Stauberen (1746 m) – ein Formtest

In diesem Sommer 2016 (ist er das schon?) bestehen die Schwierigkeiten, einigermassen trockene Tagen zu erwischen und die Form zu finden für höhere Ziele. Aufgrund der Wetterprognosen für heute wählten wir eine Strecke in der östlichsten Schweiz. Der Aufstieg von Frümsen zur Stauberen mit ca. 1250 Aufstiegsmeter über knapp 6 km war genau das richtige für einen Formtest. Bei der Talstation der Stauberenbahn war der Bergweg weiss-rot-weiss markiert und mit 3 Std. 50 Min. vorgegeben. Ein paar Meter hinter dem Kehrplatz verliessen wir die Forststrasse um auf markiertem Pfad durch den Wald zu steigen. Schon bald merkten wir, dass es heute bei ca. 18° und der hohen Luftfeuchtigkeit wegen schweisstreibend werden dürfte. Bis auf eine Höhe von ca. 730 m überquerten wir die Forststrasse an drei Stellen. Die Überquerung des heute ruhigen Breitläuibachs unproblematisch. Bei P. 853 erreichten wir bei Chobel die Stelle, wo die Seile der Stauberenbahn hochführten. Dort wird gerade massiv abgeholzt – vermutlich wird die Schneise verbreitert für die im Bau befindliche neue Bahn. Jedenfalls war ab hier der Normalweg gesperrt und wir wurden (gut markiert) zum etwas direkteren Aufstieg zum Frümsner Berg in Richtung Vorderalp umgeleitet. Ziemlich steil hier, dafür wohl eine Abkürzung – uns sollte es recht sein. Immer noch im Wald und auf guter Spur erreichten auf ca. 1100 m Höhe wieder den Normalweg. Ab hier verlief die ziemlich morastige Strecke in Serpentinen, und wir waren froh, die Frümsner Alp zu erreichen. Vorbei an freundlich-ruhigem Vieh und der Vorderalp wanderten wir über schönste Wiesen. Zum über uns stehenden Stauberenfirst wurde es nun wieder ernsthafter; der teilweise mit Treppen versehene Aufstieg verlief zickzack, und durch die Lawinenverbauungen. Die Aussicht ins sonnige Rheintal und nach Vorarlberg täuschte etwas – direkt über uns schwarze Gewitterbewölkung und ein paar Tropfen; dabei sollte es aber dann bleiben. Bei P. 1693 erreichten wir den Stauberenfirst, rechts ginge es zum Hohen Kasten, wir hielten links. Eine kurze Felsstufe, und schon stand das Berggasthaus Stauberen mit der markanten Stauberenkanzel vor uns. Noch immer „drohten“ grauschwarze Wolken, in Richtung Säntis sogar Blitz und Donner. Der Vorplatz beim Berggasthaus ist zurzeit eine Baustelle, also nichts wie rein in die Gaststube. Die ausgezeichnete Mittagsverpflegung genossen wir, wie auch die anschliessende Talfahrt mit der Bahn.

Fazit:
Ziel erreicht! Mit unserer Leistung (2 Stunden und 55 Minuten für die 1243 Aufstiegsmeter) durften wir zufrieden sein. Jetzt braucht es weitere schöne Tage und der Schnee in höheren Lagen sollte auch wegschmelzen – damit wir höhere Ziele anstreben können…

Bemerkung:
Weshalb die Markierung auf der gesamten Strecke wrw ist, entzieht sich unserer Kenntnis. T2 dürfte eher zutreffen.

Parameter:
Tour-Datum: 7. Juni 2016
Schwierigkeit: T2
Strecke: 5.679 km, Frümsen (Talsstation Stauberenbahn) – Breitläuibach – Frümsner Berg – Frümsner Alp – Stauberenfirst – Stauberen (Berggasthaus) – Talfahrt mit der Stauberenbahn
Aufstieg: ca. 1243 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 31 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen 2 Std. 55 Min.
GPS-Maschine: Garmin Montana 600, Topo Schweiz V.4

Kamera:
Sony DSC-HV90V

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