Archiv der Kategorie: Nord-/Ostschweiz

Biketour ins Trepsental, Rossweid-Grossfeldrederten

Ein weiterer schöner Spätsommertag, der genutzt werden soll: für eine Biketour ins Trepsental. Nie gehört? Also: das Trepsental ist das markanteste Seitental des Wägitals im Kanton Schwyz. Von der Alp Trepsen (1352 m), fliesst der Trepsenbach grösstenteils in Richtung Nordwest, bevor er beim Flüebödeli in die Wägitaler Aa mündet. Das Quellgebiet liegt also südlich des Chöpfenberg und nördlich des Bockmattlistock; von der Alp Trepsen führt ein Saumpfad über die Scheidegg (1431 m) ins schöne Schwändital, welches wir auch schon besuchten (Chöpfenberg-Tour). Das ca. sieben Kilometer lange Trepsental ist grösstenteils bewaldet, enthält nur einzelne Häuser und ist zugunsten der Land- und Forstwirtschaft mit einer 3.-Klasse-Strasse erschlossen. Unser Ziel heute war die nördlich des Chöpfenberg gelegene Alp Feldrederten; auch von dort gibt es einen Übergang ins Glarnerland, die Rossweidhöchi (1423 m), über welche das Niederurner Tal erreicht wird. Dieser Übergang war nicht das Zeil, weil die Rossweid sumpfig ist und das Bike über ca. 120 Hm mehrheitlich geschoben, stellenweise sogar getragen werden muss. So viel zur Ausgangslage.

Start ab Haustür bei ca. angenehmen 15° und Sonnenschein. Die Rosenstadt Rapperswil war rasch erreicht; dort genossen wir einen Startkafi, bevor die nicht gerade attraktive Fahrt über den Seedamm nach Pfäffikon folgte. Auch die folgende Strecke über Altendorf – Lachen – Galgenen wird dominiert von der nahen A3 und der Bahnlinie. Nach 18 km Fahrt, im Ortszentrum von Siebnen, bogen wir ab in Richtung Wägital. Nach wenigen Metern die Brücke über die Wägitaler Aa,vorbei am markanten Gebäude des KW auf die verkehrsarme Eisenburgstrasse. Jetzt begann es anzusteigen, bei P.492 erreichten wir die von Schübelbach herführende Strasse. In einer Rechtskurve weiter ansteigend, vorbei am Rütihof. Jetzt lag der Zürisee schon 100 Hm tiefer; entsprechend die Aussicht, welche lediglich durch die Starkstromleitungen beeinträchtig ist. Bei Eisenburg dann einige Serpentinen, links über uns der Stockberg, rechts unten die Wägitaler Aa, geradeaus Chli und Gross Aubrig. Bei Isenbach dann der Richtungswechsel (nach O) ins Gebiet Schwändelen. Noch immer auf geteerter Strasse fuhren wir stetig ansteigend hoch. Von Gelbberg bis oberhalb Kleinfeldredertli waren dann einige Weidegatter im Weg. Links oben das Lauiloch, welches wir von unserer Juni-Wanderung her kannten. Nach Kleinfeldredertli dann – mittlerweile auf Naturstrasse – über die Rossweid, zur bereits von weit sichtbar beflaggten Alp Feldrederten, gerade richtig zur Mittagszeit. In bester Gesellschaft wurden wir mit Leckereien verwöhnt von Monika und Hans. Frei herumlaufende Hühner mit Güggel versuchten ein paar Brotkrümel zu erbetteln. In unmittelbarer Nähe zierliche Muttertiere der Rasse Dexter – eine Alpidylle sondergleichen. Der Blick hoch zur Rossweidhöchi bestätigte, dass sich einige vom Niederurnertäli herkommende Biker abmühten – nichts für uns! Nach längerer Mittagspause Aufbruch zur Abfahrt, nicht ohne unterwegs noch Alpkäse einzukaufen. Nach sechs Kilometern, bei der Verzweigung P.820 machten wir den Abstecher zur nahegelegenen Kapelle und zum Restaurant gleichen Namens. An dieser schönen (und gut besuchten) Lage lohnt sich der Genuss kühlender Glacen. Nach dem kurzen Wegstück zurück zur Verzweigung dann die Abfahrt auf geteerter Unterlage, den frischen Kuhfladen geschickt ausweichend. Der Rest ist schnell erzählt: beim KW in Siebnen angekommen, folgte die unspektakuläre, flache Fahrt nach Pfäffikon, von dort über den Seedamm nach Rapperswil. Der kurze Aufstieg nach Hause war reine Formsache.

Fazit:
Eine Velofahrt in eine unbekannte Gegend – das Trepsental – absolut lohnend!

Wetterverhältnisse:
Spätsommerwetter, sonnig mit freundlicher Bewölkung, ca. 15 bis 22°, wenig störender Föhn

Ausrüstung:
e-Bike, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 8. September 2021
Schwierigkeit: wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 60.1 km: Rüti ZH (469 m) – Rapperswil-Jona (409 m) – Seedamm – Pfäffikon SZ (418 m) – Altendorf (414 m) – Lachen SZ (409 m) – Galgenen SZ (425 m) – Siebnen SZ (446 m) – beim KW über die Wägitaler Aa (454 m) – Eisenburgstrasse bis P.492 – Stöckweidli – Chapfeten – Ruebari (P.653) – Eisenburg – P.703 – P.728 (unterhalb Langweid) – P.770 – P.812 – P.820 (Verzweigung Kapelle Schwendenen) – Vorder Loch (874 m) – Schwendeli (927 m) – Billmeschwändi (986 m) – P.1059 – Gelbberg – Bergegg (P.1265, Verzweigung WW Lauihöchi) – Kleinfeldredertli – Rossweid – P.1297 (Verzweigung WW Rossweidhöchi) – Alp Feldrederten (1303 m) – Rückfahrt bis P.820 (Verzweigung Kapelle Schwendenen) – Abstecher zur Kapelle und zum Restaurant – zurück bis P.820 – Weiterfahrt wie Hinfahrt
Aufstieg: ca. 1380 m
Abstieg: ca. -1380 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 45 Min.
Tageszeit: 09:45 bis 16:15 Uhr

Biketour ab Wattwil über Vorder Höhi und Ricken

Der erste Sommertag nach Rückkehr dieses schon totgeglaubten Sommers 2021 wollte genutzt werden. In Wattwil trafen wir uns mit Urs aus Bazenheid, einem Toggenburger Freund mit einigen tausend Bike-Kilometern in den Beinen. Um halb neun starteten wir, Wattwil am südwestlichen Gebiet Bleiken umfahrend, vorbei an den drei Hochhäusern in Richtung Ebnat-Kappel. Hier grüssten uns schon alle sieben Churfirsten – welch eine Sicht! Auf der verkehrsarmen und deshalb ruhigen Talseite fuhren wir bei kaum spürbarem Aufstieg über Steinenbach (wo Doris‘ Geburtshaus steht), Brandholz, Blomberg, Krümmenswil bei Krummenau. Vorbei an wunderschönen Toggenburger Häusern und über abwechslungsreiches Gelände erreichten wir bald Neu St. Johann. Auf der Haupstrasse durchfuhren wir das mit Nesslau praktisch zusammengewachsene Dorf, um nun etwas stärker ansteigend Stein zu erreichen. Hier folgten wir (gerne) Doris’ Rat, beim Kafi Ziehler einen Halt einzuschalten (des Schlorzifladens wegen selbstverständlich…). Gestärkt fuhren wir weiter durch die enge Stelle, wo Thur und Strasse sich nahekommen (beim Iltishag). Nach dem Steinbruch – im Weiler Starkenbach – verliessen wir die Hauptstrasse nach rechts, also nach Süden. Vorbei an der Talstation der bekannten Seluner Kistenbahn; der Parkplatz voll besetzt, und es warteten bestimmt 20 Wanderer auf die Bergfahrt. Voll motiviert fuhren wir vorbei ins enge Tälchen des Leistbachs. Jetzt folgte die interessante, kurvenreiche Auffahrt zur Vorder Höhi; über eine Strecke von 6.5 km war eine Höhendifferenz von 640 Hm zu bewältigen. Das schmale Beton-Strässchen (Fahrverbot für Motorfahrzeuge) wurde im Jahre 1974 vom Militär gebaut; nach dem Felssturz vom 21. Januar 1974 konnte Amden nur über diesen Übergang versorgt werden. Die «Armeestrasse», wie sie bei den Einheimischen seither genannt wird, verlangt von sportlichen Bio-Bikern einiges ab; wir schafften den Aufstieg relativ locker dank Doping aus der Steckdose. Auf der Vorder Höhi angekommen, öffnete sich der Blick zu den Glarner Gipfeln, im Rücken der Blick zum Säntis, gegen Osten die Kette der berühmten sieben Churfirsten, und westlich der Alphütten der um 250 m höhere Gulmen. Vor der Alphütte genossen einige Wanderer und Biker die verdiente Pause, während frisch geborene Kälbchen willkommene Aufmerksamkeit bekamen. Nach diesem höchsten Punkt des Tages ging es vorerst nur noch abwärts mit uns – und wie! Die Abfahrt ins 640 m tiefer liegende Amden führte vorbei an der leider geschlossenen Skiclubhütte Altschen (geöffnet nur an Wochenenden). Die weitere Abfahrt war zwar steil, verführte aber nicht zu einer Schussfahrt, da einige Weideroste und Kurven zu befahren waren. Mit «glühenden» Bremsscheiben erreichten wir beim Vorderberg die Strasse Arvenbühl-Amden. In der Ortsmitte von Amden kehrten wir ein im Restaurant Sonne, resp. auf der sehr einladenden und aussichtsreichen Sonnenterrasse. Notabene: auf dem kleinen Bike-Parkplatz(!) können sogar die Akkus geladen werden. Zwölf Uhr, also gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nach der ausgedehnten Mittagspause folgte die rasende Abfahrt an den Walensee runter – bei Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h. Das schön gelegene Weesen durchquerten wir zielstrebig, um danach die Strecke nach Ziegelbrücke dem Linthkanal entlangzufahren. Hier spürten wir Gegenwind, welcher kaum störte, und sich ausserdem eher als Kühlung anfühlte. Mittlerweile war es hochsommerlich warm. Noch immer in der Ebene, rollten wir im Gaster über Schänis und Maseltrangen nach Kaltbrunn. Dort in der Ortsmitte begann der Aufstieg über ca. 250 Hm auf den Ricken. Nach Gommiswald öffnete sich der Blick zum Zürisee und zum nahe gelegenen Kloster Berg Sion. Bei Bildhaus hatten wir die Höhe annähernd erreicht, so dass wir bequem und mit höherem Tempo zum Ricken gelangten. Dort bogen wir rechts weg, um auf der verkehrsarmen Ostseite des Rickentobels abzufahren. Kurz vor Erreichen des Rickenhofs nochmals steiler, endete die Schussfahrt und der Kreis schloss sich. Die Fahrt durch das Quartier Bleiken zum Ausgangspunkt in Wattwil war dann noch gemütliches ausrollen. Auf der Terrasse bei Vreni und Urs durften wir dann einen sehr gemütlichen und kulinarischen Abschluss eines genussvollen Tourentages «feiern» – danke herzlich für die Gastfreundschaft. Und bei Urs bedanken wir uns nochmals für die freundschaftliche Begleitung.

Fazit:
Eine respektabel lange Velofahrt, bei sportlicher Fahrweise mit gutem Fitnessfaktor

Wetterverhältnisse:
Hochsommerwetter, sonnig mit freundlicher Schönwetter-Bewölkung, ca. 12 bis 28°

Ausrüstung:
e-Bike, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 10. August 2021
Schwierigkeit: wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 70.2 km: Wattwil, Vordere Schomatten (615 m) – Rickenhof (624 m) – Buechen, Ebnat-Kappel (631 m) – Steinenbach (651 m) – Brandholz (688 m) – Blomberg (749 m) – Krümmenswil/Krummenau (727 m) – Thurrain (759 m – Büelerbrugg (743 m) – Neu St. Johann (755 m) – Nesslau (756 m) – Stein (838 m) – Thur/Iltishag – Starkenbach (890 m) – Vorder Höhi (1533 m) – Altschen (1388 m) – P.1149 (Vorderberg) – Amden (908 m) – Weesen (427 m) – Ziegelbrücke (425 m) – Schänis (420 m) – Rufi (427 m) – Maseltrangen (437 m) – Steinenbrücke (450 m) – Kaltbrunn (440 m) – Gommiswald (583 m) – Bildhaus (785 m) – Ricken (786 m) – Hinterschönenberg (753 m) – Rickenhof – Wattwil
Aufstieg: ca. 1550 m
Abstieg: ca. -1550 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 40 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 15:30 Uhr

Seniorenrunde von Rüti an den Greifensee

Nach dem Regen ist vor dem Regen – das Motto dieses Sommers 2021. Und zwischendurch mal einen Tag, der das Prädikat Sommer verdient – heute war so ein Tag! Spontan schlossen wir uns der 60+ Velogruppe Wald/Rüti an, Treffpunkt Oberdürnten um 08:50 Uhr. Auf mehrheitlichen geteerten, ländlichen Strassen, und wie in unserem Zürioberland typisch, in leichtem Auf und Ab, radelten wir – immer leicht erhöht und deshalb aussichtsreich – in Richtung Greifensee. Zu solchen Ausfahrten gehören immer auch Pausen, weshalb die gewählte Strecke geschickt an Kafi-Stopps vorbeiführte. Über Hadlikon die leichte Abfahrt bis Wandhüslen, dann vorbei an der Betzholz-Kreisel nach Hellberg, weiter über Ober-Ottikon bis zum Badi-Restaurant in Gossau. Nach dem ausgiebigen Kafi- und Gipfeli-Halt die Weiterfahrt nach Bertschikon, Heusberg, Oberuster, Nossikon, Riedikon. Auf der Naturstrasse kurz vor Riedikon passierte dann ein kleines Malheur: das zu starke Bremsmanöver führte zu einem Sturz – auf einer solchen Unterlage meist mit einem Ausrutscher und mit schmerzhaften Schürfungen verbunden. Nichts Ernstes, ein paar Schrammen, dennoch ungefreut für die gestürzte Mitfahrerin. Der raschen Hilfsbereitschaft (Senioren-Solidarität!) einiger Teilnehmenden war es zu verdanken, dass wir nach kurzer erster Hilfe alle zusammen weiterfahren konnten. Der Betroffenen gute Genesungswünsche! In Riedikon die vielbefahrene Durchfahrtsstrasse zu überqueren, war dann schon etwas herausfordernd. Nachdem wir diese „Schlüsselstelle“ geschafft hatten, rollten wir dem hochwasserbedingt randvollen Greifensee entlang bis zu einer direkt am See gelegenen Badestelle. Idealer Ort für das verdiente Picknick aus dem Rucksack! Den anschliessenden Kafi (und Gelato) genossen wir wenige Minuten weiter in der Badi Niederuster. Für einen Sprung ins Wasser hatte niemand von uns Lust, oder die Badehose war nicht dabei… Die Rückfahrt führte zurück nach Riedikon, von dort durch das Riet zur Mündung der Mönchaltorfer Aa. Bei der Naturstation Silberweide vorbei, dem Bach entlang bis nach Mönchaltorf, nach der Ortsmitte links weg über Brand, Jungholz, Tägernau bis zum Einschnitt bei Chindlismüli. Dem kurzen Aufstieg nach Unterottikon und der folgenden Unterquerung der A52 folgte die gemütliche Weiterfahrt über Fuchsrüti, Lanzacher, Platten, den Hausberg Bachtel im Blickfeld. Kurz vor Bubikon die schmale Unterführung der S-Bahn-Linie, und beim Lettenmoos die südliche Umfahrung der A15-Ausfahrt Nr. 10. Nach der Unterführung nochmals auf Natursträsschen über schönstes Landwirtschaftsland bis zum Bahnhof Tann-Dürnten. Hier verabschiedeten wir Rütemer uns von den Waldnern – mit einem herzlichen Dank an Guide Margreth für die Vorbereitung und Leitung. Uns blieb jetzt noch die Fahrt durch das Quartier Sonnenberg, dann über den Bahnübergang an die Jona hinunter bis zur Ortsmitte Rüti und von dort nach Hause in den Talgarten.

Fazit:
Den regenfreien Tag optimal genutzt – für morgen sind wieder Gewitter angesagt…

Wetterverhältnisse:
Sonnig bei leichter Bewölkung, kaum Wind, ca. 18 bis 24°

Ausrüstung:
GPS

Parameter:
Tour-Datum: 29. Juli 2021
Schwierigkeit: Leicht, einfach
Strecke: 46.1 km: Rüti ZH (478 m) – Tann (514 m) – Oberdürnten (557 m) – Hadlikon (580 m) – Wandhüslen (523 m) – Affeltrangen – Hellberg (546 m) – Ottikon, Strick (520 m) – Tannenberg bei Gossau (509 m) – Badi Gossau – Bertschikon (493 m) – Heusberg – Langgricht (535 m) – Oberuster – Nossikon (485 m) – Brunnacherriet (468 m) – Riedikon (441 m) – Greifensee (436 m) – Bad Niederuster (437 m) – Riedikon – Mönchaltorfer Aa – Mönchaltorf (441 m) – Brand (452 m) – Jungholz (454 m) – Tägernau (456 m) – Chindlismüli – Unter-Ottikon (491 m) – Hanfgarten (499 m) – Fuchsrüti – Lanzacher – Platten (Bubikon) – Lettenmoos – Unterführung A15 – Tann (514 m) – Rüti
Aufstieg: ca. 600 m
Abstieg: ca. -600 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 50 Min. (viele Pausen halt, wie es sich für Senioren gehört)
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std.
Tageszeit: 08:25 bis 15:15 Uhr

Bike-Türli ins Wengital

Heute Freitag, mutmasslich letzter Sommertag vor Eintreffen eines neuen Gewittertiefs – also galt es diesen Tag zu nutzen. Eine Biketour ab Haustür ins nahe Wengital war schon länger auf der Projektliste. Das kleine Tälchen kann erreicht werden ab Rieden SG oder etwas steil ansteigender ab Steinenbrücke im Gasterland. Es hat eine Länge von ca. 6 km und erstreckt sich vom Steinenbachtobel bis an den Nordfuss des Nagelfluhkolosses Speer. Der Wängibach sammelt sein Wasser an den schroffen Flanken des Chüemettlers, Grappehorns und des Speers. Die zuhinderst im Tälchen bestossenen Alpen liegen zwischen 1570 und 1400 m.ü.M. Der hinterste, mit Fahrzeugen legal erreichbare Punkt, ist der Parkplatz in Mittelwengi (1155 m); von dort beginnen die Aufstiege auf die erwähnten Gipfel (Alpines Bergwandern T4-T5). Unser Ziel liegt ca. 60 Hm tiefer, ca. 700 m vor Mittelwengi – die Bergwirtschaft Vorderwängi. Je nach Massstab der Landeskarte ist die Schreibweise „Wängi“ oder „Wengi“ – alles klar?

Zurück zum Start: in Rüti irrten wir mangels ausreichender Ortskenntnis etwas umher. Schliesslich schafften wir es die A15 beim Langacher zu überqueren. Dann weiter durch schattenspendenden Wald und übers Moosriet. Beim P.445 die Brücke über die Jona, dann eine kurze Schiebestrecke über Stufen die Unterführung der Bahnlinie beim Nordeingang des Aspwaldtunnels. Die Fahrrichtung falsch gewählt, wären wir beinahe nach Jona gefahren – nahe Untertägernau, noch immer im Aspwald – drehten wir in Richtung Oberes Asp – Tägernau – Ermenswil. Jetzt waren wir mit der Gegend vertrauter; nach einer leichten Anfahrt rollten wir in Eschenbach SG ein. Das Dorf durchquerend, erreichten wir nach etwa 2 km Neuhaus SG. Hier galt es, nicht auf die A15 aufzufahren. Über den Kapellweg, vorbei an der schön renovierten Kirche, erreichten wir den parallel zur Uznacherstrasse verlaufenden Veloweg. Genau beim Beginn der A15 überquerten wir die vielbefahrene Ausfahrt Nr. 14, um durch das Industriegebiet Hinterwis und bald auf die Alte Uznabergstrasse abzubiegen. Vorbei am altehrwürdigen (stillgelegten) Gasthof zur Felsenburg erreichten wir den Ortsteil Uznaberg, 70 Hm unter uns die aus dem Uznabergtunnel führende A15. Eingangs Uznach, beim Restaurant Kunsthof, fielen wir beinahe von unseren Bikes. Auf dem Dach des Kunsthofs sichteten wir mindestens sechs Storchennester. Das Städtchen von SW nach NO durchquerend, hielten wir in Richtung Kaltbrunn, vorbei am Spital Linth. Im Zentrum Kaltbrunn stärkten wir uns im Kafi Gabriel, das sind Glarner, weshalb es hier auch Glarner Beggeli gäbe (nicht für uns!). War die Fahrt bis jetzt relativ flach, mit leichtem Auf und Ab, änderte sich das beim Weiler Steinenbrücke (Strasse in Richtung Schänis). Gleich nach der Brücke über den Steinenbach (P.450) bogen wir nach links ab um den Ortsteil zu verlassen. Jetzt begann (endlich) der Anstieg: über ein paar Serpentinen gewannen wir rasch (und mit wenig Mühe) an Höhe und an Aussicht. Nach Kühneberg (713 m) – oberhalb des Kühnebachtobels – macht die Strasse einen grossen Rechtsbogen. Rechts oben der Blick zum Speer und zur schön gelegenen Bruder Klaus Kapelle Altwies. Kurz nach P.884 wechselte die Unterlage von Asphalt auf Natur. Zur Linken das Bachmannsbergtobel, fuhren wir auf der Wengistrasse weiter. Bei P.915 die Verzweigung nach Rieden. Geradeaus durch den Steineggwald, dann die Wengibrugg, eine Holzbrücke (969 m). Jetzt noch zwei Kehren, und schon war Vorderwängi erreicht. Glück gehabt, denn vor uns der Alpauftrieb auf die höher gelegenen Alpen. Wie geplant, drehten wir ab zur Einkehr – pünktlich zur Mittagszeit. Wenige Besucher heute: einige Wanderer, ein paar Älpler, zwei Fans (im Seniorenalter) mit ihren 60jährigen Rapid S-Spezial mit Treibachswagen 4×4. Der WKS schmeckte ausgezeichnet, die Wirtsleute waren sehr freundlich. So waren wir gut „gerüstet“ für die Abfahrt. Beim P.915 bogen wir ab um über den Wängibach – also ennet des Bachmannsbergtobels – über die Schännerwitistrasse nach Bachmannsberg zu fahren; ab hier wäre auch die Tanzbodenalp zu erreichen (auch eins unserer Bike-Projekte). Weiter über P.847 (Steinenbach) und Mülibächli (im Offline-Modus versteht sich…) erreichten wir das Dorf Rieden SG mit seiner übergrossen Kirche. Auf der wenig befahrenen Strasse nach Gommiswald hinunter genossen wir die Aussicht (Linthebene, Obersee). Wenig oberhalb der auch hier markanten Dorfkirche verliessen wir die Rickenstrasse nach links auf die Ernetschwilerstrasse. In Ernetschwil fuhren wir erst falsch, um schliesslich den Klosterwald nördlich zu umfahren, vorbei am Altbad. Im Wald (Brand) beim Lindenplatz (P.565) wieder ein Verhauer – machte ja nichts, mit dem Bike sind Strecken kurz. Jetzt stimmte die Richtung wieder: ab durch den Burgerwald, vorbei am Fabrikweiher (489 m). Nach ein paar Kurven war die Kreisel an der Zürcherstrasse erreicht. Nach wenigen Metern verliessen wir die Hauptstrasse wieder in Richtung Uznaberg. Über die von der Hinfahrt bekannte Alte Uznabergstrasse weiter bis Neuhaus SG und von dort via Eschenbach – Ermenswil zurück nach Hause. Wieder einmal staunten wir über die vielen zurückgelegten Höhenmeter…

Fazit:
Eine mittellange Velofahrt, bei sportlicher Fahrweise mit befriedigendem Fitnessfaktor

Wetterverhältnisse:
Hochsommerwetter, windstill, ca. 30°

Ausrüstung:
e-Bike, Kartenmaterial, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 23. Juli 2021
Schwierigkeit: wenig schwierig, gut fahrbar
Strecke: 63 km: Rüti ZH (478 m) – Langacher, Brücke über die A13 (470 m) – Moosriet – Oberes Asp – Tägernau (464 m) – Ermenswil (484 m) – Chälenstich – Eschenbach (479 m) – Neuhaus (502 m) – Industrie Hinterwis (489 m) – Uznaberg (489 m) – Uznach – Kaltbrunn (440 m) – Steinenbrücke (450 m) – Kühneberg (714 m) – Berggarten (775 m) – Wengibrugg (968 m) – Vorderwengi (1086 m) – Wengibrugg – P.915 – Bachmannsberg (P.885) – Steinenbach (847 m) – Mülibächli – Rieden (717 m) – Gommiswald (583 m) – Ernetschwil (576 m) – Klosterwald – Altbad (574 m) – Lindenplatz (P.565) – Burgerwald – Fabrikweiher (489 m) – P.420 und 424 (Uznach) – Uznaberg (499 m) – Industrie Hinterwis (489 m) – Neuhaus – Eschenbach – Ermenswil – Rüti
Aufstieg: ca. 1300 m
Abstieg: ca. -1290 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 50 Min.
Tageszeit: 09:00 bis 15:00 Uhr

Bike-Runde Rüti ZH – Pfäffikon SZ – Hirzel – Meilen

Nach dem Regen ist vor dem Regen. Also galt es diesen überraschend schönen Tag zu geniessen – am besten mit einer spontanen Biketour. Ab unserem Wohnort in Rüti ZH fuhren wir nach Ermenswil, wo wir uns (eine Premiere für uns) einer fünfzehnköpfigen Velogruppe aus Wald anschlossen. Nach kurzer Begrüssung rollten wir leicht abwärts in Richtung Rapperswil, von dort weiter über den Seedamm nach Pfäffikon SZ, durch die Ortsmitte weiter in Richtung Freienbach SZ. Beim Sportzentrum über den Sarenbach, dann entlang der Hauptstrasse leicht ansteigend nach Wilen und später über Wollerau an der Nordseite des Becki-Hügels vorbei an den vielen Villen. Bei Erlen dann gemütlich weiterfahrend bis Samstagern – dort gabs eine erste Kafipause. Danach folgte eine aussichtsreiche Panoramafahrt bis zum Weiler Spitzen, vorbei an mit einzelnen Linden bewachsenen Hügeln. „Rennleiter“ Ernst konnte dazu einige Anekdoten erzählen; eine herrliche Abwechslung! Im Dorf Hirzel überquerten wir die vielbefahrene Strasse, um nach der Dorfmitte nahe der Kirche einen kurzen Halt einzulegen auf dem heute höchsten Punkt (ca. 720 m.ü.M.). Jetzt folgte die Abfahrt über Horgenberg hinunter nach Horgen zur Zürisee-Autofähre. Die ca. achtminütige Überfahrt war das reinste Vergnügen – und wir Velofahrer in der Mehrheit. In Meilen gelandet, gönnten wir uns eine (verdiente🙄) Mittagspause direkt am See. Bis zum nächsten Ziel, dem Seehafen Männedorf, waren es lediglich 5 flache Kilometer, und hier stellte sich uns eine direkt am See gelegene Gartenbeiz in den Weg. Gelegenheit für eine weitere Kafipause. Auf der Weiterfahrt verliessen wir beim Ortsende von Männedorf die Seestrasse, um hundert Höhenmeter hochzufahren über Allenberg, dann vorbei an oberhalb Stäfa gelegenen besten Wohn- und Weinlagen. An der aussichtsreich gelegenen Spiisbeiz Aberen rollten wir achtlos vorbei, um wenig später Hombrechtikon erreichen. Über wenig befahrene Quartierstrassen zum Ortsende, und zügig weiter bis nach Wolfhausen. Dort verabschiedeten wir uns von der Gruppe, die über Bubikon-Ritterhaus-Tann nach Wald weiterfuhr. Unsere Fahrt, vorbei am schönen Egelsee und durch den Rütiwald – mit bester Aussicht zu Speer, Chüemettler und Federispitz – war das Schlussbouquet zu einer gemütlichen Ausfahrt mit ebensolchen Gleichgesinnten – danke herzlich, uns hats gefallen!

Fazit:
Eine sehr gemütliche Bike-Ausfahrt mit Gleichgesinnten SeniorInnen …

Wetterverhältnisse:
(Zwischen-)Hochsommerwetter, freundlich bewölkt, sehr sonnig, annähernd windstill, ca. 20 bis 24° C

Ausrüstung:
Bikeausrüstung, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 02. Juli 2021
Schwierigkeit: L (Leicht fahrbar)
Strecke: 62.6 km, Rüti ZH (481 m) – Ermenswil (484 m) – Rapperswil SG – Seedamm (409 m) – Pfäffikon SZ (411 m) – Schwerzi Freienbach (410 m) – Sarenbach – Wilen b. Wollerau (504 m) – Wollerau (585 m) – Samstagern (632 m) – Schönenberg-Zweierhof (665 m) – Schlieregg (685 m) – Spitzen (656 m) – Hirzel (718 m) – Horgenberg (638 m) – Unterführung A3 – Horgen – Zürisee-Autofähre (407 m) – Meilen (408 m) – Männedorf (408 m) – Allenberg (488 m) – Ülikon (485 m) – Aberen (526 m) – Hombrechtikon (499 m) – Wolfhausen (506 m) – Egelsee (494 m) – Rütiwald (481 m) – Rüti
Aufstieg: ca. 814 m
Abstieg: ca. -796 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 10 Min.
Tageszeit: 08:20 bis 15:30 Uhr

Oberblegisee – Juwel in den Glarner Voralpen

Der Oberblegisee, diesen an der Südseite des mächtigen Glärnisch wunderschön gelegenen Bergsees, war unser Hauptziel des Tages. Das Seelein – seit etwa drei Wochen schnee- und eisfrei – ist in einer Wanderstunde zu erreichen ab Bergstation Luftseilbahn Luchsingen-Brunnenberg. Die Bergbahn gehört den Technischen Betrieben Glarus und bewältigt eine Höhendifferenz von 487 m in 5 Minuten (Fahrpreis zehn Franken, gebührenpflichtige Parkplätze direkt bei der Talstation). Um halb neun Uhr liefen wir los, auf der Alpstrasse über fünf Kurven bis zur Alp Unterstafel (hier werden Getränke angeboten). Wir zogen weiter auf holprigem und steiler werdenden Alpweg und erreichten tatsächlich nach einer Stunde Aufstiegszeit den Oberblegisee. Ausser einem Fischer keine weiteren Besucher. Das Seelein liegt bildschön unter den bis 1500 m aufragenden Wänden des Glärnischmassivs – beeindruckend! In Richtung S öffnete sich der Blick zum Kärpf, zum Hausstock und zum nahen Seeblengrat, unserem nächsten Zwischenziel. Nach der Fotosession zogen wir, die Höhe haltend, südlich des aufragenden First (1997 m) durch, um zum schön gelegenen Bächistübli zu gelangen. Anderthalb Stunden nach dem Start genossen wir den Zwischenhalt unter den Sonnenschirmen bei Kafi und Glarner Beggeli. Die Alp kann ab Brunnenberg (Verzweigung P.1234) auch direkt und ebenso mit Bikes erreicht werden, also waren wir nicht die Einzigen hier – an diesem wunderschönen Sonntag gut nachvollziehbar! Nach dieser Stärkung folgte der kurze Abstieg zur 30 m tiefer liegenden Alp Bösbächi Mittler Stafel. Gleich nach der über den Bösbächibach führenden Brücke hielten wir nach rechts, um auf gutem Wanderpfad in ein paar Kurven und ca. 140 Hm die Talstation des nur im Winter betriebenen Sessellifts Bächital zu erreichen. Bei P.1468 wählten wir den südlich verlaufenden Direktaufstieg über ruppiges und steiler werdendes Gelände, durchgehend gut markiert (wrw) und immer gut zu erkennen – trotz Wildwuchs (viele Blacken!). Möglich wäre es, ab P.1468 eine etwas weiter westlich verlaufende (weniger steile?) Kurve zu laufen. Bald erreichten wir die Alpgebäude Bösbächi Ober Stafel, wo wir von einem Senn begrüsst wurden – hier werden wohl bald auch Vierbeiner erwartet. Oberhalb bei Seeblen P.1679 kommen die zwei WW wieder zusammen. Achtung: ab hier kann der über den Ötzberg westlich ausholende WW nicht mehr begangen werden (wegen schlechtem Wegzustand durch Viehtrieb nicht mehr unterhalten). Die neue Wegführung führt nun ziemlich direkt und steil hoch zum Seeblengrat (+170 Hm über eine Strecke von 600 m). Oben bei P.1844 angekommen, wird man belohnt mit einer aussichtsreich stehenden Bankniederlassung (Panoramablick Glärnisch und Oberblegisee). An diesem Punkt vereinigt sich unser Weg mit dem vom Chnügrat herführenden Panoramaweg; waren wir bis hierher ziemlich einsam unterwegs, begegneten uns jetzt einige Wanderer, welche die Panoramatour ab Grotzenbühl-Chnügrat liefen. Aufgrund der beschriebenen neuen Wegführung unterquerten wir die auf 1891 m stehende Bergstation der Wintersportanlagen Seeblen, um auf der Südseite die interessante Tunnelanlage zu erreichen (Erlebnisgalerie, ausgestattet mit stark verwitterter Deckenmalerei und mit Fenstern und grossem Spiegel an der gegenüberliegenden Wand – wohl gedacht für überraschende Selbstporträts). Die Galerie ist zurzeit am Westende über eine Länge von zehn Metern eingestürzt und eingeschränkt begehbar. Kurz vor Erreichen des Berggasthauses Gumen ging der Blick hoch zu den Klettersteigen an den Eggstöcken und zum Gumengrat, der auch als Startrampe für Gleitschirmflieger dient. Auf der Terrasse des Berggasthauses hielt sich der Ansturm in Grenzen, so dass wir problemlos einen sonnenbeschirmten Platz fanden, um Zigerhöreli mit Apfelmus zu geniessen. Die Aussicht hier oben ist grossartig, nur der teilweise umwölkte Tödi zierte sich etwas. Überhaupt türmten sich an den südlich gelegenen Bergen langsam Gewitterwolken auf, die sich, wie angekündigt, am Abend entleeren sollten. Eile war also nicht angesagt, also mieden wir die Talfahrt mit der Gondelbahn. Auf dem Bergweg mit einem Abstieg nach Braunwald hinunter von etwas mehr als 500 Hm war wiederum wenig Verkehr. Er führte über die Alpen Eggböden und Oberstafel, bei P.1647 (Chüewald) die «Skipiste» überquerend durch eine Engstelle hinunter, Edelsteinspalte genannt. Nach dieser steilen Fluh war der Eggwald zu durchqueren, wo einige, vor allem für Familien mit Kindern, eingerichtete Anlagen «Willkommen beim Zwerg Bartli» für Ablenkung und Spannung sorgen. Dreihundert Meter westlich der Bergstation Grotzenbühl erreichten wir die Bergstrasse, auf welcher wir via Plätz Schindlerbergegg erreichten. Hier stehen auch die ersten Ferienhäuser von Braunwald, über Schwändibergstrasse und Grantenbodenstrasse bis zum Märchenhotel und bald schon war die Braunwaldbahn erreicht, welche uns nach kurzer Wartezeit und in nur 7 Minuten Fahrzeit elegant ins 600 m tiefer gelegene Linthal hinunterbrachte. Im rappelvollen Bahnersatzbus (Bauarbeiten SBB) gelangten wir schliesslich nach Hätzingen, von wo wir unser, bei der Talstation der Luftseilbahn Luchsingen-Brunnenberg, abgestelltes Auto erreichten – nach einem Spaziergang von 1 km.

Fazit:
Der erste Bergsommer-Wandertag in dieser Sommersaison – wunderbar und anregend auf mehr…

Wetterverhältnisse:
Hochsommerlich, Schönwetter-Bewölkung, kaum Wind, ca. 22 bis 27° C

Ausrüstung:
Wanderausrüstung, Stöcke, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 27. Juni 2021
Schwierigkeit: T2
Strecke: 12.7 km, Bergstation Luftseilbahn Luchsingen-Brunnenberg (1095 m) – Unterstafel (1120 m) – P.1234 – Alp Unterstafel (1287 m) – Rietlen P.1430 – Oberblegisee (1420 m) – P.1433 – Bächistübli (1410 m) – Bösbächi Mittler Stafel (1383 m) – Brücke Bösbächibach – P.1468 (Talstation Sessellift Bächital) – Alp Bächi Oberstafel – P.1629 (ab hier neue Wegführung) – Seeblen P.1679 – Seeblengrat (1844 m) – P.1869 – Tunnel – Berggasthaus Gumen (1900 m) – Eggböden, Oberstafel – P.1647 (Chüewald) – Edelsteinspalte – Plätz (1485 m) – P.1448 (Schindlerbergegg) – Schwändibergstrasse/Grantenbodenstrasse bis Märchenhotel – Dorfstrasse bis Bergstation Braunwaldbahn (1256 m)
Aufstieg: ca. 907 m
Abstieg: ca. -724 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 25 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 15:00 Uhr

Alp Sigel – Festival der Krokusse und Enziane

Schon seit Tagen beobachteten wir die Schneesituation auf der Alp Sigel via Webcam, welche auf dem Nachbargipfel Hoher Kasten installiert ist. Für heute Montag stimmte alles: ein Werktag ohne Massenauflauf, bestes Wanderwetter, und die Alp grösstenteils schneefrei – ideale Voraussetzungen für die erwartete eindrückliche Krokusshow.

Ausgangspunkt war der grosse und fast leere Parkplatz bei der Talstation der Luftseilbahn Brülisau-Hoher Kasten. Zu Beginn der erste Kilometer Flachwanderung auf geteerter Strasse. Unmittelbar nach der Talstation der Alp Sigelbahn beim Pfannenstiel folgte der Einstieg ins Brüeltobel. Auf den folgenden 2.7 km bis zum Plattenbödeli waren 340 Hm zu bewältigen; eine steiiiiile Naturstrasse, zum Glück trocken (und schattig😓). Im oberen Streckenteil verliessen wir die Fahrstrasse, um über den schön angelegten WW zum Zwischenziel aufzusteigen. Nach knapp einer Stunde war das Berggasthaus Plattenbödeli erreicht, und dem Genuss eines verspäteten Startkafis auf der leeren Terrasse stand nichts im Wege. Vom Servicepersonal hörten wir, dass gestern Sonntag die Hölle los war (Wartezeiten…). Jetzt folgte der schweisstreibende Aufstieg durch den Chrutzug hoch zur Alp Sigel (Richtwert lt. Wanderwegweiser 1 Std.); wir (Senioren) schafften es in knapp fünfzig Minuten bis zum (noch geschlossenen) Alpbeizli Hasenplatten (der Alpsommer hat halt noch nicht begonnen…). Machte nichts, wir zogen weiter in direkter Linie und weglos über seit ein paar Tagen schneefreie Alpwiesen in Richtung Kante. Und siehe da: Krokusse noch und noch. Eine grosse Freude erfüllte uns. Und weiter oben viele Enziane – tolle Bilder! Wir liefen bis an die Kante hoch, um dann in Richtung O zum Einstieg in die Zahme Gocht zu gelangen. Diese Steilstufe war unerwartet schneefrei, also problemlos begehbar (T3). Heute verzichteten wir auf den Durchstieg, da das Vergnügen in diesem nordseitig ausgerichteten Steig im Aufstieg wesentlich grösser wäre. Weiter östlich, nahe der Bergstation der Alp Sigelbahn, fanden wir eine windgeschützte Stelle, um die Mittagsrast abzuhalten. Prachtvoll die Aussicht zum Hohen Kasten, zur Stauberen, zu den Kreuzbergen. Über unseren Köpfen genossen einige Gleitschirmflieger die offensichtlich günstigen thermischen Verhältnisse. Wir konnten uns kaum losreissen von den wunderbaren Bildern. Nach dem kurzen Abstieg zu den Gebäuden der Alp Sigel entschieden wir uns für den ausholenden Weg nach W über Chüeboden, dann der steile Abstieg zur 340 Hm tiefer liegenden Alp Streckwees. Welche Bilderbuchkulisse vor uns: Sämtisersee, Hoher Kasten. Jetzt folgte der kurze und leichte Aufstieg zum Plattenbödeli – noch immer schwach besucht. Jetzt noch der bekannte steile Abstieg durch das Brüeltobel hinunter – spätestens hier ist der Einsatz der Stöcke sehr wirkungsvoll. Nach sechs Stunden auf den Beinen erreichten wir das wochentags ruhige Brülisau wieder – mit Zufriedenheit erfüllt über die sagenhafte Blumenwanderung…

Fazit:
Der grosse Wunsch, die immer wieder grossartige Krokusblüte auf der Alp Sigel zu erleben, erfüllte sich heute.

Wetterverhältnisse:
Viel Sonne, wenig Bewölkung, leichte Bise, ca. 10 bis 15° C

Ausrüstung:
Normale Wanderausrüstung, Stöcke, Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 31. Mai 2021
Schwierigkeit: T2
Strecke: 14 km, Brülisau, Parkplatz Kastenbahn (921 m) – Talstation der Alp Sigelbahn beim Pfannenstiel – Brüeltobel – Plattenbödeli (1279 m) – Chrutzug – Alp Sigel – Einstieg Zahme Gocht (1959 m) – Chüeboden – Streckwees (1250 m) – Appenzeller Sämtis – P.1215 (Sämtisersee) – Plattenbödeli – Brüeltobel – Pfannenstiel – Brülisau
Aufstieg: ca. 878 m
Abstieg: ca. -864 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 15 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 15:30 Uhr