Alle Beiträge von Renaiolo

Emmental 4|4: Bikerunde Grosshorben (Schangnau – Schärligbad – Marbach)

Bei dieser hochsommerlichen Wetterlage wollten wir zum Abschluss unserer Emmental-Tage nochmals eine Abschiedsrunde fahren. Start um zehn Uhr, Aufstieg auf gut fahrbarer Strasse ab Ortsmitte Schangnau. Nach zwei Kehren hatten wir eine Höhe von ca. 1000 m.ü.M. erreicht. Hoch über dem Räbloch fuhren wir bis Unter-Schönenwald. Immer wieder durch kurze, schattenspendende Waldabschnitte, vorbei an schön gelegenen Bauernhöfen. Bei der Pfaffenmoosalp ein idyllisch gelegenes Moor, danach der leichte Aufstieg, dann in einem grossen Rechtsbogen die Abfahrt über Harzhütte bis zum Sorbach (mit ca. 800 m.ü.M. der tiefstgelegene Punkt unserer heutigen Tour). Jetzt folgte eine topografisch spannende Strecke über zwei Kehren nach Niederberg, danach ohne weitere Steigung über Unterweidli und Äschbach durch den Äschbachgraben. Bei Hinteräschbach nochmals zwei Kehren bis zu einer Art Übergang (bei Punkt 1159). Hier wurde der Blick frei zum Stockhorn und weiter nördlich zum 1.8 km entfernten Hof Grosshorben. Auf der Landeskarte ist eine Beiz eingezeichnet, aktuell können gekühlte Getränke und Glacen gekauft werden – danke für diesen tollen Service der Grosshorben-Bauern. Eiskafi und Erdbeercornet – herrlich bei dieser Hitze! Direkt hinter dem Hof wurde der Alpweg zum Wanderweg – für uns Biker ziemlich ruppig. Ab Brunnebode (Punkt 1243, höchstgelegen Punkt heute) hatten wir Bedenken, den Weiterweg zu schaffen. Bis zur Balmegg resp. zum Hof Oberbalmegg glich die Strecke eher einem (steilen) Singletrail – schliesslich schafften wir es ohne grössere Schwierigkeiten – und ohne zu schieben. Kurz vor Oberbalmegg dann eine aussichtsreiche Bankniederlassung – Genuss pur mit Blick zur Marbachegg und zum Schibegütsch. Ab Oberbalmegg folgte eine teilweise sehr steile, aber geteerte Strasse über Oberengi, Niederengi, schliesslich dem Churzbach entlang bis Schärligbad. Jetzt hatten wir die anspruchsvollsten Abschnitte hinter uns, und es folgte eine allerdings liebliche Landstrassenstrecke hinunter nach Marbach. Dort genossen wir ein leichte Zwischenverpflegung, direkt bei der Talstation der Gondelbahn zur Marbachegg. Die vier folgenden Kilometer bis Schangnau waren dann fröhliches Ausrollen…

Fazit:
Schon länger bestand unser Wunsch, wieder einmal das obere Emmental zu besuchen – vier Tage mit dem e-Bike. Am ersten (Anreise-)Tag ein kurzer Ausritt zu einem lohnenden Bergbeizli…

Wetterverhältnisse:
Hochsommerwetter, Wind aus NO (bis 15 km/h), ca. 31° C

Ausrüstung:
Bikeausrüstung, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 16. Juni 2021
Schwierigkeit: WS (Gut fahrbar)
Strecke: 31.5 km, Schangnau (930 m) – Vorder Scheidbach (1031 m) – Unter Schönenwald (1054 m) – Ausser Schönenwald – Pfaffenmoos (966 m) – Brunnenboden  (998 m) – Weiermöösli (953 M) – Harzhütte – Sorbach – Niederberg P.910 – Unter Weidli P.987 – Aeschbach (1058 m) – P.1159 – Grosshorben (1219 m) – Brunnebode (1243 m) – Oberbalmegg – Ober Engi (1065 m) – Unter Engi – Kurzenbach – Schärligbad (822 m) – Marbach (886 m) – Wald (967 m) – Schangnau
Aufstieg: ca. 880 m
Abstieg: ca. -870 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 05 Min.
Tageszeit: 10:00 bis 15:00 Uhr

Emmental 3|4: Bikerunde Schangnau – Drüschhubel – Eriz – Schallenberg

Wiedersehen mit unseren langjährigen Freunden Ursle und Hitsch aus Bäup – Freude herrscht. Um zehn Uhr trafen wir uns zur geplanten, nicht ganz anspruchslosen Runde. Gleich zu Beginn ein kurzer Singletrail hinunter zur Talmühle und zur Holzbrücke über die Emme. Jetzt wurde es weniger ruppig, dafür um so steiler. Auf der geteerten Strasse waren bis Obere Gemmi über eine Strecke von 1.8 km immerhin 250 Hm zu bewältigen. Angekommen, wähnten wir uns am Fuss des mächtigen Hohgant. Die Fahrt – mittlerweile auf Naturstrasse, führte über das Rotmoos – schöner wäre kitschig… Bei Punkt 1198, dem höchstgelegenen Punkt des Tages (Feuerstelle Unterschwand), dann eine erste Rast. Die Ausblicke gingen zur faszinierenden Sichle, diesem unwegsamen Übergang ins Justistal, zu den Sibe Hängste und zum Grüenebergpass, dem Übergang nach Habkern. Nach der Pause folgte die Abfahrt über Drüschhubel hinunter nach Innereriz. Hier befindet sich ein kleines Sportzentrum (Schneeschuhe, Wandern, Biken) und einige Ferienhäuschen – und das Restaurant Säge, heute Ruhetag). Jetzt folgten wir der Fahrstrasse, ab Beiel dann der Zulg entlang bis Mühlematt. Dann hoch nach Linden, und ab dort auf der Hauptstrasse über Eriz Linden, Losenegg, hinunter nach Brucheren. Die zum Schallenberg führende Strasse überquerten wir, um attraktiv über Schwand, Schwandhöhe, Ättenbüelmoos Kreuzweg zu erreichen. Auffallend: alle auf der Strecke bislang stehenden Beizen hatten heute Ruhetag – soll einer das verstehen… Jetzt wieder auf der Passstrasse zum Schallenberg, und vorerst ohne Auf und Ab nach Süderen, wo wir im Gasthof Bären endlich einkehren konnten – gerade zur richtigen Mittagszeit. Danach folgte der schweisstreibende Aufstieg (+270 Hm) über vier Kehren hoch auf den Schallenberg. Unterwegs genossen wir die Aussicht, vor allem zum Stöggu. Auf dem lärmigen Pass mochten wir nicht (schon wieder) einkehren. Jetzt folgte die rasende Abfahrt hinunter zum Räbeli (nahe Räbloch), über die Emme, dann 80 Hm unspektakulär hoch nach Schangnau. Im Löie gabs dann den verdienten Schlusstrunk.

Fazit:
Endlich wieder einmal unterwegs mit Ursle und Hitsch – schön war es, euch beide wieder zu sehen! Danke, bis bald wieder einmal, und bliibed xund!

Wetterverhältnisse:
Fast (Hoch-)Sommerwetter, Wind aus NO (bis 25 km/h), ca. 27° C

Ausrüstung:
Bikeausrüstung, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 15. Juni 2021
Schwierigkeit: L (Leicht fahrbar)
Strecke: 35.8 km, Schangnau 930 m), kurz unterhalb des Dorfzentrums Abzweigung «Talmühle» – Holzbrücke über die Emme – Obere Gemmi (1108 m) – Scheidzaunbödeli (1164 m) – Rotmoos (1188 m) – P.1198 (Feuerstelle Unterschwand) – Drüschhubel (1153 m) – Unterschwand (1106 m) – Innereriz (1041 m) – Beiel (1005 m) – entlang der Zulg bis Mühlematt (957 m) – Eriz Linden – Losenegg (1024 m) – Brucheren (P.917) – Schwand (919 m) – Kreuzweg (921 m) – Süderemoos – Süderen (905 m) – Oberei (908 m) – Waldmatt (935 m) – Schallenberg, 4 Kehren bis zum Pass (1168 m) – Abfahrt P.996 (Verzweigung Eggiwil) – Unterknubelhütte (979 m) – Vordersteinmöösli (959 m) – Räbeli, Brücke über die Emme (840 m) – Schangnau
Aufstieg: ca. 920 m
Abstieg: ca. -900 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 20 Min.
Tageszeit: 10:00 bis 15:00 Uhr

Emmental 2|4: Bike-Umrundung Schrattenfluh

Dass wir im wunderschönen Gasthaus zum Löwen in Schangnau drei Übernachtungen geniessen durften, war ein absoluter Glücksfall. Hier wird typisch emmentalische Gastfreundschaft geboten, ohne unnötigen Luxus, dafür mit grundehrlicher Authentizität. So viel Lob muss sein!

Nun zur Tour von heute: die Umrundung der Schrattenfluh – eine unschwierige Biketour, die niemanden überfordert und ohne Singletrails auskommt. Nach dem Löie-z’Morge holten wir unsere e-Bikes aus dem ehemaligen Pferdestall – voll die Batterien. Um zehn Uhr und bei deutlich über zwanzig Grad rollten wir los. Kurz und wenig anstrengend der Aufstieg bis Wald, wo die Kantonsgrenze BE/LU überfahren wurde. Im angenehmen Fahrtwind erreichten wir Marbach LU und nach 9.3 km Wiggen. Jetzt der kurze Aufstieg nach Äschlismatt, das schöne Dorf durchquerend, meist auf gut angelegten Velofahrwegen entlang der Hauptstrasse. Eingang des sechs km weiter liegenden Schüpfheim änderten wir die Richtung, über die Waldemme nach Süden. Nach wenigen Metern, beim Badhus, mündet die Wissemme in die Waldemme. War bis zur Brücke bei P.780 flaches Rollen angesagt, änderte nun die Topologie: in der engen und ansteigenden Lammschlucht stand uns kein Veloweg mehr zur Verfügung; zum Glück war heute verkehrsarmer Montag. Bei Hinder Lamm weitete sich die Landschaft wieder, zur Linken die zackige Schwändiflue und die eindrücklichen Gipfel Fürstein, Schafmatt und Schimberig. Im hübschen Zentrum von Flühli – kurz vor zwölf Uhr – stand uns eine Bäckerei im Weg: Café to go und etwas Süsses – so viel musste sein. Auf der Weiterfahrt in Richtung Sörenberg merkten wir schon, dass hier der Tourismus eine wichtige Rolle spielt. Schliesslich trohnt über dem bekannten Ort auch eine Grösse namens Brienzer Rothorn. Kurz vor Sörenberg, auf der Südelhöhe angelangt, bogen wir in Richtung Salwideli. Die Strecke entlang der Südseite der Schratteflue (mit den Hauptgipfeln Hächle und Hengst) beeindruckt mit ihrer weiten Karstlandschaft. Nach einem kurzen Abstecher hoch zum Berggasthaus Salwideli genossen wir den Blick zum Brienzergrat und dem abschliessenden Tannhorn. Wanderer können direkt absteigen nach Wagliseiboden, der WW ist richtigerweise für Biker gesperrt. Nach kurzer Rückfahrt erreichten wir die Feriensiedlung auch so. Ab Wagliseiboden (1317 m) änderte die Unterlage, Naturstrasse statt Asphalt. Vorsichtig abfahrend erreichten wir rasch den Hof Schneebergli; jetzt folgten zwei Spitzkehren zum Bärselbach hinunter, eine sehr reizvolle und abgelegene Gegend. Ab einer nunmehr ruppiger Alpstrasse umrundeten wir den Hoger namens Chüblisbüel, bei Chüblisbüelbode vorbei nach Vorder Schönisei (wo sich an reizvoller Lage ein hübsche SB-Beiz befand). Wenig weiter unten bei Küblisbühl die Brücke über die noch junge Emme. Hier überrollten wir wiederum die Kantonsgrenze LU/BE. Hoch über uns der Schibegütsch. Jetzt folgte ein enger, schluchtartiger Abschnitt, wo auch der Skulpturenweg Kemmeriboden angelegt ist. Im bald folgenden Kemmeribodenbad, dem schmucken und auch ziemlich touristischen Hotelkomplex, planten wir eine Einkehr. In der reich dekorierten Gartenwirtschaft war heute Ruhetag; immerhin durften wir uns im Lädeli mit Räbloch-Bier versorgen – die weltweit bekannten und kultigen Meränggen (übrigens original nur von der Bäckerei Stein, Familie Riedwyl) sparten wir uns weiter auf. Auch nicht schade… Nach dem Schlussspurt, 8 km bis Schangnau, vorbei am Heimetli von Kugelblitz (gemeint ist natürlich Beat Fööz), schlossen wir diese wunderschöne Umrundung mit der Ankunft in Schangnau. Der Dusche und der Siesta folgte eines dieser ewig-leckeren Gerichte aus einheimischer Küche: Emmentaler Lammvoressen mit Currysauce, Gemüse und Nüdeli – einfach formidabel, die Küche im Löie!

Fazit:
Eine Bike-Runde vom Feinsten…

Wetterverhältnisse:
Hochsommerwetter, Wind aus NO (bis 20 km/h), ca. 26° C

Ausrüstung:
Bikeausrüstung, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 14. Juni 2021
Schwierigkeit: WS (Gut fahrbar)
Strecke: 53.3 km, Schangnau (930 m) – Marbach LU (870 m) – Wiggen (788 m) – Escholzmatt (853 m) – Schüpfheim, Brücke über die Waldemme (729 m) – Brücke bei P.780 – Lammschlucht – Hinder Lamm (833 m) – Flühli LU (883 m) – Hirseggbrücke (958 m) – Südelhöhe (1110 m) – Südelmoos (P.1195) – Südelgraben – P.1309 (Verzweigung) – Berggasthaus Salwideli (1351 m) – Rückfahrt zu P.1309 – Wagliseiboden (1317 m) – Schneeberg (1277 m) – Schneebergli (1218 m) – Brücke über den Bärselbach – Chüblisbüelbode (1184 m) – Vorder Schönisei – Küblisbühl (Brücke über die Emme) – P.1166 Kemmeribodenbad (975 m) – Bumbach (930 m) – Waldegg (962 m) – Schangnau
Aufstieg: ca. 1000 m
Abstieg: ca. -1000 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 15 Min.
Tageszeit: 10:00 bis 15:00 Uhr

Emmental 1|4: Einfahr-Bikerunde ab Trubschachen zur Geisshaldenegg/Rämisgummen

Auf der Anfahrt nach Schangnau blieben wir bei Wiggen auf der Hauptstrasse nach Trubschachen, um dort beim Bahnhof zu parkieren. Optional wäre ein Besuch bei Kambly möglich, wir hatten heute aber Besseres vor. Über die schöne Holzbrücke über die Ilfis bogen wir in den Chrümpelgrabe ein. Das schmale, geteerte Strässchen führte in den angenehm schattigen Graben des Chrümpelgrabenbachs. Bei wenig Verkehr, trotz Sonntag, stiegen wir bis zu Punkt 883, um dann den schattenspendenden Wald über zwei Kehren zu verlassen. Vorbei an schönen Höfen erreichten wir nach ca. 6.3 km Hülli, Krimishalde. Hier öffnete sich der Blick nach Süden, zu Schibengütsch und Hohgant, beide teilweise in wenig bedrohliche Wolken gehüllt. Nun galt es bei unmissverständlicher Wegweisung (siehe Bild) in Richtung Tagesziel zu halten. Vorbei am Hof Käsern erreichten nach 7.5 km bei Vorderrämisgummen den höchsten Punkt unsere Fahrt. Hier könnte man auch den ca. 400 m weiter südlich stehenden und 40 m höheren Rämisgummenhoger erreichen. Das war nicht unsere Absicht, und schliesslich wollten wir auf dem Wanderweg nicht stören. Also machten wir notgedrungen (hihihi…) die kurze Abfahrt zur Geisshalden hinunter, wo das Bergrestaurant Erika wartete. Erstaunlicherweise kein Ansturm heute, also fanden wir problemlos Platz unter einem Sonnenschirm. Hier liessen wir es uns gutgehen (nein, die Merängge musste warten…). Von diesem schönen Platz fällt es schwer, wieder aufzubrechen – aber uns winkte die Abfahrt. Nach dem kurzen Aufstieg zu P.1156 folgte die Abfahrt bis Hülli (Naturstrasse bis Hof Käsern). Überall wurde gheuet, was das Zeug hält – für die allergiegeplagte Doris eine Plage. Bei Hülli fuhren wir weiter nach W, vorbei an Hinterblapbach und Blapbach (einem grosser Gasthof an prominenter Aussichtslage), mit wenigen Metern Höhendifferenz – richtig genussvoll! Jetzt wurde die Fahrt rassiger, beim Hof Oberhegen verpassten wir beinahe die Richtungsänderung. Nach einem Notbremsmanöver korrigierten wir und gelangten, die Höhe haltend, nach Hüpfenboden, wo es galt nach rechts abzubiegen (Richtung Truebschachen). Über zwei schöne Kehren gelangten wir nach Vorder Schwendestalden, zur rechten der Teufebachgrabe. Eindrücklich, alle paar hundert Meter einen dieser wunderschönen Emmentalerhöfe zu passieren. Über weitere drei Kehren und auf einer Höhe von ca. 700 m.ü.M. erreichten wir bei Hinter-Wingey das Tal der Ilfis. Vorbei an schönen Heimetli (und ebensolchen Spychern) schloss sich die heutige Runde mit der Fahrt über die Holzbrücke. Jajaaaaa – s’Ämmitau isch eifach schööööön!

Fazit:
Schon länger bestand unser Wunsch, wieder einmal das obere Emmental zu besuchen – vier Tage mit dem e-Bike. Am ersten (Anreise-)Tag ein kurzer Ausritt zu einem lohnenden Bergbeizli… Vielleicht noch eine Bemerkung: Biken ist wirklich fast so lustig wie Wandern, nur hat man bedeutend weniger Zeit für den Genuss der wunderbaren Aussicht. Gut, notfalls würde man im weichen Heu landen…

Wetterverhältnisse:
Bestes Sommerwetter, Wind aus NO (bis 25 km/h), ca. 25° C

Ausrüstung:
Bikeausrüstung, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 13. Juni 2021
Schwierigkeit: L (Leicht fahrbar)
Strecke: 22.5 km, Truebschachen Bahnhof (731 m) – Holzbrücke über die Ilfis – Chrümpelgrabe – Unterkrümpelhütte (940 m) – Krümpelhüttenmösli (1075 m) – Hülli, Krimishalde (1136 m) – Käsern – Vorderrämisgummen (P.1156) – Geisshalden, Bergrestaurant Erika (1217 m) – Abfahrt bis Krimishalde analog Bergfahrt – Hinterblapbach (1145 m) – P.1109 – Blapbach (1100 m) – P.1075 – Ober Hegen (1009 m) – Hüpfenboden (1016 m) – Straubern (955 m) – P.871 (Vorder Schwendestalden) – P.843 (Schwendestaldenboden) – Ober Wingey – Wingeybergli (773 m) – Hinter-Wingey – Tiefenbach (725 m) – Ortbach (725 m) – Unter Blapbach – Grabenmatt (725 m) – Holzbrücke über die Ilfis – Truebschachen
Aufstieg: ca. 700 m
Abstieg: ca. -700 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 35 Min.
Tageszeit: 13:20 bis 16:00 Uhr

Lauihöchi – Bigligerhöchi – Stockberg SZ

Von unserem Wohnsitz aus blicken wir dauernd zu diesen schönen Alpweiden (Luftlinie 12 km), dahinter Gipfel, die wir auch schon bestiegen haben: Chöpfenberg, Bockmattlistock. Eine der Alpwiesen trägt den von Bekannten geprägten Namen Schildchrötliwiese… Diese unbekannte Gegend wollten wir mal erwandern. Nach kurzer Anfahrt bis Schübelbach fuhren wir auf der schmalen Eisenburgstrasse hoch bis zur markanten Haarnadelkurve bei P.702, ab dort zum 50 m höher liegenden Weiler Mettlen, resp. zum P.751, wo wir am Waldrand gut parkieren konnten. Eigentlich ginge es ab hier direkt und sehr steil hoch zum Stockberg. Wir entschieden uns aber die Runde im Gegenuhrzeigersinn zu machen. Also liefen wir auf der Strasse bis zum P.702 zurück, dann weiter nach S bis P.728 (Langweid). Immer auf der geteerten Strasse bleibend, änderte die Richtung oberhalb der Höfe Argeli nach O. Der Blick ins Wägital entschwand uns langsam, und wir liefen mässig aufsteigend in Richtung Gebiet Schwändelen. Bei P.828 eine Verzweigung: rechts ginge es zum Restaurant Kapelle Schwendenen, wir hielten links (Wanderwegweiser Lauihöchi 2 Std. 25 Min.). Wieder einmal fielen uns die unterschiedlichen Schreibweisen auf: Schwendenen, Schwändelen. Noch immer liefen wir auf geteerter Unterlage, nicht gerade das gelbe vom Ei, aber moderat ansteigend noch einigermassen bequem. Immer wieder mal machte die Strasse eine Kurve und führte abwechslungsreich über einen Bach. Vorbei an landwirtschaftlichen Betrieben endete die Unterlage beim Hof Billmeschwändi (986 m) endlich auf Naturbelag. Hier auch eine erste Begegnung mit einem sympathischen eBiker, welcher über die Rossweidhöchi ins Niederurnertäli und weiter nach Ziegelbrücke «fahren» wollte – Respekt! Nach einem ziemlich langen Schwatz meckerten uns schöne (weissen) Geissen an, die gestreichelt und fotografiert werden wollten. Nach dem Lauilochbach folgte eine Waldstrecke (Oberer Schwendiwald), und schon bald erreichten wir die Alp Gelbberg – auch hier noch kein Alpleben. Einige hundert Meter weiter verliessen wir die in einem Bogen zur Rossweid führende Alpstrasse nach links (Wanderwegweiser Lauihöchi 35 Min.). Weglos und ziemlich direkt der Aufstieg über noch nicht bestossene Alpweiden, markiert mit rotweissen Pfosten. Nach einer halben Stunde war der höchste Punkt des Tages, die Lauihöchi, erreicht. Im Osten der Ausblick zu Hirzli und Planggenstock, beide schneefrei. Und der Tiefblick in die tausend Meter tiefer liegende Linthebene. Die Bise hielt uns von einer Gipfelrast ab; diese verlegten wir fünfzig Meter tiefer, wo sich die schön gelegene Alphütte Laui mit Tisch, Bänken und schattenspendendem Vordach geradezu anbot. Nach einigen Minuten die Begegnung (mit Schwatz selbstverständlich) mit einem ebenfalls nicht mehr ganz jungen Wanderer, welcher von Reichenburg aufgestiegen war (1000 Aufstiegsmeter!). Nach dem Abschied zogen wir weiter, nun immer in Richtung WNW. Gut ausgeschildert folgten wir einem mehr oder weniger ausgeprägten Grat, meist auf dem höchsten Punkt verlaufend. Definitiv kein einfaches Gehgelände mehr – jedenfalls nicht kinderwagentauglich. Mal 50 m rauf mal so viel wieder runter. Und immer die schöne Aussicht – sogar unser Wohnsitz war von blossem Auge auszumachen. Die Bigligerhöchi überschritten wir fast ohne sie zu beachten. Den Übergang Ruobengschwand mit den Alpgebäuden war markanter; irgendwo hier müsste doch die Schildchrötliwiese liegen… Jetzt wieder 40 Hm hinauf, dann wieder runter. Unterwegs einige nicht ganz triviale Passagen über bewurzelte Steilstufen, wo der Einsatz der Hände nötig war. Bald war das wunderschön gelegene Alpgebäude Genossame Holeneich erreicht, von wo es nur ein paar Meter sind bis zum aussichtsreichen Stockberg. Hier steht auch eine Bankniederlassung, daneben ein Fahnenmast, und ein Gipfelbuch sowie eine Grillstelle hat es auch. Hier machten wir nochmals Pause und sahen nach, ob zuhause alles in Ordnung ist. Jetzt folgte der happigste Abschnitt des Tages: 470 Hm steiler Abstieg durch den Stockbergwald hinunter, unterbrochen von der steilen Weidelichtung bei Chäseren. Die vielen Holztreppen haben wir nicht gezählt, aber wir waren doch erleichtert, endlich den Startpunkt unserer Tour zu erreichen.

Fazit:
Wer sagt denn, dass Tourenziele immer bekannte Gipfel sein müssen?! Wir haben eine ausserordentlich schöne Gegend kennen gelernt!

Wetterverhältnisse:
Viel Sonne, Schönwetter-Bewölkung, leichte Bise, ca. 13 bis 16° C

Ausrüstung:
Normale Wanderausrüstung, Stöcke, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 1. Juni 2021
Schwierigkeit: T2 (Stellen T3)
Strecke: 14.8 km, Mettlen P.751 – Eisenburgstrasse P.702 – P.728 (Langweid) – P.770 – P.821 (Siebnerschwendi) – P.828 (Schwändelen) – Vorderloch (873 m) – Schwändeli (926 m) – Billmeschwändi (986 m) – Lauilochbach P.1058 – Alp Gelbberg – Alp Bergegg (1265 m, Abzweiger WW Richtung Lauihöchi – Lauihöchi (1455 m) – Alphütte Laui (1405 m) – P.1383 – Bigligerhöchi (1406 m) – Trosenwald P.1230 – P.1205 (oberhalb Ruobengschwand) – P.1235 – P.1178 – P.1183 – Alp Stockberg Genossame Holeneich – Stockberg (1217 m) – Chäseren (1032 m) – Mettlen P.751
Aufstieg: ca. 882 m
Abstieg: ca. -863 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 45 Min.
Tageszeit: 09:40 bis 16:30 Uhr

Alp Sigel – Festival der Krokusse und Enziane

Schon seit Tagen beobachteten wir die Schneesituation auf der Alp Sigel via Webcam, welche auf dem Nachbargipfel Hoher Kasten installiert ist. Für heute Montag stimmte alles: ein Werktag ohne Massenauflauf, bestes Wanderwetter, und die Alp grösstenteils schneefrei – ideale Voraussetzungen für die erwartete eindrückliche Krokusshow.

Ausgangspunkt war der grosse und fast leere Parkplatz bei der Talstation der Luftseilbahn Brülisau-Hoher Kasten. Zu Beginn der erste Kilometer Flachwanderung auf geteerter Strasse. Unmittelbar nach der Talstation der Alp Sigelbahn beim Pfannenstiel folgte der Einstieg ins Brüeltobel. Auf den folgenden 2.7 km bis zum Plattenbödeli waren 340 Hm zu bewältigen; eine steiiiiile Naturstrasse, zum Glück trocken (und schattig😓). Im oberen Streckenteil verliessen wir die Fahrstrasse, um über den schön angelegten WW zum Zwischenziel aufzusteigen. Nach knapp einer Stunde war das Berggasthaus Plattenbödeli erreicht, und dem Genuss eines verspäteten Startkafis auf der leeren Terrasse stand nichts im Wege. Vom Servicepersonal hörten wir, dass gestern Sonntag die Hölle los war (Wartezeiten…). Jetzt folgte der schweisstreibende Aufstieg durch den Chrutzug hoch zur Alp Sigel (Richtwert lt. Wanderwegweiser 1 Std.); wir (Senioren) schafften es in knapp fünfzig Minuten bis zum (noch geschlossenen) Alpbeizli Hasenplatten (der Alpsommer hat halt noch nicht begonnen…). Machte nichts, wir zogen weiter in direkter Linie und weglos über seit ein paar Tagen schneefreie Alpwiesen in Richtung Kante. Und siehe da: Krokusse noch und noch. Eine grosse Freude erfüllte uns. Und weiter oben viele Enziane – tolle Bilder! Wir liefen bis an die Kante hoch, um dann in Richtung O zum Einstieg in die Zahme Gocht zu gelangen. Diese Steilstufe war unerwartet schneefrei, also problemlos begehbar (T3). Heute verzichteten wir auf den Durchstieg, da das Vergnügen in diesem nordseitig ausgerichteten Steig im Aufstieg wesentlich grösser wäre. Weiter östlich, nahe der Bergstation der Alp Sigelbahn, fanden wir eine windgeschützte Stelle, um die Mittagsrast abzuhalten. Prachtvoll die Aussicht zum Hohen Kasten, zur Stauberen, zu den Kreuzbergen. Über unseren Köpfen genossen einige Gleitschirmflieger die offensichtlich günstigen thermischen Verhältnisse. Wir konnten uns kaum losreissen von den wunderbaren Bildern. Nach dem kurzen Abstieg zu den Gebäuden der Alp Sigel entschieden wir uns für den ausholenden Weg nach W über Chüeboden, dann der steile Abstieg zur 340 Hm tiefer liegenden Alp Streckwees. Welche Bilderbuchkulisse vor uns: Sämtisersee, Hoher Kasten. Jetzt folgte der kurze und leichte Aufstieg zum Plattenbödeli – noch immer schwach besucht. Jetzt noch der bekannte steile Abstieg durch das Brüeltobel hinunter – spätestens hier ist der Einsatz der Stöcke sehr wirkungsvoll. Nach sechs Stunden auf den Beinen erreichten wir das wochentags ruhige Brülisau wieder – mit Zufriedenheit erfüllt über die sagenhafte Blumenwanderung…

Fazit:
Der grosse Wunsch, die immer wieder grossartige Krokusblüte auf der Alp Sigel zu erleben, erfüllte sich heute.

Wetterverhältnisse:
Viel Sonne, wenig Bewölkung, leichte Bise, ca. 10 bis 15° C

Ausrüstung:
Normale Wanderausrüstung, Stöcke, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 31. Mai 2021
Schwierigkeit: T2
Strecke: 14 km, Brülisau, Parkplatz Kastenbahn (921 m) – Talstation der Alp Sigelbahn beim Pfannenstiel – Brüeltobel – Plattenbödeli (1279 m) – Chrutzug – Alp Sigel – Einstieg Zahme Gocht (1959 m) – Chüeboden – Streckwees (1250 m) – Appenzeller Sämtis – P.1215 (Sämtisersee) – Plattenbödeli – Brüeltobel – Pfannenstiel – Brülisau
Aufstieg: ca. 878 m
Abstieg: ca. -864 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 15 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 15:30 Uhr

Biketour Val Verzasca – am grünen Wasser…

Genug ist genug! Seit Tagen Regenwetter, also nix wie los in den sonnigen Süden. Schliesslich musste der neue Bikeständer einmal ernsthaft getestet werden. Und viel Verkehr war an diesem Donnerstag (vor Pfingsten) nicht zu erwarten. Naja, das chronische Verkehrschaos in der Magadinoebene (9 km Stossverkehr ab Bellinzona Süd bis zum Aeroporto di Locarno) war leider in Kauf zu nehmen. Kurz vor Mittag stiegen wir um auf unsere Bikes, beim P+Rail direkt bei der Stazione Riazzino. Erst die flache Fahrt (ca. 2 km) nach Gordola, im Zentrum rechts in Richtung Val Verzasca. Der Anstieg bis zur Staumauer (280 Hm, Diga Lago di Vogorno), forderte uns kaum, auch wenn wir bewusst mit möglichst wenig Motor-Unterstützung fuhren – schliesslich wollten wir uns das Mittagessen verdienen😋. Auf der Strecke bis Vogorno waren einige Tunnels zu durchfahren, was im intensiven Strassenverkehr Vorsicht und Respekt verlangt. Einige Autofahrer (nein, keine Zürcher und auch kaum Tessiner!) heizen uns ein – wirklich beeindruckend, wie einige Poser ihre aufheulenden Motoren ausgerechnet in den Tunnels quälten. Die Strecke ab Vogorno bis Lavertezzo war stark befahren – klar, die Gegend ist ein regelrechter Hotspot: die Verlockung, sich am berühmten smaragdgrünen Wasser der Verzasca und auf den Felsbrocken zu präsentieren, ist halt gross (siehe Bilder). Was wir dann in Lavertezzo und bei der berühmten Ponte dei Salt sahen, war wie erwartet abschreckend (siehe Bilder). Auch die Beizen waren voll, mit anstehenden Gästen. Uns zog es weiter, in Richtung Brione, dort wo sich das Tal erstmals teilt (links Val d’Osola). Eingangs Brione, im Ortsteil Piee, war zwar eine Pizzeria, deren vollständig im Schatten liegende Terrasse uns aber nicht erwärmte. Nach wenigen hundert Metern dann das schön herausgeputzte Brione. 170 Menschen leben hier, zu wenig für den Betrieb einer Beiz. Zwar stand direkt gegenüber der Kirche ein fahrender Kiosk, doch Hamburger fanden wir nicht gerade tessin-typisch. Also Umkehr; die Talfahrt zum 220 Hm tiefer liegenden Hotspot Lavertezzo dauerte wenige Minuten. Noch immer gross der Volksauflauf und folglich der Andrang bei den Terrassenbeizen. Schliesslich fanden wir «etwas passendes», knapp ausreichend für ein Bier, Insalata Caprese und ein gemischtes Tessiner Plättli. Danach verliessen wir diesen wunderschönen, aber sehr touristischen Flecken fast schon fluchtartig. Schliesslich stand uns noch eine sausende Abfahrt bevor – mit über fünfzig Sachen auf dem Tacho waren wir wenigsten kein Hindernis… Gesund und erlöst erreichten wir den Ausgangspunkt, mit der Gewissheit, eines der schönsten Tessiner Täler besucht zu haben. Die Rückfahrt aus dem Süden war dann etwas weniger strapaziös als die Hinfahrt. Selber schuld, wer sich sowas antut – aber schön (und lohnend) wars trotzdem.

Fazit:
Die (erneute) Fahrt die Sonnenstube Tessin ist zwar nicht gerade kurz, aber sehr lohnend in Anbetracht dieser Wettersituation. Übrigens: heute Freitag, wo ich diesen Bericht schreibe, kommt mir das Sch….wetter gerade recht🙄…

Wetterverhältnisse:
Strahlend sonnig mit leichter Schönwetterbewölkung, Wind aus NO (bis 30 km/h), ca. 23° C

Ausrüstung:
Bikeausrüstung, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 20. Mai 2021
Schwierigkeit: L (Leicht fahrbar)
Strecke: 41.7 km, P+Rail Riazzino (197 m) – Gordola (222 m) – Diga Lago di Vogorno (473 m) – Berzona (485 m) – Vogorno (490 m) – S. Bartolomeo (489 m) – Ponte di Corripo (496 m) – Lavertezzo (536 m) – Ponte die Salt (542 m) – Motta (615 m) – Brione (756 m) – Rückfahrt auf gleicher Strecke
Aufstieg: ca. 770 m
Abstieg: ca. -770 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 40 Min.
Tageszeit: 11:50 bis 16:00 Uhr