Archiv der Kategorie: Ostschweiz

Pizalun 1478 m – prächtiger Aussichtspunkt

Für heute war in der Ostschweiz ein weiterer Föntag vorausgesagt; Grund genug, die vielleicht letzte Wanderung in diesem Jahr zu unternehmen. Ab ins Epizentrum des Föns, Churer Rheintal! Tausend Meter über dem Rheintal liegt die ziemlich unbekannte Aussichtsplattform namens Pizalun (alte romanische Schreibweise Piz Alun). Der Gipfel wäre auch zu erreichen mit dem Auto via Bad Ragaz – Pfäfers – Furggels – St. Margrethenberg – ab da zu Fuss in ca. anderthalb Stunden. Wir starteten in Mastrils oberhalb Landquart. Beim Schulhaus/Kindergarten im Ortsteil Rösli hatte es ausreichend Parkplätze. Da wir nicht auf der Dorfstrasse laufen wollten, wählten wir die Abkürzung über die steile Treppe direkt beim Schulhaus. So erreichten wir schnell Betriebstemperatur. Nach ein paar hundert Metern, in der Haarnadelkurve bei der ÖV-Haltestelle Pizalun wurden wir beim P.654 rechts w-r-w weggewiesen. Hier beginnt das Litzitobel, welches wir links des Wildbachs entlang aufsteigend erreichten. Bei P.698 dann über eine Brücke weiter aufsteigend – über uns eine Hochspannungsleitung. In drei Kehren im lichten Hagwald war rasch eine Höhe von tausend Metern erreicht. Ab P.1005 (Abbiegung Spiger Weg, Skilift, Präschenal) wurden die Kurven serpentinenartig. In der obersten Linkskurve dann eine Fehlinformation: der Wanderwegweiser wies uns nach rechts aus der Kurve in Richtung Spig und Pizalun. Laut LK (1:20000) wäre es besser gewesen, auf der Strasse zu bleiben in Richtung Valzauda und Matteli – aber da war nichts ausgewiesen. Auf der LK war (wenigstens teilweise) ein Pfad eingezeichnet, der weiter oben von Spig herführend zum Matteli führen sollte. Für solche «Abenteuer» braucht es Ruedi’s ganze Überzeugungskunst😏. Gleich nach dem ersten Stadel hielten wir also links steil und weglos hoch, weil am Waldrand eine erste und letzte (alte?) Markierung zu erkennen war. Ab jetzt waren wir Pfadfinder. Wald, sehr steiles Gelände, keine Trittspuren, viel nasses Laub, schmierig, zum Glück noch schneefrei. GPS-unterstützt wühlten wir uns durch den Urwald, bis schliesslich nahe Matteli wieder eine Markierung leuchtete. Ab jetzt wieder normales Gelände, allerdings stellenweise schneebedeckt und deshalb rutschig. Bei P.1362 erreichten wir den Sattel, von wo der Blick auf die hundert Meter tiefer liegenden Alpen des St. Margrethenberg frei wurde. Vom Sattel rechts hoch aufsteigend bis zum etwas verborgenen Pizalun, dessen höchster Punkt mit einer langen Stahltreppe erschlossen ist. Oben angekommen, ein prächtiges 360°-Panorama – bei dieser Wetterlage besonders interessant. Auf der Plattform sind Panoramatafeln angebracht, dank derer die Orientierung über die Gipfelpracht problemlos gelingt. Und unter uns – gemeint ist im Innern des Bergs – befindet sich die Festung Furggels, das gigantische Gebirgs-Schlacht-Schiff unter den Schweizer Alpen. Auf der Plattform hielten wir es des Föns wegen nicht lange aus; die Gipfelrast musste warten. Im Abstieg begegneten wir dem heute einzigen Gleichgesinnten – eine einsame Tour also! Kurz vor dem Sattel bei P.1362 und damit genau auf der Kantonsgrenze SG/GR annektierten wir an geschützter Stelle eine Bank im (offen zugänglichen) Vorgarten einer Alphütte. Bei 13° genossen wir die mitgebrachten Leckereien, Doris auf der Sanggaller Seite, ich auf der Bündner Seite 😎.

Den weiteren Abstieg über die mit 10 cm Schnee bedeckte Lichtung hinunter zu P.1328 nahmen wir vorsichtig unter die Füsse – unter der knappen weissen Decke warteten jede Menge Kuhfladen auf eine weiche Landung. Bei P.1322 wies uns ein Schild zur nahen Jägeri und der Stefis Bergwirtschaft. Die sympathischen Gastgeber hatten sich auf einen ruhigen Tag gefreut – Tee und Nusstorte gab es allemal in der gemütlichen Stube. Draussen zu sitzen war nicht angesagt, weil das Wetter eintrübte. Von diesem schönen Flecken liefen wir zurück zum nahen Naturfreundehaus. Ab dort dann der schmierig-rutschige Abstieg – fast hätten wir die mitgebrachten Grödel montiert. Jedenfalls war der steile Abstieg zur Alphütte Prafisaschga ziemlich tricky. Nahe der Bergstation des Skilifts erreichten wir die Fahrstrasse im Boda. Nach einem kurzen Abschnitt verliessen wir den Fahrweg wieder, um über verlassene Weiden zum Ausgangspunkt Mastrils zu gelangen. Etwas nach drei Uhr wieder beim Schulhaus, waren wir froh, die stark verschmutzten Bergschuhe auszuziehen…

Fazit:
War das unsere letzte Bergwanderung in diesem Bilderbuch-Jahr? Toll war’s!

Wetterverhältnisse:
Kein T-Shirt-Wetter, sonnig und teilweise bedeckt, angenehme Temperatur ca. 8-13°, starker Fön

Hilfsmittel:
Bergwanderschuhe, Stöcke; Kartenmaterial, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 29. November 2018
Schwierigkeit: T2
Strecke: 12 km, Mastrils (Rösli, Schulhaus, 559 m) – P.654 (ÖV-Haltestelle Linkskurve Pizalun) – Litzitobel P. 698 – Hagwald P.831 – P.1005 – Linkskurve Wegweiser Ü Spig und Pizalun – vor Spig weglos durch den Wald nach W bis Matteli P.1188 – P. 1328 – P.1362 – Pizalun 1478 m – zurück bis P.1328 – P.1322 (Verzweigung) – Naturfreundehaus (1293 m) – Jägeri, Stefis Bergwirtschaft (1305 m) – P.1293 – Prafisaschga (1235 m) – Boda (960 m) – P.935 (Munter Egg) – Mastrils
Aufstieg: ca. 968 m
Abstieg: ca. 958 m
Laufzeit ohne Pausen: total ca. 4 Std.
Laufzeit mit Pausen: total ca. 6 Std.
Tageszeit: 09:15 bis 15:15 Uhr

Neckertaler Höhenweg 3|3: Schwägalp – Hinterfallenchopf – Ennetbüel

Naja, eigentlich luden uns die Wettervorhersagen ein, die Originalstrecke bis Hemberg (>21 km) zu laufen. Leichter Niederschlag war für heute erst angesagt für den späten Nachmittag. Es kam ganz anders. Schon beim Verlassen des Hotels verdunkelte sich die Szene – der Berg war umhüllt von grau-schwarzen Wolken. Also nichts wie los! Über den Laternliweg hinunter zum Pass. Dort über die Passstrasse zum gestern schon abgelaufenen Weg durch die auch bei suboptimalem Wetter wunderbare Moorlandschaft. Im Chräzerenwald nahmen wir wie geplant die Strecke in Richtung Hinterfallenchopf und Gössigenhöchi. Statt wie auch schon (im Winter) über Pfingstboden, liefen wir ab P.1296 bei Horn in Richtung Ellbogen. Wir wollten die Umgebung des nahen Ofenlochs erkunden. An einen Abstieg dorthin war nicht zu denken – mittlerweile nieselte es ziemlich stark. Ab Ellbogen dann der steile Aufstieg im Nebel und bei einer Sicht von unter 20 m. Der Aufstieg zum höchsten Punkt, dem Hinterfallenchopf (1532 m), war etwas demotivierend; jedenfalls verliessen wir das Gipfelgelände fast schon fluchtartig. An eine Gipfelrast war nicht zu denken; aufkommender Wind, Nebel, Regen. Nach dem zügigen Abstieg zur Alp Ober Scherlet (1416 m) bot sich uns die Möglichkeit unter das Vordach zu stehen und etwas zu essen (leckere Brote mit 5 Doppellagen Fleischkäse und zusätzlich mit Appenzellerkäse). Mittlerweile war es richtig kalt – Doris benötigte Handschuhe, ich markierte Härte trotz Kuhnagel. Uns wurde klar, dass unter diesen Umständen der Weiterweg bis Hemberg keinen Sinn machte. Bei P.1351 entschieden wir, auf der Fahrstrasse via Hinder Chlosteralp (1315 m) – Unter Chlosteralp (1244 m) nach Ennetbüel zu laufen. Der Regen wurde stärker, zwischendurch böenartiger Wind; also wehrten wir uns im Laufschritt. Für die verbleibende Strecke bis Ennetbüel (5.4 km) benötigten wir 50 Minuten – schliesslich wollten wir das Postauto Ennetbüel mit Abfahrt 13:47 nicht verpassen; sonst hätten 2 Stunden Wartezeit gedroht. Locker geschafft, und das erst noch bei guter Laune…

Fazit:
Das ganz tolle Wandererlebnis sieht anders aus… Kurz und gut: der Bonus der zwei wunderschönen Vortage überwog deutlich.

Wetterverhältnisse:
Heute kein T-Shirt-Wetter, grau und nass, der Jahreszeit entsprechende (aber nicht erwartete) Witterung bei ca. 8°

Hilfsmittel:
Bergwanderschuhe, Stöcke; Kartenmaterial, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 13. November 2018
Schwierigkeit: T2
Strecke: 14.2 km, Schwägalp (1352 m) – Schägalp Passhöhe (1278 m) – Beieregg – P.1318 – P.1322 – Chräzerenpass (1266 m) – P.1321 – Horn P.1296 – P.1275 – Engi, P.1258 (Abzweigung Ofenloch) – Ellbogen (1268 m) – Hinterfallen (1330 m) – P.1492 – Hinterfallenchopf (1532 m) – Ober Scherlet (1416 m) – P.1351 – Hinder Chlosteralp (1315 m) – Unter Chlosteralp (1244 m) – Brugg (1107 m) – Risi (943 m) – Ennetbüel (885 m)
Aufstieg: ca. 427 m
Abstieg: ca. 879 m
Laufzeit ohne Pausen: total ca. 3 Std. 15 Min.
Laufzeit mit Pausen: total ca. 4 Std.
Tageszeit: 09:30 bis 13:30 Uhr

Neckertaler Höhenweg 2|3: Schönengrund AR – Schwägalp

Nach einer sehr erholsamen Nacht im Schäfle Schönengrund und dem ausgiebigen z’Morge Abschied von diesem heimeligen Ort – auf Wiedersehen! Vor uns die zweite Tagesetappe, mit vielen Aufstiegsmetern über Hochhamm (1209 m) und Hochalp (1528 m) zur Schwägalp (1352 m). Und wie vorausgesagt: ein sonniger Herbsttag erwartete uns. Die 350 Hm Aufstieg zum Hochhamm waren das reine Vergnügen – schliesslich erwartete uns ein schönes Bergrestaurant. Und zum Kafi gabs ofenfrischen Doppelfladen (auch Schlorzifladen genannt) – Genuss pur also auf der Sonnenterrasse – und die Panoramasicht gratis dazu! Nach dieser Stärkung der kurze Abstieg zum 150 m tiefer liegenden Osterbüel –  welch schöne Gegend! Und gleich wieder der Anstieg via die Höfe Untere Schurtanne und Obere Schurtanne. Wenige hundert Meter oberhalb der Aufstieg entlang des Tellwalds (ja nicht im Schatten…) auf eine Anhöhe nahe Oberer Schwarzenberg (ca. 1200 m.ü.M.). Jetzt folgte der kurze Zwischenabstieg bis Guggenhalden (1172 m) vorbei an einigen schön gelegenen Wochenendhäuschen. Die Kreuzung überquerten wir in Richtung Hochalp, deren Nordseite (noch) schattenhalb lag. Vor uns also erneut 350 Hm Aufstieg. Vorbei an zwei Wander-Parkplätzen und an einer Jägerhütte erreichten wir rasch den Bruggerenwald. Nach einem Kilometer die Verzweigung beim Rossmoos: rechts zur Hochalp, links zum Hochalp Ostgipfel. Da das Bergrestaurant geschlossen war, und der Aufstieg dorthin im Schatten lag, war die Entscheidung einfach für den steilen Aufstieg in der Sonne, östlich der schattigen Mulde. Auf diesem sehr steilen Abschnitt ist etwas Trittsicherheit gefragt. Den im Blickfeld stehende Ostgipfel (1527.8 m) erreichten wir kurz vor 13 Uhr – gerade zeitig für eine Gipfelrast. Hier oben geht der Blick hinüber zum allgegenwärtige Alpstein mit Hauptdarsteller Säntis (Luftlinie 7 km). Während wir das Superpanorama genossen, sorgten ein paar andere BergängerInnen für (unerwünschte) Ablenkung: lautstarke Präsentationen von Smartphone-Videos, und eine etwas schrille (junge) Frau in ausgesprochen berggängigem Outfit: knallroter Ministrickrock, schwarzglänzende Latex-Leggins, dazu passende Turnschuhe. Uns wars recht, dass die vier den Abstieg zum Rossfall hinunter wählten. Nach diesem Gipfelgenuss der Abstieg bis Älpli (1361 m), dann weiter in leichtem auf und ab bis Spicher West (P.1469). Unterwegs einige steilere, aber niemals ausgesetzte Stufen. Weiter gings vorerst die Höhe haltend bis Schifaltlig. Jetzt befanden wir uns in der Nähe des Ofenlochs, einer unglaublich schroffen und abgründigen Gegend – hier unten irgendwo ist die Quelle des Neckers. Anschliessend wurden die spektakulären Bilder abgelöst durch den Tiefblick zum bereits im Schatten liegenden Chräzerli. Auf der Forststrasse, streckenweise leider geteert, erreichten wir zuerst die Verzweigung im Chräzerenwald und wenig später den Chräzerenpass (1266 m). Zum Abschluss noch das Auf und Ab durch die Schutzgebiete Witiriet und Lauchriet, und schon war das Tagesziel Schwägalp erreicht. Der Säntis präsentierte sich im herrlichen Licht des späten Nachmittags…

Fazit:
Ein langer, im Vergleich zum Vortag deutlich anspruchsvollerer Wandertag mit wiederum tollen Aussichtspunkten.

Wetterverhältnisse:
Erneut T-Shirt-Wetter, sonnig, angenehme Temperatur ca. 8-14°, wenig störender Wind (Föhn)

Hilfsmittel:
Bergwanderschuhe, Stöcke; Kartenmaterial, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 12. November 2018
Schwierigkeit: T2
Strecke: 17 km, Schönengrund AR (841 m) – Pfand (1015 m) – Hochhamm (1209 m) – Windhalden – Osterbüel – Unteregg (P.1061) – Untere Schurtanne – Obere Schurtanne – Guggenhalden (1172 m) – Bruggerenwald – Verzweigung Rossmoos – Hochalp Ostgipfel (1527.8 m) – Älpli (1361 m) – Spicher West (P.1469) – Schifaltlig (P.1479) – P.1403 (Rietfaltlig) – P.1335 – P.1321 – Chräzerenpass (1266 m) – P.1318 – Beieregg – Schwägalp Passhöhe (1278 m) – Schwägalp (1352 m)
Aufstieg: ca. 1350 m
Abstieg: ca. 718 m
Laufzeit ohne Pausen: total ca. 5 Std.
Laufzeit mit Pausen: total ca. 7 Std.
Tageszeit: 09:30 bis 16:30 Uhr

Neckertaler Höhenweg 1|3: Mogelsberg SG – Schönengrund AR

Das Neckertal und sein Fluss war uns schon ein Begriff. Der 32 km lange Fluss im östlichen Teil des Toggenburgs entspringt in der Nähe des Ofenlochs. Er fliesst zunächst durch eine abgelegene, tief eingeschnittene, wildromantische Waldschlucht und mündet schliesslich bei Lütisburg in die Thur. Der Necker und sein Tal sind Namenspatron der am 1. Januar 2009 aus der Fusion von Brunnadern, St. Peterzell und Mogelsberg entstandenen neuen Gemeinde Neckertal. Der Name Necker ist keltischen Ursprungs und bedeutet heftiger, böser, schneller Fluss. Er entstammt dem ureuropäischen Wort Nik, welches losstürmen bedeutet. Die Entwicklung des Namens beginnt zu vorchristlicher Zeit mit der Bezeichnung Nikros, welche über Nicarus und Neccarus zu Necker wurde. So viel zur Geschichte

Sehr gute Informationen zur Vorbereitung auf diese mehrtägige Weitwanderung fanden wir auf der Webseite www.neckertal-tourismus.ch. «Wenn es in der Ostschweiz eine landschaftliche Unschuld gibt, dann ist es das Neckertal» steht dort geschrieben. Der durchgehend gut markierte Neckertaler Höhenweg mit 56 km Länge und gut 17 Stunden Wanderzeit (und vielen Höhenmetern) ist recht anspruchsvoll und aufgrund der langen Tagesetappen konditionell fordernd.

Ausgangspunkt unserer Drei-Tages-Tour war Mogelsberg, das mit der Bahn gut zu erreichen ist. Eine Viertelstunde vor neun Uhr (und bei leichtem Regen) nahmen wir den kurzen Weg zum 40 m höher liegenden Dorf unter die Füsse. Im Wissen darum, dass das schmucke Rössli um neun Uhr öffnete – Startkafi und frischer Zopf! Eine Viertelstunde später starteten wir, mittlerweile schien die Sonne durch die dunklen Restwolken. Nach ein paar hundert Metern führte der Weg vorbei am neuen (und einzigartigen) Baumwipfelpfad. Leichter Abstieg zum Haselgrund, wo wir die geteerte Strasse nach links verliessen. Über schöne Weiden erreichten wir P.871, um dann durch den Wald nach Ebersol hinunter zu laufen. Auf der Strasse Degersheim-Necker dann ein kurzes Stück in Richtung Necker um kurz vor Ebersol (Moos) in einer Spitzkehre dem Wegweiser Balik zu folgen – also nicht etwa zu früh abbiegen auf der Fahrstrasse in Richtung Spitzbad! Vorbei an der bekannten Lachs-Räucherei erreichten wir ein wildes und tief eingeschnittenes Tälchen, in dem es erst wenig ansteigend und schliesslich steiler aufzusteigen galt bis zum Gerensattel (1001 m). Jetzt befanden wir uns auf einer Krete, rechts der Furtberg, links (östlich verlaufend) der Wilket. Fast so etwas wie Tiefblick nach St. Peterzell hinunter, und in der Ferne die Voralpen. Der weitere Aufstieg (170 Hm) zur Wilkethöchi führte steil hoch, vorbei an einem sturmholz-beschädigten Waldstück. Bald aber war die Höhe erreicht und wir durften über raschelndes Laub wandeln. Auf der Wilkethöchi genossen wir die prächtige Panoramasicht. Gleich zwei Bankniederlassungen standen zur Verfügung – wir entschieden uns für diejenige mit der Rückenlehne (😊). Mittagszeit! Nach etwas mehr als sieben Kilometern war hier der ideale Ort zu rasten – und das erst noch bei 28° an der Sonne(!). Nach ausgiebiger Pause verliessen wir diesen heute höchstgelegenen Punkt in östlicher Richtung. Nach einem kurzen Abstieg erreichten wir bei P.1064 einen wunderschön eingerichteten Rastplatz mit einer (offenen!) Hütte. Statt direkt nach Dicken abzusteigen, hielten wir vorerst Höhe um im Kubelwald 200 Hm abzusteigen zum Chubelboden. Hier – bei Moos – hatten wir die Wahl, die markant aufragende Züblisnase (1048 m) nördlich oder südlich zu umrunden. Wir entschieden uns für die sonnigere Variante. Mit schönem Blick zum Stickerdorf Dicken erreichten wir die Siedlung Höhenschwil. Nach einem kurzen Stück auf der geteerten Strasse passierten wir den Papageienhof – die munteren und schmucken Vögel grüssten uns ganz aufgeregt. Bis zum 100 m höherstehenden schmucken Bergrestaurant Bergli floss der Schweiss in Strömen – spielte keine Rolle, denn bald war die Tankstelle erreicht – dachten wir. Geschlossen! Schade – also weiter nach Osten, in leichtem auf und ab zum Gägelhof. Weiter über die Anhöhe Hochwacht und schliesslich hinunter zur Strasse, welche von Dicken zur Landscheidi führt. Das gleichnamige Restaurant steht auf einer Art Passhöhe unmittelbar an der Grenze SG-AR und war gut besucht. Tee und etwas Süsses gabs. Vor uns noch der letzte Abschnitt zum nahen Tagesziel – über die grüne Arnighöchi nach Arnig hinunter, von dort ein paar hundert Meter auf geteerter Unterlage, und schliesslich wieder auf dem Wanderweg hinunter nach Wald SG. Kurzes Stück auf der Strasse St. Peterzell-Waldstatt, um dann über die Brücke über den Tüfenbach die Kantonsgrenze zu überschreiten und am Tagesziel, dem Schäfle mitten im Dorf Schönengrund, zu landen. Von der sympathischen Ida Lämmler begrüsst und später bekocht, genossen wir einen gemütlichen Abschluss eines wunderbaren Wandertags. Im gemütlichen und einfachen Haus fühlten wir uns richtig wohl – danke Frau Lämmler!

Fazit:
Eine langer, aber dennoch gemütlicher erster Herbst-Wandertag mit vielen tollen Aussichtspunkten über die voralpinen Hügelzüge – ganz nach unserem Gusto!

Wetterverhältnisse:
T-Shirt-Wetter, sonnig, angenehme Temperatur ca. 10-15° (direkt an der Sonne bis 28°), leichter Wind (Föhnlage)

Hilfsmittel:
Bergwanderschuhe, Stöcke; Kartenmaterial, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 11. November 2018
Schwierigkeit: T2
Strecke: 17.7 km, Mogelsberg Bahnhof (714 m) – Mogelsberg Dorf (755 m) – Haselgrund (796 m) – P.871 – Ebersol/Moos – Gerensattel (1001 m) – Wilkethöchi (1172 m) – P.1064 – Chubelboden (862 m) – Moos (Dicken) – Höhenschwil – Bergli (999 m) – Gägelhof (1025 m) – Hochwacht (P.1073.4) – Landscheidi – Arnighöchi – Arnig (P.1002) – Vorderarnig – Wald SG (836 m) – Schönengrund AR (841 m)
Aufstieg: ca. 906 m
Abstieg: ca. 774 m
Laufzeit ohne Pausen: total ca. 5 Std.
Laufzeit mit Pausen: total ca. 7 Std.
Tageszeit: 08:45 bis 15:45 Uhr

Gocht 1951 m – steiler Übergang in den Churfirsten

Nach gemeinsamer Fahrt bis Ziegelbrücke folgte die Zugfahrt nach Walenstadt und die Busfahrt bis Walenstadtberg, Endstation Rehaklinik. Um 07:45 Uhr liefen wir los, gemütlich das Tempo, auf den ersten 3.5 km auf geteerter Unterlage über Hochrugg bis P.1388. Ab hier zum Glück Naturstrasse bis Schwaldis. Jetzt in einer Rechtskurve hoch um das Florzentobel zu umrunden. Bald war das Alpgebäude Säls erreicht, wo im Gelände gebaut wird (Wasserversorgung?). Erst eine Kehre nach rechts und dann nach links war P.1521 erreicht. Hier verliessen wir den weiterführenden Forstpfad, nun w-b-w-markiert, um über eine steile Alpweide hoch zu steigen zum Waldrand und bis P.1642. Durch den Wald weiter steil hoch, links stark abfallendes Gelände, rechts eine Felsnase (P.1852) umrundend. Wenige Meter absteigend war eine erste Runse zu überqueren; über uns die Wand des Nägeler. Im Weiteraufstieg auf eine Höhe um 1800 m.ü.M. schmale Pfade, welche unter den senkrecht aufragenden Wänden durchführten. Mittlerweile hatten wir die Stöcke in den Rucksäcken verstaut, weil jetzt vermehrt die Hände zum Einsatz kamen. Jetzt war definitiv Trittsicherheit gefragt – Stolperer hätten fatale Folgen (1300 m über dem Walensee). Oberhalb des Säls-Chamm änderte die Richtung von SW nach NW, direkt unter den felsigen Ausläufer der Nägelerwand. Noch eine letzte etwas knifflige Querung auf eine Höhe von ca. 1900 m, rechts die ca. 250 m aufragende Wand, links der über 40° geneigte Hang, der erst am Walensee wieder abflacht😊. Zwar ist der Pfad trocken und ausreichend breit, volle Konzentration ist aber dennoch nötig über teilweise hohe felsige Tritte oder feingeröllige Passagen. Nun standen wir also am unteren Eingang zur Gocht. Eigentlich ist es eine grosse geröllige Runse, die ziemlich direkt und sehr steil (>30°) nach oben führt, über eine Strecke von 400 m müssen 140 Höhenmeter aufgestiegen werden. Das Gelände ist durchsetzt mit Kletterfelsen, aber auch mit feinem, sehr rutschigem Geröll, welches sich wie Kugellager unter den Füssen anfühlte. Die «Arbeit» in diesem anspruchsvollen Abschnitt forderte uns, bot aber auch Kraxelfreuden. Also schön langsam, jeden Schritt abwägend, und ausreichend Abstand haltend. Übrigens: Sicherungen wie Fixseile oder Ketten fehlen hier. Nach etwas mehr als einer halben Stunde war der Übergang Gocht endlich erreicht. Grund genug, hier oben ausgiebig zu rasten und die famosen Ausblicke zu geniessen; sogar ein Schläfchen erlaubten wir uns – herrliche anderthalb Stunden an der Sonne. Erstaunlich auch, dass wir bis jetzt keinen anderen BerggängerInnen begegneten – eine offensichtlich nicht häufig begangene Tour also. Erst gegen halb drei Uhr Aufbruch zum Abstieg: über Karst und felsige Brocken unterhalb des steil aufragenden Glattchamm erreichten wir nach weniger als einer halben Stunden P.1830, und damit den Toggenburger Höhenweg (w-r-w). Leicht absteigend und dann (im Schatten) wieder aufsteigend erreichten wir über seilgesicherte Stufen die Tritt-Wand. Zur linken Glattchamm und Leistchamm, dazwischen eine eindrückliche Karstmulde. Wenige Schritte am Tritt, und schon hatte uns die Sonne wieder – herrlich nun der Ausblick zu den nahen Bekannten (Federispitz, Mattstogg, Speer, Flügenspitz, Gulmen, Goggeien, Stockberg, Neuenalpspitz, Lütispitz, Säntis, Schafberg, Altmann, usw.). Und Arvenbüel, unser Ziel, im warmen Licht des späten Nachmittags. Jetzt ging es rasch: am First angelangt, ein rascher Blick ostwärts in die abrupt abfallende, mächtige Schrattenkalkmulde. Nur noch wenige Minuten bis zur 100 Hm tiefer liegenden Alp Looch und dem gleichnamigen Bergrestaurant. Getrübte Vorfreude: Toni und Anni, die sympathischen Wirtsleute, hatten heute ausnahmsweise früher Feierabend gemacht – wir haben sie verfehlt um knappe zehn Minuten… Für den weiteren Abstieg nach Arvenbüel hinunter folgten wir dem Vorschlag Roli’s: bei Egg (P.1470) verliessen wir den harten Strassenbelag und hielten rechts über die schönen Wiesen bei Rör, über die Beerenbach-Brücke, dann wenige Hm aufsteigend bis Arvenbüel. Das Tagesziel war rasch erreicht, nicht zuletzt wegen des Hungers von Mägi(😊). Im Restaurant Arvenbüel genossen wir zum Abschluss in der abendlichen Sonne die verdienten Leckereien. Schliesslich waren wir während neun Stunden auf den Beinen. Den herrlichen Wandertag beschlossen wir mit der Busfahrt über Amden – Weesen nach Ziegelbrücke.

Fazit:
Die Gocht zusammen mit Mägi und Roli – das war ein toller Wander-Genuss!

Wetterverhältnisse:
Herrliches Herbstwetter, trockene Witterung bei ca. 14 bis 24°

Hilfsmittel:
Bergschuhe, Stöcke, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 17. Oktober 2018
Schwierigkeit: T4
Strecke: 15.2 km, Walenstadtberg (Reha-Klinik, ca. 970 m) – Bärgerwald P. 987 – Schönegg – Hochrugg 1288 m – Schwaldis 1434 m – Säls 1446 m – P.1521 (Verzweigung) – P.1642 – Gocht 1951 m – Verzweigung Toggenburger Höhenweg (bei P.1830) – Tritt Wand 1821 m – First 1663 – Alp Looch 1556 m – Egg P.1470 (Verzweigung) – P.1415 – Rör – Brücke über den Beerenbach (P.1254) – Arvenbüel (1273 m)
Aufstieg: ca. 1264 m
Abstieg: ca. -966 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 9 Std.
Benötigte Zeit ohne Pausen 6 Std.
Tageszeit: 07:45 bis 17 Uhr

Fronalpstock GL 2123 m – das Schönwetterfenster optimal genutzt…

Die Fahrt über die A53/A3 bis Mollis, dann die enge Bergstrasse hoch bis zum Berggasthaus Naturfreundehaus Fronalp dauerte eine knappe Stunde. Hier stehen einige Gratis-Parkplätze zur Verfügung. Klar, dass wir einen Startkafi genossen! Draussen wurden die Tische gedeckt – in Erwartung vieler Gäste. Wir starteten um halb zehn bei noch etwas verhangener Wetterlage. Allerdings zeigten sich südlich, im Bereich des Tödi, erste blaue Flecken; die Wetterfrösche sollten recht behalten! Auf der Naturstrasse über Fellboden war die Alp Mittelstafel (1583 m) in einer halben Stunde erreicht. Hier teilten sich die Routen: rechts in Richtung Schilt, geradeaus zum Fronalppass. Die jetzt folgende Strecke bis zur Ober Stafel (1815 m) war nicht nur steil, sondern geröllig, in einem schlechten Zustand also. Um halb elf war die Alp erreicht, und wenige Minuten später auch der Fronalppass (1852 m). Jetzt hatten wir links zu halten, der schöne Fronalpstock vor uns. Ab hier weiss-blau-weiss markiert, war die Zelsegg zu queren; ein zunehmend anspruchsvoller Weg mit spektakulären Ausblicken (zum nahen Mürtschenstock zum Beispiel). Die schmale, teils gesicherte Querung bis zum Einstieg zum Kamin verlangte also erhöhte Aufmerksamkeit. Der folgende Aufstieg durch den Kamin – eine steile etwa 40 m hohe fast senkrecht Rinne – ist wenig ausgesetzt und teilweise beidseitig mit Ketten gesichert. Die Tritte sind meist ausreichend breit, allerdings massiv speckig. Wer ohne Ketten klettert, trifft auf eine spannende Kraxelei im II. Grad. Nach dem Ausstieg geht es über einen teilweise felsigen und steilen Bergweg hoch zum Gipfel, der in etwa zehn Minuten erreicht wird. Oben angekommen, öffnet sich ein Rundum-Panorama vom feinsten. Heute zeigte sich auch das Wetter von der freundlichsten Seite. Und der Ansturm hielt sich in Grenzen; gerade mal zwei Gipfelstürmer vor uns. Nach den Gipfelfotos genossen wir bei Windstille die Gipfelrast ausgiebig. Auf dem nahen Schilt und dem Nachbar Tristli waren die Berggänger von blossem Auge auszumachen. Und der schöne Spaneggsee unter uns und gegenüber der Mürtschenstock beeindruckten sehr. Zeit für den Abstieg! Bis zum Kamin auf dem bekannten Bergweg, teilweise felsig – zum Glück trocken. Das galt auch für den Kamin, der im Abstieg kaum Schwierigkeiten bot – wenn etwas Abstand eingehalten wird. Die Querung über die Zelsegg dann besonders schön, weil die Umgebung in schönsten Herbstfarben leuchtete. Bald war auch der Fronalppass und die darunter liegende Alp Ober Stafel wieder erreicht. Bis hierhin ging alles etwas rascher – obschon wir keine Eile hatten. Jetzt folgte die ziemlich rutschige (weil geröllige) Wegstrecke zur Alp Mittelstafel; diese Wegstrecke wird gerade instandgesetzt (nötig hat sie es…). Ab Alp Mittelstafel noch eine halbe Stunde, und schon war der Ausgangs- und Endpunkt erreicht. Auf der sonnigen Terrasse des symphatischen Berggasthaus Naturfreundehaus Fronalp genossen wir zum Abschluss den Durstlöscher namens Adlerpfiff – herrlich!

Fazit:
Der Fronalpstock war uns wohl bekannt von unseren Besteigungen 2009 und 2011. Heute war es wieder einmal so weit, diese nicht allzu lange, aber spassige Tour zu wiederholen. Gelohnt hat es sich!

Wetterverhältnisse:
Freundliche, trockene Witterung bei ca. 12 bis 20°, im Verlauf der Tour zunehmend sonnig und blau blau blau – wie es sich gehört…

Hilfsmittel:
Bergschuhe, Stöcke, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 6. Oktober 2018
Schwierigkeit: T4, II-er Kletterstellen (Kamin)
Strecke: 8.6 km, Berggasthaus Naturfreundehaus Fronalp (1389 m) – Alp Mittelstafel (1584 m) – Alp Ober Stafel (1816 m) – Fronalppass (1852 m) – Zelsegg – Fronalpstock (2124.4 m) Abstieg auf gleicher Strecke
Aufstieg: ca. 740 m
Abstieg: ca. -740 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 4 Std. 15 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen 2 Std. 45 Min.
Tageszeit: 09:30 bis 13:45 Uhr

Guscha 2140 m – eine überraschend schöne Gratwanderung

Guscha? Kaum jemand kennt diesen Gipfel, dessen nördlicher Felskopf Schönhalden um ca. 700 Hm überragt und auf der Vorbeifahrt auf der A3 auf Höhe der Ausfahrt Flums immer wieder (unsere) Blicke anzog. Doris’ Vorschlag, an diesem Montag wieder einmal eine Tagestour in den Flumserbergen unternehmen, kam gut an. Und anständiges Wanderwetter wurde auch vorhergesagt. Ab A3-Ausfahrt Flums und der Ortsdurchfahrt in Flums (in Richtung Flumserberg) nach dem grossen ehemaligen Industriegebäude Flumserei links abbiegen (gut ausgeschildet «Saxli, Berghotel Schönhalden»). Nach 1.5 km Bergfahrt war im Ortsteil Saxli die auf 640 m.ü.M. liegende Talstation der kleinen Doppelgondelbahn erreicht (ausreichend P vorhanden). Mit der immer zur vollen und halben Stunde verkehrenden Bahn bewältigten wir zeitsparend und elegant fast 900 Hm zum Preis von Fr. 20.00 pro Person (Berg- und Talfahrt). Gleich bei der Bergstation nahmen wir den direkten Eingang ins nach einer Brandkatastrophe neuerbaute Berghotel Schönhalden – der Startkafi musste sein. Bergseitig hinter dem Haus beginnt der w-r-w-markiert ausgeschilderte Wanderweg. Über steiles Weideland im stillgelegten ehemaligen Klein-Skigebiet war Fulriet bald erreicht. Nach einer kurzen Waldstrecke wurde der Blick frei zum Pizol-Gebiet und weiter in Richtung Mädems und Hüenerchopf. Vorbei an friedlich weidendem Vieh war die Abzweigung bei P.1711 rasch erreicht. Hier hielten wir rechts, um auf steiler werdendem Pfad rechts (nördlich) der felsigen Wisswand in engen Stufe aufzusteigen. Unterhalb der ebenfalls felsigen Wand des Guscha war die steile Stufe zu erkennen, welche zu P.1994 hochführte. Alternativ hätte sich unterhalb auch die Aufstiegsmöglichkeit weiter östlich und näher am Grat geboten. Bei P.1994 vereinen sich die beiden Pfade wieder. Ab hier noch etwas steiler, aber gut zu begehen der Aufstieg zum Kreuz, welches markant an der Kante des nördlichen Ausläufers des Guscha auf etwa 2060 m.ü.M. steht – hier geht’s 200 m senkrecht runter. Beim Kreuz, das nicht der höchste Punkt des Guscha ist, trafen wir den einzigen Berggänger heute – Wildhüter Paul aus Mels mit seiner Hündin Cindy. Nach einer netten Schwatz-Pause hielten wir weiter in Richtung Grat und erreichten beim grossen Steinmann den höchsten Punkt 2140 m.ü.M. Zwar erst halb zwölf, war der Ort trotzdem gerade richtig, um eine ausgedehnte Rast abzuhalten – mit wunderbarem 360°-Panorama. Weit und breit niemand unterwegs, mit Ausnahme einer Gruppe, welche sich grade auf dem Gratübergang zwischen Steingässler und Hochgamatsch befand (Distanz 2 km). Hatte uns die bisher attraktive Streckenführung über den nicht ausgesetzten Grat überrascht, ging es vorerst weiter so. Auf dem Vorderchamm angelangt dann der steile Abstieg über Chuewägli zum hundert Meter weiter untenstehenden Chammhüttli – niemand da. Beim nahestehenden Wegkreuz nutzten wir die Bankniederlassung für eine Trinkpause, und natürlich zum Genuss der Aussicht – unter uns die Alp Mädems Hintersäss. Der steile, aber gut gepflegte Weg zur Alp hinunter führte unterhalb des markanten Schluderichopf vorbei. Bis zur Alp hinunter begleitete uns die friedliche Glockenmusik der weidenden Tiere. Auf den letzten Metern kurz vor der Alp war der Untergrund dann verständlicherweise etwas morastig, Grasbuckelhüpfen war angesagt. Der Weg führte zwischen den Alphütten durch – und an einer wunderschönen Sauerei vorbei (siehe Bilder). Auf dem uns von Schneeschuhwanderungen (zur oberhalb liegenden Pfufisegg) bekannten Normalweg wanderten wir zurück, bis sich die Runde schloss beim Verzweigungspunkt 1711. Der Ausblick ins Rheintal und in die Vorarlbergischen und Bündner Alpen beeinträchtigte unsere Aufmerksamkeit leicht, so dass wir den (unfallträchtigen!) Kuhfladen nur reflexartig😎 ausweichen konnten. Immerhin erreichten wir den Ausgangspunkt unbeschadet, und die Panachées auf der Terrasse im Berghotel Schönhalden bildeten den willkommenen Schlusspunkt.

Fazit:
Eine schön aussichtsreiche, unerwartet einsame Kammwanderung

Wetterverhältnisse:
Sonnig mit leichter Bewölkung, ca. 17-20°, windstill, sehr angenehm im Vergleich zu den hinter uns liegenden Hochsommertagen

Hilfsmittel:
Feste Wanderschuhe, Stöcke (nicht eingesetzt), GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 27. August 2018
Schwierigkeit: T3
Strecke: 9.1 km ab Berghotel Schönhalden 1484 m – Fulriet P.1680 – Abzweigung P.1711 – Wisswand – P.1994 (Steilstufe) – Guscha Kreuz 2092 m – Guscha Steinmann 2140 m – Vorderchamm – Chammhüttli 2040 m – Alp Mädems Hintersäss 1776 m – Abzweigung P.1711 – Fulriet P.1680 – Berghotel Schönhalden 1484 m
Aufstieg: ca. 674 m
Abstieg: insgesamt ca. 666 m
Laufzeit ohne Pausen: ca. 3 Std. 15 Min.
Laufzeit mit Pausen: ca. 4 Std. 45 Min.

Mettmen-Alp: Chärpfbrugg-Rundtour

Heute der Bericht einer gemütlichen Runde. Am Nachmittag des Vortags mit der Luftseilbahn ab Kies auf die Mettmenalp, in Begleitung von Ursle und Hitsch, zwei langjährigen Freunden. Am Abend dann das leckere Überraschungsmenü im Berghotel Mettmen. Es folgte die ruhige und aussichtsreiche Nacht mit Blick zum Hauptdarsteller hier oben, dem Glärnischmassiv. Der Panoramablick aus dem Bett durch die vollflächig verglaste Front ersetzt das hier richtigerweise nicht vorhandene TV-Gerät problemlos. Gut ausgeruht machten wir uns nach dem Genuss des reich gedeckten Frühstückstisches auf zur geplanten Rundtour. Etwas Anstrengung gleich zu Beginn, der steile Aufstieg ennet der Staumauer hoch zur Verzweigung Börtli. Von hier dann aussichtsreich in leichtem auf und ab in Richtung Süd. 150 m tiefer unten die schöne und sumpfige Ebene Matt, darüber der Blick zum Widerstein (Klettergarten), rechts Mattchöpf und darüber der uns bekannte Weg zum Wildmadfurggeli, dem Übergang nach Elm. Über uns Matzlenstock (1953 m) und Matzlenfurggelen (1913 m). Vor uns der erst über eine schöne Alp und wenig später unterhalb des Matzlengrat leicht absteigende, schön angelegte Wanderweg. Der Abstieg in die Ebene Niderenalp wenig steil, die Brücke über den Niderenbach in etwas morastigem Gelände (Kuhtritte😊). Beim P.1775 war der Normalweg zur Leglerhütte erreicht. Unser Ziel: die Alp Ober Stafel (mit Beizli) und gleich dahinter die Chärpfbrugg. Diese liegt mitten im ältesten Banngebiet Europas Freiberg Kärpf. Nach der Trinkpause wollten wir unbedingt diese ca. 50 m hohe Naturbrücke (ein spektakulärer Aufschluss der Glarner Hauptüberschiebung) durchsteigen. Gut markiert, war der Einstieg leicht zu finden. Zum Glück führte der Niderenbach wenig Wasser, so dass es keine nassen Füsse absetzte. An der einen oder anderen Stelle war trotzdem Vorsicht geboten (nasser Fels, grosse Tritte). Nach wenigen Minuten war der obere Ausgang der Naturbrücke erreicht; von hier bietet sich eine schöne Aussicht vor der tollen Kulisse der Berge Schwarz Tschingel (2426 m) und Chli Chärpf (2700 m). Etwas weiter oberhalb der Chärpfbrugg dann Hübschboden, wo der Weiterweg zur Leglerhütte nach Westen über die Sunnenbergfurggele verläuft. Das Ziel, unseren Freunden die eindrückliche Chärpfbrugg von innen zu zeigen war erreicht. Für den Rückweg wählten wir den Sommerweg, welcher unterhalb der Mattchöpf und oberhalb der Ebene Matt verläuft. Diese Strecke ist uns wohlbekannt von unseren wiederholten Hüttenbesuchen im Sommer wie im Winter. Je näher wir uns dem Stausee Garichti näherten, desto häufiger war «Grüezi» angesagt. Nach der Überquerung der Nebenstaumauer der kurze Abstieg zum Berghotel Mettmen resp. direkt auf dessen Terrasse – heute gut besucht (wen wunderts…). Kleines Mittagessen (leckere Zigerhöreli mit Öpfelmues z. B.), und schon stand die Talfahrt mit der Luftseilbahn nach Kies hinunter an. Abschied von einem gemütlichen Verwöhn-Aufenthalt und von «alten» Freunden – schön wars!

Wetterverhältnisse:
Bilderbuch-Wetter, hier oben nicht zu heiss, im Schatten angenehm um 20°.

Hilfsmittel:
Stöcke; Kartenmaterial, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 16. August 2018
Schwierigkeit: T2
Strecke: 7 km, Berghotel Mettmen (1608 m) – Stausee Garichti (Hauptstaumauer) – Börtli P. 1676 – P.1815 – Niderenalp P.1775 – Ober Stafel – Chärpfbrugg – zurück bis Niderenalp P.1775 – Sommerweg oberhalb Matt – P.1648 – Stausee Garichti P.1625 – Nebenstaumauer – Mettmen
Aufstieg: ca. 295 m
Abstieg: ca. -279 m
Laufzeit ohne Pausen: total ca. 2 Std. 05 Min.
Laufzeit mit Pausen: total ca. 3 Std.

Schibenstoll 2234 m – unser 6. von sieben Churfirsten

Am Nationalfeiertag 2017 bestiegen wir Nachbar Zuestoll. Für heute nahmen wir uns den Schibenstoll vor – einer der uns noch fehlenden Churfirsten (fehlt nur noch der Frümsel).

Die ersten 500 Hm legten wir wie auch schon zurück mit der Sessel- und Gondelbahn Alt St. Johann-Sellamatt. Bei bestem hochsommerlichem Bergwetter begannen wir gemütlich, wie immer begleitet vom Glockenklang des Alpviehs. Auf Zinggen den Sagenweg überquerend, dann in Richtung Hinderlücheren über den breiten Alpweg. Die eindrücklich steilen Zacken der Churfirsten vor uns, wie immer etwas unnahbar wirkend. Über Langlitten und Rügglizimmer etwas steiler und wilder werdend hoch zur Verzweigung Rüggli, wo es rechts w-b-w zum Zuestoll und für uns links w-r-w zum Schibenstoll hochging. Hier ein erster Trinkhalt, nach einer Stunde; jetzt noch ca. 500 Hm vor uns. Nach wenigen Metern war der eindrückliche Karr erreicht, den es zu überqueren galt. Auf den teilweise scharfkantigen Kalkfelsen galt es trittsicher zu balancieren, stürzen war jedenfalls keine Option. Vor uns die mächtige Flanke des Schibenstoll, unter deren Felsband der markierte Pfad schon zu sehen war – schattenhalb. Zur Rechten der markante Gipfel des Zuestoll, und zwischen den beiden Gipfeln die Stollenfurgge, der Übergang zum Einstieg auf den berühmt-berüchtigten Schnüerliweg (T5+). An der Felswand angelangt, wurde der Pfad über hohe Tritte steiler bis sehr steil, gelegentlich nassfeucht und deshalb rutschig. Nach etwa 500 m Strecke (200 Hm) war die Sonne erreicht, welche durch eine Scharte schien. In dieser windeten wir uns vorsichtig hoch bis wir schliesslich auf dem flacher werdenden Rücken des Bergs fast schon gemütlich über Alpweideland zum näher kommen Gipfelkreuz gelangten. Auf dem Weg zum Gipfel und etwas abseits einer Herde weidender Schafe leider eine Totgeburt – grauslig und bedrückend zugleich. Oben dann die gewohnt spektakuläre Aussicht und der Tiefblick über die senkrechten Wände hinunter auf den 1800 m weiter unten liegende Walensee. Die Gipfelrast genossen wir wie immer ausgiebig – mit Blick zum Alpstein natürlich, und hinüber zu den Nachbarn Zuestoll und Hinderugg, von wo einige Gleitschirmpiloten mutig über die Kanten starteten. Kurz vor Aufbruch zum Abstieg dann noch folgende Szene: eine fünfköpfige (amerikanische?) Gruppe mehr oder weniger gut ausgerüsteter BerggängerInnen erreichte den Gipfel; vor allem eine nicht mehr ganz junge Frau war mit auffallend (fahrlässigem) Schuhwerk ausgerüstet, Sandalen nämlich. Dafür war sie mit einem als Kamera herhaltenden Tablet unter dem Arm schon fast overdressed. Wir verzogen uns vom Gipfel, um die absurde Show nicht weiter miterleben zu müssen…

Für den Abstieg über den grasigen Rücken und erst recht über den nachfolgenden steilen und rutschigen Bänderpfad war der Einsatz der Stöcke sehr hilfreich. Auf dem Karr angelangt, versorgten wir die Hilfsmittel um die Hände frei zu halten. Ab der Verzweigung Rüggli ging dann alles sehr rasch. Auf Hinderlücheren genehmigten wir uns dann am bekannten SB-Stand ein kaltes Getränk. Der Weiterweg bis zur Bergstation Sellamatt war vergnügliches Auslaufen, vorbei am friedlich weidenden Alpvieh.

Fazit:
Eine schöne Bergwanderung auf unseren 6. Churfirstengipfel war das! Den noch ausstehenden siebten schaffen wir wohl auch noch in diesem tollen Bergsommer…

Wetterverhältnisse:
Sehr sonnig und heiss, ca. 24 bis 29°, praktisch windstill, am Nachmittag einige Schönwetterwolken, welche gelegentlich und angenehmerweise für etwas Schatten sorgten.

Hilfsmittel:
Feste Wanderschuhe, Stöcke, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 24. Juli 2018
Schwierigkeit: T3+
Strecke: 9.9 km ab Sellamatt 1389 m – Zinggen – Hinderlücheren – Langlitten – Rügglizimmer – Rüggli 1740 m (Verzweigung) – Schibenstoll (2234 m)
Aufstieg: ca. 870 m
Abstieg: insgesamt ca. 870 m
Laufzeit ohne Pausen: ca. 3 Std. 45 Min.
Laufzeit mit Pausen: ca. 6 Std.

Kamera:
Sony DSC-HX90V

Leglerhütte SAC 2273 m – zum zehnten Mal (mit siebzig)

Mit unseren wandertüchtigen Freunden Manuela, Susanne, Gaby, Thomas, Richi und Ueli ein Jubiläums-Wochenende zu verbringen, das war die Idee. Anreise am Samstagnachmittag, am Abend Überraschungsmenü und Übernachtung im formidablen Berghotel Mettmen. Nach einer erholsamen Nacht empfing uns Noel Laurent von Getoutdoor – diesmal gönnten wir uns einen Guide, was sich in jeder Beziehung lohnte. Start kurz nach neun Uhr zur gemeinsamen Schneeschuhtour zur Leglerhütte – im dichten Nebel und bei leichtem Schneetreiben und bei einer Temperatur von knapp unter Null. Nach den ersten Metern eine kleine Mutprobe: die Überquerung des weit über das Geländer hinaus eingeschneiten Damms des Garichti Stausees. Auf dem gefrorenen Stausee tummelten sich bereits viele Eisfischer und Eistaucher. Auf guter Spur überquerten wir die Ebene Matt (der Niderenbach hier vollständig unter Eis und Schnee) um dann die enge Steilstufe anzustreben – der links über uns querende Sommerweg über Mattplanggen ist bei solchen Verhältnissen zu gefährlich. Am hinteren Ende, dort wo der Niderenbach im Sommer in einer Enge etwa 80 m runter fällt – Noel als Einheimischer nennt die Stelle Chuchi. Jedenfalls meisterten wir diese Stelle problemlos, und erreichten so Betriebstemperatur. Oben bei P.1768 angelangt, folgte eine wieder etwas flachere Ebene bis zu den tief eingeschneiten Alphütten Ober-Stafel. Links vorbei wieder etwas steiler an der Chärpfbrugg vorbei. Bald war P.1859 erreicht – erste Trinkpause. Der Nebel begann sich zu lichten, und die Sonne leuchtete blass durch. Mit jedem Tritt nahm die Zuversicht zu und nahe P.1925 dann die unbeschreiblich schöne Bergwelt (Schwarz Tschingel, Kärpf) und blauer Himmel. Da Noel jeden Meter dieses Geländes kennt, folgten wir ihm in Richtung Schwarzchöpf, um so die «Autobahn» zur Furggele zu meiden. Über unverspurtes und hochwinterliches Gelände stiegen wir wenig südlich über Hübschböden auf. Erst unterhalb der Sunnenberg Furggele nutzten wir die vorhandene Spur wieder. Auf der Furggele dann das immer wieder faszinierende Schauspiel: fast schon plötzlich taucht der Glärnisch auf – der Blick geht übers Nebelmeer zum Glarner Wahrzeichen. Jetzt noch ein paar Kehren hoch – krass die Schneelage hier oben; von den grossen Felsbrocken ist nichts zu sehen. Dann die Hangquerung auf guter Spur und schon kam die Leglerhütte ins Blickfeld – und das gesamte grossartige Gipfelpanorama (Tödi, Claridenfirn, Ortstock, Höch Turm, Glärnisch). Die Hütte erreichten wir trotz des weiteren Wegs nach knapp zweidreiviertel Stunden. Wir waren also sportlich unterwegs – mit Ausnahme des jubilierenden Autors, der in seinem eigenen Tempo gemütlich ein paar Meter hinterher hechelte😊. Nach dem ersten Genuss des Panoramas nichts wie rein in die gemütliche, und heute erstaunlicherweise nicht voll besetzte Hütte. Tagessuppe mit Kärpfwürsten waren erste Wahl – danke Simone und dem ganzen Hüttenteam.

Der ausgiebigen Mittagspause folgte der Genuss des prächtigen Hüttenpanoramas (siehe Bilder). Schon beeindruckend, wie die Landschaft hier oben unter Schnee eingeebnet ist. Noel meinte, dass es hier mindestens 8 m habe – jedenfalls konnten wir die Lage des 450 m südlich liegenden Milchspüelersees nur erahnen. Bevor wir den Rückweg antraten, gabs noch eine eindrückliche Suchaktion im Rahmen einer LVS-Übung. Noel hatte zwei Objekte vergraben und uns entsprechend instruiert. Die folgende Suchaktion war erfolgreich, und Noel war sichtlich erleichtert, dass sein vergrabener Rucksack wiedergefunden wurde. Mittlerweile sorgte eine bissige Bise für arktisches Kälteempfinden, und wir waren froh, jetzt abzusteigen. Bis zur Sunnenberg Furggele hielten wir uns ein paar Meter bergseits der Spur, weil das Treten im weichen Pulverschnee angenehmer war. An den steileren Stellen vor und unterhalb der Furggele konnten wir uns dem Vergnügen auf den Hosenböden «abzufahren» nicht entziehen. Im weiteren Abstieg hielten wir uns leicht nördlich der Autobahn, um dann über Vorderen Hübschböden zum Niderenbach «abzufahren» – herrlich! Bei der Chärpfbrugg verabschiedete sich die Sonne, und die Umrisse der tief eingeschneiten Hütten Ober Stafel waren im Nebel kaum noch auszumachen. Vor uns dann der Abstieg über die bereits bekannte Chuchi hinunter. Über die Ebene Matt zogen wir vorbei an mit Raureif wunderschön verzierten Bäumen in Richtung Stausee. Auf dem See waren nur noch wenige Eisfischer auszumachen; die sahen heute keine Sonne. Die Staumauer war reine Formsache, zum Abschluss im Berghotel Mettmen der Genuss der leckeren Mettmoccino’s. Um halb fünf dann die Talfahrt mit der Luftseilbahn, wo im Kies schon der Mettmenbus wartete…

Unterwegs kurz vor Schwanden dann – als wärs nicht genug – der letzte Höhepunkt heute; zehn Meter unterhalb der Strasse ein ausgewachsener Hirsch, der erst im Unterholz hockte, sich dann majestätisch erhob und langsam davon spazierte. Show total!

Fazit:
Ein grosser Wunsch hat sich (gestern) und heute erfüllt! Ein tolles Gourmet-Winterwander-Erlebnis mit unseren Freunden (bei Freunden) – danke euch allen, das war richtig schön! Und Sara und Romano und dem ganzen Team vom Berghotel Mettmen unser grosses Kompliment für die tolle Gastfreundschaft.

Wetterverhältnisse:
Bilderbuch-Winterwanderwetter, Unmengen Schnee, ab ca. 1950 m.ü.M. Nebelgrenze erreicht, dann blau und sonnig, oberhalb Sunnenberg Furggele spürbare Bise, Temperatur ca. -8 bis -10° minus Windchill.

Lawinengefahr:
Laut SLF Stufe 2 mässig

Hilfsmittel:
Schneeschuhe, Stöcke, LVS/Schaufel/Sonde, GPS-Maschine

Parameter:
Tour-Datum: 25. Februar 2018
Schwierigkeit: WT2
Anfahrt: Mettmenbus ab Schwanden bis Kies (Talstation Luftseilbahn Kies-Mettmen), Rückfahrt identisch
Strecke: 11.2 km, Berggasthaus Mettmen (1610 m) – Stausee Garichti – Staudamm – Oberstafel – Hübschboden – Sunnenberg Furggele 2210 m – Leglerhütte SAC – Abstieg ungefähr auf gleicher Strecke
Aufstieg: ca. 727 m
Abstieg: ca. -751 m
Benötigte Zeit inkl. Pausen: 6 Std. 30 Min.
Benötigte Zeit ohne Pausen 3 Std. 30 Min.
Tageszeit: 09:10 bis 15:40 Uhr

Kameras:
Diverse