Temperatur bei ca. 9 bis 13°. Teilweise steife Bise bis ca. 20 km/h.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 17. Mai 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 6.2 km: Fischerhäuser (1453 m) – Schäferhütte (1577 m) – Plawenn (1725 m) – Fischerhäuser
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Aufstieg: ca. 320 m
Abstieg: ca. -310 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:05 bis 13:30 Uhr

Wanderung auf verschlungenen Wegen: Valchava – Aual Claif – Bain Guad – Müstair

Diesen Schönwettertag mitten in den Eisheiligen (heute Servatius gewidmet!) nahmen wir gerne. Da ab morgen (über das Auffahrtswochenende) noch drei nasse Tage folgen werden, nutzten wir diese Gelegenheit für eine Wanderung in der unmittelbaren Umgebung. Der verborgene, und auf der Landeskarte nicht eingezeichnete Waalweg Aual Claif wollten wir besuchen. Von Jörg, unserem Hausbesitzer, erhielten wir wertvolle Hinweise – grazcha fich! In der Ortsmitte von Valchava nach der reformierten Kirche hielten wir nach S rechts um bei Ortsteil Puoz zum Kalkbrennofen (Chalchera) zu laufen. Die Anlage ist wunderbar erhalten und gepflegt, mit Tischen, Bänken und einer grossen Infotafel ausgestattet. Dem Waldrand entlang wanderten wir bei Multa zur Plaun da la Tettaglia, wo die wenig Wasser führende Aua da Vau über eine schöne Holzbrücke überquert wird. Schön der Blick ins untere Tal! Auf den folgenden achthundert Metern hielten wir die Höhe, um das kleine Val Quanas zu queren und die Döss da las Levras (Lichtung der Hasen) an der obersten Stelle zu erreichen. Hier wählten wir nicht etwa den ins Tal der Muranzina (Val Muranza) führende Pfad, sondern hielten geradeaus nach O, um unerwartet wild (einige den Pfad blockierende grosse Äste überwindend) abzusteigen zur Muranzina; die Holzbrücke war schon von weitem zu sehen. An der Brücke dann der Blick zur Baustelle, wo offensichtlich die Wasserfassung des Aual Claif restauriert wird (Begehen verboten). Do Calcogn heisst die Stelle. Ab hier führte ein sehr gut unterhaltener Weg entlang dem Wasserkanal, der (noch) kein Wasser führte. Etwa neunzig Hm tiefer liegt der Campingplatz Pè da Munt. Rund siebenhundert Meter Länge hat der Bewässerungskanal, am Ende stand das neu erstellte Wasserrad mit dem Hammer. Jetzt hielten wir bergwärts, um zum Viadukt der Umbrail-Passstrasse aufzusteigen; kein Verkehr wegen Wintersperre. Der kleine Viadukt bei Runc Süsom führt über den ziemlich ausgetrockneten Bach, der aus dem Val Schais abfliesst und etwas weiter unten – kurz vor Sta. Maria – in die Muranzina einmündet. Nach einem kurzen Spaziergang auf der Passstrasse hielten wir in der nächstliegenden Haardnadelkurve nach rechts, um über einen guten Pfad nach O Belvair anzustreben; Tiefblick hinunter nach Sta. Maria, Sielva zum Center da sandà und zu den gegenüber liegenden Höfen von Pütschai, darüber der Piz Terza. Nun wieder im Wald, erreichten wir bald einmal die Chasa Lemnius. Hier muss etwas Geschichte eingestreut werden: Simon Lemnius (1511 bis 1550) lebte hier. Der preisgekrönte Dichter aus dem Münstertal wird als bekanntester unter den Bündner Humanisten gesehen. Sein Leben war ein schwerer Kampf gegen ein hartes Schicksal. Bereits mit sechs Jahren verlor der kleine Schimun Lemm seine Eltern und bald darauf auch seine Grossmutter. Schliesslich wurde er in grober Weise von seinem schönen Elternhaus, dem Hof zu Guad ob Müstair vertrieben. Hier mehr zu seinem Leben. Da wir von dieser tragischen Geschichte erst zuhause erfuhren, waren wir vorerst nicht beeindruckt. Auf dem Forstweg liefen wir durch das Val Pisch, um bald den Hof Bain Ars zu erreichen. Vierhundert Meter weiter, beim wunderbar gelegenen Hof Bain Guad nutzten wir die sonnige und aussichtsreiche Lage, um auf einer Bankniederlassung der sympathischen Art Mittagsrast abzuhalten. Gestärkt bewältigten wir danach den kurzen Aufstieg zum heute höchstgelegenen Punkt beim Haus Tramèr. Zu Beginn des Valler Lad verliessen wir die nach Guad Orasom hoch führende Strasse. Ab hier ging es nur noch runter – und wie: steil, schmal der Pfad, viel Totholz, aber der Pfad sehr gepflegt (Trittsicherheit war von Vorteil). 320 Abstiegsmeter über Plazzöl Sura nach Plazzöl. Unterwegs viel Botanik (wechselblättriges Milzkraut, Waldveilchen, usw.) und urwaldmässiger Dschungel, sehr abwechslungsreich! Über die Rom-Brücke (wenig Wasser im Rombach!) noch ein paar hundert Meter zur Dorfmitte von Müstair. Nach kurzer Wartezeit bestiegen wir das Postauto, welches uns bequem nach Hause brachte.

Fazit:
Wetterbedingt in Lagen bis 1500 m.ü.M. unterwegs; Freude darüber, den verborgenen Waalweg (Aual Claif) gesucht und gefunden zu haben.

Wetterverhältnisse:
Ein Schönwettertag in einer Schlechtwetterperiode (Eisheilige!), Temperatur bei ca. 6 bis 14°. Wind aus allen Richtungen, meist Bise bis ca. 10 km/h.

Anmerkung:
Heute, am Tag wo ich diesen Bericht verfasse, ist der 4. der Eisheiligen: Bonifatius. Schneetreiben bis 1400 m.ü.M. Was wohl die Kalte Sophie morgen bringt?

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 13. Mai 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 8.7 km: Valchava Muglin (ca. 1430 m) – Chalchera (1442 m) – Multa – Aua da Vau, Plaun da la Tettaglia (1484 m) – Döss da las Levras – Do Calcogn, Muranzina (1500 m) – Aual Claif (ca. 700 m Länge) – Viadukt Umbrail Passstrasse, Runc Süsom (1517 m) – P.1500 – Belvair (1470 m) – Chasa Lemnius (1473 m) – Bain Ars – Bain Guad (1500 m) – Valler Lad (Abzweigung) – Plazzöl Sura – Plazzöl, Rom (1252 m) – Val Müstair (1250 m)
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Aufstieg: ca. 300 m
Abstieg: ca. -450 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 55 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 11:00 bis 14:55 Uhr

Obervinschgau – um den Reschen- und Haidersee

Heute unternahmen wir eine erste Biketour im benachbarten Obervinschgau, unsere Nachbarn Jörg und Roman mit dabei. Start beim Sportplatz Laatsch, wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Strecke bis zur Ortsmitte in Laatsch wenig spektakulär, ab dort dann auf dem ausgezeichnet ausgebauten Radweg leicht ansteigend hoch über Schleis nach Burgeis. Dort war der Treffpunkt abgemacht mit Roman, der über Mals fuhr und uns aber bereits erwartete (hatte wohl einen schnellen Guafför?!). Dennoch gönnten wir uns eine Kafipause. Die Weiterfahrt dann unerlaubterweise auf dem wegen Holzer- und Bauarbeiten gesperrten Radweg hoch bis Fischerwiesen am Südende des Haidersees. Unsere Rechnung ging auf, dass die Bauarbeiter Mittagspause machten. Der wenig befahrene Weg entlang dem westlichen Ufer des Haidersees gefällt immer wieder und zu jeder Jahreszeit. St. Valentin auf der Haide war bald erreicht. Die Weiterfahrt dann am orografisch rechtsliegenden Ufer des Reschensees. Kurz vor dem touristischen Ort Reschen erreichten wir das Nordende des Sees. Auf dem Uferweg fuhren wir bis zum bekannten Ort Graun resp. zu dessen «Wahrzeichen», dem im Stausee stehenden Kirchturm. Die Geschichte dieses Stausees stimmt nachdenklich und schweizerisches Energieunternehmen spielte eine Hauptrolle. Die Grauner haben das beste aus den Umständen gemacht: am mittlerweile touristischen Hotspot tummelt sich permanent viel Volk, sogar in Bussen fahren sie an. Der Kiosk ist (hoffentlich) eine Goldgrube; Pommes, Curry- und andere Würste, Getränke – für die kleine Mittagspause war gesorgt. Die Fahrt auf dem staubigen Uferweg war weniger erholsam; nur ja nicht den Mund (zu weit) öffnen, die Nachspeise in Form eines Mückenschwarms nicht gerade appetitlich. Am Ende des Stausees in St. Valentin auf der Haide angekommen, wechselten wir zur rechtsliegenden Seite des Haidersees. Nach kurzer Fahrt auf dem schön angelegten Uferweg die Gelegenheit im idyllisch gelegenen Restaurant Zeress einzukehren – schliesslich mussten wir die Mücken hinunterspülen… Danach folgte die Fahrt durch die wegen Holzerarbeiten verbotene Zone, welche wir über kurze Trails umfuhren. Ab Fischerwiesen dann die ziemlich rasante Abfahrt – jedenfalls zeigten die am Wegrand installierten Radaranlagen(!) massive Geschwindkeitsüberschreitungen. Die rot aufleuchtenden Smilies beeindruckten uns wenig, schliesslich war (noch) kein Gegenverkehr. Nach Durchfahrt der Orte Burgeis und Schleis erreichten wir der ruhig dahin plätschernden Etsch entlang Laatsch – fertig lustig. Zwei Kilometer weiter landeten wir beim Startpunkt. Wir waren uns einig: eine sportliche, aber nicht sehr anforderungsreiche Ausfahrt mit Jörg und Roman – ein herzliches Dankeschön für diesen schönen Tag!

Fazit:
Eine gemütliche Ausfahrt mit einigen Höhenmetern über schöne Radwege im nahen Obervinschgau.

Wetterverhältnisse:
Sonnig und zeitweise bedeckt, ca. 10 bis 15°, spürbarer Wind bis 30 km/h aus S.

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial Kommot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 8. Mai 2026

Schwierigkeit:  Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten.
Strecke: 45.5 km, Laatsch, Sportplatz (967 m) – Laatsch, Ortsmitte (967 m) – Radweg entlang der Etsch – Schleis (1057 m) – Burgeis (1203 m) – Fischerwiesen, Südende Haidersee (1460 m) – St. Valentin auf der Haide (1460 m) – Reschensee (1498 m) – Kaschon (1520 m) – Spin (1522 m) – Giern (1530 m) – Pitz (1503 m) – Reschen, P.1505 – Graun (1501 m) – Staumauer (1502 m) – St. Valentin auf der Haide (1461 m) – Haidersee, Restaurant Zeress (1451 m) – Fischerwiesen (1445 m) – restliche Strecke wie Hinfahrt über Burgeis – Schleis – Laatsch – Sportplatz
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Aufstieg:
ca. 1040 m
Abstieg: ca. -1040 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 25 Min.
Tageszeit: 10:45 bis 15:35 Uhr

Mai-Wanderung ab Valchava über Büglios – Craistas – Hof Terza – Sta. Maria

Endlich wieder unterwegs – nach einer kräftezehrenden Erkältungszeit. Im Val Müstair war die Pollenbelastung (noch) niedrig, beste Gelegenheit also für eine 1. Mai-Wanderung. Im oberen Dorfteil von Valchava überquerten wir die Ofenbergstrasse, um an der alten Mühle vorbei die zwei Kehren hoch bis Vüschnai Sura, dann im lichten Wald steil hoch in der Flanke Costeras, zu laufen. Die Häuser von Büglios – diesem wunderbaren Aussichtspunkt – erreichten wir nach einer knappen Stunde (ca. 300 Hm). Traumhaft klare Sicht nach Süden und ins Tal – der leichten Bise sei Dank. Zwischen den Häusern führte der Wanderweg hoch zur Strasse, über welche wir den Weiler Chapazeller und wenig später Craistas erreichten. Oberhalb Craistas erreichten wir die uns bestens vertraute Alpstrasse, welche auf einer Höhe von ca. 1900 m.ü.M. ins Tälchen Vallatscha rundet. Zwischen den Bäumen erblickten wir das Zwischenziel, Monica’s Hof Terza, wo heute in die neue Saison eröffnet wurde. Kurz vor Tablà Nair erreichten wir den heute höchstgelegenen Punkt auf knapp 2000 m.ü.M. Jetzt nur noch 1 km bis zum 180 m tiefer liegenden Zwischenziel. Viele Gäste – alles bekannte Gesichter – genossen schon den Platz an der Sonne. Apérogebäck vom feinsten, ein Bier dazu und leckere Rahmschnitzeli mit Spätzli, dazu hausgemachte Apfeltorte, Monica’s Team verwöhnte uns wie gewohnt – grazcha fich! Zwei Stunden Aufenthalt hier oben – richtig pachific… Nach dem Abschied der Abstieg zum 500 m tiefer liegenden Sta. Maria Val Müstair. Die Fahrstrasse verliessen wir bei Punkt 1759, um über die noch nicht bestossene Schafweide nach Pütschai Josom hinunter zu laufen. Auf dieser Strecke ist im Sommer mit aggressiven Hirtenhunden zu rechnen. Ab Pütschai kürzten wir dem nunmehr schneefreien Waldrand entlang ab, um bald die Stallungen von Iris Hauschild (Fokus Pferd – Mensch) zu erreichen. Über die Rom-Brücke (wenig Wasser im Rombach!) noch ein paar hundert Meter zur Dorfmitte Sta. Maria Val Müstair. Nach kurzer Wartezeit bestiegen wir das Postauto, welches uns bequem nach Hause brachte.

Fazit:
Eine wunderbare Panoramarunde mit einigen Höhenmetern und bei klarer Fernsicht dank Biswind.

Wetterverhältnisse:
Ein Bilderbuch-Frühsommertag, Temperatur bei ca. 10 bis 17°. Leichte Bise ca. 15 km/h.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 1. Mai 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 11.3 km: Valchava Muglin (ca. 1430 m) – Vüschnai Sura – Costeras – P.1667 – Büglios (1667 m) – Via Craistas P.1689 – Chasalba – Craistas 1875 m) – P.1995 – Tablà Nair (P.2006) – Hof Terza (1845 m) – P.1759 – Plaun da Sach (1640) – Pütschai Josom (1520 m) – Do Mundaditschas (1503 m) – P.1449 – P.1348 – Brücke über den Rom (1343 m) – Sta. Maria Val Müstair (1376 m)
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Aufstieg: ca. 660 m
Abstieg: ca. -690 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 55 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 35 Min.
Tageszeit: 10:00 bis 15:55 Uhr

Ghöchweid-Runde auf dem eMTB

Ab Haustür durch eine schöne Wiesen-Landschaft nach Hadlikon, dort dann steiler durch das Quartier Bodenholz und weiter vorbei am Hof Looren zur Höhenstrasse bei Wernetshausen. Die Fernsicht einigermassen passabel – immerhin war die Glarner Prominenz gut zu sehen. Nach der Dorfmitte auf der Bachtelstrasse, die ich nach fünfhundert Metern verlasse, um etwas steiler auf dem schmalen Strässchen zum Hof Moos und weiter oben im Wald die unbefestigte Rütistrasse zu erreichen. Ein kurzes Stück hinunter in Richtung Girenbad, dann scharf rechts in die Eggstrasse, welche sich beinahe wie eine echte Passstrasse zum vorerst höchstgelegenen Punkt, der Schufelberger Egg, hochwindet. An diesem Aussichtspunkt muss man einfach einen Stopp einbauen: die Aussicht über das Jonatal hinweg zu den Churfirsten und zum Speer, etwas links die Alp Scheidegg. Nach diesem Genuss die windige Abfahrt vorbei am Hof Schufelberg und wenig später beim Hof Auen der Abzweiger, der nicht verpasst werden darf. Die Höhe haltend die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft vorbei am Hof Lee bis Kleinbäretswil. Jetzt scharf einbiegend, um auf der bergwärts führenden Ghöchstrasse zum Ghöch genannten Übergang zu pedalen. Auf dem höchsten Punkt angekommen, verliess ich die Passstrasse nach rechts, um zur höher liegenden Ghöchweid zu fahren. Ab hier, nun auf unbefestigter Strasse ein kurzes Stück durch den Reinsbergwald. Jetzt auf der Naturstrasse aussichtsreich querend und hinunter bis zum Hof Neuhaus. Dort war die leicht tückische Abbiegung auf die geröllige Schlossstrasse nicht zu rassig (Sturzgefahr!) zu befahren. Noch immer auf einer Höhe von 950 m.ü.M. vorbei am Hof Wil, von hier ging der Ausblick zum nahen Hörnli (Luftlinie drei Kilometer). Auf holpriger Unterlage leicht abwärts vorbei am Hof Schloss, wo ich schon gefasst war, von einer Horde wild bellender Wächter «begrüsst» zu werden – heute alles ruhig! Die folgende Abfahrtstrecke hinunter nach Hinterlanzenmoos verlangte etwas Konzentration, weil die Unterlage unruhig war (steil, Steine, Grasnarben, ausgetrocknete Pfützenlöcher). Nach ein paar Kehren war das Schmittenbachtobel erreicht, und weiter unten die Tösstalstrasse – das waren knapp 300 Hm. Die Fahrt über Fischenthal, ab dort östlich dem Fischenthaler- und Gibswilerriet entlang nach Gibswil war reine Wellness – für Kopf und Geist. Über Raad, Huebhansen und Hüebli die Fahrt oberhalb dem Jonatobel, dann die rassige Abfahrt nach Wald hinunter. Der Rest ist rasch erledigt: Tüfentobel und Grundtal, schliesslich war Rüti rasch (wieder) erreicht – gerade rechtzeitig zum zMittag, von Doris zubereitet.

Fazit:
Eine meiner Lieblingsrunden – nicht zu kurz, immerhin mit gegen 800 Höhenmeter.

Wetterverhältnisse:
Ein schöner Frühsommertag im Frühling, etwas Bise bis 20 km/Std., Temperatur 16 bis 19°

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial Komoot

Parameter:
Tour-Datum: 26. April 2026
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, etwa zur Hälfte auf Naturstrassen unterwegs
Strecke: 38.3 km: Rüti (478 m) – Schwarz (497 m) – Dürnten (507 m) – Tammel (532 m) – Edikon (545 m) – Hadlikon (577 m) – Bodenholz (634 m) – Wernetshausen (725 m) – Moos (851 m) – Schufelberger Egg (990 m) – Schufelberg (926 m) – Auen (894 m) – Lee (890 m) – Kleinbäretswil (903 m) – Ghöch (961 m) – Ghöchweid (999 m) – Neuhaus (955 m) – Schloss (938 m) – Hinterlanzenmoos (897 m) – Bodmen (722 m) – Fischenthal (748 m) – Fistel (754 m) – Fischenthaler-/Gibswilerriet (756 m) – Gibswil (757 m) – Raad (764 m) – Hintererli (778 m) – Hüebli (781 m) – Oberhaltberg (749 m) – Wald ZH (614 m) – Grundtal (566 m) – Pilgersteg (549 m) – Rüti
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Aufstieg: ca. 777 m
Abstieg: ca. -783 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 05 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 55
Tageszeit: 10:50 bis 12:55 Uhr

Klettgauer Panoramawanderung im Blauburgunderland

Es gibt Weintrinker, und dann gibt es die Weinliebhaber – und dann gibt es solche, die behaupten, den Blauburgunder nicht zu lieben, wohl aber den Pinot Noir. Sorry für die kurze und belustigende Anekdote. Die Idee, das Hügelland oberhalb Hallau zu bewandern, fassten wir nach einem Chat mit Richi, unserem der Liebe wegen nach Schaffhausen emigrierten Zürcher. Er und Susanne stehen noch im Arbeitsleben, wir hingegen dürfen spontan sein. Also fuhren wir ins Chläggi, wo wir vor etwa fünfzig Jahren letztmals zu Fuss unterwegs waren. Und so viel im Voraus: verändert hat sich die schöne Landschaft zum Glück nicht. Der hier wachsende Wein allerdings hat sich zum Guten entwickelt. Also nahmen wir diese aussichtsreiche Wanderung voller Freude unter die Füsse. Etwa zwei Kilometer nach dem Start auf der Siblingerhöhe erreichten wir unterhalb Hammel am Oberhallauerbärg den heute höchstgelegenen Punkt (ca. 610 m.ü.M.). Im leichten Auf und Ab kommen wenige Höhenmeter zusammen, aber eigentlich verläuft die vierzehn Kilometer lange Strecke ziemlich familien- und seniorenfreundlich flach und auf guten Wegen. Unterwegs gibt es unzählige schmucke Rebhüüsli und Bankniederlassungen – immer an schönsten Aussichtslagen. Übrigens: unterwegs gibt es keine Beizen, ausser vielleicht beim Berghof oberhalb Hallau (nach ca. 5 km), wo hofeigene Produkte zu haben wären. Zu früh für uns, also wanderten wir vorbei. Aber wir hatten ohnehin gut vorgesorgt, so dass wir am Hallauerberg an aussichtsreicher und sonniger Lage die wunderbare Aussicht (die Fernsicht war etwas getrübt) geniessen konnten – nur halt ohne Blauburgunder im Glas. Das hatte auch was Gutes, denn dank Klarblick machten wir in etwa 130 km Entfernung die Berner Oberländer Monumente EMJ aus. Auf dem Weiterweg kamen wir am gut ausgestatteten Rastplatz Rummele vorbei. Hier in der Nähe soll es Wegweiser sei Dank einen Skilift Egg geben (wie bitte?). Dem fehlenden Schnee sei Dank also kein Gedränge hier oben. Etwas weiter oben, genau über unseren Köpfen, die Anflugroute zum Flughafen – in Minutenfolge ordneten sich die Riesenvögel zum Landeanflug ein. Ob die Flieger alle ausgelastet waren? Wir sorgten uns nicht, sondern liessen uns von der Landschaft betören. Kurz nach dem Rummelenhof erreichten wir den Wilchingerbärg, auf dessen Rücken wir den Hof Berghaus – nahe der Landesgrenze zu Deutschland – erreichten. Nun wurde der etwa vier Kilometer lange Abstieg nach Trasadingen hinunter einsehbar. Vorbei am Bruderhof, wo uns in einem riesigen Gehege hunderte von Truten begrüssten, gelangten wir wieder in die Nähe der Weinberge. Nach einer erneuten Richtungsänderung am Hof Wilchingerberg vorbei erreichten wir das Waldgebiet Schlaapfi. Weil gerade Holzarbeiten im Gange waren, wichen wir an den westlichen Waldrand aus, um entlang dem Staanacker die ersten Häuser von Trasadingen zu erreichen. Jetzt bemerkten wir auch, dass uns noch zehn Minuten Zeit blieben für die rund 1.2 km Strecke bis zum unterhalb des schmucken Weindorfs liegenden Bahnhofs. Was für eine Punktlandung: quasi in letzter Sekunde bückten wir uns unter der sich bereits schliessenden Barriere durch und stolperten auf den Bahnsteig – einsteigen, zwölf Minuten Verschnaufpause bis Beringen.

Fazit:
Den Frühling auf eine landschaftlich derart reizvollen, und einfachen Wanderung zu begrüssen – es gibt kaum schöneres! Die Strecke könnte gut auch in entgegengesetzter Richtung begangen werden. Wir zogen es vor, jahreszeitlich bedingt von O nach SW zu laufen.

Wetterverhältnisse:
Frühlingshaft mild, Temperatur bei ca. 13° (beim Start), im Tagesverlauf bis 22°. Wind kaum spürbar 7 km/h NO

Ausrüstung:
Wanderschuhe, Kartenmaterial, GPS

Parameter:
Tourdatum: 8. April 2026
Schwierigkeit: T1 (durchgehend gelb markiert)
Strecke: 14.3 km: mit dem Bus ab Beringen zum Startpunkt, Siblingerhöhe (555 m) – P.577 – Oberhallauerbärg – Hinterer Berghof (584 m) – Fuchshaalde – Im Peter, P.507 – Rappehaalde – Bergkirche St. Moritz (493 m) – Braatele – Hallauerbärg – Rummele (590 m) – Rummelenhof, P.567 – Wilchingerbärg – Berghaus (566 m) – Bruderhof (515 m) – Hof Wilchingerberg – Schlaapfi – Staanacker – Am Bärgli – Trasadingen, Bahnhof (404 m)
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 219 m
Abstieg: ca. -369 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 20 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 15:20 Uhr

Bike-Runde zum Benkner Büchel

Benken ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen mit etwa 3000 Einwohnern. Sie liegt etwa 5 km südöstlich des oberen Endes des Zürichsees. Der Benkner Büchel ist eine Erhebung mit einer
maximalen Höhe von 605 m.ü.M. Er steht auf dem Gebiet der
Gemeinde Benken in der Linth-Ebene, orografisch rechts des Linth-Kanals. Auf dem «Berg» liegt eine Streusiedlung, die durch eine Strasse mit dem Dorfkern verbunden ist. Eine Sehenswürdigkeit ist der Maria-Bildstein («Gfrörer-Chappeli»), ein Wallfahrtsort der auf einen 1519 errichteten Bildstock zurück geht. Aber erst im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts kamen in nennenswerterer Anzahl Pilger zu diesem Wallfahrtsort. Eine Kapelle wurde 1848 errichtet. Zwischen 1881 und 1883 wurde ein Neubau und 1966 die heutige Kirche errichtet. Der Benkner Büchel ist ein Molassehügel, der von Gletschern der Eiszeit abgerundet wurde, ein sogenannter Rundhöcker. Er besteht aus einem hochwertigen Sandstein, der zu den typischen Molassegesteinen gehört. Dieses Gestein entstand, als sich vor etwa 30 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Benkner Büchels unter der Last der heranrückenden Alpen ein sogenanntes Molassebecken bildete (Quelle: Wikipedia).

So viel zur Geschichte; fahren wir los! Dass heute, an diesem Ostermontag, viele unterwegs sein würden, war zu erwarten. Trotzdem – mit Stau musste nicht gerechnet werden. Unseren Wohnort verliessen wir am südlichen Ortsrand bei der ARA, dort wo sich die Jona nahe der A13 durch den Wald schlängelt. Nach anfänglich schönen Waldwegen wurde die Fahrt über einen kurzen Abschnitt zu einem Singletrail – eingeklemmt zwischen Jona und A15 und Bahnlinie galt es das Gleichgewicht zu halten, an zwei Stellen musste das Bike geschoben werden. An einer Lichtung im Langriet vorbei durch den Aspwald in Richtung Ermenswil. Den folgenden Chälenstich fuhren wir nicht auf dem Singletrail, sondern auf der Strasse in Richtung Eschenbach. Am Weiler Chälen vorbei dann wieder auf einem schmalen, aber mässig anspruchsvollen Trail bis Massholderen, dann auf der Strasse zur Ortsmitte von Eschenbach und weiter bis Neuhaus. Hier über den Kapellweg und entlang der Uznacherstrasse, südlich des Aatalweiers zügig über die Autobahnzufahrt zum Industriegebiet Hinterwis und weiter über den Uznaberg die folgende Abfahrt hinunter an die St. Gallerstrasse. Ein kurzes Stück dieser entlang die A15 unterquerend, hielten wir nach links, um auf der Naturstrasse Schmerikon südöstlich zu umfahren. Über die Aabachbrücke (ein tolles Fotosujet) durch die Gross Allmeind zur Linth und über die enge und steile (mit Lochgitter belegten) Eisenbrücke über den Linthkanal. Diesem entlang in Richtung O, gegenüber der Buechberg – ein Bike-Eldorado mit unzähligen Trails. Beim Schloss Grynau überquerten wir die vielbefahrene Strasse, um auf dem flach verlaufenden Kanalweg nach vier Kilometern den Ortsteil Giessen zu erreichen. Trinkpause am Kanal, nein heute keine Einkehr im Landgasthof Sternen, zu intensiv stieg uns der Geruch von Frittiertem in die Nase. Am Schützenhaus vorbei begann der moderat steile Aufstieg auf geteerter Strasse hoch zum Büchel (140 Hm, 1.8 km). Unerwartet weiträumig das Gebiet hier oben; vorbei an einigen Höfen und nahe der Meinradskapelle erreichten wir das aussichtsreich gelegene Wohngebiet Schmittenäcker, das eindrückliche Panorama auf die Ebene mit Schänis und zu den bekannten Nagelfluhbergen (Speer, Chüemettler, Federispitz) und natürlich dem Mürtschenstock. Vom heute höchstgelegenen Punkt folgte die Abfahrt über unbefestigte Wege nach Maria-Bildstein hinunter. Auch für nicht Wallfahrer, wie wir es sind, sehenswert. Etwas weiter unterhalb im Ortsteil Gsäss dann eine Wirtschaft wie im Bilderbuch: das Gasthaus Kapelle. Im schönen Garten fanden wir Platz für eine ausgiebige Mittagsrast. Danach folgte die Abfahrt zum hundert Meter tiefer gelegenen Benken. Dem Steinenbach entlang flach weiter durch das Kaltbrunner Riet zum drei Kilometer entfernten Uznach. Weiter dem Steinenbach folgend nach SW bis Grynau, wo sich der Kreis schloss. Jetzt die bekannte Strecke durch die Gross Allmeind zurück bis zur Aabachbrücke. Danach folgte die Durchfahrt von Schmerikon, wo an der Seepromenade viele den Frühling genossen. Die Fahrt entlang dem Obersee über Bollingen bis Jona mit vielen schönen Ausblicken auf den See und die gegenüber liegenden, noch immer verschneiten Chöpfenberg und Konsorten. Die Uferstrecke war – wie an solchen Tagen zu erwarten – stark befahren und begangen, also war Vorsicht und Rücksichtnahme geboten. Am Kloster Wurmsbach und dem Züriseekänzeli vorbei erreichten wir bei der Blumenau Jona, dessen Ortsmitte wir zügig in Richtung N durchfuhren. Über Schönau dem Rütiwald entlang zum Quartier Rüti-Rosenberg, wo unsere schöne Frühlingsrunde endete.

Fazit:
Eine schöne Fahrt durch die uns bekannte Linthebene zu einem lohnenden, uns unbekannten Ziel.

Wetterverhältnisse:
Ostermontag bei sonnigem Frühlingwetter, Temperatur bei ca. 18°. Wind 6 km/h NW

Ausrüstung:
e-Bike, Kartenmaterial SchweizMobil/Outdooractive, GPS

Parameter:
Tourdatum: 6. April 2026
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, kurze Abschnitte Singletrail bis S1
Strecke: 45.1 km: Rüti ZH (480 m) – ARA Rüti (458 m) – Wydenschlösterli – Unterführung A15 (458 m) – Oberes Asp – Ermenswil (480 m) – Chälenstich (523 m) – Chälen – Massholderen (505 m) – Eschenbach SG (479 m) – Neuhaus SG (500 m) – Hinterwis (489 m) – Uznaberg (481 m) – Uznach/Schmerikon (418 m) – Chli Allmeind – Härti – Aabachbrücke (411 m) – Linth/Linthkanal (409 m) – Grynau (411 m) – Linthkanal – Giessen (413 m) – Benkner Büchel – Schmittenäcker (558 m) – Maria Bildstein (528 m) – Gsäss (491 m) – Frohe Aussicht – Benken, Steinenbach (406 m) – Uznach (409 m) – Grynau – Gross Allmeind – Aabachbrücke – Schmerikon (405 m) – Bollingen (409 m) – Wurmsbach (408 m) – Züriseekänzeli – Jona (420 m) – Schönau (459 m) – Rütiwald – Rüti-Rosenberg
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Aufstieg: ca. 471 m
Abstieg: ca. -468 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 10:30 bis 15:30 Uhr

Rundwanderung im Vinschgau: Eyrs – Tanas – St. Peter

Heute wanderten wir wieder mal aus – nach Italien, genauer in den Vinschgau. Auf der nach Süden ausgerichteten Bergseite ist der Schnee bis 2400 m.ü.M. weggeschmolzen und es herrschte Frühling. Beim Start im Ort Eyrs war es kurz vor elf Uhr 6°, im Verlauf unserer Panoramawanderung kletterte die Temperatur je nach Ausrichtung bis gegen 16° (am Schatten!). In der Ortsmitte liefen wir vorbei an den letzten Häuser hoch in Richtung Vernatschhof – Wegweiser Tanas. Über 2.3 km auf asphaltierter Fahrstrasse änderte die Unterlage beim Hof. Der Zugang war abgesperrt, und ohne gut vorbereitete Tour (Outdooractive) hätten wir wohl eher umgekehrt. Trotz fehlender Markierung stiegen wir vor dem Vernatschhof links hoch, vorbei an allerlei Gerümpel, auf gut sichtbarem Weg. Erst nach etwa 600 m Strecke erreichten wir einen anderen unbefestigten Feldweg, auf welchem wir nach rechts (in Richtung O) hielten. Unvermindert steil und mittlerweile schweisstreibend gelangten wir auf einer Höhen von 1320 m.ü.M. zu einer aussichtsreichen Bankniederlassung – Trinkpause, Aussicht geniessen, und Griasst enk, kurzer Schwatz mit zwei talfahrenden e-Bikern (sympathische Senioren). Nach 500 m bergwärts war ein Wegkreuz mit Tisch und Bänken erreicht – ein wunderschöner Platz für unsere spätere Mittagsrast. Doch vorher machten wir noch den zehnminütigen Gang hoch zum Dörfchen Tanas, welches an den Hängen des Laaser Sonnenbergs liegt, heute der höchstgelegene Punkt. Hier keine Jausenstation, aber es stehen hier einige neue und alte Häuser und Höfe. In der Ortsmitte Umkehr und zurück zum Rastplatz. Hier hielten wir unsere private Jause ab – schöner ging es nicht! Nach einem netten Schwatz mit einer Einheimischen, welche die Runde in umgekehrter Richtung machte, folgte der kurze Abstieg auf der Fahrstrasse zum Mühlhöfl. Dieser muss auf einem Pfad ostseitig umgangen werden. Jetzt rassig runter zum Tanasbach, der über eine schmale Brücke überwunden wird. Auf der gegenüberliegenden Seite die Ruine einer alten Mühle. Danach folgte der Aufstieg in Richtung St. Peter. Die Kirche steht spektakulär auf einem Felsen, die fünf Minuten für den kurzen Aufstieg lohnten sich. Hier oben ging der Blick hinunter auf die Eyrser Lahn, durch welche unser Abstieg führte. Nach dem Rundgang folgte der Weg zurück auf dem Besinnungsweg bis zur Verzweigung auf ca. 1430 m.ü.M. – dort wo der Alpine Trail namens Brunnasteig beginnt. Stöcke auspacken, und los gings. So alpin wie angekündigt war es nicht, aber trittsicher sollte man schon sein auf dem stellenweise sehr steilen, rutschigen und schmalen Pfad. Vorbei an der Ruine Untere Mühle, immer wieder der Blick hoch zu Kirche St. Peter, ging es runter durch Unterholz, Gebüsch, und schliesslich in eine enge Klamm – hier war der Weiterweg erst spät einzusehen. Mittlerweile im Wald (Eyrser Lahn), erreichten wir nach etwa 240 Abstiegsmetern die ausgeschilderte Verzweigung zum Kanzelsteig. Zwischendurch war der Blick frei nach Eyrs hinunter – noch zwanzig Minuten für die letzten 200 Abstiegsmeter. Den Startpunkt unserer Rundwanderung erreichten wir etwas nach 15 Uhr – bei 16.5°(!). Gut klimatisiert nahmen wir die kurze Fahrt zurück ins Val Müstair unter die Räder.

Fazit:
Schöne Panoramarunde bei sehr frühlingshaftem Wetter – der Ausflug in den Vinschgau lohnte sich.

Wetterverhältnisse:
Während der Frühling im Val Müstair Einzug hielt, war er im Vinschgau schon da, Temperatur bei ca. 6° (beim Start), im Tagesverlauf bis 16°. Wind kaum spürbar 11 km/h NNO

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial Outdooractive, GPS

Parameter:
Tourdatum: 19. März 2026
Schwierigkeit: T2+
Strecke: 8.4 km: Eyrs (905 m), P bei der Kirche St. Remigius – Vernatschsteig – Vernatschhof (1158 m) – Fraunwald (P.1262 m) – Grossacker, Sitzbank (1317 m) – Wegkreuz, Rastplatz (1385 m) – Tanas (1430 m) – zurück zum Wegkreuz, Rastplatz – Mühlhöfl (1360 m) – Tanasbach, ex-Mühle (1329 m) – Ziederbach (1340 m) – Kirche St. Peter (1362 m) – zurück zum Ziederbach, Abzw. Brunnasteig (1340 m) – Ruine Untere Mühle – Abzweigung Kanzelsteig (1108 m) – Tanaser Weg – Eyrs
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Aufstieg: ca. 650 m
Abstieg: ca. -610 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std.
Tageszeit: 10:50 bis 15:20 Uhr

Zur Furkelhütte ab Trafoi – eine wilde Angelegenheit…

Soviel vorab: ein sportliches Vergnügen war das nicht, schon eher eine knackige Schinderei mal auf schneefreiem Wanderweg, mal über gefährliche, vereiste Strecken, selten über Schnee. Aber der Reihe nach: auf dem kleinen Parkplatz (ein ehemaliger Tennisplatz) bei der Talstation des kleinen Skigebiets Trafoi-Furkel standen nur wenige Fahrzeuge. Ein Ansturm war heute also nicht zu erwarten – trotz des Kaiserwetters. Ende März ist wohl Saisonende, denn ausser des Kunstschnees auf den Pisten fehlte das Weiss. Uns sollte das nicht kümmern, wir hatten ohnehin vor, die Furkelhütte zu Fuss zu erreichen. So einfach, wie wir es uns vorstellten, war es dann doch nicht, wie eingangs beschrieben. Die ersten Aufstiegsmeter mussten wir wohl oder übel auf der hartgefrorenen und steilen Skipiste machen. Nach ein paar hundert Metern verliessen wir die Piste nach rechts, um dem markierten 17er-Wanderweg zu folgen. Schneefrei im Wald, bei wunderbaren Durchblicken zum König Ortler, folgte der weitere Aufstieg immer nahe der Sesselbahn – manchmal über von den Holzarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogene Pfade. Meist gut markiert, gab es nach 2.1 km dann doch einen Verhauer: zweihundert Meter zurück, um dann Punkt 1796 doch noch zu erreichen. Hier über eine ziemlich neue Brücke über einen Bach, dann vorerst moderat ansteigend durch den Wald – die Schneeschuhe auf den Rücksäcken aufgebunden. Die folgende schmale Strecke bis auf eine Höhe von 2000 m.ü.M. hatte es dann in sich: zwar schneefrei, dafür aber beinahe durchgehend unter Blankeis. Anfänglich suchten wir über eisfreie Tritte auszuweichen; irgendwann mussten wir dann doch die Schneeschuhe anschnallen, weil nur so etwas Halt geboten war. Grödel wären hier definitiv die ideale Steighilfe gewesen, aber die hatten wir nicht dabei. Bis zum Kleinboden zogen wir die Schneeschuhe nicht mehr aus, auch wenn es manchmal über kurze schnee- und eisfreie Stellen ging. Unterhalb der historischen Militärstellungen auf Kleinboden war dann fertig lustig – über letztjährige Kuhfladen zu laufen ging besser ohne Schneeschuhe. Bei der grossen Antennenanlage und dem zugehörigen Gebäude angekommen, lagen mehr als fünfzig cm Schnee – Schneeschuhe also wieder montieren. Erst durch ziemlich tiefen Schnee, führte dann ab Punkt 2082 eine gute Spur siebzig Hm hoch zur Furkelhütte. Erst hatten wir nur die unansehnlichen technischen Anlagen der Bergstation des Sessellifts im Blickfeld; die schöne Hütte steht unmittelbar dahinter. Sensationell jedoch das hier oben gebotene Panorama: Vertainspitze, Tabarettaspitze, Julius Payer-Hütte, Ortler (Luftlinie 7.5 km), Madatschspitzen, Stilfserjoch, Tartscherköpfe, Furkelspitze – Weltklasse! Auf der Sonnenterasse war es dann ziemlich frühlingshaft warm, und wir genossen Gulaschsuppe und Knödelsuppe. Dass wir anschliessend mit der Sesselbahn ins Tal hinunter gondelten (2 km Luftlinie, ca. 613 m Höhendifferenz, € 13/Person), sei uns verziehen – aber auf die Abfahrt durch die Eiskanäle verzichteten wir gerne, und die Skipiste wollten wir meiden…

Fazit:
Viele Höhenmeter auf einer kurzen, aber sehr wilden Strecke

Wetterverhältnisse:
Ein sehr sonniger Tag, Temperatur beim Start 0°. Der wenige Schnee von den nächtlichen Minusgraden gefroren, deshalb gut tragende Spur, schwacher Wind 7 km/h N

Ausrüstung:
Schneeschuhe (Grödel wären besser gewesen), Stöcke, Kartenmaterial/GPS

Lawinensituation:
Laut Alpenverein Südtirol Stufe 2, mässig (im heute begangenen Gebiet nicht relevant)

Parameter:
Tourdatum: 13. März 2026
Schwierigkeit: WT2/T2+, Steilheit bis 30%
Hin- und Rückfahrt: PW bis Trafoi, Gratis-P bei der Talstation
Strecke: 5 km: Trafoi, Talstation (ca. 1540 m) – Wanderweg Nr. 17 – P.1796 – Kleinboden (2082 m) – Furkelhütte (2153 m) – Talfahrt Sesselbahn
Aufstieg: ca. 686 m
Abstieg: ca. -34 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 42 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 21 Min.
Tageszeit: 10:10 bis 13:42 Uhr

Val Müstair: beinahe Frühling, Wanderung ab Valchava über Büglios – Pütschai – Sta. Maria

Nach der gestrigen Winterrunde über den Ofenpass folgte heute eine Nachmittagsrunde in den Frühling. Im oberen Dorfteil von Valchava überquerten wir die Passstrasse, um zur Vüschnai zu gelangen. Auf befestigter, schneefreier Unterlage zwei Kehren hoch bis Vuschnai Sura, dann im lichten Wald steil hoch in der Flanke Costeras, nahe an den Verbauungen vorbei. Es soll Biker geben, welche diese Strecke als Abfahrtstrail nutzen (ca. 31% Neigung). Nach 45 Minuten war die Häusergruppe Büglios erreicht, nicht schlecht: fast 300 Hm über 1.8 km. Büglios (Bügl = Brunnen) ist nicht dauernd bewohnt, gehören tut es Einheimischen, welchen etwas weiter oben auch Chapazeller gehört. Die originellen Namen finden wir interessant, und die sonnige Lage dreihundert Meter über dem Tal ist einfach phänomenal. Hier oben könnte man länger verweilen, wenn nicht der Wind wäre… Also zogen wir weiter, auf einem Feldweg unterhalb der Fahrstrasse nach Craistas bis zum Punkt 1624, dort wo die Via Craistas und die Via Munt Terza zusammenkommen. Jetzt «durften» wir auf geteerter Unterlage hinunterlaufen, vorbei an den Höfen Pütschai Dimez und Pütschai Josom. Oberhalb Pütschai Dimez weidete bereits eine Herde Schafe. Weil am Waldrand noch Schnee lag, mieden wir den direkten Abstieg über den markierten WW. Auch so erreichten wir bald die Stallungen von Iris Hauschild (Fokus Pferd – Mensch). Jetzt über die Rom-Brücke noch ein paar hundert Meter zur Dorfmitte Sta. Maria Val Müstair. Einer Punktlandung nahe bestiegen wir das Postauto, welches uns vor dem mittlerweile starken Gegenwind auf den flachen zwei Km bis Valchava verschonte. Zwei Haltestellen weiter schon zuhause – das Postauto ist schon was Bequemes!

Fazit:
Schöne Panoramarunde mit einigen Höhenmetern über eine relativ kurze Strecke

Wetterverhältnisse:
Auf dieser Talseite lag kein Schnee mehr, ziemlich sonnig, im Verlauf der Wanderung Bewölkungszunahme, Temperatur bei ca. 9° (gefühlt 7°). Kühler Wind 15 km/h WSW

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 10. März 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 7.4 km: Valchava Muglin (ca. 1430 m) – Vüschnai Sura – Costeras – P.1667 – Büglios (1667 m) – Via Craistas P.1624 – Pütschai – Do Mundaditschas (1503 m) – P.1449 – P.1348 – Brücke über den Rom (1343 m) – Sta. Maria Val Müstair (1376 m)
Aufstieg: ca. 350 m
Abstieg: ca. -370 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std.
Tageszeit: 14:05 bis 16:20 Uhr