Kategoriearchiv: Nord-/Ostschweiz

Glarnerland

Traditionell am Donnerstag, heute auf einer Tagestour ins Glarnerland – unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – 19 unentwegte BikerInnen. Ernst führte uns ab Wald ZH, resp. ab Neuhaus, wo wir von Rüti herkommend um 09:20 Uhr zur Gruppe stiessen. Nach Ende der Hitzeperiode und den paar Tagen der Abkühlung erwartete uns heute ein Tag bei idealer Witterung. In Neuhaus SG warteten wir ein paar Minuten auf die grössere Gruppe, welche von Wald ZH anrauschte. Die Fahrt über den Uznaberg nach Uznach wenig spannend, wegen der grossen Baustelle an der Zürcherstrasse leicht herausfordernd; freundliche Auto- und vor allem LKW-Fahrer liessen uns geschlossen durchfahren (dankeschön!). Bald war der Bahnhof Uznach erreicht, wo wir die S6 nach Schwanden GL bestiegen – komfortabel die Einstiegsmöglichkeit und vier Wagen mit Bike-Abstellmöglichkeiten (SOB grossartig!). Nach 38 Minuten Fahrzeit war Schwanden (Glarus Süd) erreicht. Sofort fuhren wir los in Richtung Mitlödi – ich hatte vorerst mit einer Batterie-Blockade zu kämpfen, hatte also ohne Unterstützung zu fahren (zum Glück ohne Aufstieg). In Ennenda im Café Cornetto wartete man auf mich, und das elektronische(!) Problem konnte gelöst werden. Für einen Cappuccino reichte es trotzdem noch. Die Weiterfahrt dann über Glarus nach Netstal und immer nahe der Linth bis Näfels. Dort selbstverständlich der kurze Gedenk-Stopp beim Schlachtdenkmal; Ernst vermittelte uns die Geschichte, und die geht (in Kurzform) so: 600 Eidgenossen (Glarner, Urner, Schwyzer, Unterwaldner) besiegten am 9. April 1388 das habsburgische Heer (600 Mann zu Pferd und gegen 6000 Mann Fussvolk). Seither ist im Kanton Glarus jeder erste Donnerstag im April ein kantonaler Feiertag. Dann findet die Näfelser Fahrt statt, und die 54 eidgenössischen Opfer der Schlacht werden geehrt. Dieser Geschichtslektion folgte eine weitere aus neuerer Zeit: entlang dem Linth Escherkanal erzählte uns Ernst diese kurze Geschichte: der Escherkanal leitet seit 1811 die Linth von Näfels im Glarnerland in den Walensee um, statt wie früher direkt in die Linthebene. Hier kann das mitgeführte Geröll, der Kies und das Schwemmholz im Mündungsbereich der Linth in den See abgelagert und später ausgebaggert werden. Er ist nach Hans Conrad Escher von der Linth (1767–1823) benannt, der im Auftrag der Tagsatzung die Linthkorrektion leitete. Gesättigt von so viel Geschichte rollten wir dem Mittagessen entgegen. In Weesen – nach Besuch der schönen Hafen- und Quai-Anlage und der Hochwasser-Gedenkstätte – genossen die einen Picknick am See, andere die Verpflegung in einem nahen Restaurant. Mit leichter Verspätung auf den Tagesplan (Senioren können damit leben!) die Weiterfahrt dem Linthkanal entlang, jetzt bei etwas (erfrischendem) Gegenwind. Über Ziegelbrücke nach Benken – dort gabs Kafi (und Süsses dazu) bei Romer’s Hausbäckerei, eine veritable Fabrik mit Direktverkauf. Was danach kam, war reine Formsache: die flache Fahrt durch die Rietlandschaft nach Grynau und durch die Gross Allmeind über die antike Aabachbrücke nach Schmerikon. Oberhalb der Ortsmitte verabschiedeten sich die Rütemer von den Waldnern. Eine wie gewohnt vergnügliche und kameradschaftliche Ausfahrt war das – mit wenigen Höhenmetern, dafür aber mit mehr als sechzig Kilometern.

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen spannenden und abwechslungsreichen Tourentag!

Wetterverhältnisse:
Nach ein paar Tagen der Abkühlung ein sonniger hochsommerlicher Tag, leichte Bewölkung, trocken, Wind bis 25 km/h aus allen Richtungen, Temperatur 16 bis 26°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 2. Juli 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, meist auf Asphalt- und Naturstrassen
Strecke: 62.6 km: Rüti ZH (478 m) – Ermenswil (484 m) – Eschenbach (479 m) – Neuhaus SG (502 m) – Uznach Bahnhof (410 m) – Bahnfahrt nach Schwanden GL (518 m) – Mitlödi, Ennetlinth (508 m) – Ennenda (478 m) – Glarus (475 m) – Netstal (458 m) – Büelen, Näfels (443 m) – Schlachtdenkmal (437 m) – Linth Escherkanal – Biäsche, A3 (431 m) – Weesen (423 m) – Landig (426 m) – Ziegelbrücke (425 m) – Linthkanal – Giessen (413 m) – Benken (411 m) – Ellbogen (408 m) – Grynau (411 m) – Gross Allmeind – Aabachbrücke (412 m) – Schmerikon (426 m) – Bannwald (498 m) – ARA Eschenbach (468 m) – Riet, Eschenbach (497 m) – Chälenstich (517 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 362 m
Abstieg: ca. -459 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 24 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 16:15 Uhr (ohne Bahnfahrt)

Benkner Büchel

Immer am Donnerstag, wenn wir es einrichten können – unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – 15 hitzeresistente BikerInnen. Beni führte uns ab Wald ZH, wo wir von Rüti herkommend um 07:30 Uhr zur Gruppe stiessen. Ein weiterer Hitzetag war angekündigt – was uns dank Frühstart nicht kümmerte. Mit einer Ausnahme für Freiwillige (Aabachtobel/Ranzachtobel) eine wenig anspruchsvolle Biketour mit moderaten Höhenmetern, aber dennoch fordernd. Die Strecke in unserem landschaftlich reizvollen Zürioberland und in die benachbarte Linthebene ist den meisten vertraut, deshalb berichten wir vorerst im Turbomodus. Beeindruckte uns bis Neuhaus SG die Sicht zu den Voralpen, tauchten einige mutige dort nach der Fahrt über die (alte) Holzbrücke ins schattige Tobel des Aabachs und der Ranzach – wunderbar kühl! Grobstollige Reifen waren hier von Vorteil. Nach 3.4 km Fahrt zwischen Uznach und Schmerikon angekommen, vereinigte sich die Gruppe wieder. Nicht ganz einfach, die verkehrsreiche Zürcherstrasse zu überqueren – Baustellenchaos, kein Fussgängerstreifen. Einmal geschafft, rollten wir gemütlich und flach durch das Bleichiriet nach Grynau und weiter dem Linthkanal entlang und durch das schöne Kaltbrunner Riet nach Benken. Dank Fahrtwind bemerkten wir die Sonneneinstrahlung kaum; blieb die Hoffnung, dass alle Schutzfaktor 30 bis 50 aufgetragen hatten… Ab Ortsmitte von Benken fuhren wir auf der Büchelstrasse hoch. Leider war es nicht möglich das geplante Ziel, die Pilgerstätte Maria-Bildstein anzufahren, weil dort gerade gebaut wird. Aber die Runde am und um den Benkner Büchel ist auch so immer lohnenswert. Den Hügel haben wir bereits am Ostermontag besucht; wer sich interessiert, kann hier gerne nachlesen. Oben im Weiler Gsäss gab es dann eine willkommene Kafipause bei der sympathischen Wirtefamilie Landolt im Garten des schön gelegenen Gasthauses Kapelle. Unter Auslassung der Pilgerstätte gelangten wir auf der Weiterfahrt über den Büchel nach Giessen hinunter. Jetzt flach dem Linthkanal entlang zum südlichen Ende des Büchels. An der Ostseite schnurgerade und weiterhin flach dem Aubach entlang durch das Widenriet und Hornen, der Bahnlinie folgend nach N. Wieder in Benken angekommen, schloss sich die Runde. Beim Bahnhof vorbei auf der Ewigkeitsstrasse schnurgerade entlang dem Steinenbach bis Uznach und durch das Industriegebiet Bleiche und Neuguet. Dort wiederholte sich das Abenteuer Zürcherstrasse. Als Zugabe folgte für Beni und Ruedi die Rückfahrt über den Trail durch das (noch immer kühle) Tobel hoch – herrlich! In Neuhaus SG wurden wir von der bereits wartenden Gruppe empfangen. Hier verabschiedeten sich die Rütemer von den Waldnern. Eine wie immer gemütliche und kameradschaftliche Ausfahrt wars!

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen wie immer attraktiven Tourentag! Bis bald wieder!

Wetterverhältnisse:
Ein weiterer hochsommerlicher Hitzetag, wolkenlos, wenig Wind 4 km/h SO, Temperatur 21° (07:00 Uhr) bis 28° (11:00 Uhr)

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 25. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, meist auf Asphalt- und Naturstrassen
Strecke: 53.2 km: Rüti ZH (478 m) – Pilgersteg (549 m) – Grundtal (566 m) – Wald ZH Bahnhof (616 m) – Chefi – Laupen (604 m) – Diemberg (595 m) – Bürg (546 m) – Neuhaus SG (502 m) – Holzbrücke/Aatal (501 m) – Aabachtobel/Ranzachtobel – Uznach (424 m) – Zürcherstrasse – Neuguet (416 m) – Bleichiriet – Grynau (411 m) – Kaltbrunner Riet (408 m) – Benken (415 m) – Haslen (498 m) – Gsäss (491 m) – Schmitteläcker (559 m) – Giessen (413 m) – Mösli (413 m) – Aubach, Widenriet (414 m) – Hornen (415 m) – Benken (417 m) – auf der Ewigkeitsstrasse nach Uznach (409 m) – Neuguet – Zürcherstrasse – Aabachtobel/Ranzachtobel – Holzbrücke/Aatal – Neuhaus SG – Eschenbach SG (479 m) – Chälenstich (517 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 563 m
Abstieg: ca. -568 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 07:00 bis 11:10 Uhr

Clariden-Höhenweg, vom Fisetenpass zum Klausenpass

Für heute Sonntag der Hitze entfliehen war das Motto – also los in die Berge! Bis Linthal mit dem PW, ab dort bequem mit dem Postauto in einer halben Stunde hoch zum Hochtal Urnerboden – der grössten Alp der Schweiz (hier leben im Sommer etwa eintausend Rinder und Kühe). Die Talstation der Seilbahn zum Fisetenpass wird zu Fuss in etwa fünf Minuten erreicht. Kurz vor dem ersten Ansturm bestiegen wir nach kurzer Wartezeit die Kabine der Seilbahn (6 Personen), welche uns für zwölf Franken pro Person in acht Minuten zur Bergstation am Fisetenpass brachte. Ein kurzer Aufstieg zum Pass, wo der Blick zum Limmerental, zu Vorder und Mittler Selbsanft, und rechts zum Gämsfairenstock ging. Wir starteten auf dem ausgeprägten Pfad nach W (vorbei an der Verzweigung zum Gämsfairenstock via Rund Loch), Ober Orthalten heisst das Gebiet. Zur Rechten der Tiefblick zum Urnerboden, darüber die Bergkette der Jegerstöck. Nach anderthalb Kilometern in leichtem Auf und Ab erreichten wir das Hasentrittli, eine seilgesicherte Steilstufe, welche bei dieser Trockenheit gut zu gehen war. Nach ca. hundertfünfzig Höhenmetern Abstieg war der Gemsfairenboden erreicht – viele Alpenblumen, u.a. Enziane und Alpenleinkraut. Das Gemsfairenhüttli (ca. 800 voraus) war bereits zu sehen. Zur linken die von den Felswänden (Speichstock, Tüfelsstock) herunterfliessenden Moränen, zur rechten die feuchte Ebene Gemsfairenboden. In der Alpbeiz herrschte schon reger Betrieb – der Kafi crème und der hauseigene Nussgipfel vom Feinsten! Nach dieser Stärkung wählten wir den Aufstieg zum Griessbödemli – den Fahrweg über das Chlustrittli zur Klausenpassstrasse hinunter sparten wir auf für eine späterer Bikefahrt. Die Chlus (eine eindrückliche runde und ca. 400 m hohe Felsarena) umwanderten wir also oberhalb, Im Griess heisst das Gebiet. Der Weg zum Gletschersee zog sich hin und wurde zunehmend geröllig – recht alpin; Gelände, wie es uns gut gefällt. Im Griess ist in den letzten vierzig Jahren durch den Rückzug des Gletschers eine Geländemulde entstanden. Jeweils ab Spätsommer versiegt der oberflächliche Abfluss, da ein Teil des Seewassers unterirdisch abfliesst. Im Winter fällt dann der trockene Schnee. Im Frühjahr kann der Seewasserspiegel durch Schmelzwasser schnell ansteigen und sich hinter den winterlichen Schneeablagerungen aufstauen. Sobald der Wasserspiegel die höchste Kote der Schneeablagerungen erreicht hat, frisst sich das Wasser durch den Schnee, und es kann zu einem flutwellenartigen Ausbruch mit entsprechenden Hochwasserereignissen entlang des Fätschbaches im Gebiet Urnerboden bis zur Einmündung in die Linth bei Linthal führen. Am Seelein angekommen, tummelten sich viele Wanderer, von denen einige sogar im eisigen Wasser schwammen. Über ein mobiles Brücklein überquerten wir den Fätschbach um auf gerölliger Spur das etwa 80 m hohe Firnband zu übersteigen. Am höchsten Punkt angelangt, begann der Abstieg zum Klausenpass. (zweihundert Höhenmeter über anderthalb Kilometer). Im obersten Bereich waren noch einige Altschneefelder zu queren. Hier taten sich einige vom Pass hochkommenden Flipflop-Wanderer etwas schwer… Auf dem Pass angekommen, übten wir die Rückkehr in die Zuvilisation – zuviel Blech, zuviel Volk oft mit zuvielen Kilos. Die kurze Wartezeit nutzten wir für eine Jause (Alpkäse, Salsiz, Erdinger zero). Die Postautofahrt zum Urnerboden und nach Linthal hinunter zum Abschluss war dann ein grosses Vergnügen.

Fazit:
Eine eindrückliche Panoramawanderung vorbei an der Nordwand des Clariden.

Wetterverhältnisse:
Erste Hitzeperiode in diesem Sommer, Temperatur bei ca. 22° (Fisetenpass). Wind kaum spürbar bei ca. 5 km/h N.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:

Tourdatum: 21. Juni 2026
Schwierigkeit: T2
Strecke: 9.63 km: Fiseten, Bergstation der Seilbahn Urnerboden-Fisetenpass (2008 m) – Fisetenpass (2034 m) – Hasentrittli – Schit – Gemsfairenboden – Gemsfairenhüttli (1947 m) – Griessbödemli – P.2080 – Gletschersee Im Griess (2098 m) – Firnband – Chlaridenbödemli – Klausenpass (1948 m)
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 432 m
Abstieg: ca. -487 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 05 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 15 Min.
Tageszeit: 09:35 bis 13:40 Uhr

ZO-Runde zum Kafi nach Egg

Heute waren wir wieder einmal unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – immer ein schönes Erlebnis. Edi und Ernst führten die stattliche Bikerschar ab Wald ZH, wo wir von Rüti herkommend um 08:30 Uhr zur Gruppe stiessen. Für heute war ein Hitzetag angekündigt – was uns nicht kümmerte, weil eine Halbtagestour geplant war und wir nach dem Mittag zurück sein würden. Insgesamt eine wenig anspruchsvolle Biketour von mittlerer Länge und mit moderaten Höhenmetern. Edi hatte den Tourenverlauf gut auf die erwartete Hitze eingestellt, mit vielen Waldstrecken und wenig Asphalt. Die Strecke in unserem landschaftlich reizvollen Zürioberland war uns natürlich vertraut, und weil sich keine besonderen Schwierigkeiten boten, blieb ausreichend Kraft für abwechslungsreiche Gespräche (ohne Politik und Weltgeschehen, versteht sich…). Etwas Spannung kam lediglich auf, als wir (zwanzig an der Zahl) in Egg das Kafi „Stadt Land Brot“ stürmten; das sympathische Team hatte aber alles im Griff. Gestärkt verliessen wir den heute westlichsten Punkt unserer Ausfahrt – um über Esslingen, Grüningen, Bubikon bis zum Ritterhaus zu fahren. Dort verabschiedeten sich die Rütemer von den Waldnern. Eine gemütliche und kameradschaftliche Ausfahrt wars!

Fazit:
Danke herzlich allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti für diesen wie immer tollen Tourentag! Bis bald wieder!

Wetterverhältnisse:
Ein hochsommerlicher Hitzetag, wolkenlos, wenig Wind, bis 33°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 18. Juni 2026
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, meist auf Naturstrassen
Strecke: 46.4 km: Rüti ZH (478 m) – Pilgersteg (549 m) – Grundtal (566 m) – Wald ZH Bahnhof (616 m) – Grundtal – Pilgersteg – Rüti, Würzhalden – Rüti, Oberhaltberg (522 m) – Rüti Bahnhof – Rüti, Guldistudstrasse P.494 – P.500 – Bannholz (491 m) – Schwarz – Golfplatz Bubikon (491 m) – Ritterhaus (509 m) – Bubikon Bahnhof (510 m) – Ufgänt (511 m) – Platten (527 m) – Sennwald (540 m) – Oberottikon (522 m) – Unterottikon (492 m) – Roggesbüel (463 m) – Tägernauerwald – Jungholz (455 m) – Brand (453 m) – Mönchaltorf (445 m) – Weid (492 m) – Eggbüel (524 m) – Egg (545 m) – Egg, Langwies (527 m) – Aspholz (501 m) – Esslingen (477 m) – Rohrbüel – Summerau (496 m) – Oberrohr (495 m) – Schoren (509 m) – Schlüssberg – Grüningen, Binzikon (510 m) – Spilhalden (521 m) – Adletshusen (517 m) – Adletshuserriet – Altrüti (511 m) – Alau (509 m) – Sennschür (527 m) – Wannen (517 m) – Bubikon (510 m) – Ritterhaus – Golfplatz Bubikon – Schwarz – Rüti ZH
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 740 m
Abstieg: ca. -730 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 08:00 bis 12:00 Uhr

Bike-Ausfahrt über Oberricken zur Alp Egg

Dass heute der Tag des Ironman 70.3 Switzerland war, bekamen wir erst ab Ermenswil zu spüren. Ab dort war die geplante Strecke durch das malerische Tälchen des Lattenbachs über Lütschbach-Diemberg gesperrt; folglich konnten wir auch nicht über Goldingen-Hintermüli nach Rüeterswil gelangen. Nach dem Baustellenchaos in Rüti konnten wir also unsere Improvisationstalente ausleben. Bis Eschenbach nutzten wir den Veloweg, um die an uns vorbei rauschenden TriathletInnen nicht zu stören. Viele Zurufe von Zuschauern – nicht nur für die SportlerInnen (wie wir annahmen…). Ab Dorfmitte von Eschenbach suchten wir eine Durchfahrtmöglichkeit durch EFH-Quartiere, um über Neuhaus St. Gallenkappel zu erreichen. Erst dort fanden wir uns wieder zurecht und fuhren nach Rüeterswil hoch. Jetzt wieder auf der geplanten Strecke über Walde hoch zum Übergang Oberricken, wo sich die Sicht ins Toggenburg öffnete. Ab hier die kurze, aber schattenbedingt ziemlich kühle Abfahrt nach Ricken hinunter. Den Sonntagsverkehr durchschlängelten wir, um in Richtung Uznach zu fahren. Am schönen Riet Durschlagen vorbei, bogen wir beim Parkplatz Hinder Bildhus ab, um die Bergstrecke (400 Hm) zur Alp Egg hochzufahren. Unterwegs durften wir manuelle Fertigkeit beweisen im Einfädeln der Kette an Doris’ Bike – dank Latexhandschuhe gabs nicht mal schwarze Hände. Bei der Alp Egg angekommen, erkannten wir, dass die Strecke hoch (und zurück) zum Regelstein mit einem Weidezaum neu mit Drehkreuz «ausgestattet» war. Auf die «Übung», unsere e-Bikes auf den Hinterrädern durchzuschleusen, verzichteten wir – nicht zuletzt auch deshalb, weil wir allenfalls weidenden Tieren nicht in die Quere kommen wollten. Die holprige Unterlage über Kuhfladen hoch zum Stein kennen wir schon – Kampfbiker nennen sowas Single Trail.

Lange Rede kurzer Sinn: direkt ab in die Gartenwirtschaft der Alp Egg. Bei mittlerweile mehr Sonne als Wolken genossen wir Spätzlipfanne mit Röstzwiebeln, dazu alkoholfreies Schüga. Auf der Abfahrt auf der Bergstrasse waren wir trotz des Schutzes des Bannwaldes froh um unsere Windstopper. An der verkehrsreichen Uznacherstrasse angekommen, rollten wir ein kurzes Stück bis Uetliburg SG, um dann rechts weg nach W zu fahren – vorbei an Kapelle und Kloster Berg Sion. Auffällig, an welch prominenten Lagen kirchliche Gebäude zu stehen pflegen. Wenig später die Fahrt durch das kleine Dorf Ernetschwil (mit der überdimensionalen Kirche) in Richtung N, um nach knapp zwei Kilometern Steigung die Rickenstrasse zu erreichen. Rassig nun die Abfahrt vorbei an der aussichtsreichen Waldegg über Betzikon nach St. Gallenkappel, wo sich für heute der Kreis schloss. Mittlerweile war der Sportanlass Geschichte und die Weiterfahrt über Eschenbach-Ermenswil nach Rüti ohne Behinderung. Den Baustellenbereich in Rüti umfuhren wir über Täusi-ARA-Rosenberg. Nach drei Stunden im Sattel zurück in Rüti – Apérozeit!

Fazit: Eine landschaftlich sehr lohnende Biketour, immer gut für eine Wiederholung.

Wetterverhältnisse:
Sonnig mit Wolken, relativ gute Fernsicht, trocken, schwacher Wind wechselnd W bis S, Temperatur 18 bis 20°

Ausrüstung:
e-Bike, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil

Parameter:
Tour-Datum: 7. Juni 2026
Schwierigkeit: Leicht, gut fahrbar
Strecke: 52.8 km: Rüti ZH (478 m) – Ermenswil (484 m) – Eschenbach (479 m) – St. Gallenkappel (562 m) – Rüeterswil (744 m) – Walde (836 m) – Oberricken (906 m) – Ricken (786 m) – P.805 – Bannwald – Alp Egg (1204 m) – gleiche Strecke zurück bis Uznacherstrasse P.805 – P.698 (Uetliburg) – Kloster Berg Sion (705 m) – Oberernetschwil (607 m) – Ernetschwil (576 m) – Rickenstrasse bei Gebertingen – Waldegg (648 m) – St. Gallenkappel (562 m) – Neuhaus (502 m) – Eschenbach (479 m) – Ermenswil (484 m) – Rüti ZH
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 1270 m
Abstieg: ca. -1270 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 50 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:40 bis 16:30 Uhr

Ghöchweid-Runde auf dem eMTB

Ab Haustür durch eine schöne Wiesen-Landschaft nach Hadlikon, dort dann steiler durch das Quartier Bodenholz und weiter vorbei am Hof Looren zur Höhenstrasse bei Wernetshausen. Die Fernsicht einigermassen passabel – immerhin war die Glarner Prominenz gut zu sehen. Nach der Dorfmitte auf der Bachtelstrasse, die ich nach fünfhundert Metern verlasse, um etwas steiler auf dem schmalen Strässchen zum Hof Moos und weiter oben im Wald die unbefestigte Rütistrasse zu erreichen. Ein kurzes Stück hinunter in Richtung Girenbad, dann scharf rechts in die Eggstrasse, welche sich beinahe wie eine echte Passstrasse zum vorerst höchstgelegenen Punkt, der Schufelberger Egg, hochwindet. An diesem Aussichtspunkt muss man einfach einen Stopp einbauen: die Aussicht über das Jonatal hinweg zu den Churfirsten und zum Speer, etwas links die Alp Scheidegg. Nach diesem Genuss die windige Abfahrt vorbei am Hof Schufelberg und wenig später beim Hof Auen der Abzweiger, der nicht verpasst werden darf. Die Höhe haltend die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft vorbei am Hof Lee bis Kleinbäretswil. Jetzt scharf einbiegend, um auf der bergwärts führenden Ghöchstrasse zum Ghöch genannten Übergang zu pedalen. Auf dem höchsten Punkt angekommen, verliess ich die Passstrasse nach rechts, um zur höher liegenden Ghöchweid zu fahren. Ab hier, nun auf unbefestigter Strasse ein kurzes Stück durch den Reinsbergwald. Jetzt auf der Naturstrasse aussichtsreich querend und hinunter bis zum Hof Neuhaus. Dort war die leicht tückische Abbiegung auf die geröllige Schlossstrasse nicht zu rassig (Sturzgefahr!) zu befahren. Noch immer auf einer Höhe von 950 m.ü.M. vorbei am Hof Wil, von hier ging der Ausblick zum nahen Hörnli (Luftlinie drei Kilometer). Auf holpriger Unterlage leicht abwärts vorbei am Hof Schloss, wo ich schon gefasst war, von einer Horde wild bellender Wächter «begrüsst» zu werden – heute alles ruhig! Die folgende Abfahrtstrecke hinunter nach Hinterlanzenmoos verlangte etwas Konzentration, weil die Unterlage unruhig war (steil, Steine, Grasnarben, ausgetrocknete Pfützenlöcher). Nach ein paar Kehren war das Schmittenbachtobel erreicht, und weiter unten die Tösstalstrasse – das waren knapp 300 Hm. Die Fahrt über Fischenthal, ab dort östlich dem Fischenthaler- und Gibswilerriet entlang nach Gibswil war reine Wellness – für Kopf und Geist. Über Raad, Huebhansen und Hüebli die Fahrt oberhalb dem Jonatobel, dann die rassige Abfahrt nach Wald hinunter. Der Rest ist rasch erledigt: Tüfentobel und Grundtal, schliesslich war Rüti rasch (wieder) erreicht – gerade rechtzeitig zum zMittag, von Doris zubereitet.

Fazit:
Eine meiner Lieblingsrunden – nicht zu kurz, immerhin mit gegen 800 Höhenmeter.

Wetterverhältnisse:
Ein schöner Frühsommertag im Frühling, etwas Bise bis 20 km/Std., Temperatur 16 bis 19°

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial Komoot

Parameter:
Tour-Datum: 26. April 2026
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten, etwa zur Hälfte auf Naturstrassen unterwegs
Strecke: 38.3 km: Rüti (478 m) – Schwarz (497 m) – Dürnten (507 m) – Tammel (532 m) – Edikon (545 m) – Hadlikon (577 m) – Bodenholz (634 m) – Wernetshausen (725 m) – Moos (851 m) – Schufelberger Egg (990 m) – Schufelberg (926 m) – Auen (894 m) – Lee (890 m) – Kleinbäretswil (903 m) – Ghöch (961 m) – Ghöchweid (999 m) – Neuhaus (955 m) – Schloss (938 m) – Hinterlanzenmoos (897 m) – Bodmen (722 m) – Fischenthal (748 m) – Fistel (754 m) – Fischenthaler-/Gibswilerriet (756 m) – Gibswil (757 m) – Raad (764 m) – Hintererli (778 m) – Hüebli (781 m) – Oberhaltberg (749 m) – Wald ZH (614 m) – Grundtal (566 m) – Pilgersteg (549 m) – Rüti
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 777 m
Abstieg: ca. -783 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 05 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 55
Tageszeit: 10:50 bis 12:55 Uhr

Klettgauer Panoramawanderung im Blauburgunderland

Es gibt Weintrinker, und dann gibt es die Weinliebhaber – und dann gibt es solche, die behaupten, den Blauburgunder nicht zu lieben, wohl aber den Pinot Noir. Sorry für die kurze und belustigende Anekdote. Die Idee, das Hügelland oberhalb Hallau zu bewandern, fassten wir nach einem Chat mit Richi, unserem der Liebe wegen nach Schaffhausen emigrierten Zürcher. Er und Susanne stehen noch im Arbeitsleben, wir hingegen dürfen spontan sein. Also fuhren wir ins Chläggi, wo wir vor etwa fünfzig Jahren letztmals zu Fuss unterwegs waren. Und so viel im Voraus: verändert hat sich die schöne Landschaft zum Glück nicht. Der hier wachsende Wein allerdings hat sich zum Guten entwickelt. Also nahmen wir diese aussichtsreiche Wanderung voller Freude unter die Füsse. Etwa zwei Kilometer nach dem Start auf der Siblingerhöhe erreichten wir unterhalb Hammel am Oberhallauerbärg den heute höchstgelegenen Punkt (ca. 610 m.ü.M.). Im leichten Auf und Ab kommen wenige Höhenmeter zusammen, aber eigentlich verläuft die vierzehn Kilometer lange Strecke ziemlich familien- und seniorenfreundlich flach und auf guten Wegen. Unterwegs gibt es unzählige schmucke Rebhüüsli und Bankniederlassungen – immer an schönsten Aussichtslagen. Übrigens: unterwegs gibt es keine Beizen, ausser vielleicht beim Berghof oberhalb Hallau (nach ca. 5 km), wo hofeigene Produkte zu haben wären. Zu früh für uns, also wanderten wir vorbei. Aber wir hatten ohnehin gut vorgesorgt, so dass wir am Hallauerberg an aussichtsreicher und sonniger Lage die wunderbare Aussicht (die Fernsicht war etwas getrübt) geniessen konnten – nur halt ohne Blauburgunder im Glas. Das hatte auch was Gutes, denn dank Klarblick machten wir in etwa 130 km Entfernung die Berner Oberländer Monumente EMJ aus. Auf dem Weiterweg kamen wir am gut ausgestatteten Rastplatz Rummele vorbei. Hier in der Nähe soll es Wegweiser sei Dank einen Skilift Egg geben (wie bitte?). Dem fehlenden Schnee sei Dank also kein Gedränge hier oben. Etwas weiter oben, genau über unseren Köpfen, die Anflugroute zum Flughafen – in Minutenfolge ordneten sich die Riesenvögel zum Landeanflug ein. Ob die Flieger alle ausgelastet waren? Wir sorgten uns nicht, sondern liessen uns von der Landschaft betören. Kurz nach dem Rummelenhof erreichten wir den Wilchingerbärg, auf dessen Rücken wir den Hof Berghaus – nahe der Landesgrenze zu Deutschland – erreichten. Nun wurde der etwa vier Kilometer lange Abstieg nach Trasadingen hinunter einsehbar. Vorbei am Bruderhof, wo uns in einem riesigen Gehege hunderte von Truten begrüssten, gelangten wir wieder in die Nähe der Weinberge. Nach einer erneuten Richtungsänderung am Hof Wilchingerberg vorbei erreichten wir das Waldgebiet Schlaapfi. Weil gerade Holzarbeiten im Gange waren, wichen wir an den westlichen Waldrand aus, um entlang dem Staanacker die ersten Häuser von Trasadingen zu erreichen. Jetzt bemerkten wir auch, dass uns noch zehn Minuten Zeit blieben für die rund 1.2 km Strecke bis zum unterhalb des schmucken Weindorfs liegenden Bahnhofs. Was für eine Punktlandung: quasi in letzter Sekunde bückten wir uns unter der sich bereits schliessenden Barriere durch und stolperten auf den Bahnsteig – einsteigen, zwölf Minuten Verschnaufpause bis Beringen.

Fazit:
Den Frühling auf eine landschaftlich derart reizvollen, und einfachen Wanderung zu begrüssen – es gibt kaum schöneres! Die Strecke könnte gut auch in entgegengesetzter Richtung begangen werden. Wir zogen es vor, jahreszeitlich bedingt von O nach SW zu laufen.

Wetterverhältnisse:
Frühlingshaft mild, Temperatur bei ca. 13° (beim Start), im Tagesverlauf bis 22°. Wind kaum spürbar 7 km/h NO

Ausrüstung:
Wanderschuhe, Kartenmaterial, GPS

Parameter:
Tourdatum: 8. April 2026
Schwierigkeit: T1 (durchgehend gelb markiert)
Strecke: 14.3 km: mit dem Bus ab Beringen zum Startpunkt, Siblingerhöhe (555 m) – P.577 – Oberhallauerbärg – Hinterer Berghof (584 m) – Fuchshaalde – Im Peter, P.507 – Rappehaalde – Bergkirche St. Moritz (493 m) – Braatele – Hallauerbärg – Rummele (590 m) – Rummelenhof, P.567 – Wilchingerbärg – Berghaus (566 m) – Bruderhof (515 m) – Hof Wilchingerberg – Schlaapfi – Staanacker – Am Bärgli – Trasadingen, Bahnhof (404 m)
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 219 m
Abstieg: ca. -369 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 20 Min.
Tageszeit: 10:50 bis 15:20 Uhr

Bike-Runde zum Benkner Büchel

Benken ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen mit etwa 3000 Einwohnern. Sie liegt etwa 5 km südöstlich des oberen Endes des Zürichsees. Der Benkner Büchel ist eine Erhebung mit einer
maximalen Höhe von 605 m.ü.M. Er steht auf dem Gebiet der
Gemeinde Benken in der Linth-Ebene, orografisch rechts des Linth-Kanals. Auf dem «Berg» liegt eine Streusiedlung, die durch eine Strasse mit dem Dorfkern verbunden ist. Eine Sehenswürdigkeit ist der Maria-Bildstein («Gfrörer-Chappeli»), ein Wallfahrtsort der auf einen 1519 errichteten Bildstock zurück geht. Aber erst im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts kamen in nennenswerterer Anzahl Pilger zu diesem Wallfahrtsort. Eine Kapelle wurde 1848 errichtet. Zwischen 1881 und 1883 wurde ein Neubau und 1966 die heutige Kirche errichtet. Der Benkner Büchel ist ein Molassehügel, der von Gletschern der Eiszeit abgerundet wurde, ein sogenannter Rundhöcker. Er besteht aus einem hochwertigen Sandstein, der zu den typischen Molassegesteinen gehört. Dieses Gestein entstand, als sich vor etwa 30 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Benkner Büchels unter der Last der heranrückenden Alpen ein sogenanntes Molassebecken bildete (Quelle: Wikipedia).

So viel zur Geschichte; fahren wir los! Dass heute, an diesem Ostermontag, viele unterwegs sein würden, war zu erwarten. Trotzdem – mit Stau musste nicht gerechnet werden. Unseren Wohnort verliessen wir am südlichen Ortsrand bei der ARA, dort wo sich die Jona nahe der A13 durch den Wald schlängelt. Nach anfänglich schönen Waldwegen wurde die Fahrt über einen kurzen Abschnitt zu einem Singletrail – eingeklemmt zwischen Jona und A15 und Bahnlinie galt es das Gleichgewicht zu halten, an zwei Stellen musste das Bike geschoben werden. An einer Lichtung im Langriet vorbei durch den Aspwald in Richtung Ermenswil. Den folgenden Chälenstich fuhren wir nicht auf dem Singletrail, sondern auf der Strasse in Richtung Eschenbach. Am Weiler Chälen vorbei dann wieder auf einem schmalen, aber mässig anspruchsvollen Trail bis Massholderen, dann auf der Strasse zur Ortsmitte von Eschenbach und weiter bis Neuhaus. Hier über den Kapellweg und entlang der Uznacherstrasse, südlich des Aatalweiers zügig über die Autobahnzufahrt zum Industriegebiet Hinterwis und weiter über den Uznaberg die folgende Abfahrt hinunter an die St. Gallerstrasse. Ein kurzes Stück dieser entlang die A15 unterquerend, hielten wir nach links, um auf der Naturstrasse Schmerikon südöstlich zu umfahren. Über die Aabachbrücke (ein tolles Fotosujet) durch die Gross Allmeind zur Linth und über die enge und steile (mit Lochgitter belegten) Eisenbrücke über den Linthkanal. Diesem entlang in Richtung O, gegenüber der Buechberg – ein Bike-Eldorado mit unzähligen Trails. Beim Schloss Grynau überquerten wir die vielbefahrene Strasse, um auf dem flach verlaufenden Kanalweg nach vier Kilometern den Ortsteil Giessen zu erreichen. Trinkpause am Kanal, nein heute keine Einkehr im Landgasthof Sternen, zu intensiv stieg uns der Geruch von Frittiertem in die Nase. Am Schützenhaus vorbei begann der moderat steile Aufstieg auf geteerter Strasse hoch zum Büchel (140 Hm, 1.8 km). Unerwartet weiträumig das Gebiet hier oben; vorbei an einigen Höfen und nahe der Meinradskapelle erreichten wir das aussichtsreich gelegene Wohngebiet Schmittenäcker, das eindrückliche Panorama auf die Ebene mit Schänis und zu den bekannten Nagelfluhbergen (Speer, Chüemettler, Federispitz) und natürlich dem Mürtschenstock. Vom heute höchstgelegenen Punkt folgte die Abfahrt über unbefestigte Wege nach Maria-Bildstein hinunter. Auch für nicht Wallfahrer, wie wir es sind, sehenswert. Etwas weiter unterhalb im Ortsteil Gsäss dann eine Wirtschaft wie im Bilderbuch: das Gasthaus Kapelle. Im schönen Garten fanden wir Platz für eine ausgiebige Mittagsrast. Danach folgte die Abfahrt zum hundert Meter tiefer gelegenen Benken. Dem Steinenbach entlang flach weiter durch das Kaltbrunner Riet zum drei Kilometer entfernten Uznach. Weiter dem Steinenbach folgend nach SW bis Grynau, wo sich der Kreis schloss. Jetzt die bekannte Strecke durch die Gross Allmeind zurück bis zur Aabachbrücke. Danach folgte die Durchfahrt von Schmerikon, wo an der Seepromenade viele den Frühling genossen. Die Fahrt entlang dem Obersee über Bollingen bis Jona mit vielen schönen Ausblicken auf den See und die gegenüber liegenden, noch immer verschneiten Chöpfenberg und Konsorten. Die Uferstrecke war – wie an solchen Tagen zu erwarten – stark befahren und begangen, also war Vorsicht und Rücksichtnahme geboten. Am Kloster Wurmsbach und dem Züriseekänzeli vorbei erreichten wir bei der Blumenau Jona, dessen Ortsmitte wir zügig in Richtung N durchfuhren. Über Schönau dem Rütiwald entlang zum Quartier Rüti-Rosenberg, wo unsere schöne Frühlingsrunde endete.

Fazit:
Eine schöne Fahrt durch die uns bekannte Linthebene zu einem lohnenden, uns unbekannten Ziel.

Wetterverhältnisse:
Ostermontag bei sonnigem Frühlingwetter, Temperatur bei ca. 18°. Wind 6 km/h NW

Ausrüstung:
e-Bike, Kartenmaterial SchweizMobil/Outdooractive, GPS

Parameter:
Tourdatum: 6. April 2026
Schwierigkeit: gut fahrbar, meist auf guten Fahrwegen, kurze Abschnitte Singletrail bis S1
Strecke: 45.1 km: Rüti ZH (480 m) – ARA Rüti (458 m) – Wydenschlösterli – Unterführung A15 (458 m) – Oberes Asp – Ermenswil (480 m) – Chälenstich (523 m) – Chälen – Massholderen (505 m) – Eschenbach SG (479 m) – Neuhaus SG (500 m) – Hinterwis (489 m) – Uznaberg (481 m) – Uznach/Schmerikon (418 m) – Chli Allmeind – Härti – Aabachbrücke (411 m) – Linth/Linthkanal (409 m) – Grynau (411 m) – Linthkanal – Giessen (413 m) – Benkner Büchel – Schmittenäcker (558 m) – Maria Bildstein (528 m) – Gsäss (491 m) – Frohe Aussicht – Benken, Steinenbach (406 m) – Uznach (409 m) – Grynau – Gross Allmeind – Aabachbrücke – Schmerikon (405 m) – Bollingen (409 m) – Wurmsbach (408 m) – Züriseekänzeli – Jona (420 m) – Schönau (459 m) – Rütiwald – Rüti-Rosenberg
Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat…
Aufstieg: ca. 471 m
Abstieg: ca. -468 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 10:30 bis 15:30 Uhr

Bauma – Lochbachtobel – Ghöch – Fischenthal

Heute wanderten wir auf den Spuren von Adolf Guyer-Zeller (*1. Mai 1839 in Neuthal, Bäretswil; †3. April 1899 in Zürich). Die vom Eisenbahn-Pionier resp. von Guyer-Zellers Bau- und Unterhalts-equipen angelegten und instand gehaltenen Wanderwege in romantische Tobel, zu imposanten Gubeln (Felswänden, Nagelfluhpfeilern, Felsköpfen) und rauschenden Giessen waren für seine Freunde und Gäste seines Standes bestimmt. Das zeigt auch die aufwändige Art, in der die breiten Wege befestigt und mit Geländern, Treppen und Brücken versehen sind. Das Lochbachtobel liegt im Süden von Bauma und liegt im engen Tälchen, welches vom Lochbach entwässert wird. Erreicht wird das verborgene Bijou ab Dorfmitte mit einem kurzen Spaziergang durch das südöstliche Quartier Holderbaum, wo auch die Geleise der Museumsbahn (DVZO) überquert werden. Vorbei an den Flarzhäusern Hinterwis wird nach ca. 1.2 km Loch und die Lochweid erreicht. Vorbei an einem kleinen Weiher (wir nennen ihn Lochweier) galt es an einer Verzweigung rechts zu halten und den wenig Wasser führenden Bach zu überqueren. Ungefähr hier beginnt die relative Wildnis des Lochbachtobels. Nach einer ersten Eisenbrücke und nach etwa 1.8 km biegt der Weg ein ins Dachsloch; über eine hohe Nagelfluhwand plätschert das Wasser hinunter. Über eine weitere Brücke vorbei an dieser schönen Giessen dreht der Weg leicht aufsteigend zurück zum Lochbach. Dort wartet schon eine weitere Brücke, welche vorbei an einer weiteren Giessen führt. Ab jetzt zählten wir die Brücken nicht mehr, und auch die vielen Wasserfälle nicht. Das Gleiche gilt für die Treppen – welche jetzt folgten. Etwas Vorsicht war schon geboten, weil der Untergrund nass und unter Laub lag, auch wenn die Holztritte mit Drahtgittern belegt waren. Guyer-Zeller-Weg heisst die folgende Strecke, auch Hoheneggweg genannt. Bald wurde klar, dass hier ein Eisenbahn-Pionier am Werke war. Über etwa 130 Höhenmeter führte der «Weg» über spektakuläre Eisentreppen und -brücken hoch zur Hohenegg. Auf der Hohenegg angekommen, verliessen wir den nach Neuthal hinunter führenden Guyer-Zeller-Weg, um entgegengesetzt nach SO zu laufen. Die Strecke über Hofbööl, Hinteres Lee bis zum Tännler verläuft auf einem nicht sehr ausgeprägten Grat, ohne Höhengewinn oder -verlust. Der Tännler markiert mit 965 m den östlichsten Punkt; schön der Ausblick zum Alpstein! Nach dem kurzen Abstieg zur asphaltierten Läsetenstrasse hinunter wanderten wir auf dieser zur Kreuzung Stattboden und leicht aufsteigend zur heute geschlossenen Bergwirtschaft Sunnenhof. Schön der Weitblick nach W und N, trotz leichter Trübung durch Schleierwolken. Zweihundert Meter weiter drehten wir nach O, um bei Punkt 968 wieder Natur unter den Füssen zu spüren. Wir entschieden, die wenige Meter südlich des markierten WW verlaufende Spur zu nehmen – ziemlich morastig durch das Rellstenloch. Durch das lichte Ghöchweidholz blinzelte uns die Sonne entgegen; vorbei am wenige Meter höheren Baschlisgipfel (1064 m) der kurze Aufstieg zur Ghöchweid. Hier weitete sich der Ausblick zu den Glarner und Schwyzer Alpen. Jetzt war es nur noch eine Sache von Minuten, über Weideland hinunter zum Übergang Ghöch, wo auch das empfehlenswerte Restaurant Berg steht. Gastgeber Josip hiess uns sehr freundlich willkommen – auch in deutlich gezeichneten Wanderklamotten. An diesem wunderschönen Platz fühlen sich Gourmets, Biker, Wanderer und Ausflügler gleichermassen willkommen. Das Tagesmenü passte vorzüglich: Salat, Hackbraten und ein Durstlöscher dazu. So gestärkt war der Abstieg nach Fischenthal hinunter (180 Hm, Distanz 2.5 km) reine Formsache – auch wenn die Unterlage Asphalt war. Ab Fischenthal dann die ÖV-Rückfahrt nach Hause.

Fazit:
Jahreszeitlich bedingt eine einsame Wanderung – uns hats sehr gefallen…

Wetterverhältnisse:
Wiederum viel Sonne, etwas verschleiert bewölkter Himmel, trocken. Temperatur im Bereich 8 bis 10° C, wenig Wind (ca. 7 km/h SSO)

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Wanderstöcke (evtl. Einsatz), Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tourdatum: 12. November 2025
Schwierigkeit: T1-2
Strecke: 10.13 km, Bauma Bahnhof (638 m) –  Hinterwis – Loch – Dachsloch – Guyer-Zeller-Weg P.778 – Lochbachtobel – Hohenegg – Hofbööl, P.921 – Hinteres Lee 894 m – Tännler (965 m) – Lasetenstrasse, P.925 – Stattboden (924 m) – Bergwirtschaft Sunnenhof, heute geschlossen – Laupetswilerstrasse, P.968 – Rellstenloch – Ghöchweidholz – Ghöchweid (999 m) – Ghöch (961 m) – Restaurant Berg – Hinterer Sädel (901 m) – Widenreiti, P.850 – Fischenthal (741 m), Bahnhof
Aufstieg: ca. 481 m
Abstieg: ca. -375 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 34 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 52 Min.
Tageszeit: 10:35 bis 15:05 Uhr

ZO-Runde Pfäffikersee

Im Grundsatz immer am Donnerstag, letztmals aber (witterungsbedingt) vor vier Wochen, heute wieder einmal unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – ein wie immer schönes, kameradschaftliches Erlebnis. Ernst führte uns im unteren Zürioberland herum, mit wenigen Metern Höhendifferenz. Die Wettervorhersagen versprachen einen letzten Schönwettertag vor dem Regen. Das waren sehr angenehme Bedingungen, und immerhin besammelten sich zweiundzwanzig BikerInnen zur Tour ab Wald ZH, zusammen mit ein paar anderen RüntnerInnen stiessen wir in Dürnten zur Gruppe. Überwiegend auf Naturstrassen oder geteerten Nebenstrassen fuhren wir über Grüt zum Quartier Sack und von dort hinunter ins Aathal. Die stark befahrene Verkehrsader überquerend, folgte der Anstieg hinauf nach Seegräben. Beim Juckerhof war der Kafihalt vorgesehen – hier war schon einiges los; die Vorbereitungen auf die Kürbisausstellung, welche zwischen dem 20. September und 26. Oktober stattfindet, liefen auf Hochtouren. Alles dreht sich um Kürbisse, ein mittlerweile etablierter Event, beinahe schon Mega, jedenfalls ziemlich touristisch. Den Kafi genossen wir unter den Bäumen an idyllischer Lage oberhalb des Pfäffikersees. Die Weiterfahrt führte mitten durch das Revier der mir vertrauten Jagdgesellschaft Oberuster (ich freue mich schon auf die kommende Jagdzeit!). Wermatswil streiften wir am Ostrand in Richtung Fehraltorf, wo wir den kleinen Flugplatz Speck-Fehraltorf erreichten; vorbei an der Brandruine des Restaurants fuhren wir nach Pfäffikon ZH, in dessen Ortsmitte über den Bahnübergang und nahe vorbei am Gefängnis – ohne Zwangsaufenthalt (hihihi…). Den Weiler Ober Balm erreicht, folgte die Abfahrt nach Kempten (Wetzikon) hinunter. Die Ortsmitte umfahrend, vorbei an der am Eingang ins Tobel gelegenen Mühle, erreichten wir auf aussichtsreicher Fahrt Ettenhausen und wenig später Hinwil. Hier verabschiedeten wir uns von den WaldnerInnen. Auf der Fahrt nach Hause folgte die Mittags-Einkehr im Restaurant Rotenstein, welches aussichtsreich im Grünen liegt. Anschliessend, noch immer bei trockener Witterung, folgte die Irr-Fahrt durch das Baustellen-Gebiet Wandhüslen, Tafleten, ARA Bubikon bis zum Ritterhaus. Jetzt noch die originelle Überquerung des Golfplatzes – wir waren wie immer behelmt… Beim alten Spital in Rüti angekommen, nahe an unserem Wohnort, war Schluss für heute.

Fazit:
Ernst und allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti ein herzliches Dankeschön für diese Runde im unteren Teil unseres schönen Zürioberlands!

Wetterverhältnisse:
Letzte Schönwetter-Stunden vor dem für heute Nachmittag angekündigten Regen, leichter Wind aus SW, ca. 18 bis 22°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 4. September 2025
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten.
Strecke: 47.6 km: Rüti ZH (470 m) – Tann (514 m) – Dürnten (511 m) – Tammel (532 m) – Oberhof (543 m) – Betzholz (546 m) – Hellberg (546 m) – Hundsruggen (549 m) – Grüt – Förliweid (553 m) – Robänkli, Sack – Aathal (508 m) – Seegräben (562 m) – Ottenhausen (579 m) – Wermatswil, P.569 – Brandrüti – Talbach, P.535 – Flugplatz Speck-Fehraltorf (540 m) – Pfäffikon ZH, Gefängnis (573 m) – Oberwil (582 m) – Halden – Unter Balm (601 m) – Ober Balm (627 m) – Summerau – Kempten (561 m) – Mühle (578 m) – Ettenhausen (571 m) – Hinwil (572 m) – P.557 (Rütibach) – P.554 (Schweipel) – Tammel – Oberhof – Rotenstein (532 m) – Wandhüslen – Tafleten (512 m) – ARA Bubikon – Ritterhaus (509 m) – Golfplatz (491 m) – Rüti, Talgarten
Aufstieg: ca. 590 m
Abstieg: ca. -590 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 38 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 13:30 Uhr