Archiv der Kategorie: Nord-/Ostschweiz

Bauma – Lochbachtobel – Ghöch – Fischenthal

Heute wanderten wir auf den Spuren von Adolf Guyer-Zeller (*1. Mai 1839 in Neuthal, Bäretswil; †3. April 1899 in Zürich). Die vom Eisenbahn-Pionier resp. von Guyer-Zellers Bau- und Unterhalts-equipen angelegten und instand gehaltenen Wanderwege in romantische Tobel, zu imposanten Gubeln (Felswänden, Nagelfluhpfeilern, Felsköpfen) und rauschenden Giessen waren für seine Freunde und Gäste seines Standes bestimmt. Das zeigt auch die aufwändige Art, in der die breiten Wege befestigt und mit Geländern, Treppen und Brücken versehen sind. Das Lochbachtobel liegt im Süden von Bauma und liegt im engen Tälchen, welches vom Lochbach entwässert wird. Erreicht wird das verborgene Bijou ab Dorfmitte mit einem kurzen Spaziergang durch das südöstliche Quartier Holderbaum, wo auch die Geleise der Museumsbahn (DVZO) überquert werden. Vorbei an den Flarzhäusern Hinterwis wird nach ca. 1.2 km Loch und die Lochweid erreicht. Vorbei an einem kleinen Weiher (wir nennen ihn Lochweier) galt es an einer Verzweigung rechts zu halten und den wenig Wasser führenden Bach zu überqueren. Ungefähr hier beginnt die relative Wildnis des Lochbachtobels. Nach einer ersten Eisenbrücke und nach etwa 1.8 km biegt der Weg ein ins Dachsloch; über eine hohe Nagelfluhwand plätschert das Wasser hinunter. Über eine weitere Brücke vorbei an dieser schönen Giessen dreht der Weg leicht aufsteigend zurück zum Lochbach. Dort wartet schon eine weitere Brücke, welche vorbei an einer weiteren Giessen führt. Ab jetzt zählten wir die Brücken nicht mehr, und auch die vielen Wasserfälle nicht. Das Gleiche gilt für die Treppen – welche jetzt folgten. Etwas Vorsicht war schon geboten, weil der Untergrund nass und unter Laub lag, auch wenn die Holztritte mit Drahtgittern belegt waren. Guyer-Zeller-Weg heisst die folgende Strecke, auch Hoheneggweg genannt. Bald wurde klar, dass hier ein Eisenbahn-Pionier am Werke war. Über etwa 130 Höhenmeter führte der «Weg» über spektakuläre Eisentreppen und -brücken hoch zur Hohenegg. Auf der Hohenegg angekommen, verliessen wir den nach Neuthal hinunter führenden Guyer-Zeller-Weg, um entgegengesetzt nach SO zu laufen. Die Strecke über Hofbööl, Hinteres Lee bis zum Tännler verläuft auf einem nicht sehr ausgeprägten Grat, ohne Höhengewinn oder -verlust. Der Tännler markiert mit 965 m den östlichsten Punkt; schön der Ausblick zum Alpstein! Nach dem kurzen Abstieg zur asphaltierten Läsetenstrasse hinunter wanderten wir auf dieser zur Kreuzung Stattboden und leicht aufsteigend zur heute geschlossenen Bergwirtschaft Sunnenhof. Schön der Weitblick nach W und N, trotz leichter Trübung durch Schleierwolken. Zweihundert Meter weiter drehten wir nach O, um bei Punkt 968 wieder Natur unter den Füssen zu spüren. Wir entschieden, die wenige Meter südlich des markierten WW verlaufende Spur zu nehmen – ziemlich morastig durch das Rellstenloch. Durch das lichte Ghöchweidholz blinzelte uns die Sonne entgegen; vorbei am wenige Meter höheren Baschlisgipfel (1064 m) der kurze Aufstieg zur Ghöchweid. Hier weitete sich der Ausblick zu den Glarner und Schwyzer Alpen. Jetzt war es nur noch eine Sache von Minuten, über Weideland hinunter zum Übergang Ghöch, wo auch das empfehlenswerte Restaurant Berg steht. Gastgeber Josip hiess uns sehr freundlich willkommen – auch in deutlich gezeichneten Wanderklamotten. An diesem wunderschönen Platz fühlen sich Gourmets, Biker, Wanderer und Ausflügler gleichermassen willkommen. Das Tagesmenü passte vorzüglich: Salat, Hackbraten und ein Durstlöscher dazu. So gestärkt war der Abstieg nach Fischenthal hinunter (180 Hm, Distanz 2.5 km) reine Formsache – auch wenn die Unterlage Asphalt war. Ab Fischenthal dann die ÖV-Rückfahrt nach Hause.

Fazit:
Jahreszeitlich bedingt eine einsame Wanderung – uns hats sehr gefallen…

Wetterverhältnisse:
Wiederum viel Sonne, etwas verschleiert bewölkter Himmel, trocken. Temperatur im Bereich 8 bis 10° C, wenig Wind (ca. 7 km/h SSO)

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Wanderstöcke (evtl. Einsatz), Kartenmaterial Swisstopo, GPS

Parameter:
Tourdatum: 12. November 2025
Schwierigkeit: T1-2
Strecke: 10.13 km, Bauma Bahnhof (638 m) –  Hinterwis – Loch – Dachsloch – Guyer-Zeller-Weg P.778 – Lochbachtobel – Hohenegg – Hofbööl, P.921 – Hinteres Lee 894 m – Tännler (965 m) – Lasetenstrasse, P.925 – Stattboden (924 m) – Bergwirtschaft Sunnenhof, heute geschlossen – Laupetswilerstrasse, P.968 – Rellstenloch – Ghöchweidholz – Ghöchweid (999 m) – Ghöch (961 m) – Restaurant Berg – Hinterer Sädel (901 m) – Widenreiti, P.850 – Fischenthal (741 m), Bahnhof
Aufstieg: ca. 481 m
Abstieg: ca. -375 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 34 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 52 Min.
Tageszeit: 10:35 bis 15:05 Uhr

ZO-Runde Pfäffikersee

Im Grundsatz immer am Donnerstag, letztmals aber (witterungsbedingt) vor vier Wochen, heute wieder einmal unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – ein wie immer schönes, kameradschaftliches Erlebnis. Ernst führte uns im unteren Zürioberland herum, mit wenigen Metern Höhendifferenz. Die Wettervorhersagen versprachen einen letzten Schönwettertag vor dem Regen. Das waren sehr angenehme Bedingungen, und immerhin besammelten sich zweiundzwanzig BikerInnen zur Tour ab Wald ZH, zusammen mit ein paar anderen RüntnerInnen stiessen wir in Dürnten zur Gruppe. Überwiegend auf Naturstrassen oder geteerten Nebenstrassen fuhren wir über Grüt zum Quartier Sack und von dort hinunter ins Aathal. Die stark befahrene Verkehrsader überquerend, folgte der Anstieg hinauf nach Seegräben. Beim Juckerhof war der Kafihalt vorgesehen – hier war schon einiges los; die Vorbereitungen auf die Kürbisausstellung, welche zwischen dem 20. September und 26. Oktober stattfindet, liefen auf Hochtouren. Alles dreht sich um Kürbisse, ein mittlerweile etablierter Event, beinahe schon Mega, jedenfalls ziemlich touristisch. Den Kafi genossen wir unter den Bäumen an idyllischer Lage oberhalb des Pfäffikersees. Die Weiterfahrt führte mitten durch das Revier der mir vertrauten Jagdgesellschaft Oberuster (ich freue mich schon auf die kommende Jagdzeit!). Wermatswil streiften wir am Ostrand in Richtung Fehraltorf, wo wir den kleinen Flugplatz Speck-Fehraltorf erreichten; vorbei an der Brandruine des Restaurants fuhren wir nach Pfäffikon ZH, in dessen Ortsmitte über den Bahnübergang und nahe vorbei am Gefängnis – ohne Zwangsaufenthalt (hihihi…). Den Weiler Ober Balm erreicht, folgte die Abfahrt nach Kempten (Wetzikon) hinunter. Die Ortsmitte umfahrend, vorbei an der am Eingang ins Tobel gelegenen Mühle, erreichten wir auf aussichtsreicher Fahrt Ettenhausen und wenig später Hinwil. Hier verabschiedeten wir uns von den WaldnerInnen. Auf der Fahrt nach Hause folgte die Mittags-Einkehr im Restaurant Rotenstein, welches aussichtsreich im Grünen liegt. Anschliessend, noch immer bei trockener Witterung, folgte die Irr-Fahrt durch das Baustellen-Gebiet Wandhüslen, Tafleten, ARA Bubikon bis zum Ritterhaus. Jetzt noch die originelle Überquerung des Golfplatzes – wir waren wie immer behelmt… Beim alten Spital in Rüti angekommen, nahe an unserem Wohnort, war Schluss für heute.

Fazit:
Ernst und allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti ein herzliches Dankeschön für diese Runde im unteren Teil unseres schönen Zürioberlands!

Wetterverhältnisse:
Letzte Schönwetter-Stunden vor dem für heute Nachmittag angekündigten Regen, leichter Wind aus SW, ca. 18 bis 22°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 4. September 2025
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten.
Strecke: 47.6 km: Rüti ZH (470 m) – Tann (514 m) – Dürnten (511 m) – Tammel (532 m) – Oberhof (543 m) – Betzholz (546 m) – Hellberg (546 m) – Hundsruggen (549 m) – Grüt – Förliweid (553 m) – Robänkli, Sack – Aathal (508 m) – Seegräben (562 m) – Ottenhausen (579 m) – Wermatswil, P.569 – Brandrüti – Talbach, P.535 – Flugplatz Speck-Fehraltorf (540 m) – Pfäffikon ZH, Gefängnis (573 m) – Oberwil (582 m) – Halden – Unter Balm (601 m) – Ober Balm (627 m) – Summerau – Kempten (561 m) – Mühle (578 m) – Ettenhausen (571 m) – Hinwil (572 m) – P.557 (Rütibach) – P.554 (Schweipel) – Tammel – Oberhof – Rotenstein (532 m) – Wandhüslen – Tafleten (512 m) – ARA Bubikon – Ritterhaus (509 m) – Golfplatz (491 m) – Rüti, Talgarten
Aufstieg: ca. 590 m
Abstieg: ca. -590 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 38 Min.
Tageszeit: 08:30 bis 13:30 Uhr

80 km-Fahrt Tösstal – Schnurrberg – Schauenberg

Heute Sonntag wollten wir mal unsere Akkukapazität testen – und unsere Ausdauer. Mit der S-Bahn fuhren wir ins Tösstal, nach Saland. Trailen in den Hügeln des Chelle- und Tannzapfenland. Letzteres umfasst die Gemeinden Fischingen, Bichelsee-Balterswil, Sirnach und Eschlikon, liegt also im Grenzland des an das Tösstal angrenzenden südlichen Hinterthurgaus.

Start also bei der Bahnstation Saland. Nach der flachen Fahrt nach Tablat die Einfahrt ins Tälchen des Steinenbach. Bei Furrershaus, kurz vor Steinen verliessen wir die geteerte Strasse nach links, um im Wandergebiet nach Schmidrüti, Hinterschmidrüti – also mitten durch den Zürcher Bibelgürtel – und Sitzberg hochzufahren. In der Gartenwirtschaft des Sternen Sitzberg dann eine erste Einkehr. Gestärkt machten wir uns auf zu den erwarteten Trails. Den Singletrail am Chabishaupt getrauten wir uns nicht, weshalb wir zum Hof Brenngrütti hinunterfuhren. Einige Meter zu früh nach O, also gabs eine Zusatzrunde von ca. 2.5 km im Waldholz zum Bürgleholz und zurück zum Hof Brenngrütti. Jetzt folgte die ziemlich ruppige Abfahrtsstrecke über Horn, Mettlen hinunter nach Seelmatten, nahe dem Bichelsee gelegen. Der Anstieg zum Rüetschberg und weiter nach Huggenberg war trotz 120 Hm Erholung pur, der geteerten Unterlage wegen. Nun folgte das wilde Labyrinth in der Gegend an der Höchegg und über Ramsberg nach Schnurrberg. Unterwegs, etwas unterhalb der Höchegg hiess es umkehren -der Weg hörte einfach auf, ohne Möglichkeit eines Durchgangs. Also ca. 1 km zurück, um die Höchegg schliesslich westlich zu umfahren. Kurz vor Ramsberg dann die Spitzkehre in Richtung N – gegenüber bereits das vertraute Zwischenziel in Sichtweite, die sympathische Alpwirtschaft Schnurrberg. Glück, dass wir (ohne Reservation) einen Platz fanden; hier liessen wir es uns gutgehen. Nach dieser Mittagspause folgte der Aufstieg an den Schauenberg, unter dessen Burgruine wir die heute klare Fernsicht bewunderten. Runter ging es dann durch den Wald und über teilweise fordernde Trails über Schwändi zum Höchholz. Die waldige Gegend oberhalb Zell (Höchholz, Bärenboden, Garten) meisterten wir. Die Trails durch das Haldenholz mieden wir, so erreichten wir den Weiler Lettenberg auf befestigter Unterlage. Der ruppige Trail durch den Hinterbuech hinunter, teilweise zu Fuss, nach Rämismühle und an die Töss erreichten wir wohlbehalten. Jetzt der gemütliche Weg dem orografisch linken Ufer der Töss entlang, bei Turbenthal dann doch etwas eng (und absturzgefährdet). Wir blieben auf dieser Uferseite, was Eingangs Wila «bestraft» wurde – Durchgang gesperrt wegen einer Baustelle. Davon liessen wir uns nicht beirren, also mitten durch (Doris’ Widerrede verhallte…). Wila umfuhren wir noch immer der Töss entlang, es folgte Tablat, wo sich der Kreis für heute schloss. Eigentlich waren wir schon etwas ermattet, der Versuchung, die Bahn zu nehmen, widerstanden wir aber – unsere Akkus waren noch ausreichend gefüllt. «Nur» noch ca. 25 km bis nach Hause (etwa zweihundert rauf und dreihundertdreissig runter) – das sollten wir (und unsere Akkus…) problemlos schaffen. Nach Steg i. T. war Fischenthal rasch erreicht, jetzt folgte die Fahrt durch die schöne Rietlandschaft, mit der Sicht zu den Glarner Voralpen. Nach Gibswil wählten wir die uns vertraute Strecke über Hueb – wo zur Belohnung die tolle Aussicht zum Glärnisch und zum Mürtschenstock winkte. Über Blattenbach vorsichtig hinunter zum Töbeli, dann der kurze Aufstieg zur Breitenmatt. Der Rest über Tann nach Hause reine Formsache.

Fazit:
Ein ausgezeichneter Abschluss eines durchmischten August-Sommers. Zufrieden über unsere heutige Leistung fielen wir beinahe von unseren Bikes – nach über 80 km Strecke und über 1700 Höhenmeter. Und unsere Akkus waren nicht vollständig leer…

Wetterverhältnisse:
Ein toller Sommertag, ~15 bis 24°, Wind 6 bis 19 km/h S.

Hilfsmittel:
e-MTB, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 31. August 2025

Schwierigkeit:  Schwierigkeit: ZS=Fahrtechnisch anspruchsvoll, mit zahlreichen technischen Herausforderungen (Stufen und Absätze, Serpentinen), kurze Schiebepassagen.
Strecke: 80.5 km, Saland, Bahnstation (600 m) – Tablat (580 m) – Furrershaus, Steinenbach (633 m) – Kalchegg (822 m) – Krinnensberg – Schmidrüti (811 m) – Hinterschmidrüti – Sitzberg (793 m) – Bärlischwand (832 m) – P.810 – Zusatzrunde im Waldholz, Bürgleholz (745 m) – Brenngrütti (751 m) – Horn (743 m) – Mettlen – Seelmatten (598 m), nahe Bichelsee – Rüetschberg (643 m) P.667 – Huggenberg (714 m) – P.806 – Sackgasse an der Höchegg – zurück zu P.806 – Ramsberg (755 m) – P.739, Werchgrueb – Schnurrberg (724 m) – Neugrüt (729 m) – Hüttstall (822 m) – P.792, Wander-Parkplatz Schauenberg – Schauenberg P.831 und P.872 – Schauenbergholz – Schwändi (772 m) – P.734, Oberschlatt – Bärenboden (724 m) – Garten (698 m) – Schooren (713 m) – Lettenberg (684 m) – Hinterbuech – Rämismühle (530 m) – Töss – Tösswis (546 m) – Turbenthal (543 m) – Fahrverbotsstrecke (Bauarbeiten) – Wila (571 m) – Tablat (580 m) – Au (593 m) – Auwis, Saland (610 m) – Bauma (643 m) – Vorder Tüfenbach (650 m) – Seewadel (654 m) – Lipperschwendi (684 m) – Steg im Tösstal (698 m) – Fischenthal (741 m) – Fistel (754 m) – Fischenthaleriet – Gibswil – Ried (762 m) – Hueb 791 m) – Dieterswil (763 m) – Tänler (751 m) – Blattenbach (682 m) – Töbelibach – Töbeli (607 m) – Breitenmatt, Oberdürnten (621 m) – Unterdorf – Rütelen – Tann (494 m) – Rüti (470 m)
Aufstieg: ca. 1710 m
Abstieg: ca. -1830 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 40 Min.

Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 50 Min.
Tageszeit: 09:50 bis 17:30

Alpine Wanderung Chalchtrittli – Muttseehütte SAC – Muttenchopf – Limmerensee

Schon länger hatten wir vor, das Gebiet Limmeren und die Muttseehütte SAC zu besuchen; heute war es soweit für diese recht alpine Bergtour. Die ersten eintausend Höhenmeter legten wir mit der Personenseilbahn Tierfed-Chalchtrittli zurück; beeindruckend die technischen Daten: schräge Länge 1938 m, Höhendifferenz 1053 m, Fahrdauer 7.5 Min.

In der Bergstation angekommen, werden Wanderer noch im Gebäude informiert und zu einem beinahe unauffälligen Ausgang geführt. Ungeübte werden beim Verlassen sofort mit der Realität konfrontiert: der Aufstieg beginnt mit den ersten (hohen) Tritten. Wie erwartet noch im Schatten, überwanden wir die ersten Aufstiegsmeter durch ziemlich verwachsenes Gelände, um das mächtige Bergstationsgebäude entlang der Steinschlaggalerie zu umlaufen. Bald war der Tiefblick frei ins tausend Meter tiefer liegende Tierfed, gegenüber der Fisetengrat mit Chamerstock, und südwestlich am Vorder Selbsanft vorbei grüsste bereits der schönste aller Glarner, der Tödi. Hoch über dem Limmerentobel begann der kettengesichrte Aufstieg über einige steile Serpentinen hoch im Chalchtrittli – der Tiefblick definitiv nichts für Vertigo-Geplagte. Auf einer Höhe von ca. 2000 m.ü.M. dreht der schmale Pfad in Richtung O, noch immer sehr steil, aber immerhin war nun Sonnenschein unser Begleiter. Viele Wanderer waren heute nicht unterwegs – verständlich bei dieser doch selektiven Strecke. Der nun folgende Bergweg führte über ca. anderthalb Kilometer ins Nüschentäli. Zur Linken der 2892 m hohe Nüschenstock, zur Rechten das mächtige Muttenwändli. Der weitere Wegverlauf vorerst nicht einsehbar. Zuhinterst im Tälchen, auf knapp 2400 m Höhe, war der Nüschenbach zu überqueren, der Pfad mittlerweile ziemlich blockig. Etwas oberhalb dann der Einstieg zum Muttenwändli. An einem geeigneten Standplatz war eine erste Pause angesagt; trinken, ein kleiner Proteinriegel, und – in etwa hundert Metern Distanz einige Steinböcke. Diese tolle Show mussten wir geniessen! Der folgende Weg hoch zum Muttenwändli verlief unschwierig und nicht sehr steil, entlang einer Kante. Spektakulär die Übersicht auf unsere bisherige Aufstiegsstrecke. Bei Punkt 2508 dann eine Richtungsänderung nach S, auf einigen Serpentinen hoch zum heute höchstgelegenen Punkt 2532. Gewaltig der Ausblick zum Claridenfirn und zum gleichnamigen Gipfel, weiter südlich der mächtige Bifertenstock, unter uns das grüne Wasser des Limmerensees, das originell geformte Kistenstöckli (2747 m, T3+/T4), weiter östlich und wenige Meter tiefer die Muttseehütte, dahinter der Muttsee (mit der längsten Staumauer der Schweiz, 1054 m), überragt vom mächtigen Ruchi (3184 m) und in der Fortsetzung dem Muttenstock (3088 m). Auf der sonnigen Hüttenterrasse war schon einiges los; wir fanden aber problemlos einen aussichtsreichen Platz für die Mittagsrast. Hirschwurst für Doris, Zigerhöreli für mich! Gestärkt und ausgeruht brachen wir auf, um den angeblichen Instagram-Hotspot, den Muttenchopf zu besteigen. Dieser kurze Umweg (Hin- und Rückweg ca. eine halbe Stunde, Höhendifferenz ca. 80 m) lohnte sich, weil vom Gipfel der Tiefblick zum Limmeren-Stausee lockte. Irgendwie verständlich, dass alle Welt begeistert ist! Auf halben Weg zurück der Abbieger in den Mörtel, ein geologisch eindrücklicher Kessel, durch den der Muttenbach plätschert. Es folgten nun 530 Hm teilweise gerölliger Abstieg über eine Strecke von anderthalb Kilometer. Auf halber Strecke dann eine Steilstufe, wo Kettensicherung vor fatalen Ausrutschern schützt. Immer näher kam das noch immer grün-blau gefärbte Wasser des Limmerensees. Auf den letzten Abstiegsmetern führt der WW etwas weniger anspruchsvoll über begrastes Gelände. Hier boten sich auch ausreichend Posier-Möglichkeiten für mehr oder weniger attraktive Blondies (in wanderuntauglichen Sneakers) und ihre Spotter. Am Seeufer angelangt, die kurze Rast auf einem Bänkli. Vor uns der Eingang zum Zugangsstollen 0 – nicht ganz drei Kilometer Wandern ohne Tageslicht. Speziell am Tunnel: Tramschienen, auf welchen während des Baus des Pumpspeicherwerks Limmeren ausgediente Züritrams eingesetzt wurden. Gut, wer in diesem feuchten «Kühlschrank» etwas warmes anziehen kann. Nach einer halben Stunde war dieser unattraktive Abschnitt bewältigt – gelandet wird direkt in der Bergstation, wo dank des Nonstop-Betriebs der Anschluss ohne Wartezeit gewährleistet ist (bis 18 Uhr).

Fazit:
Das tolle Wandererlebnis im Limmeren-Gebiet erfährt eine zusätzlich Dimension durch die eindrückliche, industrielle Geschichte des Pumpspeicherwerks Limmeren.

Wetterverhältnisse:
ideales Spät-Sommerwetter, wenig Bewölkung, Temperatur beim Start ~10°, im Tagesverlauf bis ~18° (gefühlt ~25°), beste Verhältnisse auf der gesamten Strecke (schneefrei, trocken), kaum Wind 5 km/h WSW

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Stöcke, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tourdatum: 25. August 2025
Schwierigkeit: T3+ (Chalchtrittli und Steilstufe zum Ochsenstäfeli/Limmernsee, ansonsten T2)
Hin- und Rückfahrt: PW bis Tierfed, Berg- und Talfahrt Personenseilbahn Tierfed- Chalchtrittli
Strecke: 11.3 km: Bergstation Chalchtrittli (1860 m) – Chalchtrittli (1945 m), Nüschentäli – Nüschenbach (2400 m) – Muttenwändli (2508 m) – P.2532 – Muttseehütte SAC (2500 m) – Muttenchopf (2483 m) – Mörtel – P.1941 – Ochsenstäfeli (1800 m) – Zugangsstollen 0 (Länge 2.75 km) – Talfahrt
Aufstieg: ca. 867 m
Abstieg: ca. -865 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 7 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 43 Min.
Tageszeit: 09:50 bis 17:15 Uhr

Tössquelle, Wolfsgrueb

Heute Freitag wieder einmal unterwegs mit Harry’s Bike Treff, bei hochsommerlicher Witterung, sogar ein Hitzetag war das! Um 09:00 Uhr trafen wir uns – eine Gruppe von zehn BikerInnen – in der Harry Bike Lounge zum Kafi, Start um 09:30 Uhr. Ab Rüti über Fägswil die schöne Aufwärmstrecke über Land oberhalb des Grundtals zum hundertdreissig Meter höhergelegenen Wald ZH. Vom Ortszentrum Wald ZH über die Hüeblistrasse hoch zum Weiler Hüebli. Jetzt folgte die zügige Abfahrt nach Gibswil hinunter. Auf der flachen Fahrt durch das Gibswiler und Fischenthaler Riet war die Bise unser Gegner. Am Ortsbeginn von Steg im Tösstal hielten wir nach rechts; an der Badi Breitenmatt vorbei nach Ohrüti. Über den hier in die Töss mündenden Breitenbach fuhren wir auf guter Strasse der immer schmaler werdenden Töss entlang. Nach etwas mehr als 21 Kilometern Fahrt erreichten wir die Tössscheidi, wo sich Vordertöss und Hindertöss zur Töss vereinigen. Auf immer noch guter Unterlage endete nach knapp zwei Kilometern und sechzig Höhenmetern der Fahrweg bei Punkt 856 – hier also ist die Quelle der Hindertöss. Eine mystische Szenerie, eindrücklich die vielleicht zehn Meter hohe Nagelfluhwand, wo etwas Wasser herunterfällt. Zu Fuss würde man ab hier die Schindelberghöchi, den Habrütispitz und/oder die Hand erreichen. Sowas war für heute nicht vorgesehen, also Umkehr, auf der Fahrt zurück zur Tössscheidi war nochmals die Wildheit im Tössstockgebiet zu spüren. Vor uns die Herausforderung des Tages, die wirklich steile Fahrt hoch zur Wolfsgrueb (+180 Hm, ca. 23%). Ich sparte nicht mit guten Ratschlägen, wie diese Steilstufe zu überstehen sei – ohne zu ahnen, dass ich wegen eines Schaltfehlers im Zeitlupentempo stürzte – an der steilsten Stelle. Etwas lädiert gelang der weitere Aufstieg, erst schiebend, später wieder fahrend. Oben bei Punkt 970 angekommen, freuten wir uns über die tolle Leistung (mit Ausnahme Ruedi natürlich…). Weiter hoch in Richtung Alp Scheidegg, um nach wenigen Metern in Richtung Josenberg zu fahren. Phänomenal diese Aussicht, ein Paradies! Ab Josenberg, dem heute mit 1017 m höchstgelegenen Punkt, ging es nur noch hinunter – über Hischwil, Eggschwändi, Raad bis nach Gibswil – wo in der Gibswilerstube eine Mittagspause geplant war. Hier nahm dann mein persönliches Malheur eine unglückliche Entwicklung: von den starken Schmerzen in der linken Hand geplagt der Zusammenbruch, nicht zuletzt auch wegen mangelnder Flüssigkeitszufuhr. Jedenfalls nix mit Wurst-Käse-Salat. Hinlegen und warten, bis 144 eintrifft, was nicht lange dauerte. Nach der Notfallversorgung die ernüchternde Diagnose, im Daumen (Trapez) einen Bruch und einen Sehnenriss erlitten zu haben. Also ab in die Handklinik, und längere Bikepause.

Für den Rest der Gruppe die Weiterfahrt hoch nach Hueb, dann aussichtsreich über Dieterswil, Tänler, Blattenbach, Töbeli, Breitenmatt, Oberdürnten, Tann nach Rüti zurück zu kehren.

Fazit:
Die Fahrt in die wohl wildeste Ecke im Kanton Zürich endete für mich unglücklich. In Erinnerung bleibt klar ein tolles Bikeerlebnis. Und danke meiner Doris und allen Bikekameraden für die freundschaftliche Unterstützung – bis bald wieder!

Wetterverhältnisse:
Viel Sonne, wenig Schleierwolken, kaum Wind, am Schatten empfindlich kühl, 14 bis 18°

Ausrüstung:
e-MTB, GPS, Kartenmaterial SchweizMobil/Komoot

Parameter:
Tour-Datum: 20. Juni 2024
Schwierigkeit: L=Leicht fahrbar, meist auf befestigten Strassen (Aufstieg Wolfsgrueb WS, 23% Steilheit)
Strecke: 35 km (bis Gibswil): Rüti (469 m) – Fägswil – Wald (616 m) – Hüeblistrasse – Hüebli (781 m) – Huebhansen – Raad (764 m) – Gibswil (757 m) –  Fröschau – Fistel (754 m) – Fischenthal (741 m) – Steg im Tösstal (705 m) – Ohrüti (724 m) – Tössscheidi (796 m) – Hintertöss (856 m) – Tössscheidi – Wolfsgrueb (970 m) – Josenberg (1017 m) – Hischwil (860 m) – Eggschwändi (824 m) – Raad (764 m) – Gibswil (762 m) – Hueb (791 m) – Dieterswil (762 m) – Tänler (751 m) – Blattenbach (681 m) – Töbeli – Breitenmatt – Oberdürnten – Tann – Rüti
Aufstieg: ca. 890 m
Abstieg: ca. -610 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 40 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 11:50 Uhr

Rund um Gossau

Wie immer am Donnerstag unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – und wie immer ein schönes, kameradschaftliches Erlebnis. Edy führte uns in unserem schönen Zürioberland herum, mit wenigen Höhenmetern. Die Vorhersagen versprachen einen Hitzetag, sonnig, leichte (kühlende) Bise. Das waren sehr akzeptable Bedingungen, und in der Folge versammelten sich vierundzwanzig BikerInnen zur Tour, wir stiessen in Wald ZH zur Gruppe. Gemütliche Fahrt hoch zum Quartier Blattenbach und von dort weiter in Richtung zum Hasenstrick. Kurz davor im Weiler Hüslen die Abbiegung zur steilen Abfahrt nach Breitenmatt und Oberdürnten hinunter. Ab Tann wieder auf normaler Meereshöhe (ca. 520 m) durchquerten wir in leichtem Auf und Ab die abwechslungsreiche Siedlungs- und Drumlin-Landschaft. Nahe am Betzholz-Kreisel vorbei erreichten wir den schattenspendenden Sennwald. Um dem Titel der Tour gerecht zu werden, führte uns Edy nach Gossau. Nördlich des Dorfes (mit immerhin 10500 Einwohnern) pedalten wir über Bertschikon nach Sulzbach. Im Ankenriet hatten wir den heute westlichsten Punkt erreicht. Leicht abfahrend über Wüeri nach Mönchaltorf, dort Einkehr im Zentrum Mönchhof. Das Steiner-Team war zwar etwas überrascht über die grosse Schar, meisterte den Ansturm aber mit Bravour. Nach dieser Stärkung die Weiterfahrt über Land über Brand zum Stedtli Grüningen. Die schöne Silhouette mit der dominieren Schlosskirche  – wie immer ein erstklassiges Fotosujet. Nach dem Zwischenhalt bei Schloss die Weiterfahrt über den Chratzplatz und durch den Herrenbaumgarten über Weierwiesen am Botanischen Garten vorbei nach Adletshusen. Ab hier durch das wunderschöne Adletshuser Riet flach weiter bis Bubikon. Das 7600-Seelen-Dorf streifen wir nördlich am Bahnhof vorbei zum Ritterhaus. Dort die originelle Überquerung des Golfplatzes – wir waren ja alle behelmt… Beim alten Spital in Rüti angekommen, verabschiedeten wir uns von den WaldnerInnen – nahe am Wohnort war für uns für heute Schluss.

Fazit:
Edy und allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti ein herzliches Dankeschön für diese Runde im flacheren Teil des schönen Zürioberlands!

Wetterverhältnisse:
Beinahe ein Hitzetag, leichte Bise, ca. 22 bis 27°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 19. Juni 2025
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten.
Strecke: 48.9 km: Rüti ZH (470 m) – Pilgersteg (549 m) – Grundtal (566 m) – Wald (616 m) – Blattenbach (682 m) – Looren (716 m) – Hüslen (718 m) – Breitenmann (623 m) – Oberdürnten (557 m) – Nauen – Tann (514 m) – Schachen – A15 (508 m) – Lettenmoos – Areal Meier Gartencenter – Wandhüslen (526 m) – Affeltrangen (527 m) – Sennwald – Grossholz – Oberottikon (522 m) – Strick (521 m) – Berghof (509 m) – Gossau, Badi (499 m) – Bertschikon (503 m) – Sulzbach (497 m) – Ankenriet – Wüeri (453 m) – Wüeriholz – Lindenmatt – Im Widenbüel – Mönchaltorf (442 m) – In der Schwerzi – Mettlenbach – Burg (457 m) – Brand (453 m) – Jungholz (455 m) – Lee – Roggesbüel (463 m) – Grüningen, Schloss (491 m) – Chratzplatz – Herrenbaumgarten – Tränkibach – Weierwiesen – Botanischer Garten (498 m) – Adletshusen (517 m) – Adletshuser Riet – Chnebel (515 m) – Laufenriet (520 m) – Sennschür (527 m) – Wannen (517 m) – Bubikon, Bahnhof (510 m) – Ritterhaus (509 m) – Golfplatz Bubikon (491 m) – Rüti, Talgarten
Aufstieg: ca. 780 m
Abstieg: ca. -780 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 10 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 08:00 bis 12:10 Uhr

Rund um den Etzel

Auf Einladung von Fritz trafen wir uns (Doris, Julia, Rolf, Ruedi) zur Mountainbiketour rund um den Etzel. Unter Fritz‘ Leitung erwarteten wir schon ein paar Singletrails. Nach der kurzen Fahrt durch das Labyrinth im Zentrum von Lachen und der Unterquerung der A3 folgte die 13% steile Auffahrt auf dem Burgweg zur Kapelle Sankt Johann. Dort rechts weg auf einem schmalen Weg (Burggasse) nach Altendorf hinunter. Das Quartier Gutenbrunnen durchquerend der Aufstieg auf geteerter Strasse nach Muschelburg, Fliegenberg und wenig später aussichtsreich bis Schwändi, vorbei an schönsten Bauernhäusern. Ab Schwändi über anderthalb Kilometer Abfahrt zur Luegeten hinunter. Achthundert Meter auf der engen Riedstrasse (Autos, Töffs – und wir eben…) bis Ruostel, dort links weg auf den befestigten Riedfeldweg – wunderbar die Sicht auf den Zürisee, unter uns Feusisberg. Weiter hinauf bis kurz vor Schindellegi, dem heute westlichsten Punkt. Auf der Etzelstrasse weiter hoch, nach siebenhundert Meter (Kastenegg) links weg; noch immer auf befestigtem Fahrweg vorbei an den Höfen Ebnet und Stuck. Mittlerweile bei einer Steigung von ca. 14% gelangten wir auf einer Höhe von 955 m.ü.M. zur Verzweigung Etzelweg – schönste Sicht nach Einsiedeln und seinem Kloster. Ab hier könnte man zum Gipfel des Etzel (1098 m) hochfahren (sei angeblich überhängend…). Wir entschieden, diesen südlich zu umfahren – 2.2 km Singletrail mit einigen Weidezäunen – ohne wesentlichen Höhenverlust erreichten wir den Etzelpass. Auf der Terrasse des Gasthaus St. Meinrad füllten wir unsere Flüssigkeitsspeicher wieder auf. Nach dem Restart auf der Passstrasse in Richtung N galt es diese zu verlassen, um auf einem Chuewegli abzufahren – nicht ohne an zwei Stellen Drehkreuze zu überwinden – herausfordernd… Über schöne Weidelandschaft (ohne Viehbegegnung) gelangten wir zum Meinradsweidli, wo eine kleine Hütte steht – gerade richtig für eine Mittagspause aus dem Rucksack. Nach dieser Stärkung stand der, wie es sich zeigte, herausfordernde Teil unserer Runde bevor; unmittelbar nach dem schön gelegenen Mittagsplatz folgte ein sehr enger, steiler, und wurzeliger Trail – absteigen und schieben war nötig, weil die kurze Wurzelorgie für uns nicht fahrbar war. Bei der Deponii, der Druckleitung der Etzelwerke, angekommen, wurde der Trail wieder zu einem Weg. Beim Punkt 894 (Heitli) verzichteten wir darauf, den gerölligen Wanderweg nach Dänisriet abzufahren. Im Lachner Bann vorbei am kleinen Wasserfall des Chessibachs, folgte der Aufstieg (ca. 100 Hm) nach Diebishütten, dem mit 1080 m.ü.M. heute höchstgelegenen Punkt. Hier auf einem schönen Wiesentrail hinunter, bis uns ein ziemlich abenteuerlicher «Weg» zwang, abzusteigen: Drehkreuz, tief zertrampelte Viehtritte, nicht zu fahren. Fünfzig Meter weiter dann wieder gut zu fahren über Stölleliboden bis Blattmannshof. Hier wagten wir die Weiterfahrt am Hof Zug vorbei – mal sehen… Bald aber war absteigen angesagt: hohe felsige Tritte, ein schmales Brücklein über den Bruggerbach, fahrbar erst wieder ab Waldrand oberhalb Schweigrüti. Jetzt die Schussabfahrt auf geteerter Strasse, an Litsch und Im Suter vorbei. Quasi zum Dessert folgte die Fahrt entlang dem Spreitenbach – ein Wurzelweg, der uns ans Limit brachte. Nach kurzen Ausrutschern fanden wir mit Unterstützung unserer erfahreneren Kameraden wieder auf die Beine. Nach einer trickigen (engen) Tunnelpartie – links der Bach, rechts die Mauer – folgte nochmals eine Wurzelpartie und bald die Erlösung an der Wägitaler Aa. Ab jetzt flach weiter, vorbei an den Sportplätzen, und wenige Minuten später Ankunft am Ausgangsort im Hafen von Lachen. Bikes verladen und ab in die Gelateria!

Fazit:
Fritz, Rolf und Julia, den Singletrail-Cracks, gehört unser herzlicher Dank für die rücksichtsvolle Begleitung von uns zwei Greenhörnern über die teilweise anspruchsvollen Trails. Nicht ganz sturzfrei durch-gekommen, „landeten“ wir schliesslich, abgesehen von ein paar Kratzern, gesund im Hafen von Lachen – zur Belohnung genossen wir Gelati…

Wetterverhältnisse:
Ein hochsommerlicher, heisser Tag – der Feinstaub der letzten Tage hatte sich etwas verzogen, kaum Wind, ca. 22 bis 31°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 13. Juni 2025
Schwierigkeit: ZS, fahrtechnisch anspruchsvoll, mit zahlreichen technischen Herausforderungen (Stufen und Absätze, Treppen, Serpentinen). Kurze Schiebepassagen.
Strecke: 34.7 km: Lachen SZ, Hafen, Parkplatz Äussere Haab (408 m) – Unterführung A3 – Burgweg, Kapelle Sankt Johann (498 m) – Burggasse P.439 – Altendorf, Gutenbrunnen (437 m) – Muschelburg – Fliegenberg (587 m) – Schwändistrasse P.694 – Giessenwald – Luegeten (609 m) – Ruostel P.668 – Riedweid (722 m) – Oberfeld, Feusisberg – Althus (761 m) – Schweigwiesweid – Kastenegg (828 m) – Ebnet (850 m) – Stuck – P.957 – P.977 – Turbenmoos – P.999 – P.1001 – Etzelpass (949 m) – Etzelweid P.868 – Meinradsweidli – Blattenweid (893 m) – Deponii – P.853 – Chlos – Heitli (894 m) – Schiligsrüti – Lachner Bann P.939 – Chessibach – Diebishütten (1080 m) – Singletrail bis P.1006 – Stölleliboden – Blattmannshof – P.758 – Singletrail bis Schweigrüti – Stutz (639 m) – Schleipfen P.584 – P.531 – Litsch – Im Suter – Steinegg – Spreitenbach – Wurzelweg bis Griesammler (419 m) – Peterswinkel (Sportplätze) – entlang der Wägitaler Aa bis P.409 – Lachen SZ, Hafen
Aufstieg: ca. 1180 m
Abstieg: ca. -1180 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 25 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 40 Min.
Tageszeit: 09:55 bis 14:20 Uhr

Rosinli

Endlich wieder einmal unterwegs mit der Velogruppe Wald/Rüti – wie immer ein schönes Erlebnis. Kathrin führte uns in unserem wunderbaren Zürioberland herum, mit einigen Höhenmetern. Die Vorhersagen versprachen einen Hitzetag, mit Feinstaub-Belastung (Rauch von den Waldbränden in Kanada), sonnig aber diesig, Fernsicht naja. Das waren sehr akzeptable Voraussetzungen, und in der Folge versammelten sich dreiundzwanzig BikerInnen zur Tour, in Wald ZH stiessen wir zur Gruppe. Die gemütliche Fahrt führte uns zum Quartier Blattenbach und von dort zum Tänler. Die Aussicht auf Wald wie immer wunderbar. Über Dieterswil, Hueb, Büel eher flach, begann der Aufstieg zum Ghöch, immerhin 200 Höhenmeter. Die Abfahrt nach Neuthal hinunter brachte willkommene Abkühlung. Wenige Aufstiegsmeter hinauf nach Dürstelen, dort am Golfplatz vorbei (wo auch Sport betrieben wird…). Der Aufstieg zum Rosinli schliesslich für einige herausfordernd, weil Kathrin etwa dreihundert Meter Singletrail einbaute. Dieser endete mitten in der Gartenwirtschaft des Bergrestaurants – welche Erleichterung! Die Kafimaschine brachten wir zur Heissglut, Cappuccino gabs leider keinen mehr, also musste Kafi crème reichen. Gut erholt nahmen wir die Abfahrt nach Adetswil unter die Räder. In Bäretswil – voll im Schuss – verpassten einige beinahe die Abzweigung hoch zur Höhenstrasse. Wunderbar könnte hier die Aussicht und die Fernsicht sein – wenn nur nicht dieser Feinstaub aus Kanada wäre. Im Hasenstrick angekommen der Abschied, weil sich die Gruppe in allen Richtungen auflöste. Wir genossen zum Abschluss noch die Fahrt über das Töbeli nach Hause. Nun freuen wir uns auf den Härtetest morgen Freitag – zum Etzel!

Fazit:
Kathrin und allen Engagierten der Velogruppe Wald/Rüti ein herzliches Dankeschön für diesen schönen Tourentag!

Wetterverhältnisse:
Ein hochsommerlicher Tag, viel Feinstaub aus Kanada, wenig Wind aus W, ca. 20 bis 27°

Ausrüstung:
e-MTB, Kartenmaterial Komoot, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 12. Juni 2025
Schwierigkeit: WS=Leicht fahrbar, ohne nennenswerte technische Schwierigkeiten. Kurze enge und steile Passagen, kurz vor dem Rosinli kurzer, unschwieriger Singletrail
Strecke: 51.1 km: Rüti ZH (470 m) – Pilgersteg (549 m) – Grundtal (566 m) – Wald (616 m) – Blattenbach (682 m) – Tänler – Dieterswil (763 m) – Hueb (791 m) – Büel (821 m) – Amslen (910 m) – Niderhus (876 m) – Auen (894 m) – Lee (894 m) – Ghöch (961 m) – Tannen (762 m) – Hinterburg (741 m) – Neuthal (699 m) – Bliggenswil (717 m) – Dürstelen (789 m) – Golfplatz Hittnau (806 m) – Wilen – Platten (757 m) – Rosinli (824 m) – Adetswil – Bäretswil (706 m) – Oberdorf – Schönau – Tisenwaldsberg (812 m) – Höhenstrasse – Girenbad (780 m) – Wernetshausen (725 m) – Hasenstrick (757 m) – Looren – Blattenbach (682 m) – Töbeli – Grundtal – Pilgersteg – Rüti
Aufstieg: ca. 1210 m
Abstieg: ca. -1210 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 10 Min.
Tageszeit: 08:00 bis 12:30 Uhr

Hüttchopf (1232 m) – von Fischenthal nach Wald ZH

Mit dem Thurbo dauerte die Fahrt bis Fischenthal nur wenige Minuten. Die Wanderung begann unmittelbar ab Bahnsteig. Dem Mühlebach entlang bis zum Fistelweier ca. sechshundert Meter flach. Kurz vor dem Weiler Fistel dann der relativ steile Aufstieg, ca. 280 Höhenmeter über 2.1 km zum aussichtsreich gelegenen Hof Tannen. Ab hier auf holpriger Unterlage, unverändert steil zur Ghogghöhi. Über eine schöne Weide erreichten wir den Steilaufstieg zum Tagesziel, dem Hüttchopf, den wir letztmals 2015 besuchten. Nach weniger als zwei Stunden Aufstieg war der schöne Gipfel erreicht. Inzwischen steht dort ein grosses Gipfelkreuz. Der Gipfel gehörte uns – und den vielen Schmetterlingen. Vor allem Schwalbenschwänze posierten zahlreich. Die Fernsicht (wie schon seit Pfingsten) getrübt wegen des von den Waldbränden in Kanada herrührenden Feinstaubs – also nix mit Fernsicht in die Alpen. Eine Gipfelrast hielten wir trotzdem ab. Danach folgte der Zwischenabstieg zum fast hundert Meter tiefer gelegenen Hof Überzütt. Von hier könnte man hundert Meter aufsteigen zu Brandegg und Scheidegg; der eingeschränkten Fernsicht wegen schenkten wir uns diese Wegvariante und liefen direkt zur Alp Scheidegg hoch. Am heute geschlossenen Restaurant liefen wir achtlos vorbei, ein Stück weit der Strasse entlang. Bei der Hischwilerhalden unterhalb des Scheidegghogers stiegen wir ab auf schwach sichtbarem Wanderpfad, den Josenberg nordwestlich passierend. Bald erreichten wir die Josenbergstrasse und die dort stehende Hütte und Sitzbank (eingezäunt zum Schutz vor gwundrigem Vieh). Dort folgte der markierte Einstieg zum Buchstockweg; über diesen wanderten wir über Serpentinen hinunter zum Weiler Hüebli, den wir im Ortsteil Aa erreichten. Die Fahrstrasse überquerend, erreichten wir den etwa siebzig Hm tiefer liegenden Schmittenbach. Mittlerweile im schattenspendenden Wald passierten wir nach wenigen Metern die Sperre (Bau- und Unterhaltsarbeiten). Für uns nicht wichtig, weil unser Weg ja nach Wald hinunterführte. Die folgenden drei Kilometer dann sehr lauschig, zum Schluss durch das schöne Sagenraintobel. Am Ziel in Wald genossen wir dann noch Glacé – schliesslich war es ja mittlerweile richtig Sommer!

Fazit:
Wieder einmal eine hübsche Tössbergland-Wanderung, teilweise bis 25% Steilheit im Auf- und Abstieg.

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig, diffuses Licht (Rauch von den Kanada-Waldbränden in der Luft), schwacher Wind 15 bis 25 km/h W, 17 bis 22°

Ausrüstung:
Bergwanderschuhe, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 10. Juni 2025
Schwierigkeit: T1-2
Strecke: 11.1 km, Fischenthal (741 m) – Fistel – Tannen (958 m ) – Ghogghöhi – P.1099 – Hüttchopf (1232 m) – Überzütt (1146 m) – Alp Scheidegg (1196 m) – Hischwilerhalden – Josenberg (1017 m) – Buchstockweg – Aa (792 m) – Schmittenbach – Tobel, P.700 – Sagenraintobel – Wald ZH (616 m)
Aufstieg: 662 m
Abstieg: ca. -781 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 05 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 30 Min.
Tageszeit: 10:00 bis 15:05 Uhr

Bikefahrt zur Alp Schindelberg

Nach den paar grauen Tagen wieder eine Schönwetterperiode – also nix wie raus, auch wenn das Gürtelrösi noch nicht vollständig ausgeheilt ist. Zur Alp Schindelberg soll die Fahrt gehen. Rüti durchfuhren wir in Richtung Ost, um über das Quartier Gubel, Neu York, Mettlen, Hiltisberg (Beiz beschlossen) Laupen zu erreichen. Auffallend wenig Verkehr heute, die meisten futtern wohl bereits am Mittagstisch mit ihren Müttern – Muttertag! Ab Dorfmitte von Laupen folgte die Steigung nach Egligen am Eingang ins Goldingertal. Nach Hintergoldingen/Rossfallen wird das Tal enger, wir rollten dem Rossfallebach entlang bis Chamm (865 m). Hier war fertig lustig. Auf nun unbefestigter Strasse waren bis zur Hand über 900 m Strecke 140 Hm Aufstieg zu bewältigen – steiiiiil! Auf der Hand eine kurze Trinkpause und weiter auf holpriger Unterlage, hinein in den Habrütiwald, die Unterlage trocken. Beim Chreuelbach die Richtungsänderung, dann folgte die heute steilste Stelle (~28%). Jetzt sich nur nicht abwerfen lassen(!) – Gewichtsverlagerung nach vorne und ausreichend Tempo (nicht zu langsam also…). Nach 60 Hm die Erlösung, vor uns die Sicht zum Ziel Alp Schindelberg. Im Restaurant angekommen, zog es uns in die gut besetzte Gartenwirtsachaft. Im Gasthaus Alp Schindelberg einzukehren macht immer viel Freude. Quöllfrisch und WKS schmeckten vorzüglich – auf Maya’s Supercremeschnitte verzichteten wir heute. Gut versorgt machten wir uns auf zur Abfahrt. Auf den vier Kilometern hinunter bis Chamm waren 300 Hm zu bewältigen – also waren Konzentration und Vorsicht geboten. In Chamm angekommen, wurde die Unterlage wieder ruhiger. Dem Rossfallebach entlang und bis Egligen konnten wir es richtig laufen lassen, unterstützt von der leichten Bise im Rücken. Ab Egligen fuhren wir die von der Hinfahrt abweichende Überlandstrecke über Zil, Hubertingen nach Laupen hinunter. Überall wurde bereits gheuet, in Erwartung guten Wetters. In der Ortsmitte von Laupen bogen wir ab, um über Chapf zum Hiltisberg aufzufahren, wohlwissend um den dortigen Ruhetag. Danach folgte der Anstieg zum Weiler Mettlen, dann die malerische Strecke durch Ried und Wald zum Ortsteil Würzhalden hinunter und weiter zum Gubel. Über Quartiersträsschen erreichten wir durch die Bahnhofsunterführung die andere Seite – Rüti City. Nach zwei Kreiselfahrten wieder zuhause angekommen.

Fazit:
Eine feine Biketour im nahen Zürioberland und Goldingertal – eine gute Alternative zu einer leider noch nicht möglichen Wanderung (mit Rucksack).

Wetterverhältnisse:
Ziemlich sonnig, Schönwetterbewölkung, Bise bis 20 km/h NNO, ca. 11 bis 18°

Ausrüstung:
e-Bike, Kartenmaterial SchweizMobil, GPS

Parameter:
Tour-Datum: 11. Mai 2025 (Muttertag)
Schwierigkeit: WS=Gut fahrbar, mit technischen Abschnitten (z. B. Wurzeln, Steine, enge Kurven, steile Up- und Downhills).
Strecke: 42.1 km: Rüti ZH (478 m) – Gubel – Neu York (563 m) –  Mettlen (689 m) – Hiltisberg (700 m) – Laupen (604 m) – Egligen (737 m) – Baumgarten (787 m) – Vordersagen (779 m) – Hintergoldingen (828 m) – Rossfallen (820 m) – Chamm (865 m) – Hand (1003 m) – Habrütiwald, Chreuelbach – Vorder Chreuel (1144 m) – Gasthaus Alp Schindelberg (1154 m) – Rückfahrt auf gleicher Strecke bis Egligen – Zil (698 m) – Hubertingen (646 m) – Müli, Laupen (588 m) – Ortsmitte Laupen (604 m) – Chapf (680 m) – Hiltisberg – Mettlen – Rütiholz – Girägerten – Weierbach (592 m) – Halbismettlen – Moos – Würzhalden (536 m) – Laufenbach – Oberhaltberg – Gubel – Rüti, Talgarten
Aufstieg: ca. 1070 m
Abstieg: ca. -1070 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 20 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 30 Min.
Tageszeit: 11:05 bis 15:25 Uhr