Archiv der Kategorie: Nord-/Ostschweiz

Neujahrs-Spaziergang 2022

Neujahrstag 2022, ein Samstag, fast schon frühlingshafte Witterung. Nach dem üppigen Silvesteressen begannen wir das neue Jahr mit einem einfachen Spaziergang gegen die Lethargie des Nichtstuns. Auch einem solchen Bericht, der keine Bergtour zum Inhalt hat, geben wir gerne Raum auf unserer Website, mit den besten Wünschen zum Jahresbeginn!

Wir starteten ab Haustür in Rüti, vorbei bei der Sporthalle Rekrutierungszentrum hoch zum Gewerbegebiet Schwarz. Dort unter der A15 durch, vorbei am Golfplatz zum Ritterhus Bubikon. Hier lohnt sich der Ausblick zum Bachtel, aber auch zum Alpstein und zu den Glarner Alpen. Am Ritterhus vorbei laufend erreichten wir bald Bubikon, dessen Ortsmitte wir in Richtung Kirche durchquerten. In Richtung West laufend bis zum Weiler Sennschür, dann eine kurzes Waldstück zum und durch das Reitbacher Riet. Auf dem Itziker Riet-Weg erreichten wir die Ortsgrenze von Grüningen. Vorbei am idyllischen Giessenweiher blieben wir auf dem Itziker Riet-Weg, um nicht den Altrütiwald-Weg zu laufen. Das Itziker Riet präsentierte sich schneefrei und in winterlicher Ruhe. Dem Waldrand entlang vorbei an Hinterbrugglen und wenig später am schmucken Haus Brugglen vorbei. Den uns vertrauten Ortsteil Itzikon durchquerten wir interessiert – das Ortsbild ohne wesentliche Zeichen der Veränderung. Auf der Itziker-Strasse genossen wir den schönen Blick zur Schlosskirche Grüningen und zum Stedtli. Beim P.498 bogen wir nach links ab, um über die Platten-Strasse zu laufen. Mal erkunden, ob sich in unserer „alten“ Heimat etwas verändert hat oder bewegt. Am Tannsberg genossen einige Spaziergänger die leicht erhöhte Lage, um Sonne und Ausblick zu geniessen. Das Quartier Hofacher durchquerten wir unauffällig und am Rande, nicht ohne einen Blick in unseren ex-Garten zu werfen – niemand da, dem wir persönlich „e guets Nöis“ wünschen konnten… Das sei hiermit und auf diesem Weg nachgeholt. Beim Gasthof Adler vorbei, liefen wir durch die Ortsmitte Binzikon. Bei der Station bestiegen wir den Bus der VZO, um die Rückreise anzutreten.

Fazit:
Seit anderthalb Jahren leben wir nun schon in der neuen Umgebung, 9 Kilometer weg von Grüningen. Die 32 Jahre dort sind unvergessen, auch wenn es uns am neuen Ort ausgezeichnet gefällt.

Ausrüstung:
keine

Parameter:
Tour-Datum: 1. Januar 2022
Strecke: 9.3 km: Rüti ZH (478 m) – Golfplatz Bubikon – Ritterhus Bubikon (508 m) – Bubikon (526 m) – Sennschür (527 m) – Itziker Riet – Itzikon – Binzikon (509 m)
Aufstieg: ca. 130 m
Abstieg: ca. -100 m
Benötigte Zeit: 2 Std.
Tageszeit: 13:30 bis 15:30 Uhr

Kronberg 1663 m, ab Schwägalp hin und zurück

Nach dem Saisonauftakt von gestern (Laucherenstöckli) doppelten wir heute nach. Da die Nebelobergrenze für heute bei etwa 1200 m vorausgesagt war, entschieden wir uns für eine Fahrt zur Schwägalp (1352 m). Erst kurz vor der Passhöhe war die Nebelgrenze erreicht – immerhin auf etwa 1250 m.ü.M. Nach dem Startkafi im «Säntis – das Hotel» starteten wir bei im Schatten des Säntis noch etwas widerspengstigen Bedingungen (-3 Grad), aber sonst bei besten Bedingungen (ca. 50 cm Hartschnee). Erst auf der maschinell gespurten Strecke leicht absteigend laufend, verliessen wir diese bei den Alpgebäuden Zweigemmer. Auf einer guten Spur passierten wir Siebenhütten um bei P.1308 wieder zur Piste, resp. zum Winterwanderweg zu gelangen. Jetzt folgte der leichte Aufstieg vorbei am Chüesitz zur Chammhaldenhütte (1396 m). Von hier der Ausblick über die bedrohlich ansteigende Nebeldecke hinweg. Der Blick zum höher gelegenen Kronberg hinüber versprach allerdings Sonne pur. Doch soweit war es noch nicht. Die Chammhaldenhütte lag noch im Schatten, und auch der kurze Abstieg zum Bruggerwald hinunter zwang uns Kappe und Handschuhe anzubehalten. Nach der Durchwanderung des schönen Waldes, kurz vor dem beim Schutzälpli beginnenden Aufstieg zickte der Nebel etwas – aber toll die Stimmung im Sonnenlicht. Bereits im Aufstieg zum Langälpli mussten wir feststellen, dass die markierte Schneeschuhspur streckenweise zerstört war – tiefe Einsinklöcher, welche Wanderer hinterliessen; eine sehr beschwerliche und auch gefährliche Art der Fortbewegung. Das Verhalten einzelner Berggänger ist wohl eher unüberlegt denn vorsätzlich. Wie auch immer, der streckenweise sehr steile Aufstieg bis zum Kronberg hatte es in sich. Erstaunlicherweise lag an diesem nach Süden ausgerichteten Hang viel Schnee (an den tiefen Einsinklöchern zu deuten mind. 50 bis 60 cm). Erst kurz unterhalb des Gipfels waren einige wenige apere Stellen zu umgehen. Oben angekommen, fand sich auf der Sonnenterrasse des Berggasthauses Kronberg kein Platz mehr – wir wollten ohnehin nach drinnen, wo wir so vor der leichten Bise geschützt waren. Südwoscht ond Chäshönli schmeckten vorzüglich, dazu ein alkoholfreies Flauder-Panaché. Die Mittagspause zog sich etwas in die Länge, weil wir überraschendweise eine ehemalige Schulkameradin Doris’ trafen. Eigentlich hatten wir die Absicht, über Scheidegg nach Jakobsbad abzusteigen (ca. 950 Abstiegsmeter). Wegen der bis auf 1300 m.ü.M. liegenden Nebelsuppe verwarfen wir diesen Plan – und mit der Bahn wollten wir auch nicht abfahren. Die einzige richtige Wahl war, den Rückweg zur Schwägalp anzutreten – was sich mehr als lohnte (siehe Bilder)! Der steile Abstieg hinunter bis zum Schutzälpli (-300 Hm) war der vielen Einsinklöcher wegen etwas strapaziös. Schliesslich durchstreiften wir den Bruggerwald wieder, diesmal im Aufstieg. Unterwegs bis zu Chammhaldenhütte war die Stimmung unglaublich schön – Nebelschwaden, Sonnenlicht, Landschaft. Die Hütte stand nun im schönsten Licht des späten Nachmittags – links der Blick zum Öhrli und dem Säntismassiv – eindrücklich! Noch 40 Minuten bis zur Schwägalp – auf diesem Abschnitt war der Schutz der Handschuhe und der Kappe wieder gefragt (die leichte Bise allerdings im Rücken). Auf den letzten paar hundert Metern nutzten wir den gewalzten Winterwanderweg, was ohne Schneeschuhe etwas leichter ging. Auf der Schwägalp (noch immer im schönsten Sonnenlicht) angelangt, war es mittlerweile kurz vor halb fünf. Also schnell nach Hause fahren, ab Passhöhe bereits wieder im Nebel.

Fazit:
Heute hatten wir, wie schon so oft, die richtige Wahl getroffen – zufrieden über einen wunderbaren Bergtag, genossen wir zuhause Adel’s Pizza.

Wetterverhältnisse:
Herrliches Winterwetter, wolkenlos und sehr sonnig, Temperaturen im Bereich -5 bis +8°, mässige Bise. Für Schneeschuhwanderer beste Schneeverhältnisse (Pulverschnee überfroren oder Hartschnee, geschätzte 50 bis 70 cm), Gelände ziemlich verspurt und leider auch grösstenteils malträtiert (wie beschrieben).

Lawinensituation:
Laut SLF Stufe 2 mässig

Ausrüstung:
Schneeschuhe, Stöcke, LVS, Sonde, Schaufel, GPS

Parameter:
Tourdatum: 16. Dezember 2021
Schwierigkeit: WT2
Strecke: 11.2 km, Schwägalp (1353 m) – Zweigemmer (1325 m) – Siebenhütten – P.1308 – Chüesitz – Chammhaldenhütte (1396 m) – Bruggerwald – Schutzenälpli (1368 m) – Langälpli (1366 m) – P.1557 – P.1607 – Kronberg (1663 m) – Rückweg auf gleicher Strecke
Aufstieg: ca. 670 m
Abstieg: ca. -670 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std.
Tageszeit: 10:10 bis 16:25 Uhr

Flucht an die Sonne: vom Arvenbüel über den Flügespitz zur Vorder Höhi

Heute haben wir alles richtig gemacht – dieses Résumé gleich zu Beginn des Tourenberichts. Selbstverständlich waren wir heute Sonntag nicht die Einzigen, die einen Platz an der Sonne fanden. Die Sonnenterrasse Amden-Arvenbüel hoch über dem Walensee wurde gestürmt – volle Parkplätze! Im vielseitigen und weitläufigen Wandergebiet verteilten sich die vielen Bewegungsfreudigen. Wir starteten nicht zu früh, um halb elf Uhr, und die Hoffnung, praktisch durchgehend an der Sonne zu laufen, erfüllte sich. Für unsere Wanderung wählten wir die Runde durch den Eggwald zum Flügespitz und weiter über die Vorder Höhi. Bereits im kurzen Abstieg zur Talstation des Sessellifts Arven lichteten sich die Reihen. Dann folgten wir nicht mehr der Strasse, sondern dem WW; wunderschön der herbstliche Aufstieg durch den Eggwald. An der Alpwirtschaft Looch, die seit Herbst 2018 geschlossen ist, zogen wir etwas nachdenklich vorbei – Toni und Heidi Gmür mussten leider unfreiwillig aufgeben (nach 67 Sommer!). Gleich nach der Alp Looch nahmen wir den Abzweiger (nach links) in Richtung Flügespitz und blieben somit an der Sonne. Zur rechten der mächtige Leistchamm mit seinem Schattenwurf, dem wir so ausweichen konnten. Auf den letzten Metern vor dem First war der Untergrund hart gefroren. Auf dem noch schattigen First angekommen, öffnete sich der Blick ins Obertoggenburg und zum Alpstein. Jetzt folgte der steile, aber kurze Grataufstieg zum etwa 50 m höherstehenden Flügespitz. Dieser kleine, aber markante Gipfel machte seinem Namen heute keine Ehre (von wegen Fliegen…); im Sommer wimmelt es hier oben, so dass eine Gipfelrast unangenehm ist. Heute wimmelte es von Gipfelstürmern – also hielt sich der Aufenthalt zeitlich in Grenzen. Der Überschreitung folgte ein sehr steiler und schmierig-rutschiger Abstieg zur Bärenegg hinunter. Hier lag noch etwas Schnee, hilfreich als Schuhputzanlage dienend. Nach dem leichten Zwischenaufstieg durch den Saumwald folgte der teilweise unter vereistem Schnee liegende Abstieg zur Vorder Höhi hinunter – viel Wandervolk dort, was schon von weitem zu hören war; klar, die Beiz war geöffnet, was schon im Arvenbüel unten angekündigt war. Wir fanden ein windgeschütztes, sonniges Plätzli (bei gefühlten 15° C) an der Wand eines Stallgebäudes. Hier hielten wir es richtig lange aus, mit tollem Blicken zu den Churfirsten, zu den Glarnern und aufs Meer hinunter. Und die mitgebrachten Leckereien schmeckten vorzüglich (1. Gang Brötli mit Salatblättern und Taleggio, 2. Gang Lieblingsschoggi). Von hier wäre auch die Besteigung des Gulme (+250 Hm) möglich; das liessen wir heute bleiben. Gut erholt und gelaunt nahmen wir den asphaltierten Fahrweg zur Altschen hinunter unter die Füsse. Ab dort folgten wir dem sonnigen und aussichtsreichen Weg in Richtung Heigge, dann der Abstieg durch den Wald auf dem Heiggenweg, vorbei an den ersten Ferienhäusern. Etwas unterhalb der Bergstation Brittertanne dann wieder viel Betrieb auf der Sonnenterrasse des Restaurants Monte Mio. Die hier beworbenen Cremeschnitten ignorierten wir – Doris wollte nicht, und ich wurde ja nicht gefragt😋. Vorbei an teilweise villenartigen Feriendomizilen erreichten wir den Startpunkt Arvenbüel. Glücklich darüber, heute wie eingangs erwähnt, alles richtig gemacht zu haben, folgte nun die Fahrt ins Meer hinunter nach Weesen und von dort rasch nach Hause.

Fazit:
Auf der Flucht aus dem Nebel an die Sonne ist Amden-Arvenbüel eine optimale Wahl!

Wetterverhältnisse:
Flucht aus der Nebelsuppe, ab 700 m.ü.M. herrliches Herbstwetter, sonnig und blau bis zum Abwinken, Temperaturen im Bereich -1 bis 8°, leichter Wind aus SW.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe mit gutem Profil, Stöcke, Kartenmaterial, GPS

Parameter:
Tourdatum: 21. November 2021
Schwierigkeit: T2+ (Abstieg Flügespitz, sonst T2)
Strecke: 9.1 km: Amden Arvenbüel (1272 m) – Leistkammstrasse – Eggwald – Egg P.1470  – Looch (1534 m) – kurz nach Alp Looch Abzweiger Richtung Flügespitz – First (1660 m) Flügespitz (1702 m) – Bärenegg (P.1567) – Saum – Vorder Höhi (1534 m) – P.1450 – Altschen – Heigge (P.1378) – Arven – Arvenbüel
Aufstieg: ca. 580 m
Abstieg: ca. -570 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 20 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std.
Tageszeit: 10:30 bis 14:50 Uhr

Winterliche Runde im Atzmännig: Tweralpspitz – Chrüzegg

Das Gebiet Atzmännig liegt unweit von unserer Haustüre. Dieser Sonnentag lockte viele Wanderlustige. Deshalb wählten wir eine weniger intensiv genutzte Route. Den grossen Parkplatz im Schutt bei der Talstation des Familiensportgebiets verliessen wir nordostwärts. Nach ersten Minuten auf der Fahrstrasse erreichten wir nach ca. zwanzig Minuten das Alprestaurant Altschwand (ferienhalber geschlossen). Ohnehin zu früh für eine Einkehr… Der Weg wurde steiler und schmaler, führte durch Wald und über Lichtungen. Und ja: in diesem schattigen Gelände lag bereits Schnee, weniger als zehn Zentimeter zwar, aber teilweise hartgefroren – also Stöcke auspacken. Oberhalb des Alpgebäudes Chlifelsen guttrittiges, jedoch steiles Gelände, bis uns bei 1140 m.ü.M. die Sonne verwöhnte. Im Steilhang zum Rotstein kamen erste winterliche Gefühle auf, der Direktaufstieg zum Grätchen das reine Vergnügen! Beim Rotstein angekommen, bot sich uns das bekannte Panorama, bei bester Fernsicht: Alpstein, Churfirsten, Speer, Linthebene, Innerschweizer Voralpen, sogar der Eiger (110 km Luftlinie!) waren zu sehen. Hier oben blies uns ein ziemlich starker und kalter Wind aus SW-SO entgegen. Ab hier könnte man den Tweralpspitz grosszügig (westlich) umgehen, um die Obertweralp direkt zu erreichen. Wir stiegen die paar hohen Tritte auf zum Rotstein, dessen Besteigung heute keine besondere Herausforderung war; alternativ könnte man östlich durch den Wald traversieren. Der folgende, nunmehr etwas ausgeprägtere Grat war heute etwas schmierig. Nach einem (vereisten) Zwischenabstieg folgte der Wiederaufstieg über eine kurze fixseilgesicherte Steilstufe. Dieser Stelle könnte ausgewichen werden über eine harmlosere Traverse durch ein Waldstück oberhalb des Cholloch. Nach einem kurzen Aufstieg standen wir auf dem Tweralpspitz 1331 m, dem heute höchsten Punkt, direkt auf der Kantonsgrenze ZH/SG gelegen. Einfach grossartig die Aussicht, das Toggenburg, der Alpstein, die Churfirsten. Unmittelbar nach der gut besuchten Feuerstelle folgte die «Abfahrt» zur Obertweralp hinunter, am schönsten abseits der hartgetretenen Spur, also im annähernd unverspurten Schneehang, ein Genuss. Vorbei am Alpgebäude der kurze Abstieg zur Fahrstrasse, welche aus dem Toggenburg hochführt. Dann folgte der Wiederaufstieg zum P.1229, wo die sonnig gelegene Bankniederlassung schon besetzt war. Wir strebten das 800 m westwärts liegende Berggasthaus Chrüzegg an, welches erwartungsgemäss draussen wie drinnen gut besucht war. Nach der Mittagspause und dem Genuss der grossartigen Fernsicht zogen wir weiter, den Chümibare mieden wir heute. Den Aussichtspunkt unterquerten wir auf dem Geoweg. Beim P.1177 – dort wo die nur grossgewachsenen Leuten vorbehaltene sehr hohe Bank steht – wurde der weitere Abstieg bis zum P. 1065 sehr steil und rutschig. Oberhalb Oberchamm immer schön der Krete entlang, etwas weniger steil, dafür über Stolperfallen (Wurzeln). Bald wieder steiler werdend, folgte der recht ruppige Abstieg über die unbequemen, weil teilweise schmierigen, Treppenstufen nach Enkrinnen hinunter. Ab Enkrinnen nicht auf der Fahrstrasse, sondern dem Goldingerbach entlang, vorbei am Campingplatz zur belebten Talstation Atzmännig und dem neuerdings gebührenpflichtigen Parkplatz Schutt, der sich langsam entleerte.

Fazit:
Nachdem in den vergangenen Tagen der erste Schnee gefallen ist, eine besonders stimmungsvolle Wanderung in «unserem» Zürioberland – herrlich!

Wetterverhältnisse:
Herrliches Herbstwetter bei winterlicher Stimmung, ziemlich sonnig, Temperaturen im Bereich -1 bis 8°, Wind aus SW bis SO.

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe mit gutem Profil, Stöcke, Kartenmaterial, GPS

Parameter:
Tourdatum: 7. November 2021
Schwierigkeit: T2
Strecke: 8.7 km: Atzmännig Parkplatz Schutt (824 m) – Hinteraltschwand (968 m) – Rotstein (1285 m) – Tweralpspitz (1331 m) – Obertweralp – P.1229 – Chrüzegg (1264 m) – P.1177 – P.1065 Oberchamm – Enkrinnen (844 m) – Atzmännig Talstation, P Schutt
Aufstieg: ca. 620 m
Abstieg: ca. -600 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 20 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 50 Min.
Tageszeit: 11:00 bis 15:20 Uhr

Bike-Runde um den Bachtel

Nach einigen Wochen mit vielen Bergwandertouren wieder einmal eine gemütliche Bikerunde in der nahen Umgebung im schönen Zürioberland. Spass und Sport war das Ziel. Gerne schloss ich mich der Velogruppe Wald/Rüti an, deren Leiter die Tour „Im grossen Bogen um den Bachtel“ ausschrieben – und 24 Teilnehmer (alles Senioren) kamen. Bis zum Treffpunkt beim Bahnhof Wald fuhr ich (ausnahmsweise) durch das vom Autoverkehr stark tangierte Grundtal – ein zweifelhaftes Vergnügen, aber der kürzeste und schnellste Weg, 6.5 km in 15 Minuten. Zu früh, dafür aber Zeit genug, sich zu begrüssen, einige bekannte Gesichter waren dabei. Um halb zwei starteten wir bei bester Laune und mit der Empfehlung, in kleinen „Päckli“ zu fahren, um überholungswillige Autofahrer nicht unnötig zu provozieren. Unterwegs hörten wir dennoch (gutgemeinte) Zurufe einiger ungeduldiger, der Beste von allen sei hier zitiert: „nehmt doch besser den ÖV, ehrlich“. Nach der Durchfahrt durch das Zentrum von Wald zügig hoch zum Hasenstrick, wo es den ersten Halt gab – die grandiose Fernsicht (Glärnisch, Tödi) war ein Genuss. Die Weiterfahrt dann nach Wernetshausen, von dort über Nebenstrassen nach Hinwil hinunter. Weiter über Ettenhausen nach Kempten. Dank der Ortskenntnisse der Leiter befuhren wir Quartierstrassen. In Wetzikon mieden wir die Ochsenkreuzung, auf der Weiterfahrt über Adetswil und Bäretswil galt unsere Konzentration dann wieder dem Schnellverkehr. Dank dem Päcklisystem «schikanierten» wir diesen im Aufstieg von Bäretswil nach Bettswil nur mässig. Ab Matt war dann Ruhe, vor uns der Genuss des Aufstiegs zum Ghöch – für die einen gemütlich, für andere etwas forscher und fordernder. Auf dem Übergang angekommen das kurze Warten – bei dieser Aussicht das reinste Vergnügen. Einige hundert Meter weiter steht das bekannte Restaurant Berg Ghöch, wo wir einkehrten. Klar, dass der Service trotz Anmeldung kurz und heftig gefordert war, individuelle Wünsche zu erfüllen – aber die können das bestens, Kompliment! Nach dieser ausgiebigen Pause die für die einen gemütliche, für die anderen rassige Abfahrt (über Nebenstrassen) hinunter nach Gibswil. Weiterfahrt an der Panoramaschanze vorbei bis zum Weiler Hüebli. Dort wurden alle herzlich verabschiedet mit dem Hinweis, vorsichtig nach Wald abzufahren (Gegenverkehr!). Ab Wald Zentrum wählten wir – nur noch zu zweit – die Strecke über Tonacher – Riederen – Oberfägswil – Würzhalden nach Rüti. Ende einer genussvollen Rundtour mit befriedigendem Fitness- und Spassfaktor.

Fazit:

Das war die letzte Biketour, welche 2021 von der Velogruppe Wald/Rüti durchgeführt wurde. Danke herzlich allen Engagierten für ihren tollen Einsatz! Und gerne bis zu einem nächsten Mal!

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig, bestes Herbstwetter, windstill, ca. 12°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 28. Oktober 2021
Schwierigkeit: Wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 45.7 km: Rüti ZH (478 m) – Grundtal – Wald ZH, Bahnhof (616 m) – Blattenbach (682 m) – Hasenstrick (757 m) – Wernetshausen (725 m) – Vorderbernegg (730 m) – Unterbernegg – Hinwil (572 m) – Ettenhausen (571 m) – Wetzikon/Kempten (577 m) – Burgweid (681 m) – Adetswil (725 m) – Bäretswil (706 m) – Bettswil (804 m) – Matt (802 m) – Ghöch (961 m) – Hintersädel (900 m) – Vordersädel (906 m) – Kleinbäretswil (902 m) – Gibswil (762 m) – Raad (764 m) – Hüebli (781 m) – Wald – Tonacher – Riederen – Oberfägswil – Würzhalden – Rüti ZH
Aufstieg: ca. 1075 m
Abstieg: ca. -1075 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 35 Min.
Tageszeit: 13:00 bis 17:10 Uhr

Biketour ins Trepsental, Rossweid-Grossfeldrederten

Ein weiterer schöner Spätsommertag, der genutzt werden soll: für eine Biketour ins Trepsental. Nie gehört? Also: das Trepsental ist das markanteste Seitental des Wägitals im Kanton Schwyz. Von der Alp Trepsen (1352 m), fliesst der Trepsenbach grösstenteils in Richtung Nordwest, bevor er beim Flüebödeli in die Wägitaler Aa mündet. Das Quellgebiet liegt also südlich des Chöpfenberg und nördlich des Bockmattlistock; von der Alp Trepsen führt ein Saumpfad über die Scheidegg (1431 m) ins schöne Schwändital, welches wir auch schon besuchten (Chöpfenberg-Tour). Das ca. sieben Kilometer lange Trepsental ist grösstenteils bewaldet, enthält nur einzelne Häuser und ist zugunsten der Land- und Forstwirtschaft mit einer 3.-Klasse-Strasse erschlossen. Unser Ziel heute war die nördlich des Chöpfenberg gelegene Alp Feldrederten; auch von dort gibt es einen Übergang ins Glarnerland, die Rossweidhöchi (1423 m), über welche das Niederurner Tal erreicht wird. Dieser Übergang war nicht das Zeil, weil die Rossweid sumpfig ist und das Bike über ca. 120 Hm mehrheitlich geschoben, stellenweise sogar getragen werden muss. So viel zur Ausgangslage.

Start ab Haustür bei ca. angenehmen 15° und Sonnenschein. Die Rosenstadt Rapperswil war rasch erreicht; dort genossen wir einen Startkafi, bevor die nicht gerade attraktive Fahrt über den Seedamm nach Pfäffikon folgte. Auch die folgende Strecke über Altendorf – Lachen – Galgenen wird dominiert von der nahen A3 und der Bahnlinie. Nach 18 km Fahrt, im Ortszentrum von Siebnen, bogen wir ab in Richtung Wägital. Nach wenigen Metern die Brücke über die Wägitaler Aa,vorbei am markanten Gebäude des KW auf die verkehrsarme Eisenburgstrasse. Jetzt begann es anzusteigen, bei P.492 erreichten wir die von Schübelbach herführende Strasse. In einer Rechtskurve weiter ansteigend, vorbei am Rütihof. Jetzt lag der Zürisee schon 100 Hm tiefer; entsprechend die Aussicht, welche lediglich durch die Starkstromleitungen beeinträchtig ist. Bei Eisenburg dann einige Serpentinen, links über uns der Stockberg, rechts unten die Wägitaler Aa, geradeaus Chli und Gross Aubrig. Bei Isenbach dann der Richtungswechsel (nach O) ins Gebiet Schwändelen. Noch immer auf geteerter Strasse fuhren wir stetig ansteigend hoch. Von Gelbberg bis oberhalb Kleinfeldredertli waren dann einige Weidegatter im Weg. Links oben das Lauiloch, welches wir von unserer Juni-Wanderung her kannten. Nach Kleinfeldredertli dann – mittlerweile auf Naturstrasse – über die Rossweid, zur bereits von weit sichtbar beflaggten Alp Feldrederten, gerade richtig zur Mittagszeit. In bester Gesellschaft wurden wir mit Leckereien verwöhnt von Monika und Hans. Frei herumlaufende Hühner mit Güggel versuchten ein paar Brotkrümel zu erbetteln. In unmittelbarer Nähe zierliche Muttertiere der Rasse Dexter – eine Alpidylle sondergleichen. Der Blick hoch zur Rossweidhöchi bestätigte, dass sich einige vom Niederurnertäli herkommende Biker abmühten – nichts für uns! Nach längerer Mittagspause Aufbruch zur Abfahrt, nicht ohne unterwegs noch Alpkäse einzukaufen. Nach sechs Kilometern, bei der Verzweigung P.820 machten wir den Abstecher zur nahegelegenen Kapelle und zum Restaurant gleichen Namens. An dieser schönen (und gut besuchten) Lage lohnt sich der Genuss kühlender Glacen. Nach dem kurzen Wegstück zurück zur Verzweigung dann die Abfahrt auf geteerter Unterlage, den frischen Kuhfladen geschickt ausweichend. Der Rest ist schnell erzählt: beim KW in Siebnen angekommen, folgte die unspektakuläre, flache Fahrt nach Pfäffikon, von dort über den Seedamm nach Rapperswil. Der kurze Aufstieg nach Hause war reine Formsache.

Fazit:
Eine Velofahrt in eine unbekannte Gegend – das Trepsental – absolut lohnend!

Wetterverhältnisse:
Spätsommerwetter, sonnig mit freundlicher Bewölkung, ca. 15 bis 22°, wenig störender Föhn

Ausrüstung:
e-Bike, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 8. September 2021
Schwierigkeit: wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 60.1 km: Rüti ZH (469 m) – Rapperswil-Jona (409 m) – Seedamm – Pfäffikon SZ (418 m) – Altendorf (414 m) – Lachen SZ (409 m) – Galgenen SZ (425 m) – Siebnen SZ (446 m) – beim KW über die Wägitaler Aa (454 m) – Eisenburgstrasse bis P.492 – Stöckweidli – Chapfeten – Ruebari (P.653) – Eisenburg – P.703 – P.728 (unterhalb Langweid) – P.770 – P.812 – P.820 (Verzweigung Kapelle Schwendenen) – Vorder Loch (874 m) – Schwendeli (927 m) – Billmeschwändi (986 m) – P.1059 – Gelbberg – Bergegg (P.1265, Verzweigung WW Lauihöchi) – Kleinfeldredertli – Rossweid – P.1297 (Verzweigung WW Rossweidhöchi) – Alp Feldrederten (1303 m) – Rückfahrt bis P.820 (Verzweigung Kapelle Schwendenen) – Abstecher zur Kapelle und zum Restaurant – zurück bis P.820 – Weiterfahrt wie Hinfahrt
Aufstieg: ca. 1380 m
Abstieg: ca. -1380 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 45 Min.
Tageszeit: 09:45 bis 16:15 Uhr

Biketour ab Wattwil über Vorder Höhi und Ricken

Der erste Sommertag nach Rückkehr dieses schon totgeglaubten Sommers 2021 wollte genutzt werden. In Wattwil trafen wir uns mit Urs aus Bazenheid, einem Toggenburger Freund mit einigen tausend Bike-Kilometern in den Beinen. Um halb neun starteten wir, Wattwil am südwestlichen Gebiet Bleiken umfahrend, vorbei an den drei Hochhäusern in Richtung Ebnat-Kappel. Hier grüssten uns schon alle sieben Churfirsten – welch eine Sicht! Auf der verkehrsarmen und deshalb ruhigen Talseite fuhren wir bei kaum spürbarem Aufstieg über Steinenbach (wo Doris‘ Geburtshaus steht), Brandholz, Blomberg, Krümmenswil bei Krummenau. Vorbei an wunderschönen Toggenburger Häusern und über abwechslungsreiches Gelände erreichten wir bald Neu St. Johann. Auf der Haupstrasse durchfuhren wir das mit Nesslau praktisch zusammengewachsene Dorf, um nun etwas stärker ansteigend Stein zu erreichen. Hier folgten wir (gerne) Doris’ Rat, beim Kafi Ziehler einen Halt einzuschalten (des Schlorzifladens wegen selbstverständlich…). Gestärkt fuhren wir weiter durch die enge Stelle, wo Thur und Strasse sich nahekommen (beim Iltishag). Nach dem Steinbruch – im Weiler Starkenbach – verliessen wir die Hauptstrasse nach rechts, also nach Süden. Vorbei an der Talstation der bekannten Seluner Kistenbahn; der Parkplatz voll besetzt, und es warteten bestimmt 20 Wanderer auf die Bergfahrt. Voll motiviert fuhren wir vorbei ins enge Tälchen des Leistbachs. Jetzt folgte die interessante, kurvenreiche Auffahrt zur Vorder Höhi; über eine Strecke von 6.5 km war eine Höhendifferenz von 640 Hm zu bewältigen. Das schmale Beton-Strässchen (Fahrverbot für Motorfahrzeuge) wurde im Jahre 1974 vom Militär gebaut; nach dem Felssturz vom 21. Januar 1974 konnte Amden nur über diesen Übergang versorgt werden. Die «Armeestrasse», wie sie bei den Einheimischen seither genannt wird, verlangt von sportlichen Bio-Bikern einiges ab; wir schafften den Aufstieg relativ locker dank Doping aus der Steckdose. Auf der Vorder Höhi angekommen, öffnete sich der Blick zu den Glarner Gipfeln, im Rücken der Blick zum Säntis, gegen Osten die Kette der berühmten sieben Churfirsten, und westlich der Alphütten der um 250 m höhere Gulmen. Vor der Alphütte genossen einige Wanderer und Biker die verdiente Pause, während frisch geborene Kälbchen willkommene Aufmerksamkeit bekamen. Nach diesem höchsten Punkt des Tages ging es vorerst nur noch abwärts mit uns – und wie! Die Abfahrt ins 640 m tiefer liegende Amden führte vorbei an der leider geschlossenen Skiclubhütte Altschen (geöffnet nur an Wochenenden). Die weitere Abfahrt war zwar steil, verführte aber nicht zu einer Schussfahrt, da einige Weideroste und Kurven zu befahren waren. Mit «glühenden» Bremsscheiben erreichten wir beim Vorderberg die Strasse Arvenbühl-Amden. In der Ortsmitte von Amden kehrten wir ein im Restaurant Sonne, resp. auf der sehr einladenden und aussichtsreichen Sonnenterrasse. Notabene: auf dem kleinen Bike-Parkplatz(!) können sogar die Akkus geladen werden. Zwölf Uhr, also gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nach der ausgedehnten Mittagspause folgte die rasende Abfahrt an den Walensee runter – bei Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h. Das schön gelegene Weesen durchquerten wir zielstrebig, um danach die Strecke nach Ziegelbrücke dem Linthkanal entlangzufahren. Hier spürten wir Gegenwind, welcher kaum störte, und sich ausserdem eher als Kühlung anfühlte. Mittlerweile war es hochsommerlich warm. Noch immer in der Ebene, rollten wir im Gaster über Schänis und Maseltrangen nach Kaltbrunn. Dort in der Ortsmitte begann der Aufstieg über ca. 250 Hm auf den Ricken. Nach Gommiswald öffnete sich der Blick zum Zürisee und zum nahe gelegenen Kloster Berg Sion. Bei Bildhaus hatten wir die Höhe annähernd erreicht, so dass wir bequem und mit höherem Tempo zum Ricken gelangten. Dort bogen wir rechts weg, um auf der verkehrsarmen Ostseite des Rickentobels abzufahren. Kurz vor Erreichen des Rickenhofs nochmals steiler, endete die Schussfahrt und der Kreis schloss sich. Die Fahrt durch das Quartier Bleiken zum Ausgangspunkt in Wattwil war dann noch gemütliches ausrollen. Auf der Terrasse bei Vreni und Urs durften wir dann einen sehr gemütlichen und kulinarischen Abschluss eines genussvollen Tourentages «feiern» – danke herzlich für die Gastfreundschaft. Und bei Urs bedanken wir uns nochmals für die freundschaftliche Begleitung.

Fazit:
Eine respektabel lange Velofahrt, bei sportlicher Fahrweise mit gutem Fitnessfaktor

Wetterverhältnisse:
Hochsommerwetter, sonnig mit freundlicher Schönwetter-Bewölkung, ca. 12 bis 28°

Ausrüstung:
e-Bike, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 10. August 2021
Schwierigkeit: wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 70.2 km: Wattwil, Vordere Schomatten (615 m) – Rickenhof (624 m) – Buechen, Ebnat-Kappel (631 m) – Steinenbach (651 m) – Brandholz (688 m) – Blomberg (749 m) – Krümmenswil/Krummenau (727 m) – Thurrain (759 m – Büelerbrugg (743 m) – Neu St. Johann (755 m) – Nesslau (756 m) – Stein (838 m) – Thur/Iltishag – Starkenbach (890 m) – Vorder Höhi (1533 m) – Altschen (1388 m) – P.1149 (Vorderberg) – Amden (908 m) – Weesen (427 m) – Ziegelbrücke (425 m) – Schänis (420 m) – Rufi (427 m) – Maseltrangen (437 m) – Steinenbrücke (450 m) – Kaltbrunn (440 m) – Gommiswald (583 m) – Bildhaus (785 m) – Ricken (786 m) – Hinterschönenberg (753 m) – Rickenhof – Wattwil
Aufstieg: ca. 1550 m
Abstieg: ca. -1550 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 40 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 15:30 Uhr

Seniorenrunde von Rüti an den Greifensee

Nach dem Regen ist vor dem Regen – das Motto dieses Sommers 2021. Und zwischendurch mal einen Tag, der das Prädikat Sommer verdient – heute war so ein Tag! Spontan schlossen wir uns der 60+ Velogruppe Wald/Rüti an, Treffpunkt Oberdürnten um 08:50 Uhr. Auf mehrheitlichen geteerten, ländlichen Strassen, und wie in unserem Zürioberland typisch, in leichtem Auf und Ab, radelten wir – immer leicht erhöht und deshalb aussichtsreich – in Richtung Greifensee. Zu solchen Ausfahrten gehören immer auch Pausen, weshalb die gewählte Strecke geschickt an Kafi-Stopps vorbeiführte. Über Hadlikon die leichte Abfahrt bis Wandhüslen, dann vorbei an der Betzholz-Kreisel nach Hellberg, weiter über Ober-Ottikon bis zum Badi-Restaurant in Gossau. Nach dem ausgiebigen Kafi- und Gipfeli-Halt die Weiterfahrt nach Bertschikon, Heusberg, Oberuster, Nossikon, Riedikon. Auf der Naturstrasse kurz vor Riedikon passierte dann ein kleines Malheur: das zu starke Bremsmanöver führte zu einem Sturz – auf einer solchen Unterlage meist mit einem Ausrutscher und mit schmerzhaften Schürfungen verbunden. Nichts Ernstes, ein paar Schrammen, dennoch ungefreut für die gestürzte Mitfahrerin. Der raschen Hilfsbereitschaft (Senioren-Solidarität!) einiger Teilnehmenden war es zu verdanken, dass wir nach kurzer erster Hilfe alle zusammen weiterfahren konnten. Der Betroffenen gute Genesungswünsche! In Riedikon die vielbefahrene Durchfahrtsstrasse zu überqueren, war dann schon etwas herausfordernd. Nachdem wir diese „Schlüsselstelle“ geschafft hatten, rollten wir dem hochwasserbedingt randvollen Greifensee entlang bis zu einer direkt am See gelegenen Badestelle. Idealer Ort für das verdiente Picknick aus dem Rucksack! Den anschliessenden Kafi (und Gelato) genossen wir wenige Minuten weiter in der Badi Niederuster. Für einen Sprung ins Wasser hatte niemand von uns Lust, oder die Badehose war nicht dabei… Die Rückfahrt führte zurück nach Riedikon, von dort durch das Riet zur Mündung der Mönchaltorfer Aa. Bei der Naturstation Silberweide vorbei, dem Bach entlang bis nach Mönchaltorf, nach der Ortsmitte links weg über Brand, Jungholz, Tägernau bis zum Einschnitt bei Chindlismüli. Dem kurzen Aufstieg nach Unterottikon und der folgenden Unterquerung der A52 folgte die gemütliche Weiterfahrt über Fuchsrüti, Lanzacher, Platten, den Hausberg Bachtel im Blickfeld. Kurz vor Bubikon die schmale Unterführung der S-Bahn-Linie, und beim Lettenmoos die südliche Umfahrung der A15-Ausfahrt Nr. 10. Nach der Unterführung nochmals auf Natursträsschen über schönstes Landwirtschaftsland bis zum Bahnhof Tann-Dürnten. Hier verabschiedeten wir Rütemer uns von den Waldnern – mit einem herzlichen Dank an Guide Margreth für die Vorbereitung und Leitung. Uns blieb jetzt noch die Fahrt durch das Quartier Sonnenberg, dann über den Bahnübergang an die Jona hinunter bis zur Ortsmitte Rüti und von dort nach Hause in den Talgarten.

Fazit:
Den regenfreien Tag optimal genutzt – für morgen sind wieder Gewitter angesagt…

Wetterverhältnisse:
Sonnig bei leichter Bewölkung, kaum Wind, ca. 18 bis 24°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 29. Juli 2021
Schwierigkeit: Leicht, einfach
Strecke: 46.1 km: Rüti ZH (478 m) – Tann (514 m) – Oberdürnten (557 m) – Hadlikon (580 m) – Wandhüslen (523 m) – Affeltrangen – Hellberg (546 m) – Ottikon, Strick (520 m) – Tannenberg bei Gossau (509 m) – Badi Gossau – Bertschikon (493 m) – Heusberg – Langgricht (535 m) – Oberuster – Nossikon (485 m) – Brunnacherriet (468 m) – Riedikon (441 m) – Greifensee (436 m) – Bad Niederuster (437 m) – Riedikon – Mönchaltorfer Aa – Mönchaltorf (441 m) – Brand (452 m) – Jungholz (454 m) – Tägernau (456 m) – Chindlismüli – Unter-Ottikon (491 m) – Hanfgarten (499 m) – Fuchsrüti – Lanzacher – Platten (Bubikon) – Lettenmoos – Unterführung A15 – Tann (514 m) – Rüti
Aufstieg: ca. 600 m
Abstieg: ca. -600 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 50 Min. (viele Pausen halt, wie es sich für Senioren gehört)
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std.
Tageszeit: 08:25 bis 15:15 Uhr

Bike-Türli ins Wengital

Heute Freitag, mutmasslich letzter Sommertag vor Eintreffen eines neuen Gewittertiefs – also galt es diesen Tag zu nutzen. Eine Biketour ab Haustür ins nahe Wengital war schon länger auf der Projektliste. Das kleine Tälchen kann erreicht werden ab Rieden SG oder etwas steil ansteigender ab Steinenbrücke im Gasterland. Es hat eine Länge von ca. 6 km und erstreckt sich vom Steinenbachtobel bis an den Nordfuss des Nagelfluhkolosses Speer. Der Wängibach sammelt sein Wasser an den schroffen Flanken des Chüemettlers, Grappehorns und des Speers. Die zuhinderst im Tälchen bestossenen Alpen liegen zwischen 1570 und 1400 m.ü.M. Der hinterste, mit Fahrzeugen legal erreichbare Punkt, ist der Parkplatz in Mittelwengi (1155 m); von dort beginnen die Aufstiege auf die erwähnten Gipfel (Alpines Bergwandern T4-T5). Unser Ziel liegt ca. 60 Hm tiefer, ca. 700 m vor Mittelwengi – die Bergwirtschaft Vorderwängi. Je nach Massstab der Landeskarte ist die Schreibweise „Wängi“ oder „Wengi“ – alles klar?

Zurück zum Start: in Rüti irrten wir mangels ausreichender Ortskenntnis etwas umher. Schliesslich schafften wir es die A15 beim Langacher zu überqueren. Dann weiter durch schattenspendenden Wald und übers Moosriet. Beim P.445 die Brücke über die Jona, dann eine kurze Schiebestrecke über Stufen die Unterführung der Bahnlinie beim Nordeingang des Aspwaldtunnels. Die Fahrrichtung falsch gewählt, wären wir beinahe nach Jona gefahren – nahe Untertägernau, noch immer im Aspwald – drehten wir in Richtung Oberes Asp – Tägernau – Ermenswil. Jetzt waren wir mit der Gegend vertrauter; nach einer leichten Anfahrt rollten wir in Eschenbach SG ein. Das Dorf durchquerend, erreichten wir nach etwa 2 km Neuhaus SG. Hier galt es, nicht auf die A15 aufzufahren. Über den Kapellweg, vorbei an der schön renovierten Kirche, erreichten wir den parallel zur Uznacherstrasse verlaufenden Veloweg. Genau beim Beginn der A15 überquerten wir die vielbefahrene Ausfahrt Nr. 14, um durch das Industriegebiet Hinterwis und bald auf die Alte Uznabergstrasse abzubiegen. Vorbei am altehrwürdigen (stillgelegten) Gasthof zur Felsenburg erreichten wir den Ortsteil Uznaberg, 70 Hm unter uns die aus dem Uznabergtunnel führende A15. Eingangs Uznach, beim Restaurant Kunsthof, fielen wir beinahe von unseren Bikes. Auf dem Dach des Kunsthofs sichteten wir mindestens sechs Storchennester. Das Städtchen von SW nach NO durchquerend, hielten wir in Richtung Kaltbrunn, vorbei am Spital Linth. Im Zentrum Kaltbrunn stärkten wir uns im Kafi Gabriel, das sind Glarner, weshalb es hier auch Glarner Beggeli gäbe (nicht für uns!). War die Fahrt bis jetzt relativ flach, mit leichtem Auf und Ab, änderte sich das beim Weiler Steinenbrücke (Strasse in Richtung Schänis). Gleich nach der Brücke über den Steinenbach (P.450) bogen wir nach links ab um den Ortsteil zu verlassen. Jetzt begann (endlich) der Anstieg: über ein paar Serpentinen gewannen wir rasch (und mit wenig Mühe) an Höhe und an Aussicht. Nach Kühneberg (713 m) – oberhalb des Kühnebachtobels – macht die Strasse einen grossen Rechtsbogen. Rechts oben der Blick zum Speer und zur schön gelegenen Bruder Klaus Kapelle Altwies. Kurz nach P.884 wechselte die Unterlage von Asphalt auf Natur. Zur Linken das Bachmannsbergtobel, fuhren wir auf der Wengistrasse weiter. Bei P.915 die Verzweigung nach Rieden. Geradeaus durch den Steineggwald, dann die Wengibrugg, eine Holzbrücke (969 m). Jetzt noch zwei Kehren, und schon war Vorderwängi erreicht. Glück gehabt, denn vor uns der Alpauftrieb auf die höher gelegenen Alpen. Wie geplant, drehten wir ab zur Einkehr – pünktlich zur Mittagszeit. Wenige Besucher heute: einige Wanderer, ein paar Älpler, zwei Fans (im Seniorenalter) mit ihren 60jährigen Rapid S-Spezial mit Treibachswagen 4×4. Der WKS schmeckte ausgezeichnet, die Wirtsleute waren sehr freundlich. So waren wir gut „gerüstet“ für die Abfahrt. Beim P.915 bogen wir ab um über den Wängibach – also ennet des Bachmannsbergtobels – über die Schännerwitistrasse nach Bachmannsberg zu fahren; ab hier wäre auch die Tanzbodenalp zu erreichen (auch eins unserer Bike-Projekte). Weiter über P.847 (Steinenbach) und Mülibächli (im Offline-Modus versteht sich…) erreichten wir das Dorf Rieden SG mit seiner übergrossen Kirche. Auf der wenig befahrenen Strasse nach Gommiswald hinunter genossen wir die Aussicht (Linthebene, Obersee). Wenig oberhalb der auch hier markanten Dorfkirche verliessen wir die Rickenstrasse nach links auf die Ernetschwilerstrasse. In Ernetschwil fuhren wir erst falsch, um schliesslich den Klosterwald nördlich zu umfahren, vorbei am Altbad. Im Wald (Brand) beim Lindenplatz (P.565) wieder ein Verhauer – machte ja nichts, mit dem Bike sind Strecken kurz. Jetzt stimmte die Richtung wieder: ab durch den Burgerwald, vorbei am Fabrikweiher (489 m). Nach ein paar Kurven war die Kreisel an der Zürcherstrasse erreicht. Nach wenigen Metern verliessen wir die Hauptstrasse wieder in Richtung Uznaberg. Über die von der Hinfahrt bekannte Alte Uznabergstrasse weiter bis Neuhaus SG und von dort via Eschenbach – Ermenswil zurück nach Hause. Wieder einmal staunten wir über die vielen zurückgelegten Höhenmeter…

Fazit:
Eine mittellange Velofahrt, bei sportlicher Fahrweise mit befriedigendem Fitnessfaktor

Wetterverhältnisse:
Hochsommerwetter, windstill, ca. 30°

Ausrüstung:
e-Bike, Kartenmaterial, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 23. Juli 2021
Schwierigkeit: wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 63 km: Rüti ZH (478 m) – Langacher, Brücke über die A13 (470 m) – Moosriet – Oberes Asp – Tägernau (464 m) – Ermenswil (484 m) – Chälenstich – Eschenbach (479 m) – Neuhaus (502 m) – Industrie Hinterwis (489 m) – Uznaberg (489 m) – Uznach – Kaltbrunn (440 m) – Steinenbrücke (450 m) – Kühneberg (714 m) – Berggarten (775 m) – Wengibrugg (968 m) – Vorderwengi (1086 m) – Wengibrugg – P.915 – Bachmannsberg (P.885) – Steinenbach (847 m) – Mülibächli – Rieden (717 m) – Gommiswald (583 m) – Ernetschwil (576 m) – Klosterwald – Altbad (574 m) – Lindenplatz (P.565) – Burgerwald – Fabrikweiher (489 m) – P.420 und 424 (Uznach) – Uznaberg (499 m) – Industrie Hinterwis (489 m) – Neuhaus – Eschenbach – Ermenswil – Rüti
Aufstieg: ca. 1300 m
Abstieg: ca. -1290 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 50 Min.
Tageszeit: 09:00 bis 15:00 Uhr