Auf dem Rückweg zum Haidersee, im Hintergrund Schöneben
Der Ortler „wächst“ auf der Haide
Die Route
Der Titel dieses Berichts ist nicht etwa irreführend: über eine wunderbare Alpenlandschaft führt der nicht alpine Weg und teilweise steile Pfad ab Fischerhäuser (am Haidersee gelegen) zum Weiler Plawenn, einer Fraktions der Gemeinde Mals im Vinschgau. 41 Menschen wohnen dort. Nach einer halbstündigen Fahrt erreichten wir Fischerhäuser, den an der Reschenpassstrasse am Haidersee gelegenen Weiler. Das ziemlich neue Gasthaus Alpenrose liessen wir vorerst links liegen, um über offenes Weideland der Wanderweg Nr. 3 zu erreichen. Der Aufstieg im Lärchenwald war paradiesisch, der Waldboden ein einziger grüner Teppich. Bei der kleinen Schäferhütte änderte die Landschaft; der Anstieg wurde etwas steiler, der Forstweg ruppiger. Nach sieben Serpentinen endete die Unterlage und wir stiegen auf einem schmalen Pfad etwas steiler auf. Etwa fünfhundert Meter vor dem Zwischenziel Plawenn war der höchstgelegene Punkt (ca. 1570 m.ü.M.) erreicht. Nach dem Verlassen des Waldes stand wie angekündigt eine windgeschützte Bank – die mussten wir selbstverständlich nutzen. Super Aussicht über die Malser Haide und zum Ortler. Nach dem kurzen Abstieg zum Dorf Plawenn hofften wir dort einzukehren — nix da! Das hübsche Dörfchen lohnt einen kurzen Rundgang. Schmuck das Kirchlein St. Maria und der dominante Ansitz Plawenn. Uns wehte eine steife B(r)ise um die Ohren, also suchten wir Windschutz in der Nähe eines beinahe verfallenen Stadels. Kurze Trink- und Verpflegungspause (Ovo Break – weisch wie guet!). Auf der Fahrstrasse erreichten wir nach etwa vierzig Minuten den Ausgangspunkt am Haidersee wieder. Im Gasthaus Alpenrose genossen wir dann einen kleinen zMittag. Danach folgte die Fahrt über die Malser Haide hinunter nach Mals und über Latsch – Taufers zurück ins Val Müstair.
Fazit: Eine kurze, sehr lohnende Spazier-Wanderung im Vinschgau, die uns sehr gefiel…
Wetterverhältnisse: Ein Schönwettertag nach einer Schlechtwetterperiode (Eisheilige!), Temperatur bei ca. 9 bis 13°. Teilweise steife Bise bis ca. 20 km/h.
Parameter: Tourdatum: 17. Mai 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 6.2 km: Fischerhäuser (1453 m) – Schäferhütte (1577 m) – Plawenn (1725 m) – Fischerhäuser Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 320 m Abstieg: ca. -310 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 25 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 1 Std. 50 Min. Tageszeit: 11:05 bis 13:30 Uhr
Bain Guad: Blick nach Müstair, hinten Guardaskopf und Tellakopf
Haus Bain Guad, schön renoviert
Am heute höchstgelegenen Punkt beim Haus Tramèr
Betagter Baum, auch schwarzweiss reizvoll
Waldveilchen (Bild Doris)
Wechselblättriges Milzkraut (Bild Doris)
Steiler Pfad bei Plazzöl Sura, viel Fallholz
Clematis Alpina (Waldrebe)
Wildnis
Steiler Abstieg
Urwald
Bei Plazzöl angekommen, Blick talaufwärts
Diesen Schönwettertag mitten in den Eisheiligen (heute Servatius gewidmet!) nahmen wir gerne. Da ab morgen (über das Auffahrtswochenende) noch drei nasse Tage folgen werden, nutzten wir diese Gelegenheit für eine Wanderung in der unmittelbaren Umgebung. Der verborgene, und auf der Landeskarte nicht eingezeichnete Waalweg Aual Claif wollten wir besuchen. Von Jörg, unserem Hausbesitzer, erhielten wir wertvolle Hinweise – grazcha fich! In der Ortsmitte von Valchava nach der reformierten Kirche hielten wir nach S rechts um bei Ortsteil Puoz zum Kalkbrennofen (Chalchera) zu laufen. Die Anlage ist wunderbar erhalten und gepflegt, mit Tischen, Bänken und einer grossen Infotafel ausgestattet. Dem Waldrand entlang wanderten wir bei Multa zur Plaun da la Tettaglia, wo die wenig Wasser führende Aua da Vau über eine schöne Holzbrücke überquert wird. Schön der Blick ins untere Tal! Auf den folgenden achthundert Metern hielten wir die Höhe, um das kleine Val Quanas zu queren und die Döss da las Levras (Lichtung der Hasen) an der obersten Stelle zu erreichen. Hier wählten wir nicht etwa den ins Tal der Muranzina (Val Muranza) führende Pfad, sondern hielten geradeaus nach O, um unerwartet wild (einige den Pfad blockierende grosse Äste überwindend) abzusteigen zur Muranzina; die Holzbrücke war schon von weitem zu sehen. An der Brücke dann der Blick zur Baustelle, wo offensichtlich die Wasserfassung des Aual Claif restauriert wird (Begehen verboten). Do Calcogn heisst die Stelle. Ab hier führte ein sehr gut unterhaltener Weg entlang dem Wasserkanal, der (noch) kein Wasser führte. Etwa neunzig Hm tiefer liegt der Campingplatz Pè da Munt. Rund siebenhundert Meter Länge hat der Bewässerungskanal, am Ende stand das neu erstellte Wasserrad mit dem Hammer. Jetzt hielten wir bergwärts, um zum Viadukt der Umbrail-Passstrasse aufzusteigen; kein Verkehr wegen Wintersperre. Der kleine Viadukt bei Runc Süsom führt über den ziemlich ausgetrockneten Bach, der aus dem Val Schais abfliesst und etwas weiter unten – kurz vor Sta. Maria – in die Muranzina einmündet. Nach einem kurzen Spaziergang auf der Passstrasse hielten wir in der nächstliegenden Haardnadelkurve nach rechts, um über einen guten Pfad nach O Belvair anzustreben; Tiefblick hinunter nach Sta. Maria, Sielva zum Center da sandà und zu den gegenüber liegenden Höfen von Pütschai, darüber der Piz Terza. Nun wieder im Wald, erreichten wir bald einmal die Chasa Lemnius. Hier muss etwas Geschichte eingestreut werden: Simon Lemnius (1511 bis 1550) lebte hier. Der preisgekrönte Dichter aus dem Münstertal wird als bekanntester unter den Bündner Humanisten gesehen. Sein Leben war ein schwerer Kampf gegen ein hartes Schicksal. Bereits mit sechs Jahren verlor der kleine Schimun Lemm seine Eltern und bald darauf auch seine Grossmutter. Schliesslich wurde er in grober Weise von seinem schönen Elternhaus, dem Hof zu Guad ob Müstair vertrieben. Hier mehr zu seinem Leben. Da wir von dieser tragischen Geschichte erst zuhause erfuhren, waren wir vorerst nicht beeindruckt. Auf dem Forstweg liefen wir durch das Val Pisch, um bald den Hof Bain Ars zu erreichen. Vierhundert Meter weiter, beim wunderbar gelegenen Hof Bain Guad nutzten wir die sonnige und aussichtsreiche Lage, um auf einer Bankniederlassung der sympathischen Art Mittagsrast abzuhalten. Gestärkt bewältigten wir danach den kurzen Aufstieg zum heute höchstgelegenen Punkt beim Haus Tramèr. Zu Beginn des Valler Lad verliessen wir die nach Guad Orasom hoch führende Strasse. Ab hier ging es nur noch runter – und wie: steil, schmal der Pfad, viel Totholz, aber der Pfad sehr gepflegt (Trittsicherheit war von Vorteil). 320 Abstiegsmeter über Plazzöl Sura nach Plazzöl. Unterwegs viel Botanik (wechselblättriges Milzkraut, Waldveilchen, usw.) und urwaldmässiger Dschungel, sehr abwechslungsreich! Über die Rom-Brücke (wenig Wasser im Rombach!) noch ein paar hundert Meter zur Dorfmitte von Müstair. Nach kurzer Wartezeit bestiegen wir das Postauto, welches uns bequem nach Hause brachte.
Fazit: Wetterbedingt in Lagen bis 1500 m.ü.M. unterwegs; Freude darüber, den verborgenen Waalweg (Aual Claif) gesucht und gefunden zu haben.
Wetterverhältnisse: Ein Schönwettertag in einer Schlechtwetterperiode (Eisheilige!), Temperatur bei ca. 6 bis 14°. Wind aus allen Richtungen, meist Bise bis ca. 10 km/h.
Anmerkung: Heute, am Tag wo ich diesen Bericht verfasse, ist der 4. der Eisheiligen: Bonifatius. Schneetreiben bis 1400 m.ü.M. Was wohl die Kalte Sophie morgen bringt?
Parameter: Tourdatum: 13. Mai 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 8.7 km: Valchava Muglin (ca. 1430 m) – Chalchera (1442 m) – Multa – Aua da Vau, Plaun da la Tettaglia (1484 m) – Döss da las Levras – Do Calcogn, Muranzina (1500 m) – Aual Claif (ca. 700 m Länge) – Viadukt Umbrail Passstrasse, Runc Süsom (1517 m) – P.1500 – Belvair (1470 m) – Chasa Lemnius (1473 m) – Bain Ars – Bain Guad (1500 m) – Valler Lad (Abzweigung) – Plazzöl Sura – Plazzöl, Rom (1252 m) – Val Müstair (1250 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 300 m Abstieg: ca. -450 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 55 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 45 Min. Tageszeit: 11:00 bis 14:55 Uhr
Blick in Richtung Plattatschas und Alp Prasüras, Piz Costainas und Piz Val Gronda
Büglios
Narzissen bei Büglios
Enziane bei Büglios
Büglios, Sta. Maria, links der Piz Chalderas
Mai-Wetter!
Weiler Chapazeller
Chasalba, Piz Turettas
Chasnova
Craistas, Piz Turettas, Piz Dora, Piz Daint
Durchblick (Bild Doris)
Lärchenblüte (Bild Doris)
Hof Terza, noch etwa zwei Kilometer weit weg
Tablà Nair – ein schönes Höckli
Talblick Sta. Maria
Hof Terza, Monica’s Revier
Hof Terza
Hof Terza
Sta. Maria
Pütschai Josom
Doris hat ein tolles Bildmotiv gefunden
Hübsch – Aual Pütschai
Il Rom führt wenig Wasser
Endlich wieder unterwegs – nach einer kräftezehrenden Erkältungszeit. Im Val Müstair war die Pollenbelastung (noch) niedrig, beste Gelegenheit also für eine 1. Mai-Wanderung. Im oberen Dorfteil von Valchava überquerten wir die Ofenbergstrasse, um an der alten Mühle vorbei die zwei Kehren hoch bis Vüschnai Sura, dann im lichten Wald steil hoch in der Flanke Costeras, zu laufen. Die Häuser von Büglios – diesem wunderbaren Aussichtspunkt – erreichten wir nach einer knappen Stunde (ca. 300 Hm). Traumhaft klare Sicht nach Süden und ins Tal – der leichten Bise sei Dank. Zwischen den Häusern führte der Wanderweg hoch zur Strasse, über welche wir den Weiler Chapazeller und wenig später Craistas erreichten. Oberhalb Craistas erreichten wir die uns bestens vertraute Alpstrasse, welche auf einer Höhe von ca. 1900 m.ü.M. ins Tälchen Vallatscha rundet. Zwischen den Bäumen erblickten wir das Zwischenziel, Monica’s Hof Terza, wo heute in die neue Saison eröffnet wurde. Kurz vor Tablà Nair erreichten wir den heute höchstgelegenen Punkt auf knapp 2000 m.ü.M. Jetzt nur noch 1 km bis zum 180 m tiefer liegenden Zwischenziel. Viele Gäste – alles bekannte Gesichter – genossen schon den Platz an der Sonne. Apérogebäck vom feinsten, ein Bier dazu und leckere Rahmschnitzeli mit Spätzli, dazu hausgemachte Apfeltorte, Monica’s Team verwöhnte uns wie gewohnt – grazcha fich! Zwei Stunden Aufenthalt hier oben – richtig pachific… Nach dem Abschied der Abstieg zum 500 m tiefer liegenden Sta. Maria Val Müstair. Die Fahrstrasse verliessen wir bei Punkt 1759, um über die noch nicht bestossene Schafweide nach Pütschai Josom hinunter zu laufen. Auf dieser Strecke ist im Sommer mit aggressiven Hirtenhunden zu rechnen. Ab Pütschai kürzten wir dem nunmehr schneefreien Waldrand entlang ab, um bald die Stallungen von Iris Hauschild (Fokus Pferd – Mensch) zu erreichen. Über die Rom-Brücke (wenig Wasser im Rombach!) noch ein paar hundert Meter zur Dorfmitte Sta. Maria Val Müstair. Nach kurzer Wartezeit bestiegen wir das Postauto, welches uns bequem nach Hause brachte.
Fazit: Eine wunderbare Panoramarunde mit einigen Höhenmetern und bei klarer Fernsicht dank Biswind.
Wetterverhältnisse: Ein Bilderbuch-Frühsommertag, Temperatur bei ca. 10 bis 17°. Leichte Bise ca. 15 km/h.
Parameter: Tourdatum: 1. Mai 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 11.3 km: Valchava Muglin (ca. 1430 m) – Vüschnai Sura – Costeras – P.1667 – Büglios (1667 m) – Via Craistas P.1689 – Chasalba – Craistas 1875 m) – P.1995 – Tablà Nair (P.2006) – Hof Terza (1845 m) – P.1759 – Plaun da Sach (1640) – Pütschai Josom (1520 m) – Do Mundaditschas (1503 m) – P.1449 – P.1348 – Brücke über den Rom (1343 m) – Sta. Maria Val Müstair (1376 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 660 m Abstieg: ca. -690 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. 55 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 35 Min. Tageszeit: 10:00 bis 15:55 Uhr
Am Hallauerberg, der Turm der Bergkirche St. Moritz zeigt sich
Besonders hübsches Rebhäuschen
Aufgepasst!
Blick nach Oberhallau, im Hintergrund Neunkirch
Am Oberhallauerberg
Altholz (Bild Doris)
Ein älterer Jahrgang
Bergkirche St. Moritz
Hallauerberg
Kunst oder klare Sprache – oder beides
Berghof am Hallauerberg
Bergkirche St. Moritz
Der Fernsicht etwas nachgeholfen: Glärnisch
Fernsicht eingeschränkt, rechts der Eiger
Schöne Hecken
Wanderlust im Frühling auf dem Hallauerberg
Explosiv
Wo bitte ist die Piste?
So machts Spass – am Wilchingerberg
Cirrus-Wolken
Hof Berghaus am Wilchingerberg
Bruderhof, jede Menge Truten
Bruderhof, Trutenfarm
Am Wilchingerberg (Bild Doris)
Die Route
Es gibt Weintrinker, und dann gibt es die Weinliebhaber – und dann gibt es solche, die behaupten, den Blauburgunder nicht zu lieben, wohl aber den Pinot Noir. Sorry für die kurze und belustigende Anekdote. Die Idee, das Hügelland oberhalb Hallau zu bewandern, fassten wir nach einem Chat mit Richi, unserem der Liebe wegen nach Schaffhausen emigrierten Zürcher. Er und Susanne stehen noch im Arbeitsleben, wir hingegen dürfen spontan sein. Also fuhren wir ins Chläggi, wo wir vor etwa fünfzig Jahren letztmals zu Fuss unterwegs waren. Und so viel im Voraus: verändert hat sich die schöne Landschaft zum Glück nicht. Der hier wachsende Wein allerdings hat sich zum Guten entwickelt. Also nahmen wir diese aussichtsreiche Wanderung voller Freude unter die Füsse. Etwa zwei Kilometer nach dem Start auf der Siblingerhöhe erreichten wir unterhalb Hammel am Oberhallauerbärg den heute höchstgelegenen Punkt (ca. 610 m.ü.M.). Im leichten Auf und Ab kommen wenige Höhenmeter zusammen, aber eigentlich verläuft die vierzehn Kilometer lange Strecke ziemlich familien- und seniorenfreundlich flach und auf guten Wegen. Unterwegs gibt es unzählige schmucke Rebhüüsli und Bankniederlassungen – immer an schönsten Aussichtslagen. Übrigens: unterwegs gibt es keine Beizen, ausser vielleicht beim Berghof oberhalb Hallau (nach ca. 5 km), wo hofeigene Produkte zu haben wären. Zu früh für uns, also wanderten wir vorbei. Aber wir hatten ohnehin gut vorgesorgt, so dass wir am Hallauerberg an aussichtsreicher und sonniger Lage die wunderbare Aussicht (die Fernsicht war etwas getrübt) geniessen konnten – nur halt ohne Blauburgunder im Glas. Das hatte auch was Gutes, denn dank Klarblick machten wir in etwa 130 km Entfernung die Berner Oberländer Monumente EMJ aus. Auf dem Weiterweg kamen wir am gut ausgestatteten Rastplatz Rummele vorbei. Hier in der Nähe soll es Wegweiser sei Dank einen Skilift Egg geben (wie bitte?). Dem fehlenden Schnee sei Dank also kein Gedränge hier oben. Etwas weiter oben, genau über unseren Köpfen, die Anflugroute zum Flughafen – in Minutenfolge ordneten sich die Riesenvögel zum Landeanflug ein. Ob die Flieger alle ausgelastet waren? Wir sorgten uns nicht, sondern liessen uns von der Landschaft betören. Kurz nach dem Rummelenhof erreichten wir den Wilchingerbärg, auf dessen Rücken wir den Hof Berghaus – nahe der Landesgrenze zu Deutschland – erreichten. Nun wurde der etwa vier Kilometer lange Abstieg nach Trasadingen hinunter einsehbar. Vorbei am Bruderhof, wo uns in einem riesigen Gehege hunderte von Truten begrüssten, gelangten wir wieder in die Nähe der Weinberge. Nach einer erneuten Richtungsänderung am Hof Wilchingerberg vorbei erreichten wir das Waldgebiet Schlaapfi. Weil gerade Holzarbeiten im Gange waren, wichen wir an den westlichen Waldrand aus, um entlang dem Staanacker die ersten Häuser von Trasadingen zu erreichen. Jetzt bemerkten wir auch, dass uns noch zehn Minuten Zeit blieben für die rund 1.2 km Strecke bis zum unterhalb des schmucken Weindorfs liegenden Bahnhofs. Was für eine Punktlandung: quasi in letzter Sekunde bückten wir uns unter der sich bereits schliessenden Barriere durch und stolperten auf den Bahnsteig – einsteigen, zwölf Minuten Verschnaufpause bis Beringen.
Fazit: Den Frühling auf eine landschaftlich derart reizvollen, und einfachen Wanderung zu begrüssen – es gibt kaum schöneres! Die Strecke könnte gut auch in entgegengesetzter Richtung begangen werden. Wir zogen es vor, jahreszeitlich bedingt von O nach SW zu laufen.
Wetterverhältnisse: Frühlingshaft mild, Temperatur bei ca. 13° (beim Start), im Tagesverlauf bis 22°. Wind kaum spürbar 7 km/h NO
Ausrüstung: Wanderschuhe, Kartenmaterial, GPS
Parameter: Tourdatum: 8. April 2026 Schwierigkeit: T1 (durchgehend gelb markiert) Strecke: 14.3 km: mit dem Bus ab Beringen zum Startpunkt, Siblingerhöhe (555 m) – P.577 – Oberhallauerbärg – Hinterer Berghof (584 m) – Fuchshaalde – Im Peter, P.507 – Rappehaalde – Bergkirche St. Moritz (493 m) – Braatele – Hallauerbärg – Rummele (590 m) – Rummelenhof, P.567 – Wilchingerbärg – Berghaus (566 m) – Bruderhof (515 m) – Hof Wilchingerberg – Schlaapfi – Staanacker – Am Bärgli – Trasadingen, Bahnhof (404 m) Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat… Aufstieg: ca. 219 m Abstieg: ca. -369 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. 20 Min. Tageszeit: 10:50 bis 15:20 Uhr
3 Blick zur gegenüberliegenden Talseite, Taitschroi (Laaser Wand 3180 m)
4 Es wimmelte von diesem Schädling: Pinien-Prozessionsspinner
5 Talblick, Laas
6 Wir werden beobachtet
7 Oberhalb Vernatschhof wurde es steiler und aussichtsreicher
8 Orgelspitze, Laaser Spitze (3305 m, Distanz 9.5 m)
9 Taitschroi (Laaser Wand 3180 m, Distanz 9.5 km)
10 Talblick Eyrs, in der Bildmitte der Eingang ins Trafoier Tal
11 Tanas unser Zwischenziel
12 Zarte Farben (Bild Doris)
13 Hier werden wir gerne rasten auf dem Rückweg
14 Tanas, Herz Jesu Kirche
15 Tanas Ortsmitte
16 Tanas, Kirchlein in der Ortsmitte
17 Beste Aussicht auf 1420 m.ü.M.
18 Voilà – besser kann man nicht rasten (Bild Doris)
19 Kleine Schildpattin, kleiner Schildpuppenpanzer (Bild Doris)
20 Das nächste Zwischenziel: Kirche St. Peter
21 Brücklein über den Tanasbach, bei der ex-Mühle
22 Oha! (Bild Doris)
23 Über das Brücklein, dann hoch zu St. Peter
24 Die ehemalige Mühle
25 Schön und steil hoch zu St. Peter, fixseil-gesichert (ist halt ein Pilgerweg)
26 Familie Johann und Josefa Klotz mit 11 Kindern wohnte hier
27 St. Peter – welch phänomenale Lage!
28 Noch 5 Minuten bis zur Kirche
29 Info
30 St. Peter, auf diesem schönen Herrgottsacker ruht sich bestimmt gut
31 450 m tiefer liegt Eyrs, ennet der Etsch das Dörfchen Tschengls
32 St. Peter, Seitenaltar
33 Einer geniesst es… (Bild Doris)
34 St. Peter, darunter die Ruine Untere Mühle, wo die Familie Klotz wohnte
35 Es wird enger auf dem Brunnasteig
36 Huflattich mit Besuch (Bild Doris)
37 Bei der Ruine Untere Mühle geht der Blick hoch zum Mühlhöfl (1365 m.ü.M.)
38 Nach dem Brunnasteig folgt der weitere Abstieg auf dem Kanzelsteig
39 Hundert Meter über Eyrs nochmals der Blick zur Laaser Wand
40 Die Route
Heute wanderten wir wieder mal aus – nach Italien, genauer in den Vinschgau. Auf der nach Süden ausgerichteten Bergseite ist der Schnee bis 2400 m.ü.M. weggeschmolzen und es herrschte Frühling. Beim Start im Ort Eyrs war es kurz vor elf Uhr 6°, im Verlauf unserer Panoramawanderung kletterte die Temperatur je nach Ausrichtung bis gegen 16° (am Schatten!). In der Ortsmitte liefen wir vorbei an den letzten Häuser hoch in Richtung Vernatschhof – Wegweiser Tanas. Über 2.3 km auf asphaltierter Fahrstrasse änderte die Unterlage beim Hof. Der Zugang war abgesperrt, und ohne gut vorbereitete Tour (Outdooractive) hätten wir wohl eher umgekehrt. Trotz fehlender Markierung stiegen wir vor dem Vernatschhof links hoch, vorbei an allerlei Gerümpel, auf gut sichtbarem Weg. Erst nach etwa 600 m Strecke erreichten wir einen anderen unbefestigten Feldweg, auf welchem wir nach rechts (in Richtung O) hielten. Unvermindert steil und mittlerweile schweisstreibend gelangten wir auf einer Höhen von 1320 m.ü.M. zu einer aussichtsreichen Bankniederlassung – Trinkpause, Aussicht geniessen, und Griasst enk, kurzer Schwatz mit zwei talfahrenden e-Bikern (sympathische Senioren). Nach 500 m bergwärts war ein Wegkreuz mit Tisch und Bänken erreicht – ein wunderschöner Platz für unsere spätere Mittagsrast. Doch vorher machten wir noch den zehnminütigen Gang hoch zum Dörfchen Tanas, welches an den Hängen des Laaser Sonnenbergs liegt, heute der höchstgelegene Punkt. Hier keine Jausenstation, aber es stehen hier einige neue und alte Häuser und Höfe. In der Ortsmitte Umkehr und zurück zum Rastplatz. Hier hielten wir unsere private Jause ab – schöner ging es nicht! Nach einem netten Schwatz mit einer Einheimischen, welche die Runde in umgekehrter Richtung machte, folgte der kurze Abstieg auf der Fahrstrasse zum Mühlhöfl. Dieser muss auf einem Pfad ostseitig umgangen werden. Jetzt rassig runter zum Tanasbach, der über eine schmale Brücke überwunden wird. Auf der gegenüberliegenden Seite die Ruine einer alten Mühle. Danach folgte der Aufstieg in Richtung St. Peter. Die Kirche steht spektakulär auf einem Felsen, die fünf Minuten für den kurzen Aufstieg lohnten sich. Hier oben ging der Blick hinunter auf die Eyrser Lahn, durch welche unser Abstieg führte. Nach dem Rundgang folgte der Weg zurück auf dem Besinnungsweg bis zur Verzweigung auf ca. 1430 m.ü.M. – dort wo der Alpine Trail namens Brunnasteig beginnt. Stöcke auspacken, und los gings. So alpin wie angekündigt war es nicht, aber trittsicher sollte man schon sein auf dem stellenweise sehr steilen, rutschigen und schmalen Pfad. Vorbei an der Ruine Untere Mühle, immer wieder der Blick hoch zu Kirche St. Peter, ging es runter durch Unterholz, Gebüsch, und schliesslich in eine enge Klamm – hier war der Weiterweg erst spät einzusehen. Mittlerweile im Wald (Eyrser Lahn), erreichten wir nach etwa 240 Abstiegsmetern die ausgeschilderte Verzweigung zum Kanzelsteig. Zwischendurch war der Blick frei nach Eyrs hinunter – noch zwanzig Minuten für die letzten 200 Abstiegsmeter. Den Startpunkt unserer Rundwanderung erreichten wir etwas nach 15 Uhr – bei 16.5°(!). Gut klimatisiert nahmen wir die kurze Fahrt zurück ins Val Müstair unter die Räder.
Fazit: Schöne Panoramarunde bei sehr frühlingshaftem Wetter – der Ausflug in den Vinschgau lohnte sich.
Wetterverhältnisse: Während der Frühling im Val Müstair Einzug hielt, war er im Vinschgau schon da, Temperatur bei ca. 6° (beim Start), im Tagesverlauf bis 16°. Wind kaum spürbar 11 km/h NNO
Parameter: Tourdatum: 19. März 2026 Schwierigkeit: T2+ Strecke: 8.4 km: Eyrs (905 m), P bei der Kirche St. Remigius – Vernatschsteig – Vernatschhof (1158 m) – Fraunwald (P.1262 m) – Grossacker, Sitzbank (1317 m) – Wegkreuz, Rastplatz (1385 m) – Tanas (1430 m) – zurück zum Wegkreuz, Rastplatz – Mühlhöfl (1360 m) – Tanasbach, ex-Mühle (1329 m) – Ziederbach (1340 m) – Kirche St. Peter (1362 m) – zurück zum Ziederbach, Abzw. Brunnasteig (1340 m) – Ruine Untere Mühle – Abzweigung Kanzelsteig (1108 m) – Tanaser Weg – Eyrs Auf den folgenden LINK klicken und die Tour als 3D-Video anschauen, und Lautsprecher EIN, wer Musik gerne hat Aufstieg: ca. 650 m Abstieg: ca. -610 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 30 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. Tageszeit: 10:50 bis 15:20 Uhr
Gleich überhalb Trafoi blendet uns der Ortler – hier temporär ohne Schneeschuhe unterwegs
Der geniesst es (Bild Doris)
Eiskanal
Doris rettet sich im Eiskanal
Eis total
Nix zu machen ohne die Krallen der Schneeschuhe
Der König
Kleinboden, kurzzeitig ohne Schnee
Etwas weiter oben wieder viel Schnee
Kleinboden – Info 1. Weltkrieg
Weltklasse-Pano auf der Furkelhütte
Ankunft Furkelhütte, unansehnliche Technik
Furkelhütte, Ortler – einfach schön!
Furkelhütte, Sommerskigebiet Stilfserjoch
Furkelhütte, hier wirds genüsslich
Die Route
Soviel vorab: ein sportliches Vergnügen war das nicht, schon eher eine knackige Schinderei mal auf schneefreiem Wanderweg, mal über gefährliche, vereiste Strecken, selten über Schnee. Aber der Reihe nach: auf dem kleinen Parkplatz (ein ehemaliger Tennisplatz) bei der Talstation des kleinen Skigebiets Trafoi-Furkel standen nur wenige Fahrzeuge. Ein Ansturm war heute also nicht zu erwarten – trotz des Kaiserwetters. Ende März ist wohl Saisonende, denn ausser des Kunstschnees auf den Pisten fehlte das Weiss. Uns sollte das nicht kümmern, wir hatten ohnehin vor, die Furkelhütte zu Fuss zu erreichen. So einfach, wie wir es uns vorstellten, war es dann doch nicht, wie eingangs beschrieben. Die ersten Aufstiegsmeter mussten wir wohl oder übel auf der hartgefrorenen und steilen Skipiste machen. Nach ein paar hundert Metern verliessen wir die Piste nach rechts, um dem markierten 17er-Wanderweg zu folgen. Schneefrei im Wald, bei wunderbaren Durchblicken zum König Ortler, folgte der weitere Aufstieg immer nahe der Sesselbahn – manchmal über von den Holzarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogene Pfade. Meist gut markiert, gab es nach 2.1 km dann doch einen Verhauer: zweihundert Meter zurück, um dann Punkt 1796 doch noch zu erreichen. Hier über eine ziemlich neue Brücke über einen Bach, dann vorerst moderat ansteigend durch den Wald – die Schneeschuhe auf den Rücksäcken aufgebunden. Die folgende schmale Strecke bis auf eine Höhe von 2000 m.ü.M. hatte es dann in sich: zwar schneefrei, dafür aber beinahe durchgehend unter Blankeis. Anfänglich suchten wir über eisfreie Tritte auszuweichen; irgendwann mussten wir dann doch die Schneeschuhe anschnallen, weil nur so etwas Halt geboten war. Grödel wären hier definitiv die ideale Steighilfe gewesen, aber die hatten wir nicht dabei. Bis zum Kleinboden zogen wir die Schneeschuhe nicht mehr aus, auch wenn es manchmal über kurze schnee- und eisfreie Stellen ging. Unterhalb der historischen Militärstellungen auf Kleinboden war dann fertig lustig – über letztjährige Kuhfladen zu laufen ging besser ohne Schneeschuhe. Bei der grossen Antennenanlage und dem zugehörigen Gebäude angekommen, lagen mehr als fünfzig cm Schnee – Schneeschuhe also wieder montieren. Erst durch ziemlich tiefen Schnee, führte dann ab Punkt 2082 eine gute Spur siebzig Hm hoch zur Furkelhütte. Erst hatten wir nur die unansehnlichen technischen Anlagen der Bergstation des Sessellifts im Blickfeld; die schöne Hütte steht unmittelbar dahinter. Sensationell jedoch das hier oben gebotene Panorama: Vertainspitze, Tabarettaspitze, Julius Payer-Hütte, Ortler (Luftlinie 7.5 km), Madatschspitzen, Stilfserjoch, Tartscherköpfe, Furkelspitze – Weltklasse! Auf der Sonnenterasse war es dann ziemlich frühlingshaft warm, und wir genossen Gulaschsuppe und Knödelsuppe. Dass wir anschliessend mit der Sesselbahn ins Tal hinunter gondelten (2 km Luftlinie, ca. 613 m Höhendifferenz, € 13/Person), sei uns verziehen – aber auf die Abfahrt durch die Eiskanäle verzichteten wir gerne, und die Skipiste wollten wir meiden…
Fazit: Viele Höhenmeter auf einer kurzen, aber sehr wilden Strecke
Wetterverhältnisse: Ein sehr sonniger Tag, Temperatur beim Start 0°. Der wenige Schnee von den nächtlichen Minusgraden gefroren, deshalb gut tragende Spur, schwacher Wind 7 km/h N
Lawinensituation: Laut Alpenverein Südtirol Stufe 2, mässig (im heute begangenen Gebiet nicht relevant)
Parameter: Tourdatum: 13. März 2026 Schwierigkeit: WT2/T2+, Steilheit bis 30% Hin- und Rückfahrt: PW bis Trafoi, Gratis-P bei der Talstation Strecke: 5 km: Trafoi, Talstation (ca. 1540 m) – Wanderweg Nr. 17 – P.1796 – Kleinboden (2082 m) – Furkelhütte (2153 m) – Talfahrt Sesselbahn Aufstieg: ca. 686 m Abstieg: ca. -34 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 42 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 21 Min. Tageszeit: 10:10 bis 13:42 Uhr
Blickrichtung Val Vau, Val Mora, links Piz Lad und Piz Mezdi, rechts der Bildermitte Piz Praveder
Büglios, wunderbare Lage
Büglios, Blick hoch nach Chapazeller
Frühling! (Bild Doris)
Büglios
Sta. Maria Val Müstair
Monicas Refugium
Oberhalb Pütschai Dimez weiden bereits Schafe
Pütschai Josom
Der Piz Chavalatsch (noch) im Licht der Sonne
Pütschai Dimez und Pütschai Josom
Rom noch grösstenteils unter Eis und Schnee
Die Route
Nach der gestrigen Winterrunde über den Ofenpass folgte heute eine Nachmittagsrunde in den Frühling. Im oberen Dorfteil von Valchava überquerten wir die Passstrasse, um zur Vüschnai zu gelangen. Auf befestigter, schneefreier Unterlage zwei Kehren hoch bis Vuschnai Sura, dann im lichten Wald steil hoch in der Flanke Costeras, nahe an den Verbauungen vorbei. Es soll Biker geben, welche diese Strecke als Abfahrtstrail nutzen (ca. 31% Neigung). Nach 45 Minuten war die Häusergruppe Büglios erreicht, nicht schlecht: fast 300 Hm über 1.8 km. Büglios (Bügl = Brunnen) ist nicht dauernd bewohnt, gehören tut es Einheimischen, welchen etwas weiter oben auch Chapazeller gehört. Die originellen Namen finden wir interessant, und die sonnige Lage dreihundert Meter über dem Tal ist einfach phänomenal. Hier oben könnte man länger verweilen, wenn nicht der Wind wäre… Also zogen wir weiter, auf einem Feldweg unterhalb der Fahrstrasse nach Craistas bis zum Punkt 1624, dort wo die Via Craistas und die Via Munt Terza zusammenkommen. Jetzt «durften» wir auf geteerter Unterlage hinunterlaufen, vorbei an den Höfen Pütschai Dimez und Pütschai Josom. Oberhalb Pütschai Dimez weidete bereits eine Herde Schafe. Weil am Waldrand noch Schnee lag, mieden wir den direkten Abstieg über den markierten WW. Auch so erreichten wir bald die Stallungen von Iris Hauschild (Fokus Pferd – Mensch). Jetzt über die Rom-Brücke noch ein paar hundert Meter zur Dorfmitte Sta. Maria Val Müstair. Einer Punktlandung nahe bestiegen wir das Postauto, welches uns vor dem mittlerweile starken Gegenwind auf den flachen zwei Km bis Valchava verschonte. Zwei Haltestellen weiter schon zuhause – das Postauto ist schon was Bequemes!
Fazit: Schöne Panoramarunde mit einigen Höhenmetern über eine relativ kurze Strecke
Wetterverhältnisse: Auf dieser Talseite lag kein Schnee mehr, ziemlich sonnig, im Verlauf der Wanderung Bewölkungszunahme, Temperatur bei ca. 9° (gefühlt 7°). Kühler Wind 15 km/h WSW
Parameter: Tourdatum: 10. März 2026 Schwierigkeit: T2 Strecke: 7.4 km: Valchava Muglin (ca. 1430 m) – Vüschnai Sura – Costeras – P.1667 – Büglios (1667 m) – Via Craistas P.1624 – Pütschai – Do Mundaditschas (1503 m) – P.1449 – P.1348 – Brücke über den Rom (1343 m) – Sta. Maria Val Müstair (1376 m) Aufstieg: ca. 350 m Abstieg: ca. -370 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 2 Std. 15 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. Tageszeit: 14:05 bis 16:20 Uhr
6 Kurz vor der Alp da Munt, eins unserer Lieblingsbilder
7 Alp da Munt, Dolinen, Piz Dainz
8 Alp da Munt, Dolinen, Munt da la Bescha
9 Alpwirtschaft, Piz Daint
10 Auf dem Weg nach Juata
11 Ortler omniprääsent, einfach eine Schönheit!
12 Der Baum hätte wohl was zu erzählen…
13 Ortler
14 Alprestaurant La Posa auf der Alp Champatsch
15 Grandiose Kulisse beim Alprestaurant La Posa
16 Die Route
Heute genossen wir die Postautofahrt zum Ofenpass besonders, neu mit Botschafterkarte. Nicht nur deswegen entstiegen wir bestens gelaunt dem Postauto – auch das wunderschöne Wetter machte mit. Und erstaunlich: ausser uns nur noch zwei Personen, die ausstiegen. Gegenüber dem Hotel Süsom Givè beim hölzernen Bären stiegen wir ein auf den uns vertrauten Wanderweg. Doris mit Grödel, ich mit Schneeschuhen ausgerüstet. Beides von Nutzen, wie sich zeigte – allerdings wäre die gesamte Strecke auch mit Schuhen (allerdings mit gutem Profil) zu bewältigen gewesen. Also starteten wir im leichten Auf und Ab. Nach der unproblematischen Überquerung der bekannten Runse nach 1.2 km verliessen wir den lichten Wald – ab jetzt und bis zum Ende der Tour die Sonne voll im Gesicht. Bei der Sitzbank auf der Höhe der Jagdhütte eine erste Trinkpause, der Blick hoch zu den Flanken des Munt da la Bescha brachte diesmal nichts – kein Wild, kein Bartgeier. Ohne Severin, der Kenner für solche Beobachtungen, waren wir hilflos… Trotzdem bot uns die betörende Landschaft der Plaun da l’Aua fantastische Ausblicke – einer unserer Lieblingsplätze. Bei P.2189 hielten wir links, verliessen also den präparierten Winterwanderweg, um die Alp da Munt über die spektakuläre Landschaft der Dolinen zu erreichen. Mitten im kleinen und noch sehr ruhigen Skigebiet von Minschuns angelangt, die Einkehr im geöffneten Bergrestaurant Alp da Munt – Hirtenmakkaronen😋. Nach dieser Mittagspause zogen wir weiter ostwärts über den gespurten Winterwanderweg. Bei P.2246 hielten wir die Höhe, um die Gegend Juata (mit dem eingeschneiten Lai da Juata) anzustreben. Jetzt verliessen wir den Sommerwanderweg, um höher aufzusteigen. Die planierte Spur verliessen wir bald, um über eine gute Spur durch schönen und lichten Föhren- und Arvenwald zur Alp Champatsch abzusteigen – trotz Schneeknappheit ein tolles Pulverschnee-Erlebnis. Nach etwa 700 m erreichten wir wieder den Sommerwanderweg, der im Winter auch von Skitourenfahrern genutzt wird (bei solchen Verhältnissen nicht zu erwarten). Nach dem kurzen, aber steilen Abstieg von ca. 150 m erreichten wir das gut besuchte Alprestaurant La Posa Alp Champatsch. Nicht wie auch schon, durften wir heute draussen an der Sonne und bei Windstille einen Tee geniessen. Für den Weiterweg nach Lü auf dem Normalweg über die Alpstrasse packten wir Schneeschuhe und Grödel auf die Rücksäcke. Beim freistehenden Haus in Lü Daint genossen wir auf der Bank bei Sonne und Windstille eine Trinkpause und die zugehörige Aussicht auf die gegenüberliegende Talseite. Mittlerweile war es kurz vor 16 Uhr, und die Sonne liess die umliegenden Dreitausender vom Ortler bis zum Piz Daint in wunderschönem Licht erleuchten. Erfüllt von schönen Eindrücken traten wir die Postautofahrt ins Tal hinunter an. Ein eindrücklicher Wandertag bei Kaiserwetter!
Fazit: DIE Höhenwanderung par excellence und bei bestem Winterwetter.
Wetterverhältnisse: Sehr sonnig, Temperatur beim Start -8°. Wechselnde Schneeverhältnisse auf der gesamten Strecke (ca. 0 bis 20 cm Hartschnee), kaum spurbarer Wind.
Ausrüstung: Schneeschuhe/Grödel, Lawinenausrüstung nicht nötig, Kartenmaterial/GPS
Lawinensituation: Laut SLF Stufe 2+, mässig, ab 2200 m relevant
Parameter: Tourdatum: 21. Januar 2026 Schwierigkeit: WT2/T2 Hinfahrt: Postauto ab Valchava Cumün bis Pass dal Fuorn Rückfahrt: Postauto ab Lü bis Fuldera Cumün, Umstieg nach Valchava Strecke: 9.6 km: Ofenpass/Pass dal Fuorn (2149 m) – Plaun dals Bovs (P.2077) – P.2136 – Plaun da l’Aua (P.2153) – P.2188 – Alp da Munt (2212 m) – P.2244 – Juata – Alp Champatsch (2087 m) – Lü Daint – Lü (1916 m) Aufstieg: ca. 295 m Abstieg: ca. -489 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 5 Std. Benötigte Zeit ohne Pausen: 3 Std. Tageszeit: 10:50 bis 15:50 Uhr
Natureisbahn, Eisen unter den Füssen unbedingt nötig
Natureisbahn
Unterhalb der Alp Champatsch, auf harter Unterlage
Alp Champatsch, das Alprestaurant La Posa erwartet uns
Panorama vom Alprestaurant La Posa
Alp Champatsch im Rückblick
Auf der Forststrasse nach Lü, klirrende Kälte und Sonne wechseln sich ab
Lü – Bildklassiker mit dem Ortler-Blick
Am nordwestlichen Dorfeingang von Lü geht der Blick in Richtung Ofenpass, links der Piz Daint
23 Die Route
Kaum Neuschnee im Tal, resp. Altschnee vom letzten Schneefall im November(!), die Südseiten vollständig aper. Die Wanderung zur Alp Champatsch gehört mittlerweile zu unserem Standardrepertoire. Alleine schon lohnend, weil auf der Alp das Restaurant La Posa im Winter durchgehend geöffnet ist. Diesmal wählten wir, einer Premiere gleich, den Aufstieg durch das Tälchen der Aua da Laider, wo uns abschnittweise starke Vereisungen am Fortkommen behinderten. Von Melanie, der Gastwirtin vom La Posa, bekamen wir den Hinweis, dass Eisen an den Füssen Schneeschuhen vorzuziehen seien – der Tipp war goldrichtig, danke herzlich! Auch wenn sich die Verausgabung für die 4.3 Kilometer (gegen 500 Hm) hoch zur Alp Champatsch in Grenzen hielt, war die Mittagsrast verdient – lecker wie immer die Knödelsuppe. Der Weiterweg auf dem mit wenig Hartschnee und streckenweise ziemlich vereisten Forstweg forderte nicht unsere Kondition, wohl aber unser Gleichgewichtsgefühl. In Lü angekommen, verbrachten wir die Wartezeit mit der Einkehr im Hirschen. Wenn in dieser Woche kein Neuschnee fällt (viel ist nicht zu erwarten), wird die am kommenden Wochenende beginnende Schneeschuh-Tourenwoche zur Herausforderung. Dennoch freuen wir uns auf das Wiedersehen mit unserer Gruppe. Für heute also wieder einmal ein Kurzbericht – lassen wir die Bilder sprechen…
Fazit: Nicht gerade eine winterliche Runde, lediglich die arktische Kälte bei starkem Wind erinnerte an den Winter. Aber an diesem letzten schönen Tag in dieser Woche mussten wir die Gelegenheit packen…
Wetterverhältnisse: Herrliches Winterwetter, eisige Kälte (-19° beim Start in Tschierv, -13° am Ende in Lü), starker und kalter Wind aus SW bis NW bis 20 km/h
Ausrüstung: Wanderschuhe, Grödel (dringend!), Stöcke (auf Eis keine grosse Hilfe)
Lawinensituation: Laut SLF Gefahrenstufe „mässig“ (2=) über 2200 m, also oberhalb der von uns begangenen Zone
Parameter: Tourdatum: 7. Januar 2026 Schwierigkeit: T2+, starke Vereisungen im Aufstieg entlang der Aua da Laider (erstaunlicherweise war der WW nicht gesperrt) Strecke: 7.8 km: Postauto ab Valchava bis Tschierv Curtin da Plaz (1661 m) – Tablà Nov – Planatsch – Via Plaun da Müs-chel – Sot Vianova – Brücke über die Aua da Laider – Alp Champatsch, Restaurant La Posa (2088 m) – L’Era P.2093 – Plattuns (1949 m) – Lü Daint – Lü (1916 m) – Rückfahrt mit dem Postauto über Fuldera nach Valchava Aufstieg: ca. 506 m Abstieg: ca. -188 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 3 Std. 40 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 29 Min. Tageszeit: 10:40 bis 14:20 Uhr
Ghöchweid, gute Fernsicht, links der Mürtschenstock, in der Bildmitte der Glärnisch
Im Restaurant Berg gabs leckeren Hackbraten
Restaurant Berg, Glärnisch, Tödi
Fischenthal, Kirche
Fischenthal, Blickrichtung Süd, im Hintergrund die Glarner und Schwyzer Alpen
Die Route
Heute wanderten wir auf den Spuren von Adolf Guyer-Zeller (*1. Mai 1839 in Neuthal, Bäretswil; †3. April 1899 in Zürich). Die vom Eisenbahn-Pionier resp. von Guyer-Zellers Bau- und Unterhalts-equipen angelegten und instand gehaltenen Wanderwege in romantische Tobel, zu imposanten Gubeln (Felswänden, Nagelfluhpfeilern, Felsköpfen) und rauschenden Giessen waren für seine Freunde und Gäste seines Standes bestimmt. Das zeigt auch die aufwändige Art, in der die breiten Wege befestigt und mit Geländern, Treppen und Brücken versehen sind. Das Lochbachtobel liegt im Süden von Bauma und liegt im engen Tälchen, welches vom Lochbach entwässert wird. Erreicht wird das verborgene Bijou ab Dorfmitte mit einem kurzen Spaziergang durch das südöstliche Quartier Holderbaum, wo auch die Geleise der Museumsbahn (DVZO) überquert werden. Vorbei an den Flarzhäusern Hinterwis wird nach ca. 1.2 km Loch und die Lochweid erreicht. Vorbei an einem kleinen Weiher (wir nennen ihn Lochweier) galt es an einer Verzweigung rechts zu halten und den wenig Wasser führenden Bach zu überqueren. Ungefähr hier beginnt die relative Wildnis des Lochbachtobels. Nach einer ersten Eisenbrücke und nach etwa 1.8 km biegt der Weg ein ins Dachsloch; über eine hohe Nagelfluhwand plätschert das Wasser hinunter. Über eine weitere Brücke vorbei an dieser schönen Giessen dreht der Weg leicht aufsteigend zurück zum Lochbach. Dort wartet schon eine weitere Brücke, welche vorbei an einer weiteren Giessen führt. Ab jetzt zählten wir die Brücken nicht mehr, und auch die vielen Wasserfälle nicht. Das Gleiche gilt für die Treppen – welche jetzt folgten. Etwas Vorsicht war schon geboten, weil der Untergrund nass und unter Laub lag, auch wenn die Holztritte mit Drahtgittern belegt waren. Guyer-Zeller-Weg heisst die folgende Strecke, auch Hoheneggweg genannt. Bald wurde klar, dass hier ein Eisenbahn-Pionier am Werke war. Über etwa 130 Höhenmeter führte der «Weg» über spektakuläre Eisentreppen und -brücken hoch zur Hohenegg. Auf der Hohenegg angekommen, verliessen wir den nach Neuthal hinunter führenden Guyer-Zeller-Weg, um entgegengesetzt nach SO zu laufen. Die Strecke über Hofbööl, Hinteres Lee bis zum Tännler verläuft auf einem nicht sehr ausgeprägten Grat, ohne Höhengewinn oder -verlust. Der Tännler markiert mit 965 m den östlichsten Punkt; schön der Ausblick zum Alpstein! Nach dem kurzen Abstieg zur asphaltierten Läsetenstrasse hinunter wanderten wir auf dieser zur Kreuzung Stattboden und leicht aufsteigend zur heute geschlossenen Bergwirtschaft Sunnenhof. Schön der Weitblick nach W und N, trotz leichter Trübung durch Schleierwolken. Zweihundert Meter weiter drehten wir nach O, um bei Punkt 968 wieder Natur unter den Füssen zu spüren. Wir entschieden, die wenige Meter südlich des markierten WW verlaufende Spur zu nehmen – ziemlich morastig durch das Rellstenloch. Durch das lichte Ghöchweidholz blinzelte uns die Sonne entgegen; vorbei am wenige Meter höheren Baschlisgipfel (1064 m) der kurze Aufstieg zur Ghöchweid. Hier weitete sich der Ausblick zu den Glarner und Schwyzer Alpen. Jetzt war es nur noch eine Sache von Minuten, über Weideland hinunter zum Übergang Ghöch, wo auch das empfehlenswerte Restaurant Berg steht. Gastgeber Josip hiess uns sehr freundlich willkommen – auch in deutlich gezeichneten Wanderklamotten. An diesem wunderschönen Platz fühlen sich Gourmets, Biker, Wanderer und Ausflügler gleichermassen willkommen. Das Tagesmenü passte vorzüglich: Salat, Hackbraten und ein Durstlöscher dazu. So gestärkt war der Abstieg nach Fischenthal hinunter (180 Hm, Distanz 2.5 km) reine Formsache – auch wenn die Unterlage Asphalt war. Ab Fischenthal dann die ÖV-Rückfahrt nach Hause.
Fazit: Jahreszeitlich bedingt eine einsame Wanderung – uns hats sehr gefallen…
Wetterverhältnisse: Wiederum viel Sonne, etwas verschleiert bewölkter Himmel, trocken. Temperatur im Bereich 8 bis 10° C, wenig Wind (ca. 7 km/h SSO)
Parameter: Tourdatum: 12. November 2025 Schwierigkeit: T1-2 Strecke: 10.13 km, Bauma Bahnhof (638 m) – Hinterwis – Loch – Dachsloch – Guyer-Zeller-Weg P.778 – Lochbachtobel – Hohenegg – Hofbööl, P.921 – Hinteres Lee 894 m – Tännler (965 m) – Lasetenstrasse, P.925 – Stattboden (924 m) – Bergwirtschaft Sunnenhof, heute geschlossen – Laupetswilerstrasse, P.968 – Rellstenloch – Ghöchweidholz – Ghöchweid (999 m) – Ghöch (961 m) – Restaurant Berg – Hinterer Sädel (901 m) – Widenreiti, P.850 – Fischenthal (741 m), Bahnhof Aufstieg: ca. 481 m Abstieg: ca. -375 m Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 34 Min. Benötigte Zeit ohne Pausen: 2 Std. 52 Min. Tageszeit: 10:35 bis 15:05 Uhr