1 Am Ofenpass, der Ortler mit seinem Eispanzer leuchtet
2 Auf dem Ofenpass ist was los
3 Oberhalb Ofenpass ist es ruhiger
4 Bizarre Felsen am Jalet
5 Gut gesicherter Steig
6 Keine Rolltreppe am Jalet
7 Unterhalb Jalet, Munt da la Bescha
8 Edelweiss
9 Il Jalet
10 Bald oben auf Davo Plattas
11 Kurz vor Davo Plattas
12 Davo Platta, der Weg zum Piz Daint (2967 m)
12 Der Piz Nair (3009 m) guckt hervor
12 Erosion Il Jalet
13 Alp Buffalora, links der Munt Buffalora (2627 m)
14 Der Pfad durch das trockene Val Murtaröl
15 Val Murtaröl, Piz Daint
16 Val Murtaröl, hinten der Munt Chavagl
17 Lieblingsgelände
18 Val Murtaröl durchschritten
19 Val Murtaröl, ohne Wasser
20 Nach dem Val Murtaröl, Munt Buffalora
21 Ein bisschen Show
22 Links der Jalet
23 Il Jalet, links der Bildmitte Piz Vallatscha (3020 m)
24 Bergföhre mit jungen Nüsschen
25 Döss da las Plattas
26 Döss da las Plattas, Munt Buffalora
27 Döss da las Plattas
28 Döss da las Plattas
29 Südwand Munt Buffalora
30 Döss da las Plattas, das Vieh sucht Nahrung, sogar in den Wacholderstauden
31 Idylle auf Döss da las Plattas
32 Jufplaun, Piz Murtaröl (3180 m)
33 Jufplaun, Wollgras
34 Wollgras-Detail (Bild Doris)
35 Jufplaun, Chasa da Cunfin, Piz Murtaröl
36 Jufplaun, Aua da Murtaröl, Chasa da Cunfin, Piz Murtaröl
37 Akrobatikeinlage, bravo!
38 Jufplaun, Piz Daint Westflanke
39 Alpen-Arnika
40 Jufplaun, die altersschwache Arve steht noch immer
41 Alp Buffalora, Privathütte bei P.2196
42 Piz Daint
43 Alp Buffalora, Munt Buffalora
44 Buffalora an der Ofenpassstrasse, Piz Nair
45 Kleines Flachmoor
46 Aua da Murtaröl, ohne Wasser, Blick zum Ofenpass, rechts der Jalet
47 Ova dal Fuorn, ausgetrocknet
48 Bei Buffalora, in der Bildmitte hinten der Piz Vallatscha
49 Buffalora, Haltestelle P10
50 Edelweiss (Bild Doris)
51 Die Route
Heute war eine Wellness-Wanderung angesagt, sowohl für das Auge wie auch für den Körper. Mit dem Postauto zum Ofenpass (Doppelkurs!). Dort stiegen die meisten aus, kaum jemand hatte aber dasselbe vor, wie wir. Der Aufstieg zur Davo Plattas ist felsig, im letzten Abschnitt steil, aber nicht ausgesetzt. Bizarre Felstürme am Il Jalet, den wir umrundeten. Ab Davo Plattas dann über anderthalb Kilometer die aussichtsreiche Querung, unterwegs führt der Weg durch die Runse der Aua da Murtaröl – spektakulär wie immer. Etwas Konzentration und Trittsicherheit war gefordert. Bald war die Verzweigung auf Döss da las Plattas erreicht – wir blieben rechts. Es folgten dreieineinhalb Kilometer leichter Abstieg über wunderbares Weidegelände, wo wir rasteten und dem weidenden Vieh zuschauten und -hörten. Etwas weiter unten erreichten wir die Brücke über die Aua da Murtaröl, welche wenig Wasser führte. Ab jetzt verlief die Strecke nach N, voll in der Sonne, und paradiesisch die Aussicht zum Piz Nair und zum auch schon besuchten, eindrücklichen Piz Vallatscha. Bald erreichten wir die bekannte Privathütte bei P.2196 (Margun wird sie genannt) – kein Zutritt, privat, niemand zuhause. Ein paar hundert Meter weiter die (bekannte) grosse Arve. Immer wieder faszinierend der Blick nach S zum massigen Piz Murtaröl, zum Piz Daint und zum Munt Buffalora mit seiner zerklüfteten Ostflanke. Mit Ausnahme eines Wiesels und der weidenden Kühe bekamen wir heute keine Tiere zu Gesicht, auch der Bartgeier gab keine Vorstellung. Und wie immer in dieser Gegend maulte eine Cratschla hektisch. Nun folgte der Abstieg zur 180 Hm tiefer liegenden Alp Buffalora. Am Gebäude der Alp angekommen, wählten wir die Trittspur, welche über die Weide direkt zur Postautohaltestelle P10 an der Ofenpassstrasse hinunterführte. Nach 15 Minuten Ankunft beim Restaurant Buffalora; wir fanden Platz, sogar unter einem freien Sonnenschirm. Die Gelati erfrischten und schmeckten ausgezeichnet…
Fazit: Eine relativ ruhige Wanderung im Paradies am Ofenpass.
Wetterverhältnisse: Sonnenschein, wolkenlos, Temperaturen im Bereich 10 bis 15° C, trocken, kaum spürbarer Wind (ca. 13 bis 30 km/h NW), der angenehm und leicht kühlend wirkte.
Schwierigkeit: T2 Strecke: 7.5 km, Postauto zum Pass dal Fuorn/Ofenpass (2148 m) – Aufstieg südöstliche Jalet in Richtung Piz Daint – Davo Plattas (2288) – Val Murtaröl – Döss da las Plattas – Verzweigung P.2272 – Brücke über die Aua da Murtaröl bei P.2221 – Privathütte bei P.2196 – P.2156 – P.2157 – Alp Buffalora (2033 m) – Aua da Murtaröl – Buffalora P10 (1967) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 221 m Abstieg: ca. -382 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 25 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 27 Min. Tageszeit: 10:45 bis 14:10 Uhr
Fisetenpass, Blickrichtung Limmerental, Vorder und Mittler Selbsanft
Links oben Gemsfairenfirn und Gemsfairenstock
Jegerstöck, rechts aussen der Ortstock
Hoi! (Bild Doris)
Blick zum Klausenpass, Glatten
Sogar noch etwas Altschnee liegt auf der Strecke
Blick zurück zum Fisetenpass
Hasentrittli, Gemsfairenboden
Hasentrittli, Gemsfairenboden, links Clariden
Hasentrittli im Rückblick
Schroffe Berglandschaft
Auf dem Weg zum Gemsfairenboden
Ein wunderschönes Trio
Rosa ist auch eine schöne Farbe
Alpenleinkraut
Gemsfairenboden, von den Felswänden (Speichstock, Tüfelsstock) herunterfliessende Moränen
Gemsfairenboden
Gemsfairenhüttli
Im Aufstieg zum Griessbödemli
Griessbödemli, links der Clariden
Moränenlandschaft Im Griess
Fätschbach, Glatten, Klausenpassstrasse
Hübsch (Bild von Doris)
Ein bisschen Altschnee
Ruedi posiert (Bild von Doris)
Gletscherseelein bald erreicht
Im Griess, hinten der Ortstock
Im Griess, der schräge Gämsfairenstock
Gletschersee Im Griess = Badesee(!)
Gletscherseelein mit Brücklein über den abfliessenden Tätschbach
Gletscherseelein, Blick vom Aufstieg am Firnband
Gletscherseelein, im Aufstieg am Firnband
Blick zum Clariden, Chammlijoch mit darunter liegendem Iswändli
Frühlingsenziane
Die Zuvilisation hat uns wieder
Höch Windgällen (Bild von Doris)
Chlausenchappeli (Bruder-Klaus-Kapelle)
Die Route
20260621Clariden-Höhenweg 021von043
20260621Clariden-Höhenweg 030von043
Für heute Sonntag der Hitze entfliehen war das Motto – also los in die Berge! Bis Linthal mit dem PW, ab dort bequem mit dem Postauto in einer halben Stunde hoch zum Hochtal Urnerboden – der grössten Alp der Schweiz (hier leben im Sommer etwa eintausend Rinder und Kühe). Die Talstation der Seilbahn zum Fisetenpass wird zu Fuss in etwa fünf Minuten erreicht. Kurz vor dem ersten Ansturm bestiegen wir nach kurzer Wartezeit die Kabine der Seilbahn (6 Personen), welche uns für zwölf Franken pro Person in acht Minuten zur Bergstation am Fisetenpass brachte. Ein kurzer Aufstieg zum Pass, wo der Blick zum Limmerental, zu Vorder und Mittler Selbsanft, und rechts zum Gämsfairenstock ging. Wir starteten auf dem ausgeprägten Pfad nach W (vorbei an der Verzweigung zum Gämsfairenstock via Rund Loch), Ober Orthalten heisst das Gebiet. Zur Rechten der Tiefblick zum Urnerboden, darüber die Bergkette der Jegerstöck. Nach anderthalb Kilometern in leichtem Auf und Ab erreichten wir das Hasentrittli, eine seilgesicherte Steilstufe, welche bei dieser Trockenheit gut zu gehen war. Nach ca. hundertfünfzig Höhenmetern Abstieg war der Gemsfairenboden erreicht – viele Alpenblumen, u.a. Enziane und Alpenleinkraut. Das Gemsfairenhüttli (ca. 800 voraus) war bereits zu sehen. Zur linken die von den Felswänden (Speichstock, Tüfelsstock) herunterfliessenden Moränen, zur rechten die feuchte Ebene Gemsfairenboden. In der Alpbeiz herrschte schon reger Betrieb – der Kafi crème und der hauseigene Nussgipfel vom Feinsten! Nach dieser Stärkung wählten wir den Aufstieg zum Griessbödemli – den Fahrweg über das Chlustrittli zur Klausenpassstrasse hinunter sparten wir auf für eine späterer Bikefahrt. Die Chlus (eine eindrückliche runde und ca. 400 m hohe Felsarena) umwanderten wir also oberhalb, Im Griess heisst das Gebiet. Der Weg zum Gletschersee zog sich hin und wurde zunehmend geröllig – recht alpin; Gelände, wie es uns gut gefällt. Im Griess ist in den letzten vierzig Jahren durch den Rückzug des Gletschers eine Geländemulde entstanden. Jeweils ab Spätsommer versiegt der oberflächliche Abfluss, da ein Teil des Seewassers unterirdisch abfliesst. Im Winter fällt dann der trockene Schnee. Im Frühjahr kann der Seewasserspiegel durch Schmelzwasser schnell ansteigen und sich hinter den winterlichen Schneeablagerungen aufstauen. Sobald der Wasserspiegel die höchste Kote der Schneeablagerungen erreicht hat, frisst sich das Wasser durch den Schnee, und es kann zu einem flutwellenartigen Ausbruch mit entsprechenden Hochwasserereignissen entlang des Fätschbaches im Gebiet Urnerboden bis zur Einmündung in die Linth bei Linthal führen. Am Seelein angekommen, tummelten sich viele Wanderer, von denen einige sogar im eisigen Wasser schwammen. Über ein mobiles Brücklein überquerten wir den Fätschbach um auf gerölliger Spur das etwa 80 m hohe Firnband zu übersteigen. Am höchsten Punkt angelangt, begann der Abstieg zum Klausenpass. (zweihundert Höhenmeter über anderthalb Kilometer). Im obersten Bereich waren noch einige Altschneefelder zu queren. Hier taten sich einige vom Pass hochkommenden Flipflop-Wanderer etwas schwer… Auf dem Pass angekommen, übten wir die Rückkehr in die Zuvilisation – zuviel Blech, zuviel Volk oft mit zuvielen Kilos. Die kurze Wartezeit nutzten wir für eine Jause (Alpkäse, Salsiz, Erdinger zero). Die Postautofahrt zum Urnerboden und nach Linthal hinunter zum Abschluss war dann ein grosses Vergnügen.
Fazit: Eine eindrückliche Panoramawanderung vorbei an der Nordwand des Clariden.
Wetterverhältnisse: Erste Hitzeperiode in diesem Sommer, Temperatur bei ca. 22° (Fisetenpass). Wind kaum spürbar bei ca. 5 km/h N.
Tourdatum: 21. Juni 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 9.63 km: Fiseten, Bergstation der Seilbahn Urnerboden-Fisetenpass (2008 m) – Fisetenpass (2034 m) – Hasentrittli – Schit – Gemsfairenboden – Gemsfairenhüttli (1947 m) – Griessbödemli – P.2080 – Gletschersee Im Griess (2098 m) – Firnband – Chlaridenbödemli – Klausenpass (1948 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 432 m Abstieg: ca. -487 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 05 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 15 Min. Tageszeit: 09:35 bis 13:40 Uhr
30 Windgällenhütte in Sichtweite, Hüfifirn und Hüfihütte SAC, Tödi (3614 m) rechts Gross Düssi (3256 m)
31 Die Schwemmebene bei der Windgällenhütte, v.l.n.r: Schwarz Stöckli (2614 m). Gross Windgällen (3187 m), Gross Ruchen (3138 m)
32 Wir kommen der Windgällenhütte näher
33 Windgällenhütte, Hüfifirn, Hüfihütte, Tödi
34 Bei der Windgällenhütte, die Pyramide des Chli Oberälpler (3084 m)
35 Im Abstieg von der Windgällenhütte zum Stäfel
36 Stäfel, Gross Düssi
37 Stäfel, Blick zurück zur Windgällenhütte
38 Golzeralpen, Bristen
39 Riesige Wegmarkierung auf Golzeralpen
40 Riesige Wegmarkierung auf Golzeralpen, Gross Düssi
41 Auf Golzeralpen
42 Im Abstieg zum Golzernsee, Bristen
43 Golzerensee, viel Badevolk
44 Idylle
45 Bergstation Golzern, wir werden abgeholt
45 Die Route
Napf oder Maderanertal war heute die Frage. Wir entschieden uns für die Panoramawanderung zur Windgällenhütte – bei prächtigem Wetter. Dass heute im Tal ein Festtag war, bemerkten wir erst am ziemlich gefüllten Parkplatz bei der Talstation der Luftseilbahn Golzern. In der kleinen Festhütte wurde gerade die Einweihung der neuen Seilbahn gefeiert. Und die Überraschung: heute Gratisfahrten den ganzen Tag! Danke herzlich den engagierten Genossenschaftern der Seilbahn (Normalpreis Berg- und Talfahrt für Erwachsene Fr. 17.00). Um halb zehn Uhr bestiegen wir die eine der beiden neuen 8er-Kabinen (ohne Wartezeit); die Höhendifferenz von 561 m dauerte wenige Fahrminuten. Nachdem wir die gute Fernsicht ein erstes Mal geniessen durften, ging es direkt zur Sache. Nach zweihundert flachen Metern in Richtung Golzerensee begann der ordentlich steile Aufstieg hoch nach Oberchäseren (520 m Aufstieg über 1.5 km). Erst über wunderbar blühende Blumenwiesen hoch bis Rösti, ab dort (noch) im Schatten des Bockistocks noch steiler hoch, der Pfad vom Regen der vergangenen Tage abgetrocknet. Nach einer Stunde und zwanzig Minuten war das Alpgebiet Oberchäseren erreicht. Vierhundert Höhenmeter im Stundenmittel – nicht schlecht für uns zwei Senioren. Selbstverständlich waren einige schneller unterwegs. Überhaupt überraschte uns heute, dass viele junge Leute unterwegs waren – cool! Auf der Alp angekommen, bot sich auf einem der Bankniederlassungen die Gelegenheit für eine Trinkpause und einen Ovo Break. Bald wird die Alp wohl bestossen, die Tiere dürfen sich freuen. Den etwas längeren, und anspruchsvollen Alpinweg (weiss-blau-weiss, T4-T5) über das Untere Furggeli wagten wir nicht. Später bestätigten zwei junge Frauen unsere Einschätzung, die wegen Schnee abgebrochen haben. Auf dem folgenden Kilometer querte der Pfad in leichtem Auf und Ab zur Ärgellegg. Sowohl das Panorama wie auch die vielen Bergblumen sorgten für Berggenuss erster Güte. Kurz vor den Alpgebäuden der Bernetsmatt nochmals ein Anstieg von zweihundert Höhenmetern, bis wir am Punkt 2036 angelangten. Nun wurde der Blick frei zur prominent stehenden Windgällenhütte. Während Doris den Normalweg zur Hütte wählte, lief ich über die wasserfreie Schwemmebene. Hier war sogar ein Basketball-Sportplatz eingerichtet. Nach drei Stunden Wanderzeit inkl. Pausen erreichten wir die gut besuchte Sonnenterrasse der Hütte. Inmitten des gutgelaunten Wandervolks genossen wir das formidable Hüttenpanorama, die ausgiebige Mittagspause und die sehr herzliche Bedienung des Hüttenteams. Nach etwas mehr als einer Stunde Abschied und Aufbruch. Vorerst nicht auf dem Hüttenweg zur Schissenegg hinunter, wählten wir den Umweg über die Alp Stäfel. So konnten wir die Sicht zum Hüfifirn länger geniessen. Bei Punkt 1899 hielten wir scharf rechts, um weiter nach W abzusteigen. Bei Punkt 1879 erreichten wir den Hüttenweg – anderthalb Kilometer Umweg, die sich lohnten. Der steile Abstieg bis zum Golzerensee hinunter – 450 Hm über teilweise hohe und felsige Tritte – verlangte dann nochmals volle Konzentration; jedenfalls zehrte er an unseren Kräften. Die Strecke ab Seewen über Hüseren bis zur Bergstation der Luftseilbahn schafften wir in einer Viertelstunde. Nach kurzer Wartezeit wurden wir (noch immer gratis…) ins Tal hinunter gegondelt – richtig erholsam!
Fazit: Eine absolut lohnende Panoramarunde im beschaulichen Maderanertal mit einigen Höhenmetern.
Wetterverhältnisse: Nach der Regenperiode der erste Sommertag, Temperatur bei ca. 19°. Wind ca. 15 km/h O.
Parameter: Tourdatum: 13. Juni 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 10.1 km: Egg, Bergstation der Luftseilbahn Golzern (1935 m) – P.1438 (Abbiegung in Richtung Oberchäseren) – Oberchäseren (1935 m) – Bläck – P.1926 – Bernetsmatt P.2007 – P.2036 – Windgällenhütte (2034 m) – Stäfel – P.1899 – P.1879 (Hüttenweg) – Schissenegg – P.1617 – P.1585 – Seewen (1423 m) – Hüseren – Golzern Bergstation (1935 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 726 m Abstieg: ca. -703 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 50 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 4 Std. 35 Min. Tageszeit: 09:40 bis 16:30 Uhr
Gleich beim Start will der schöne Ortler gesehen werden
Unten auf der Ofenpassstrasse ist was los
Schöner Weg
Doris hüpft gleich über die Runse
Die Runse
Was für eine Kulisse!
Wer sieht die Gams?
Minschuns
Blick zurück auf die Plaun da l’Aua
Piz Daint
Bizarre Felsen am Munt da la Bescha
Alp da Munt
Alpenveilchen
Die Dolinen auf der Alp da Munt
Frühlingsenziane
Dolinenlandschaft Alp da Munt, Piz Daint
Alp da Munt
Frühlingsenziane
Enziane
Lai da Juata, Muntet
Buchsblättrige Kreuzblume (Bild Doris)
Soldanella (Bild Doris)
Schwefelanemone
Lai da Juata, Piz Turettas
Im Abstieg auf der Alp Champatsch
Alp Champatsch, Restaurant La Posa
Auf dem Weiterweg auf der Alp Champatsch
Lüer Seelein (sagen Einheimische)
Salweide
Lü Daint, links der Piz Daint, in der Bildmitte der Ofenpass
Lü, Ortler, Piz Lad
Die Route
Diese Wanderung ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis – eine Panoramawanderung der Superlative. Im voll besetzten Postauto fuhren wir ab Valchava zum Ofenpass. Der Einstieg auf die Senda Val Müstair liegt gleich gegenüber des Hotels Süsom Givè beim aus Holz geschnitzten Bären. Im lichten Wald über Wurzelwege, gelegentlich leicht auf und ab und manchmal leicht ausgesetzt. Bald verhallte der Lärm der Passstrasse (Pfingstsonntag!), nach etwa 1.7 km und nach Überquerung der eindrücklichen Ruina war die Plaun da l’Aua erreicht, einer unserer Lieblingsplätze im Val Müstair. Auf der Höhe der Chamonna Plaun da I’Aua, einer ehemaligen Schäferhütte, war eine erste Pause angesagt. Ein Bänkli steht auch dort, und war noch unbesetzt. Hier ging der Blick hoch zum Munt da la Bescha, wo sich normalerweise Steinböcke und Gämsen tummeln. Wir hatten Glück (siehe Foto). Ab hier blieben wir wie immer links des Alpsträsschens, um leicht erhöht dem Waldrand entlang führenden Pfad zu laufen. Wenig später die Überquerung der beeindruckenden Geröllhalde, welche sich vom Munt da la Bescha herunter bewegt. An der Verzweigung bei P.2188 hielten wir links, um bergseitig die Höhe zu halten und so die Dolinen und die Alp da Munt zu erreichen. Das Alprestaurant geschlossen (geöffnet nur während der Wintersportsaison). Nach der Alp der kurze Aufstieg und die Querung zur Verzweigung bei P.2244, wo der Direktabstieg durch den God da Munt nach Tschierv hinunterführte. Vorbei an der Infotafel mit Hinweisen zum Bärenthemenweg, wanderten wir leicht ansteigend hoch bis zum Ausichtspunkt über dem Lai da Juata. Der Pfad führte nördlich des Seeleins vorbei, schmaler werdend und leicht absteigend durch paradiesischen Lärchen-, Arven- und Föhrenwald. Von der Alp Champatsch ein steiles Wegstück hinunter zum 100 Hm tiefer gelegenen Alprestaurant La Posa, wo Melanie mit ihrem Team ab heute bis ca. Ende Oktober geöffnet hat. Viele Wanderer genossen die Mittagspause unter den Sonnenschirmen. Bei unserem nächsten Besuch gibt’s dann Kaiserschmarrn! Nach Lü wählten wir den Weg über die Alpstrasse, vorbei am Punkt 2093, wo der spektakuläre Weg vom Pass da Costainas herunterkommt. Ein paar Meter weiter das kleine Seelein, welches ein schönes Fotomotiv abgibt. Das auf einer Sonnenterrasse gelegene Dörfchen war nach etwa fünfundvierzig Minuten erreicht. Zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass der Hirschen geöffnet ist – also reservierten wir zum z’Nacht für heute Abend (Spaghetti Mamma Lü!). In der Dorfmitte bestiegen wir dann das Postauto, welches uns ins Tal fuhr.
Fazit: Die Höhenwanderung par excellence… Wellnesswandern!
Wetterverhältnisse: Sommerlich warm (heiss!), Temperaturen 12° (beim Start auf dem Ofenpass) bis 25°. Wind 9 km/h N
Parameter: Tourdatum: Pfingstsonntag 24. Mai 2026 Schwierigkeit: T2 Hinfahrt: Postauto ab Valchava Cumün bis Pass dal Fuorn Rückfahrt: Postauto ab Lü bis Fuldera Cumün, Umstieg nach Valchava Strecke: 9.6 km: Ofenpass/Pass dal Fuorn (2149 m) – Plaun da l’Aua (P.2153) – P.2189 – Alp da Munt (2212 m) – P.2246 – Juata – Alp Champatsch (2088 m) – P.2093 – Plattuns (1949 m) – Lü Daint – Lü (1916 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 220 m Abstieg: ca. -435 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 30 Min. Tageszeit: 10:50 bis 14:50 Uhr
Auf dem Rückweg zum Haidersee, im Hintergrund Schöneben
Der Ortler „wächst“ auf der Haide
Die Route
Der Titel dieses Berichts ist nicht etwa irreführend: über eine wunderbare Alpenlandschaft führt der nicht alpine Weg und teilweise steile Pfad ab Fischerhäuser (am Haidersee gelegen) zum Weiler Plawenn, einer Fraktions der Gemeinde Mals im Vinschgau. 41 Menschen wohnen dort. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichten wir Fischerhäuser, den an der Reschenpassstrasse am Haidersee gelegenen Weiler. Das ziemlich neue Gasthaus Alpenrose liessen wir vorerst links liegen, um über offenes Weideland der Wanderweg Nr. 3 zu erreichen. Der Aufstieg im Lärchenwald war paradiesisch, der Waldboden ein einziger grüner Teppich. Bei der kleinen Schäferhütte änderte die Landschaft; der Anstieg wurde etwas steiler, der Forstweg ruppiger. Nach sieben Serpentinen endete die Unterlage und wir stiegen auf einem schmalen Pfad etwas steiler auf. Etwa fünfhundert Meter vor dem Zwischenziel Plawenn war der höchstgelegene Punkt (ca. 1570 m.ü.M.) erreicht. Nach dem Verlassen des Waldes stand wie angekündigt eine windgeschützte Bank – die mussten wir selbstverständlich nutzen. Super Aussicht über die Malser Haide und zum Ortler. Nach dem kurzen Abstieg zum Dorf Plawenn hofften wir dort einzukehren — nix da! Das hübsche Dörfchen lohnt einen kurzen Rundgang. Schmuck das Kirchlein St. Maria und der dominante Ansitz Plawenn. Uns wehte eine steife B(r)ise um die Ohren, also suchten wir Windschutz in der Nähe eines beinahe verfallenen Stadels. Kurze Trink- und Verpflegungspause (Ovo Break – weisch wie guet!). Auf der Fahrstrasse erreichten wir nach etwa vierzig Minuten den Ausgangspunkt am Haidersee wieder. Im Gasthaus Alpenrose genossen wir dann einen kleinen zMittag. Danach folgte die Fahrt über die Malser Haide hinunter nach Mals und über Latsch – Taufers zurück ins Val Müstair.
Fazit: Eine kurze, sehr lohnende Spazier-Wanderung im Vinschgau, die uns sehr gefiel…
Wetterverhältnisse: Ein Schönwettertag nach einer Schlechtwetterperiode (Eisheilige!), Temperatur bei ca. 9 bis 13°. Teilweise steife Bise bis ca. 20 km/h.
Parameter: Tourdatum: 17. Mai 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 6.2 km: Fischerhäuser (1453 m) – Schäferhütte (1577 m) – Plawenn (1725 m) – Fischerhäuser Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 320 m Abstieg: ca. -310 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 25 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min. Tageszeit: 11:05 bis 13:30 Uhr
Bain Guad: Blick nach Müstair, hinten Guardaskopf und Tellakopf
Haus Bain Guad, schön renoviert
Am heute höchstgelegenen Punkt beim Haus Tramèr
Betagter Baum, auch schwarzweiss reizvoll
Waldveilchen (Bild Doris)
Wechselblättriges Milzkraut (Bild Doris)
Steiler Pfad bei Plazzöl Sura, viel Fallholz
Clematis Alpina (Waldrebe)
Wildnis
Steiler Abstieg
Urwald
Bei Plazzöl angekommen, Blick talaufwärts
Diesen Schönwettertag mitten in den Eisheiligen (heute Servatius gewidmet!) nahmen wir gerne. Da ab morgen (über das Auffahrtswochenende) noch drei nasse Tage folgen werden, nutzten wir diese Gelegenheit für eine Wanderung in der unmittelbaren Umgebung. Der verborgene, und auf der Landeskarte nicht eingezeichnete Waalweg Aual Claif wollten wir besuchen. Von Jörg, unserem Hausbesitzer, erhielten wir wertvolle Hinweise – grazcha fich! In der Ortsmitte von Valchava nach der reformierten Kirche hielten wir nach S rechts um bei Ortsteil Puoz zum Kalkbrennofen (Chalchera) zu laufen. Die Anlage ist wunderbar erhalten und gepflegt, mit Tischen, Bänken und einer grossen Infotafel ausgestattet. Dem Waldrand entlang wanderten wir bei Multa zur Plaun da la Tettaglia, wo die wenig Wasser führende Aua da Vau über eine schöne Holzbrücke überquert wird. Schön der Blick ins untere Tal! Auf den folgenden achthundert Metern hielten wir die Höhe, um das kleine Val Quanas zu queren und die Döss da las Levras (Lichtung der Hasen) an der obersten Stelle zu erreichen. Hier wählten wir nicht etwa den ins Tal der Muranzina (Val Muranza) führende Pfad, sondern hielten geradeaus nach O, um unerwartet wild (einige den Pfad blockierende grosse Äste überwindend) abzusteigen zur Muranzina; die Holzbrücke war schon von weitem zu sehen. An der Brücke dann der Blick zur Baustelle, wo offensichtlich die Wasserfassung des Aual Claif restauriert wird (Begehen verboten). Do Calcogn heisst die Stelle. Ab hier führte ein sehr gut unterhaltener Weg entlang dem Wasserkanal, der (noch) kein Wasser führte. Etwa neunzig Hm tiefer liegt der Campingplatz Pè da Munt. Rund siebenhundert Meter Länge hat der Bewässerungskanal, am Ende stand das neu erstellte Wasserrad mit dem Hammer. Jetzt hielten wir bergwärts, um zum Viadukt der Umbrail-Passstrasse aufzusteigen; kein Verkehr wegen Wintersperre. Der kleine Viadukt bei Runc Süsom führt über den ziemlich ausgetrockneten Bach, der aus dem Val Schais abfliesst und etwas weiter unten – kurz vor Sta. Maria – in die Muranzina einmündet. Nach einem kurzen Spaziergang auf der Passstrasse hielten wir in der nächstliegenden Haardnadelkurve nach rechts, um über einen guten Pfad nach O Belvair anzustreben; Tiefblick hinunter nach Sta. Maria, Sielva zum Center da sandà und zu den gegenüber liegenden Höfen von Pütschai, darüber der Piz Terza. Nun wieder im Wald, erreichten wir bald einmal die Chasa Lemnius. Hier muss etwas Geschichte eingestreut werden: Simon Lemnius (1511 bis 1550) lebte hier. Der preisgekrönte Dichter aus dem Münstertal wird als bekanntester unter den Bündner Humanisten gesehen. Sein Leben war ein schwerer Kampf gegen ein hartes Schicksal. Bereits mit sechs Jahren verlor der kleine Schimun Lemm seine Eltern und bald darauf auch seine Grossmutter. Schliesslich wurde er in grober Weise von seinem schönen Elternhaus, dem Hof zu Guad ob Müstair vertrieben. Hier mehr zu seinem Leben. Da wir von dieser tragischen Geschichte erst zuhause erfuhren, waren wir vorerst nicht beeindruckt. Auf dem Forstweg liefen wir durch das Val Pisch, um bald den Hof Bain Ars zu erreichen. Vierhundert Meter weiter, beim wunderbar gelegenen Hof Bain Guad nutzten wir die sonnige und aussichtsreiche Lage, um auf einer Bankniederlassung der sympathischen Art Mittagsrast abzuhalten. Gestärkt bewältigten wir danach den kurzen Aufstieg zum heute höchstgelegenen Punkt beim Haus Tramèr. Zu Beginn des Valler Lad verliessen wir die nach Guad Orasom hoch führende Strasse. Ab hier ging es nur noch runter – und wie: steil, schmal der Pfad, viel Totholz, aber der Pfad sehr gepflegt (Trittsicherheit war von Vorteil). 320 Abstiegsmeter über Plazzöl Sura nach Plazzöl. Unterwegs viel Botanik (wechselblättriges Milzkraut, Waldveilchen, usw.) und urwaldmässiger Dschungel, sehr abwechslungsreich! Über die Rom-Brücke (wenig Wasser im Rombach!) noch ein paar hundert Meter zur Dorfmitte von Müstair. Nach kurzer Wartezeit bestiegen wir das Postauto, welches uns bequem nach Hause brachte.
Fazit: Wetterbedingt in Lagen bis 1500 m.ü.M. unterwegs; Freude darüber, den verborgenen Waalweg (Aual Claif) gesucht und gefunden zu haben.
Wetterverhältnisse: Ein Schönwettertag in einer Schlechtwetterperiode (Eisheilige!), Temperatur bei ca. 6 bis 14°. Wind aus allen Richtungen, meist Bise bis ca. 10 km/h.
Anmerkung: Heute, am Tag wo ich diesen Bericht verfasse, ist der 4. der Eisheiligen: Bonifatius. Schneetreiben bis 1400 m.ü.M. Was wohl die Kalte Sophie morgen bringt?
Parameter: Tourdatum: 13. Mai 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 8.7 km: Valchava Muglin (ca. 1430 m) – Chalchera (1442 m) – Multa – Aua da Vau, Plaun da la Tettaglia (1484 m) – Döss da las Levras – Do Calcogn, Muranzina (1500 m) – Aual Claif (ca. 700 m Länge) – Viadukt Umbrail Passstrasse, Runc Süsom (1517 m) – P.1500 – Belvair (1470 m) – Chasa Lemnius (1473 m) – Bain Ars – Bain Guad (1500 m) – Valler Lad (Abzweigung) – Plazzöl Sura – Plazzöl, Rom (1252 m) – Val Müstair (1250 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 300 m Abstieg: ca. -450 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 55 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min. Tageszeit: 11:00 bis 14:55 Uhr
Blick in Richtung Plattatschas und Alp Prasüras, Piz Costainas und Piz Val Gronda
Büglios
Narzissen bei Büglios
Enziane bei Büglios
Büglios, Sta. Maria, links der Piz Chalderas
Mai-Wetter!
Weiler Chapazeller
Chasalba, Piz Turettas
Chasnova
Craistas, Piz Turettas, Piz Dora, Piz Daint
Durchblick (Bild Doris)
Lärchenblüte (Bild Doris)
Hof Terza, noch etwa zwei Kilometer weit weg
Tablà Nair – ein schönes Höckli
Talblick Sta. Maria
Hof Terza, Monica’s Revier
Hof Terza
Hof Terza
Sta. Maria
Pütschai Josom
Doris hat ein tolles Bildmotiv gefunden
Hübsch – Aual Pütschai
Il Rom führt wenig Wasser
Endlich wieder unterwegs – nach einer kräftezehrenden Erkältungszeit. Im Val Müstair war die Pollenbelastung (noch) niedrig, beste Gelegenheit also für eine 1. Mai-Wanderung. Im oberen Dorfteil von Valchava überquerten wir die Ofenbergstrasse, um an der alten Mühle vorbei die zwei Kehren hoch bis Vüschnai Sura, dann im lichten Wald steil hoch in der Flanke Costeras, zu laufen. Die Häuser von Büglios – diesem wunderbaren Aussichtspunkt – erreichten wir nach einer knappen Stunde (ca. 300 Hm). Traumhaft klare Sicht nach Süden und ins Tal – der leichten Bise sei Dank. Zwischen den Häusern führte der Wanderweg hoch zur Strasse, über welche wir den Weiler Chapazeller und wenig später Craistas erreichten. Oberhalb Craistas erreichten wir die uns bestens vertraute Alpstrasse, welche auf einer Höhe von ca. 1900 m.ü.M. ins Tälchen Vallatscha rundet. Zwischen den Bäumen erblickten wir das Zwischenziel, Monica’s Hof Terza, wo heute in die neue Saison eröffnet wurde. Kurz vor Tablà Nair erreichten wir den heute höchstgelegenen Punkt auf knapp 2000 m.ü.M. Jetzt nur noch 1 km bis zum 180 m tiefer liegenden Zwischenziel. Viele Gäste – alles bekannte Gesichter – genossen schon den Platz an der Sonne. Apérogebäck vom feinsten, ein Bier dazu und leckere Rahmschnitzeli mit Spätzli, dazu hausgemachte Apfeltorte, Monica’s Team verwöhnte uns wie gewohnt – grazcha fich! Zwei Stunden Aufenthalt hier oben – richtig pachific… Nach dem Abschied der Abstieg zum 500 m tiefer liegenden Sta. Maria Val Müstair. Die Fahrstrasse verliessen wir bei Punkt 1759, um über die noch nicht bestossene Schafweide nach Pütschai Josom hinunter zu laufen. Auf dieser Strecke ist im Sommer mit aggressiven Hirtenhunden zu rechnen. Ab Pütschai kürzten wir dem nunmehr schneefreien Waldrand entlang ab, um bald die Stallungen von Iris Hauschild (Fokus Pferd – Mensch) zu erreichen. Über die Rom-Brücke (wenig Wasser im Rombach!) noch ein paar hundert Meter zur Dorfmitte Sta. Maria Val Müstair. Nach kurzer Wartezeit bestiegen wir das Postauto, welches uns bequem nach Hause brachte.
Fazit: Eine wunderbare Panoramarunde mit einigen Höhenmetern und bei klarer Fernsicht dank Biswind.
Wetterverhältnisse: Ein Bilderbuch-Frühsommertag, Temperatur bei ca. 10 bis 17°. Leichte Bise ca. 15 km/h.
Parameter: Tourdatum: 1. Mai 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 11.3 km: Valchava Muglin (ca. 1430 m) – Vüschnai Sura – Costeras – P.1667 – Büglios (1667 m) – Via Craistas P.1689 – Chasalba – Craistas 1875 m) – P.1995 – Tablà Nair (P.2006) – Hof Terza (1845 m) – P.1759 – Plaun da Sach (1640) – Pütschai Josom (1520 m) – Do Mundaditschas (1503 m) – P.1449 – P.1348 – Brücke über den Rom (1343 m) – Sta. Maria Val Müstair (1376 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 660 m Abstieg: ca. -690 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 55 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 35 Min. Tageszeit: 10:00 bis 15:55 Uhr
Am Hallauerberg, der Turm der Bergkirche St. Moritz zeigt sich
Besonders hübsches Rebhäuschen
Aufgepasst!
Blick nach Oberhallau, im Hintergrund Neunkirch
Am Oberhallauerberg
Altholz (Bild Doris)
Ein älterer Jahrgang
Bergkirche St. Moritz
Hallauerberg
Kunst oder klare Sprache – oder beides
Berghof am Hallauerberg
Bergkirche St. Moritz
Der Fernsicht etwas nachgeholfen: Glärnisch
Fernsicht eingeschränkt, rechts der Eiger
Schöne Hecken
Wanderlust im Frühling auf dem Hallauerberg
Explosiv
Wo bitte ist die Piste?
So machts Spass – am Wilchingerberg
Cirrus-Wolken
Hof Berghaus am Wilchingerberg
Bruderhof, jede Menge Truten
Bruderhof, Trutenfarm
Am Wilchingerberg (Bild Doris)
Die Route
Es gibt Weintrinker, und dann gibt es die Weinliebhaber – und dann gibt es solche, die behaupten, den Blauburgunder nicht zu lieben, wohl aber den Pinot Noir. Sorry für die kurze und belustigende Anekdote. Die Idee, das Hügelland oberhalb Hallau zu bewandern, fassten wir nach einem Chat mit Richi, unserem der Liebe wegen nach Schaffhausen emigrierten Zürcher. Er und Susanne stehen noch im Arbeitsleben, wir hingegen dürfen spontan sein. Also fuhren wir ins Chläggi, wo wir vor etwa fünfzig Jahren letztmals zu Fuss unterwegs waren. Und so viel im Voraus: verändert hat sich die schöne Landschaft zum Glück nicht. Der hier wachsende Wein allerdings hat sich zum Guten entwickelt. Also nahmen wir diese aussichtsreiche Wanderung voller Freude unter die Füsse. Etwa zwei Kilometer nach dem Start auf der Siblingerhöhe erreichten wir unterhalb Hammel am Oberhallauerbärg den heute höchstgelegenen Punkt (ca. 610 m.ü.M.). Im leichten Auf und Ab kommen wenige Höhenmeter zusammen, aber eigentlich verläuft die vierzehn Kilometer lange Strecke ziemlich familien- und seniorenfreundlich flach und auf guten Wegen. Unterwegs gibt es unzählige schmucke Rebhüüsli und Bankniederlassungen – immer an schönsten Aussichtslagen. Übrigens: unterwegs gibt es keine Beizen, ausser vielleicht beim Berghof oberhalb Hallau (nach ca. 5 km), wo hofeigene Produkte zu haben wären. Zu früh für uns, also wanderten wir vorbei. Aber wir hatten ohnehin gut vorgesorgt, so dass wir am Hallauerberg an aussichtsreicher und sonniger Lage die wunderbare Aussicht (die Fernsicht war etwas getrübt) geniessen konnten – nur halt ohne Blauburgunder im Glas. Das hatte auch was Gutes, denn dank Klarblick machten wir in etwa 130 km Entfernung die Berner Oberländer Monumente EMJ aus. Auf dem Weiterweg kamen wir am gut ausgestatteten Rastplatz Rummele vorbei. Hier in der Nähe soll es Wegweiser sei Dank einen Skilift Egg geben (wie bitte?). Dem fehlenden Schnee sei Dank also kein Gedränge hier oben. Etwas weiter oben, genau über unseren Köpfen, die Anflugroute zum Flughafen – in Minutenfolge ordneten sich die Riesenvögel zum Landeanflug ein. Ob die Flieger alle ausgelastet waren? Wir sorgten uns nicht, sondern liessen uns von der Landschaft betören. Kurz nach dem Rummelenhof erreichten wir den Wilchingerbärg, auf dessen Rücken wir den Hof Berghaus – nahe der Landesgrenze zu Deutschland – erreichten. Nun wurde der etwa vier Kilometer lange Abstieg nach Trasadingen hinunter einsehbar. Vorbei am Bruderhof, wo uns in einem riesigen Gehege hunderte von Truten begrüssten, gelangten wir wieder in die Nähe der Weinberge. Nach einer erneuten Richtungsänderung am Hof Wilchingerberg vorbei erreichten wir das Waldgebiet Schlaapfi. Weil gerade Holzarbeiten im Gange waren, wichen wir an den westlichen Waldrand aus, um entlang dem Staanacker die ersten Häuser von Trasadingen zu erreichen. Jetzt bemerkten wir auch, dass uns noch zehn Minuten Zeit blieben für die rund 1.2 km Strecke bis zum unterhalb des schmucken Weindorfs liegenden Bahnhofs. Was für eine Punktlandung: quasi in letzter Sekunde bückten wir uns unter der sich bereits schliessenden Barriere durch und stolperten auf den Bahnsteig – einsteigen, zwölf Minuten Verschnaufpause bis Beringen.
Fazit: Den Frühling auf eine landschaftlich derart reizvollen, und einfachen Wanderung zu begrüssen – es gibt kaum schöneres! Die Strecke könnte gut auch in entgegengesetzter Richtung begangen werden. Wir zogen es vor, jahreszeitlich bedingt von O nach SW zu laufen.
Wetterverhältnisse: Frühlingshaft mild, Temperatur bei ca. 13° (beim Start), im Tagesverlauf bis 22°. Wind kaum spürbar 7 km/h NO
Ausrüstung: Wanderschuhe, Kartenmaterial, GPS
Parameter: Tourdatum: 8. April 2026 Schwierigkeit: T1 (durchgehend gelb markiert) Strecke: 14.3 km: mit dem Bus ab Beringen zum Startpunkt, Siblingerhöhe (555 m) – P.577 – Oberhallauerbärg – Hinterer Berghof (584 m) – Fuchshaalde – Im Peter, P.507 – Rappehaalde – Bergkirche St. Moritz (493 m) – Braatele – Hallauerbärg – Rummele (590 m) – Rummelenhof, P.567 – Wilchingerbärg – Berghaus (566 m) – Bruderhof (515 m) – Hof Wilchingerberg – Schlaapfi – Staanacker – Am Bärgli – Trasadingen, Bahnhof (404 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 219 m Abstieg: ca. -369 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 20 Min. Tageszeit: 10:50 bis 15:20 Uhr
3 Blick zur gegenüberliegenden Talseite, Taitschroi (Laaser Wand 3180 m)
4 Es wimmelte von diesem Schädling: Pinien-Prozessionsspinner
5 Talblick, Laas
6 Wir werden beobachtet
7 Oberhalb Vernatschhof wurde es steiler und aussichtsreicher
8 Orgelspitze, Laaser Spitze (3305 m, Distanz 9.5 m)
9 Taitschroi (Laaser Wand 3180 m, Distanz 9.5 km)
10 Talblick Eyrs, in der Bildmitte der Eingang ins Trafoier Tal
11 Tanas unser Zwischenziel
12 Zarte Farben (Bild Doris)
13 Hier werden wir gerne rasten auf dem Rückweg
14 Tanas, Herz Jesu Kirche
15 Tanas Ortsmitte
16 Tanas, Kirchlein in der Ortsmitte
17 Beste Aussicht auf 1420 m.ü.M.
18 Voilà – besser kann man nicht rasten (Bild Doris)
19 Kleine Schildpattin, kleiner Schildpuppenpanzer (Bild Doris)
20 Das nächste Zwischenziel: Kirche St. Peter
21 Brücklein über den Tanasbach, bei der ex-Mühle
22 Oha! (Bild Doris)
23 Über das Brücklein, dann hoch zu St. Peter
24 Die ehemalige Mühle
25 Schön und steil hoch zu St. Peter, fixseil-gesichert (ist halt ein Pilgerweg)
26 Familie Johann und Josefa Klotz mit 11 Kindern wohnte hier
27 St. Peter – welch phänomenale Lage!
28 Noch 5 Minuten bis zur Kirche
29 Info
30 St. Peter, auf diesem schönen Herrgottsacker ruht sich bestimmt gut
31 450 m tiefer liegt Eyrs, ennet der Etsch das Dörfchen Tschengls
32 St. Peter, Seitenaltar
33 Einer geniesst es… (Bild Doris)
34 St. Peter, darunter die Ruine Untere Mühle, wo die Familie Klotz wohnte
35 Es wird enger auf dem Brunnasteig
36 Huflattich mit Besuch (Bild Doris)
37 Bei der Ruine Untere Mühle geht der Blick hoch zum Mühlhöfl (1365 m.ü.M.)
38 Nach dem Brunnasteig folgt der weitere Abstieg auf dem Kanzelsteig
39 Hundert Meter über Eyrs nochmals der Blick zur Laaser Wand
40 Die Route
Heute wanderten wir wieder mal aus – nach Italien, genauer in den Vinschgau. Auf der nach Süden ausgerichteten Bergseite ist der Schnee bis 2400 m.ü.M. weggeschmolzen und es herrschte Frühling. Beim Start im Ort Eyrs war es kurz vor elf Uhr 6°, im Verlauf unserer Panoramawanderung kletterte die Temperatur je nach Ausrichtung bis gegen 16° (am Schatten!). In der Ortsmitte liefen wir vorbei an den letzten Häuser hoch in Richtung Vernatschhof – Wegweiser Tanas. Über 2.3 km auf asphaltierter Fahrstrasse änderte die Unterlage beim Hof. Der Zugang war abgesperrt, und ohne gut vorbereitete Tour (Outdooractive) hätten wir wohl eher umgekehrt. Trotz fehlender Markierung stiegen wir vor dem Vernatschhof links hoch, vorbei an allerlei Gerümpel, auf gut sichtbarem Weg. Erst nach etwa 600 m Strecke erreichten wir einen anderen unbefestigten Feldweg, auf welchem wir nach rechts (in Richtung O) hielten. Unvermindert steil und mittlerweile schweisstreibend gelangten wir auf einer Höhen von 1320 m.ü.M. zu einer aussichtsreichen Bankniederlassung – Trinkpause, Aussicht geniessen, und Griasst enk, kurzer Schwatz mit zwei talfahrenden e-Bikern (sympathische Senioren). Nach 500 m bergwärts war ein Wegkreuz mit Tisch und Bänken erreicht – ein wunderschöner Platz für unsere spätere Mittagsrast. Doch vorher machten wir noch den zehnminütigen Gang hoch zum Dörfchen Tanas, welches an den Hängen des Laaser Sonnenbergs liegt, heute der höchstgelegene Punkt. Hier keine Jausenstation, aber es stehen hier einige neue und alte Häuser und Höfe. In der Ortsmitte Umkehr und zurück zum Rastplatz. Hier hielten wir unsere private Jause ab – schöner ging es nicht! Nach einem netten Schwatz mit einer Einheimischen, welche die Runde in umgekehrter Richtung machte, folgte der kurze Abstieg auf der Fahrstrasse zum Mühlhöfl. Dieser muss auf einem Pfad ostseitig umgangen werden. Jetzt rassig runter zum Tanasbach, der über eine schmale Brücke überwunden wird. Auf der gegenüberliegenden Seite die Ruine einer alten Mühle. Danach folgte der Aufstieg in Richtung St. Peter. Die Kirche steht spektakulär auf einem Felsen, die fünf Minuten für den kurzen Aufstieg lohnten sich. Hier oben ging der Blick hinunter auf die Eyrser Lahn, durch welche unser Abstieg führte. Nach dem Rundgang folgte der Weg zurück auf dem Besinnungsweg bis zur Verzweigung auf ca. 1430 m.ü.M. – dort wo der Alpine Trail namens Brunnasteig beginnt. Stöcke auspacken, und los gings. So alpin wie angekündigt war es nicht, aber trittsicher sollte man schon sein auf dem stellenweise sehr steilen, rutschigen und schmalen Pfad. Vorbei an der Ruine Untere Mühle, immer wieder der Blick hoch zu Kirche St. Peter, ging es runter durch Unterholz, Gebüsch, und schliesslich in eine enge Klamm – hier war der Weiterweg erst spät einzusehen. Mittlerweile im Wald (Eyrser Lahn), erreichten wir nach etwa 240 Abstiegsmetern die ausgeschilderte Verzweigung zum Kanzelsteig. Zwischendurch war der Blick frei nach Eyrs hinunter – noch zwanzig Minuten für die letzten 200 Abstiegsmeter. Den Startpunkt unserer Rundwanderung erreichten wir etwas nach 15 Uhr – bei 16.5°(!). Gut klimatisiert nahmen wir die kurze Fahrt zurück ins Val Müstair unter die Räder.
Fazit: Schöne Panoramarunde bei sehr frühlingshaftem Wetter – der Ausflug in den Vinschgau lohnte sich.
Wetterverhältnisse: Während der Frühling im Val Müstair Einzug hielt, war er im Vinschgau schon da, Temperatur bei ca. 6° (beim Start), im Tagesverlauf bis 16°. Wind kaum spürbar 11 km/h NNO
Parameter: Tourdatum: 19. März 2026 Schwierigkeit: T2+ Strecke: 8.4 km: Eyrs (905 m), P bei der Kirche St. Remigius – Vernatschsteig – Vernatschhof (1158 m) – Fraunwald (P.1262 m) – Grossacker, Sitzbank (1317 m) – Wegkreuz, Rastplatz (1385 m) – Tanas (1430 m) – zurück zum Wegkreuz, Rastplatz – Mühlhöfl (1360 m) – Tanasbach, ex-Mühle (1329 m) – Ziederbach (1340 m) – Kirche St. Peter (1362 m) – zurück zum Ziederbach, Abzw. Brunnasteig (1340 m) – Ruine Untere Mühle – Abzweigung Kanzelsteig (1108 m) – Tanaser Weg – Eyrs Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen, und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat Aufstieg: ca. 650 m Abstieg: ca. -610 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. Tageszeit: 10:50 bis 15:20 Uhr
Gleich überhalb Trafoi blendet uns der Ortler – hier temporär ohne Schneeschuhe unterwegs
Der geniesst es (Bild Doris)
Eiskanal
Doris rettet sich im Eiskanal
Eis total
Nix zu machen ohne die Krallen der Schneeschuhe
Der König
Kleinboden, kurzzeitig ohne Schnee
Etwas weiter oben wieder viel Schnee
Kleinboden – Info 1. Weltkrieg
Weltklasse-Pano auf der Furkelhütte
Ankunft Furkelhütte, unansehnliche Technik
Furkelhütte, Ortler – einfach schön!
Furkelhütte, Sommerskigebiet Stilfserjoch
Furkelhütte, hier wirds genüsslich
Die Route
Soviel vorab: ein sportliches Vergnügen war das nicht, schon eher eine knackige Schinderei mal auf schneefreiem Wanderweg, mal über gefährliche, vereiste Strecken, selten über Schnee. Aber der Reihe nach: auf dem kleinen Parkplatz (ein ehemaliger Tennisplatz) bei der Talstation des kleinen Skigebiets Trafoi-Furkel standen nur wenige Fahrzeuge. Ein Ansturm war heute also nicht zu erwarten – trotz des Kaiserwetters. Ende März ist wohl Saisonende, denn ausser des Kunstschnees auf den Pisten fehlte das Weiss. Uns sollte das nicht kümmern, wir hatten ohnehin vor, die Furkelhütte zu Fuss zu erreichen. So einfach, wie wir es uns vorstellten, war es dann doch nicht, wie eingangs beschrieben. Die ersten Aufstiegsmeter mussten wir wohl oder übel auf der hartgefrorenen und steilen Skipiste machen. Nach ein paar hundert Metern verliessen wir die Piste nach rechts, um dem markierten 17er-Wanderweg zu folgen. Schneefrei im Wald, bei wunderbaren Durchblicken zum König Ortler, folgte der weitere Aufstieg immer nahe der Sesselbahn – manchmal über von den Holzarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogene Pfade. Meist gut markiert, gab es nach 2.1 km dann doch einen Verhauer: zweihundert Meter zurück, um dann Punkt 1796 doch noch zu erreichen. Hier über eine ziemlich neue Brücke über einen Bach, dann vorerst moderat ansteigend durch den Wald – die Schneeschuhe auf den Rücksäcken aufgebunden. Die folgende schmale Strecke bis auf eine Höhe von 2000 m.ü.M. hatte es dann in sich: zwar schneefrei, dafür aber beinahe durchgehend unter Blankeis. Anfänglich suchten wir über eisfreie Tritte auszuweichen; irgendwann mussten wir dann doch die Schneeschuhe anschnallen, weil nur so etwas Halt geboten war. Grödel wären hier definitiv die ideale Steighilfe gewesen, aber die hatten wir nicht dabei. Bis zum Kleinboden zogen wir die Schneeschuhe nicht mehr aus, auch wenn es manchmal über kurze schnee- und eisfreie Stellen ging. Unterhalb der historischen Militärstellungen auf Kleinboden war dann fertig lustig – über letztjährige Kuhfladen zu laufen ging besser ohne Schneeschuhe. Bei der grossen Antennenanlage und dem zugehörigen Gebäude angekommen, lagen mehr als fünfzig cm Schnee – Schneeschuhe also wieder montieren. Erst durch ziemlich tiefen Schnee, führte dann ab Punkt 2082 eine gute Spur siebzig Hm hoch zur Furkelhütte. Erst hatten wir nur die unansehnlichen technischen Anlagen der Bergstation des Sessellifts im Blickfeld; die schöne Hütte steht unmittelbar dahinter. Sensationell jedoch das hier oben gebotene Panorama: Vertainspitze, Tabarettaspitze, Julius Payer-Hütte, Ortler (Luftlinie 7.5 km), Madatschspitzen, Stilfserjoch, Tartscherköpfe, Furkelspitze – Weltklasse! Auf der Sonnenterasse war es dann ziemlich frühlingshaft warm, und wir genossen Gulaschsuppe und Knödelsuppe. Dass wir anschliessend mit der Sesselbahn ins Tal hinunter gondelten (2 km Luftlinie, ca. 613 m Höhendifferenz, € 13/Person), sei uns verziehen – aber auf die Abfahrt durch die Eiskanäle verzichteten wir gerne, und die Skipiste wollten wir meiden…
Fazit: Viele Höhenmeter auf einer kurzen, aber sehr wilden Strecke
Wetterverhältnisse: Ein sehr sonniger Tag, Temperatur beim Start 0°. Der wenige Schnee von den nächtlichen Minusgraden gefroren, deshalb gut tragende Spur, schwacher Wind 7 km/h N
Lawinensituation: Laut Alpenverein Südtirol Stufe 2, mässig (im heute begangenen Gebiet nicht relevant)
Parameter: Tourdatum: 13. März 2026 Schwierigkeit: WT2/T2+, Steilheit bis 30% Hin- und Rückfahrt: PW bis Trafoi, Gratis-P bei der Talstation Strecke: 5 km: Trafoi, Talstation (ca. 1540 m) – Wanderweg Nr. 17 – P.1796 – Kleinboden (2082 m) – Furkelhütte (2153 m) – Talfahrt Sesselbahn Aufstieg: ca. 686 m Abstieg: ca. -34 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 42 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 21 Min. Tageszeit: 10:10 bis 13:42 Uhr